ubuntuusers.de

6. April 2009

So, das Wohnzimmer ist nahezu final, momentan fehlt ein LCD-TV um die Wohnwand an die Wand zu schieben, das ist aber akzeptabel und der Workaround macht auch keinen Ärger.

Das Esszimmer ist final, in der Küche fehlt noch ein Schrank, der aufgehängt werden müsste. Das Arbeitszimmer ist als Modul noch Beta, ebenso die Verbindung vom Arbeitszimmer in den Flur an die FRITZ!Box. Das Kabel in den Flur erscheint mir noch nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein. Zur Debatte stehen derzeit Devolo-Stecker (85MBit), ein Kabel im Flur unter Teppich oder eventuell ein Fritz-Box-Stecker, wobei dabei die Frage ist, ob der a) etwas taugt und b) Linux-Kompatibel ist (wobei die wahrscheinliche Antwort auf die Frage im Ubuntuusers-Wiki nicht wirklich ermunternd ist).

Allerdings wäre ich dabei mit der Wahl meiner Kommunikation über Kabel eingeschränkt, denn derzeit soll die Devolo-Verbindung nur denTraffic vom Netz und ins Netz leiten, Netzwerkinterne Kommunikation funktioniert über WLAN » FRITZ!Box » LAN bei WLAN-Geräten oder im Arbeitszimmer über einen 100MBit-Switch.

Nun bin ich mal gespannt, wie die Zukunft meines Heimnetzes aussieht und was sonst noch so kommt.

5. April 2009

Ich hatte das Problem, dass auf einem der Kubuntu Installationen, die auf Intrepid Ibex geupdatet wurde nie automatisch auf Updates geprüft wurde. Obwohl bei Adept die Optione auf tägliche Updates angehakt war, musste ich immer von Hand und auf Verdacht die Updates anstoßen.
Schließlich entschloss ich mich doch das Problem zu beheben.
Erst musste ich wissen, welches Programm dafür zuständig war, also führte ich auf einem anderen Computer in der Konsole folgenden Befehl aus

$ ps x | grep update-notifier
6262 ? SN 0:02 python /usr/bin/update-notifier-kde
8311 pts/1 S+ 0:00 grep update-notifier

mit folgendem Befehl bekam ich dann die Info, was ich installieren mußte

$sudo apt-cache search update-notifier-kde
update-notifier-kde - Apt Status Applet
update-manager-kde - Support modules for Update Notifier KDE

Merkwürdigerweise waren beide Pakete installiert, aber ich entdeckte noch eine Altlast, nämlich Paketquellen von Feisty, die mir beim Adepten nicht angezeigt wurden.
Also in der Datei /etc/apt/sources.list die Paketquelle auskommentiert und mit folgenden Befehlen das entsprechende Paket nochmal installiert

sudo apt-get update
sudo apt-get install --reinstall update-notifier-kde

Nach dem nächsten Neustart fand ich dann auch mit dem obigen ps x|grep update-notifier das entsprechende Programm und die nächsten Updates werden auch wieder angezeigt.

Wer gerne OpenSource-Software einsetzt, sollte meiner Meinung nach einen Blick auf die Liste der Top 100 bei t3n werfen. Jene Liste entsteht offenbar durch ein Ranking und zeigt die beliebteste quelloffene Software in einer absteigende Liste sortiert nach Anzahl Punkte.

OpenSource

Vor ein paar Wochen bin ich die Liste mal durchgegangen und stiess dabei auf einige ganz interessante Projekte, welche ich bis dahin noch gar nicht kannte. Für mich war es eine spannende Entdeckungsreise, den Links der Liste zu folgen.

Ähnliche Artikel

Habe heute ein bisschen mit der BASH gespielt und mir überlegt wie ich mein genaues Alter errechnen könnte. Nach einigen Versuchen hat es dann auch geklappt. Das Ergebnis sieht so aus:

#!/bin/bash
timestamp=$((($(date +%s)-$(date +%s -d “1990-03-09 05:20:00+0100″))))
echo “Ich bin” $((`date -d @$timestamp “+%Y”`-1970)) “Jahre” $((`date -d @$timestamp “+%m”`-1)) “Monat(e)” $((`date -d @$timestamp “+%d”`-1)) “Tag(e)” `date -d @$timestamp “+%k”` “Stunde(n)” `date -d @$timestamp “+%M”` “Minute(n) und” `date -d @$timestamp “+%S”` “Sekunde(n) alt.”

Natürlich muss man zur Weiterverwendung das Datum(Jahr-Monat-Tag) die Uhrzeit(Stunden:Minuten:Sekunden) und – wenn man ausserhalb der Mitteleuropäischen Zeitzone geboren wurde – auch die Differenz zur UTC ändern.

Man kann natürlich auch andere Zeitabstände damit errechnen z.B. wie lange dauerte meine Beziehung bisher; oder wie lange benutze ich schon Ubuntu(wenn man es noch weis) ;)

Abschliessend bleibt noch zu sagen, dass diese Berechnung eine recht genaue Uhrzeiteinstellung im System erfordert(es sei denn man berechnet den Abstand zweier fixer Zeitabstände durch eine kleine Änderung).

Ich bin eben nach einiger Zeit mal wieder die Statistiken durchgegangen, und habe festgestellt, dass in den letzten Wochen vermehrt eine Suchanfrage zum Thema "Linux-Effekte unter Windows" hierher führt.
Ist irgendwo etwas im Fernsehen gezeigt worden, dass die Anfrage eine gewisse Präsenz hat, oder wurden diverse Youtube-Videos (Einfach mal bei Youtube nach 'Compiz' oder 'Beryl' oder 'Linux Effekte' suchen) verlinkt und Windows-Nutzern gezeigt? Offensichtlich wollen einige Windows-Nutzer diese Effekte jedoch haben. Nun, ich kann keine Lösung dafür anbieten, betreibe ich Windows jetzt nicht mehr als System (lediglich per VirtualBox, und das eher selten). Ich frage mich eher, warum sind Ressourcen fressende Prozesse (und das sind sie nun mal unter jedem System) so gefragt? Ich meine, wieviel sieht man von den Effekten nachher wirklich?

Okay, der 3D-Würfel hat es in sich, wie ich finde. Zumal man sich dann auch die Handhabung mit den verschiedenen Arbeitsflächen besser vorstellen kann. Unter Windows gibt es diese jedoch nicht per default (oder ändert sich in Windows 7 diesbezüglich etwas?). Das geht nur mit Zusatztools. Und Erfahrungsgemäß würden die allerwenigsten Windows-Nutzer mehrere Arbeitsflächen verwenden.
Meiner Meinung nach gilt das übrigens auch für viele Linux-Nutzer.
Für mehr im Hintergrund laufende Anwendungen, die man mal eben erledigen lässt, mag das ja auch sinnvoll sein. Aber seien wir mal ehrlich. Nicht jeder macht sowas. Für die meisten reichtein Desktop schon deswegen aus, weil meist nur gesurft wird, vielleicht noch ein Messenger läuft. Oder wer etwas gerade bearbeitet, aus welchem Grunde auch immer, tut das selten während irgendein Prozess auf einem anderen gestartet wurde, um etwas zu erledigen.
Okay, man könnte jetzt sagen "Man macht es weil man es kann!" aber ich für meinen Teil benutze diese Möglichkeit eigentlich nie.
An meinem Desktop-Rechner habe ich 2 Monitore angeschlossen, und darauf laufen dann verteilt entsprechende Anwendungen, die ich aber auch mehr oder weniger gleichzeitig im Auge behalten muss. Da würden mir keine versteckten Arbeitsflächen was bringen.

Nun gibt es natürlich noch diverse andere Effekte (Wabbelnde Fenster beim bewegen, Auflösung auf verschiedene Arten derselben etc.), die ein reines optisches Feature sind. Aber zumindest für mich sind die nach einiger Zeit eher störend. Sie lenken ab, und mir ist da die Produktivität doch wichtiger als die Eye-Candys. :o) Und in manchen Fällen bin ich vielleicht schon berüchtigt, dass ich es in vielen Fällen eher schlichter mag.

Klar, meine Meinung ist noch lange nicht die, die auch andere haben müssen (und wollen). Das ist mit vollkommen klar. Soll auch so sein, ich werde mich hüten, und anderen meine Meinung aufzuzwingen. Wer sie nutzen will, soll das tun. Aber wer Linux-Effekte unter Windows nutzen will.... nun... denen sei gesagt, probiert doch einfach mal eine Linux-Distribution aus. Es gibt genügend zur Auswahl. Und sie sind natürlich kostenlos. Einfach das Image einer Live-CD runterladen, auf CD brennen und dann damit booten. Das bestehende System wird damit noch nicht geändert.
Empfehlen kann ich hier wirklich Ubuntu, da ich damit meinen Einstieg endlich geschafft habe.
Auch Mint soll wohl recht nett sein, so sagte jedenfalls ein Freund. Selber habe ich das noch nicht ausgetestet.

Für diejenigen, die das jetzt machen wollen... viel Spaß und Vergnügen wünsche ich. Vielleicht wird ja mehr draus. :o) Für die, die nicht über den Tellerrand sehen wollen... na ja, dann muss wohl das genommen werden, was MS vorsieht.

Sollte jedoch jemand etwas finden, womit man den Suchenden helfen kann,so sind Kommentare hierzu willkommen. dieses Blog soll ja allen mehr oder weniger nützen. :o)

Wie jedes Mal zum Beta-Release, so steht auch zur Jaunty-Beta das Upgrade meines Macbook Pro an. Da ich unbedingt mal das neue Dateisystem ext4 und die verschlüsselten Home-Verzeichnisse ausprobieren will, steht diesmal sogar eine Neuinstallation ins Haus. In diesem Zug wird dann auch gleich das Windows aus dem Tripleboot verbannt, das ich nie benutze. Zudem ist es das erste Mal, dass ich die Alternate-CD zur Installation verwende. Bei der Anzahl an Veränderungen und Premieren kann es ja nur schiefgehen…

Die Installation ist noch weitgehend problemlos, sieht man mal von den Fragen ab, die zwischendurch gestellt werden. Ein Abarbeiten der benötigten Informationen vor der Installation, wie es bei der Live-CD gemacht wird, finde ich persönlich etwas entspannter. Der erste Start verläuft dann auch erfolgreich, ich befinde mich in einem funktionierendem System mit einem Touchpad, das an Gemütlichkeit kaum zu übertreffen ist.

Das Einspielen der Updates und des Homeverzeichnisses ist dann auch Routinesache, die HAL-Konfiguration macht dem Touchpad Beine und alles scheint nach Plan zu verlaufen. Die Tastaturbeleuchtung funktioniert nach dem Entfernen von mouseemu und dem Installieren von pommed sogar direkt wie gewünscht und der Nvidia-Treiber hat sich auch etwas stabilisiert. Bis zum nächsten Neustart.

Denn da schlägt der Beta-Status gewaltig zu. Ich bin mir im Nachhinein nicht ganz sicher, ob es daran liegt, dass ich erst an diesem Punkt den GPT/MBR-Sync von rEFIt gemacht habe oder es ein generelles Problem mit dem Kernel 2.6.28-11-39 gibt. Auf jeden Fall präsentiert sich von Jaunty nun nicht mehr viel:

Boot from (hd0,2) ext4 0466c924-3382-4972-ac97-665dccfed47d
Starting up ...

crc error

-- System halted

Das hört sich weder gut noch aussagekräftig an. Das weltweite Netz sagt zu diesem Fehler lediglich, dass es wohl an fehlerhafter Hardware liegen könnte, was ich aber in meinem Fall nicht wahrhaben wollte. Also muss die Jaunty-Alternate CD wieder herhalten. Auf dieser befindet sich dankenswerterweise ein Reparaturmodus, der es erlaubt, eine Shell mit Root-Rechten im installierten System zu starten. Es gibt sogar (fast) einen funktionierenden Netzwerkzugang. Lediglich die Namensauflösung will bei meinem Rettungsversuch nicht kooperieren, was sich nach dem Eintrag des Nameservers in die /etc/resolv.conf auch schnell lösen lässt. Ein schnelles Update auf den neusten Kernel später lässt sich Jaunty wieder starten und zeigt sich in voller Pracht.

Ich bin immer wieder erstaunt, welche tollen Tools es so gibt, die einem die händische Arbeit mit chroot, mount & Co. abnehmen. Ebenfalls erstaunlich ist die schnelle Reaktionszeit, mit der Fehler bereinigt werden, auch wenn ich gar nicht weiß, ob es wirklich am Kernel oder an meiner GPT-Aktion lag. Vielen Dank an alle Entwickler, wo auch immer ihr seid!

Heute ist die Aprilausgabe von freiesMagazin erschienen. Falls man hinter einer Firewall sitzt, die FTP nicht zulässt, ist das Magazin auch per HTTP-Zugriff auf das FTP-Verzeichnis zu erreichen.

Auch diesen Monat gibt es wieder eine HTML-Ausgabe für Mobilgeräte ohne Bilder und mit Bildern (ca. 1,4 MB). Unter der Adresse http://freiesmagazin.de/mobil/ findet man immer die aktuelle und alle bisher erschienenen Mobil-Ausgaben.

Inhalte der Ausgabe 04/2009 sind u.a.

  • Openmoko - Free your phone
  • gNewSense - Das freie Ubuntu
  • Das Dateisystem ext4
  • Programmieren in KBasic - Eine kurze Einführung
  • Datensammlung mit Tellico
  • Kurztest: Etherpad
  • Linux-Herstellerunterstützung: DVD-Brenner-Update
  • Rezension: Coding for Fun - IT-Geschichte zum Nachprogrammieren
  • Veranstaltungskalender, Leserbriefe und vieles mehr
Das vollständige Inhaltsverzeichnis findet man auf der Webseite der aktuellen Ausgabe. Leserbriefe mit Lob, Kritik, Anregungen oder Fragen können an die Redaktion geschickt werden.

Besonderes auf den Programmierwettbewerb will die Redaktion diesen Monat aufmerksam machen, bei dem es auch einen 25-Euro-Buchgutschein zu gewinnen gibt.

Wer jeden Monat an die neue Ausgabe erinnert werden will, kann auch den RSS-Feed abonnieren. Auf der Magazin-Seite können die letzten drei Ausgaben von freiesMagazin abgerufen werden, ältere Ausgaben findet man im Archiv.

4. April 2009

Alle zwei Tage oder öfter das Akku des iPhones aufladen zu müssen kann ganz schön nervig sein. Wenn man weniger laden will, muss man also Strom sparen. Grundsätzlich gelten für das iPhone ähnliche Regeln wie für Note- oder Netbooks: Jeder laufende Dienst zieht Strom und reduziert die Akkulaufzeit. Daher beschränken sich auch die Tipps zum Energiesparen von Apple hauptsächlich auf das Abschalten von Diensten, die nicht unbedingt ständig laufen müssen. Weitere Tipps zur Akkupflege findet man bei Apple selbst. Außerdem empfiehlt Apple, dass man immer die aktuellste Software verwenden soll, da diese Programme enthalten kann, mit denen sich die Akkulaufzeit verlängert.

Vorweg gilt ganz allgemein, dass man Akkus nicht extremen Temperaturen aussetzen soll, um ihre Lebenszeit nicht zu verkürzen. Man sollte das iPhone also nicht in der Sonne, im Gefrierschrank oder im aufgeheizten Auto liegen lassen. Optimal ist ein Betrieb bei Zimmertemperatur. Wie lange der Akku seit der letzten vollständigen Ladung schon hält, kann man übrigens unter Einstellungen, Allgemein, Benutzung nachschauen.

Wenn man das iPhone gerade nicht benutzt, sollte die Tastensperre aktiv sein. Man kann trotzdem noch angerufen werden und SMS empfangen. In diesen Modus kann man entweder selbständig mit der Standby-Taste wechseln, oder man aktiviert die automatische Sperre mit dem kürzesten Intervall von einer Minute, was man unter Einstellungen, Allgemein, Automatische Sperre einstellen kann.

Die automatische E-Mail-Zustellung über das Push-Verfahren ist zwar schön praktisch, aber leider auch einer der größten Stromfresser. Wer es nicht braucht, sollte den Push-Account unter Einstellungen, Datenabgleich deaktivieren. Wenn man Bluetooth und die Ortungsdienste — eine Kombination von WLAN, Mobilfunk und GPS, um den eigenen Standort zu bestimmen — nicht benötigt, sollte man beide unter Einstellungen, Allgemein ausschalten. Besonders die Ortungsdienste sorgen dafür, dass der Akku in Gebieten ohne oder mit schlechtem Netz schneller leer wird, weil sie sich ständig einzuwählen versuchen, was Energie kostet. Braucht man WLAN nicht, sollte man es unter Einstellungen, WI-FI deaktivieren, damit das iPhone nicht ständig nach verfügbaren WLAN-Netzen sucht. Will man ins Internet, schaltet man es einfach wieder ein. Die Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms verbraucht ebenfalls viel Strom. Unter Einstellungen, Helligkeit kann man die Auto-Helligkeit deaktivieren und einen möglichst niedrige Helligkeitsstufe als Grundeinstellung wählen.

sbsettings Wenn man das iPhone mit Hilfe des Jailbreaks schon befreit hat, sollte man unbedingt SBSettings aus Cydia installieren. Mit SBSettings hat man viele Dienste des iPhones auf einen Blick und kann sie aus jeder Anwendung heraus ein- (grün) bzw. ausschalten (rot), in dem man auf das entsprechende Symbol tippt. BossPrefs wurde also direkt in die Statusbar integriert und kann von überall aufgerufen werden, indem man mit dem Finger über die Uhr in der Statusbar wischt. Neben den oben schon teilweise erwähnten Diensten kann man in SBSettings auch 3G, EDGE und den OpenSSH-Server deaktivieren, wenn man sie gerade nicht braucht und mit Processes überflüssige Anwendungen beenden, die noch im Hintergrund laufen.

Akkus halten leider nicht ewig. Laut Apple soll der Akku nach 400 Ladevorgängen noch etwa 80% der Leistung haben. Ab diesem Zeitpunkt sollte man sich überlegen, ob man demnächst nicht in einen neuen Akku investieren sollte. Da die Batterie im iPhone leider fest verbaut ist, kann man den Akku nur von Apple tauschen lassen, was vermutlich nicht gerade günstig wird.

Bücher zum iPhone:

Wem die bisherigen Firefoxskins nicht mehr gefallen oder wem die Einstellungsmöglichkeiten hierfür fehlen, dem sei Personas empfohlen. Dieses noch recht junge Projekt erlaubt das Erstellen eines eigenen Skins auf sehr einfache Weise, wobei hier mit "Skin" der Hintergrund des Chromes gemeint ist. Diese eigentlich recht schöne Erweiterung stellen wir euch nun kurz vor.

Installation

Die Installation von Personas ist genauso einfach wie die Installation eines Addons in Firefox. Dazu besucht man die Homepage des Projektes, klickt auf den entsprechenden Installationsbutton und bestätigt ggf. die Autorität. Nach einem Firefox-Neustart ist Personas standardmäßig aktiviert und kann sofort genutzt werden.

Benutzung

Nachdem man Personas installiert hat, kann man nun auswählen welches Persona man haben will. Dazu geht man auf Extras → Personas für Firefox. Dort kann man dann die Personas auswählen, die dort in verschiedene Kategorien eingeteilt sind. Die Personas kann man sich auch mit Vorschaubildern auf der Personas-Homepage anschauen. Man kann auch, wenn man sich nicht entscheiden kann, dem Zufall entscheiden lassen.
Wenn einem die Personas nicht mehr gefallen, kann man sie unter Standard deaktivieren.

Eigenes Personas erstellen

Zunächst muss man sich auf der Homepage von Persona registrieren, die persönlichste Angabe dabei ist die E-Mail Adresse. Nach der Anmeldung gelangt man sofort in den Kreationsbereich und man erkennt gleich: Das erstellen eines Personas ist primitiver als es aussieht: Der Upload eines "Headers" und eines "Footers", die Angabe der Schrift- und Effektfarbe genügen, schon ist der Skin fertig. Bedenken muss man bei der Bildbearbeitung, dass das Bild für den Header mindestens 2500x200 Pixel und das Bild für den Footer mindestens 2500x100 Pixel groß ist.


Viel Spaß mit eurem noch weiter personalisiertem Firefox

Gruß Joe & Benni

 

Ich habe es bisher nicht hingekommen, meinen Audio Ausgang vom Asus G1 zu überreden, den SP/DIF Ausgang zu aktivieren. In der neuesten C'T war ein Bericht über HDTV fähige Mediaplayer. Dort sprang mir der WD TV HD Mediaplayer ins Auge. Es wurde im Bericht etwas von alternativen Firmwares erzählt, deshalb habe ich mich auf die Suche gemacht und so allerlei nettes gefunden. Spontan habe ich mir auch so ein Teil zugelegt. Ich benutze die wdlxtv Firmware in Version 0.4. Diese Firmware ersetzt das Original und bringt u.a. die Fähigkeit einen USB Netzwerk Adapter zu nutzen. Damit ist man dann in der Lage, per NFS exportierte Verzeichnisse zu mounten und die Daten dann von dort zu beziehen. Ansonsten ist das anstöpseln einer USB Platte oder eines Sticks natürlich auch kein Ding. Gestern  habe ich meinen ersten HD-Film über diesen Weg gesehen. 

Der USB network Adapter wird von dem Linux auf dem Player unterstützt, das habe ich vorher an Hand des Chipsatzes (mcs7830) gecheckt. [WDTV HD Player Wiki]

Das Device nennt sich beim Hersteller: USB 2.0 10/100Mbps Ethernet Dongle SD-ADU2LAN-M1 (Speed Dragon) gekauft bei Reichelt. Jetzt kann ich mich jederzeit per telnet auf meinen WD einloggen.

Kleiner Apetithappen:

# cat /proc/cpuinfo 
system type             : Sigma Designs TangoX
processor               : 0
cpu model               : MIPS 4KEc V6.9
Initial BogoMIPS        : 291.84
wait instruction        : yes
microsecond timers      : yes
tlb_entries             : 32
extra interrupt vector  : yes
hardware watchpoint     : yes
ASEs implemented        : mips16
VCED exceptions         : not available
VCEI exceptions         : not available
System bus frequency    : 198000000 Hz
CPU frequency           : 297000000 Hz
DSP frequency           : 297000000 Hz
-------------------------------------------
# free
              total         used         free       shared      buffers
  Mem:       108036        84176        23860            0         9480
 Swap:            0            0            0
Total:       108036        84176        23860
--------------------------------------------
# uptime
 15:26:34 up  2:15, load average: 1.78, 1.79, 1.74
--------------------------------------------
# df -h
Filesystem                Size      Used Available Use% Mounted on
rootfs                   28.6M     28.6M         0 100% /
/dev/mtdblock3           28.6M     28.6M         0 100% /
/dev/sda1               111.8G     33.3G     78.5G  30% /tmp/media/usb/USB2/4214F5EE14F5E4B7

Eine Übersicht der derzeitigen Unofficial Firmwares: wdtv_firmware_hacks [WDTV WIKI]

Offizielle Firmwares:
Produkt-Update WD TV

Immer wieder benutze ich mein Blog ja um mal andere Meinungen zu erfahren oder um Projekten, die Verstärkung suchen zu helfen. Ich verbreite auch immer Wettbewerbe und ähnliche Dinge.

Und heute gibt es mal wieder eine Suchanzeige. Seit geraumer Zeit gibt es in der wöchentlichen Sendung von RadioTux auf HoRadS nämlich die openSUSE Weekly News zu hören. RadioTux möchte aber kein suseaffines Radio werden und wie immer auch allen anderen Distributionen die Möglichkeit geben ihre Weekly News auf diese Art zu verbreiten. Deshalb sucht RadioTux derzeit Freiwillige aus dem Umfeld der anderen Distributionen, die sich zutrauen die Weekly News ihrer Distributionen einzusprechen und zu kommentieren. Also wer sich das zutraut, beim Einstieg ist das Team hinter RadioTux auf jeden Fall behilflich der sollte sich melden.

So, hier steht nun die erste Alpha zum Download bereit:

http://cdprojekte.mattiasschlenker.de/Public/LessLinux/

Das Live-System macht noch nicht viel mehr, als einen Xvesa-Server mit simplem XFCE 4.6-Desktop und Firefox 3.0.8 zu starten. Die meisten gängigen Ethernet-Treiber werden geladen und Karten per DHCP konfiguriert.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt dürfte das System vor allem für Nutzer interessant sein, die Ideen für eigene Live-Distributionen (das Konzept der “narrow purpose” oder “single purpose distribution” für eingeschränkten oder auf eine Applikation spezialisierten Anwendungszweck) erwähnte ich ja schon. Die Distribution erstellt Hardware-Protokolle, mit denen auch technisch weniger versierte Nutzer einen Beitrag zur Weiterentwicklung leisten können.

Cheatcodes in der Alpha (mit Tab im Bootmenü erreichbar)

  • toram=… Schwellwert in kB für das Kopieren ins RAM, wer es ganz vermeiden möchte, gibt einen unsäglich hohen Wert, bspw. 999999999999 an.
  • skipcheck=1 Überspringt die SHA1-Prüfung von Bootdateien und Container
  • skipservices=|service1|service2|…| Überspringt den Start einzelner Dienste, hier kann bspw. dropbear entfernt werden, damit der SSH-Daemon auf Port 22222 startet.
  • xmode=BREITExHOEHE[xFARBTIEFE] Bevorzugte Bildschirmauflösung für den Xvesa-Server, hier kann bspw. 1680×105 oder 1280×800 übergeben werden, um die native Auflösung eines Breitbild-Displays zu verwenden.
  • rootpwhash=… MD5-Hash des Root- und Userpasswortes, bspw. mit openssl passwd -1 erzeugt. Standardhash entspricht dem Passwort test

Hardwareprotokoll

Beim Start wird in /tmp/ eine Protokolldatei hwinfo.unkown.zeitstempel.tgz angelegt. Wenn beim Start ein USB-Stick anwesend ist, der einen Ordner hwinfo enthält, wird die Datei automatisch dorthin kopiert. Ich wäre dankbar, diese Hardwareprotokolle von möglichst vielen Rechnern zu erhalten. Außer der MAC-Adresse von Netzwerkkarten und dem Partitionierungsschema (Ausgabe von fdisk -l) enthalten diese Dateien keine eindeutig einem bestimmten PC zuordnenbare Informationen — ich behandle die Hardware-Protokolle natürlich vertraulich.

Bitte schickt mir Eure Hardware-Protokolle per Mail an ms@mattiasschlenker.de. Falls Ihr mit CD und Stick von Rechner zu Rechner zieht, könnt Ihr auch mit dem Cheatcode hwid=modell (bspw. hwid=akoya_e1210) eindeutigere Dateinamen ereugen lassen. Falls Ihr einen Webmailer nutzt, könnt Ihr natürlich auch die Datei in /tmp ohne Umwege versenden.

Boot von USB-Stick

Wenn ein Stick mit Syslinux bootfähig vorbereitet wurde, genügt es den Inhalt der CD auf den Stick zu kopieren.

Und weiter?

Im Laufe des Wochenendes folgen die vollständigen Quellcodes und nächste Woche dann eine erste Version der Build-Umgebung.

3. April 2009

Vorweg ersteinmal vielen Dank an alle Teilnehmer der Umfrage! 193 Personen an der Zahl. Damit hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet, und wenn, hätte ich das “kurz und knackig” mehr hervorgehoben ;) So, nun mal zur Auswertung der ganzen Geschichte.

Wie schon erwähnt, haben 193 Leute ihre Meinung geäußert. Davon haben 108 für ja gestimmt und dem zu Folge 85 für nein. Das macht eine Verteilung von 56% zu 44%. Das Ganze etwas anschaulich dargestellt:

ergebniss_ja_nein

Das war der eifnache Teil der Umfrage und nun kommt der Teil, bei dem ich nun weiß, dass ich meine nächste Umfrage anders gestalten werde. Der freie Text! Insgesamt haben 99 Leute einen Kommentar geschrieben, das sind 51%, also gut die Hälfte. Von den 99 Antworten mit Kommentar sind 53 von einer Ja-Stimme und 46 von einer Nein-Stimme. Also ebenfalls sehr gut ausgewogen.

Neben doch etwas unqualifizierten Aussagen wie “Apple Sucks” ohne jegliche Begründung, gab es auch viele gute und ausführliche Meinung zum Thema. Diese lassen sich eigentlich ganz gut in ein paar verschiedene Kategorien einordnen, was ich nun im Folgenden, erstmal völlig objektiv, versuche:

Kommentare für JA

1. Es ist ein iPod oder iPhone vorhanden

Das ist eigentlich der größte Anteil der Ja-Sager. Ein iPod oder iPhone ist vorhanden und der Wunsch nach einer kompletten Unterstüzung steht im Vordergrund. Alternative Software bietet keine volle Funktionalität für diese Geräte, auch wenn es bei alten iPods mittlerwile sehr gut aussieht. Keine Benachteiligung für solche Nutzer mit Linux. Linux sollte keine Hürde darstellen oder ein einziges fehlendes Programm einen Hinderungsgrund.

2. iTunes als Programm sehr gut / iTunes Store ebenfalls sehr gut

Viele finden iTunes einfach super, und in Verbindung mit dem iTunes Store noch viel mehr. Super einfaches kaufen von Musik, Filmen oder Programmen fürs iPhone oder iPod Touch, einfaches downloaden und abonieren von Podcasts und Radiosendungen. Intelligente Wiedergabelisten und Remotebedienung per iPhone.

3. Konkurenz belebt den Markt / Akzeptanz für linux steigern

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles. Konkurenz belebt den Markt, gerne auch Closed Source Software. Ein ähnlicher Ansatz ist auch die Idee, dass, würden sich größere Softwarehersteller mehr im Bereich Linux engagieren, die Akzeptanz von Linux steigen würde. Vergleich an der Stelle: Microsoft bietet MS Office für Mac OSX an, warum nicht für Linux?

Kommentare für NEIN

0. unqualifizierte Aussagen

Leider gab es diese doch recht oft unter den Nein-Sagern. Völlig unqualifizierte Aussagen wie “iTunes stinkt einfach”, “Apple sucks” oder “iTunes -> Dreck” disqualifizieren einen von vorneherein von der Diskussion um das Thema. (entschuldigung für diesen kurzen subjetiven Ausrutscher)

1. Es entspricht nicht dem OpenSource Gedanken der Linux Welt

iTunes ist Closed Software und entspricht nicht der Ideologie der Linuxwelt. Keiner weiß, was das progamm macht. Stichwort “nach Hause telefonieren”. Angst, dass FOSS Player an der Konkurenz scheitern.

2. kein iPhone oder iPod vorhanden

Kein Appleprodukt vorhanden, und daher sehr zufrieden mit der momentanen Vielfalt an guten Playern unter Linux

3. Wer sich ein Apple Produkt kauft, ist selber Schuld

Wer sich ein geschlossenes, proprietäres System kauft, sollte sich mit der Situation abfinden. Es ist ja meistens vorher bekannt wie es da im bereich Linux aussieht.

4. Lieber die API freigeben

Damit könnte man dann nativ auf die Appleprodukte zugreifen, ohne iTunes zu benutzen.

So, das sind im groben die Punkte die von euch genannt wurden. Und was sagt uns das nun? Ich finde es relativ schwer zu bewerten, da ich Argumente beider Seiten durchaus verstehen kann. Ich gehöre ja nun auch zu denjenigen, die ein iPhone ihr eigen nennen. Klar, hätte ich mir was kaufen können, womit ich keine Probleme unter Linux habe, aber was soll ich machen, wenn das iPhone in meinen Augen das momentan beste Smartphone auf dem Markt ist? Soll ich, nur weil ich Linux benutze, darauf verzichten? Und mal Hand aufs Herz, ich kenne kein einziges Handy, bei dem ich ein Firmwareupdate unter Linux durchführen kann, Ok, Telefone wie das Freerunner mal ausgenommen, da sie für mich in keinster Weise eine Alternative darstellen, im Moment jedenfalls noch nicht. Daher ist iTunes an der Stelle sehr, sehr wünschenswert.

Natürlich wäre eine Offenlegung der API der bessere Weg für uns Linuxer, weil dann auch das Problem mit dem Widerspruch zum OpenSource Gedanken keins mehr wäre. Aber, auch wenn die iTunes Variante schon Träumerei ist, ist die “Wir-legen-die-API-offen” Variante noch mal um den Faktor 10000 unwahrscheinlicher ;)

iTunes als reines Musikprogramm finde ich auch nicht 100% überzeugend. Aber es hat trotzdem ein paar nette Features wie die Geniusplaylisten, die direkte Store Anbindung oder die Apple Remote App fürs iPhone und den iPod Touch.

Zum Thema “einzige App die ich nicht unter Linux habe” bzw. “Programme die mich am umsteigen hindern” kann ich nur Zustimmung äußern. Ich habe eine Windows XP VM am laufen aus zwei Gründen. Einer davon ist iTunes.

Das iTunes eine proprietäre ClosedSource Software ist stört mich hingegen nicht. Solange sie gut ist und meine Anforderungen erfüllt und es keine Alternative FOSS Software gibt die dasselbe kann, warum nicht? Und warum sollten die Alternativen darunter leiden? Konkurenz belebt das Geschäft. Linux wird bekannter und die Alternativen müssen sich halt mehr anstrengen, sollte iTunes der bessere Player sein.

Natürlich will ich euch die ganze Liste der Ergebnisse nicht vorenthalten, also hier ist sie, sortiert nach Eingangszeit:

ergebnisse_linux_itunes.pdf

Zieht man alle unqualifizierten Aussagen ab, so gibt es doch ca. eine 2/3 Mehrheit von iTunes Befürwortern, also eine Mehrheit… bin ich davon überrascht? Ehrlich gesagt weiß ich es nicht, da ich anfangs überhaupt keine Vorstellung des Ergebnises hatte. Seit ihr überrascht?

Bleibt mir noch zu sagen: Unterschätzt niemals die Ausmaße eines Aprilscherzes! Ausserdem: ich würde mich über iTunes freuen ;)

Auf meiner ewigen Suche nach einer portablen Virtualisierungslösung, die keine administrativen Rechte unter Windows benötigt, bin ich über Portable Ubuntu gestolpert.

Der Ansatz von Portable Ubuntu ist recht clever. Auf Basis von CoLinux wird ein Image von Ubuntu “Hardy Heron” 8.04 geladen, dass dann über ein internes Netzwerk Anwendungen per Xming auf dem Windows-Desktop darstellt. So wurde eine absolut portable Lösung geschaffen, mit der man ein Ubuntu - ohne die Installation von Programmen - virtualisieren kann und die sich perfekt in Windows einfügt.

Die Installation von Portable Ubuntu beschränkt sich auf den Download des rund 450 MB großen Archives, dem Entpacken und dem anschließenden Ausführen der Datei run_portable_ubuntu.bat. Danach müssen eine Reihe von Netzwerkzugriffen über die Windows Firewall erlaubt werden. Ist dies getan, empfängt einen nach wenigen Sekunden ein GNOME Panel an der oberen Bildschirmkante.


Bitte klickt auf das Bild, um zum Video zu gelangen.

Bitte klickt auf das Bild, um zum Video zu gelangen.


Nun kann man wie mit einem normalen Ubuntu arbeiten. Man kann die deutschen Sprachpakete nachinstallieren und wie gewohnt über die Paketverwaltung weitere Programme installieren. Sollte man sich gegenüber dem System authorisieren müssen, so sollte man einen kurzen Blick in die Dokumentation von Portable Ubuntu werfen. Der von Haus aus angelegte Benutzer heißt pubuntu und hat das Passwort 123456.

Um nicht lange Reden zu müssen habe ich meine Erfahrungen mit Portable Ubuntu kurz zusammengefasst.

Pro

  • Der Zugriff auf C:\ ist von Haus aus möglich. Man kann das Laufwerk aus dem virtuellen Ubuntu heraus über /mnt/C erreichen.
  • Portable Ubuntu integriert sich gut  in Windows. Die Fenster tragen die “nativen” Fensterdekorationen von Windows und die Zwischenablage von Text funktioniert im Zusammenspiel Ubuntu und Windows.

Contra

  • Es ist nicht möglich Authorisierungen freizuschalten die mit PolicyKit arbeiten. So kann man bspw. die Uhr des virtuellen Ubuntus nicht stellen, da die Schaltfläche für das Freischalten des Dialoges deaktiviert ist.
  • Ich habe Portable Ubuntu auf zwei Rechner ausprobiert. Auf einem lief Portable Ubuntu ohne Probleme, auf dem anderen bootet die virtuelle Maschine zwar, das Panel erscheint jedoch nicht auf dem Desktop.
  • Die graphische Darstellung ist relativ lahm. Im eingebundenen Video dieses Artikels kann man dies bspw. beim Laden von Inkscape feststellen. Das Bild der Anwendung wird Kachel für Kachel aufgebaut.
  • Und nun - mein persönlicher - KO-Faktor: Auch Portable Ubuntu braucht zwingend administrative Rechte auf dem System. Versucht man Portable Ubuntu mit den Rechten eines eingeschränkten Benutzers zu starten, so passiert rein gar nichts.

Ergo. Portable Ubuntu ist nett. Besonders gut finde das Programm für Personen, die mal in Ubuntu reinschnuppern wollen. So können sie sich zumindest an Ubuntu herantasten ohne auch nur ein Bit Software auf ihrem System installieren zu müssen.

Doch wenn ich eine portable Virtualisierungslösung wählen müsste, dann doch lieber VirtualBox Portable. Das Programm benötigt zwar auch administrative Rechte, geht jedoch flotter zu Werke.

Das hier ist keine offizielle Umfrage!

Wenn Ihr die Wahl hättet Vortragsthemen bestimmen zu dürfen: Welche Themen / Workshops / Vorträge / Videos / Podcasts / Schulungen / Interviews / Personen / wasauchimmer interessieren Euch am meisten im Umfeld rund um Ubuntu?

Ab in die Kommentare damit. Erlaubt ist alles, was irgendwie Bezug zu Ubuntu-Linux oder zur Ubuntu-Philosophie hat.

Bereits in der Linux-Nacht zu Chemnitz konnte ich ein paar Online-Groupware-Lösungen kurz vorstellen. Die Session dort bettete sich in einen geselligen Abend in einem sehr gut besuchten Lokal ein. Einige kleine Diskussionen sind entstanden; die meisten Anwesenden genossen den Abend und plauderten miteinander. Ein BarCamp bietet eine etwas andere Umgebung, um vielleicht etwas fokussierter auf das Thema einzugehen. Und dies würde ich gerne am FuCamp vom 22. bis 24. Mai 2009 in Furtwangen anbieten.

FuCamp Furtwangen Mai 2009

Ähnlich wie in Chemnitz würde ich diesmal drei oder vier Lösungen vorstellen und deren Vor- und Nachteile aus meiner Sicht beschreiben. Vielleicht gibt es einige Leser, die aus ihrer Sicht weitere Online-Groupware-Lösungen empfehlen können. Bisher kenne ich einige, aber mit Sicherheit nicht alle:

Bei den Beispielen oben handelt es sich um Lösungen, die nicht allen als OpenSource-Variante zu haben sind; ausserdem lassen sich einige nicht auf dem eigenen Server installieren, sondern werden als fremdgehostete Dienste eingesetzt.

Mein persönlicher Favorit ist noch immer PHProjekt, das ich auf einem Ubuntu-Server aktiv einsetze. Ich mag die Lösung, weil sie schlicht und einfach daherkommt, leicht zu bedienen ist und auf so manche Web 2.0 - Kosmetik verzichtet; mindestens bis zur Version 5.xx.

PHProjekt

Ich bin der Meinung, dass eine Diskussion um die verschiedensten Möglichkeiten und Lösungsansätze ganz spannende Meinungen und Praktiken zum Vorschein bringen könnte. Auf jeden Fall freue ich mich auf das FuCamp, mit oder ohne diese Session!

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Da man sich im Blog doch recht schnell verläuft oder nicht den aktuellsten Beitrag zum Thema findet, oder weil einem die Google Suche zu einem älterem Thema leitet, habe ich zum Thema Linux und iPhone eine Übersichtsseite erstellt, die ich bei Neuerungen aktualisieren werde, damit man immer einen aktuellen Überblick hat.

Ihr kommt dorthin über den kleinen dezenten Web 2.0 (war mir irgendwie zu sehr Web 2.0… ) Button auf der linken Seite Link oben im Menü , oder in dem ihr hier klickt.

2. April 2009

Mit Quellcode-Beispielen in WordPress ist es ziemlich trickreich: Obwohl es viele Plugins gibt, die das Veröffentlichen von Quellcode in einem Blog vereinfachen sollen, funktioniert keines der aktuellen Plugins wirklich überzeugend. Grundsätzlich muss man sich mit dem Problem herumschlagen, dass Sonderzeichen, Leerzeichen usw., die man im Quellcode hat, von WordPress konvertiert oder einfach verschluckt werden. Deshalb sind einige Plugins entwickelt worden, die Abhilfe schaffen sollen.

Vier davon habe ich getestet: Preserve Code Fromatting, WP-Syntax, Code Autoescape und Code Markup. Preserve Code Formatting hatte Probleme mit dem Backslash, so wird "\0" nicht dargestellt. Bei den anderen Plugins hatte ich Probleme mit den größer oder kleiner Zeichen: "<" oder ">". Bei Beispielen mit C++-Quellcode wurde die Zeile #include <iostream> nur halb dargestellt, nämlich nur #include. Entweder wurde die Zeile in den Artikeln oder in den Kommentaren falsch dargestellt. Beides zusammen hat nicht funktioniert.

Gelöst habe ich das Ganze nun folgendermaßen: Das Plugin Code Markup habe ich für die Darstellung von Quellcode in den Artikeln installiert, die von <code>-Tags umgeben sind. Für größere Code-Blöcke nehme ich WP Syntax und schließe sie in <pre>-Tags mit Sprachattribut, z.B. <pre lang="cpp"> ein. Allerdings funktionieren beide Plugins nicht in den Kommentaren. Dafür musste ich noch Code Auto Escape installieren, was sich aber wieder auf die Quellcode-Beispiele in den Artikeln ausgewirkt hat. Anstelle der Sonderzeichen wurden die ASCII-Werte dargestellt. Dafür wurde aber der Quellcode in den Kommentaren richtig angezeigt. Deshalb habe ich Code Auto Escape so umgebaut, dass es nur bei den Kommentaren greift, indem ich den Code-Block von

add_filter('content_save_pre', 'pri_cae_mask', 28);
bis

add_filter('the_excerpt', 'pri_cae_unmask_replace', 99);
mit Kommentarzeichen versehen habe. Man kann den ganzen Block auch einfach löschen. Jetzt reicht es, Quellcode-Beispiele in den Kommentaren mit den <code>-Tags zu umschließen, um den Code richtig anzeigen zu lassen.

Ich hatte vor gut zehn Jahren das Vergnügen hin und wieder am Aufbau von Autos mitwirken zu dürfen. Das waren entweder Oldtimer oder wüste Rekombinationen vorhandener Teile, also der Bodenplatte eines Schräglenker-Käfers mit Subaru- oder Alfa-Romeo-Wasserboxern, Porsche-Schräglenkern und was sonst noch so herumliegt. Darauf kommt eine Karrosserie, die vom Radstand her eben passt, gerne auch mal aus Fiberglas. Heute würde man wahrscheinlich noch eine Megasquirt in den Ring werfen, und erstmal einen gepatchten GCC dazu verwenden, Firmware zu kompilieren.

Damit sind wir schon ziemlich nahe am Thema: Auch eine Linux-Distribution besteht aus “am Markt erhältlichen Komponenten”, die einfach zusammengefügt werden müssen — in der Theorie. Primär aus Neugier, aber auch weil das eine oder andere Projekt, an dem ich arbeite, eine simple “single purpose live distribution” erfordert, habe ich vor etwa zwei Jahren damit angefangen, eine Distribution auf Basis von BusyBox und einer minimalen Ramdisk aufzubauen.

In den letzten Wochen hatte ich etwas Zeit, daran weiterzuarbeiten und habe ein rudimentäres Paket- und Abhängigkeitsmanagement und eine Buildumgebung für ein glibc basiertes Rootdateisystem drumherum gebaut. Daraus ist bislang ein kleines Desktopsystem mit Xvesa und XFCE 4.6 entstanden, das derzeit 50 bis 70MB Squash-Container belegt und in einer bekannten Umgebung (nur wenige Kernelmodule werden geladen) etwa 12 Sekunden bis zum Desktop braucht. Kompiliert wird in einer Chroot-Umgebung, was die Integration neuer Pakete recht einfach macht: man kann jederzeit eine Kopie der Chroot-Umgebung erstellen, reinwechseln, basteln und das resultierende Buildscript sichern.

Und was ist daran besonders?

  • Initramfs modular: Die Tatsache, dass einem modernen Kernel beim Start mehrere Initramfs übergeben werden können, mache ich mir für die Modularisierung zunutze: Ein Initramfs für Kernelmodule, eines mit Scripten und Binaries, eines mit Einstellungen. Das erleichtert beispielsweise Tests mit verschiedenen Kerneln oder Updates der für das /home-Verzeichnis vorgesehenen Einstellungen.
  • Bootprozess einheitlich: Als Init kommt das “Simple Init” der Busybox (mit einfacher inittab) zum Einsatz, dieses triggert einige BSD-artige Scripte, jedes dieser Scripte kann über einen Cheatcode skipservices=|network|dropbear|…| deaktiviert werden. Die bei anderen Live-Distributionen übliche Trennung zwischen Startcode für Hardware-Erkennung und Startcode nach Mounten der Container ist damit aufgehoben.
  • Modulare Container: /bin, /usr etc. befinden sich jeweils auf eigenen Containern, zusätzliche Container können einfach als SquashFS gepackt und im Containerverzeichnis abgelegt werden. Ein Eintrag in der Datei “mount.txt” definiert dann den Einhängepunkt. Das erleichtert unabhängige Erweiterungen, ohne dass Container oder Initramfs geöffnet und neu gepackt werden müssen.
  • Drei Startmodi: Das gesamte System kann als Initramfs geladen werden, es wird dann beim Start in den Arbeitsspeicher entpackt, sinnvoll bei sehr kleinen Systemen wie einem Thinclient oder einem Backup- und Restoretool, das ohne NFS-Server so komplett per TFTP gestartet werden kann. Bei etwas größeren Dateisystemen wie einem Kiosksystem mit Desktop, Browser und Zugriff auf einzelne lokale Geräte, wo die Container gepackt etwa 60MB einnehmen (entpackt 200MB), können die SquashFS-Dateien als Initramfs geladen werden. Und drittens der klassische Startmodus beim Start von USB-Stick oder CD, bei dem die Container read-only vom Startmedium gemountet (oder ggf. vorher ins RAM kopiert) werden.
  • Kein Pivoting: Das Root-Dateisystem bleibt auf dem Initramfs. Wozu sollte man das Wurzelverzeichnis pivotieren, wenn sowieso ein temporäres Verzeichnis Root-Verzeichnis ist?
  • Busybox für Brot- und Butter-Aufgaben: Die statisch gegen uClibc gelinkte BusyBox stellt auf nur 800kB eine Menge typischer Unix-Tools bereit. Es müssen so nicht dutzende GNU-Pakete kompiliert und integriert werden. Wird während dem Build festgestellt, dass ein GNU-Werkzeug nicht integriert ist, wird auf die entsprechende BusyBox-Funktion verlinkt.

Was es nicht wird!

  • Keine Desktop-Distribution: Das können Ubuntu, Fedora, openSUSE und Co besser. Schon der schiere Aufwand, 10.000 Pakete zu pflegen erfordert hunderte Maintainer. Eine Zahl von 500 bis 1000 Paketen dürften ausreichen, ob die oben angesprochenen Einsatzzwecke gut abzudecken (derzeit sind es etwa 200 einzelne Pakete). Wer mehr will, muss obendrauf selbst kompilieren. Zehn bis zwanzig eigene Buildscripte für zusätzliche Pakete sind zumutbar
  • Keine Server-Distribution: Auch dutzende Serverpakete zeitnah mit Sicherheitspaketen zu versehen, ist schwierig. Denkbar ist in ferner Zukunft eine Möglichkeit, auch kompakte Xen-Images als Kombination aus ro-Dateisystemen für Anwendungen und rw-Dateisystemen für Daten zu erzeugen. Xen mit Linux-Instanzen, die mit 128MB RAM performant laufen und durch Austausch der ro-Container upzudaten sind, stellt eine interessante Alternative zum Shared Hosting dar… Aber das ist weit entfernt.
  • Keine Vielzweck-Live-Distri: Das können Knoppix, Sidux und auch Slax besser. Die Modularität von Slax kommt den Nutzern entgegen, die im Rahmen der vorgesehenen Container kombinieren möchte. Wer es etwas stärker angepasst haben möchte, dürfte dagegen bei “meiner” Distribution fündig werden.
  • Keine Cross-Compile-Distri für den Embedded-Bereich: Mittelfristig soll 32 Bit x86, 64 Bit x86/AMD64 und PowerPC 32 unterstützt werden. Aber bis auf die uClibc-Busybox alles in einer Chroot-Umgebung kompiliert. Wer für eingebettete Systeme crosscompilieren möchte, sollte das uClibc Buildroot, Poky, Rock Linux oder T2 ausprobieren.

Alles nur heisse Luft?

Mitnichten, das ISO welches ich im Moment vorliegen habe, hat 372MB — noch integriert es neben 80MB Squash-Containern (nicht optimiert und mit Firefox und Flash) zwei Kernel mit jeweils über 140MB Modulen. Wenn das aufgeräumt ist, gibt es eine erste “Technologiedemo”, die wenigstens auf den gängigsten Ethernet-Chips mit brauchbarer Vesa-Grafik booten sollte. Bereits enthalten ist ein Script welches mittels lshw, lspci und anderen Tools die Hardware-Infos ausliest und — falls vorhanden auf ein FAT32-Medium speichert, das den Ordner hwinfo im Wurzelverzeichnis enthält. Wer möchte, darf mir das dort abgelegte Hardwareprotokoll zu Analyse- und Statistikzwecken zukommen lassen. Mehr in den nächsten Tagen, Nutzer die nicht regelmäßig mitlesen, können mir eine Mail zukommen oder einen Kommentar hinterlassen. Ich informiere dann, wenn es etwas herunterzuladen gibt.

Und wie heisst das Kind?

Angedacht ist lesslinux — light, embeddable, small, scalable linux oder lacking elegance, stupid, scary. :-)

Let the Flamewar begin, kommentiert schön fleissig.

Als ich letztens über meine Sorgen mit Gnome schrieb hatte das schon seinen Hintergrund. Als ich letztes Jahr die Vorbereitung für die Livestreams vom Linuxtag gemacht habe, hab ich mich auch um einen Beitrag zu Gnome bemüht. Nur über KDE wollte ich nicht berichten. Ich hab also recherchiert, was sich so zu Gnome tut und irgendwo den “Denkprozeß” zu Gnome 3.0 gefunden. Da waren Punkte dabei die zu den wesentlichen Neuerung in KDE 4.0 ähnlich waren. Also habe ich versucht dazu Auskünfte zu bekommen. Daraus entspann sich ein Drama. Als ich den Standverantwortlichen darum bat mir dabei behilflich zu sein, wenn es möglich ist aussagefähige Leute zu den entsprechenden Punkten zu finden, hab ich eine ziemlich arrogante Antwort bekommen. In der Antwortmail wurde mir schick erklärt was welcher der von mir angesprochene Punkt ist und das vieles nur Ideen sind. Was ich ohnehin schon wußte. Jetzt knapp ein Jahr später kündigt man Gnome 3.0 an und den Plan was darin enthalten sein soll. Also die Punkte aus dem vergangenen Jahr sind es nicht. Ich werd dabei einfach das Gefühl nicht los, dass Gnome 3.0 eher eine Marketingerhöhung der Versionsnummer ist als wirklich eine absolute Veränderung die das rechtfertigen würde. In letzter Zeit hab ich immer mehr das Gefühl, das Gnome KDE hinterherhinkt. Wer noch?

Wie in den Kommentaren zu diesem Artikel von gestern zu lesen ist, funktioniert der Downloader für Amazons MP3-Onlineshop nicht unter 64bit-Systemen. Daraufhin rief ich 19:45 Uhr (!) bei Amazon an und eine freundliche Mitarbeiterin versprach mir, das Problem weiterzuleiten. Heute kam eine Mail, die ich Euch nicht vorenthalten will:

Die Einschränkung mit Linux 64bit Systemen ist uns bekannt. Derzeit gibt es noch keine Lösung dafür, da hier eine komplett eigenständige Version des Amazon Downloaders erstellt werden müsste.
Sobald uns eine solche Version zur Verfügung steht, werden wir diese selbstverständlich umgehend auf unserer Website bereitstellen und entsprechend darauf hinweisen.

Na, schauen wir mal, wie schnell Amazon das in den Griff bekommt, das Problem ist ihnen auf alle Fälle bewusst.  Zumindest scheint die Kommunikation zwischen den Abteilungen bei Amazon gut zu funktionieren. Kann nur sagen: Das ist Service!

Update: Wie Fraenk im Kommentar #5 hier schon schrieb, gibt es eine Lösung. Hier noch einmal seine Vorgehensweise, die ihm der Service von Amazon empfohlen hat:

Als Link wurde mir dieser empfohlen.
Nach dem Download und den nachfolgend aufgeführten Eingaben klappt das jetzt auch bei mir auf 8.10 64bit mit Amazon!
Einfach super.

sudo dpkg –i getlibs-all.deb
sudo dpkg –i –force-architecture amazonmp3.deb
sudo getlibs/usr/bin/amazonmp3

Ich bin dann doch etwas überrascht über die Besucherzahlen des Aprilscherzes. Und es scheint, als würde da durchaus Bedarf entstehen. Allerdings gibt es auch genug Gegenstimmen. Um das ganze mal etwas näher zu beleuchten habe ich eine Umfrage gebastelt (mit Google Docs erstellt, das geht wunderbar einfach, später dazu mehr ;) )

Ich würde euch bitten einmal die Frage zu beantworten, und dann kurz und knackig eure Antwort zu begründen. Ich werde dann nach ein bis zwei Tagen die Umfrage schließen und die ausgewerteten Ergebnisse hier vorstellen.

Vielen Dank schonmal, und nun gehts los:

Die Umfrage ist geschlossen, Ergebnisse sind hier.

Zur Zeit tourt ja eine Reihe von Veranstaltungen rund um Linux & Open Source wieder durchs österreichische Nachbarland. Klagenfurt war ja die erste Station und nun kommen noch Krems, WIen, Linz, Graz, Salzburg und Eisenstadt. Das Ganze nennt sich Linuxwochen.

Wenn die Roadshow in Wien halt macht das wird das Wochenende vom 16.-18. April sein, werde ich da sein, ich hab da zwei Workshops ;)

Bei mir ist die Zeit noch etwas stehen geblieben. Fernsehen kommt noch aus der Wand und ist analog ;) Daher muss ich auf schicke Dinge wie beispielsweise den elektronischen Programmführer via DVB, kurz EPG, verzichten. Dennoch gibt es Wege und Mittel das gute analoge Fernsehen noch etwas komfortabler zu gestalten.

tvtime kann EPG-Daten in das Bild einblenden, doch leider gibt es kaum kostenlose legale Quellen. TV-Sender betrachten ihre Programminfos als wertvolles Gut und lassen Seiten, die von ihren Webseiten zusammengesammelte Programminfos automatisch aufbereiten, schnell aus dem Web verbannen.

Einen legalen und kostenlosen Weg geht xmltv.info. Hier werden die Informationen laut Homepage aus dem Videotext geholt und dann als EPG aufbereitet. Um rechtlichen Problemen aus dem Weg zu gehen, werden jedoch nur die Namen und Zeiten der einzelnen Sendungen genutzt und keine Beschreibungen der Programme.

tvtime mit EPG Daten

tvtime mit EPG Daten

Um xmltv.info nun mit einem Linux-System benutzen zu können gibt es ein Skript, das man erst herunterladen und entpacken muss. Zuvor muss man jedoch noch die Basis xmltv des Ganzen aus der Paketverwaltung heraus installieren.

$ sudo apt-get install xmltv-util

Anschließend kann man das Skript herunterladen und installieren.

$ wget -O /tmp/grabber-py.tar http://static.xmltv.info/grabber-py.tar
$ cd /tmp
$ tar -xf grabber-py.tar
$ sudo mv tv_grab_de-py /usr/local/bin

Nun kann man sich daran machen tv_grab_de-py zu konfigurieren. Über

$ tv_grab_de-py --configure

stellt man ein welche Senderinformationen abgerufen werden sollen. Die Konfiguration wird dann in der Datei ~/.xmltv/tv_grab_de-py.conf abgelegt. Ab jetzt kann man die Programminfos abrufen. Der Befehl

$ tv_grab_de-py > ~/.xmltv/listings.xml

startet bspw. den Abruf und speichert die Programminformationen in der Datei ~/.xmltv/listings.xml. Damit tvtime nun die Informationen einbindet muss man einmalig

$ tvtime-configure --xmltv=~/.xmltv/listings.xml

ausführen. Von jetzt an lädt tvtime die Infos aus der listings.xml und zeigt sie auch automatisch beim Programmwechsel oder beim Klick mit der linken Maustaste in das Fernsehbild an.

Damit die Programminformationen automatisch aktualisiert werden, muss man noch einen Job für anacron erstellen. Dies geht am einfachsten mit einem Editor. Über bspw.

$ sudo gedit /etc/cron.daily/tv_grab

legt man die Datei /etc/cron.daily/tv_grab an und fügt den Inhalt

#!/bin/sh
tv_grab_de-py --config-file=/home/<benutzername>/.xmltv/tv_grab_de-py.conf > /home/<benutzername>/.xmltv/listings.xml

ein. Dabei ersetzt man <benutzername> bitte mit dem eigenen Benutzernamen. Dies ist nötig, weil Anacron mit Root-Rechten ausgeführt wird. Ohne die Angabe der Pfade würde Anacron die Daten nach /root ablegen. Nun fehlt nur noch das Recht das kleine Skript auszuführen, das man via

$ sudo chmod +x /etc/cron.daily/tv_grab

setzt. Von nun an sieht man was man sieht :)

Noch ein Hinweis: Die in tvtime eingetragenen Sendernamen müssen zu den durch xmltv gelieferten Namen passen. Sonst werden die Programminfos nicht angzeigt. Wahrscheinlich muss man daher die ~/.tvtime/stationlist.xml noch von Hand anpassen.

Bei HostEurope pflege ich ein kleines, virtuelles Ubuntu-Serverli, ein Virtual Server Linux XL 3.0. Das ist ganz praktisch, um die diverse Applikationen zu testen, Sites und Blogs zu verwalten. Damals entschied ich mich für Ubuntu und dem Aufsatz Plesk, weil mein etwas bescheiden geratener Verstand noch knapp dazu ausreicht, um mit Plesk den Server zu verwalten.

Plesk macht die Verwaltung etwas einfacher, vor allem für weniger Geübte und VIM-Allergiker. Heute würde ich wohl eher das Serverli ohne Plesk bestellen; das kann ich aber noch immer tun. Wie dem auch sei; mit Plesk lassen sich Domain-Aliase erstellen, ganz einfach und schmerzlos. Neulich brauchte ich aber im Zusammenhang mit dem Projekt, das ich mit Dirk bestreiten will und worauf ich mich sehr freue, einen Alias auf eine Subdomain.

Das lässt sich dann aber mit Plesk nicht mehr bewerkstelligen. Dafür liefert HostEurope eine FAQ, aus der sich herauslesen lässt, wie man einen Alias auf einer Subdomain erzeugen kann. Im Endeffekt muss einfach die vhost.conf der entsprechenden Subdomain bearbeitet werden, bei Plesk wird dazu ein Umweg benutzt. Allerdings braucht es hierzu eine ssh-Verbindung zum Server und root-Rechte. Beides ist beim genannten Hoster verfügbar. Die vhost.conf wird im entsprechenden Verzeichnis der Subdomain erzeugt, die existiert nämlich noch nicht, falls bisher noch nichts auf diesem Weg konfiguriert wurde.

vim /var/www/vhosts/[domain.ch]/subdomains/[subdomain]/conf/vhost.conf

In die soeben erzeugte Datei wird dann ganz normal der Alias eingetragen, es können natürlich auch mehrere sein, dann einfach ein Alias pro Zeile:

DomainAlias [subdomain.domain.tl]

Jetzt braucht man bloss noch dafür zu sorgen, dass Plesk diese Werte in seine Konfiguration aufnimmt und anwendet:

/usr/local/psa/admin/bin/websrvmng -a -v

Und schon funktioniert ein Alias auf einer Subdomain. Es ist wohl wie bei so vielen andern Dingen im Leben auch: Wenn man weiss, wies es gemacht wird, ist es ganz einfach ;-)

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