ubuntuusers.de

9. März 2009


Leider ist es so, dass nicht nur Linux.de, sondern auch Debian.org eher langweilig aussieht – auch wenn man Debian.org keinen Vorwurf in puncto Aktualität machen kann: top-aktuell ist die Seite immer. Leider sieht sie trotzdem so aus wie aus den Anfangsjahren des WWW – ein Missstand, den Stefano Zacchiroli, einer der Kandidaten für den Posten des Debian-Projektleiters, endlich beheben will:

We all want a sexier website, i.e., a website where people can find what they look for, and which does not make us look like Debian is an operating system of the 1980s. While work on the issue has been going on in the WWW team, we have not delivered visible improvements yet.

I intend to help the WWW team in order to solve the main issues within the term. While it will be pointless to set the precise technical goals in a platform, my intended course of actions will be as follows. All steps are meant to be performed in agreement with the WWW team.

Und auch wenn es natürlich der Sache nicht gerecht wird, Debian nur auf Debian.org zu verkürzen, da Debian eine der wichtigsten Linux-Distributionen der Welt ist: die Erneuerung von Debian.org sollte als eines der wichtigsten Ziele endlich in Angriff genommen werden.

Steve McIntyre, der aktuelle Projektleiter, der erneut kandidiert, erwähnt die Debian-Webseite in seiner Vorstellung nicht ein einziges Mal. Ein fatales Zeichen.

Debian ist zu wichtig, die Außendarstellung darf nicht in diesem Maße vernachlässigt werden. Ich hoffe deshalb, dass der nächste Debian-Projektleiter Stefano Zacchiroli heißen wird.

Erst der Jailbreak macht das Herz des Unix-Users froh. -- Zen-Spruch

Nachdem man Apples Handy von seinen lästigen Beschränkungen befreit hat, kann man endlich damit Anfangen, die ganze phantastische Open Source Software zu benutzen. Dabei hilft das Programm Cydia von Jay "saurik" Freeman, das ähnlich wie der App Store funktioniert, aber vor allem Freie und Open Source Software anbietet, wie die Gnu-Tools, Bash und GCC, aber auch einen Terminal-Emulator, Scriptsprachen von Python über Java bis Ruby und, wer es braucht, etliche Klingeltöne und Themes. Das ist aber nur ein kleiner Ausschnitt aus dem riesigen Repository.

Suche nach Gnu-Programmen in Cydia Das iPhone 3G ist ein kleiner Computer mit einem 412 MHz Prozessor, 128 MB Arbeitsspeicher und 8 GB Flash. Das Betriebssystem ist ein angepasstes Mac OS X mit BSD-basierten Programmen und Darwin-Kernel. Warum sollte man das iPhone also nur als SmartPhone benutzen, wenn es alle Bedingungen für eine Unix-Workstation mitbringt? Aus diesem Grund hat saurik das Telesphoreo-Projekt gegründet. Telesphoreo ist ein altes griechisches Wort für Fruchtreife oder Veredelung von Früchten wie Äpfeln. Für die Installation der Gnu- und BSD-Software hat er den Paketmanager APT von Debian Gnu/Linux auf das iPhone portiert. Daher ist es auch möglich, z.B. den Befehl apt-get update im Terminal des iPhones aufzurufen und mit apt-get install weitere Software zu installieren. Doch saurik hat auch noch die Zeit gefunden, die grafische Oberfläche Cydia für das SpringBoard des iPhones zu installieren. Cydia pomonella ist übrigens der biologische Name des Apfelwicklers, einem Nachtfalter dessen Raupen unter anderem auch in Äpfeln leben. Cydia und weitere Software, wie ein BSD-System, werden mit dem Jailbreak automatisch auf das iPhone installiert.

Für den Jailbreak benötigt man iTunes. Da es iTunes aber vermutlich nie direkt für Gnu/Linux geben wird, und die Installation der Windows-Version von iTunes 8.0.2 mit Wine immer noch Probleme bereitet, braucht man als Linux-Nutzer entweder einen Mac, einen PC mit einem aktuellen Windows oder VirtualBox ab Version 2.1, um Windows XP zu installieren. Bei den Versionen vor 2.1 werden von VirtualBox keine USB-Geräte unterstützt, was für den Jailbreak aber wichtig ist, da das iPhone über das USB-Kabel mit iTunes verbunden sein muss.

Howto: Wie installiert man VirtualBox 2.1 unter Ubuntu Zuerst muss man die Datei etc/apt/sources.list bei "Intrepid Ibex" um folgende Zeile erweitern

deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian intrepid non-free
Bei "Hardy Heron" tauscht man einfach intrepid durch hardy aus. Natürlich kann man die neuen Paketquellen auch in Synaptic hinzufügen.

Anschließend besorgt man sich den öffentlichen Schlüssel von Sun, mit dem die Software signiert ist,

wget -q http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian/sun_vbox.asc 
-O- | sudo apt-key add -
führt das Update aus und installiert VirtualBox:

sudo apt-get update && sudo apt-get install dkms virtualbox-2.1
Wenn das erledigt ist, kann man die alte Windows XP-Lizenz entstauben und erst das Betriebssystem und anschließend das aktuellste iTunes installieren.

Bevor man das iPhone mit iTunes in VirtualBox synchronisieren kann, sollte man folgende Reihenfolge beim Start beachten: Erst das iPhone unter Ubuntu anschließen, dann bei der Nachfrage, was man mit dem neu erkannten USB-Gerät machen möchte, auf "Aushängen" klicken und anschließend Windows XP und iTunes starten. Dann etwas abwarten, da es manchmal eine kleine Weile dauern kann, bis das iPhone in iTunes auftaucht.

Nach der ersten Synchronisierung und gleichzeitiger Datensicherung kann man mit dem Jailbreak beginnen. Dazu gibt es eine gute Anleitung auf Apfel-Talk. Allerdings hatte ich Probleme, das Jailbreak in der Virtualbox durchzuführen und bin wieder auf das iBook gewechselt, wobei es theoretisch funktionieren sollte. Auch wenn die Hacker vom iPhone-Dev-Team mit Quickpwn ein Programm geschaffen haben, das sehr leicht zu bedienen ist, und wenn man beim Jailbreak im Prinzip auch nichts kaputt machen kann, sollte man sich doch im Vorfeld einen tieferen Einblick in den Jailbreak verschaffen, da niemand dafür haftet, wenn etwas schief geht, z.B. wenn am Ende alle persönliche Daten verloren sind. Illegal ist der Jailbreak aber nicht. Da das iPhone normaler Weise einem selbst gehört, kann man damit auch machen, was man will: aufbohren, aufschrauben, verlöten oder ein anderes Betriebssystem aufspielen.

Nachdem man das iPhone Dank einer aktiven Open Source-Gemeinschaft in eine kleinen Unix-Workstation verwandelt hat, kann das Abenteuer beginnen. Vermutlich wird besonders Python die Möglichkeit für viele kleine Skripte eröffnen, die die Funktionalitäten des iPhones nochmal um ein vielfaches erweitern werden. Weitere Vorteile sind ein SSH-Zugriff, Synchronisation mit Amarok, erweiterte Bluetooth-Funktionen mit iBluetooth, ein Clippboard und so fort. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings: nach jedem Firmwareupdate muss der Jailbreak erneut ausgeführt werden und die zusätzlichen Anwendungen aus Cydia sind dann gelöscht. Das Programm "AptBackup" kann zwar nach einem erneuten Jailbreak die Programme aus Cydia wieder neu installieren, aber alle Einstellungen oder selbst geschriebene Skripte wären verloren.



Wallpaper Workshop CLT09 Kleine Voransicht für alle Teilnehmer am Inkscape-Workshop auf den CLT 09. In etwa das habe ich vor mit den Inkscapeeinsteigern vor zu zaubern. Bin echt gespannt ob wir das schaffen. Wer jetzt noch keinen Platz hat sollte sich ranhalten, sind noch ein paar frei.

Personas ist eine Firefox-Erweiterung, die kleine Designs anbietet, mit denen der Firefox etwas verschönert werden kann. Ihn stärker personalisieren oder ins System einbinden, beide Möglichkeiten stehen offen.

Ein Beispiel: Es gibt ein Design namens "Wine", dessen Rotton fast identisch zu dem in red-flame genutzten ist. Werden beide gemeinsam genutzt verschwimmt die Titelleiste und die Firefox-Oberfläche ineinander.

Etwas viel dunkles Rot auf einem Bildschirm, man muss das nicht mögen. Aber in diese Richtung kann man gehen. Ich frage mich, ob nicht bald eine Ubuntuversion den Firefox gleich mit einem angepassten Ubuntu-Design ausliefert.

via

Beim Themengebiet Linux hat der Verlag Linux New Media AG die Kioske bzw. den kommerziellen Markt mit Zeitschriften wie EasyLinux, LinuxUser oder dem Flaggschiff “Linux Magazin” fest im Griff. Doch im Internet fallen vor allem die semiprofessionellen, privaten und von der Linuxgemeinschaft gestemmten Angebote auf: ein Heer von Freiwilligen und Enthusiasten sorgt dafür, dass den Linux-Freunden im Internet nie der Lesestoff ausgeht.

Es gibt die Foren, in denen es neben Hilfe auch Neuigkeiten gibt. Es gibt die Einzelkämpfer, die auf den eigenen Seiten und Weblogs ihre Konfigurationsbeispiele und Erfahrungen veröffentlichen, ihre Meinung über Hard- und Software zum besten geben oder sich auch einfach den Frust von der Seele schreiben, wenn der Pinguin mal wieder nicht so watschelt, wie er soll. Und dann gibt es da noch die Ambitionierten, die mehr wollen, und sich ganz im Sinne freier Software zusammentun und eine Menge Arbeit investieren, um gemeinsam mit weiteren Helfern etwas Größeres auf die Beine zu stellen, wovon alle etwas haben: anspruchsvoll gemachte Publikationen mit aktuellen und gut aufbereiteten Informationen aus der Welt des Open Source.

Die meisten Inhalte der Angebote werden dabei unter freien Lizenzen wie GNU-FDL oder Creative Commons veröffentlicht, so dass je nach Lizenz die Inhalte oft sehr frei wieder- und weiterverwendet werden können. Inzwischen existieren so viele verschiedene Magazine, dass man allmählich fast ein wenig den Überblick verliert. Der Versuch einer kleinen Übersicht:

Pro Linux
Wer unabhängige Linux-Infos sucht, stößt früher oder später zwangsläufig auf Pro-Linux. Pro-Linux ist eine der ältesten Angebote für Linuxbegeisterte und entzieht sich einer genaueren Einordnung. Klassisch als Webseite daherkommend, könnte man es am ehesten als Linux-Nachrichtenmagazin bezeichnen, wobei es durch den gut erreichbaren, meist rege genutzten Kommentarbereich auch schonmal wie ein hochfrequentiertes Weblog erscheint. Täglich aktuelle Meldungen und distributionsübergreifende Berichte aus der Linuxwelt, das findet man auf Deutsch nirgendwo sonst in dieser Art.

Neben den Meldungen auf der Hauptseite gibt es ein Forum und einen Magazinbereich mit ausführlicheren Texten zu wechselnden Themen, z.B. mit Anleitungen oder Distributionstest, der kontinuierlich einmal pro Woche um einen neuen Artikel erweitert wird.

Das Pro-Linux-Angebot lässt kaum Wünsche offen, umso erstaunlicher ist, dass es sich dabei im Kern um einen 2-Mann-Betrieb handelt: Mirko Lindner und Hans-Joachim Baader betreiben das Angebot neben ihren eigentlichen Berufen und sorgen bereits seit über 10 Jahren dafür, dass man auf Pro-Linux aktuell informiert ist.

PDF-Magazine
PDFs sind eine zweischneidige Sache: für Formulare und und Dokumente, die überall gleich aussehen müssen, sind sie praktisch und nahezu unverzichtbar geworden, doch beim reinen Lesen von Texten wie Zeitsartikeln oder Magazinseiten geht der allgemeine Trend eher weg vom PDF bzw. war noch nie richtig da. Zeitungs-PDF-Angebote (sog. “E-Paper”) fristen ein Nischendasein und Usability-Experten verteufeln gar PDFs für die Online-Darstellung, weil man sie im ungünstigsten Falle herunterladen und öffnen muss, die Navigation in ihnen umständlicher ist und sie sich den gewohnten und geschätzten Browserfunktionen entziehen (Lesezeichen, Scrollen, Schriftanpassung). Der Großteil von Text im Internet wird über “normale” Webseiten konsumiert, als Lesemedium konnte sich PDF nicht durchsetzen.

Das sehen ausgerechnet die Autoren der größten Community-Magazine anders: Yalm, “freiesMagazin” oder auch “MagDriva” haben sich für eine primäre Verbreitung in PDF-Form entschieden (obwohl die Magazine eigentlich nicht zum Ausdrucken gedacht sind und die Mehrheit am Bildschirm liest). Sie halten sich nicht mit irgendwelchen Studien auf, sondern packen es an und machen einfach “ihr Ding”. Heraus kommen qualitativ hochwertige Magazine, die durch die Abgeschlossenheit in sich selbst sowie die Vorteile des statischen Layouts ganz eigene Möglichkeiten für den Inhalt schaffen und zum Lesen verführen. Der Reiz ist durchaus verlockend, sich einem im Umfang klar umrissenen Magazin zu widmen, statt ziellos durch ein nieendendes Webangebot zu scrollen.

freiesMagazin
Einen durch und durch professionellen Eindruck hinterlässt freiesMagazin, was nicht zuletzt durch typischen Magazinstil/-sprache bedingt ist, den das Magazin pflegt. Das freie Magazin entstand aus einer Entkoppelung von ubuntuusers.de, beschäftigt sich aber allgemein mit Freier Software, wobei Linux natürlich einen großen Stellenwert einnimmt.

“freiesMagazin” wird mit LaTeX erstellt und ist sowohl als PDF als auch als Webseite verfügbar, die HTML-Variante ist jedoch vor allem für mobile Geräte oder Sehbehinderte gedacht. Die aktuelle Ausgabe (3/2009) ist 3,7 MB groß, reich bebildert und umfasst 51 Seiten. Das Magazin erscheint monatlich zum Monatsanfang.

Yalm
Yalm ist in der Hochphase der Ubunutu-Begeisterung in Deutschland ebenfalls aus dem Ubuntuusers-Umfeld heraus entstanden und steht dem freien Magazin in nichts nach.

Yalm beschäftigte sich früher hauptsächlich mit der jungen Distribution aus Südafrika, richtet sich mittlerweile aber an alle Linuxnutzer, unabhängig von der verwendeten Lieblingsdistri. Yalm wird mit Open Office gesetzt, die aktuelle Ausgabe 2/2009 bringt es auf 32 Seiten. Der Download der PDF-Datei quetscht lediglich anderthalb Megabyte durch die Leitungen. Wie auch freiesMagzin ist Yalm reich bebildert enthält viele weiterführende Links. Yalm erscheint monatlich jeweils zum 15. und kommt ab der kommenden Ausgabe ebenfalls mit einer alternativen Lesemöglichkeit in HTML. Neben dem PDF-Journal findet man bei Yalm auch ein Web-Forum.

MagDriva
Magdriva war der Vorreiter der Linux-PDF-Magazine, die erste Ausgabe erschien bereits Mitte 2005. MagDriva steht für “Magazin + Mandriva” und wird von der deutschen Mandriva-Community mandrivauser.de getragen.

Als einziges der hier vorgestellten Magazine setzt es einen besonderen Fokus auf eine bestimmte Distribution, schreibt aber ebenso distributionsübergreifend und vergisst auch den Blick über den Tellerrand nicht; so enthält die aktuelle Ausgabe beispielsweise einen Artikel zur Linuxdistribution “CCux Linux”. Mandriva setzt voll und ganz auf PDF, seit neuestem lassen sich die Artikel dafür auch einzeln herunterladen. Das Magazin wird ebenfalls mit Open Office erstellt, ist in der aktuellen Ausgabe (3/2008) knapp 22 MB “schwer” und kommt auf 49 Seiten. MagDriva erscheint unregelmäßig etwa drei bis vier Mal im Jahr.

Gemeinsamkeiten
Die vorgestellten PDF-Magazine ähneln sich sehr, bedienen jedoch unterschiedliche Geschmäcker und Vorlieben. Yalm und “freiesMagazin” sind professionell gemachte Publikationen, auch Magdriva braucht den Vergleich mit professionellen Zeitschriften nicht zu scheuen, legt aber Wert auf den “Vereinscharakter” und die Feststellung, dass kein Wettbewerb mit Profi-Magazinen angestrebt wird. Allen PDF-Magazinen gemeinsam ist, dass sie auf ein PDF-Querformat setzen, um die optimale Lesbarkeit auf Bildschirmen zu gewährleisten. Keines setzt auf HTML als hauptsächlichen Verbreitungsweg. Alle erscheinen mit einer freien Lizenz, wobei z.B. Magdriva kommerzielle Weiterverwendung ausschließt, freiesMagazin hingegen sie bewusst fördert. Und – im OpenSource-Bereich verbreitet, aber längst nicht selbstverständlich: die Magazine sind kostenlos erhältlich und werbefrei.

Mehr Infos
Ein großes Interview mit den Verantwortlichen und Autoren von Yalm, freiesMagazin, Magdriva und Pro-Linux ist ab sofort ebenfalls verfügbar.

Disclosure/Hinweis: Der Verfasser war in der Vergangenheit bereits unentgeltlich für Pro-Linux und freiesMagazin tätig.

Im Bericht Tux würde online lesen wurde ein Blick auf einige freie Linuxmagazine geworfen. Im Rahmen dessen baten wir an den virtuellen Interviewtisch und stellten denen, die unermüdlich die deutschsprachige Linuxgemeinde mit Informationen versorgen, ein paar Fragen zu ihrer Arbeit. Pinguinzubehör sprach mit Mario Fuest, Bernhard Posselt und Jonas Haag (YALM), Dominik Wagenführ von freies Magazin, Mirko Lindner von Pro-Linux und Wolfgang Bornath (MagDriva).

Seit wann gibt es das Magazin/Angebot, wie kam es zu seiner Entstehung?

 freiesMagazin  freiesMagazin wurde im Februar/März 2006 ins Leben gerufen und war damals das Sprachrohr von ubuntuusers.de bzw. des Nachrichtenportals Ikhaya. Es sollte zunächst die interessantesten Ikhaya-Meldungen des letzten Monats zusammenfassen. Sehr schnell wurden aber auch Artikel veröffentlicht, die in dem Nachrichtenportal nicht untergebracht werden konnten. Mit der Zeit verschwand die Zusammenfassung der Nachrichten und immer mehr Artikel von freiwilligen Autoren wurden eingereicht. Im Laufe der Jahre wurde dann auch die Konzentration auf Ubuntu etwas abgeschwächt, da die meisten Anleitungen auch für andere Distributionen gültig sind und wir auch den Nicht-Ubuntu-Nutzern eine interessante Lektüre bieten wollten.
 yalm  Zur Entstehung kam es durch Tobias Kündig, der unter anderem im Ubuntuusers-Forum ankündigte, ab sofort regelmäßig ein Magazin rund um Ubuntu und Linux veröffentlichen zu wollen. Da großes Interesse gezeigt wurde, blieb es nicht bei der ersten Ausgabe (die im September 2007 veröffentlicht wurde).
 pro-linux  Pro-Linux gibt es seit mittlerweile fast 11 Jahren. Die Seite wurde aus der Idee geboren, eine Anlaufstelle für eigene Anleitungen zu schaffen. Anders als man aufgrund der momentanen Entwicklung annehmen könnte, war der Start von Pro-Linux mehr als holprig. Selbst der Name Pro-Linux war so nicht geplant. Die Webseite sollte zuerst unter dem Namen „LinuxWorld“ erscheinen, bis zum offiziellen Start wurde daraus „4Linux“ und schließlich „Pro-Linux“. Angefangen hat alles allerdings mit einer Handvoll Begeisterter, die zusammen eine Seite gegründet haben, bereits vor dem Release eine Vielzahl von Artikeln schrieben und mit der Zeit stetig erweiterten.
 MagDriva  Die erste Ausgabe erschien im Sommer 2005. Thorsten v. Plotho-Kettner und Wolfgang Bornath erarbeiteten die Idee, da beide einen Hang zur schriftlichen Kommunikation haben und nach nachhaltigeren Publikationsmitteln als den „bloßen“ Foreninhalten suchten.

Wo liegt der thematische Schwerpunkt?

 yalm  Unsere Homepage meint zu der Frage, dass Ubuntu unser Schwerpunkt sei. Am Anfang haben wir uns auf Ubuntu konzentriert und wollten den Fokus auf Einsteiger richten. Mittlerweile hat sich das geändert, man kann sagen, dass wir nicht wirklich einen Schwerpunkt haben – wenn ja, schwankt dieser von Ausgabe zu Ausgabe. Der Grund ist wohl vor allem, dass wir uns selber weiterentwickelt haben und kompliziertere Themen interessant finden. Außerdem verwenden nicht mehr alle Ubuntu, ein Teil verwendet Minimaldistributionen wie Gentoo oder Arch. Darum versuchen wir nun, distributionsunabhängigere Artikel zu schreiben. Der Schwerpunkt ist einfach gesagt: Linux.
 freiesMagazin  Der Schwerpunkt von freiesMagazin liegt, wie der Name schon sagt, auf Freiheit, d.h. freier Software und Open Source. Wir beschränken uns dabei aber nicht vollends darauf, da es auch einige gute proprietäre Lösungen unter Linux gibt, die die Arbeit enorm erleichtern. Wir möchten also vorrangig allen Linux-Nutzern interessante und hilfreiche Artikel bieten und nicht unbedingt Windows-Nutzer durch irgendwelche Predigten bekehren. Die Erfahrung hat gezeigt, dass man den Normalnutzer eines proprietären Betriebssystems mit solchen Reden eher abschreckt.
 MagDriva  Alles, was Linux und Mandriva Linux betrifft, sowie Nachrichten rund um MandrivaUser.de und Mandriva Linux. Man kann es als eine Art Vereinszeitung bezeichnen, obwohl manche Themen über unseren Tellerrand hinausgehen (z.B. die Artikel über juristische Fragen oder die Beiträge unseres Gastautors von der Free Software Foundation Europe).
 pro-linux  Wie der Name bereits verrät, liegt der Schwerpunkt bei Linux, was allerdings nicht zu bedeuten hat, dass wir „betriebsblind“ nur Linux als das allseligmachende System sehen. Persönlich sehen wir die Seite als eine Informationsquelle für Linux, Open Source und artverwandte Betriebssysteme.

Wer sind die Personen und Autoren?

 pro-linux  Die momentanen Hauptakteure hinter Pro-Linux sind Hans-Joachim Baader und Mirko Lindner. Während sich Hans-Joachim überwiegend um den Content und die Technik kümmert, ist Mirko eher für die technische und grafische Umsetzung der Seite, Propaganda und Kommunikation zuständig. Beide schreiben aber täglich Artikel und entwickeln die Software hinter der Seite weiter. Darüber hinaus unterstützen uns diverse freie Autoren, die uns mit Artikeln und Nachrichten beliefern.
 yalm  Der Großteil besteht aus Schülern und Studenten, wir haben aber auch einige ältere Mitarbeiter dabei, die dafür aber umso aktiver sind. Den Altersdurchschnitt könnte man auf 20 schätzen.
 MagDriva  Im Grunde stehen dahinter Wolfgang Bornath, der die redaktionelle/organisatorische Arbeit, das Layout sowie die Herausgabe einbringt, sowie alle aktiven User von MandrivaUser.de, die eigene Artikel und Ideen beisteuern.
 freiesMagazin  freiesMagazin besteht aus der Mischung eines festen Redaktionsteams und freiwilliger Autoren: Eva Drud war lange Zeit die Hauptredakteurin, zuletzt noch verantwortlich im Sinne des Presserechts, tritt aus zeitlichen Gründen jedoch nun auch als ViSdP zurück. Dominik Wagenführ ist für die Organisation (Kommunikation mit Lesern und Autoren, Planung der nächsten Ausgaben etc.) sowie für den Satz und die Korrektur des Magazins zuständig und schreibt ab und an auch einen Artikel. Bis vor kurzem war neben mir auch noch Carsten Wünsch für den Satz zuständig, der aber leider aus zeitlichen Gründen eine kurze Pause einlegen musste. Thorsten Schmidt übernimmt ebenfalls die Kommunikation mit unseren Lesern und Autoren, korrigiert Artikel und schreibt bei Bedarf auch welche. Mathias Menzer ist unser dritter Korrektor und verfasst regelmäßig den Kernelrückblick. Ronny Fischer ist für den Veranstaltungskalender zuständig. Zuletzt gehört Arne Weinberg, den wir bei allen grafischen Fragen zu Rate ziehen, noch ein bisschen zum Team, der zum Beispiel auch das schöne freiesMagazin-Logo entworfen hat. Durch unseren Aufruf in der vergangenen Woche haben wir inzwischen 6-8 neue Mitarbeiter – also 200% mehr. :)

Ist man unabhängig?

 freiesMagazin  Neben Linux, Open Source und Freier Software hat sich das Magazin zu Beginn sehr stark auf Ubuntu und Ubuntuusers konzentriert. Nicht zuletzt lag das auch daran, dass die meisten Autoren aktive Mitglieder von Ubuntuusers waren. Inzwischen ist der Hintergrund der Autoren sehr verschieden, sodass wir uns voll und ganz auf das konzentrieren können, was wichtig ist: freiesMagazin unabhängig von einer Gruppe oder einer Distribution für alle Leser interessant zu gestalten.
 yalm  Wir sind finanziell unabhängig und versuchen, sehr objektiv zu schreiben. Uns alle verbindet die Freude an Linux und FOSS und das Gefühl, an etwas Tollem mitzuwirken, das nicht nur Spaß macht, sondern auch anderen Leuten zu Gute kommt.
 MagDriva  MagDriva ist unserem Projekt MandrivaUser.de verbunden und ansonsten völlig unabhängig.
 pro-linux  In dieser Hinsicht sind wir uns ziemlich sicher, dass Pro-Linux und die Stammautoren unabhängig agieren. Wir betreiben keinen Shop, verkaufen keine Produkte oder veranstalten irgendwelche Messen. Es fehlt uns schlicht die Motivation und der Grund, Partei für eine Firma oder Organisation zu ergreifen und das ist auch gut so. Nichts wäre schlimmer, als der Verdacht, dass wir die Leser über ein Thema nur des Geldes oder sonstiger Vorteile wegen informieren.

Wie finanziert sich das Magazin/die Seite?

 yalm  Die Frage ließe sich recht schnell beantworten: Gar nicht. Tobias allein übernimmt die Kosten der Domain, des Webspaces und des Traffics; soweit ich weiß, sind das umgerechnet etwa 10€. Früher schalteten wir mal Werbung auf der Homepage und ganz zu Beginn gab es die sogar im Heft, dies ist allerdings mittlerweile Vergangenheit.
 pro-linux  Pro-Linux finanziert sich nicht, sondern wird finanziert. Seit dem Fortbestehen der Seite wurde die Präsenz aus unserem Privatvermögen bezahlt und in unserer Freizeit erstellt. Mittlerweile haben wir zwar Werbung auf die Seite gestellt, es war allerdings bisher noch nicht unsere Intention, mit der Seite reich zu werden oder unseren Lebensunterhalt zu bestreiten. Wir haben beide unsere regulären Jobs, die uns Spaß bereiten und denen wir weiterhin nachgehen. Natürlich können wir nicht leugnen, dass sich die Seite mittlerweile selbst trägt und uns in die Lage versetzt, mit dem erwirtschafteten Geld auch andere Projekte zu unterstützen.
 MagDriva  Wir betreiben einen eigenen Rootserver mit einem großen Downloadbereich, einem Forum, einem Artikelwiki und einem neuen Newsportal. Die Finanzierung des Servers geschieht über Spenden der User. Es gibt keine Sponsoren und auch keine Werbung, nicht einmal ein Werbebanner des Herstellers der Mandriva-Linux-Distribution.
 freiesMagazin  freiesMagazin wird rein aus privater Tasche finanziert. Der Server wurde uns aber glücklicherweise von x|encon kostenlos zur Verfügung gestellt, sodass die privaten Kosten relativ gering sind. Zum Thema Werbung kann man sagen, dass wir uns vor langer Zeit dagegen entschieden haben und diese auch in Zukunft nicht im Magazin unterbringen werden. freiesMagazin soll ein werbefreies Medium bleiben.

Wie ist die Redaktionsarbeit und Arbeitsverteilung organisiert, wie werden Redaktionskonferenzen abgehalten?

 pro-linux  Bedingt durch die Tatsache, dass die ganze Arbeit von zwei Personen erledigt wird, ist die Koordination recht simpel. Wir sprechen uns in der Regel mehrmals in der Woche ab. Auch unser Redaktionssystem trägt dazu bei, dass wir uns nicht in die Quere kommen. Erheblich einfacher macht es auch die Tatsache, dass wir beide geografisch nicht allzu weit auseinander wohnen und uns auch privat durchaus gut verstehen.
 freiesMagazin  Teamtreffen gibt es nur, wenn wirklich wichtige Punkte zur Entscheidungsfindung anstehen. Diese werden dann im IRC abgehalten, da die gemeinsame Kommunikation so am leichtesten fällt. Ansonsten regeln wir die Organisation über E-Mails und ein Wiki, in dem alle Artikel der nächsten Ausgaben mit ihrem aktuellen Zustand gelistet sind. Die Artikel selbst verwalten wir aber über ein Versionskontrollsystem (Subversion, SVN).
 MagDriva  Die gesamte Organisation findet im Forum von MandrivaUser.de statt, alle registrierten User können/sollen sich daran beteiligen. Es ist also ein völlig offener Prozess, da die dortigen Diskussionen und Planungen auch von nicht registrierten Lesern eingesehen werden können.
 yalm  Der Großteil läuft über unser Forum. Zweimal monatlich halten wir eine Konferenz über Jabber, dieses Mal war es über IRC (irc.freenode.net, #yalmagazine). Außerdem gibt es noch die Möglichkeit über Instant Messenger. Skype wäre wohl ein Durcheinander, außerdem trauen wir der Software nicht ganz. Im RL haben wir uns noch nie getroffen, es wäre aber schön, die anderen Mitglieder mal kennenzulernen.

Gibt es ein Redaktionsstatut oder Richtlinien, was veröffentlicht wird und was nicht? Wer entscheidet, was “gedruckt” wird?

 yalm  Wir haben dazu ein eigenes Wiki, in dem unsere Richtlinien, Autorenhilfen etc. genau niedergeschrieben sind. Falls es bei einem Artikel Probleme gibt, z.B. etwas nicht stimmt oder Sachen fehlen und es zeitlich knapp wird, wird der Artikel nicht veröffentlicht und auf die nächste Ausgabe verschoben. Diese Artikel sind aber in der Minderheit. Da nicht jeder alle Artikel durchlesen kann, entscheiden die, die den Artikel korrigiert haben. Der Korrektor ist somit die letzte Instanz.
 MagDriva  Es gibt keine festen Richtlinien, der Themenkreis ist vorgegeben. Im Endeffekt entscheidet Wolfgang Bornath, was veröffentlicht wird, allerdings nicht ohne eine offene Diskussion im Forum.
 pro-linux  Es gibt nur eine Richtlinie, die wir bereits seit der Gründung der Seite verfolgen, und die lautet: „Alles, was uns interessiert“. Zum Glück sind hier unsere Geschmäcker doch sehr unterschiedlich, was dazu führt, dass unsere Informationspalette sich nicht nur auf Server oder Programmierung beschränkt. Die letzte Instanz sind aber immer noch wir. Ist ein Thema für uns uninteressant, kommt es auch nicht auf die Seite. Da sind wir gnadenlos und lassen und nicht ins Handwerk reden.
 freiesMagazin Zur Zeit entscheiden Thorsten Schmidt und Dominik Wagenführ, was veröffentlicht wird. In manchen Fällen hat auch Mathias Menzer noch Anmerkungen zu den Artikeln. Richtlinien gibt es nicht, bis auf, dass wir versuchen, politische Themen nicht mehr aufzugreifen. Hier haben wir uns schon einmal die Finger verbrannt und wollen das ungern wiederholen.

Bei welcher Art politischer Themen gab es denn Probleme?

 freiesMagazin  In den Monaten Oktober bis Dezember 2007 veröffentlichten wir Artikel von Andreas Henrichs, der in Lateinamerika lebt und über die Open-Source-Situation dort schrieb. Der dritte Artikel “Software per Dekret” befasste sich mit Venezuela und Präsident Hugo Chávez. Der Artikel zielte natürlich nur auf die Open-Source-Politik ab, einige Leser warfen uns im Folgemonat dann aber Blauäugigkeit und zu wenig Kritik an bzw. Propaganda für Chávez’ Regierungsstil vor. Da freiesMagazin aber nicht dafür gemacht wurde, um reine politische Themen (Unterdrückung, Meinungsfreiheit, Diktatur etc.) zu besprechen, haben wir uns entschlossen, in Zukunft keine Berichte dieser Art mehr zu bringen.

Wieso wurde als Magazinformat PDF (und nicht etwa z.B. HTML) gewählt?

 yalm  PDF wurde gewählt, weil es die Möglichkeit bietet, digitale Dokumente ähnlich wie ausgedruckte Zeitschriften zu lesen und außerdem ein (Quasi-)Standardformat ist. Das Nichtvorhandensein einer HTML-Version hat einen ganz einfachen Grund: Unser Magazin wird mit Open Office erstellt und da fehlt ein zufriedenstellender HTML Export. Es wäre toll, wenn sich jemand für die HTML-Version finden würde, da es uns leider immer noch an Mitgliedern mangelt. Einzige Voraussetzung ist das Einhalten des W3C-Standards XHTML-strict.
 freiesMagazin  PDF hat sich als optimales Dokumentenformat für die Weitergabe im Internet ergeben. Eine HTML-Version kam am Anfang nicht in Frage, da dieses im Verbund nicht den Titel “Magazin” verdient hätte. Hiermit verbinden wir immer noch ein in sich abgeschlossenes Dokument, was eine Zusammenstellung von HTML-Seiten aufgrund der Definition nicht liefert. Zusätzlich war anfangs auch angedacht, dass Magazin irgendwann einmal auszudrucken, was mit der HTML-Version nicht so schön gegangen wäre. Durch die Umstellung nach der ersten Ausgabe von OpenOffice.org auf LaTeX hat sich die Frage damals aber sowieso nicht gestellt. Zur HTML-Version sind wir dann aber doch noch gekommen: Auf den kleinen Mobilgeräten lässt sich die PDF-Version im dreispaltigen Satz nur umständlich lesen, sodass wir eine HTML-Version erstellt haben, die das Lesen wesentlich angenehmer macht. Zusätzlich haben durch diese Version auch Personen mit Sehbehinderung einen Vorteil, da Screenreader wie Orca die HTML-Version leichter vorlesen können. Es ist aber wichtig zu wissen, dass unser Hauptaugenmerk auf der PDF-Version liegt und dort auch bleiben wird.
 MagDriva  PDF ist ein Format, das sowohl das Layout als auch die Schrift und die Bilder einheitlich wiedergibt, während die Darstellung in HTML in sehr starkem Maß von dem jeweiligen Betriebssystem, dem verwendeten Browser und den individuellen Browsereinstellungen abhängt. Des weiteren wurde PDF als bestmögliches Format zum Ausdruck des Magazins oder einzelner Artikel gewählt. Ebenfalls erwähnenswert dürfte sein, dass in Zukunft alle Ausgaben primär im neuen DIN A5 Quer Format erscheinen werden, zuerst benutzt in der Ausgabe 3/2008.

Wieso wurde auf ein A5-Format umgestellt?

 MagDriva  Feedback der User: leichtere Lesbarkeit am Bildschirm. Offensichtlich ist die überwiegende Mehrheit der Leser nur an einer Darstellung am Bildschirm interessiert. Außerdem haben wir festgestellt, dass uns dieses Format größere Freiheiten im Layout von Bildern/Grafiken erlaubt.

Wie ist die Reichweite des Magazins?

 freiesMagazin  Nach der Veröffentlichung einer Ausgabe haben wir in diesem Monat zwischen 10.000 und 12.000 PDF-Leser sowie 3000-4000 HTML-Leser. Zählt man alle Ausgaben (also auch die alten), werden pro Monat aber um die 30.000 Exemplare von freiesMagazin gelesen.
 yalm  Während wir mittlerweile bei über 15.000 Downloads pro Magazin angelangt sind, hatten wir zu Beginn 2008 etliche Probleme: Die Februar-Ausgabe war extrem dünn, einen Monat später erschien keine Ausgabe. Etwas ausführlicher über Statistiken schrieben wir in der letzten Ausgabe auf Seite 4.
 MagDriva  Im Durchschnitt liegen die Downloadzahlen bei 1500-2000, wobei es aber auch „Ausreißer“ nach oben gibt (es gab schon eine Ausgabe, die über 3000x heruntergeladen wurde).

Wird das PDF-Magazin noch auf anderem Wege verbreitet als im Internet?

 yalm  Leider nicht. Aber generell kann es jeder ausdrucken und weiterschenken.
 MagDriva  Nein, sieht man einmal von der Verteilung von gedruckten Exemplaren auf Messen ab (Linuxtag, FrOSCOn).
 freiesMagazin  Nein, der Druck und Vertrieb des Magazins wäre einfach zu kostspielig. Allerdings haben wir uns erst mit dem Wechsel vom Hoch- zum Querformat entschieden, die Möglichkeit einer Printausgabe nicht weiter in Betracht zu ziehen.

Warum werden die Inhalte unter einer freien Lizenz verbreitet?

 pro-linux  Das hängt einzig und alleine vom Autor eines Beitrags ab. Wir schreiben in dieser Hinsicht keine Lizenz vor. Sofern wir einen Artikel erhalten, kann der Ersteller seine Arbeit unter eine ihm genehme Lizenz stellen. Restriktionen bezüglich einem Exklusivrecht gibt es bei Pro-Linux nicht.
 freiesMagazin  Ein freies Magazin sollte auch eine freie Lizenz haben. Für jede Lizenz gibt es Argumente dafür und dagegen. Anfang 2007 waren die Creative-Commons-Lizenzen noch lange nicht so etabliert wie heute, sodass die GNU FDL, auf die ja auch Wikipedia setzt, das Rennen gemacht hat. Da wir aber nicht davon abhängig sind, kann es irgendwann möglicherweise auch einmal eine Umstellung auf die Creative-Commons-Attribution-ShareAlike-Lizenz geben.
 MagDriva  Um einerseits allen Usern die freie Verfügung über die Artikel zu ermöglichen (Weitergabe), andererseits aber die kommerzielle Nutzung der Artikel auszuschließen.
 yalm  Aus philosophischen Gründen. Und eine CC-Lizenz hat eigentlich alles, was wir für unser Magazin brauchen. Außerdem möchten wir die Wiederverwertbarkeit unseres Magazins nicht durch eine zu komplizierte Lizenz einschränken. Es muss jedem klar sein, was er mit dem Material machen kann/darf und was nicht.

Was genau ist dieses „alles“? Was sind die praktischen Vorteile der freien Lizenz, abgesehen von philosophischen Gründen?

 yalm  Wir möchten, dass unsere Artikel frei genutzt werden können und auch Bearbeitungen oder Verbesserungen den Lesern zugänglich sind, als Linux-/Freies Software-Magazin wollen wir natürlich eine „freie“ Lizenz haben. Das ist das, was – so weit überschaubar – die ganze Redaktion will. Eine unfreie Lizenz kommt also gar nicht erst in Frage, das würde die Leser auch wundern: „Ah, die schreiben über FOSS und Linux, aber scheinen die Prinzipien dahinter nicht wirklich verstanden zu haben.“ Der Hauptgrund für CC ist unser Meinung nach die Einfachheit: Nicht jeder muss Jurist sein, damit er die Lizenz versteht. An sich hat diese Lizenz für uns sicher nicht enorme Vorteile, ähnliche wären auch denkbar. Allerdings macht sie es z.B. einfacher, Grafiken, die unter der CC-SA-BY stehen, als Bilder im Magazin zu verwenden.
 freiesMagazin  Ohne Lizenz wären die Inhalte nicht frei. Die Leser dürften Sie dann zwar lesen, aber zum Beispiel nicht mehr öffentlich weiterverbreiten. Eine Weiternutzung der Artikel auf anderen Portalen wäre dann nur umständlich möglich, wenn man die Rechte bei jedem Autor selbst anfragt. Daher ist uns eine freie Lizenz immens wichtig, damit unsere Inhalte ohne Probleme auch weiterverwendet und verbreitet werden können.

Gibt es Ausnahmen für Autoren, die eigene Texte nicht derart lizenzieren möchten?

 MagDriva  Nein.
 yalm  Da wir in Sachen Lizenz relativ offen sind, ja. Im Moment diskutieren wir selber darüber, aber wir werden als Alternative wohl nur CC-kompatiblen Lizenzen zustimmen. Ausnahmen gibt’s natürlich hier auch, möglicherweise :)
 freiesMagazin  Ja, Autoren können ihre Artikel auch unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlichen, wenn diese zum Beispiel an einer anderen Stelle bereits unter dieser Lizenz veröffentlicht wurden. Ansonsten lassen wir auch andere freie Lizenzen zu, solange diese eine Verbreitung und vor allem eine Weiternutzung erlauben. Eine gemeinsame Lizenz für alle Inhalte (Artikel sowie Bilder) erleichtert aber die Verbreitung von freiesMagazin, da es weniger Sonderfälle zu beachten gibt. Zusätzlich haben es Personen, die Artikel weiterverwenden möchten, um einiges leichter.

„Proprietäre Texte“ haben also keinerlei Chance, in „freiesMagazin“ zu gelangen?

 freiesMagazin  Richtig, Texte, die nur einem Copyright unterliegen, werden wir nicht abdrucken. Ebenfalls werden wir keine Artikel abdrucken, die eine kommerzielle Weiterverwendung verbieten (z.B. die NonCommercial-Lizenzen von Creative Commons). Bei letztgenannter Lizenz machen wir nur bei Bildern und bei den xkcd-Comics eine Ausnahme, da diese sowieso nur “schmückendes Beiwerk” sind und schnell herausgefiltert werden können, sollte es eine NC-freie Ausgabe erfordern.

Gab es schonmal einen Lizenzverstoß?

 MagDriva  Nicht nach unserer Kenntnis.
 yalm  Da sind uns keine Fälle bekannt.
 freiesMagazin  Ja, hier nenne ich aber verständlicherweise keine Namen. In der Regel geschieht dies aber aus Unwissenheit und nicht aus Böswilligkeit. Bei der Verwendung unserer Artikel auf einer Webseite wurde damals zwar der Name des Autors genannt, aber die GFDL nicht als Lizenz angegeben. Nach einer kurzen Erklärung hat der Webseitenbetreiber dies aber schnell geändert.
 pro-linux  Das sehen wir eher locker. Wenn unsere Inhalte nicht regelmäßig oder gar automatisiert übernommen und für kommerzielle Zwecke eingesetzt werden, stehen wir drüber. Ob es auch gravierende Verstöße gab? Ja, die gab es natürlich auch, wenn etliche Firmen der Meinung waren, unsere Arbeit kommerziell entgegen der Lizenz in Schulungen nutzen zu können. Bisher ließen sich allerdings solche Fälle immer friedlich lösen.

Gibt es einen Artikel/Bericht/ein Thema, auf das man besonders stolz war? Oder eines, das zu wenig Beachtung fand?

 pro-linux  Es sind die kleinen Sachen, die uns eher freuen und mit Stolz erfüllen. „Scoops“ gab es natürlich zu genüge, doch die Freude währt nur kurzzeitig. Eher sind es die langfristigen Sachen, die uns mit Stolz erfüllen. Zu denen würden unter anderem das mittlerweile auf knapp 14000 News angeschwollene Newsarchiv, die stetig steigenden Zugriffs- und Traffic-Zahlen oder schlicht die Tatsache, dass die seit fast 11 Jahren wöchentlich einen Artikel auf die Seite stellen, zählen. Auch auf die regen Diskussionen sind wir stolz.
 yalm  Man ist natürlich auf seine eigenen Artikel stolz. Von den anderen Artikeln blieb besonders einer in Erinnerung: ein Artikel über Amarok, der so gut und umfangreich war, dass er von Prolinux abgedruckt wurde. Der Artikel stammte von Jürgen Weidner. Zu wenig Beachtung fand vor allem die Entwicklung rund um den Linux-Kernel. Eine Kolumne wie “Zacks Kernel News” im “Linux Magazin” wäre toll. Mehr Artikel über Sicherheit sind natürlich auch immer gut.
 freiesMagazin  Vor einigen Ausgaben (im Dezember 2008) hatten wir eine Sonderausgabe zum Thema Barrierefreiheit. Das Thema findet fast durchgängig in den Medien zu wenig Beachtung, sodass wir einen – wenn auch kleinen – Beitrag dazu leisten wollten. Die durchweg positiven Reaktionen haben uns gezeigt, dass der Bedarf nach solchen Themen wirklich besteht. Ansonsten konnte man sich über den recht langen und gut recherchierten Artikel von Carsten Rohmann zu OpenSolaris in freiesMagazin 01/2009 freuen. Dieser hat gezeigt, dass auch ein “nicht-professioneller” Autor sehr gute Artikel für ein Magazin verfassen kann.
 MagDriva  Es gibt viele gute und einige sehr gute Artikel. Zu erwähnen wäre z.B. ein Einführungsartikel zu LaTeX, eine Einführung in den RPM-Paketbau, aber auch mit sehr netten Bildern ausgestattete Berichte über Messen (z.B. die Linuxtage, an denen wir auch aktiv als Projekt teilnahmen). Hier einen Artikel herauszuheben wäre unfair gegenüber den anderen, gleich guten Artikeln.

Gibt es ein Thema im Bereich freier Software, das generell mehr Beachtung verdient hätte?

 MagDriva  Ja, die Verbreitung der Idee der Freien Software.
 freiesMagazin  Es gibt zahlreiche Themen, die man im Bereich freier Software noch besser abdecken könnte. Gemerkt habe ich das vor allem bei der Sonderausgabe zur Barrierfreiheit, denn hier hinken die Open-Source-Lösungen den proprietären Gegenstücken leider noch etwas hinterher.
 yalm  UMDs (Ultra Mobile Devices). Spontan auch Distributionen wie Fedora, OpenSuse und Mandriva. Keiner unserer Redakteure benutzt wohl eine dieser Distributionen, deswegen können wir auch schlecht auf Unterschiede eingehen, bzw. distributionseigene Konfigurationstools vorstellen. Und natürlich wäre der BSD/OpenSolaris-Zweig interessant, aber das passt leider nicht in ein Linux-Magazin.
 pro-linux  Oh, da gibt es sicherlich viele Themen. Sofern wir der Meinung sind, dass einem bestimmten Thema mehr Beachtung geschenkt werden sollte, schreiben wir etwas darüber. Ein wenig in Vergessenheit, auch bei uns, ist allerdings der Unterhaltungssektor geraten. Trotz einer Vielzahl qualitativ hochwertiger Spiele liest man selten etwas darüber. Auch das Thema Patente scheint in Moment aus dem Fokus vieler Medien verschwunden zu sein.

Wie ist das anteilige Verhältnis zwischen Redaktion/„Stammbesetzung“ und freien Mitarbeitern, die zur Entstehung beitragen?

 pro-linux  Die Mehrzahl der Artikel wird durch die Stammbesetzung beigetragen. Genaue Zahlen können wir nicht sagen, würden vom Gefühl her aber sagen, dass 90% des momentanen Contents von zwei Personen erstellt werden.
 freiesMagazin  Die Stammbesetzung besteht aktuell aus circa zehn aktiven Teammitgliedern, die die Grundfunktionen des Magazins abdecken. Dem gegenüber stehen jeden Monat vier oder fünf freiwillige Autoren. Wie man sieht, ist das Verhältnis also nun relativ ausgeglichen. Die interne sehr gute Abstimmung erlaubte es uns aber auch, mit einer ehemals so kleinen Stamm-Mannschaft freiesMagazin regelmäßig und pünktlich zu veröffentlichen.
 yalm  Da wir nicht wirkliche eine “Trennung” zwischen der Redaktion und freien Mitarbeitern haben, ist die Frage nicht leicht zu beantworten. Jeder kann das machen, was er gerade machen möchte, jeder darf Beiträge zu organisatorischen Themen öffnen, jeder darf Artikel korrigieren usw. Natürlich gibt es Leute, die mehr übernehmen, Keba z.B. stellt jeden Monat das Magazin und den Rückblick zusammen, Calexu kümmert sich um das Layout, Ray um administrative Aufgaben. Dann gibt es einige, die jeden Monat einen Artikel verfassen, andere, die sich um die Organisation kümmern, und wieder andere, welche neu hinzugekommen sind und ersteinmal “gucken”.
 MagDriva  Es gibt keine feste Redaktion. Es gibt ein paar Autoren, die sich in fast jeder Ausgabe eingebracht haben, man kann aber nicht von einem festen Stamm sprechen.

Wer darf alles mitmachen und wieso sollte man mitmachen?

 pro-linux  Mitarbeiten darf jeder – ausnahmslos, sofern sie/er gerne schreibt, Sachen differenziert sehen kann und nicht die Hoffnung hegt, Pro-Linux als Propaganda-Plattform für Eigeninteressen nutzen zu können. Gründe für eine Mitarbeit gibt es zur Genüge und sie alle aufzuzählen würde den Rahmen des Interviews sprengen. Spontan fallen neben materiellen Vorteilen und einer Menge Spaß auch die große Community und die daraus resultierenden Vorteile ein. Viele, die bei Pro-Linux mitgearbeitet haben, sind durch die Seite und durch ihre Arbeit an ihre Jobs gekommen. Kompetenz ist immer noch die beste Eigenwerbung.
 yalm  Natürlich darf jeder mitmachen, der mitmachen wil. Z.B. weil einem das Magazin gefällt oder weil man es verbessern will. Mittlerweile kann man sagen, dass es einige gute Gründe gibt, Yalm zu unterstützen: 1. Es macht Spaß. 2. Man trifft auf nette Leute. 3. Man lernt einiges. 4. Man hilft anderen, das ist ein gutes Gefühl. 5. Man kann der Community etwas zurückgeben.
 freiesMagazin  Als Autor darf natürlich jeder mitmachen, der Lust am Schreiben hat (und zumindest die deutsche Rechtschreibung etwas beherrscht ;)). Oft wissen die Leser gar nicht, dass auch sie das Zeug dazu haben, einen Artikel zu schreiben. Dabei würden sich viele andere Leser darüber freuen, wenn einfach ein benutztes Programm vorgestellt wird oder Arbeitsabläufe (Tutorials) beschrieben werden. Daher rufen wir in fast jeder Ausgabe auch dazu auf, uns Artikel zuzusenden.
 MagDriva  Mitmachen darf jeder, auch nicht bei MandrivaUser.de registrierte Leser. Es kommt uns nicht auf den Autor an sondern auf sein Produkt. Alle User sind aufgefordert, als Autor mitzumachen, da das Magazin nur durch die Mitarbeit der User existiert.

Erhalten die Autoren eine Vergütung oder sonstige Vorteile?

 freiesMagazin  Der einzige Vorteil ist wohl Ruhm und Ehr’, in einem Magazin aufzutauchen. ;) Eine Vergütung können wir nicht anbieten, da freiesMagazin ein reines nicht-kommerzielles Projekt ist und das auch bleiben soll. Ich denke aber, dass alle Autoren etwas zu freiesMagazin beitragen, weil sie Spaß an der Sache haben und ihr Wissen gerne teilen.
 pro-linux  Regelmäßige Arbeit bei Pro-Linux, sei es als Artikel- oder Newsautor, wird von uns vergütet. Andere Vorteile? Sofern der Erhalt von Rezensionsexemplaren oder Testversionen als Vorteil zu definieren ist, dann ja.
 MagDriva  Nein.
 yalm  Die Mitarbeit bei Yalm basiert zu 100 Prozent auf freiwillige Arbeit, Geld gibt es nicht. Wohl aber ein gutes Gefühl, neue Bekanntschaften und Wissen. Vorteile sind Mitbestimmungsrecht, nette Leute, lebhafte Diskussionen, positives Feedback und Anregungen für neue Artikel, eventuell interessierte Mithelfer und ein weiterer gut aussehender Punkt auf dem Lebenslauf des Bewerbungssschreibens ;) Das ist der Lohn für die Anstrengung sowie das Gefühl, etwas Sinnvolles und Gutes gemacht zu haben.

Gibt es Zusammenarbeit/Austausch mit anderen Linuxmagazinen?

 pro-linux  Sicher. Ist man so lange dabei wie wir, lernt man automatisch viele Personen kennen. Wir haben auch kein Problem damit, wenn wir gefragt werden, anderen Medien unsere Arbeit zur Verfügung zu stellen. Im Umkehrschluss bedeutet es auch, dass es eine Reihe von interessanten Themen gibt, die auch wir gerne veröffentlichen würden. In diesem Fall fragen auch wir andere Publikationen nach der Möglichkeit eines „Nachdrucks“.
 freiesMagazin  Privat besteht inoffiziell Kontakt zu Mitarbeitern von MagDriva und Yalm. Hier tauschen wir ab und zu Fragen und Meinungen aus. Auch mit Ronnie Tucker von Full Circle Magazine, einem Ubuntu-Magazin, hatten wir schon ein paar Mal zu tun. Ansonsten stehen wir in engem Kontakt mit Pro-Linux. Diese veröffentlichen öfters Linux-Artikel, die gut ins Konzept von freiesMagazin passen und wir können diese übernehmen. Andersherum wird von Pro-Linux auch der eine oder andere Artikel aus freiesMagazin übernommen. Aufgrund der freien Lizenz der Artikel wäre hier eine Absprache zwar gar nicht notwendig, aber die Höflichkeit gebietet es, dass man den Autor eines Artikels zumindest anschreibt. In der Regel sagt zu einer Weiterverwendung niemand nein. (Und genau genommen kann der Autor das nicht einmal, dazu ist schließlich die Lizenz da.) In der Vergangenheit hatten wir auch ab und zu Kontakt zu dem Open-Source- und Web-Magazin t3n. Diese hatten dann die aktuelle Ausgabe von freiesMagazin auf ihre Heft-CD gepresst und mit verteilt. (Hier hat es zum Beispiel die erwähnte NC-freie Ausgabe von freiesMagazin erfordert, da t3n ein kommerzielles Magazin ist.)
 MagDriva  Nein. Wir haben Versuche unternommen, eine internationale Ausgabe in Zusammenarbeit mit Mandriva-User-Communities in anderen Ländern anzustoßen, was aber an verschiedenen Meinungen und Zielrichtungen scheiterte. Eine Zusammenarbeit mit deutschen Community-Magazinen scheiterte bisher daran, dass wir im Gegensatz zu anderen Magazinen keinen festen Autorenstamm oder gar eine Redaktion haben, sodass wir nie die Lieferung unseres Teils einer Zusammenarbeit garantieren können.
 yalm  Ja, wir haben unter anderem mal einen Artikel und anfangs nach jeder Ausgabe Rückmeldung vom Freien Magazin bekommen. Mittlerweile hat der ein oder andere Kontakte zum Freien Magazin und es besteht bei manchen unserer Mitglieder ein Interesse, einen Austausch mit Magdriva herzustellen. Auch findet sich z.B. der Amarok-Artikel auf Pro-Linux wieder. Generell gibt es eher wenig Zusammenarbeit mit anderen Magazinen. Eine direkte Zusammenarbeit zu einem anderen Magazin gibt es also nicht. Allerdings sieht man sich auch nicht als Konkurrenz an und verhält sich dementsprechend. Immerhin muss sich der Leser nicht zwischen mehreren Magazinen unterscheiden: Der Download kostet schließlich nichts.

Welche Ziele verfolgt die Publikation? Was will sie sein?

 yalm  Das Ziel ist ein unterhaltendes und qualitativ hochwertiges Magazin, an dem die Leser Spaß haben, etwas lernen und eventuell etwas zurückgeben – sei es durch Publicity (Blogeinträge etc.) oder indem sie selber anfangen, an Yalm mitzuhelfen. Wir glauben, ein wichtiger Effekt von FOSS ist die Qualität und wir hoffen, dass das auch auf unser Magazin zutrifft bzw. wir die Qualität durch Zuwachs noch weiter steigern können.
 MagDriva  Am besten wird die Ausrichtung von MagDriva im Vorwort der ersten Ausgabe beschrieben: „MagDriva ist ein Community-Magazin, das rein aus Artikeln freier Autoren enstanden ist, die sich im Projekt MandrivaUser.de seit einiger Zeit zusammengefunden haben. (…) Was der internationale Zeitschriftenmarkt nicht schafft, ein Magazin über die Distribution aus Frankreich, wir können es.“
 pro-linux  Nüchtern betrachtet gibt es keine dedizierten Ziele. Wir betreiben Pro-Linux einzig und alleine aus Spaß. Maximierungsstreben oder Lobbyarbeit fehlen bei uns. Am ehesten könnte man Pro-Linux als Kommunikationsplattform für die Open-Source-Community sehen, wobei wir uns natürlich nicht anmaßen, die Stimmungen und das Denken der kompletten Gemeinschaft zu vertreten.
 freiesMagazin  Wir wollen ein Sammlung von guten Artikeln präsentieren, um der Linux-Community etwas zurückzugeben. Der Gedanke, dass jeder jedem hilft und man nie allein stehen soll, hat das Magazin stark geprägt. Wir hoffen, dass das Magazin einen Teil zur großen Linux-Community beiträgt. Wir denken, dass die meisten Autoren auch für freiesMagazin schreiben, nicht, damit ihr Name irgendwo steht, sondern weil sie damit einem Leser ggf. helfen können.

Wenn man das Magazin/die Seite mit einem knappen Satz beschreiben sollte, wie könnte dieser lauten?

 pro-linux  Es wurde aus dem Chaos geboren, nährte sich vom Chaos und wird irgendwann im Chaos untergehen. (lachen)
 yalm  Yet another linux magazine. ;)
 freiesMagazin  Wir antworten einfach mit einem Zitat von Richard Stallman (ca. 1990): „Wenn Informationen allgemein nützlich sind, wird die Menschheit durch ihre Verbreitung reicher, ganz egal, wer sie weitergibt und wer sie erhält.“
 MagDriva  Vielleicht der Satz, der auf dem Titelblatt unseres Magazins steht: „Ein Magazin von der Community für die Community.“


Vielen Dank für das Gespräch!

8. März 2009


Erstmal: Hallo Planet! Ich bin serenity, Supporter für den KDE Bereich hier im Forum und das ist mein Blog: beyond serenity

beyond = [engl.] jenseits, darüber hinaus

serenity = [engl.] Gelassenheit, Abgeklärtheit, Heiterkeit, Klarheit, heitere Gemütsruhe (beschreibt meinen Charakter sehr gut)

“And now to something completely different” ;)

Ich habe mir eben mal das Widget STasks angesehen und viele Ansätze davon finde ich sehr interessant. Es ist eine alternative Fensterleiste für das Panel. Offene Anwendungen werden als Symbole angezeigt. Außerdem bietet es die bereits bekannte Funktionalität von Plasma. Es wäre schön, wenn einige Optionen in Plasma eingebaut würden.

screenshot16

Es ist das erste Plasmoid dieses Entwicklers und zeigt sehr gut die Fähigkeiten von Plasma. Natürlich funktionieren einige Dinge noch nicht, da es sich in einem frühen Stadium befindet. Eine Anleitung zum Kompilieren befindet sich in dem Archiv welches man unten oben genannten Link finden kann.

Damit ist es auch möglich sich ein Mac OS X ähnliches Dock zu bauen. Es ist in vielfältiger Weise konfigurierbar. Ob nun Laufzeit von Animationen, ob einzelne Tasks ausgeklappt werden sollen etc.

screenshot15

Das Video läuft leider etwas ruckelig (wie meistens bei solchen Screencasts), aber ich hoffe es bietet einen kleinen Überblick:

http://blip.tv/file/1855481/

Das IT-Blog des Fernsehsenders 3sat, 3sat.neues, hat auf der ZDF-Platform einen Videobeitrag über einen ultrakurzen Vergleich von proprietärer und freier Software auf satirische Weise gebracht. Es geht dort um einen Dialog zwischen einen Mac/Windows-Fanboy und einen Open-Source-Fanatiker. Beide Kontrahenten werfen sich die jeweiligen Nachteile an den Kopf und verteidigen "ihre Einstellung" durch Gegenargumente. Dabei könnte dieser Beitrag als Parodie an die bekannten "Get a Mac"-Werbungen verstanden werden, nur dass Open-Source hierbei wohl besser abschneidet. Der Beitrag endet mit Lobos Satz: "[...] selbst diese kleine Sendung beruht nur auf dem Service Pack 3 von..." und man sieht einen BSOD.

Was ist wahr?

Lobo: Freie Software ist ein interessanten Hobby für ältere Menschen wie Sie. Aber Menschen, die damit auch arbeiten müssen, wissen, nur kooperativ entwickelte Softwarelösungen sind überhaupt Lösungen.
Diese Aussage ist vollkommen falsch. Erstens ist freie Software kein "Hobby für ältere Menschen", ganz im Gegenteil! Überwiegend junge Menschen benutzen freie Software und zweitens legen große IT- und Forschungsunternehmen schon sehr lange Wert auf freie Software (bspw. das größte deutsche Labor DESY), weil freie Software wunderbar modifizierbar ist.
Lobo: Wer mit Linux glücklich wird, dieser als Betriebsystem getarnten Studenten-WG mit eingebauter Weltrettung, der hat es verdient, drei Semester mit der Einrichtung der WLAN-Karte zu verschwenden.
3 Semester Informatik sind wohl doch ein bisschen viel, aber leider stimmt es, dass unter Linux Wlan-Karten nicht immer ganz so leicht einzurichten sind, allerdings wurde hier in letzten Jahren viel getan, wie das Ndiswrapperprojekt oder die freien Treiber für die Atheros-Chipsätze zeigen.
Sixtus: Das Internet besteht nur dank offenen Standards und freier Software.
Dem ist voll und ganz zuzustimmen. Kaum ein Server läuft unter proprietärer Software, die meisten haben noch nie etwas anderes als Debian oder Red Hat gesehen!
Sixtus: Technologie wird sicherer, wenn sie auf vielen Schultern beruht.

Ja, denn viele Augen sehen bekanntlich mehr als zwei. Und das auf die Open-Source Gemeinde hochgerechnet, ergibt sehr viele Augen! Außerdem wird dadurch ein "Amoklauf" unter den Entwicklern vermieden, die in proprietären Gemeinschaften keine Rechtfertigungen ablegen müssen, falls sie Kontrollelemente einbauen.

Fazit

Eine nette satirische Darstellung des wohl ewigen Streites zwischen Open-Source Fans und "Appleleptikern", die durch seine Kürze und guter Rhetorik großen Unterhaltungswert hat.

 

 

Die CPU-Temperaturanzeige in die Taskbar zu legen ist ein interessanter, da universell einsetzbarer Ansatz. Zwar bringt IceWM zumindest im Testing-Zweig das mit, und auch Gnome hat ein Applet dafür, aber andere Oberflächen können das nicht.

Statt also auf eingebaute Funktionen zu vertrauen könnte man dafür ksensors verwenden. Man installiert das Paket ksensors und führt danach

sudo sensors-detect

aus. Dabei wird am Ende eine Liste von Modulen ausgegeben, die per

modprobe Modul

geladen und in die /etc/modules eingetragen werden sollten.

Nun kann der Befehl ksensors ausgeführt werden. Rechsklick auf das Taskbar-Icon, "Configure", öffnet das Menü. Dort sind in der linken Leiste die Sensoren aufgelistet. Manchmal überschneiden sich die, und einige Werte sind ohne weitere Konfiguration schlichtweg unglaubwürdig, aber einer der Sensoren sollte funktionieren. Mittels "Andocken -> Sichtbar" wird die Anzeige als Taskicon ausgeben. Auch das Farbschema kann hier konfiguriert werden.

Wenn die KDE-Abhängigkeiten sowieso installiert sind oder nicht weiter stören ist das eine einfache Möglichkeit, eine Temperaturanzeige zu realisieren.

7. März 2009

Noch sechs Tage, dann fahren wir los; gen Nord-Osten nach Chemnitz zu den Linux-Tagen. Und nicht nur zu den Linux-Tagen, sondern auch zur Linux-Nacht, welche am Wochenende vom 14. auf den 15. März 2009 innerhalb der Linux-Tage stattfindet. Nebst den hoffentlich erfreulichen Aktivitäten mit und durch das RadioTux werde ich auch an der Linux-Nacht wieder einmal nach langer Zeit eine Session halten:

Online Groupware im Vergleich
Roman sucht schon seit einigen Monaten nach einer für ihn geeigneten Groupware-Lösung zur Abarbeitung von kleinen Projekten in ebenfalls kleinen Teams. “Ein paar habe ich getestet und möchte dazu meine Erfahrungen kurz umreißen und allenfalls eine Diskussion dazu provozieren. Die kurz vorgestellten Groupware sind: PHProjekt, OpenGo, Horde und vtiger.”

Da während den vergangenen Monaten meine Arbeitszeit ziemlich heftig in meine Freizeit ragte, konnte ich mir nicht ganz so viel Zeit zum Vorbereiten nehmen, habe aber die wichtigsten Dinge nun erledigt, so dass ich etwas zeigen kann. Die vier Online-Groupwares habe ich entweder bereits im Gebrauch oder installierte nun die aktuelle Version erneut.

Horde (seit Monaten im Gebrauch)

horde

Horde ist vor allem im Bereich Mail und Calendar stark, lässt sich weiter ausbauen, um damit GroupWare-Funktionen wahrzunehmen. Ich nutze Horde aber vor allem, um von unterwegs meine Mails zu checken. Der grosse Vorteil sehe ich dort, dass Horde PGP-fähig ist; das gibt es nicht oft bei Webmailern.

PHProjekt (zeitweise im Gebrauch)

phprojekt

Für mich ist PHProjekt das wirklich starke Tool im Bereich GroupWare. Gerade weil es bis zur Version 5.xx keine “Web 2.0 Features” mitbringt, schlicht und einfach blieb, damit schnell und schlank. Trotzdem ist mit diesem Teil sehr viel möglich.

opengoo (nicht im Gebrauch)

opengoo

opengoo ist mir zu träge, verfügt noch über viele Löcher und läuft aufgrund der etwas speziellen Ansprüche nicht bei jeder Web- und Datenbank-Konfiguration auf Anhieb.

vtiger (nicht im Gebrauch)

vtiger

vtiger ist der Mercedes unter den GroupWare. Eigentlich ist das Produkt mehr als eben nur eine GroupWare und für viele wohl schon zu viel des Guten.

Alle vorgestellten Versionen sind OpenSource und sind kostenlos zu haben. Teilweise gibt es dazu kostenpflichtigen Support oder Erweiterungen, die nicht gratis sind. Ich stelle die Teile aber nur in den kostenfreien Versionen vor. Mehr Informationen zur Linux-Nacht gibt es hier.

Ähnliche Artikel

Das Thema Serienbrief bringt mich regelmäßig zur Verzweiflung. OpenOffice.org bietet hier zwar die entsprechenden Funktionen an, aber wirklich reibungslos läuft das bei mir nie. Schon allein eine ODS-Datei mit den Adressen in das Dokument zu laden ist für mich eine Herausforderung.

Außerdem schreibe ich meine Briefe sowieso lieber mit LaTeX. Dort sieht alles ganz schnell so aus, wie es bei einem anständigen Brief sein soll. Also habe ich mich gefragt, ob man mit LaTeX nicht auch Serienbriefe erstellen kann. Und tatsächlich, in der KOMA-Anleitung bin ich fündig geworden. Serienbriefe sind mit scrlttr2 möglich. Allerdings muss man die Adressdaten in einem bestimmten Format haben. Eine Datei mit der Endung .adr soll Einträge in der Form
\adrentry{Name}{Vorname}{Adresse}{Telefon}{F1}{F2}{Kommentar}{Kürzel}

haben. Das ist natürlich eher ungewöhnlich, um nicht zu sagen nervig.

Also habe ich mir ein kleines Skript in Python geschrieben, das eine CSV-Datei in eine adr-Datei umwandeln kann. Dabei kann man die adr-Felder frei aus Feldern in der CSV-Datei zusammensetzen. Oftmals wird man z.B. die Adresse in einzelnen Feldern vorliegen haben, z.B. Straße, PLZ und Ort.

Das Skript gibt’s hier: addressify.py

Ein Aufruf könnte z.B. so aussehen:
python addressify.py -m 'Name=$Nachname' -m 'Vorname=$Vorname' -m 'Adresse=$Strasse\\$PLZ $Ort' -m 'F1=$Geschlecht' -o 'adressen.adr' adressen.csv

Nun hat man eine passende Datei, also steht dem Serienbrief nichts mehr im Weg. Der könnte z.B. so aussehen:

\documentclass[DIN]{scrlttr2}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[utf8]{inputenc}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage{mathpazo}

\begin{document}
\newcommand{\Anrede}{}
\renewcommand*{\adrentry}[8]{%
    \if #5w \renewcommand{\Anrede}{Frau} \fi
    \if #5m \renewcommand{\Anrede}{Herrn} \fi
    \begin{letter}{\Anrede\\#2 #1\\#3}
        \if #5w \opening{Sehr geehrte Frau #1,} \fi
        \if #5m \opening{Sehr geehrter Herr #1,} \fi

        Serienbriefe mit \LaTeX{} sind nicht schwer zu realisieren.

        \closing{Mit freundlichen Grüßen,}
    \end{letter}
}

\input{adressen.adr}
\end{document}


Für meine Zwecke reicht das erst einmal, endlich ein verlässlicher Weg, einfache Serienbriefe zu schreiben. Raum für Optimierungen gibt es sicherlich noch, aber das überlasse ich, wie man so schön sagt, dem Leser als Übung.

Kann sich jemand dieses verhalten der Shell ash der Busybox erklären?

http://images.mattiasschlenker.de/blog.rootserverexperiment.de/20090307_busybox_ash.png

Zweimal wird mit Backticks die Ausgabe eines Befehls in eine Variable eingelesen. Einmal ein simples echo, einmal ein ganzes Script, das ein paar verschachtelte if und case hat. Beim einfachen echo evaluiert grep korrekt zu true, beim Script nicht.

Ich habe jetzt einen Workaround, bei dem ich nicht per Übergabe eines Parameters die Startup-Scripte sagen lasse, was sie tun, sondern verwende speziell formatierte Kommentare, die ich direkt greppe. Das ganze ist Teil eines etwas umfangreicheren, modularen Mini-Linux, an dem ich gerade arbeite — mehr dazu in den nächsten Tagen.

Wer mit meinem Build der Busybox spielen möchte: busybox-1.13.2-static-ulibc-i686.tar.gz

Am 4. März hat das KDE Team die Version 4.2.1 veröffentlicht.

Die Version bereinigt Fehler und verbessert die Performance. Die Übersetzungen wurden auch verbessert.

Fertige Pakete gibt es für folgende Distributionen:

Bei dem Update sollte man aber vorsichtig sein. Im Planeten habe ich schon gelesen, dass einige Leute Probleme mit einen Plasmoids nach dem Update hatten. Sobald mein Update durch ist schreibe ich ob es Probleme gab.

Weitere Artikel:

Das Thema der Stunde ging auch an mir nicht vorbei. Angefangen mit CodeCocktail die dank einem Post von Infotain ihren Feed umgestellt haben hat es dann auch zypral erwischt, was mich wiederrum zu Blogblume brachte :) .
Allesamt tolle Artikel wovon ich manchen zustimmen und machen weniger zustimmen kann. Ob Feeds nur eine Art “Post-Alarm” sind oder in einem Reader ohne Sites zu besuchen Informationen geben sollen ist Ansichtssache. Ich für meinen Teil finde nach wie vor die Uncut-Version am vorteilhaftesten. Der Leser kann selbst entscheiden wie weit er den Artikel liest ohne die Site zu besuchen, falls der Besuch doch gewünscht ist hält den potientiellen BlogStats-Inkrementer ja nichts davon ab. Würde es hier um Site-Besuche gehen hätte ich mir mit dem Blog-Relaunch sowieso den Kopfschuss gegeben :D
Aber wenn ich ganz ehrlich bin … find ich das auch ein klein wenig Haarspalterrei dabei ist =)
Greez, Flo

Das letzte mal als ich das Thema Ubuntu und Home-PC am Blog hatte sah es ja ziemlich … blöd aus. xorg zerschossen, keine widescreen-Auflösung mehr und Probleme mit der Kernel Systemmap. Wie soll ich sagen.. es hat sich nicht geändert und das wird es sich auch nicht bis zum Release von Jaunty Jackalope 9.04. Neu aufspielen(was sowieso nötig gewesen wäre…) rentiert sich eigentlich garnicht. Sind nur noch gut 1 Monat bis zum Release und bis dort hin werd ich etwas in Windows XP unterwegs sein. Zumindest zuhause. In der Arbeit bleibts ja weiterhin bei Ubuntu 8.10 =). So hat das ganze auch was gutes, da freut man sich richtig auf die Arbeit :D Bin mal gespannt wie das neue Ubuntu so … wird… Auch Counter und Blogposts gibts schon wieder zu Hauf :) Weitere Infos bei der UbuntuWiki-Site für Jaunty
Desweiteren steht auch der Name der nächsten Ubuntu-Distri schon wieder fest: Karmic Koala -> Heise Beitrag

Greez, Flo

Seit gestern gibts neben dem Zufalls-GIF auch noch das Widget Random-Text-Pool. Darin sind im Moment zirka 100 nette Sprüchlein… zum Teil von Fortune zum Teil privat gesammelte Sachen und auch ein paar Sachen die einfach mal gesagt werden müssen. Diese Sprüche werden aus einer MySQL-Datenbank bei jedem Zugriff per Zufall ausgewählt und erneuert :) Wenn ich mehr Sachen finde die da rein passen könnten Pflege ich diese natürlich ein :) Das ganze wird also ständig wachsen :) Viel Spaß beim Lesen! =)

Standardmäßig werden von “apt-get” bei der Installation von Paketen automatisch alle benötigten (“Required packages”) und zusätzlich alle empfohlenen Pakete (“Recommended packages”) installiert. Nicht immer ist dieses Verhalten seitens des Paketmanagers erwünscht, da dadurch sehr häufig Pakete auf der Platte landen, für die man kaum bzw. keine Verwendung hat. Zusätzlich verursacht dieses Verhalten sehr oft Kopfschmerzen, da häufig bei der Deinstallation eines Pakets ein ganzer Stapel erwünschter Pakete als überflüssig markiert werden und von “apt-get” bzw. Synaptic zur Deinstallation angeboten werden.
Synaptic bietet zwar eine Option in seinem Konfigurationsmenü an, welches dieses Verhalten abschaltet, nur merkt sich Synaptic diese Einstellung nur für einen Programmaufruf. Schließt man das Programm und öffnet es wieder, hat man wieder das alte Verhalten.

Um dieses Verhalten ein und für alle Mal abzustellen und Synaptic beizubringen sich die Option zu merken, muss man nur folgendes tun :

Man muss nur die Datei “/etc/apt/apt.conf.d/02recommend” mit folgendem Inhalt anlegen :

APT "" {
Install-Recommends "false";
};

Dadurch installieren “apt-get” und Synaptic keine empfohlenen Pakete mehr, sondern nur noch die wirklich Benötigten. Und das macht eine ganze Menge aus.

Ubuntu Jaunty Jackalope 9.04 bringt Unterstützung für das neue Dateisystem Ext4 mit und ab Ubuntu Karmic Koala 9.10 wird Ext4 vielleicht auch Standard. Von daher werden viele User sicherlich das neue Dateisystem - gerade weil es eine sehr hohe Performance verspricht - ausprobieren. Doch scheint es gravierende Probleme mit Ext4 zu geben. Ich zitiere mal aus dem Bugreport

I recently installed Kubuntu Jaunty on a new drive, using Ext4 for all my data.

The first time i had this problem was a few days ago when after a power loss ktimetracker’s config file was replaced by a 0 byte version . No idea if anything else was affected.. I just noticed ktimetracker right away.

Today, I was experimenting with some BIOS settings that made the system crash right after loading the desktop. After a clean reboot pretty much any file written to by any application (during the previous boot) was 0 bytes. For example Plasma and some of the KDE core config files were reset. Also some of my MySQL databases were killed…

Es ist auch kein “Ubuntu-Problem”

I thought it was worth adding this, even though I’m running Gentoo, it seems to be exactly the same issue:

I recently upgraded to ext4 as well, I ran a game in Wine and the system hardlocked (nothing special there with the fglrx drivers). After rebooting all my Wine registry files were 0 bytes, as were many of my Gnome configuration files. Absoloute nightmare. fsck on boot said that it had removed 760+ orphaned inodes.

Um es kurz zusammenzufassen: Sollte ein Rechner mit Ext4 Partitionen abstürzen oder ihm der Saft ausgehen, so droht massiver Datenverlust. Die Gefahr bei einem Crash Daten zu verlieren ist deutlich höher als bei Ext3. Das Problem ist massiv und Bedarf sowohl Änderungen am Kernel wie auch Änderungen an der Art und Weise wie Anwendungen Daten ablegen. Theodore Ts’o - einer der bekanntesten Entwickler des Linux Kernels - fasst das Problem hier sehr gut zusammen.

Ext4 mag reif für Serversysteme sein, denen dank USV sicherlich nie der Strom ausgeht. Doch man sollte es sich mehr als zweimal überlegen Ext4 auf einem Notebook oder Desktop einzusetzen, denen dank proprietären Treiber und experimentierfreudigen Usern der eine oder andere Absturz droht!

6. März 2009

Dieser Artikel von mir ist erstmals im freiesMagazin Februar 2009 erschienen.

Die Besonderheit von der integrierten Entwicklungsumgebung (IDE) KDevelop liegt darin, dass man ziemlich einfach ein ganzes Softwareprojekt erstellen kann. Dabei nimmt es einem die Erstellung und Verwaltung aller benötigten Projektdateien wie Quelltext, Configure-Skript, Makefile, Lizenz und Dokumentation ab. Wenn das Projekt fertig ist, kann es als Tar-Archiv gepackt und veröffentlicht werden. Jeder, der mal den Quelltext eines Open-Source-Projekts heruntergeladen hat, um ihn anschließend zu kompilieren, kennt solche Archive - und mit KDevelop hat man sie schnell gebaut.

Einführung und Installation

KDevelop lag im Dezember 2008 in der Version 3.5.4 vor, doch die 4er ist schon in den Startlöchern. Im selben Monat erschien nämlich auch KDevelop 4.0 Alpha5 (3.9.84), welches zusammen mit der Beta 2 von KDE 4.2 veröffentlicht werden soll. Die IDE umfasst verschiedene Programme, die man zum Programmieren unter GNU/Linux und anderen Unix-basierten Betriebssystemen braucht. Darunter befinden sich ein Texteditor, mit dem der Quelltext geschrieben wird, ein Compiler zum Übersetzen des Quelltextes, ein Linker und Werkzeuge zum Entwickeln grafischer Oberflächen wie der Qt-Designer.

Installiert man KDevelop, muss man also eine ganze Reihe von Werkzeugen gleich mit installieren, damit alle Abhängigkeiten erfüllt sind. Wichtig sind neben dem eigentlichen Programm KDevelop auch noch die Pakete make, automake, libtool, autoconf, flex, gcc (eventuell mit gcc-c++, g++ bzw. build-essential unter Debian-basierten Systemen) und konsole (bzw. kdebase unter Fedora). Falls diese Programme nicht automatisch von der Paketverwaltung installiert werden, sollte man das noch nachholen. Die Liste kann leider nicht vollständig sein, da vielleicht noch das eine oder andere Paket zusätzlich gebraucht wird, je nachdem, welches Betriebssystem und welchen Desktop man verwendet. Eine Liste mit allen Anforderungen von KDevelop 3.5 findet man auf der KDevelop-Webseite.

Nach der Installation kann man KDevelop über den Eintrag "Entwicklung" im KDE- oder GNOME-Menü mit verschiedenen Voreinstellungen starten. Um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen, klickt man am besten auf "KDevelop: C/C++". Am Anfang fallen einem besonders die vielen verschiedenen Schaltflächen am linken, rechten und unteren Rand zum Ein- und Ausblenden der verschiedenen Arbeitsbereiche auf. Davon sollte man sich aber nicht verwirren lassen. Für Neueinsteiger ist vermutlich die Dokumentation als Hilfe zur Selbsthilfe am Wichtigsten. Ein "Handbuch zu KDevelop" findet man zwar im Menüpunkt "Hilfe" (oder man drückt einfach die Taste F1), will man aber direkt auf ein bestimmtes Hilfe-Dokument zugreifen, dann ist der Weg über die Schaltfläche "Dokumentation" ganz rechts im Fenster schneller. Nach dem Anklicken erscheint eine Baumstruktur mit Links zu den einzelnen Dokumenten.
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KDevelop im Menü (hier GNOME).

Hallo Welt

Um KDevelop einmal auszuprobieren, kann man ein kleines "Hallo Welt"-Programm für die Konsole in C++ erstellen. Dazu braucht man nicht einmal Kenntnisse in der Programmiersprache. Die IDE nimmt einem das alles ab. Dazu wählt man im Menü "Projekt" den Eintrag "Neues Projekt". Es öffnet sich ein Fenster, in dem verschiedene Projektarten für C und C++ zur Auswahl stehen. Egal für welches Projekt man sich entscheidet, KDevelop erstellt ein Grundgerüst, dass man dann selber erweitern kann. Ein einfaches "Hello World"-Programm findet man im Zweig von "C++".
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Die Auswahl des Hello World-Programmes.

Unten im Fenster "Neues Projekt" hat man noch das Feld "Eigenschaften". Hier muss man seinem Projekt einen Namen geben und den Ordner auswählen, in dem man die Projektdateien speichern will. Man kann dort zum Beispiel "Hallo_Welt" eintragen und als Ordner "tmp" im eigenen Homeverzeichnis auswählen, vorausgesetzt, es gibt ihn schon. Mit der Schaltfläche "Weiter" gelangt man dann zum nächsten Fenster. Hier kann man seinen Namen, E-Mail-Adresse und Versionsnummer des Programms eintragen sowie die Lizenz auswählen. Im nächsten Fenster könnte man noch die Versionsverwaltung wählen, die man benutzen möchte, oder einfach nochmal auf "Weiter" klicken. Danach folgt ein Fenster mit der "Vorlage für die h-Dateien" und danach noch eins mit der "Vorlage für die c-Dateien". Beide kann man überspringen, um im letzten Fenster die Erstellung des Projekts abzuschließen. KDevelop legt dann die Dateien für das Projekt an und zeigt das Gerüst für den Quelltext im Editorfenster.

Damit C++-Programme ausgeführt werden können, muss der Quelltext zuerst mit einem Compiler in eine maschinenenlesbare Form übersetzt werden. Normalerweise ruft man ihn dazu mit verschiedenen Parametern auf. Die Arbeit nimmt einem aber KDevelop ab. Um die Übersetzung zu starten, wählt man im Menüpunkt "Erstellen" den Punkt "Programm ausführen". Alternativ kann man auf das blaue Zahnrad in der Werkzeugleiste klicken oder man drückt Shift + F9. Es erscheint ein Fenster mit der Frage "Soll zunächst 'Automake && Konsorten' ausgeführt werden?" Die Frage bestätigt man mit "Ausführen" und im unteren Bereich des Fensters tauchen zahlreiche Meldungen auf. Kommt es zu Problemen oder Fehlern, kann man die entsprechende Meldung dort mit der Zeilennummer sehen, in der KDevelop das Problem vermutet. Wenn die Übersetzung wegen eines Fehlers abgebrochen wurde, erscheint eine Meldung wie *** Beendet mit Status 2 ***. Warnungen führen nicht zum Abbruch, sie weisen lediglich auf Stellen hin, die zu Problemen führen könnten. Geht alles gut, wird das Programm direkt in der Konsole gestartet.

Beim ersten Kompilieren werden auf Nachfrage die notwendigen Dateien erstellt.

Beim ersten Kompilieren werden auf Nachfrage die notwendigen Dateien erstellt.

Die ausführbare Datei wird übrigens im Projekt-Ordner unter debug/src gespeichert. Der Name der Datei ist derselbe wie der des Projekts. Wenn man die Datei direkt in der Konsole ausführen möchte, muss man dazu in den entsprechenden Ordner wechseln und das Programm mit dem Befehl ./Hallo_Welt starten. In KDevelop selbst sieht man alle Dateien eines Projekts, wenn man auf der linken Seite weiter unten auf die Schaltfläche „Dateibaum“ klickt. Die IDE hat für das Projekt eine ganze Reihe unterschiedlicher Dateien erstellt. Die allermeisten davon sind für den Einsteiger erstmal völlig uninteressant, da sie Einstellungen für das Übersetzen und Ausführen des Programms beinhalten. Da KDevelop diese Dateien angelegt hat, sind die Einstellungen von Anfang an richtig gesetzt und man braucht keine Änderungen an ihnen vornehmen. Wichtig sind eigentlich nur die Quelltextdatei, die mit der Endung .cpp im Ordner src, und das fertige Programm in debug/src. Eventuell ist auch noch die Projektdatei mit der Endung .kdevelop interessant. Wenn sie aus einem Dateimanager heraus aufgerufen wird, wird das Projekt sofort mit KDevelop geöffnet.
Die zu einem Projekt erstellten Programmdateien.

Die zu einem Projekt erstellten Programmdateien.

Wie warm ist es (in Fahrenheit bitte)?

Wenn einem das "Hallo Welt"-Programm zu simpel ist, kann man den kompletten Inhalt der Quelltextdatei löschen und zum Beispiel ein Programm erstellen, das Fahrenheit in Celsius umrechnet:

#include <iostream>
using namespace std;
 
int main(){
 
 double fahrenheit, celsius;
 cout << "Bitte Temperatur in "<< "Fahrenheit eingeben: ";
 cin >> fahrenheit;
 
 celsius = (5.0 / 9.0) *(fahrenheit-32.0);
 
 cout << fahrenheit << " Grad "<< "Fahrenheit entsprechen ";
 cout << celsius << " Grad "<< "Celsius.";
 
 return 0;
}
Die ersten beiden Zeilen #include <iostream> und using namespace std; sind wichtig, um den Compiler mit den Anweisungen cin und cout bekannt zu machen. Ohne diese Zeilen kann das Programm nicht übersetzt werden. Danach folgt die Funktion main(), die den Startpunkt eines jeden C++-Programms bildet. Sie muss also immer vorhanden sein. Anschließend werden mit double fahrenheit, celsius; zwei Variablen für die Temperaturen Fahrenheit und Celsius definiert. Die Zeichen << und >> sind sogenannte Stream-Operatoren. Bei der Ausgabe wird alles, was rechts vom Operator steht, in den Stream geschrieben, der links von ihm angegeben ist. Bei der Eingabe ist es umgekehrt. Im ersten Fall wird alles auf der rechten Seite des Operators in den Stream cout geschrieben, der es auf dem Bildschirm ausgibt. Im zweiten Fall liest der Stream cin die Eingabe von der Tastatur und legt sie in der Variable fahrenheit ab. In der nächsten Zeile wird die Temperatur in Celsius umgerechnet und anschließend der Inhalt der beiden Variablen zusammen mit dem Text auf dem Bildschirm ausgegeben. Zum Schluss sorgt die Anweisung return 0; dafür, dass das Programm korrekt beendet wird. Jetzt kann man den Quelltext neu kompilieren und anschließend Fahrenheit in Celsius umrechnen lassen.

Probleme in Ubuntu 8.10

KDevelop will in Ubuntu 8.10 „Intrepid Ibex“ nicht so recht kompilieren. Selbst beim simplen "Hallo Welt"-Programm kommt so eine Fehlermeldung:

../libtool: line 2237: X-O0: command not found
../libtool: line 2237: X-g3: command not found
../libtool: line 2406: Xtest2: command not found
X: user not authorized to run the X server, aborting.
../libtool: line 2418: Xtest2: command not found
../libtool: line 2426: mkdir /.libs: No such file or directory
mkdir: cannot create directory `/.libs': Permission denied
make: *** [test2] Error 1
*** Beendet mit Status: 2 ***
Das Problem liegt bei KDevelop 3.5.3 und Libtool, wobei letzteres zu den Autotools von GNU gehört, die wichtig für das Kompilieren sind. In Intrepid Ibex ist es in der Version 2.2.4 installiert, der Source-Tree eines KDevelop-Projekts benutzt aber Libtool in der Version 1.5.24. Damit KDevelop die richtige Libtool-Version erzeugt, muss man das entsprechende Template austauschen.

Der Einfachheit halber kopiert man dazu die Templates in das eigene Homeverzeichnis. KDevelop sucht zunächst dort nach den Templates, bevor es die aus /usr/share benutzt:

cp -R /usr/share/apps/kdevappwizard/ ~/.kde/share/apps/
Danach muss man das Archiv

~/.kde/share/ apps/kdevappwizard/template-common/inca dmin.tar.gz
entpacken und die alte Datei ltmain.sh durch die neuere /usr/share/ libtool/config/ltmain.sh ersetzen. Anschließend wird das Paket erneut geschnürt und wieder incadmin.tar.gz genannt. Das neue Archiv ersetzt dann das alte im Template-Ordner. Wenn man jetzt kompiliert, wird die Datei Libtool in der neuen Version erzeugt und es tauchen keine Fehlermeldungen mehr auf - zumindest solange der Quelltext korrekt ist.

Ein neues Archiv incadmin.tar.gz habe ich bereitgestellt, wenn man es nicht selbst zusammenstellen mag.

Fazit

Auf dem ersten Blick sieht man vielleicht schon, dass einem KDevelop als IDE sehr viel Arbeit abnehmen kann, wenn man sein erstes Programmierprojekt starten will. Man muss sich keine Gedanken über Makefiles, Configure-Skripte und so weiter machen und kann sich stattdessen ganz auf das Programmieren konzentrieren. Wenn man ein Programm für die Konsole schreiben möchte, steht mit dem einfachen "Hallo Welt"-Programm gleich ein Grundgerüst bereit, das man entsprechend erweitern kann.

Aber KDevelop bietet da noch viel mehr. Die Palette reicht vom einfachen Konsolenprogramm über grafischen KDE4-Anwendungen bis zur Vorlage für Linux-Kernelmodule. Was man sich auch für das erste Softwareprojekt vorgenommen hat, KDevelop kann einen dabei sehr gut unterstützen.

Für das schnelle Skripten nebenher eignet sich KDevelop als integrierte Entwicklungsumgebung aber nicht so gut. Hier spielen schlanke IDEs wie Geany (siehe "Bezaubernder Geany -- Ein Flaschengeist hilft Programmieren", freiesMagazin 10/2007) eher ihre Stärken aus.



Hallo zusammen!

Das schon allein aus der Märzausgabe des freienMagazins bekannte Spiel "World of Goo" ist tatsächlich mal einen Blick wert. Dafür ist die offizielle Demo, die sogar als fertiges .deb bereitliegt, sehr gut geeignet. Die Installation erfolgt einfach und ist vollkommen problemlos abgelaufen.

Das Spiel

Das Spiel erinnert auf den ersten Blick stark an das PSP-Spiel LocoRoco, in welchem man ebenfalls mit einer Art Gummibällen spielen muss. In World of Goo besteht die Hauptaufgabe immer darin, die Bälle mit der Maus zu führen und zu Gebilden zusammenzuführen. Um welche "Gebilde" es sich handelt, ist je nach Welt unterschiedlich, begrenzt sich aber nicht nur auf Brücken und Türme! Dabei muss man stark auf die Statik achten und aufpassen, dass bei Erreichen des Einsaugrohres (das Ziel) noch genügend Bälle übrig sind, um die Vorgabe an freien Bällen zu erreichen. Dabei stehen verschiedene Bälle mit unterschiedlichen Eigenschaften zur Verfügung. Im Vordergrund rückt hier der Spaß und der Humor, der durch einen "Schildermaler" unterstrichen wird.

Die Musik

Sie passt sich den jeweiligen Kapiteln an: viel Bewegung → schnelle Musik und umgekehrt. Die Zusammenstellung hat dabei teilweise einen Touch von Herr der Ringe oder Indiana Jones. Netter Weise stellt der Entwickler den kompletten Soundtrack kostenlos zur Verfügung.

Die Demo

Sie umfasst das erste Kapitel des Spieles, "Sommer". Diese ist für eine Demo vollkommen ausreichend und macht wirklich Spaß. Sie ist hier kostenlos zu erwerben.

Konfigurartion

mittels
 sudo gedit /opt/WorldOfGooDemo/properties/config.txt
gelangt man zum Konfigurationsfile, in welchem Standardeinstellungen wie Auflösung und Vollbildmodus eingestellt werden können. Im Übrigen empfehle ich den Vollbildmodus zum spielen, da Welten wie die Waschtrommel doch schnelle Mausbewegungen erfordern, die im Fenstermodus schnell außerhalb des Spielfensters enden.

Bewertung

Ein echt tolles Spiel für zwischendurch. Dabei ist es sogar mehr als nur ein kleiner Zeitvertreib. Die Steuerung ist intuitiv und macht darum besonders Spaß. Ein schönes Spiel, das für dem Preis von 16 Euro auch noch angemessem ist. Für die Steuerung ist ein funktionierendes Zeigegerät ausreichend, darum gibt es auch eine Version für die Wii.

Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht euch 

Ben


Ich habe vor kurzem einen Planeten aufgesetzt und mich deswegen erstmal versucht schlau zu machen, was es diesbezüglich an Software gibt. Die Suche war ziemlich ernüchternd denn erstens gibt es bis jetzt keine gute Sammlung der vorhandenen Programme und zweitens gibt es auch nicht wirklich viele davon.

Deswegen habe ich hier nun eine kleine Übersicht der vorhandenen Alternativen inklusive ihrer Sprachen und ihrem Entwicklungsstatus erstellt.

Als erstes muss natürlich die Mutter der Planeten genannt werden. Also die erste Software dieser Art die von sich hören gemacht hatte: Planet. Planet ist rein in Python geschrieben und wurde ursprünglich für den Debian- und den Gnome-Planeten entworfen worden. Mittlerweile benutzten aber eine ganze Reihe von Projekten Planet. Der Code kann bequem aus einem Bazaar-Repository bezogen werden, liegt aber auch als tar vor. Nachteil von Planet ist jedoch eindeutig, dass es anscheinend nichtmehr weiterentwickelt wird. Die letzte Änderung im Entwicklungs-Repository stammt aus dem April 2007. Ich habe bei meinen Tests auch einige Bugs entdeckt die vor allem mit dem Encoding zusammenhängen. Planet hat anscheinend mit bestimmten Feeds Problemen und kann sie deswegen nicht darstellen. Bei meiner Recherche habe ich entdeckt, dass viele Projekte Planet für ihre Zwecke modifizieren mussten damit er mit jedem Feed zurechtkam, leider ging von diesen Veränderungen nichts Upstream. Planet ist deswegen schön um ein bischen dran rum zu hacken, für den produktiv Einsatz ohne weiteres jedoch leider nicht geeignet.

Als nächstes möchte ich planet.rb nennen. Dies ist ein in Ruby geschriebener Planet, welcher leider auch seit März 2007 nichtmehr weiterentwickelt wird. Es benötigt Ruby und HTree aber da es auch seit fast zwei Jahren nichtmehr weiterentwickelt wird habe ich es mir nicht genauer angesehen.

Dann bin ich auf moonmoon gestoßen, welches in PHP5 geschrieben wurde. Im Gegensatz zu den meisten Planet-Programmen kommt moonmoon ohne Cron aus. Die Feeds werden on-the-fly beim Aufruf des Planeten aktualisiert. Das es ohne Cronjob auskommt ist jedoch kein Vorteil sondern eher ein Nachteil. Denn erstens dauert das Laden des Planeten deswegen länger weil ja erstmal alle Feeds aktualisiert werden müssen und zweitens erzeugt dies unnötig Traffic auf den Feeds. Mich hat das schonmal abgeschreckt und ich hab dieses Programm nicht weiter unter die Lupe genommen. Im Repository sehe ich, dass es eine cron.php gibt was zumindest darauf hin deutet, dass es eine optionale Cron Unterstützung gibt. e2b hat mich darauf hingewiesen, dass die letzte Version von moonmoon im Dezember 2008 veröffentlicht wurde.

Feedjack ist eine weitere in Python geschriebene Planet-Software welche auf dem Django-Framework basiert. Es scheint sehr viele Features zu besitzen und die letzte Änderung im Repository stammt aus dem August 2008, was jetzt noch nicht sooo lange her ist. Da mich die Installation des Django-Frameworks etwas abgeschreckt hat und ich mir dachte, dass es doch etwas leichtgewichtigeres geben muss habe ich mich weiter umgesehen.

Die letzte Software die ich gefunden habe und die für welche ich mit letzten Endes entschieden habe ist Venus. Venus ist ein Fork des ganz zu Beginn genannten Planet und ist wie dieser in Python geschrieben. Venus wird aktiv entwickelt, die letzten Änderungen im Repository stammen von Ende Februar diesen Jahres. Die Code-Basis von Planet wurde von Venus stark überarbeitet, die bekannten Bugs gefixt und viele neue Features eingebaut. Venus besitzt eine ganze Anzahl an Möglichkeiten um Templates zu generieren. Sowohl htmltmpl, als auch Django, xslt und genshi werden unterstützt, wenn man sie installiert hat. Diese sind bis auf htmltmpl jedoch optional, man muss also zum Beispiel nicht Django installiert haben um den Planeten nutzen zu können. Python alleine reicht vollkommen aus. Die Installation und Konfiguration ist wie bei Planet denkbar einfach. Die Feeds werden über Cron aktualisiert und es gibt einige Filter-Möglichkeiten. Venus kommt bereits mit 7 unterschiedlichen Themes, doch die wird man eh dem Thema des eigenen Planeten anpassen wollen.

Gerhard hat mich noch auf Plagger aufmerksam gemacht. Plagger ist in Perl geschrieben und ist im Gegensatz zu den anderen Lösungen nicht nur ein Planet sondern bietet noch jede Menge andere Einsatzzwecke. Die letzte stable Version wurde zwar vor einigen Jahren veröffentlich, doch im Development-Repository scheinen regelmässig noch Änderungen und Verbesserungen der einzelnen Plugins gemacht zu werden. Der letzte Edit ist keine zwei Wochen alt.

Wenn jemand also einen Planeten aufstellen möchte kann ich ihm nur zu Venus oder Feedjack raten. Moonmoon und Plagger scheinen jedoch auch noch brauchbare Alternativen zu sein. Alle anderen werden nichtmehr weiterentwickelt und sind zum Teil zu buggy um produktiv genutzt werden zu können. Interessant finde ich noch, dass keines dieser Programme eine richtige Datenbank wie SQLite zum Speichern der Feeds benötigt.

GPS, Openstreetmap und Linux

Inspiriert von Dirks letztem Blogeintrag und nicht zuletzt um ihm bei seiner Entscheidung zu helfen, ist dieser Artikel entstanden.

Yvonne hat es ja schon angesprochen, daß wir ein neues Hobby haben. Die ersten Versuche mit einer GPS-Bluetoothmaus waren recht ernüchternd. Die Qualität der Tracks war nicht wirklich gut genug, daß man damit was vernünftiges anfangen konnte. So haben wir uns einen Garmin etrex Legend HCx zugelegt. Das ist ein feines Gerät. Der Empfänger ist so empfindlich, daß man auch in der Mitte eines Zimmers einen GPS-Fix hat. Der Empfänger meines Tablets ist da um einiges unsensibler… Auf der MicroSD-Karte ist ausreichend Platz für Karten.

Yvonne ist mit wachsender Begeisterung mit dem etrex (trexxie wird das Gerät genannt…) unterwegs. Ich habe die Aufgabe, den trexxie mit Karten zu bestücken und dafür zu sorgen, daß die Tracks auch vom trexxie runter kommen. Natürlich sollen die Programme auch für Benutzer nutzbar und etwas bunt sein.

trexxie wird per USB angesprochen. In Hardy heißt die Schnittstelle /dev/ttyUSB0 und seit Intrepid usb: Damit der gewöhnliche Benutzer auch auf die Schnittstelle zugreifen kann, ist eine udev-Regel anzulegen:

SYSFS{idVendor}=="091e", SYSFS{idProduct}=="0003", MODE="666"

Es reicht, den trexxie einfach wieder am PC anzustecken.

Freie Karten für den trexxie auf der Datenbasis von OSM Für Europa und Deutschland kann man hier runterladen. Es reicht aus, das Archiv zu entpacken und die Datei auf der Speicherkarte im Ordner /Garmin zu speichern. Die Datei sollte auch wirklich gmapsupp.img heißen ;-) Ausführliche Informationen kann man hier nachlesen.

Um Daten vom trexxie runter zu laden und zu bearbeiten, gibt es für Linux mehrere Programme:

Mit Qlandkarte kann man Tracks und Wegpunkte auf trexxie hoch und runter laden und Ausschnitte aus Karten hochladen. Dazu sind natürlich entsprechende Karten in Qlandkarte einzubinden. Auf Basis der Openstreetmap-Karten werden hier Karten zur Verfügung gestellt. Auf dieser Seite wird auch das Einbinden der Karten beschrieben. Die Idee, Tracks mit Qlandkarte zu bearbeiten, haben wir verworfen. Qlandkarte schmeißt alle Zeitstempel raus und macht so die Tracks für OSM untauglich. Schade…

Viking funktionierte hier in der Version 0.9.8 am besten. Diese Version wird auch in Ubuntu 09.04 sein. Drum hab ich die einfach auf allen Rechner hier selber kompiliert.

Mit Viking kann man die Tracks auch recht einfach direkt vom trexxie runter laden (File → Aqire → From GPS). Das Bearbeiten der Tracks ist sehr einfach. Man kann diverse Karten einbinden, die bei der Orientierung helfen. Ist man mit den Tracks fertig, kann man diese anschließend direkt auf dem OSM-Server hochladen. Will man die Tracks in JOSM weiterbearbeiten, kann man diese wieder vom OSM-Server runterladen.

GPS, Openstreetmap und Linux

Inspiriert von Dirks letztem Blogeintrag und nicht zuletzt um ihm bei seiner Entscheidung zu helfen, ist dieser Artikel entstanden.

Yvonne hat es ja schon angesprochen, daß wir ein neues Hobby haben. Die ersten Versuche mit einer GPS-Bluetoothmaus waren recht ernüchternd. Die Qualität der Tracks war nicht wirklich gut genug, daß man damit was vernünftiges anfangen konnte. So haben wir uns einen Garmin etrex Legend HCx zugelegt. Das ist ein feines Gerät. Der Empfänger ist so empfindlich, daß man auch in der Mitte eines Zimmers einen GPS-Fix hat. Der Empfänger meines Tablets ist da um einiges unsensibler… Auf der MicroSD-Karte ist ausreichend Platz für Karten.

Yvonne ist mit wachsender Begeisterung mit dem etrex (trexxie wird das Gerät genannt…) unterwegs. Ich habe die Aufgabe, den trexxie mit Karten zu bestücken und dafür zu sorgen, daß die Tracks auch vom trexxie runter kommen. Natürlich sollen die Programme auch für Benutzer nutzbar und etwas bunt sein.

trexxie wird per USB angesprochen. In Hardy heißt die Schnittstelle /dev/ttyUSB0 und seit Intrepid usb: Damit der gewöhnliche Benutzer auch auf die Schnittstelle zugreifen kann, ist eine udev-Regel anzulegen:

SYSFS{idVendor}=="091e", SYSFS{idProduct}=="0003", MODE="666"

Es reicht, den trexxie einfach wieder am PC anzustecken.

Freie Karten für den trexxie auf der Datenbasis von OSM Für Europa und Deutschland kann man hier runterladen. Es reicht aus, das Archiv zu entpacken und die Datei auf der Speicherkarte im Ordner /Garmin zu speichern. Die Datei sollte auch wirklich gmapsupp.img heißen ;-) Ausführliche Informationen kann man hier nachlesen.

Um Daten vom trexxie runter zu laden und zu bearbeiten, gibt es für Linux mehrere Programme:

Mit Qlandkarte kann man Tracks und Wegpunkte auf trexxie hoch und runter laden und Ausschnitte aus Karten hochladen. Dazu sind natürlich entsprechende Karten in Qlandkarte einzubinden. Auf Basis der Openstreetmap-Karten werden hier Karten zur Verfügung gestellt. Auf dieser Seite wird auch das Einbinden der Karten beschrieben. Die Idee, Tracks mit Qlandkarte zu bearbeiten, haben wir verworfen. Qlandkarte schmeißt alle Zeitstempel raus und macht so die Tracks für OSM untauglich. Schade…

Viking funktionierte hier in der Version 0.9.8 am besten. Diese Version wird auch in Ubuntu 09.04 sein. Drum hab ich die einfach auf allen Rechner hier selber kompiliert.

Mit Viking kann man die Tracks auch recht einfach direkt vom trexxie runter laden (File → Aqire → From GPS). Das Bearbeiten der Tracks ist sehr einfach. Man kann diverse Karten einbinden, die bei der Orientierung helfen. Ist man mit den Tracks fertig, kann man diese anschließend direkt auf dem OSM-Server hochladen. Will man die Tracks in JOSM weiterbearbeiten, kann man diese wieder vom OSM-Server runterladen.