ubuntuusers.de

2. April 2009

Fast 4 Monate habe ich keinen Beitrag mehr in diesem Blog geschrieben. Das lag nicht am verlorenen Interesse, ich hatte die letzten Monate einige größere und kleinere Aufträge zu bewältigen, was als Ein-Mann-Unternehmen oft nicht sehr einfach ist. Aber ich will mich nicht beschweren, es könnte ja bei der aktuellen Lage auch anders herum sein *Holz klopf*…

Aber ich bin dann auch froh, wenn ich Abends den PC einfach ausschalten kann. Leider musste ich mich dazu entschließen, meine Tätigkeit im Ikhaya-Team bei ubuntuusers.de niederzulegen. Ich wollte nicht als einfacher Mitläufer in dieser großartigen Community gelistet sein. Das wäre gegenüber den anderen Mitstreitern nicht fair. Aber ich habe ja noch dieses Blog und werde nun hoffentlich ab und zu im Planeten auftauchen. :-)

Aber eine gute Nachricht kann ich vermelden. Das ganze Arbeitspensum konnte ich reibungslos und ohne das kleinste Problem unter Ubuntu Hardy erledigen, die Maschine läuft mit dieser Installation nun schon 11 Monate. Deshalb an dieser Stelle wieder einmal ein herzliches Dankeschön an die Macher und die dahinter stehende Community!

Es ist in den vergangenen Monaten auch viel bei Ubuntu/Linux/OpenSource passiert, einiges möchte ich hier zusammenfassend erwähnen, was besondere Beachtung verdient:

Christoph Langner, vielen von ubuntuusers.de her unter dem Nick „chrissss“ bekannt, hat Google gezähmt, speziell was die Suche nach Linuxthemen betrifft. Dafür nutzt er die angepasste Suche von Google und präsentiert die Ergebnisse auf tuxsucht.de. In den Index hat er nur deutschsprachige Foren rund um GNU/Linux, Blogs mit starkem Bezug zu Linux und auch eine Reihe von Shops aufgenommen, die sich auf Soft‑ und Hardware für Linux-Systeme spezialisiert haben.
Mein Fazit: Danke Christoph, das war wieder mal eine geniale Idee von Dir! .daumenhoch:

Für einen Kunden musste ich das Navigationsmenü ansprechend dokumentieren. Was liegt näher, als dafür ein Mindmapping-Programm zu nehmen? Glücklicherweise bin ich dabei auf XMind gestoßen, mit diesem Tool geht das flott und angenehm einfach von der Hand. Es ist zwar eine kleine Registrierung vor dem Download notwendig, aber ansonsten steht es jedem als OSS zur Verfügung. Aber auch eine kostenpflichtige Pro-Version ist im Angebot (49 $ pro Jahr). Angenehm aufgefallen ist mir die Oberfläche, die auf dem Eclipse-Framework aufbaut, die Bedienung ist intuitiv und sehr leicht, auch das problemlose Drucken und exportieren als Grafik sollte man erwähnen.
Mein Fazit: Nicht umsonst hat das Programm den Eclipse Community Award 2008 gewonnen!

Jaunty Jackalope ist in aller Munde, der Release steht vor der Tür. Mein Freund Bordi hat mich schon ausreichend informiert, er ist ja ein fleißiger Alpha‑ und Betatester. Es gibt viel Neues und auch die Erwartungen sind recht hoch. Zu hoch? Wir werden sehen. Ich berichte demnächst mal, was Bordi am neuen Release so aufgefallen ist. Bis dahin sag ich erst einmal Tschüß und Gute Nacht!

1. April 2009


Ich habe heute meine Kiste mit Jaunty neu installiert und ich muss sagen, das es echt schnell läuft. Alles gut. Migration erfolgreich.

Nur eine Sache stört mich: die Wahl des Standard IRC Clients. Quassel (der Name ist genial) mag ein guter Client sein, aber ich bin so konditioniert, das ich mein geliebtes Konversation nicht missen kann. Da kann kommen was will. Es passt meiner Meinung nach mit seinem UI nicht in einen gestylten Desktop wie KDE 4. Außerdem muss ich lange Wege mit der Maus zurücklegen um vom Eingabefeld zum Wechseln der Channels zu kommen. Das Prinzip hinter Quassel mit dem Core der dauerhaft mit dem IRC verbunden ist mag toll sein. Aber ich brauche diese Funktionalität nicht.

screenshot7

Darum habe ich eben Konversation 4 aus dem SVN gebaut und auch wenn noch einige Funktionen fehlen, so habe ich ihn endlich unter Qt 4 wieder. Die Welt ist wieder ein kleines Stückchen besser geworden. Und da jeder Screenshots liebt:

screenshot4

Und hier noch ein Screenshot von den Einstellungen:

screenshot6

Freue mich schon auf den Zeitpunkt an dem “Feature-Parität” erreicht wird.

Die Verwendung von Tools auf der Kommandozeile kann auch bei der Bildverarbeitung die Arbeit vereinfachen.

urlaub Bildformate mit `convert` umwandeln shell script png planetuu open source medien linux jpg gimp bild bash

Noch Urlaub.jpg, gleich Urlaub.png!

Mit dem Tool convert lassen sich Bilder mit einem einfachen Befehl ruckzuck in andere Formate umwandeln. Um convert zu nutzen, muss man das Paket imagemagick installieren. convert ist ein echter Alleskönner, der nicht nur Bildformate umwandelt, sondern auch thumbnails erstellt, Wasserzeichen hinzufügt, Bilder rotiert, Rahmen hinzufügt usw. usw. In diesem Artikel wollen wir uns lediglich ansehen, wie man z.B. ein oder mehrere Bilder eines Formates in ein anderes umwandeln kann. convert beherrscht nahezu alle gängigen Bildformate.

Um das schöne Urlausbild vom Format jpg in das Format png umzuwandeln, genügt der Befehl:

convert Urlaub.jpg Urlaub.png

Die jeweilige Ursprungsdatei bleibt hierbei erhalten. Nach der Umwandlung liegt also eine Datei Urlaub.jpg UND eine Datei Urlaub.png vor.

Und wenn man nun mehrere Bilder umwandeln will? Eine simple for Schleife erledigt hier den Job:

for i in *.jpg; do convert $i `basename $i .jpg`.png; done

Beispiel:

convert4 Bildformate mit `convert` umwandeln shell script png planetuu open source medien linux jpg gimp bild bash

Wer sich nun noch die 3 Bilder im Format jpg loswerden will, tut dies mit:

rm *.jpg

Fazit: Während die Umwandlung längst abgeschlossen ist, würde GIMP noch nach plugins suchen und noch Sekunden brauchen, um sich zu öffnen. Hier ist nur angedeutet, welche vielfältigen Möglichkeiten convert und imagemagick bieten.

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Es gibt seit einer Zeit einen Feature Request um KWin auf die Microsoft Windows Plattform zu portieren (siehe Bug 182700) und wir haben im Geheimen mit der Portierung nach Microsoft Windows Vista begonnen. Und heute sind wir froh verkünden zu können, dass es mit KDE 4.3 ein erstes Release for die Microsoft Windows Plattform geben wird.

Natürlich ist die Portierung einer Anwendung, welche so eng mit der X11 Plattform verzahnt ist, keine einfache Aufgabe. Daher haben wir uns entschlossen keine Fenstermanager Funktionen in der ersten Version bereitzustellen. Es wird nur Compositing Unterstützung geben. Microsoft erlaubt den Zugrif auf Vista’s Aero Funktionen und daher mussten wir nur ein Direct3D Backend implementieren. KWin’s Compositing Unterstützung ist sehr modular und es gibt mit OpenGL und XRender bereits zwei Backends. Daher war das Hinzufügen von Direct3D Unterstützung nicht schwierig. Also haben wir eine neue scene_direct3d.cpp Datei angelegt, welche das Compositing genauso handhabt wie die bereits existierende scene_opengl.cpp.

Eine kompliziertere Aufgabe werden die EffectWindows, welche ein Fenster in den Effekten darstellen. In der bestehenden Implementierung sind diese mit X Clients verzahnt: managed, unmanaged und deleted Clients. Diese Typen haben eine Elternklasse TopLevel. Also mussten wir eine neue Client Implementierung namens WindowsWindow erstellen. Wir sind nicht in der Lage diese Fenster zu verwalten, da - wie gesagt - die Portierung der Fenstermanager Funktionen zu schwierig ist. Für die Effekte ist also alles transparent, nichts ändert sich. Wenn ein EffectWindow in X11 angesprochen wird, dann ist es ein managed oder unmanaged client, in Microsoft Windows ein WindowsWindow.

Natürlich erlaubt unsere Effekte API Zugriff auf die Fensterverwaltung. Es wäre lachhaft, wenn man den Würfel hat, aber die Arbeitsfläche nicht darüber wechseln kann. Da die Microsoft Windows Plattform das Konzept der virtuellen Arbeitsflächen nicht kennt, können wir natürlich diese API Aufrufe nicht bereitstellen. Also mussten we einen WindowsEffectsHandler Implementation erstellen welche Zugriff auf all die Funktionen auf Grund der API Kompatibilität bereitstellt und Standardwerte zurückliefert. effects->numberOfDesktops() wird immer 1 zurückliefern. Daher werden Effekte welche effects->numberOfDesktops() > 1 voraussetzen nicht funktionieren. Daher keinen Würfeleffekt :-(

Wir haben nun einen Punkt in der Portierung erreicht, in dem wir zuversichtlich sind alle wichtigen Effekte portiert zu haben bis zum Hard Freeze. CoverSwitch und FlipSwitch funktionieren bereits, auch kleinere Effekte wie MagicLamp und die MinimizeAnimation sind fast fertig (wir haben immer noch Probleme die Icon Position zu ermitteln).

Ich denke mal es ist Zeit einen Screenshot vom aktuellen Stand zu zeigen. Da FlipSwitch einer der ersten Effekte war, welcher 3D in KWin verwendet, habe ich diesen Port als erstes fertiggestellt und hier ist er:
KWin FlipSwitch in Windows Vista

Leider hat sich niemand vom KWin Team für die Windows 7 Beta Lizenz beworben, daher waren wir bisher nicht in der Lage mit der kommenden Windows Version zu testen. Wir hoffen, dass Microsoft die Chance in einem guten und funktionieren Compositor für ihre Plattform sieht und hoffen, dass sie uns alle benötigte Hilfe inklusive Lizenzen für die neue Version bereitstellt.

Ich dachte erst an einen Aprilscherz von heise.de. Aber es stimmt wirklich! Auf Amazon kann ab sofort DRM-freie(!) Musik als MP3-Datei (256 kBit/s) gekauft und heruntergeladen werden. In den Kommentaren bei Heise las ich dann auch, dass man nicht an Linux gedacht hätte, dem ist aber definitiv nicht so. Ganz im Gegenteil. Von so einem Service können sich viele eine Scheibe abschneiden! Hier meine ersten Erfahrungen mit dem neuen Amazon-Service:

Geht man zu amazonmp3.de, wird man aufgefordert, den Amazon-Downloader zu installieren, ohne diesen geht leider nichts. Ich arbeite mit Ubuntu (Hardy), habe auf den Knopf geklickt und siehe da, die Installer für Ubuntu 8.10, Debian 4, OpenSUSE 11.0 und Fedora 9 werden angeboten. Ich lud das deb-Paket für Ubuntu herunter und konnte es problemlos (unter Hardy) installieren. Das Programm lädt fehlende Komponenten nach und legt einen Starter an, unter Anwendungen → Internet. Ich startete den Downloader, ein neuer Tab öffnete sich im Firefox und man bot mir zum Test den kostenlosen Download von Amy Macdonald’s „This Much Is True“ an. Der Bitte bin ich natürlich – und da ich Amy mag – sehr gern gefolgt. Ich bestätigte, dass der Download mit dem Amazonprogramm geöffnet werden soll und ein paar Sekunden später landete der Song im Ordner „Amazon MP3“. Den Pfad kann man übrigens in den Einstellungen anpassen. OK, soweit hat es geklappt. Zeit im Sonderangebot von Amazon zu schnuppern und mal zu schauen, welche Alben es für „unter 5,00 Euro“ gibt. Denn laut Heise soll es knapp 2000 Topalben ab 4,89 Euro geben.

Ja, da konnte ich nicht widerstehen, Pink Floyds „Dark Side Of The Moon“ gleich komplett zu downloaden! Die CD hatte ich mal verliehen und ist mir leider abhanden gekommen. Ich nutzte die aktivierte Ein-Click-Methode, automatisch startete das Programm und 3 Minuten später war ich glücklicher Besitzer des Albums. Gleich mal mit Listen (meinem Musikplayer) getestet → funktioniert. Übrigens, auch „Wish You Were Here“ und das Doppelalbum „The Wall“ bekommt man momentan zu diesem Preis!

Auch einen einzelnen Titel konnte ich downloaden, ebenfalls problemlos über den Downloader. Laut Heise soll es nicht alle Titel einzeln, sondern nur als komplettes Album geben. Bisher habe ich diese Einschränkung noch nicht gesehen.

Nur zum testen  :ausruf: habe ich das Album jetzt mal mit Brasero auf CD gebrannt und im normalen CD-Player getestet. Was soll ich sagen? Auch das funktioniert. :cool:

Fazit: Es wurde höchste Zeit, dass Amazon diesen Service endlich auch bei uns einführt. Ich weiß, es gibt schon länger andere Anbieter, aber als Amazonkunde kann ich das neue Angebot nur begrüßen. Und danke, dass Ihr auch an uns Ubuntu-User gedacht habt! :daumenanim:

Mit dem Befehl shutdown kann ein Linuxrechner zu einem vorherbestimmten Zeitpunkt heruntergefahren oder neu gestartet werden.
120px Shutdown.svg Rechner zeitgesteuert herunterfahren zeit uhr ubuntu shutdown shell reboot planetuu open source linux jamendo bash admin Wer kennt das nicht? Man hat es sich im Bett gemütlich gemacht und will sich zum Ausklang des Tages eine DVD ansehen oder den neuesten legalen kostenfreien Download von Jamendo anhören. Das Video ist jedoch so langweilig bzw. die Musik so entspannend, dass man schon 10 Minuten später ins Reich der Träume gesunken ist. Am nächsten Morgen wacht man auf und der Rechner war die ganze Nacht an. Wie ärgerlich!
Mit dem Befehl shutdown kann man jedoch dafür sorgen, dass der Rechner nach einer vorbestimmten Zeit ordnungsgemäß heruntergefahren wird. Dies muss man mit Administratorrechten machen. Mit der Option -h kann man die Minuten angeben, nach der die Linuxbox heruntergefahren werden soll, z.B. da ein Download noch andauert, obwohl man gleich zur Arbeit muss. Im folgenden Beispiel wird auf einem Ubuntusystem zu Beginn einer Fußballübertragung dafür gesorgt, dass das System automatisch nach 120 Minuten herunterfährt:
sudo shutdown -h 120
shutdown Rechner zeitgesteuert herunterfahren zeit uhr ubuntu shutdown shell reboot planetuu open source linux jamendo bash admin

Zeitgesteuertes Herunterfahren des Systems nach 120 Minuten

Hat man es sich anders überlegt und möchte das Herunterfahren verhindern, beendet man den Auftrag mit [CTRL] und [C]:
shutdowncancel Rechner zeitgesteuert herunterfahren zeit uhr ubuntu shutdown shell reboot planetuu open source linux jamendo bash admin

Zeitgesteuerter Shutdown wurde abgebrochen

Auch hier gibt es natürlich noch verschieden Variationen. Mit der Option shutdown -r kann man das System z.B. zeitgesteuert rebooten.

 Rechner zeitgesteuert herunterfahren zeit uhr ubuntu shutdown shell reboot planetuu open source linux jamendo bash admin

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Das ist kein Aprilscherz und genauso wenig war es einer als sich Steffen Zörnig und Ingo Ebel am ersten April des Jahres 2001 dachten sie müssen ein Radioprojekt rund um Linux gründen. Das ist nun schon 8 Jahre her und seit dem gibt es RadioTux. Das Projekt hat in dieser Zeit durchaus Höhen und Tiefen erlebt. Es macht viel Arbeit monatlich eine Magazinsendung zu produzieren. Mehrmals stand das Projekt kurz vor dem Aus. Immer wieder konnten neue Mitstreiter gewonnen werden und es ging weiter. Seit einigen Jahren wird nun auch von größeren Veranstaltungen rund um Linux und freie Software ein Livetream angeboten. Zuletzt auf den Chemnitzer Linux-Tagen und auch aus Berlin vom LinuxTag wird man wieder live übertragen. Am Programm dafür arbeite ich bereits und sammle Ideen. Ihr dürft natürlich wie immer auch Wünsche fürs Programm also für Interviews, aber auch Fragen für diese und Musikwünsche (an die Lizenz denken) loswerden. Ideen und Mitstreiter sind bei Radio Tux auf jeden fall immer gesucht, wer also Lust verspürt mitzuwirken - der melde sich einfach. Ansonsten Happy Birthday RadioTux und viel Spaß beim hören der Jubiläumsausgabe.

Anlässlich des 8. Geburtstags von RadioTux durfte ich einen Beitrag zur Jubiläumssendung beisteuern. Ingo mischte die Sendung und moderierte sie einmal mehr souverän. Ihm und seinen Kameraden und natürlich auch Sirko gebührt der grösste Dank, nicht nur im Zusammenhang mit dem Geburtstag. Sie alle nahmen mich als Ausländer ganz leger in ihr Team auf. Danke!

RadioTux

Die Jubiläumssendung ist online und kann jederzeit gehört werden. Dazu habe ich einen kleinen Beitrag zum Thema Gscrot oder eben neu Shutter aufgenommen, den Ingo wunderbar “eingefadet” hat. Shutter ist ein feines Tool, um unter Gnome oder Xfce Bildschirmfotos zu erzeugen und zu bearbeiten.

shutter

Ich habe mir erlaubt, meinen Beitrag hier noch einmal separat zu verlinken, obschon er in der Jubiläumssendung enthalten ist.

Download audio file (shutter.mp3)

Manueller Download: shutter.mp3

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Wie Steve Jobs heute morgen ankündigte, soll die kommende iTunes Version 9.0 endlich auch unter Linux lauffähig sein! Wie sehr ich diesen Zeitpunkt herbeigesehnt habe. Mit dem iPhone unter Linux ist es ja bisweilen nicht immer einfach, und ich habe mir schon diverse Tage und Nächte um die Ohren geschlagen um meine PIM-Daten und Musik etc. zu synchronisieren. Damit ist nun Schluss. Die nächste iTunes Version soll nativ unter Linux laufen und Anbindung zur Synchronisation für den Evolution-Data-Server und Akonadi mitbringen. Somit soll sich das iPhone komfortabel synchronisieren lassen, wie es bislang nur unter OSX und Windows möglich ist.

Warum dieser plötzliche Sinneswandel? Die Pressemitteilung von Steve Jobs liest sich wie folgt:

In the last few years, we saw Linux as a very fast growing market and we want to be part of it. So, we decided to give it a chance and to give an oppertunity for Linux users to get all the advantages for their music and mobile devices as known under OSX and Windows. iTunes 9.0 will run natively on most common linux platforms and will provide acces to the iTunes Store and fully working sync for iPod, iPod Touch and, for sure, the iPhone. I hope you’ll like it.

Ich bin hellauf begeistert. Sicher, es war nur eine Frage der Zeit, bis sie den Linux Markt erschließen. Allerdings habe ich nicht damit gerechnet, das es so schnell passieren wird. All meine Sorgen und Probleme dürften dann endlich der Vergangenheit angehören, wobei ich dann allerdings nicht mehr so genau weiß, worüber ich hier bloggen soll ;)


Mark ShuttleworthWie auf einer internen Mailingliste des Ubuntu-Projektes momentan zu lesen ist, sind die Ubuntu-Entwickler höchst unzufrieden über die mangelnde Achtung, die ihrem Projekt entgegen gebracht wird. Ein wütender Entwickler machte seinem Unmut Luft: „Wir machen Linux und Debian weltbekannt, und was ist der Dank? Beleidigungen!“ Mark Shuttleworth, der Gründer von Ubuntu und Weltraumtourist, scheint jetzt genug von dem ewigen Streit zu haben:

We’ll switch to a Red Hat based Ubuntu, that’s for sure. I’m sure the developers will do their best to make it happen as soon as possible.

Eine Entscheidung, mit der sich Shuttleworth sicherlich nicht nur Freunde machen wird: Debian wurde bisher immer als „rock, upon which Ubuntu is built“ bezeichnet – also eine mehr als unerwartete Entwicklung. Die Gründe für die Entscheidung sind indessen nachvollziehbar: im Gegensatz zu Debian wird Red Hat von einer kommerziellen Firma entwickelt und gewartet, die ständigen Fehlersuchen wie bei Debian fallen also weg.

Auch die aus Firmensicht sinnlose Bindung an den Debian-Gesellschaftsvertrag kann durch den Wechsel der Software-Basis umgangen werden; gerüchteweise soll auch der Ubuntu Code of Conduct wieder abgeschafft werden.

Erste inoffizielle Reaktionen von Debian-Entwicklern ließen nicht lange auf sich warten: „Ich bin froh, dass die Schmarotzer endlich weg sind“, verkündete ein Debian-Insider, der nicht namentlich genannt werden will. Eric S. Raymond, umstrittene Figur in der FLOSS-Szene, der vor einer Weile von Fedora zu Ubuntu gewechselt ist, äußerte sich entsprechend säuerlich: „Those bastards, I never ever wanted to use this bullshit Red Hat Fedora crap again – now I have to use Gentoo Linux, although I don’t know what a compiler is. Bastards!“

Richard Stallman, der Vater der GPL, macht seine Bewertung von einem einzigen Faktor abhängig: ob das auf Red Hat aufsetzende Ubuntu freier als das auf Debian aufsetzende Ubuntu sein wird: „I don’t really care which Linux distribution they use, as long as it’s free. Free as in freedom, not as in free beer, by the way. Free as in free beer would be very cool anyway.“

PS: Natürlich war das ein Aprilscherz. Hoffentlich hat es Euch soviel Spaß gemacht wie mir. :-)

Dropbox gibt es derzeit noch nicht (offiziell) für Ubuntu 9.04. Zumindest existiert hierfür noch keine Paketquelle.

Nach meinem Update auf Jaunty funktionierte die Dropbox nicht mehr. Das “Problem” lässt sich aber relativ einfach beheben. Man lädt die letzte Build von Dropbox für 32-bit- oder 64-bit-Systeme herunter und speichert sie im home-Verzeichnis.

Damit Dropbox fehlerfrei installiert werden kann muss man darauf achten, dass der Prozess nicht läuft.

Danach führt man bei 32-bit-Systemen folgende Befehle aus:
rm -r .dropbox-dist/
tar xzf dropbox-lnx.x86-0.6.496.tar.gz
killall nautilus

Bei 64-bit-Systemen muss der zweite Befehl entsprechend angepasst werden:
tar xzf dropbox-lnx.x86_64-0.6.496.tar.gz

Schon sollte die Dropbox-Software wieder funktionieren und die Synchronation mit dem Server klappen. Wer Dropbox noch nicht kennt aber gerne ausprobieren möchte kann sich über meine Einladung anmelden. Hierfür gibt es extra Speicherplatz von Dropbox - zusätzlich zu den freien 2 GB.

Unter Intrepid kann die Dropbox-Software über folgende Paketquelle installiert werden:
deb http://linux.getdropbox.com/ubuntu intrepid main
deb-src http://linux.getdropbox.com/ubuntu intrepid main

Man installiert das Paket nautilus-dropbox und startet mittels killall nautilus den Dateibrowser von GNOME neu. Weitere Infos habe ich vor einiger Zeit hier aufgeschrieben.

31. März 2009

Wolken stehen im Reallife für eine bestimmte Wetterlage: Es ist bewölkt, das bedeutet dass der Himmel von Dunstwolken übersät ist, so dass man die Sonne nur noch erahnen kann. In der Informationstechnologie stehen Wolken für eine hochmoderne Technologie, die langsam aber sicher in die Computerwelt einzieht.

Worum gehts?

Unter Cloud-Computing bzw. Cloud-IT versteht man das Auslagern von Speicherplatz und Rechenleistung auf einen externen Computer (Server), die sog. Cloud. Mehrere Benutzer (Cloud-Clients) können über ein Netzwerk gleichzeitig auf genau die gleichen Dateien und die gleichen Anwendungen zurückgreifen, natürlich mit gewissen Einschränkungen. In der Realität gibt es bisher nur Ansätze für diese Technik: Mit Googles Service docs liegt ein lauffähiges Office Paket kostenlos bereit, abrufbar mit dem Browser. Software muss nicht installiert werden, alles was man benötigt stellt Google auf den hauseigenen Servern zur Verfügung. Dateien kann man auch gleich speichern und - wenn es denn sein muss - kann man sie sogar herunterladen und auf dem EIGENEN Rechner speichern.
Amazon bietet einen Dienst mit der Typenbezeichnung EC2 an, bei dem man sich Server mieten kann um eine eigene Cloud aufzubauen.

Nachteile

Hieran erkennt man schon: Cloud-IT hat den riesigen Nachteil, dass man die Kontrolle über eigenen Dateien verliert. Die Daten, die Software, alles liegt auf Rechnern, die man im echten Leben niemals zu Gesicht bekommen wird, man wird die Menschen nie persönlich kennen lernen, die sich um die Wartung dieser Rechner kümmern und auch nie in das Angesicht des Verantwortlichen dieser Serverfarmen sehen. Alles geschieht im wahrsten Sinne des Wortes in einer Wolke, einem undurchsichtigem Gebilde, dessen Struktur man nicht durchschauen kann. Man gerät in die Abhängigkeit von fremden Anbietern und muss diesen fremden Menschen blind vertrauen.

Rein technisch gesehen können die Anbieter auf jede Datei zugreifen, die dort gespeichert sind. Sie können Mails lesen, sie auswerten und, wenn es um Firmendaten geht, diese auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Gut, das ist weit hergeholt, aber trotzdem realistisch.
Doch auch eine firmeneigene Wolke auf eigenen Server birgt Gefahren. Sollte ein Hardwarefehler bei einem Cloud-Client auftreten ist das im System nahezu folgenlos: keine Daten gehen verloren, denn alles ist extern gespeichert. Der "Zombie" kann problemlos ausgetauscht werden. Doch was ist, wenn der Server ein Hardware- oder Softwareproblem hat? Dann sind im Extremfall alle dort gespeicherten Daten und Anwendungen futsch.

Wie sich das äußert haben Benutzer des Google-Dienstes Googlemail vor ein paar Wochen erfahren. Das Mailinterface sind für eine Stunde ausgefallen, offiziell wegen Fehlern bei Wartungsarbeiten, Microsofts Mailangebot war sogar für 5 Stunden unerreichbar. Unvorstellbar für eine Firma, die auf den E-Mail Verkehr angewiesen ist. Und wenn sie noch mehr als einen E-Mail-Server in die Hände anderer Menschen legt? Stellt euch mal vor, Kundendaten einer Bank sind in einer Wolke gespeichert und diese Wolke wird physisch zerstört, sei es durch Brand, Vandalismus oder ein Naturphänomen. Bei dezentral gespeicherten Daten ist eine solche Katastrophe nicht so folgenschwer.
Mark Shuttleworth, der Mann hinter Ubuntu, wird im April ankündigen, dass Ubuntu mit Karmic Koala Cloud-Computing weitgehend unterstützen wird. Es wird Schnittstellen mit Amazons Dienst geben, aber es wird auch eine größere Neuerung geben: Canonical möchte ein eigenes Cloud-Angebot aufstellen. Dieses wird zu 100% auf Open-Source basieren. Damit ist es sehr gut möglich, dass auch Privatanwender auf den Geschmack kommen, eine Wolke nach eigenen Kriterien aufzubauen. Der Vorteil zu den bisherigen proprietären Angeboten ist die Kontrolle, die man hat, und die Möglichkeit, das Angebot mitzugestalten. Damit wird ein großer Teil der Nachteile zerstört. Bisher war man auf das Softwareangebot einer Firma angewiesen, bald wird man es frei aus dem Internet beziehen können. Die Abhängigkeit von einer fremden Firma geht, aber abhängig von der Community ist man weiterhin.

Vorteile

Bei allen Nachteilen die Cloud-Computing bildet, darf man aber diese Entwicklung in der Informationstechnologie nicht nur verurteilen, es gibt auch eine Fülle von Vorteilen, die sich daraus ergeben. Vor allem Firmen können hierbei eine Menge Geld sparen. Für die Büroarbeiter ist es nicht mehr notwendig, dass jeder Computer mit aktueller Hardware ausgerüstet ist, die Rechenleistung wird an einem (bzw. mehreren) Punkten bereitgestellt. Die Anschaffung eines schnellen, leistungsstarken Servers oder einer Serverfarm rechnet sich also wieder mit dem gesparten Geld für die Clients.
Außerdem hat es den Vorteil, dass Softwareupdates nicht mehr bei jedem Computer einzeln installiert werden müssen, sondern dass ein einziges Update für alle Clients gleichzeitig stattfindet. Das spart nicht nur PersonalkostenWink.
Weiterhin ist es für Firmen praktisch, wenn mehrere Menschen auf Dateien zugreifen können, ohne dass diese kopiert werden müssen, somit spart man insgesamt Speicherplatz.
Der wohl größte Vorteil von globalen Wolken wie Googledocs ist wahrscheinlich die absolute Ortsunabhängigkeit: Man kann an jedem PC mit Internetanschluss auf seine Dokumente zugreifen, an ihnen arbeiten, sie verwenden, drucken oder sonstwas damit machen, ohne auf die installierte Software des Anwender-PCs angewiesen zu sein. Und das ist meiner Meinung nach ein Fakt, den man nicht vernachlässigen sollte. Denn wer hat es noch nicht erlebt, dass ein mühsam erstelltes Dokument auf einem fremden Rechner komplett anders dargestellt wird, als auf dem Heim-PC? Oder wer flucht nicht, wenn auf dem neuen Arbeits-PC kein OOo3 oder LaTeX installiert ist, so dass das tolle Dokument quasi wertlos ist?

Fazit

Letztendlich sollte jeder selbst eine Meinung zu Wolken im Computerbereich bilden und für sich selbst wissen, welche Daten er an wildfremde Menschen schickt, damit diese darauf aufpassen. Ich selbst benutze Googlemail, Googledocs nahm ich bisher nur für eine Sicherheitskopie meiner Facharbeit.

Liebe Grüße, Benni

Weiterführende Links:

Bildquellen:

Eigentlich habe ich meine privaten Lapptop ja nicht am Geschäftsnetz hängen, doch heute hat mich OpenOffice geradewegs dazu gezwungen. Das Problem, ich habe einen Text auf meinem Lappi (Linux) in OpenOffice geschrieben. Zum Ausdrucken habe ich das Dokument dann auf meinen Geschäftscomputer (Windows) verschoben und mit Office Word geöffnet und ausgedruckt.

Das Ergebnis war, dass die ganze Formatierung versaut war. Obwohl es auch noch Möglichkeiten wie umwandeln in PDF etc gegeben hätte, wollte ich versuchen unseren Netzwerkdrucker auch unter Linux zum drucken zu bringen.

Die Konfiguration war erstaunlich einfach :)

Unter System > Systemverwaltung findet man den Punkt Drucken.

print1

Da wählt man neu und schon startet ein Assistent. Da gilt die passende Verbindung zu wählen. Da ich nicht auswendig wusste, welche Dienste der Drucker alles anbietet, hab ich einen kurzen Scan mit nmap durchgeführt. Dabei werden die offenen Ports mit ihren Diensten angezeigt.

print2

Ich habe mich dann für LPD/LPR Host or Printer entschieden. Unter Host trägt man die IP ein und klickt auf Erkennen.

print3

Da ich nach ein bisschen Wartezeit weder einen Fehler noch eine andere Rückmeldung erhalten habe, habe ich mal Vor geklickt. Und plötzlich suchte er automatisch nach den passenden Treibern.

print4

Was mich dann sehr erstaunt hat, war das folgende Fenster, wo ich eine grosse Auswahl PPD-Dateien (PostScript Printer Description) vorfand. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich hier meine eigenen PPD-Files erstellen muss…

print5 print6

Nun konnte ich meinen Drucker auswählen. Obwohl es nicht genau dieser Drucker ist, sondern sein Nachfolger, wurde der Drucker erfolgreich hinzugefügt und druckt erfolgreich.

print7

Alles in allem hat mich die simple und einfache Konfiguration sehr gefreut. Das Einrichten ist sogar einfacher als unter Windows (bei diesem Printer auf jeden Fall) :)

Wie nennt man es die Beta eines Betriebsystems in der Betaversion einer Virtualisierungs-Software auf Basis der Beta eines Betriebsystems zu installieren? Richtig: Abenteuerlust! Daher: Don’t do it at home…

Dass seit VirtualBox 2.1 die Möglichkeit besteht die 3D-Beschleunigung der Grafikkarte auch in einer virtuellen Maschine zu benutzen, habe ich ja schon vor einigen Monaten hier geschildert. Doch mit VirtualBox 2.2 wird es nun endlich möglich sein auch Linux-Gäste davon profitieren zu lassen. Was heißt das für Linux? Es wird nun bspw. möglich sein Compiz oder Spiele in einer virtuellen Maschine laufen zu lassen.

Gesagt getan: Sun veröffentlicht die Beta von VirtualBox 2.2 vorab. Gerade wurde die Beta2, die nun bei mir im Zusammenspiel mit Ubuntu Jaunty gut funktioniert, freigegeben. Wer will - und VirtualBox nicht im produktiven Einsatz hat - kann daher schon jetzt die neuen Features ausprobieren.

Hat man die 3D-Beschleunigung in den Einstellungen der virtuelle Maschine aktiviert, so kann man die VM starten. Ist der vboxvideo Treiber in der /etc/X11/xorg.conf eingetragen, so startet Compiz automatisch. Hier ist eine kleine Demo… Überspringt eventuell die erste Minute, da der Bootvorgang nicht wirklich interessant ist.


Bitte auf das Bild klicken um das Video zu sehen.

Bitte auf das Bild klicken um das Video zu sehen.


Alternativ gibt es das Video auch als ogv-Version, so dass man auch ohne Flash das Video ansehen kann…

Wer einen flotten Rechner und eine schnelle Grafikkarte besitzt, der kommt mit VirtualBox 2.2 zu erstaunlichen Ergebnissen. Compiz läuft dann selbst in der virtuellen Maschine recht flott. Mit meiner passiv gekühlten Nvidia GeForce 7600 GS merke ich allerdings die Grenzen deutlich. Compiz läuft im Prinzip flüssig, aber sobald bspw. der Würfel aufgeklappt werden soll, dann knickt die Performance ein.

Hinweise zur Installation erspare ich mir. Wer ohne Tipps nicht in der Lage ist die Beta zu installieren, der sollte besser Abwarten bis VirtualBox 2.2 freigegeben wird.

Es dauert zwar noch ein paar Tage, bis Jaunty Jackalope in der Finalversion verfügbar ist, aber ich wollte dennoch die Beta von Ubuntu 9.04 bereits jetzt verwenden. Allerdings in der ordentlichen Version mit Gnome; Dirk hat ja die KDE-Version eingesetzt, damit komme ich aber nicht wirklich klar.

Ein Upgrade kann man aus dem laufenden Betrieb heraus anweisen. Mit den Tasten Alt und F2 holt man sich den “Taskmanager” und befielt dort:

update-manager -d

Danach wird das Upgrade eingeleitet, dem man noch beipflichten darf. Schliesslich holt sich der Distributions-Updater alle erforderlichen Files ab.

Upgrade auf Ubuntu 9.04

Die neuen Pakete werden eingespielt, dabei kann es vorkommen, dass die in der sources.list die Fremdquellen deaktiviert werden. Danach erfolgt das Aufräumen, bei dem Ubuntu vorschlägt, welche Pakete nicht mehr benötigt würden. Ich habe alle entfernen lassen.

Upgrade auf Ubuntu 9.04

Nach einem Neustart steht dann Jaunty Jackalope in der Beta-Version bereit. Es gibt da einige neuen Dinge; aufgefallen ist mir dabei beispielsweise die Anwendung Computer Janitor, die bisher System Cleaner hiess und offenbar nun direkt ab dem Menü aufrufbar ist. Ausserdem musste ich Zattoo neu installieren, Tracker macht ein bisschen Probleme und natürlich ist nun das OpenOffice 3.0 auf der Platte. Zudem scheint bei Firefox etwas schief zu sein, gewisse Java- oder AJAX-Applikationen laufen sehr träge. Aber bei einer Beta darf das durchaus noch vorkommen. Mein Gesamteindruck ist aber durchaus positiv.

Über shakal bin ich auf ein Blog namens tech-log-blog gestossen, in dem Impressionen zum Jaunty Jackalope zu sehen sind.

Achtung: Die aktuelle Version von Jaunty Jackalope ist noch eine Testversion und sollte nicht für den produktiven Einsatz benutzt werden! Die finale Version erscheint voraussichtlich am 23. April 2009.

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Das habe ich ganz vergessen zu erwähnen: Am Sonntag habe ich ein bisschen mit QLandkarte und dem neuen GPS-Empfänger gespielt. Das klappt ganz hervorragend.

In den Repositories ist noch die alte Version des Programms, die neue werde ich mir noch kompilieren.

Damit das ganze läuft, muss eine Datei namens /etc/udev/rules.d/51-garmin.rules mit dem Inhalt SYSFS{idVendor}=="091e", SYSFS{idProduct}=="0003", MODE="0666" angelegt werden, damit auch "normale" User lesend und schreibend zugreifen können.

Dank an Rainer für den Tipp.

30. März 2009

Moin liebe Lesergemeinde,

letztens wurde auf dem Ubuntuusers Planeten davon berichtet, dass es ein neues Ubuntu Portable Projekt gibt, welches ein Ausführen von Ubuntu auf Windows ohne Administratorrechte ermöglichen sollte. Das ist in der momentanen Version allerdings nicht der Fall, da eines der Programme zur Ausführung Adminrechte benötigt. Dies kann vermutlich in folgenden Versionen verbessert werden, so dass ein echter Nutzen entsteht und die Linuxgemeinde nun endlich auf Arbeit auch ordentlich arbeiten kann ;-)

Hier die Konsolenausgabe der portable_ubuntu.bat. Beim Ausführen der run_portable_ubuntu.bat stürzt bei mir die Windows Konsole (cmd.exe) ab.

portable Ubuntu in der Windows Konsole

ACHTUNG! Alle geschriebenen Anleitung sind nur für den legalen Gebrauch und für Tests im eigenen Netzwerk zu gebrauchen. Ich, der Autor, bin nicht verantwortlich für allfällige Schäden welcher ein Anwender beim Durchführen der Anleitung sich selbst oder Dritten zufügt!

Im ersten Tutorial haben ich aufgezeigt, wie man das Tool Nessus und des Metasploit-Framework installiert. In diesem Beitrag schauen wir uns nun an, wie man die Tools einsetzt um Sicherheitslücken aufzuspüren.

Natürlich ist dieser Beitrag nur Oberflächlich und noch lange keinen Grund sein Netzwerk als komplett sicher zu bezeichnen. Neben Metasploit und Nessus verwende ich noch nmap. Dieses ist auf den Packetservern verfügbar.

Zuerst scanen wir mit nmap unser Netzwerk um Hosts zu finden. Dazu brauchen wir unsere eigene IP:

patrick@unix:~$ ifconfig eth1
eth1      Link encap:Ethernet  Hardware Adresse 00:00:00:00:00:00
inet Adresse:10.248.90.23  Bcast:10.248.90.255  Maske:255.255.255.0
patrick@unix:~$

Nun wissen wir unsere IP und scanen unser Subnet:

patrick@unix:~$ nmap -sP 10.248.90.0-255

Starting Nmap 4.62 ( http://nmap.org ) at 2009-03-30 12:37 CEST
Host 10.248.90.23 appears to be up.
Nmap done: 256 IP addresses (11 hosts up) scanned in 5.941 seconds
patrick@unix:~$

Nun suchen wir uns einen Host aus, der getestet werden soll. Ich nehme als Host mich selbst. Auf den gewählten Host starten wir dann ein paar weitere Prüfungen:

patrick@unix:~$ nmap 127.0.0.1

Starting Nmap 4.62 ( http://nmap.org ) at 2009-03-30 12:38 CEST
Interesting ports on localhost (127.0.0.1):
Not shown: 1714 closed ports
PORT    STATE SERVICE
631/tcp open  ipp

Nmap done: 1 IP address (1 host up) scanned in 0.130 seconds

patrick@unix:~$ sudo nmap -O 127.0.0.1
[sudo] password for patrick:

Starting Nmap 4.62 ( http://nmap.org ) at 2009-03-30 12:39 CEST
Interesting ports on localhost (127.0.0.1):
Not shown: 1713 closed ports
PORT     STATE SERVICE
631/tcp  open  ipp
1241/tcp open  nessus
Device type: general purpose
Running: Linux 2.6.X
OS details: Linux 2.6.17 - 2.6.23
Uptime: 0.016 days (since Mon Mar 30 12:17:19 2009)
Network Distance: 0 hops

OS detection performed. Please report any incorrect results at http://nmap.org/submit/ .
Nmap done: 1 IP address (1 host up) scanned in 1.803 seconds
patrick@unix:~$

Nun wissen wir, welche Ports offen sind und welches OS auf dem Computer läuft und nehmen Nessus zur Hand.

Unter Target tragen wir die IP ein. In meinem Fall 127.0.0.1. Dann starten wir den Scan und warten auf die Auswertung. Nessus führt nun noch einmal einen Portscan durch und ermittelt das OS. Dann versucht es anhand der gewonnen Infos aktuelle Sicherheitslücken zu finden und präsentiert diese in einem Report.

nessus scan

Wenn beim gescannten Host ein kleines, rotes Warnschild ist, dann wurde ein Sicherheitsleck gefunden, wenn nicht, dann ist der PC sicher.

report

Damit wir den Log weiterverarbeiten können, speichern wir diesen ab in /tmp/scan.nbe. Somit wird er nach einem Reboot wieder gelöscht.

Nun starten wir die Metasploit Konsole.

metasploit

Zuerst müssen wir uns das Plugin db_sqlite3 laden:

msf > load db_sqlite3
[*] Successfully loaded plugin: db_sqlite3
msf >

Nun erstellen wir eine neue DB und laden unser Nessus-File da rein:

msf > db_create /tmp/scan.db
[*] Creating a new database instance...
[*] Successfully connected to the database
[*] File: /tmp/scan.db
msf > db_import_nessus_nbe /tmp/scan.nbe
msf >

Nun lassen wir uns alle Exploits anzeigen, welche für uns passen würden:

msf > db_autopwn -t -p
[*] Analysis completed in 3.48402404785156 seconds (0 vulns / 0 refs)
msf >

Wenn man diese Ausgabe erhällt, dann ist das System schon relativ sicher. Natürlich gibt es keine 100% Sicherheit, aber wir könnten diesen Computer nun mit Metasploit keinen Schaden zufügen.

Wenn man hier eine Ausgabe erhält, solle nach dem Namen des Exploits mal ein bisschen googeln und schauen welche Gegenmassnahmen es gibt. Meistens hilft es aber auch schon die neusten Updates zu installieren:

sudo apt-get update -y
sudo apt-get upgrade -y
sudo apt-get dist-upgrade -y

Es ist hilfreich mal jeden seiner Computer zu prüfen (es können auch ganze Subnets mit Nessus überprüft werden) um zu sehen wo man steht.

Falls ein ganzes System oder eine komplette Partition gesichert werden soll, eignet sich dazu partimage ganz gut. Es läuft in der Konsole, ist schnell, einfach zu bedienen und verfügt über eine leistungsfähige Komprimierung. Da sich damit nur Partitionen sichern lassen, die nicht eingehängt sind, muss bei Ubuntu mit einem Wartungssystem oder einer Live-CD gearbeitet werden. Leider enthält die Live-CD von Ubuntu partimage nicht. Es könnte zwar im Live-Betrieb installiert werden, das scheint mir aber nicht sehr komfortabel zu sein.

Daher würde ich entweder eine bootfähige CD direkt von partimage herunterladen, oder beispielsweise eine Start-CD von Knoppix verwenden. Dort ist partimage vorhanden. Ich habe die letztere Variante ausgewählt, da sich Knoppix auch noch für andere Arbeiten eignet.

Sobald die Knoppix-CD das Sytem gestartet hat, lässt sich das Programm in der Konsole starten. Falls man vergisst, sudo voranzustellen, gibt das Programm eine entsprechende Warnung aus, startet dann aber dennoch. Es ist aber wichtig, dass partimage mit Root-Rechten gestartet wird:

sudo partimage

Unter der Knoppix-Live-CD wird kein Kennwort für sudo erwartet. Das Programm startet sofort.

PartImage unter Knoppix

Dann lassen sich die einzelnen Partitionen auswählen, die gesichert werden sollten. Mit TAB wird jeweils das nächste Feld erreicht, in dem der Pfad zum Sicherungsmedium angegeben wird. Es liessen sich auch Netzwerk-Rechner als Ziele angeben, das habe ich aber nicht ausprobiert. Ich schreibe auf eine externe USB-Festplatte. Stimmen die Angaben, reicht ein F5, um auf die nächste Seite zu gelangen, wo die Eigenschaften und Optionen eingestellt werden.

PartImage unter Knoppix

Meistens sind die Voreinstellungen schon recht sinnreich vorgegeben. Die Grösse der gzip-Archive sollte nicht über den vorgegeben Wert (2037) eingestellt werden, eine Verringerung führt jedoch zu keinen Fehlern. Auch hier kommt man mit F5 weiter, wenn alles richtig eingestellt ist. Sollte nun aus irgend einem Grund die zu sichernde Partition noch eingehängt sein, erscheint ein entsprechender Warnhinweis, der so stehen bleiben sollte, bis in einer weiteren Konsole die Partition ausgehängt wurde. Dann kann man die Meldung quittieren und kann sogleich weiterfahren, ohne noch einmal von vorne zu beginnen.

PartImage unter Knoppix

Zunächst prüft nun partimage die zu sichernde Partition. Das hat bei mir einige Minuten gedauert. Die Meldung wird mit OK bestätigt, worauf dann partimage beginnt, die Partition zu sichern.

PartImage unter Knoppix

In meinem Fall wurde die Partition, die 143 GB gross und zu knapp 19 GB belegt ist, schlussendlich mit gesamthaft sechs gzip-Archiven gesichert, wobei das letzte Archiv noch ein GB gross war. Also gesamthaft elf GB Speicherbedarf bei einer normalen gzip-Komprimierung.

PartImage unter Knoppix

Nach gut einer Dreiviertelstunde war die Sicherung durch. Wer eine solche Arbeit öfters tun möchte oder muss, sollte sich allenfalls die Schalter zu Hilfe nehmen, mit denen eine Sicherung per Batch ausgeführt werden kann.

Das Zurückschreiben einer Partition funktioniert von der Bedienung her genau gleich, wobei vorausgesetzt wird, dass die Partitionen bereits angelegt oder deren Inhalt defekt sind. Sind die Partitionen nicht vorhanden, können sie zuvor ebenfalls beispielsweise mit der Knoppix-Live-CD und GParted angelegt werden.

Ich halte partimage für eine reife Lösung, um ganze Partitionen zu sichern. Zur “normalen Datensicherung” ziehe ich es aber vor, nur die entsprechenden Dateien zu kopieren. Das geht schneller und reicht für jenen Zweck völlig aus. Da käme beispielsweise sbackup in Frage.

Übrigens: Adriane und Klaus Knopper (Knoppix) haben uns anlässlich der Chemnitzer Linux-Tage im März 2009 ein Interview bei Radio Tux gegeben. Es lässt sich hier bei Radio Tux nachhören.

Links: Herr und Frau Knoppix. Rechts: Thomas Steinbrecher

Links stehen Adriane und Klaus Knopper, die auf die Fragen von Thomas Steinbrecher antworten.

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29. März 2009

Es ist ja nichts neues, dass man Dateien und Ordner zwischen zwei oder mehreren Rechnern syncen kann. Dropbox oder rsync seien mal als Beispiel genannt. Auf ein Tool, welches auf rsync aufsetzt und v.a. für den Dateienaustausch zwischen Rechner gedacht ist, bin ich im Rahmen meiner Examensarbeit gestoßen (da ich immer wieder mal an einem anderen Rechner geschrieben habe). Es heißt unison. Im Wiki-Artikel steht alles Wichtige geschrieben, nur eine Sache noch. Wenn man seinen SSH-Server auf einem anderen Port als 22 betreibt, muss man ihn noch per Hand im entsprechenden Profil unter ~/.unison/profil.prf ändern:

ssh://benutzer@rechner:Port//pfad/fuer/sync

Beim Anlegen eines neuen Profils gibt es zwar auch ein Feld für den Port, allerdings war das bei mir deaktiviert?!

Ähnliche Artikel:

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  2. SSH Doppeltunnel
  3. Fernwartung mit NX

1 Kommentar


Ich habe seit einigen Tagen eine Universalfernbedienung aus dem Hause Logitech. Namentlich eine Harmony 555. Diese wird, einige Programmierung vorausgesetzt, meine bisherigen 4 Fernbedienungen ersetzen.

Logitech Harmony 555

Logitech Harmony 555

Und genau hier beginnt das Elend. Logitech liefert nur Programmiersoftware für Windows und Mac OS X mit, wir Linux User stehen im Regen.

Aber: das Projekt Concordance hat sich zum Ziel gesetzt diese Geräte auch unter Linux programmieren zu können. Wie meistens liefert das Wiki auf ubuntuusers.de bei Problemen einen Artikel dazu. Also habe ich es wie auf der Seite beschrieben installiert und endlich kann ich die Fernbedienung programmieren.

Um auch anderen helfen zu können, habe ich mir den Artikel zu eigen gemacht und ihn überarbeitet, da manche Aussagen doch etwas verwirrend waren. Außerdem habe ich weitere Informationen hinzugefügt.

Wie ich später erst bemerkte, gibt es auch ein PPA, mit einer etwas älteren Version von Concordance. Zu dessen Funktion kann ich aber keine Aussage machen. Eine Liste der unterstützten Geräte findet man auf der Seite des Projekts.

Logitechs Einstellung finde ich auch etwas komisch. Einerseits benutzen sie für die Windows-Version der Software freie Software (Firefox und Java), aber andererseits liefern sie keine Unterstützung an den Entwickler von Concordance zurück.

Unser Familien Server, der uns als Backup- Drucker- und Fileserver dient, ist mit einem Soft-Raid1 ausgestattet. Smart behauptet, die Platten sind beide in Ordnung. Nur ergab die Ausgabe von  smartctl -l error /dev/sda einen Media Error, den ich mit sg_verify --lba=80326656 --verbose /dev/sda bestätigen konnte. Zu finden ist das tool im Paket  sg3_utils. (apt-get install sg3_utils) Um den Garantiebedingungen von Samsung zu genügen musste nun ein offizielles Tool ran. Das ES_Tool von Samsung habe ich mir auf einen RW Rohling gebrannt und davon den Server gebootet. Nicht überrascht hat mich, das mittllerweile die Opensource Szene bei den Hardwareherstellern etabliert ist. Denn die Basis ist nicht irgend ein pissiges Dos, sondern das stabile Freedos. Wenn man keine Fenster braucht, um einen Rechner zu benutzen ist es das Top Produkt. (Ok, Polemik, denn mit TCP/IP ist's nicht mehr ganz so einfach, geht aber) Doch ich schweife ab. Also wie zu erwarten ergibt der Test genau dieselbe LBA Nummer als defekt. ... Und empfiehlt einen Erase. Dahinter verbirgt sich ein Low Level Format Umgangssprachlich: In Wirklichkeit wird natürlich nicht die Oberfläche erneut in Tracks, Sektoren und Service Bereichen eingeteilt, sondern es wird nur ein neues Remapping durchgeführt. Das heißt, es wird jeder Block mit einem Pattern beschrieben, und es wird verifiziert, ob er mit einem unter dem Grenzwert liegenden Aufwand korrekt gelesen werden konnte. Wenn ja, ok, sonst wird dieser Block aus einem Reservebereich verwendet und nach aussen, also dem Betriebssystem gegenüber als OK bezeichnet. Wenn die gesamte Anzahl der für den Plattentyp typischen Blöcke so neu geprüft und freigegeben worden ist, bezeichnet das Herstellertool die Platte als in Ordnung. Über die Anzahl der notwendigen Remapvorgänge erfährt der Endanwender nichts. Man muß sich darauf verlassen, das die Platte nun wieder einsatzfähig ist.

Wie man den Screenshots zu entnehmen ist, muß man schon hart gesotten sein, volles Vertrauen in ein Tool zu haben, das nach erfolgreichem Abschluss des "Erase" (dem Low Level Format) behauptet, es hätte einen Fehler gefunden und empfiehlt (wieder) einen Erase. Nach drücken der Enter Taste sieht man ja, das der Test wohl erfolgreich war. Wie dem auch sei, ich habe dann den Rechner gebootet. Nee, halt, es ging nicht! Eine Weile hat's gebraucht, bis ich dahinter kam, das das Mainboard nur von dem ersten Laufwerk booten kann. Ich musste nur die Sata Strippen vertauschen, schon konnte ich booten und mit der bewährten Methode die frische "refurbished" Platte dem Raid wieder hinzufügen. Weil ich den Befehl sg_verify für diesen Artikel nicht mehr im Kopf hatte, habe ich den Befehl in der .bash_history gesucht und gleich noch mal ausprobiert. Ich hätte erwartet, das die Plattenfirmware mir nun einen fehlerfreien Block vorgaukelt, hat sie aber nicht! Es kommt der gleiche Lesefehler wie vor meiner Aktion.

Ärgerlich ist, das das resynchen der /dev/md0 nahezu fertig war, dieser Fehler aber das SoftRaid dazu bewog nun mit dem Syncen aufzuhören und mit dem /dev/md1 weiter zu machen.

cat /proc/mdstat 
Personalities : [raid1] 
md1 : active raid1 sdb2[2] sda2[1]
      935786176 blocks [2/1] [_U]
      [====>................]  recovery = 22.3% (209416448/935786176) finish=198.9min speed=60851K/sec
      
md0 : active raid1 sdb1[2] sda1[1]
      40162368 blocks [2/1] [_U]
      	resync=DELAYED
      
unused devices: 
Jetzt bleibt mir nur noch abzuwarten, regelmäßig einen smartctl -t long /dev/sda abzusetzen und zu hoffen, das jetzt die Sache ausgestanden ist. Wenn ich mir da so meine dmesg angucke, habe ich meine Zweifel. Die schiere Anzahl und die Häufigkeit der sata Fehler ist beängstigend. Ich werde glaube ich mal zwei andere sata Platten eines anderen Herstellers  nehmen und die inst System einbauen. Wenn ich damit keine Fehler bekomme, kommen die beiden Samsung in externe Gehäuse. Das haben sie davon. Oder hat jemand einen anderen Vorschlag?


"Spaßbremse: oder Samsung's Merkwürdigkeiten " vollständig lesen

Von Vidalia, einem Qt-basierten GUI für die Anonymisierungssoftware Tor ist gestern eine neue Entwicklerversion mit der Nummer 0.2.0 vorgestellt worden.

Die wahrscheinlich interessanteste Veränderung ist, dass die alte statische Weltkarte nun gegen Marble aus dem KDE-Projekt ersetzt wurde. Marble ist ein vollständiger Globus der Vidalia viele neue Möglichkeiten gibt:
vidalia-marble1

So werden die einzelnen Tor-Router nun mit Namen in der Karte angezeigt, genauso wie viele Städte eingezeichnet sind:
vidalia-marble2

Wenn man weiter hinaus-zoomed sieht man nur noch die grösseren, also schnelleren Router. Wenn man näher hinein-zoomed, sieht man auch die Namen der kleineren Router in der Karte eingetragen:
vidalia-marble3

Mit einem Klick auf den Namen eines Routers auf der Karte lassen sich weitere Informationen über diesen Router abrufen:
vidalia-marble4

Natürlich werden auch weiterhin die Circuits angezeigt. Grün sind sämtliche offenen Circuits eingezeichnet und gelb der momentan markierte:
vidalia-marble5

Das funktioniert im Moment bereits klasse. Einziges Manko ist, dass Marble mehr CPU-Power zieht als die alte langweilige und weniger informative Weltkarte, aber eventuell wird dies bis das Feature stable ist ja noch gefixed.

Wenn man die Development-Version wie ich jetzt schon benutzen will, kann das natürlich auch machen. Dazu lädt man sich die Version 0.2.0 von https://www.torproject.org/vidalia/dist/ als tar.gz herunter. In dem Archiv befindet sich dann eine Datei README.marble in der steht wie man vorgehen muss um Vidalia mit der neuen Karte zu konfigurieren. Insbesondere muss man dazu eine spezielle Marble-Version aus dem SVN auschecken, was aber auch alles in der README erklärt ist.

Für Archlinux kann man hier bereits fertige Pakete für die Marble-Version und Vidalia 0.2.0 finden:
http://aur.archlinux.org/packages.php?ID=25092
http://aur.archlinux.org/packages.php?ID=25093


Kleine Tagesaufgabe

Yvonne hat gestern angemerkt, daß die Plugins für JOSM aktueller sind als JOSM selbst. Nun soll sie nicht immer selber nach der aktuellsten Version dieser Datei schauen. Das kann wget besser:

wget -P $HOME/bin --mirror http://josm.openstreetmap.de/download/josm-tested.jar  -nd

Mit cron auch automatisch:

@daily  "/usr/bin/wget -P $HOME/bin --mirror http://josm.openstreetmap.de/download/josm-tested.jar  -nd"

Wenn cron es um 00:00 täglich nicht schafft (weil der Rechner aus ist), holt anachron den Job nach.

Danke Dirk für den Support ;-)