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24. Juni 2009

So dann will ich hier mal meine Firefox Addons vorstellen. Da ich Firefox schon seit Jahren nutze, sind die Meisten lang gediente und wirklich von mir benötigte. Alle unnötigen Addons oder welche die ich nicht oft genug benutze landen bei mir recht schnell im Nirvana. Auffallend sind wohl die vielen Hilfsmittel zur Webentwicklung, aber wohl auch kein Wunder. Ich hoffe euch hilft die Liste und ihr findet das ein oder andere neue, hilfreiche Addon.

Adblock Plus ein wunderbarer Werbeblocker
All-in-One Sidebar der Name sagt schon alles
bit.ly preview zeigt das “echte” Ziel von ShortURL’s (nicht nur die bit.ly URL’S)
Firebug hilft bearbeiten von Websites, vor allem Design und Fehler lassen sich leicht ändern
Greasemonkey zur Benutzung von Userscripten (Designanpassung von fremden Websites)
Page Speed sitzt in Firebug und analysiert Möglichkeiten einer Website um diese zu Beschleunigen
Personas gibt dem Fuchs neue Kleider
Stylish sehr ähnlich wie Greasemonkey, aber reiner CSS Code
Torbutton um die Benutzung des Tor-Netzwerks schnell zu (de-)aktivieren
User Agent Switcher um Webseiten andere Browser vorzugaukeln (Mobile,…)
Web Developer hat ähnliche Funktionen wie Firebug ist aber umfangreicher und detaillierter
Xmarks synchronisiert meine Lesezeichen unter den verschiedenen Systemen


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Artikel von: Disfunctions.de - Das Blog der gnadenlosen Fehlfunktionen!

Meine Firefox Addons

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Themes – ein grosser und wichtiger Aspekt unter Linux, aber auch ein Thema mit dem man sich überaus lange (ZU lange) beschäftigen kann wenn man nicht aufpasst – und das perfekte Theme ist schwer zu finden.

Nach meiner Rückkehr zu Ubuntu (@Thinkpad T61) vor einigen Tagen habe ich versucht ein einigermaßen einheitliches Dust-Theme zu basteln – über den Weg möchte ich der geneigten Leserschaft gerne berichten, außerdem interessiert mich natürlich auch ob und wie extrem Ihr Themes anpasst…

jaunty240609

Desktop/System: Gnome

KDE war mir immer zu kompliziert und überladen, XFCE und Openbox sind schön, das rundeste Gesamtbild aber gibt mir seit Jahren Gnome – einfach, übersichtlich, strukturiert, konfigurierbar – Gnome ist mein Freund und bietet mir alle nötigen Programme. Das Schöne an Linux ist ja eben dass jeder sich je nach persönlichem Geschmack für eine frei wählbare Desktopoberfläche entscheiden kann.

Theme: Customized Dust Burnt

“Dust” ist ein Theme dass einerseits dunkle (Anthrazit) Fensterrahmen und Menüs benutzt, andererseits aber helle Fensterinhalte – aus diesem Grund wird das Gesamtbild nicht ZU dunkel und sieht trotzdem recht edel aus.

Die Variante “Dust Burnt” ist dafür zuständig auch die Toolbars in dunkler Farbe anzuzeigen was das Gesamtbild meiner bescheidenen Meinung nach noch etwas abrundet.

Für die Fensterrahmen ist hier das Metacity-Theme “Dust Bordered” zuständig, das Standardtheme benutzt keine erkennbaren Fensterrahmen – “Dust Bordered” benutzt 4 Pixel, hier abgeändert auf 2 Pixel.

Etwas Handarbeit war aber auch hier nötig: Dust nutzt den Stil “glossy” für z.B. Tabs oder Listenheader im Dateimanager, diesen Look mag ich nun gar nicht – “Flat” sieht besser aus und konnte durch Editieren der entsprechenden Stellen in der Datei .gtkrc des Dust-Themes aber leicht reaktiviert werden.

dustbutton Das Metacity-Theme von “Dust” verwendet ausserdem vorberechnete PNG-Bilder für die Fensterbuttons (Schliessen, Minimieren,…) – Highlight-unterlegt in sanftem Braun. Mit Gimp schnell auf Theme-passendes Blau geändert und gut :)

Firefox

dustifiedffUm Firefox an das Dust-Theme anzupassen werden zwei Erweiterungen benötigt, zum einen das Theme “Dustfox” (Link auf der o.g. Dust-Themeseite) welches dem Browser den dunklen Toolbar verleiht, zum anderen “Stylish” mit dem entsprechenden Dust-Style für dunkle und abgerundete Tabs.

Audiacous

Als simplen Audioplayer verwende ich Audacious, Rhythmbox ist mir zu gross und fliegt daher von der Platte. Audiacous kann wie auch Firefox mit einem speziellen Theme an “Dust” angepasst werden.

Alle weiteren Programme wie z.B. Gedit, Geany, Pidgin/Empathy, Liferea, Abiword oder Evolution benötigen keine weiteren Anpassungen und sehen mit “Dust” allesamt recht angenehm aus – Ausnahme gFTP: Dunkle Schrift auf dunklem Toolbar-Hintergrund, ein entsprechender Bugreport ist geschrieben.

Icons: Customized Tango Generator generated :)

Das Python-Script Tango Generator 3 erstellt aus einer grossen Auswahl Tango-basierender Iconthemes ein neues Theme – Reihenfolge/Priorität der verwendeten Einzelthemes kann beliebig verändert werden.

Mit TG3 konnte ich ein recht angenehmes, Tango/Blau-basierendes Icontheme erstellen das nahezu alle Anforderungen an ein Icontheme erfüllte.

bluedust-logo

Kleine Ausnahmen bestätigten auch hier die Regel: Das Logo-Icon (Gnome-Startmenü im Panel) war nicht wirklich was ich wollte und wurde gegen das (ans Blau angepasste) Icon aus Gnome-Colors ausgetauscht, vom gleichen Theme stammen die Neworkmanager-Statusicons. Auch das Pidgin-Programmicon wurde gewechselt, die lila Taube war mir nicht wirklich sympathisch.

Problemkinders bleiben die Programmicons von Geany und gFTP – beide nicht wirklich schön, besseren Ersatz konnte ich aber noch nicht finden.

Compiz Fusion

Compiz Fusion verwende ich im Moment aus mehreren Gründen: Erstens habe ich bisher keinen Laptop besessen der leistungsfähig genug gewesen wäre um CF wirklich auszutesten :)

Zweitens: Nach selbigem (Austesten) muss ich sagen dass CF zwar nicht unbedingt DAS zwingend notwendige Feature ist, den Linux Desktop aber doch ungemein angenehmer macht, insbesondere die Plugins “Scale” und “Ring-Switcher” sowie einfacherweise die Fensterschatten (ja, gibts auch über Metacity selbst) haben es mir zwecks der verbesserten Übersichtlichkeit bei vielen geöffneten Fenstern angetan, der Würfel ist auch einfach “angenehm”.

An diversen Mac-Style Docks wie AWN oder Cairo-Dock kann ich mittlerweile keinen größeren Nutzen mehr finden, das gute alte Gnome-Panel mit Notification-Area tut perfekt was es tut.

Wallpaper: Wassertropfen

Das Bild Water06 von Mike Swansons’ Wallpaper-Blogpost gefällt mir ausserordentlich gut – schönes Blau (ich mag Blau, merkt man das?), schöner Schärfeverlauf, ein nicht störender, unaufdringlicher Desktophintergrund.

Fazit

Zufrieden bin ich noch nicht ganz, aber dieses Theme kommt meinen Vorstellungen schon recht nahe. In diesem Sinne – fröhliches Anpassen :)

Moin liebe Lesergemeinde,

ich reihe mich nun auch mit in die Einladungen zu dem Online Storage Dienst Ubuntu One ein. Es lässt sich nur bestätigen, was meine Vorredner hier auch schon festgestellt haben.

Der Dienst ist noch im ersten Beta Stadium und bietet demnach noch keinerlei Komfortfunktionen (bis auf die Installation, die ist sehr einfach). Es fehlen eine Dateihistorie sowie die Wiederherstellung von gelöschten Dateien, so wie man es von Dropbox gewohnt ist. Im Clienten kann man bisher auch noch keine Einstellungen tätigen und man ist gezwungen die Dateien unter ~/Ubuntu One/My Files/ abzuspeichern.

Die bisherige Werbung hat sich demnach auch noch nicht bewahrheitet, in der es heißt, dass sich Ubuntu One nahtlos in das System integriert und somit besser als Dropbox zu verwenden wäre. Teuer wird das außerdem auch noch, wenn man etwas mehr Speicher haben will, ich hoffe hier bessert Canonical noch nach.

Bis jetzt ist Ubuntu One also nicht viel mehr als eine Plattform zur Dateisynchronisation.

Aber abwarten und Tee trinken. Ich denke bis zum Karmic Koala im Oktober diesen Jahres wird sich wohl schon einiges getan haben, schließlich soll der Dienst ja mit 9.10 ausgeliefert werden.

Ich frage mich das schon die ganze Zeit, aber mein WLAN-Treiber scheint irgendwie schwächer zu sein als das Windows-Pendant. Ich finde vom Esstisch aus zum Beispiel das offene WLAN unseres Vermieters nicht, mit dem Handy und dem Notebook eines Freundes dagegen schon.

Ein wenig ärgert mich das schon, wenn ich ehrlich bin. Ich frage mich, ob es da irgendwelche 100 geheimen Tuning-Tipps à la Windows für Linux-WLAN gibt. Einen kenn ich ja schon.

synapse

Heute bin ich auf Synapse, einen neuen Jabber-Client, aufmerksam geworden, der in meinen Augen recht viel versprechend aussieht, auch wenn noch nicht alles wirklich funktioniert.

Positiv ist zunächst einmal, dass Synapse schon als fertiges Paket für Ubuntu daher kommt und über ein PPA bei Launchpad auf dem aktuellen Stand gehalten werden kann.

Hinweis: Fremdpakete können das System gefährden!

Zum Installieren fügt man in der /etc/apt/sources.list folgende Paketquelle hinzu:
deb http://ppa.launchpad.net/firerabbit/ppa/ubuntu jaunty main

Im Anschluss muss noch mit dem Befehl sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com 04508D5C1654E635 der Schlüssel für das PPA importiert werden. Nach einem kurzen sudo apt-get update zum Aktualisieren der Paketquellen kann der Messenger mit sudo apt-get install synapse installiert werden. Abhängigkeiten werden automatisch aufgelöst und benötigte Pakete mit installiert. Zu finden ist die Software dann unter Anwendungen -> Internet -> Synapse. Ich habe das ganze jetzt nur mit einem Account ausprobiert, Synapse scheint aber auch mit mehreren Jabber-Accounts gleichzeitig arbeiten zu können.

Wie gesagt befindet sich der Messenger derzeit noch in der Entwicklung. Diese Vorschau, die die Alpha-Version bietet gefällt mir aber schon recht gut. So kann man verschiedene Styles für die Nachrichten auswählen. Außerdem bringt Synapse von Haus aus Erweiterungen für Wikipedia, Flickr, Youtube, ein “now playing” für Banshee sowie eine Unterstüzung für Quellcodes mit. Diese Erweiterungen scheinen zwar vorhanden, allerdings noch nicht funktionsfähig – abgesehen von der Erweiterung für die Quellcodes greifen, wenn beispielsweise ein Youtube- oder Flickr-Link eingefügt wird. Hier wird dann eine Vorschau angezeigt. Das Video kann sogar direkt im Chatfenster abgespielt werden.

Leider funktioniert das holen der Avatare der Kontakte wie es scheint noch nicht. Hier bleiben bei mir die schwarzen Männchen in der Buddy-Liste und in den Unterhaltungen stehen. Auch Emoticons bringt Synapse (noch) nicht mit. Ein Anpassung der Buddy-Liste ist jedoch möglich. Allerdings nur direkt in der Buddy-Liste, in den Einstellungen funktioniert dies noch nicht. Außerdem kann man die Schriftart und Schriftgröße noch nicht auf die eigenen Wünsche anpassen.

Weiterhin kann man nicht unterscheiden, welcher Kontakt in der Budy-Liste gerade online oder offline ist. Hier macht die Software noch keinen Unterschied in der Darstellung. Allerdings können Offline-Kontakt bereits jetzt ausgeblendet werden.

Synapse arbeitet gut mit dem neuen Benachrichtigungssystem unter Ubuntu 9.04 zusammen und zeigt neue Nachrichten inkl. Avatar an – auch wenn das hier noch das “Standard-Avatar” der Software selbst ist.

Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich Synapse weiter entwickelt. Was ich bisher davon gesehen habe ist wirklich nett anzusehen. Das könnte mein neuer Lieblings-Messenger werden, wenn die noch nicht funktionierenden Funktionen einmal ordentlich arbeiten.

Bild: synapse.im

Nachdem gestern wohl der große Einladungstag von Ubuntu One war, für jene die sich sofort auf die Warteliste geschrieben haben, wird nun – wie es scheint – die Liste nach und nach bearbeitet. So war ich heute ganz erstaunt als plötzlich in meinem Posteingang eine E-Mail mit dem Betreff You have been invited to Ubuntu One erschien. Also gleich mal auf den Link geklickt der darin stand.

Zuerst verstand ich das ganze irgendwie überhaupt nicht. Denn auf der Seite, auf welche man weitergeleitet wurde, stand wiederum Request an Invitation. Und ich dachte mir nur „wie schon wieder um eine Einladung anfragen?“. Da mir aber im Prinzip nichts anderes übrig blieb hab ich nun doch mal darauf geklickt und konnte mich prompt mit der OpenID von Launchpad z.B. anmelden.

Als nächstes muss man den Terms of Services noch zustimmen und schon konnte man mit der Installation beginnen.

Dazu wird man nach dem Zustimmen auf eine Seite weitergeleitet welche einen Button mit Install Client beinhaltet. Einmal angeklickt und schon kommt man zu der Installationsanleitung von Ubuntuone, welche sehr einfach und gut dokumentiert ist, daher möchte ich nun nicht nochmals auf das eingehen.

Wie das ganze dann benutzt werden kann steht zum einem sehr gut in der Installationsanleitung von Ubuntu One beschrieben und zum anderen auch im Ubuntublog.ch auf welchen ich hier verweise.

23. Juni 2009

Das Theme gefällt mir farblich noch nicht ganz. Aber besser als das letzte. Es hat auch weniger Darstellungsfehler.

Was denkt ihr dazu?

Was fehlt noch was es vorher gab ?

Über Antworten freue ich mich.

Weitere Artikel:

Das Vim Plugin Tasklist ist ein kleines aber praktisches Plugin, welches im aktuellen Text nach den Wörtern TODO, XXX, FIXME und DONE sucht und eine Liste daraus erstellt.

Sobald das Plugin installiert ist (indem die Datei tasklist.vim nach ~/.vim/plugin/ kopiert wurde), kann man die TODO-Liste mit \t generieren und angezeigen.

Dabei öffnet sich ein horizontaler Splitscreen, in dem alle Vorkommen von TODO, XXX und FIXME sortiert nach Vorkommen und mit Angabe der Zeilennummer aufgeführt werden. Dabei wird auch der Rest der Zeile hinter dem Schlüsselwort angezeigt, so dass man auch sehen kann worum es bei einem TODO geht.

Wenn man mit j und k durch die Liste navigiert wird die entsprechende Textstelle im eigentlichen Text jeweils automatisch angesprungen. Drückt man Enter, so schließt sich der Splitscreen und man befindet sich an der Stelle des zuletzt ausgewählten TODOs im Text.

Die mit DONE gekennzeichneten Textstellen werden unter den noch offenen TODOs angezeigt. Ansonsten funktionieren sie genauso wie TODOs.

Nach jedem Speichervorgang kann die Liste mit \t neu generiert werden.

Seit ich auf Ubuntu 9.04 umgestiegen bin verwende ich das Docky Theme von Gnome Do als Ersatz für mein unteres Panel.
Jedoch wurde ich seit dem nicht mehr wirklich schön von Pidgin über neue Nachrichten informiert.

Mit Hilfe des Benachrichtigungsplugins lässt sich dies jedoch sehr leicht einstellen. Dazu aktiviert man das Benachrichtigungsplugin und lässt den “URGENT” Hinweis bei neuen Nachrichten setzen.

Wenn nun eine neue Nachricht eintrifft, hüpft die Pidgin Taube kurz in die Höhe und die Punkte leuchten dann blau, bis man die Nachricht gelesen hat:

pidgin-mit-gnome-do-dock

Mit dem libnotify Popups Plugin kann man sich übrigens zusätzlich über neue Nachrichten und Status-Änderungen über das neue Benachrichtigungssystem von Ubuntu 9.04 informieren lassen. ;)

Nicht jeder kann (oder will) zum Linuxtag 2009 nach Berlin kommen. Doch dank folgender Angebote lässt sich das Treiben auf der Open Source-Veranstaltung auch vom Rechner aus verfolgen:

Linuxtag zum Anhören

RadioTux sendet einen Livestream vom Linuxtag. Die geplanten Beiträge sind im Sendeplan festgehalten (der sich allerdings noch ändern kann).

Linuxtag zum Nachlesen

Das Linux-Magazin hat ein Special zum Linuxtag eingerichtet, in dem Nachrichten zur Veranstaltung gesammelt werden.

Heise Open bietet zwar (noch?) kein Special an, hat aber auch bereits einige Artikel zum Linuxtag veröffentlicht.

Das war’s erst mal. Falls ich noch weitere Angebote entdecke (oder von euch darauf hingewiesen werde), werde ich die Liste ergänzen.

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Verwandte Themen:

  1. Chrome OS: Open Source als Köder
  2. Startschuss
  3. (Nicht nur) Thunderbird/Lightning und Windows Mobile mittels Funambol synchronisieren

Moin liebe Lesergemeinde,

ich nutze Evolution sehr gerne, da es eine Software ist, die Email, Kalender und Kontaktverwaltung vereint und sich zudem noch sehr gut in Gnome integriert. Man hat sehr viele Einstellungsmöglichkeiten, die Kontaktverwaltung ist die umfangreichste, die ich kenne und der Kalender kann nun mittlerweile mit vielen Internetkalendern zuverlässig umgehen.

Leider gab es mehrere Dinge, die mich immer wieder gestört haben – auch wenn dies ingesamt gesehen, eher nebensächliche Funktionen sind. Zum Einen hat es mich genervt, dass Spam Mails automatisch als gelesen markiert werden und man so nicht mitbekommt, ob man neue Spam Mails bekommen hat. Zum Anderen wird man über eingehende Nachrichten nur informiert, wenn diese sich im Posteingang befinden. Filtert man die Nachrichten direkt in andere Ordner, bekommt man so keine optiche Rückmeldung durch das Applet.

Um die Nachrichten im Spam Ordner nicht als gelesen zu markieren, muss man einen Nachrichtenfilter einrichten, der dies verhindert. Man gehe im Menü unter Bearbeiten zu Nachrichtenfilter. Dort legt man einen  neuen Filter an, den man nach ganz oben verschiebt.

Evolution ungelesener Spam

Im Bild sind zwei Bedingungen zu sehen. Das eigenartige dabei ist, dass die untere Bedingung nicht funktioniert! Der Unerwünscht-Test macht letztlich gar nichts und kann auch einfach weggelassen werden (hier nur zur Erwähnung mit in die Bedingung eingefügt). Um die Mail also erfolgreich auf unerwünscht zu Testen muss “Status ist unerwünscht” ausgewählt werden. Dann muss man, wie im Bild zu sehen, die Auswahl auf “Status nicht setzen gelesen” stellen.

Jetzt sollten die neuen Spam Mails ebenfalls fettgedruckt dargestellt werden! Will man nun nach Sichtung der Spam Mails diese als gelesen markieren, hilft ein Plugin dies zu erledigen (so muss man nicht alle einzeln als gelesen markieren). Das Plugin ist normalerweise schon bei der ersten Benutzung aktiviert, wenn nicht, kann man das Plugin unter Menü Bearbeiten, Plugins und “Alles als gelesen markieren” finden. Jetzt kann man mit Rechtsklick auf den jeweiligen Ordner alle Mails als gelesen markieren.

Spam Mails als gelesen markieren

Das zweite Problem geht einfach mit dem neuen Indicator-Applet zu lösen. Normalerweise sollte dieses für Evolution schon vorinstalliert sein. Jetzt findet man im Menü Bearbeiten, Einstellungen unter EMail Einstellungen den Punkt “Falls neue Mail ankommt im”

EMail Einstellungen

Im Dropdown Feld ist voreingestellt “Eingang”. Um bei allen Mails in allen Ordnern benachrichtigt zu werden, kann man die Option “Beliebigem Ordner” aktivieren. Die anderen Einstellungen darunter beziehen sich auf die Art und Weise der Benachrichtigung. Ist diese ganze Option mit “Falls neue Mail ankommt im” nicht in den Einstellungen vorhanden, fehlt das Indicator Applet und muss nachinstalliert werden.

Alles Speichern, Evolution neu starten und nun sollte man trotz verschiedener Nachrichtenfilter die Mails in beliebige Ordner verschieben, immer eine Nachricht bekommen, wenn eine neue Mail angekommen ist.

Neue Mail - Nachricht vom Indicator Applet

Ich hatte ganz zu Anfang das Indicator Applet gelöscht, weil ich es irgendwie komisch fand in der Benutzung, jetzt erweist es sich als sehr praktisch. Allerdings hat es ein Weilchen gebraucht, bis ich das Applet gefunden habe. Im Deutschen heißt es nämlich Benachrichtigungsanzeige.

Jetzt bin ich überauß zufrieden, dass ich die zwei kleinen Störfaktoren endlich beseitigen konnte.

Da ich immer wieder in Foren bzw. in den Statistiken von meinen Blog bei den Google-Anfragen lese, dass die meisten beim hinzufügen von Paketquellen immer am Keyserver bzw. deren Einbindung vom Key scheitern, will ich hier ein kleines und kurzes HowTo schreiben.

Im Prinzip ist die Sache relativ einfach wenn ihr z.B. folgende Fehlermeldung nach dem Einbinden einer ppa.launchpad-Quelle bekommt

W: GPG error: http://ppa.launchpad.net jaunty Release: Die folgenden Signaturen konnten nicht überprüft werden, weil ihr öffentlicher Schlüssel nicht verfügbar ist: NO_PUBKEY 4F191A5A8844C542

müsst ihr folgendes in die Kommandozeile tippen, damit das updaten der Paketquellen funktioniert:

sudo gpg –keyserver keyserver.ubuntu.com –recv KEY

Statt Key müsst ihr in dem Beispiel von oben z.B. 4F191A5A8844C542 eintragen.

Das wars schon. :-)

Update:

Hatte oben nen kleinen Schreibfehler beim Konsolenbefehl ist nun gefixt

Ich musste gerade feststellen, dass das Theme das ich verwende nicht mehr mit der neuen WP Version harmoniert.

Ich habe bis heute Abend übergangsweise das Standard Theme aktiviert, sodass wenigstens der Inhalt eingesehen werden kann.

Wünscht mir Glück beim Debuggen :-)

Weitere Artikel:

Gestern habe ich nun endlich die Einladung für den ClosedSource-Dienst Ubuntu One erhalten. Das ist eine “Online-Festplatte” ganz ähnlich wie die DropBox. Damit lassen sich Daten in der Internet-Wolke ablegen, teilen und verwalten. Nebst dem Clienten, der sich dauerhaft im Systray niederlässt, gibt es auch eine Verwaltung per Browser. Hinter dem Applikation steht Canonical.

In der Community warf der Dienst einige Wellen auf, zumal Ubuntu One nicht unter GPL lizenziert ist. Canonical arbeite zwar mit freier Software, binde sie in ihre Pakete ein, erzeuge aber selbst keine solche Software, sondern sperre den Quellcode ein. Dazu kann man geteilter Meinung sein; ich persönlich finde es mindestens etwas seltsam, dass der Quellcode von Ubutnu One nicht offen steht.

Installiert ist das Teil recht schnell, die entsprechenden Pakete lassen sich direkt ab dem Browser laden und installieren. Ähnlich wie beim Dienst DropBox wird die Ubuntu One-Anbindung direkt im Filesystem gemountet. Allerdings kann man keine Daten direkt in die Wurzel schreiben, bloss in das Verzeichnis My Files.

Ubuntu One

Die Verwaltung per Browser lässt sich ganz einfach und schnell bedienen. Auch so können Files hochgeladen werden und natürlich lassen sich diese auch wieder löschen.

Ubuntu One

Besonders gut gefällt mir die Möglichkeit, Daten zu teilen. Dazu muss man die E-Mail-Adresse des Benutzers kennen, mit der sich jener am Ubuntu One Dienst angemeldet hat. Dieser collaborative Ansatz gefällt mir.

Der Dienst steht noch immer unter dem Label Beta, arbeitet aber schon recht zuverlässig. Wer den Dienst kostenlos nutzen will, darf bis zu zwei GB Platz belegen. Wer mehr verbrauchen möchte, kann bis zu zehn GB Platz horten, die kosten dann aber satte 120 Dollar pro Jahr. Deutlich zu teuer, meine ich. Man darf diesen Batzen einfach als Spende für Ubuntu betrachten, da stellt sich bei mir aber die unfreie Software in den Weg; dafür spende ich lieber nicht.

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22. Juni 2009

Ach, wenn es doch so einfach wäre: Im letzten Jahr bin ich zum richtigen Mobiltelefon-Afficionado gereift, lieb gewonnen habe ich besonders das minimalistische F3 und mein ständig E71, das — dank wunderbarer Daumen-Tastatur — auch als mobile Blog- und Twitter-Maschine dient.

Dennoch juckt es mich irgendwie in den den Fingern und ich hätte gerne ein zweites, etwas weniger vernünftiges “modernes” Telefon. Ein Spielzeug, an dem man sehen kann, was zur Zeit Stand der Technik ist: Location Based Services, Social Networking, Medienplayer, aber auch Geek-Spielzeug und ein wenig Testumgebung für eigene Programme. Heiss sind derzeit:

  • iPhone 3GS
  • Palm Pre
  • Nokia N97
  • T-Mobile G1
  • HTC Magic

Dumm nur, dass alle irgendwie nerven:

  • iPhone 3GS

    Ich habe mir schon vor ein paar Wochen einen iPod touch (refurbished, man ist ja Schwabe) geholt, um ein wenig mit der Nutzerführung zu spielen und vielleicht Mitglied des erlauchten Kreises der iPhone/iPod-Entwickler zu werden ($99 Eintritt). Die Bedienung des Gerätes ist wirklich simpel, was auch davon herrührt, dass stark vereinfacht wurde. Meine Ambitionen, für diese Plattform zu entwickeln, wurden in den letzten Tagen aber mehrfach eingebremst: 1. Apple als Unternehmen tritt recht großkotzig gegenüber den Fragen der Entwickler auf, 2. Apples Rolle als Kerberus für iPhone-Applikation hinsichtlich “explicit language” oder “ausführbarem Code” hemmt nicht nur Kreativität der Programmierer, sondern auch die Freiheit erwachsener Rezipienten. Nicht mit mit!

  • Palm Pre

    Die Hardware scheint brauchbar, die Möglichkeit, wie eine Zahnbürste induktiv zu laden, ist sexy, das Ding läuft unter Linux und die Oberfläche ist wie Firefox-Erweiterungen oder Vista-Sidebar-Gadgets eine Kombination aus JavaScript und XML. Erste Homebrew-Applikationen, die den Framebuffer direkt ansprechen tauchen auf, doch das ist mir einfach zu roh: Ein SDK wird Palm irgendwann im Spätsommer nachliefern.

  • T-Mobile G1 und HTC Magic

    Dem Linux basierten Android gehört sicher die Zukunft. Dennoch benötigt es wohl noch eine Weile, bis sich die Entwickler-Community gesetzt hat und eine klare Richtung erkennbar ist. Das würde mich wohl weniger stören, wenn nicht die Lage bei den Geräten zurzeit etwas eintönig wäre: Googles G1 gibt es nur bei T-Mobile, HTC Magic bei Vodafone (in den USA als T-Mobile myTouch). In beiden Fällen bindet man sich einen jahrelangen Vertrag ans Bein. Immerhin: Das G1 kann für runde 500 Euro als DevPhone aus den USA bestellt werden, das Magic wurde als Ion letztens bei einer Entwicklerkonferenz verschenkt und taucht nun bei eBay auf.

  • Nokia N97

    Ganz besonders zwiegespalten bin ich beim N97 — einerseits faszinieren die Eckdaten: Ausklapptastatur, Touchscreen, erweiterbar mit MicroSDHC, Widgets auf dem Desktop, schneller ARM, Multitasking. Auf der anderen Seite steht aber das wohl noch nicht ausgereifte S60 5th Edition mit teils massiven Problemen bei der Responsiveness. Das Gerät ist mit derzeit 550 Euro brutto ohne Vertrag auch nicht billig — aber immerhin verfügbar. Auf der Haben-Seite kann S60 eine brauchbare Python-Umgebung für die schnelle Anwendungsentwicklung zwischendurch verbuchen. Und wer mehr will, kann ja mit Qt für S60 spielen. Dazu ist diese gesamte S60-Programmierung ziemlich diskriminierungsfrei. Was mich beim N97 etwas abschreckt ist die “Geschichte zweier Blogger” auf Engadget.

Leicht ist es nicht. Eigentlich habe ich gehofft, Nokia würde nach dem 5800 ein etwas edleres Touchscreen-Telefon mit Widgets und 5th Edition bringen. Erste Bilder des nun als 5530 aufgetauchten Gerätes sahen danach aus. Dumm nur: Das 5530 hat kein HSDPA, kann folglich unterwegs nur EDGE (immerhin ist WLAN an Bord), kostet dafür aber auch nur soviel wie ein iPod touch.

Warten wir also ab: wenn Nokia in den nächsten Monaten die Dinge mit der Responsiveness der UI hinbekommt und vielleicht dem N97 einen kleinen Bruder zur Seite stellt, ist ein Series60-Gerät fällig. Kommt bei Android soetwas wie Wettbewerb und Telefone ohne Vertragsbindung auf, könnte ich dieser Plattform eine Chance geben. Beim Pre bin ich skeptisch. Und Apple: Ich habe wenig Bock, mich von einem Hard- und Softwarehersteller so zu Affen machen zu lassen, wie es derzeit oft der Fall ist.

Es bleibt wohl noch eine Weile bei der Kombination aus E71 und N800…

choqok

Es wird immer mehr gezwitschert, aber immer die Webseite von twitter.com oder identi.ca zu verwenden ist auf Dauer auch etwas mühsam, daher bieten sich Programme wie ChoqoK an, die sich praktisch in den Desktop integrieren lassen.
Mit ChoqoK kann man tweets (Nachrichten) lesen, neue schreiben oder beantworten. Es wird dabei regelmässig im Hintergrund geschaut ob es neue Nachrichten gibt. Neue Nachrichten können entweder mit einer notification (Benachrichtigung) eingeblendet werden, ansonsten werden sie in der taskbar angezeigt.

ChoqoK unterstützt derzeit twitter, identi.ca und Webseiten die auf Laconica basieren. Leider werden keine anderen Dienste wie facebook oder RSS feeds unterstützt wie das z.b. Gwibber tut. Der exotische Name, heisst übrigens Spatz auf persisch.

Das Paket befindet sich in den Ubuntu Quellen:

sudo aptitude install choqok

choqoK

http://choqok.gnufolks.org/

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Soeben habe ich mich auf die Suche gemacht nach einem ähnlichen Tool wie „mp3DirectCut”, welches ich immer unter Windows benutzte um eine komplette CD welche als MP3-File vorliegt mithilfe einer .cue-Datei in einzelne MP3-Dateien zu teilen. Dank Tuxsucht habe ich schnell eine Lösung gefunden. Das Programm welches mich zur Lösung brachte heißt mp3splt.

Generell ist dieses konsolenbasiert, allerdings gibt’s auch ein gtk-Packet um das ganze mit der grafischen Oberfläche bedienen zu können.

Installation:

Auf der Homepage des Herstellers muss man folgende Packete downloaden und anschließend installieren:

  • Libmp3splt
  • Mp3splt
  • Mp3splt-gtk

Wie ich erst später bemerkt habe, ist dieses Programm auch in den Ubuntu-Quellen enthalten, allerdings eine ältere Version davon. Daher würde ich eher die Variante mit dem Download von der Homepage empfehlen.

Benutzung:

Das Programm befindet sich nach der Installation nun unter Anwendungen → Unterhaltungsmedien → Mp3Splt-gt audio splitter.

Nach dem Aufruf ist im Prinzip auf den ersten Blick schon alles klar ich will hier trotzdem eine kleine Anleitung liefern.

Zuerst such man sich mittels dem oberen rechten Button „Browse” das MP3-File raus.

mp3splt

Anschließend klickt man auf cddb&cue und wählt die .cue-Datei aus, dann noch einmal auf den grünen Pfeil oben klicken und schon wird aus einem Mp3-File eine Vielzahl Mp3-Files.

Hoffe euch bringt das kleine Tutorial auch was. :-)

Seit gut einer Woche hat Pidgin große Probleme, sich mit einem Yahoo-Messenger-Server zu verbinden. Um diesem Problem wieder Herr zu werden, gibt es folgende Lösung:


1. Im Fenster der Kontakt-Liste auf Konten und dann Konten verwalten klicken.
2. Im nun geöffneten Konto-Verwalten Fenster den Yahoo-Account auswählen und auf Bearbeiten klicken.
3. Nun den Reiter Erweitert auswählen und bei Pager-Server folgendes eingeben:
cs101.msg.mud.yahoo.com

4. Speichern und neu verbinden... fertig.

[Update]
Leider scheint der Server nun auch seinen Dienst nicht weiter verrichten zu wollen... bleibt wohl nur abzuwarten, bis das Update in die "normale" Update-Liste einfließt.

KDE 4 Air Theme ScreenshotDas neue Theme für KDE4 das mit der Version 4.3 Einzug finden wird und den schönen Namen "Air" trägt, kann jetzt über das KDE SVN bezogen werden. Dann machen wir das doch direkt mal, sieht nämlich ziemich gut aus ;)

Also:

Wer es nicht schon hat muss vorher subversion installieren:

sudo apt-get install subversion
 
cd ~/.kde/share/apps/desktoptheme/
 
svn co svn://anonsvn.kde.org/home/kde/trunk/KDE/kdebase/runtime/desktoptheme/air

Dann sollte das Theme in den Arbeitsflächen Einstellungen (Rechtsklick auf den Desktop->Einstellungen zum Erscheinungsbild) zu finden sein. Aber Vorsicht wer KDE4 auf Deutsch einsetzt: Hier heißt das Theme nicht "Air" im Auswahldialog, sondern "Luft". Entschuldigung, aber, Schwachsinn?!? Egal, funktioniert und sieht gut aus, viel Spaß damit!

via [Czessi::Blog]

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21. Juni 2009

Lang, lang ist’s her: Mein erster Kontakt mit Linux. Damals ein Suse Linux 6.1 wenn ich mich recht erinnere. Das Ganze in einer handlichen Pappschachtel auf 8 CDs und einem dicken Handbuch für den Schnäppchenpreis von (geschätzten) 30DM. Dort war, ebenso wie in der Schule im Computerraum, KDE 3 der Desktop meiner Wahl. Mit GNOME konnte ich mich schon seit den ersten Stunden mit Linux nicht so richtig anfreunden. Zu minimalistisch, kaum Einstellungsmöglichkeiten und irgendwie optisch nicht so ganz mein Geschmack. KDE hingegen, konnte jeher alle meine Wünsche an Modifikationen und Einstellungemöglichkeiten befriedigen, sah chic aus und war obendrein auch sehr flott.

So verbrachte ich also die ersten Jahre meines Linux-Daseins mit KDE an meiner Seite. Zuletzt war ich mit KDE 3.5.9 sehr zufrieden, wenn auch nicht in der Ubuntu Version, sondern unter Gentoo, da KDE dort wesentlich flotter lief als unter Kubuntu. (Sowohl fühl-, als auch meßbar!)

Wie gerade erwähnt, kam irgendwann Ubuntu in den Ring der Linux Distributionen hereingeprescht. Und ich denke man kann sagen, mit einem berauschenden Erfolg, der bei einer neuen Distribution seines Gleichen sucht. Mit dem Start von Ubuntu ging es bergauf mit GNOME, dem Standarddesktop von Ubuntu. Gleichzeitig allerdings wurde die 3er Serie von KDE immer älter, unmoderner und bekam kaum noch Innovationen oder neue Features eingebaut. Nichtdestotrotz, habe ich mit Freude KDE genutzt. Natürlich waren die KDE Entwickler nicht alle eingeschlafen oder vom Erdboden verschwunden, sondern sie fingen an an der Revolution zu arbeiten mit dem Namen: KDE 4.

KDE 4 sollte alles andere in den Schatten stellen, der Desktop sollte neu erfunden werden. Große Worte denen große Taten folgen mussten. Natürlich geht so eine Neuentwicklung eines gesammten Desktop Environments nicht von heute auf morgen, und auch nicht auf übermorgen, sondern siedelt sich eher im Bereich mehrere Jahre an.

Und da began das “Problem” für KDE. Aus Sicht der Endanwender stagnierte KDE in seiner Entwicklung und außer gelegentlich ein paar Bugfixes bei KDE 3.5 kam nichts Neues mehr. Canonical hingegen holte mit großen Schritten auf und verbesserte mit Ubuntu Stück für Stück den GNOME Desktop. Evolution statt Revolution ist hier das Motto. Und das funktionierte Super. Ubuntu ist in aller Munde, viele Linux-Erstanwender benutzten GNOME, ist ja halt dabei, bei diesem Ubuntu. Das out-of-the-box Erlebnis wird von Version zu Version besser, GNOME von Release zu Release hübscher, durchdachter und irgendwie “benutzbarer”.

Als Linuxer kam man natürlich nicht drumherum. Man muss ja auch mal anschauen, wovon alle sprechen. Was ist an diesem Ubuntu so toll? Also mal fix die KDE Variante Kubuntu runtergeladen, gebrannt und ausprobiert. Ja, richtig, Kubuntu. GNOME hatte ich immer noch in schlechter Erfahrung und meine Lust daran, diesem Desktop Environment mal wieder eine Chance zu geben hielt sich in Grenzen. Kubuntu, bzw. damit auch der Unterbau Ubuntu, machte einen guten Eindruck, und viele Frickeleien wurden auf einmal unnötig, die Hardwareunterstützung war exzellent. So weit so gut, doch dann kam irgendwann der oben schonmal angesprochene Moment, an dem bei KDE nichts Neues mehr kam. Was aber kam, waren regelmäßige Berichte und Screenshots über Neuerungen in Ubuntu, beziehungsweise in GNOME, bei denen ich dann doch ab und an mal neidisch war, das sie eben GNOME vorbehalten war, dem Desktop, den ich ja eigentlich nicht mag…

Es kam, wie es kommen musste und ich installierte mir das Paket ubuntu-desktop. Bei welchem Release dies war, kann ich gar nicht mehr genau sagen. Auf jeden Fall war es spät. Hätte man mir zwischenzeitlich mal diese Frage gestellt, hätte es auch Tage gegeben an denen ich gesagt hätte “zu spät”.

Und ich muss sagen ich war ehrlich überascht. Was ich da auf meinem Rechner sah, hatte nichts mehr mit dem zu tun, was sich in grausigen Erinnerungen in meinem Kopf seit Jahren festgesetzt hatte. Gut, das Braun ist (und bleibt es bei mir immer noch) Gewöhnungssache, aber das Gesamtpaket stimmte. Und alle 6 Monate kamen, schön regelmäßig, kleine und größere Neuerungen auf meine Festplatte. Ich war durchaus glücklich mit GNOME. Ich nutzte es, und zwar gerne!

Dann eines Tages kamen die ersten Screenshots und Mockups von KDE 4. Ich war durchaus beeindruckt und konnte es kaum noch abwarten eine benutztbare Version zu haben. Aber es sollte noch ein bis zwei GNOME Releases dauern, bis dann endlich die erste Beta von KDE 4 erschien. Diese wurde dann unter dem Namen KDE 4.0 auf die Leute losgelassen und die Entwickler riefen zum Testen auf. Nichts lieber als das. Also sofort mal eine Live CD runtergeladen und gestartet.

Der erste Eindruck war eine Mischung aus Staunen und Trauer. Alles wirkte irgendwie unfertig, aber auch beeindruckend. Ein ganz neues Desktop Environment, von freiwilligen Programmieren in so kurzer Zeit entwickelt. Und die Featureliste war lang: Plasma, Oxygen, Akonadi, Strigi, Nepomuk und so weiter. Klang alles ganz gut, war aber eben noch Beta und für einen produktiven Einsatz einfach noch nicht gemacht. (Wobei ich tatsächlich gehört habe, dass einige Leute die 4.0er Serie als Produktivsystem benutzt haben. Müssen wohl KDE Entwickler gewesen sein ;) ) Und so gingen dann die Monate ins Land in denen KDE sich entwickelte. Nun halt auch für die Augen eines Endanwenders. Und es wurde besser und besser. Irgendwann dann war KDE 4 soweit, dass es so gut wie alle Features von KDE 3.5 wieder implementiert hatte, plus natürlich vieles Neues.

Jede größere neue Version, also KDE 4.2, 4.2 und die Beta 2 von 4.3 habe ich diverse Male wieder getestet und mir angeschaut wie weit die Entwicklung ist, ob man es, in meinen Augen, als produktiv System einsetzten könnte. Dass ich wieder zu KDE zurück will war eigentlich nie eine Frage. Klar, GNOME ist ein super System, welches ich lieben und schätzen gelernt habe, aber irgendwie bin ich immer noch ein KDEler im Herzen und fühle mich dort einfach irgendwie mehr zu Hause.

Seit KDE 4.3 Beta 2 nutze ich wieder KDE. Warum? Manche mögen mich nun beim beantworten dieser Frage in einigen Teilen für bescheuert halten, aber egal. Erster Grund war, das nun die gröbsten Fehler beseitigt sind, und es wie gesagt wieder alle wichtigen Features hat, welche ich schon in KDE 3.5 hatte. Zweiter Grund ist das neue Plasma Theme “Air”. Dritter Grund ist die synchronisation von Akonadi mit meinem Google Kalendar und meinen Kontakten von Gmail (abgesehen davon, dass ich die Google Services extrem super finde, bin ich auch aufgrund meines iPhones im gewissen Maße darauf angewiesen) und letzterGrund ist das neue Wallpaper vom OSX Snow Leopard Server, welches meine “Desktop Experience” in Verbindung mit Oxygen und Air perfekt macht.

Aufgrund eines Plasma Themes und eines Wallpapers zu wechseln mag in einigen Augen vielleicht schwachsinnig erscheinen, aber ich muss mir meinen Desktop nunmal den ganzen Tag anschauen, und da muss er mir optisch 100% gefallen, ganz unabhängig von seinen Funktionen.

Ich habe den Artikel mit “KDE 4 – Eine Haßliebe” betitelt, denn so sehr ich zu KDE zurück will, und nun ja auch den Schritt gewagt habe, stören mich doch ein paar Dinge sehr. Es fängt bei Kleinigkeiten an, wie zum Beispiel Kmail. Dort gibt es unten in der Statusleiste einen Fortschrittsbalken, zum Beispiel beim abrufen seiner Mails. Neben diesem Balken ist ein kleiner button mit einem Pfeil drauf, der bei Bedarf den Fortschrittsbalken ausklappt und weitere Informationen preisgibt. Soweit so gut, aber beim Blick auf diesen Knopf muss doch wirklich jedem auffallen, das das Pfeil-Icon zu groß für den Button oder der Button zu klein für das Icon ist.

Nächster Punkt -das Panel. Hier muss ich zugeben, hat sich mit KDE 4.3 eine Kleinigkeit groß verbessert! Wird das Panel relativ schmal gemacht, so verschwindet die Umrandung der Tray Icons. Ein ist allerdings geblieben: Wird das Panel auf Auto-Hide gestellt, gleitet das Panel zwar schön sanft nach unten, löst sich aber kurz vorher von den Tray Icons, die dann einzeln etwas später nach unten abtauchen.

In einigen Teilen finde ich KDE auch etwas zu … unruhig, das trifft es vielleicht. Im Dolphin gibt es kleine winzige Kreise, auf den Seitenleisten um sie vom Fenster zu lösen, bzw. sie zu schließen. Ich finde, das ist zu viel, rein optisch! Die Funktion ist gut. Allerdings würde es ja reichen, das diese Symbole erscheinen, wenn man mit der Maus diese Seitenleiste hovert. Die Buddyliste von Kopete hat meiner Meinung nach das selbe Problem. Vor allem im Vergleich mit Pidgin muss sich Kopete hier rein optisch geschlagen geben.

Gut, viele werden sich jetzt fragen, warum ich mich an so Kleinigkeiten störe? Man muss ja auch mal das Gesamtpaket betrachten, die vielen Revolutionen, neuen Features etc., Hat der junge Mann nichts besseres zu tun?
Ich kann diese Fragen verstehen und will sie auch beantworten. KDE 4 ist ganz ohne Frage eine großartige Software mit tausenden tollen Funktionen und Features. Trotzdem sind es die kleinen Dinge, die einen stören, und, hat man sie einmal erblickt, einem einfach immer und immer und immer wieder auffallen. Des Weiteren kann Akonadi zum Beispiel immer noch nicht im CalDAV-Kalendern umgehen, was ich sehr schade finde, da ich es sehr dringend gebrauchen könnte. Dafür kann man allerdings auf 20 verschiedene Weisen zwischen seinen Fenstern oder den Arbeitsflächen hin und her wechseln. An der Stelle frage ich mich, wo die Prioritäten liegen sollten, auch im Hinblick auf die Tatsache, dass für mich die Optik eines Desktops eine sehr zentrale Rolle spielt.

Es gibt aber durchaus auch größere Probleme. Ich habe vor kurzem einen Thread im ubuntuusers.de Forum eröffnet mit dem Titel “KDE 4 – die Enddeckung der Trägheit”. Die Problematik will ich jetzt hier nicht nochmal im Detail aufdröseln. Im großen und ganzen geht es um die Tatsache, das KDE in der 4er Version einfach nicht mehr so performant ist wie sein Vorgänger. Jedenfalls bei mir auf meinem Laptop unter Ubuntu mit Intel Grafikkartentreibern. Vielleicht ist es einfach eine ungünstige Konstellation, eilt ja Kubuntu der Ruf einer eher schlechten Integration von KDE voraus, von den Intel Grafiktreibern im Moment mal ganz zu schweigen. Ich werde im Laufe der nächsten Woche mal wieder einen Ausflug zu Gentoo mit meinem Laptop machen und schauen wie sich KDE dort schlägt. Wie oben bereits erwähnt, war es zu KDE 3.5 Zeiten schon ein imenser Unterschied zwischen Kubuntu und Gentoo in der gefühlten und auch gemessenen Performance.

Ich will an dieser Stelle nicht den Eindruck vermitteln, dass ich die Arbeiten der KDE Entwickler nicht würdige und nur rummeckere. Ich habe zu diversen Themen schon Bugreports und Feature Requests geschrieben. Ausserdem bin ich von der Entwicklung und den Entwicklern an sich sehr beeindruckt und diese Personen kriegen den größten Respekt von mir für das, was sie für die Open Source Szene freiwillig und meist in ihrer Freizeit leisten. Und man sieht auch, wie die Entwicklung voran schreitet und wie Version für Version besser wird. Nichtdestotrotz ist das hier immer noch mein Blog und ein Ort wo ich schreiben kann was mich bewegt und mir durch den Kopf geht ;) . Mein Gemecker soll als konstruktive Kritik aufgefasst werden und hoffentlich zur weiteren Verbesserung einer onhehin schon sehr guten Software beitragen.

In diesem Sinne, einen Gruß an alle KDE Entwickler, und vielen Dank, dass sie mich mit der zweiten Beta Version von KDE 4.3 wieder zurück geholt haben.

Gnome-Programme sehen unter KDE unschön und irgendwie altbackend aus. Um sie besser an den Look von KDE anzupassen, kann man sich das QtCurve-Theme und ein Programm zum Ändern des Gtk-Themas installieren, nämlich gtk-chtheme.

apt-get install gtk2-engines-qtcurve gtk-chtheme
Nach der Installation gibt man entweder im Terminal gtk-chtheme ein oder klickt auf den Themenwechsler und Vorschauprogramm für GTK+ 2.0 unter System im Startmenü "Kickoff". Hier kann man dann das QtCurve-Theme auswählen:

Themenwechsler und Vorschauprogramm

Danach sehen Programme wie Iceweasel (Firefox) oder Geany nicht mehr ganz so befremdlich aus.

Aaron Seigo ist der Meinung über den “Sozialen Desktop” oder was die Idee dahinter ist kann man nicht genug reden. Und am Mittwoch startete auch der Social Desktop Contest und weil man wirklich nicht genügend über die Idee dahinter und auch die Gefahren dabei reden kann, hat RadioTux auf dem LinuxTag Frank Karlitschek im Interview zum Social Desktop in KDE 4.3

Hatte ich letztens noch unter den spaßigen Fundstücken, dass man jetzt mit dem IBM PCjr twittern könnte, so kann man das jetzt auch mit dem C64 - Retrocomputing macht halt Spaß.

RTFM berichtet über eine neue Möglichkeiten neue Distributionen zu finden. Das das bei über 1.000 bei DistroWatch registrierten eigentlich keine leichte Aufgabe ist, ist klar. Ab nun gibt es also den LinuxTracker

Bei openSUSE macht man sich indes Gedanken über das Interesse an den Weekly News ,die es übrigens bei RadioTux in gesprochener Version gibt. Beim Hören eben dieser ist mir eben aufgefallen, das darin immer die gleichen Namen vorkommen. Das sind sehr häufig Gabriel Stein mit interessanten Python-Tips und Katarina Machalkova als wahres YaST-Girl. Warum gibt es eigentlich so wenige openSUSE-Nutzer, die über ihre Erfahrungen bloggen? Ubuntublogs gibt es zu hauf. Jedenfalls beschäftigt Sascha Manns diese Frage und er sucht interessante Tipps und Tricks für die Weekly News. Und selbst dem Communitymangaer scheint dieses Defizit bereits aufgefallen zu sein, schliesslich schreibt er: Bring out yer blogs! Nun vielleicht findet man ja jetzt interessante Tipps.

Ein mit POV-Ray generiertes Bild

Ein mit POV-Ray generiertes Bild

Mit dem quelloffnen Raytracer POV-Ray kann man sehr realitätsnahe Bilder erzeugen. Anders als bei den meisten anderen 3D-Grafikprogrammen arbeitet man hier nicht mit einer graphischen Oberfläche und Maus sondern beschreibt die Objekte textbasiert über dessen Positionen in einem Koordinatensystem.

[UPDATE]Artikel nochmals überarbeitet und Beispiel hinzugefügt.[/UPDATE]

Was ist Raytracing?
Raytracing ist eine Methode um Computergenerierte Bilder zu erzeugen. Der Unterschied zum Rendering besteht darin, dass keine Gittermodelle mit Texturen belegt werden und die Farbe dann mittels des Lichtes berechnet wird sondern eine Strahlenverfolgung statt findet, wodurch viel realistischere Bilder entstehen. Leider ist dieses Verfahren auch wesentlich rechenintensiver. Dafür bekommt man Schatten und Spiegelungen quasi geschenkt, was mit Rendering relativ schwer zu realisieren ist. (Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Raytracing)

Einen guten Eindruck, was POV-Ray leisten kann bekommt man in der Galerie der POV-Ray Homepage.

Download und Installation
POV-Ray steht unter einer eigenen Lizenz, die zwar das Einsehen des Quelltextes, aber nicht die veränderte Weitergabe im Sinne freier Software erlaubt (was sich aber bald ändern soll, siehe Kommentare).

Das Programm ist für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar und kann sogar in einem Cluster (also auf mehreren PC’s gleichzeitig) verwendet werden.
[UPDATE]POV-Ray kann unter Ubuntu mittels sudo apt-get install povray installiert werden.
Ansonsten kann man die Binärdateien von der Homepage beziehen[/UPDATE]

Grundsätzliche Funktionsweise
In einer Scenenbeschreibungssprache werden alle Objekte, Lichtquellen und die Kamera an 3D-Positionen im Raum definiert (z.B. Kugel an Stelle x,y,z mit Radius r und Farbe rot). Daneben gibt es noch viele weitere Optionen um bestimmte Materialien zu simulieren. Daraus wird dann das Bild berechnet.

Zitat:

Der Qualität und dem Anspruch der gerenderten Bilder sind keine theoretischen Grenzen gesetzt;
in der Praxis ist die zur Verfügung stehende Rechen- oder Computer-Zeit der begrenzende Faktor.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Povray

Interessant ist Povray durch seine Scenenbeschreibungssprache auch wegen der Automatisierbarkeit.
z.B. ist EAGLE ein Programm um elektronische Schaltungen zu entwerfen und daraus entsprechende Boardlayouts zu konstruieren. Mittels eines Scripts kann man sich die Platine zu einem fertigen Layout vor dem eigentlichen Bau mit POV-Ray Rendern lassen um sich ansehen zu können, wie es später aussehen wird. (Macht sich sehr gut in Ausarbeitungen oder um vorab etwas präsentieren zu können.)

<->UART Konverters" src="http://zinformatik.de/wp-content/uploads/2009/06/usb_adapter_board.jpg" alt="Das Board-Layout eines USB<->UART Konverters" width="552" height="275" />

Das Board-Layout eines USB<->UART Konverters

Das mit POV-Ray aus dem Board-Layout generierte Bild

Das mit POV-Ray aus dem Board-Layout generierte Bild

Ein Foto der fertigen Platine

Ein Foto der fertigen Platine (um 180° gedreht)

Übrigens ist der linke Teil meines Banners (oben auf der Seite) auch ein Teil einer mit POV-Ray gerenderten Platine. Der Rechte Teil ist ein Ausschnitt des EALGE Layouts, aus dem es generiert wurde.

Beispiel
Im folgenden Beispiel wird eine einfache Scene erstellt. Zuerst wird eine Datei mit Farbdefinitionen eingebunden, damit man nicht jede Farbe als RGB-Wert eingeben braucht. Danach wird eine Kamera definiert. Dabei gibt man die Position an, wo sie sich befinden soll und die Position, auf die die Kamera zeigen soll.
Als nächstes muss noch eine Lichtquelle definiert werden, damit man auch etwas sehen kann. Diese wird mit dem Schlüsselwort light_source eingeleitet und hat eine Position und eine Farbe. Nun können die einzelnen Objekte definiert werden.
Als Boden wird eine Ebene definiert, die schwarz-weiß kariert ist und waagerecht auf der Höhe -1 liegt. Die Koordinaten geben die Lage der Ebene an, die immer Senkrecht auf dem angegebenen Vektor liegt. Dahinter kann man ein Offset (der Abstand zum Nullpunkt), in diesem Fall also die Höhe angeben.
Die Farbe wird mit dem Schlüsselwort “pigment” angegeben. Da die Ebene Kariert sein soll nutzen wir hier die Option “checker” gefolgt von zwei Farbwerten.
Durch die Include-Anweisung am Anfang können hier die Namen der Farben verwendet werden. Ansonsten müsste man den RGB-Wert angeben.
Der Himmel wird durch ein “sky_sphere”-Objekt erzeugt, welches entlang der y-Achse (”gradient y”) von Hellblau nach Blau verläuft (”color_map”).
Nun kann man noch weitere Objekte auf der Ebene platzieren. Eine Kugel (sphere) besitzt einen Mittelpunkt und eine Durchmesser und natürlich auch eine Farbe.
Ein Kegel (cone) hat zwei Koordinaten, die den Mittelpunkte der beiden Enden entsprechen sowie je einen Durchmesser an jedem Ende.

Neben der Farbe kann auch noch die Oberflächenstruktur und -Politur definiert werden. Für die Struktur ist das Schlüsselwort “normal” zuständig, die Politur wird mittels “finish” angegeben. Im Beispiel wird der 2. Kugel eine reflektierende Politur gegeben, so dass sie die anderen Objekte spiegelt. (je höher der Reflektionswert, desto stärker die Spiegelung.

Nun der Code des Beispiels:

#include "colors.inc"
 
camera {    // Die Kamera
    location <2, 3, -6>
    look_at <0, 1, 2>
}
 
light_source { // Die Lichtquelle
    <3, 5, -4>
    color White
}
 
plane { // Eine Ebene
    <0, 1, 0>, -1
    pigment { checker color White, color Black }
} 
 
sky_sphere { // Der Himmel
    pigment {
        gradient y
        color_map { [0.0 color rgb <0.7,0.7,1.0>] [1.0 color blue 0.5] }
    }
}
 
sphere { // eine Kugel
    <-3, 1, 4>, 2
    pigment { color Yellow }
}  
 
cone{   // Ein Kegel
    <3,-1,3>,1,<2.5,4,4>,0
    pigment{color Green}
}
 
sphere { // Eine reflektierende Kugel
    <0, 2.5, 10>, 3
    finish{
        reflection {
            0.8       
        }
    }
}
Das Ergebnis des Beispiels

Das Ergebnis des Beispiels

Sonstige Funktionen
POV-Ray kennt noch eine ganze Menge weiterer Objekte, die sich auch zusammenfassen lassen. Man kann auch – wie in der Mengenlehre – ein Objekt von einem anderen abziehen oder die Schnittmenge zweier Objekte berechnen (und anzeigen).
Auch bei den Farben und Oberflächenstrukturen bzw. -Polituren gibt es noch viele weitere Möglichkeiten und Optionen.

Die Objekte können skaliert (in der Größe geändert) rotiert und translatiert (verschoben) werden.
Es können auch Kontrollstrukturen wie bei Programmiersprachen genutzt werden. So kann man Variablen deklarieren, Schleifen und Verzweigungen nutzen sowie Funktionen (bei POV-Ray Makros genannt) definieren um automatisch eine Reihe von Objekten zu erzeugen und zu transformieren.

Man kann mit POV-Ray auch Animationen erstellen. Dafür werden per Script mehrere Bilder erstellt, wobei vor jedem Bild eine Variable verändert wird. Diese kann genutzt werden um die Kamera oder Objekte zu bewegen.
Hier einige Beispiele (auf Youtube gibt es noch jede Menge weitere)

Click here to view the embedded video.

Click here to view the embedded video.

Links

Moin liebe Lesergemeinde,

es gibt wieder erfreuliche Nachrichten in Bezug auf bessere Hardware Unterstützung für Linux. Am 15. Mai 2009 wurde von der Firma DisplayLink Corp. eine LGPL Bibliothek veröffentlicht, die nun die Entwicklung von Treibern und Programmen für den X Server ermöglicht, um Bildschirme mit DisplayLink Chips ansteuern zu können.

DisplayLink entwickelt Chips, die es ermöglichen Standard LCD Bildschirme direkt per USB an einen PC anzuschließen und anzusteuern. Bisher gab es nur Treiber für MS Windows und das Mac OS. Diese Technik ist zum Beispiel sinnvoll für Zusatzdisplays, da keine weitere Grafikkarte benötigt wird. So lassen sich nun zum Beispiel alle Geräte mit einem USB 2.0 Anschluss und einem Linux als Betriebssystem mit einem Display ausstatten (Router, Server, etc).

Näheres zu der Veröffentlichung der Software Bibliothek findet man im Artikel auf der DisplayLink Seite.

Die Community hat sich bereits an die Programmierung eines Treibers gesetzt und es gibt auch schon erste Ergebnisse. So liefert bereits das bekannte NAS System NSLU Bilder auf ein angeschlossenes Display. Die Verwaltung des Projekts hat die Seite freedesktop.org übernommen. Regelmäßige Nachrichten kann man per Mailinglist oder Twitter abrufen. Auf der Webseite findet man ebenfalls eine Installationsanleitung und ein HowTo. Allerdings sollte an dieser Stelle gewarnt werden, dass alles noch auf einem sehr frühen Entwicklungsstand ist.

Allerdings überlege ich mir trotzdem ein kleines Zusatzdisplay zu holen und zu testen. Ich habe für die weitere Technisierung meines zu Hauses vor, in jedem Zimmer ein kleines Mini-ITX Atom Board mit Musik Boxen aufzustellen und diese per Streaming von einem NAS mit Musik zu versorgen. Um jetzt nicht an jedes Board einen eigenen VGA Monitor mit Touchscreen andocken zu müssen (oder ständig VGA und USB Stecker abzuziehen und wieder an einem anderen PC anzustöpseln), habe ich mir überlegt ein DisplayLink Monitor zu nutzen und diesen wenn benötigt einfach an den USB zu stöpseln und den jeweiligen PC zu steuern. So kann man den Monitor auch ohne ständiges Anstöpseln und Abziehen mehrerer Kabel (sondern nur eines Kabels) hin und her tragen.

Es gibt nämlich seit kurzem in Deutschland ein geniales Display zu kaufen. Dieses ist 7” groß und integriert DisplayLink Technik, Touchscreen, Webcam und Mikrofon. Und das alles – bis auf das Mikrofon – über einen USB Anschluss (zumindest so wie ich es verstanden habe). Das Display gibt es bei beim Anbieter CARTFT zu kaufen (wenn jemanden noch ein anderer Anbieter bekannt ist, dann bitte in die Kommentare einfügen).

DisplayLink MonitorDisplayLink Monitor

Allerdings ist das Display mit 160 EUR nicht gerade billig. Deswegen hadere ich auch gerade mit mir, da ja auch der Treiber noch nicht wirklich benutzbar ist. Zudem muss man als Mac/Linux Anwender den Touchscreen Treiber extra kaufen (warum auch immer). Außerdem bin ich in der Hinsicht eher der Endanwender als der Bastelfreak. Naja mal schauen, wie ich mich entscheide.