ubuntuusers.de

21. Juni 2009

Da ein kleiner pinker Musikapfel in unseren Haushalt eingezogen ist, kam der Wunsch auf die Albumcover zu unserer Musksammlung hinzuzufügen, damit die mobile Musikauswahl subjektiv um so so schöner ist.
Also machte ich mich dran mit dem CoverFinder, für das ich mal einen Artikel im Wiki bei ubuntuusers.de geschrieben hatte, die Cover runterzuladen. Aber bei einer Sammlung die über 2 Jahrzehnte gewachsen ist, kommt da richtig viel zusammen. Also machte ich mich auf die Suche nach einer effektiveren Methode dieses Massen an Musik mit einem Cover zu versehen.

Und dann stiess ich auf Album Cover Art Downloader.

Album Cover Art Downloader

Ein in Python geschriebenes Programm, gelinkt auf python-qt3 (muss zusätzlich mit sudo apt-get install python-qt3 installiert werden), das pfiffig durchdacht und total simpel gestrickt ist. Damit lassen sich die Alben im nu mit den entsprechenden cover.jpg oder front.jpg versehen und sogar direkt in die id3v2 Tags schreiben.

Auf der Projektseite gibt es zwar nur ein Paket für Ubuntu Hardy, das funktioniert aber ohne Probleme auch mit Jaunty. Wie schon erwähnt muss natürlich das paket python-qt3 zusätzlich installiert werden.

20. Juni 2009

Nun möchte ich mich auch Rolands Blogparade anschließen und ein wenig über meinen “Umstieg” erzählen. An einem Samstag im Jahr 1997 erzählten Wolfang und Wolfgang etwas über ein  neues, kostenloses Betriebssystem. Zu diesem Zeitpunkt nutzte fast ausschließlich DOS, Windows  95 war kein Thema, da ich damals nur Games zockte und zweimal im Monat auf der Kiste meines Vaters ne runde surfen durfte.  Auf einem alten 386 installierte ich aus Neugier etwas namens PTS Linux 1.0.  Die Installation war rein textbasiert, partitioniert wurde im Terminal mit cfdisk. Auf der Maschine hab ich nicht viel mehr getan als ein wenig mit dem System zu spielen und Bekannte mit dem fürchterlichen Fenstermanager (FWM irgendwas)  erschrecken:-) 1999 kaufte(!) ich mir dann Red Hat 6.1. Auf meinem P1 mit 133Mhz hatte ich nicht wirklich viel Spaß. Der Hardwaresupport war nicht wirklich toll, mein USB-ISDN Modem (!!!)  wollte nicht laufen. Der Kernel konnte schon USB, jedoch war die Kombination PCI-USB Adapter und ISDN Modem ein wenig zuviel. Irgendwann lief wenigstens der orginal PCI Soundblaster Live. Danach schlummerte das Thema Linux einige Zeit für mich, da ich wenig Zeit hatte und keine sinnvolle Verwendung (die Zockerei…) von Linux für mich sah. 2001 sollte ich 5 Internetfähige Rechner für einen Jugendclub zusammenstellen. Da das Geld knapp bemessen war und Windows- Raubkopien auf öffentlichen PC’s nicht so toll rüberkommen entschied ich mich für das damals recht hochgelobte SUSE 7.irgendwas. Mit yp – heute NIS – konnte man sich auf jedem Rechner mit seinem Nutzernamen anmelden und in seinem Homedirectory rumwuseln, surfen,  mit ICQ chatten. Die Konfiguration war ein wenig holprig, wobei mir die grafischen Helferlein von SUSE einige Steine in den Weg legten, auch wollten die NoName Netzwerkkarten nicht so recht. Am Schluß gabs dann doch ein Happy End und ich war schon ein wenig Stolz auf meinen kleinen Rechnerpool :-) Ob sowas mit Windows klappt kann ich bis heute nicht sagen und möchte es ehrlich gesagt auch nicht herausfinden.

Von Yast und den gruseligen RPM Paketen enttäuscht machte ich mich auf die Suche nach einer schlanken, einfach gehaltenen Distribution. Am Ende stand Slackware -  bis heute meine liebste Distribution. An Einfachheit, Geschwindigkeit und Stabilität kommt für mich bis heute nichts an Slack heran. Systemeinstellungen ändert man in Konfigurationsdateien, Software wird mit make gebaut, oder seit neustem mit einem Paketmanager, der aber auch nicht so ganz sauber ist :) Bis zu seinem physischen Ende vor einem Jahr tat mir mein Slackware File / Web / Downloadserver treueste Dienste. Im alltäglichen Einsatz tut Slackware schon ein wenig weh. Alles wird von Hand gebaut, neue Versionen der Distribution werden im “when it’s done” Zyklus releast.  Wer gerne die aktuellste Version von App X oder Y nutzt, hat mit Slackware ein wenig Arbeit oder er läst es und hat trotzdem seinen Spaß.

Mit dem Beginn meines Studiums 2006 legte ich mir einen Laptop zu. Der Konfigurationsaufwand mit Slackware wäre enorm gewesen. Deshalb gab ich Ubuntu – glaube Dapper Drake wars – auf Empfehlung von Komilitionen eine Chance und war angenehm überrascht. Powermanagement, WLAN und Grafikkarte wurden automatisch konfiguriert. Gnome gefiel deutlich besser als KDE 3.5 und als Zugabe gabs noch apt-get:-). Der größte Vorteil von Ubuntu liegt in meinen Augen in dem sehr guten Support durch die Community, die tolle Hardware Unterstütztung und die Stabilität des Systems. Auch mit anderen Distributionen oder unixartigen Systemen  habe ich gearbeitet (Yellow Dog, Gentoo, DSL-Linux, Debian, Mandriva…), bleiben werde ich aber bei Slack und vor allem Ubuntu. Irgendwann kommt vielleicht mal ein Mac ins Haus aber Windows ist / war für mich – abgesehen vom Zocken einfach nicht interessant.

Über die MSDNAA regelte ich mir mal zum Spaß Vista und ersetze auf meiner Zockerkiste XP durch Vista und war eigentlich nur enttäuscht. Aus irgendwelchen M$ Gründen funktionierte noch nicht mal der ORGINAL Soundblaster Live PCI (der aus der Redhat-Kiste weiter oben) unter dem neuen Windows. Nur ein obskurer inoffizieller Treiber (Kosten: 1h googeln) verschaffte Abhilfe. Bei XP lief das Teil noch out of the box. Über die Performance unter Vista möchte ich lieber nichts schreiben.

Mittlerweile konnte ich sogar schon den 4. Nicht-Informatiker dauerhaft davon überzeugen mit Ubuntu / Xubuntu statt Windows zu arbeiten. Keiner hats bereut und niemand vermißt sein altes Windows. Den Umstieg kann  ich bedenkenlos jedem empfehlen.Dank Vista ist  die Installation und vor allem der Betrieb von Linux weniger  schmerzhafter, vor allem für den Laien.

Die Themen dieser Ausgabe:

Yalm

  • Vorwort
  • GIMP in neun Schritten erweitern
  • Scribus (I): Ein Titelblatt erstellen
  • Office Shoot Out – Teil Ⅰ
  • Websites mit dem Internet Explorer 6, 7 und 8 unter Linux testen
  • Moblin 2 Beta Preview
  • Video-Tutorials mit Wink
  • Schlussbemerkungen

Die aktuelle Ausgabe von Yalm kann hier heruntergeladen werden. Herzlichen Dank an das Team für die neue Ausgabe! :daumenanim:

Gestern ist die neue Version des quelloffenenen Musikplayer Songbird erschienen. Er basiert unteranderem auf Mozillas Gecko-Engine und XUL, sowie Gstreamer und VLC. Außerdem wird das gleiche Addonsystem wie im Firefox oder Thunderbird genutzt, was diesen Player stark erweiterbar macht.

Installation

Songbird ist plattformübergreifend für Windows, Mac OS X, Linux und Solaris verfügbar. Unter getsongbird.com gibt es Installer für jedes Betriebsystem. Ubuntupaket gibts wie immer auch unter getdeb.

Benutzung

Sonbird-Klassik

Klassische Ansicht

Wenn man Songbird zum ersten mal startet denkt man als erstes: Wie hässlich ist der denn? Er passt sich überhaupt nicht in die Desktopumgebung ein, und was mich besonders stört: Er wackelt nicht, obwohl der Effekt “wobbly windows” aktiviert war. Aber zum glück gibts auch dafür ein Addon, und schon integriert sich Songbird perfekt in GNOME. Man kann sich natürlich auch viele andere Skins, hier Federkleider genannt, installieren.

Der größte Unterschied zu anderen Musikplayern ist wohl: Man kan mit Songbird surfen! Songbird beherscht genau wie Firefox das Tabbed Browsing, im ersten Tab ist immer der Player, während man in den anderen Tabs ganz normal Surfen kann. Und das dank Flashplayer und vorhandenen Plugins wie AdblockPlus nichtmal so unkomfortabel wie vielleicht erwartet.

Songbird als Browser

Songbird als Browser

Natürlich gibt es leider noch nicht alle Addons, die es auch für Firefox gibt, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Wie bei anderen Musikplayern gibt es eine Musikbibliothek, man kann sich Wiedergabelisten erstellen und man kann seine Musik bewerten. Was Songbird einzigartig macht, ist die nahezu perfekte Internetintegration. Informationen aus Wikipedialast.fm gibt es inzwischen bei vielen Playern (Listen, Amarok, etc). Bei Songbird kann man sich noch Bilder des Künstlers von FlickrYoutube-Videos zeigen lassen. Diese kann man dann in einem anderen Tab direkt schauen, ohne den Player verlassen zu müssen. anzeigen lassen, News von Google-News oder anderen Anbieter zum grade gespielten Künstler lesen, oder sich passende oder

Songbird

Songbird mit Systemintegrationsaddon

last.fm ist auch gut integriert. Man kann seine Playlist aber auch verschiedene last.fm Radios direkt anhören.

Mittels des standardmäßig installierten Addons SHOUTcast kann man sehr viele Internetradios aus der ganzen Welt ganz einfach hören.

Alles in Allem ist Songbird ein guter Musikplayer mit hervorragender Internetintegration und dem bewährten Addon-System. Der Browser der mit dabei ist, ist zwar ganz nett zum Musikvideoschauen nebenher, aber als Ersatz für einen richtigen Browser taugt er natürlich nicht, aber das ist ja auch nicht das Ziel von Songbird.

Viel Spaß beim Musikhören

Gruß Jonas

Die aufmerksamen Leser des Ubuntuusers-Planeten werden es schon bemerkt haben, dass da gestern ein neues Blog in der Liste auftauchte. Es handelt sich dabei um mein linux-bezogenes Webtagebuch, welches sich schlicht und einfach so nennt wie seine URL: pda-und-co.de/linux.

Kurz zu meiner Person und meinem Blog: Über Linux blogge ich seit November 2008, jedoch beschäftige ich mich schon etwas länger mit dem freien Betriebssystem (über meinen Umstieg zu Linux habe ich in der Blogparade was geschrieben). Erste Gehversuche hatte ich schon vor einigen Jahren mit SuSE und Knoppix unternommen, doch so wirklich geklappt hat es dann erst vor ~1,5 Jahren mit Ubuntu 7.10.

Seitdem bin ich dieser Distribution treu geblieben, wenngleich ich auch gerne andere Linuxversionen ausprobiere. So habe ich derzeit Ubuntu 9.04 auf einem Samsung NC10 installiert, daneben openSuse 11.1 und Mandriva 2009 auf einem HP TC4400 (und auf beiden noch das nicht ganz entbehrliche Windows XP) und auf einem zum Homeserver umfunktionierten Eee 701 läuft die Server-Version von Ubuntu 8.10.

Meine Blogartikel entstehen meist aus Problemen und Erfahrungen im alltäglichen Umgang mit Linux. Diese schreibe ich nieder, weil ich einerseits hoffe, anderen zu helfen, die auf das gleiche Problem stoßen und andererseits auch als Nachschlagewerk für mich selbst ;)

Ich freue mich über die Aufnahme in den Planeten und hoffe, dass ich in Zukunft einige informative und hilfreiche Artikel beitragen kann.

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Verwandte Themen:

  1. Teilweiser Umstieg zu openSUSE

Moin liebe Lesergemeinde,

da ich ja, wie in anderen Einträgen schon erwähnt des Öfteren in LaTeX Dokumente verfasse, ist es auch manchmal nötig Grafiken einzubinden. Da ich normalerweise Grafiken mit Inkscape im Vektorformat SVG erstelle, ist es nötig diese Dateien zu konvertieren. LaTeX kann leider SVGs nicht direkt einbinden. Bei meinen Recherchen im Internet habe ich auch nicht wirklich Bestrebungen gefunden, dieses Leck zu stopfen – also wer von euch in LaTeX voll den Durchblick hat, kann ja mal die Unterstützung dafür Programmieren ;-)

Damit die Eigenschaften eines Vektorformats – also die gute Skalierbarkeit der Grafiken – erhalten bleiben, wandle ich die Dateien immer in eps oder pdf um. Allerdings wird es sehr anstrengend, wenn man eine Kleinigkeit im Bild geändert oder sehr viele Bilder hat, diese immer wieder von Hand umzuwandeln. Deshalb habe ich mir ein kleines Shell Skript geschrieben, dass immer im Ordner meiner SVG Bilder liegt und dort aufgerufen werden kann.

Benutzung:

Man gehe in einer Konsole in den Ordner mit den Bildern und dem Skript. Das Skript muss die Rechte zum Ausführen haben. Ist dies noch nicht der Fall, dann den folgenden Befehl ausführen:

jazz@jazz:~$ chmod +x SVG2PDF

Jetzt hat man die Möglichkeit das Skript ohne Parameter aufzurufen. Dann werden alle im Ordner befindlichen SVGs in eine PDF konvertiert. Dabei richtet sich die Größe der PDF nach der Seiteneinstellung der SVG.

jazz@jazz:~$ ./SVG2PDF

Die zweite Variante ist der Aufruf mit Parametern. Als Parameter kann man eine beliebig lange Liste von SVG Dateien angeben. Dies ist sinnvoll, wenn man nicht alle SVGs in PDF umwandeln will, wenn man zum Beispiel nur ein oder zwei der im Ordner befindlichen SVGs verändert/hinzugefügt hat.

jazz@jazz:~$ ./SVG2PDF eine.svg eineandere.svg

So jetzt hier das Skript zum Runterladen (Rechtsklick → Ziel Speichern unter):

Skript SVG2PDF

Und hier nochmal ausgeschrieben:

#!/bin/bash
if [ $# -lt 1 ]
then
    for f in *.svg; do 
        e=$(basename $f svg)eps;
        echo "Converting $f to a pdf image!"
        inkscape --export-embed-fonts  --export-text-to-path -f $f -E $e; 
        epstopdf $e
        rm $e
    done
else
    for f in $*; do
        if [ -f $f -a ${f#*.} = "svg" ]
        then
            e=$(basename $f svg)eps;
            echo "Converting $f to a pdf image!"
            inkscape --export-embed-fonts  --export-text-to-path -f $f -E $e; 
            epstopdf $e
            rm $e
        else
            echo "File $f is not a SVG!"
        fi
    done
fi

EDIT: Für das Skript muss epstopdf (unter Ubuntu in texlive-extra-utils) installiert sein. Ist es nicht vorhanden, führt dies ebenfalls zu “command not found”-Fehlern.

kolourpaint

Durch den Blogpost angeregt von Christoph von linuxundich.de zum Thema “Das einfache Bildbearbeitungsprogramm Nathive”, habe ich mich mal auf die Suche gemacht, nach MS Paint Alternativen bei Ubuntu.
MS Paint ist ein einfaches Grafikprogramm, das bei einer Standard-Installation von Windows dabei ist. Gimp ist das noneplusultra unter Linux aber kann auch leicht zuviel sein für kleine Aufgaben, wie schnell mal einer lol-Katze einen Spruch zu verpassen.

Neben dem von Christoph vorgestellten “Nathive“, habe ich mir die alte Hasen, noch einmal genauer angeschaut, getestet habe ich OpenOffice draw, Gpaint und Kolourpaint.

OpenOffice draw

openoffice draw

Ist im OpenOffice Paket enthalten und vermutlich schon bei fast jeder Ubuntu Installation dabei. Allerdings fühlt es sich nicht wirklich wie ein Mini Grafikprogramm an. Es ist leider auch nicht möglich direkt ein PNG oder ein Jpeg zu speichern.

Kolourpaint

Kolourpaint
Kolourpaint ist eine 1:1 Umsetzung von MS Paint und dürfte damit der ideale Ersatz sein.

Gpaint

Gpaint

Gpaint ist von den Funktionen ähnlich wie Kolourpaint, allerdings finde ich die Gestaltung der GUI schöner bei Kolourpaint.

Ich persönlich würde Kolourpaint verwenden, wenn es um einen MS Paint Ersatz geht. Das empfohlene Nathive macht aber auch einen sehr guten Eindruck!

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19. Juni 2009

Über Twitter hatte ich bereits davon berichtet: In den letzten Wochen habe ich mir mal Zeit genommen und mich näher mit Python und Qt4 auseinander gesetzt. Nachdem mein Examen nun geschafft ist, hatte ich dafür auch wieder mehr Zeit. Der Anlass für mich war, dass ich gerne ein Programm, ähnlich wie MyBible, für Ubuntu haben wollte. Es gibt zwar einige Bibelprogramme für das Sword-Projekt, allerdings keines, welches die Zefania XML Module verwendet. Diese Lücke soll nun BibleZ füllen.

screenshot_100(010)

BibleZ - 0.1.0

Was ist BibleZ?

BibleZ ist im Grunde nichts anderes als ein XML-Betrachter für eine bestimmte Art von XML-Dateien. Dazu kommen natürlich noch einige Features (aktueller Entwicklungsstand):

  • Import der Zefania XML Module (API ist aber noch nicht vollständig implementiert)
  • Vorschläge bei der Eingabe
  • Erklärungen werden als Mouse-Over angezeigt
  • rudimentäre Schnell-Suche (durchsucht derzeit nur das aktuelle Buch)
  • Tabs
  • zwei verschiedene Ansichten (Fließtext, Absätze)

Über dieses Projekt und dessen Fortschritt werde ich in einem separaten Blog unter biblez.zefanjas.de posten. Wer also gern auf dem laufenden bleiben möchte, sollte diesen RSS-Feed abonnieren oder mir auf Twitter folgen. Wer  Vorschläge, Kritik und Feature-Requests hat, kann sie gern im Forum mitteilen.

Heute habe ich mal die Ergebnisse der letzten Wochen in einem ersten Release zusammengefasst. Entsprechende Installationsanweisungen habe ich hier aufgeschrieben.

P.S.: Für mich ist es das erste mal, dass ich überhaupt so ein “größeres” Projekt starte. Ich habe zwar schon ein paar Sachen hin und wieder programmiert, aber noch nie mit einem Framework wie Qt. Viele Sachen sind deshalb neu für mich, so auch z.B. die Distribution und Lokalisation des Projekts. Deswegen bin ich für jeden konstrutiven Hinweis sehr dankbar.

Ähnliche Artikel:

  1. Ein kurzer Blick in den Rückspiegel des Jahres 2009
  2. BibleZ 0.4
  3. BibleZ – aktueller Zwischenbericht

13 Kommentare

Ich mag es ja kaum glauben, aber ich setze zum ersten Mal rsync richtig ernsthaft als Backup Programm ein. Ich wollte einfach nur meine Daten spiegeln, ohne Rechte oder Linkx.
Dazu habe ich folgenden Befehl ausgeführt

rsync --delete -rP (quelle) (ziel)

Beim zweiten Lauf stellt ich dann fest, dass die gleichen Daten immer wieder kopiert wurden, statt nur der geänderten Daten. In der FAQ fand ich dann, dass ich den timestamp Parameter mit angeben sollte, damit die Dateien auch identisch sind. Jetzt sieht meine rsync Zeile so aus:

rsync --delete -rPt (quelle) (ziel)

Kaum macht man es richtig, schon geht es ;-)

20.06.2009 - Nachtrag
Dann war da noch das Problem mit den Dateinamen im iso-8859-1 Format. Da ich keine Lust hatte zirka 8000 Daten durchzuforsten, habe ich das Internet angeschmissen und prompt das Script convmv gefunden. Folgender Aufruf ersparte mir dann stundenlanges Ändern:

convmv -f iso-8859-1 -t utf-8 -r --notest .

Bisher habe ich diesen Blog frei von politischen Themen gehalten. Diesen Brief, den ich per E-Mail an meine Bekannten geschickt habe, möchte ich aber auch hier veröffentlichen:

Liebe CDU-Wähler, liebe SPD-Wähler,

am gestrigen Donnerstag, den 18. Juni 2009 haben eure Parteien etwas geschafft, was es seit fast zwanzig Jahren nicht mehr gab: Zensur in Deutschland! Damit stehen wir auf einer Linie mit Ländern wie zum Beispiel der Volksrepublik China.

Da zu diesem Thema jede Menge Informationen im Internet zu finden sind, werde ich mich kurz fassen. Ihr findet in dieser E-Mail einige Links, um mehr über das Thema zu erfahren.

Vorneweg:
Es geht hier nicht um für oder wider Kinderpornografie im Internet. Es geht um für oder wider Zensur. Um für oder wider Freiheit.
Das Internet war auch bisher kein rechtsfreier Raum. Dort gelten die selben Gesetze, wie auch im “realen” Leben. Sinnvoll wäre, die Ermittlungen zu verstärken und nicht wegzuschauen!

Was ist passiert?

Die große Koalition hat gestern unter dem Vorwand der Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet ein Gesetz verabschiedet, das de facto eine Zensur-Infrastruktur darstellt. Das heißt, ihr werdet in den nächsten Jahren beim Surfen im Internet immer häufiger auf dieses Stopp-Zeichen stoßen:

Stopp-Zensur

Wie soll das funktionieren? Funktioniert das?

In einem Satz: Die Politiker versuchen Kinderpornografie im Internet dadurch zu bekämpfen, dass man vor die fraglichen Seiten ein Stopp-Zeichen stellt.

Zur zweiten Frage: Nein, das funktioniert nicht. Kinderpornografie findet sich selten auf Webseiten und nur darauf zielt dieses Gesetz ab. Es wird lediglich ein “Vorhang” vor diese Webseiten gehängt, der kaum etwas bewirkt aber dafür viele Gefahren birgt.

Weitere einsteigerfreundliche Informationen findet ihr in dieser PDF-Datei.

Wo ist die Gefahr? Was sind die Alternativen?

  • Durch dieses Gesetz wird die Gewaltenteilung wie sie in Art. 20 GG festgeschrieben ist aufgehoben
  • Die Sperren können auf andere Bereiche ausgeweitet werden und gefährden so die Informations- und Meinungsfreiheit. Entsprechende Forderungen wurden schon vor dem Beschluss des Gesetzes laut. Dies entspricht einer Zensur.
  • Die Sperrlisten aus anderen Ländern zeigen, dass nicht ausschließlich Kinderpornografie-Webseiten auf den Listen landen. In Wahrheit machen diese nur einen kleinen Prozentsatz aus.
  • Internet-Sperren warnen die kriminellen Täter vor
  • alternativ sollten die Ermittlungen verstärkt werden, die Polizeien besser ausgerüstet werden und Inhalte im Internet, die gegen Gesetze verstoßen, gelöscht und nicht versteckt werden.

Begründung der Politik

Kurzfassung der Meinung der Politiker: Kinderpornografie im Internet lässt sich bisher kaum bekämpfen, weil die Server in Ländern stehen, in denen es keine strafrechtlichen Möglichkeiten zur Verfolgung der Besitzer gibt.
Zudem wird von einem “kommerziellen Massenmarkt” mit jährlichen Umsätzen in Millionenhöhe gesprochen.
Siehe dazu auch den nächsten Punkt:

Gründe?

Ob hinter diesem Gesetz wirklich die Absicht besteht, eine Zensur in Deutschland zu etablieren oder ob lediglich Wahlkampf der Grund ist, das Ergebnis ist auf jeden Fall untragbar für eine freiheitliche Demokratie.
Aufgrund zahlreicher Expertenmeinungen, die die Sinnlosigkeit und Gefahren dieses Gesetzes belegt haben, kann auf jeden Fall ausgeschlossen werden, dass dies alles unwissend geschehen ist.
Was nun die tatsächlichen Beweggründe sind, lässt sich schwer sagen. Eine kleine Anfrage der FDP hat allerdings offenbart, dass die Aussagen, die insbesondere Ministerin von der Leyen geäußert hat, nicht der Wahrheit entsprechen. Hier ein paar Auszüge:

  • Frage: In welchen Ländern steht Kinderpornographie bislang nicht unter Strafe?
  • Antwort: Dazu liegen der Bundesregierung keine gesicherten Kenntnisse im Sinne rechtsvergleichender Studien vor. [...]
  • Frage: Wie viele Server [...] stehen in Ländern, in denen Kinderpornographie nicht unter Strafe steht?
  • Antwort: [...] [Die Bundesregierung] hat keine Informationen über Serverstandorte in solchen Ländern.[...]
  • Frage: Auf welche Datengrundage stützt sich die Bundesregierung bei der Einschätzung des kommerziellen Marktes für Kinderpornographie in Deutschland?
  • Antwort: die Bundesregierung verfügt über keine detaillierte Einschätzung des kommerziellen Marktes für Kinderporngraphie in Deutschland. [...]

Widerstand

Etliche Bürgerrechtsorganisationen, darunter der Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur und der Verein “MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren” (MOGIS), der Verein Chaos Computer Club, hunderte Blogger (hier sei beispielhaft Markus Beckedahl von netzpolitik.org erwähnt) haben monatelang dagegen gekämpft, dass dieses Gesetz verabschiedet wird.

134.014 Menschen, die die Petition gegen Internetsperren von Franziska Heine mitgezeichnet haben, wurden von der Politik nicht beachtet. Es handelt sich hierbei um die Onlinepetition mit den meisten Mitzeichnern, die es jemals in Deutschland gegeben hat!
Schlimmer noch: all diese Menschen, die sich so politisch engagieren, werden von Politikern diffamiert.
Diese Petition war insofern erfolgreich, dass sie die notwendigen 50.000 Mitzeichner erhalten hat, um eine Anhörung zu erreichen – allerdings erst nach der Bundestagswahl und damit weit nach der Verabschiedung des Gesetzes.

Was kann man dagegen tun?

  • möglichst viele Leute über dieses Thema informieren
  • Bei der nächsten Wahl überlegen, ob man wirklich eine Partei wählen will, die – nicht zum ersten Mal – ein verfassungs- und freiheitsfeindliches Gesetz unterstützt. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Vorratsdatenspeicherung.
  • hoffen, dass eine eventuelle Klage vor dem Bundesverfassungsgericht Erfolg hat

Weitere Informationen zu diesem Thema

Neben den o.a. Links, insbesondere der Gruppierungen beim Punkt “Widerstand”, empfehle ich diese Linkliste sowie einen Artikel des Handelsblatt.

zensur

Diejenigen, die grundlegende Freiheiten aufgeben würden, um geringe vorübergehende Sicherheit zu erkaufen, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.

Benjamin Franklin (1706-1790)

P.S.: Diese E-Mail soll informieren und darf (und soll) natürlich gerne weitergeleitet oder an beliebiger Stelle veröffentlicht werden.

P.P.S.: Die Wirtschafts-Lobby hat übrigens die große Koalition dazu gebracht, dass weiter mit euren Adressen gehandelt werden darf.

P.P.P.S.: Politisches Engagement wird auch bei den aktuellen Bildungsstreiks lächerlich gemacht:
“Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU), formal auch für Bildung zuständig, kritisierte die Demonstrationen der Studenten und Schüler in einem Radiointerview. Die Proteste seien ‘gestrig’, sagte sie im Bezug auf die Kritik an der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen. Der Bologna-Prozess sei ‘alternativlos’ und biete viele Chancen. Neben Schavan kritisierten auch andere Politiker sowie Hochschulvertreter die Aktionen.”


Ich habe mir eben aus Langeweile k3b aus dem SVN gebaut. Sieht bisher echt gut aus und tut das was es soll. Hier zur allgemeinen Belustigung ;)

k3b-qt4

Features sind keine neuen hinzugekommen, da es zunächst nur eine reine Portierung nach Qt4 war/ist.

Gestern las ich einen Artikel bei heise.de/open welches Linux in höchsten Tönen lobt. Bei genauerer Betrachtung wird speziell Ubuntu/Kubuntu und deren Derivate gelobt.

Doch warum ist das so?

  1. Vor wenigen Tagen wurde das Projekt „One Hundred Paper Cuts” gestartet, welches um Teilnahme von Bugmeldungen bittet. Speziell um solche Features welche zwar funktionieren aber nicht so gut wie sie sollten/könnten. Das ganze scheint gut bei den Benutzer anzukommen, denn bereits jetzt sind 388 Bugs als „Offen” gekennzeichnet.
  2. Ubuntu ist ein Betriebssystem für Jedermann ohne Geekvoraussetzungen, denn Ubuntu war eins der ersten Betriebsysteme mit einem Linux Kernel, welches auch von PC-Anfänger bedient werden konnte und Spaß machte.
  3. Viele Software für den täglichen Gebrauch wird für den normalen Desktop-Anwender bereits mitgeliefert, wie z.B. OpenOffice, ein Video-Player, ein Brennprogramm und vieles mehr. Davon ist der „Gegner” Windows noch weit entfernt, denn bei diesem darf man für ein Office-Programm teils über 250 € zahlen.

Die ganze Story ist unter heise.de zum Nachlesen.

Quelle: heise.de

Natürlich ging es in der Barcamp-Session auch um die Vorteile von Ubuntu. Deshalb jetzt hier nach der Umfrage und der Auswertung zu Vorteilen von Windows hier die Frage, welches sind die Vorteile von Ubuntu?

Ja, ich weiss, dass das unfair ist, weil Ubuntu nicht nur Betriebssystem und grafische Oberfläche, sondern zusätzlich auch noch Anwendungen hat. Aber, so ist es eben. Es würde sich niemand beschweren, wenn Microsoft eine vollständige Textverarbeitung statt Wordpad auf die CD packen würde.

Bitte Eure Vorteile von Ubuntu als Kommentare hier ins Blog, ich werde sie dann ebenfalls auswerten.

Etwas später als eigentlich geplant, darf ich nun hier berichten vor einiger Zeit einen Plan auf den Seiten von RadioTux veröffentlicht zu haben. Nämlich die Programmpunkte für den LinuxTag. Er ist nicht so straff wie im letzten Jahr dennoch sind es über 50 Programmpunkte. Also wer neugierig ist was auf dem Sendeplan steht - aber sicher hört ihr sowieso die ganze Zeit zu ;) (http://stream2.radiotux.de:8080/radiotux.ogg)

18. Juni 2009

Ich weiß nicht mehr, wo ich es gelesen habe, aber irgendwo im Internet steht, dass der Kingston MobileLite CardReader 9in1 ganz gut mit Linux funktionieren soll. Also habe ich mir den Kartenleser, der auch schreiben kann, besorgt und gleich unter Ubuntus Jaunty Jackalope getestet. Nachdem ich eine microSD-Karte eingelegt, den Kartenleser in den USB-Port gesteckt und auf das grüne Kontrolllämpchen geschaut habe, tat sich erstmal nichts. Sollte der Stick doch nicht funktionieren? Doch, natürlich geht er, auch unter Ubuntu. Man muss nur das passende Modul laden:

sudo modprobe sdhci
Um das Modul beim Systemstart von Ubuntu automatisch zu laden, muss man noch den Namen des Moduls (und zwar nur den Namen, ohne den modprobe-Befehl) in die Datei /etc/modules eintragen.

CouchDBWer sich, aus welchen Gründen auch immer, mit Datenbanken beschäftigen muss, der wird mit Sicherheit schon an SQL-basierten Datenbanken vorbeigekommen sein. Der ein oder andere mag sich dabei auch gefragt haben, ob das wirklich so kompliziert sein muss, denn das sind relationale Datenbankmodelle, zumindest für meinen Kopf.

Eine mögliche Antwort auf diese Frage, könnte "Nein" lauten. Belegen werde ich diese knappe Aussage auch, und zwar mit CouchDB. CouchDB ist zum einen eine dokumentbasierte Datenbank. Das kann man sich so vorstellen, wie eine Ansammlung von Word/OpenOffice-Dokumenten, von denen jedes Dokument einen Datensatz, im Vergleich (kein allzu Guter) also eine Zeile aus einer SQL-Tabelle darstellt. Ob das jetzt zur Vereinfachung beiträgt, sei mal dahingestellt. Viel wichtiger ist, und das ist Punkt 2, dass CouchDB nicht Schema-basiert ist. Man muss also sein Datenbankmodell nicht bis ins kleinste Detail austüfteln bevor man mit der Programmierarbeit startet, sondern man entspannt sich erstmal und haut dann einfach in die Tasten.

Viel besser erklären als ich, können das Konzept hinter CouchDB allerdings Jan Lehnardt und Alexander Lang, die im Chaosradio Express Nummer 125 einen zwar langen, aber sehr interessanten Einblick in die Welt des unglaublich entspannten Datenbankens gewähren.

Und damit die Zeit während des Downloads nicht so lang wird, hier noch ein paar Links zum Thema mit auf dem Weg:

CouchDB - Offizielle Seite

CouchDB - en.wikipedia.org

CouchDB - A use case - kore-nordmann.de

Falls Interesse besteht würde ich auch ein kleines Tutorial zur Kompilierung der aktuellen Version unter Ubuntu bereitstellen. Bedarf kann in den Kommentaren angemeldet werden ;)

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Und wieder legt Firefox ein seltsames Verhalten an den Tag, für welches ich auch gleich eine Lösung parat habe.

Aber vorweg:
Normalerweise erscheint bei der Eingabe in ein Formular eine Liste mit Vorschlägen der bereits eingegebenen Begriffe:



Ebenso bei der Eingabe einer Url oder eines Wortes in die Adress-Leiste - in zweiterem Fall werden die eingegebenen Urls / History nach diesem Wort durchsucht.

Das Problem:
Die Liste mit Vorschlägen erscheint nur für den Bruchteil einer Sekunde und verschwindet dann oder taucht erst gar nicht auf...

Die Lösung:
So simpel wie effektiv - drückt einfach die Tastenkombination ALT + TAB und wechselt kurzzeitig in ein anderes Fenster und dann zurück. Von nun an funktioniert alles, wie es soll.

Vor ein paar Tagen hatte ich berichtet, dass mein NC10 keine Wlan-Verbindung herstellen möchte, wenn es im Akkubetrieb unter Ubuntu hochgefahren wird. Doch diese Aussage muss ich nun revidieren bzw. relativieren.

Wie kam es überhaupt zu meiner Behauptung? Nun, ich schaltete damals das NC10 ein, ließ Ubuntu hochfahren, und hatte keine Wlan-Verbindung. Auch nach einem Reboot das selbe Ergebnis. Dann Netzteil angesteckt und hochgefahren – Wlan da. Booten ohne Netzteil – Wlan weg. Der Fehler war also zu diesem Zeitpunkt reproduzierbar.

Doch heute genau das Gegenteil: ich schalte das NC10 im Akkubetrieb ein, fahre Ubuntu hoch – und die Wlan-Verbindung steht. Gleich nochmal probiert – geht auch beim zweiten Bootvorgang.

Also hoffe ich einfach, dass die Wlan-Aussetzer die Ausnahme waren und bleiben. Ob es irgendwelche Zusammenhänge zwischen funktionierendem oder nicht funktionierendem Wlan und anderen Faktoren gibt, werde ich beobachten…

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Verwandte Themen:

  1. NC10 und Ubuntu: kein Wlan im Akkubetrieb?
  2. Ubuntu vs. Mandriva auf dem Samsung NC10
  3. Linux Mint – das aufgepeppte Ubuntu

freedesktop_icon_big.small
Jeder der sich schon etwas mit Linux beschäftigt hat, kennt die vielen versteckten Dateien in seinem Home-Verzeichnis. Die meisten Programme speichern ihre Konfigurationsdateien und Userdaten unter ~/.programmname/. Dies kann jedoch sehr schnell unübersichtlich werden. Wenn ich z.B auf meinem Rechner das Kommando

bernd@taylor:~$ ls -d .* | wc -l
88

ausführe, so kann man sehen, dass ich 88 versteckte Dateien/Ordner direkt in meinem Homeverzeichnis habe.

Um das ganze besser zu Strukturieren und um eine einheitliche Basis auf verschiedenen Arbeitsumgebungen (Gnome, KDE,..) zu haben, gibt es dazu eine Spezifikation des freedesktop.org Projekts, welches sich zum Ziel gesetzt hat, die Interoperabilität und die gemeinsame Basis von Arbeitsumgebungen für das X Window System zu verbessern. (Wikipedia-Artikel zu freedesktop.org: http://de.wikipedia.org/wiki/Freedesktop.org)

Die Spezifikation findet man unter: http://standards.freedesktop.org/basedir-spec/basedir-spec-latest.html Darin wird definiert wo Userdaten, Cachedaten des Users und Konfigurationsdaten gespeichert werden sollen. Ebenfalls wird definiert in welcher Reihenfolge nach Daten- und Konfigurationsordnern gesucht werden soll.

Grundsätzlich sind folgende Speicherorte als Defaultwerte definiert:

  • $HOME/.local/share für alle Userdaten
  • $HOME/.config für alle Konfigurationsdaten

Es gibt einige Programme, welche sich an diese Spezifikation halten. Einige Programme legen jedoch alles (Daten und Konfigurationen) unter $HOME/.config ab. Doch leider schreiben die meisten Programme ihre Daten/Konfigurationen nur unter $HOME, und somit kommt es zu der Anfangs erwähnten unübersichtlichen Ordnerstruktur im Home-Verzeichnis.

Daher mein Appell an alle Entwickler sich an diese Spezifikation zu halten. All jene, welche selbst keine Software schreiben, könnten Bugreports oder Feature-Request bei den einzelnen Softwareprojekten eintragen um somit auf diesen Standard hinzuweisen.
Aber auch Canonical’s Design und Usability Team hat sich diesem Thema schon angenommen. Für Ubuntu 9.10 (Karmic Koala) gibt es die Initiative “One Hundred Paper Cuts“, welche “kleine” Usability-Probleme beheben soll. In einem Dokument im Ubuntu-Wiki wird das Thema “XDG folders” auch aufgeführt. Jetzt müssen sich nur mehr die Entwickler der einzelnen Softwareprojekte um dieses Thema kümmern.

Zuletzt habe ich noch einen Tipp für alle Python-Programmierer unter euch. Freedesktop.org stellt noch eine Python Library zur Verfügung, welche es erleichtert sich an die Standards zu halten. Die Library findet man unter: http://freedesktop.org/wiki/Software/pyxdg.

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Vor einer Woche habe ich Euch nach den Vorteilen von Windows gefragt. Hier ist die Zusammenfassung der Kommentare. Danke für die rege Beteiligung! Diese Umfrage erhebt keinen Anspruch darauf, objektiv oder repräsentativ zu sein.

Ich habe das folgendermassen aufgeteilt. Als erstes gibt es die Vorteile von Windows, danach kommen positive Eingenschaften, die aus den vorher genannten Vorteilen resultieren. Die Reihenfolge ist keine Wertung!

Im Bild links (klick darauf vergrössert es) findet Ihr die Vorteile, die wir auf dem Barcamp Dornbirn erarbeitet haben.

Vorteile
- Grosse Verbreitung
- Direct X
- Spiele
- Treibermodell
- DFS Replikation
- Handschriftenerkennung auf Tablettsystemen
- Windows harmoniert hervorragend mit Produkten aus dem Hause Microsoft
- eingeschränkte Wahlfreiheit macht es einfacher für Endbenutzer
- Oberfläche verschleiert Komplexität
- Domänen Funktionalität
- Ordnerfreigaben
- Verträge von Microsoft

Positive Eigenschaften
- Grosse Verbreitung
-> Software-Vielfalt
-> Treiber-Support durch Hersteller
-> Referenz-Betriebssystem für Softwaretests
- Verträge von Microsoft
-> Vorinstallation auf vielen Rechnern
-> Garantieren rechtlich problemlose Nutzung einiger Codecs
- Windows harmoniert hervorragend mit Produkten aus dem Hause Microsoft
-> Einbindung in Active Directory

Ausser Konkurrenz
- Erholungfaktor beim ständigen Neustarten nach Updates
- Viel Zeit für Kaffeepausen
- gefühlte Geschwindigkeit ist höher

17. Juni 2009

Vor gar nicht mal so langer Zeit habe ich mich im großen LXDE-Test noch darüber lustig gemacht, dass es kein offizielles “Lubuntu” (Ubuntu mit LXDE) gibt – und schon ist die Realität wieder schneller: Es sieht ganz danach aus, als würde ein LXDE unter dem Dach Canonicals bald Wirklichkeit werden: in den Startlöchern steht es jedenfalls.

Einen Nachtrag muss man übrigens insbesondere zum LXDE-Test noch loswerden: Ein fehlendes Merkmal, das man erst richtig bemerkt, wenn man eine Weile mit LXDE gearbeitet hat, besteht darin, dass es keinen Mülleimer gibt. Also Vorsicht beim vorschnellen Löschen von Dateien in LXDE. ;) Aber auch hieran wird gearbeitet, eine Papierkorb-Funktion für die kommenden Versionen des LXDE-Dateimanagers ist in Sicht.

Die Weiterentwicklung des Programmes hat jüngst begonnen, anlässlich dessen LXDE seine Nutzer in einer Umfrage dazu aufrief, kundzutun, in welche Richtung die Entwicklung des Dateimanagers PCmanFM gehen soll. Solle man kompatibler zu den anderen großen Desktops bleiben und dafür GNOME-Abhängigkeiten akzeptieren, sich alternativ an XFCE orientieren oder etwas ganz Neues programmieren? Die Abstimmung ist abgeschlossen, die Mehrheit hat für größtmögliche Konformität votiert.

Und der Vollständigkeit halber auch hier nochmals erwähnt: Das neueste Mandriva liefert mittlerweile LXDE standardmäßig aus (als Ersatz für das bisher präferierte IceWM) und Knoppix hat gar KDE in Rente geschicht und setzt in seiner aktuellen Version dafür ganz auf LXDE.

Aus unserem Fundus an älteren Geräten konnte ich einen HP Compaq nx9010 testen, ein etwas älteres Notebook, das aber noch immer recht gut beisammen ist. Das Teil besitzt einen Pentium 4 Prozessor, also kein mobil-optimiertes Rechenwerk, sondern ein lüfter-provozierender Prozi, was zum Teil etwas nervend ist. Doch ein Ubuntu 9.04 konnte ich ohne Probleme mit der alternativen CD installieren, alles lief auf Anhieb. Leider ist in diesem Notebook noch kein Wireless-Adapter installiert, ich wollte aber unbedingt eine solche Anbindung an das Internet und das lokale Netzwerk nutzen. Also besorgte ich mit ein Netgear USB Wireless Adapter WG111 V3, der offensichtlich out of the Box unter Ubuntu läuft. Dazu wird der Treiber rtl8187 benutzt.

Der USB-Stick wird unmittelbar nach dem Einstecken erkannt und die Funknetzwerke werden angezeigt. Bis hierher klappt das das ganz gut. Befindet man sich in der Nähe eines HotSpots (etwa fünf bis sieben Meter entfernt), kann eine Verbindung problemlos aufgebaut werden.

wireless

Aber das Teil ist anspruchsvoll. Sobald sich der WLAN-Sender etwas mehr als ein paar Meter entfernt befindet, klappt es nicht mehr mit der Verbindung. Sie wird abgebrochen oder läuft sich tot. Das kann auch passieren, wenn eine sehr gute Sender-Verbindung besteht. Überzeugen konnte mich das Duo nx9010 und WG111 nicht. Die Anbindung an das Netz ist sehr instabil.

Hingegen bin ich sehr überrascht, wie gut sich Ubuntu mittlerweile an fast jede Hardware anschmiegt. Beim nx9010 funktionieren sogar die Sondertasten. Ganz beachtlich, finde ich!

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Vorne weg etwas zum Prinzip.

Die Multimedia Tasten am Asus G1, manchmal auch extra Tasten genannt, (und anderen Notebooks wird es nicht anders ergehen) lösen ACPI-Events aus, die der ACPID abfängt und verarbeitet. Das kann man wunderbar mit dem kleinen tool acpi_listen ausprobieren:

#acpi_listen
hotkey ATKD 00000050 00000007
hotkey ATKD 0000006b 0000001b

Hier habe ich die Email Taste und die Touchpadlock Taste gedrückt. Der ersten Block ist der Tastencode und der zweite Block ist ein Zähler

Mit diesem Event werden über Eintrage im Verzeichnis /etc/acpi/events/ shell-scripte gestartet, die Details folgen später.

Bei mir reagierten auf drücken der Tasten auch die entsprechend konfigurierten Anwendungen, doch leider funktionierte das Touchpad Lock nicht. Das ist eine Funktion, die ich beim schreiben auf dem Schoß schätzen gelernt habe, weil man manchmal unwillkührlich mit dem Handballen zu nahe an das Touchpad kommt und dann der getippte Text einfach an anderer Stelle landet als gewollt. Nun habe ich zuerst gedacht, "ok, da hat sich wohl der Code der Taste geändert". Also habe ich die zuständige Datei in /etc/acpi/events/asus-touchpad mit dem Editor geöffnet und den dort stehenden Code von 0000006a in 0000006b geändert. Trotz neustarten des ACPI-Daemon mit  /etc/init.d/acpid restart funktionierte leider das abschalten immer noch nicht. Ich habe deshalb im Internet recherchiert und kam dahinter, das das Abschalten mit hilfe von synclient erfolgt. Synclient ist ein Tool, welches mittels Shared Memory mit dem Modul Synaptics im X-Server kommuniziert. Da viel es mir wie Garagen aus dem Haar. Natürlich! Also flugs die notwendigen Schritte in der xorg.conf nachgeholt. ... Doch damit war das Problem noch nicht behoben.


"ACPI Events - Funktionstasten an Notebooks nutzbar machen " vollständig lesen

Eine Sache, die es unter Linux leider (oder präziser für GNOME) bislang gar nicht gibt, ist ein einfaches und modernes Bildbearbeitungsprogramm. Nichts gegen The GIMP, doch das Programm ist viel zu aufwändig für meinen Vater, der in einem Bild Tante Trudel und Onkel Rudi markieren möchte um Oma Liesbed zu zeigen, wer auf Opa Theodors Geburtstag war. Dafür braucht es nur einen farbigen Pinsel, ein Zuschneide-Werkzeug und vielleicht noch ein Textwerkzeug. Alles andere überfordert meinen Vater. Er will weder aufwändige Farbverläufe, noch Masken, noch Ebenen, noch Pipapo benutzen.

Unter Windows war er – viele werden lachen – mit MS Paint äußerst zufrieden. Ich stelle daher die trotzige Behauptung auf: Linux braucht ein (besseres) MS Paint als vorinstallierte Bildbearbeitung! Hoffentlich geht der Wunsch bald in Erfüllung, denn Nathive möchte ein leistungsfähiges und trotzdem einfach zu bedienendes Programm für die Bildbearbeitung werden…

Programme wie Tux Paint, XPaint oder Kolorpaint erfüllen zwar ebenso den Anspruch einer “einfachen” Bildbearbeitung, sind jedoch für Kinder ausgelegt, sehen unglaublich hässlich aus, oder sind für die falsche Desktopumgebung geschrieben worden ;)

Nathive ist ein sehr junges Projekt, das noch viel Arbeit vor sich hat. So fehlen der Bildbearbeitung noch viele wichtige Funktionen. Es fehlen weitere Pinsel, ein Auswahlwerkzeug, Füllwerkzeug, Undo/Redo-Funktionen und und und. Außerdem hat man gerade erst beschlossen, das Projekt vollständig umzukrempeln und von C auf Python umzusteigen.

Wer das Programm jetzt schon testen möchte, der findet auf der Homepage des Projektes .deb Pakete für Debian-basierte Linuxe und .tar.gz Archive mit vorcompilierten Binaries.

Nathive

Nathive

Auf der Homepage findet sich auch ein unter CC by-nc-nd lizenziertes Video, das die bisherige Entwicklung gut dokumentiert. Sollte JavaScript deaktiviert sein, oder falls ihr kein Flash auf dem Rechner habt, so steht blip.tv auch eine .ogv-Variante des Videos zur Verfügung.


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Nathive sucht aktiv nach Menschen, die sich beteiligen wollen. Ich bin mal gespannt, wann es eine erste Version gibt, die sich “Feature Complete” nennen kann.


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