ubuntuusers.de

29. Juni 2009

Aaron Seigo hat auf seinem Blog einen Screencast zu KDE 4.3 online gestellt. Er geht ca 10 Minuten und ist derzeit über das Bittorrent Netz verfügbar.

Hier der Link zum Torrent

Eine Bitte von Aaron ist, dass man nach erfolgreichem download noch weiter seeden soll, damit sich der Screencast schneller verteilt.

Weitere Artikel:

Linux als Desktopsystem zu verwenden ist sehr gut möglich. Aber es gibt natürlich immer noch Einstellungen, die eher für einen Serverbetrieb gedacht sind oder mit Rücksicht auf alte Systeme für neuere nicht optimal sind. Eine dieser Stellschrauben ist das Auslagerungsverhalten.

Wenn ein Desktopprogramm wie ein Browser zwei Stunden geruht hat, soll es trotzdem noch direkt auf Eingaben reagieren. Im Gegensatz dazu ist es für das Gesamtsystem nicht verkehrt, wenn ruhende Programme aus dem Arbeitsspeicher in den Swap gelagert werden. Zumindest ist dies in etwa das, was man der kontroversen Diskussion auf der lkml entnehmen kann. Legt die Faustregel nahe: Für einen Desktop mit viel Ram ist eine niedrige Swappiness gut.

Dern derzeitigen Wert kann man mit

sudo sysctl -a | grep "vm.swappiness"

abfragen.

Den neuen Wert setzt man mit

sudo sysctl vm.swappiness=0

im laufenden Betrieb und temporär oder dauerhaft durch das Einfügen von

vm.swappiness=0

in die /etc/sysctl.conf. Das ist auch unter Tuning im Wiki beschrieben.

In einer Datei suchen Eine Datei wird mit dem Schrägstrich / im Kommandomodus ESC durchsucht. Natürlich kann hier auch regular expression angewendet werden: /^require Mit n gelangt man zum nächsten Treffer. Um auf den Treffer davor zu kommen drückt man N. Auf einer Zeile suchen Beim Navigieren in einer langen Zeile ist f sehr hilfreich. So springt der Cursor [...]

Beim Nutzen von Debian muss man sich – kommt man von Ubuntu her – etwas umgewöhnen. Und deshalb habe ich auch einen solch falschen Titel gewählt. Ungewöhnung dürfte es als solches Wort in der deutschen Sprache gar nicht geben. Spielt aber nicht wirklich eine Rolle, denn das Wesentlich spielt sich ausserhalb der Rhetorik und Orthographie ab.

Zunächst musste ich mir wieder in Erinnerung rufen, dass Debian nicht nur über einen aktivierten root-Account verfügt, sondern, dass auch die su-Rechte per visudo gesetzt werden müssen. Wie das funktioniert, habe ich vor einiger Zeit hier beschrieben. Aber auch die Rechte der Benutzer sind nicht gleich wie bei Ubuntu gesetzt. So müssen die Rechte, um Scannen zu dürfen oder um Musik hören zu können, extra gesetzt werden. Ist nicht weiter tragisch, man muss es eben bloss wissen.

Eigenschaften der Benutzerkontos

Ansonsten sind die Unterschiede zu Ubuntu nicht allzu gross, mindestens sind sie auf dem Gnome-Bildschirm nicht sichtbar. Unter der Haube hat sich jedoch Ubuntu schon eine ganz grosses Stück von Debian entfernt und nicht alle Debianer und Ubuntu-Menschen beobachten diese Entwicklung mit Freuden. Aber das ist wohl Philosophie- und Geschmackssache.

Zur Diskussion von wegen der richtigen Namensbezeichnung von Lenny, so kann ich bloss auf die Systemeigenschaften von Gnome verweisen und bilde mal die Angaben ab, die dort ausgegeben werden: Debian Version 5.02 (lenny).

Systemüberwachung

Das Wesentlichste aber, weswegen ich überhaupt wiederr zurück zum guten, alten Debian gegangen bin, ist aber die Performance. Debian ist deutlich schneller und flinker im Betrieb, als ein Ubuntu 9.04 in der Standard-Installation. Das schleckt keine Geis weg, wie wir sagen. Klar, bei Debian (in der stabilen Version) hinkt man immer zünftig hinterher. Beispielsweise nutze ich nun wieder OpenOffice in der Version 2.4 oder KeePassX kommt in der Variante 0.3.1 daher, gwibber gibt es erst gar nicht und meine alte Webcam kann mit Cheese nichts anfangen. Der Firefox heisst hier Iceweasel und Thunderbird nennt sich Icedove.

Aber die Vorteile liegen trotzdem weit vorne, denn Debian ist stabil und die Versionen aus den offiziellen Quellen laufen in (fast) allen erdenklichen Variationen. Ubuntu ist im Betrieb ebenfalls recht stabil zu bedienen, aber es beansprucht in der Standard-Installation mittlerweile eine ganz fette Stange an flüchtigem Speicher und Ressourcen an den Prozessoren, auch im Leerlauf. Da ist halt Debian schon noch einiges bescheidener.

Ähnliche Artikel

Eigentlich bin ich kein Freund von Downloadmanagern. Mir reicht der im Firefox integrierte und wget von der Console. Da ich am Wochenende aber arge Probleme mit dem Internet hatte, kam mir der Gedanke, ich könnte doch mal die Downloadgeschwindigkeit mit einem solchen Wundertool messen. Auf der Suche nach einem passenden Tool, welches nicht durch Bettel Screens glänzt, bin ich über MultiGet gestolpert. In Testing und unstable ist es im Repository drin, für Lenny leider noch nicht. Man kann aber einfach das deb, das für Testing bestimmt ist, ohne Probleme in Lenny installieren. Also mit dpkg -i multiget_1.2.0-3_i386.deb installieren. Wie ich bereits öfter erwähnt habe, benutze ich fast ausschlischlich meinen Asus G1 Laptop, da die Performance zu messen, heisst eigentlich die Leistung seiner Wlan Anbindung zu messen, auch mal ganz nett, aber zum Feststellen der Internetanbindung ehrer ungegeignet. Unser Fileserver eignet sich für soetwas viel besser. Also habe ich flugs MultiGet auf dem Lenny server installiert und dort als user aufgerufen. Ich arbeite im LAN immer mit X forwarding, so war es nicht verwunderlich, das ich beim starten sofort mit der Oberfläche begrüsst wurde, was mich allerdings positiv überrascht hat, das Symbol für das Programm im Panel auftauchte. Sehr praktisch :-). Die Funktion und Bedienung ist weitgehend selbsterklärend, es überwacht den primary Buffer, dadurch reicht das markieren des gewünschten Files im Browser, um den Dialog aufpoppen zu lassen, nun kann man noch ein paar Mirror hinzufügen, die ebenfalls richtig erkannt werden. Dann drückt man OK und es geht los. Die laufenden Downloads werden unter Run einsortiert. Ich habe es mal mit einem Kernel von kernel.org und 4 entsprechenden Mirror ausprobiert, ich muss sagen, das flutscht!

MultiGet file downloader

Die Auswertung der kleinen Umfrage zu den Vorteilen von Ubuntu mache ich analog zu der Auswertung der Vorteile von Windows.

Auch hier werde ich aufteilen nach den Vorteilen und den positiven Eigenschaften, die sich daraus ergeben. Auch hier findet Ihr links das Tafelbild der Session auf dem Barcamp Dornbirn.

Naturgemäss - da der Artikel auch auf dem Planeten von ubuntuusers.de landete - sind mehr Vorteile von Ubuntu zusammengekommen als Vorteile von Windows.

Vorteile
- Community
- alles aus einer Hand
- gutes Softwarepaketkonzept
- Sehr, sehr viele Pakete
- schnelle und innovative Entwicklung
- Kostenlos
- 'Frei' im Sinne von: Alles ist veränderbar
- Open Source Software
- Reaktionszeit bei Sicherheitslücken
- schnellere, saubere und gut geführte Installation
- klare Releaseplanung
- super (deutsches) Wiki
- Unterstützung für Programmierer (Compiler, Bibliotheken, ...) vorhanden
- bessere Kommandozeilentools
- Sicherheitsprinzip
- schnelle Bootzeit
- einfache Änderung der Konfigurationen durch Textdateien
- sehr umfangreiche Hardwareunterstützung
- LiveCD
- Wartung durch die Community beschränkt sich nicht auf die aktuellen Produkte.
- Wichtige Programme (Browser, Büroanwendungen, Messenger, Mailclient) sind schon vorinstalliert.
- gute Performance
- Hilfesystem

Positive Eigenschaften
- Sehr, sehr viele Pakete
--> Freie Wahl der Benutzeroberfläche (Gnome, KDE, XFCE, LXDE, etc.)
--> kein stundenlanges surfen auf der Suche nach Software
- gutes Softwarepaketkonzept
--> Es ist sehr einfach auf ein neues Release upzugraden.
--> Einfache Paketverwaltung
--> zentrale Softwareverwaltung
--> Wartungsarm
- 'Frei' im Sinne von: Alles ist veränderbar
--> Selbstbestimmung was und wie ich es auf dem Rechner haben will (Software / Lizenzen)
--> Einrichtungsmöglichkeiten der Oberfläche
- Community
--> sehr grosse (deutschsprachige) Community
- Reaktionszeit bei Sicherheitslücken
--> Kritische Lücken im OS werden sehr schnell gefixt
- Sicherheitsprinzip
--> chroot für kritische Anwendungen wie Wine oder Firefox.
--> Es gibt keine mir bekannten Viren.
--> Konsequent sicheres Design
- Open Source Software
--> 64bit Unterstützung für fast alle Programme
--> Durch den offenen Quellcode sehr vertrauenswürdig.
--> freier Softwaregedanke, d. h. die Quellen sind offen und jede/r kann und darf sie verändern
- sehr umfangreiche Hardwareunterstützung
--> kaum Nachinstallieren von Treibern

Ausserhalb der Wertung
- straight forward
- Anwenderfreundlich
- Man kommt ohne Kommandozeile klar
- schnelle Installation
- Ubuntu läuft stabil - im Gegensatz zu Windows
- (für mich ziemlich intuitives) Menukonzept (Gnome)
- zentrale Anlaufstelle für Probleme
- schnelle und einfache Installation
- NFS Performance leicht besser als die MS Implementation (kann aber auch Placeboeffekt sein)
- ist einfach wesentlich durchdachter (Dateisystem, Rechte, Homeordner bzw. -laufwerk, ...)
- ganz klar das Terminal
- Backdoors sind sehr unwahrscheinlich, bei Windows und OSX bin ich mir sicher dass mehrere Vorhanden sind
- die besseren (default) Spiele ;-)
- Für Anfänger ist es leicht zu bedienen und "funktioniert einfach"

28. Juni 2009

Mit unserem neuen Interface im Blog haben wir auch Piwik auf unseren Server eingeführt, ein open source Countservice, analog zu Google Analytics in Echtzeit. Dieses Tool bietet über API die Möglichkeit, maßgeschneiderte Daten der Besucherauswertung zu exportieren und diese Daten regelmäßig zu erneuern (Echtzeit). So kann man an über verschiedene Protokolle Besucherzahlen, Referer, Besucherländer und weitere Details ausgeben lassen, in die eigene Homepage oder in Programme einbinden.
Im Folgenden möchte ich eine Möglichkeit präsentieren, wie man seine aktuellen Besucherzahlen mit Conky auf dem Desktop anzeigen lassen kann.

Vorbereitung

Zunächst muss man sich Gedanken darüber machen, wie man an die aktuellen Besucherzahlen herankommt und diese auf dem PC hinterlegt. Im Hauptmenü der Piwik-API kann man unter einer Vielzahl von möglichen Funktionen, Protokollen und Zahlen wählen, welche mit einer langen Buchstaben und Zahlenkette authentifiziert sind, wählen. Im Beispiel wähle ich die Funktion VisitsSummary.get, welche die Besucherzahlen in einem bestimmten Intervall ausgibt, und ändere die URL so, dass sie die Zahlen den aktuellen Tages ausgibt (period=day&date=today) und das XML-Format hat. Da es mit einem wget-Befehl leider nicht möglich ist, diese Daten herunterzuladen, greife ich zu einem Umweg: Ich erstelle eine PHP-Datei auf meinem Webspace mit dem Inhalt
<?php
$zeug = file_get_contents("http://example.com/index.php?module=API&method=VisitsSummary.get&idSite=1&period=day&date=today&format=xml&token_auth=ganz_geheimer_code");
echo $zeug;
?>

und lasse diese später mittels wget herunterladen.

Das Skript

Um die Zahl der aktuellen Besucher mit Conky anzeigen zu lassen, muss man beispielsweise mit einem Bash-Skript die Datei, die man vom Webspace herunterlädt noch bearbeiten, bis letztlich die „nackte“ Zahl ausgegeben wird. Folglich ergibt sich folgendes Skript, das mit einem Haufen sed-Befehlen die Datei bearbeitet:

wget -c http://example.com/obige_datei.php -O ./hallo.txt
cat ./hallo.txt | grep nb_visits\> | sed 's/	<nb_visits>//g' | sed 's/<\/nb_visits>//g'
rm -f hallo.txt

In die .conkyrc kommt nun noch folgender Befehl, und schon wird die Besucherzahl in Conky ausgegeben:

Besucher heute: ${font Monospace:size=20}${execi 120 "/pfad/zum/obigen/skript.sh"}${font}

Et voilà, die Ausgabe in Conky aktualisiert sich alle zwei Minuten. Mit Referern und anderen Funktionen funktioniert das natürlich äquivalent.

Wem das noch nicht reicht, der kann mit diesem Bash-Skript die Topseiten ausgeben lassen, von denen die Besucher kommen. Diese werden gleich formatiert in Spalten mit der jeweiligen absoluten Zahl der Besucher ausgegeben.

Mehr informationen dank Python

Conky kann nicht nur die Ausgabe von bash-Skripten anzeigegen, sondern auch die Textausgabe von Python-Programmen. Durch den größeren Funktionsumfang von Python sind auch mehr Informationen möglich, oder zumindest einfacher abrufbar. So kann man mit diesem Python-skript sich anzeigen lassen, woher die Besucher kamen, wieviele es waren, und wieviele nach einer Seite abgesprungen sind. Hierbei wird aus dem XML-Dokument ausgelesen. Dabei kann man selbst bestimmen, welche Knoten ausgelesen werden sollen, und welche nicht. Dieses Skript kann mit Leichtigkeit an alle anderen XML-Dokumente angepasst werden, wie zum Beispiel die Länderliste. Die Ausgabe kann dann wie oben in Conky eingeben werden. Ob dies so sinnvoll ist, ist die Frage, da die Liste relativ lang werden kann, und dementsprechend viel Platz verbraucht. Ich benutze es jedenfalls nicht, wollt nur mal schauen, was alles machbar ist ;-)

Hat mich in den letzten Tagen ein wenig an Nerven gekostet. Zum einen wurde der MTA ausgetauscht, was ich nicht so gut fand, also war erst einmal nichts mehr mit E-Mails versenden. Ich habe dann den alten wieder installiert und es lief wieder. Beim Imap Server lief auch alles glatt, doch das Pop3 Modul wurde nicht aktualisiert und spuckte nur Anmeldefehler. Bis ich darauf gekommen bin, dass auch hier was zurückgehalten wurde … Naja. Irgendwann Donnerstag Nachts um 01:00 Uhr lief dann wieder alles wie gewünscht und gewollt. Mal sehen was beim nächsten Update / Upgrade alles passiert.

Habt Ihr auch schon mal solche Erfahrungen gemacht ?

Weitere Artikel:

EasyTag hat zur Zeit Probleme bei der manuellen CDDB Suche auf gnudb.org. Wenn man die manuelle Suche startet, erhält man in der Statuszeile immer nur die Meldung “HTTP 301 Server permanently moved".

EasyTag

Das ist zur Zeit ein Bug in EasyTag. Abhilfe schafft ein korrigiertes Installationspaket auf der gleichen Seite.

Ausprobiert habe ich es unter Kubuntu Jauny 9.04. Aber immer Vorsichtig, denn Fremdpakete können das System gefährden.

Moin liebe Lesergemeinde,

neulich war ich auf der Suche möglichst einfach DVDs unter Linux/Gnome zu kopieren. Die Bedingung war, dass ich Original Ton und deutsche Übersetzung in einer Datei habe. Mit rippen wäre es demnach schwierig möglich gewesen, da man meines Wissens nur eine Tonspur integrieren kann. Außerdem weiß keiner wie zukunftsträchtig denn Formate wie *.mpg oder *.avi etc sein werden. Zumal ich eine Variante gesucht habe, alle meine DVDs möglichst verlustfrei zu sichern – schließlich halten selbst gepresste Scheiben keine 10 Jahre mehr, danach sind sie kaum noch zu gebrauchen.

Nach ein wenig Recherche bin ich auf ein englisches How-To gestoßen. Da es sicher welche gibt, die nicht oder nur bedingt Englisch können, werde ich das Tutorial mal in Deutsch zusammenfassen.

Gnome kann mit Hilfe von dem Brennprogramm Brasero von den meisten DVDs Sicherheitskopien im ISO Format anfertigen (mir ist auch schon eine DVD untergekommen, die Probleme gemacht hat). Eine ISO Datei ist das universelle Format zum Kopieren von DVDs oder CDs und eine exakte Kopie der Scheibe. Das ISO kann dabei später jederzeit von jedem Brennprogramm wieder auf DVD/CD gebrannt werden. Also der ideale Weg schnell, unkompliziert, verlustfrei und mit Sicherheit in ein paar Jahren auch noch verwertbar eine DVD zu sichern.

Getestet ist der Weg unter Ubuntu 8.10 und 9.04.

1. Als erstes lege man die zu kopierende DVD ein.

2. Dann öffne man den Dateibrowser Nautilus

3. Man klicke nun in der Symbolleiste auf “Computer” oder gebe in der Adressleiste “computer:///” ein

4. Nun gelangt man zu der Übersicht aller Laufwerke des Rechners.

5. Man klicke mit der rechten Maustaste auf das DVD Symbol, das Kontext Menü öffnet sich nun

6. Dort gibt es den Eintrag “CD/DVD kopieren …” (Achtung: CD/DVD muss eingebunden sein)

DVD kopieren

7. Nun öffnet sich ein Fenster indem man das Quellmedium auswählt (normalerweise schon Vorausgewählt) und das Zielmedium auswählt. Es gibt die Möglichkeit das direkt wieder auf eine CD/DVD zu brennen, oder eben in ein ISO. Mit dem Klick auf die Schaltfläche Eigenschaften, kann man den Pfad und den Dateinamen des ISOs angeben

DVD kopieren ISO Auswahl

8. Mit Klick auf Kopieren startet man den Kopiervorgang. Jetzt ist warten angesagt. Eine DVD dauert ca. 20-30 Minuten bei einem normalen DVD Laufwerk.

DVD kopieren, Kopiervorgang

9. Ist das Kopieren abgeschlossen, ist man stolzer Besitzer einer virtuellen DVD ;-)

10. Testen kann man das ISO direkt mit dem VLC Player. Wer diesen noch nicht installiert hat, der sollte dies tun, denn der VLC ist einer der besten Medienplayer überhaupt. Alles was irgendwie abzuspielen geht, bekommt der VLC auch abgespielt – da wo andere Player schon längst versagen. Unter Ubuntu kann man diesen mit dem Befehl im Terminal installieren:

sudo apt-get install vlc

Ist der VLC installiert, öffnet man diesen und wählt einfach die ISO Datei aus – schon wird die DVD abgespielt.

11. Will man die Daten im ISO extrahieren, geht das mit Rechts klick auf die Datei und mit dem Eintrag “Hier entpacken”. So kann man im Nachhinein die DVD auch rippen, sollte man dies wollen (DVD::RIP für die VOB Dateien im ISO, oder mit Handbrake direkt von der ISO Datei)

12. Mit dem folgenden Befehl lässt sich das ISO auch direkt wie eine DVD ins System einbinden (aber nur mit sudo Rechten).

sudo mount -o loop /pfad/zur/datei.iso /media/cdrom0

13. Wer nun seine ganze DVD Sammlung archivieren will sollte sich eine neue Festplatte kaufen gehen ;-) Ein ISO ist normalerweise um die 7,5 GB groß, da es 1:1 die DVD abbildet.

Natürlich muss man hier noch erwähnen, dass man sich in einer gesetzlichen Grauzone befindet. Normalerweise darf man kopiergeschützte DVDs nicht kopieren, auch nicht zu privaten Zwecken. Allerdings könnten wir nichtmal kopiergeschützte DVDs anschauen, schließlich ist die Verwendung von libdvdcss2 auch nicht so ganz in Ordnung. Aber ich möchte meine legal gekauften DVDs eben auch noch in mehreren Jahren anschauen, wenn diese DVDs schon längst ihren Geist aufgegeben haben.

Im Repository ist ja immer noch das gleiche Problem mit der Abhängigkeit.
Heute bin ich mal einen Schritt weiter gegangen, und habe es mit der svn probiert. Und ich muss sagen, es scheint einwandfrei zu funktionieren.

Unter http://pythonide.blogspot.com/2007/02/how-to-download-latest-spe-from_26.html findet man eine Anleitung dazu.
Für die, die Probleme mit dem Englisch haben hier eine Miniübersetzung. :o)

Pakete, die von einer vorherigen Installation installiert sein könnten, sollte man deinstallieren. Ganz einfach mit sudo apt-get remove spe kiki wxglade.
Danach svn checkout svn://svn.berlios.de/python/spe/trunk/_spe eingeben.
Es wird ein Verzeichnis mit dem Namen _spe erstellt. Diesen Ordnernamen NICHT verändern.
Nun einfach in diesen Ordner gehen und mit python SPE.py den Editor starten.

Schon sollte man damit normal arbeiten können. Bei mir konnte ich bisher keine Probleme feststellen.

27. Juni 2009


Ich habe schon oftmals probiert Nepomuk (verwaltet Metadaten von Dateien, Verschlagwortungen, Tags, …) und Strigi (die eigentliche Desktopsuche) zum Laufen zu bekommen. Nie hat es funktioniert. Durch diesen Thread im ubuntuusers Forum rennt es nun. Fragen zur Einrichtung etc stellt ihr am Besten dort, weil es dort mehr Leute lesen können und evtl. geholfen wird.

Nepomuk nascht beim Indexieren lustig von Speicher, hier sind er gerade 300MB. Und das zweite was mir ausgefallen ist: Strigi sucht wirklich schnell. Die Latenz zwischen Eingabe und Ergebnis ist echt zufriedenstellend.

Und hier mal wieder die obligatorischen Screenshots:

Screenshot48

Strigi beim Indexieren

suche

Suche nach Dateien mittels KRunner

Hallo zusammen!

bluetooth

Wolltet ihr auch schon mal euer Handy als Fernbedienung für euren Computer verwenden? Wenn ihr ein Sony Ericsson Handy habt, dann zeige ich euch jetzt wie einfach das geht. Das ist ein How-to für Ubuntu/Linux Systeme, unter Windows gibt’s derzeit leider nur proprietäre Software die das kann (z.B.: Salling Clicker) – aber da das ein Ubuntu Blog ist, kann uns das eigentlich eh egal sein ;-)

Hier mal eine kurze Checkliste, was ihr alles braucht.

  1. Ein Bluetooth und HIDD fähiges Handy z.B. ein Sony Ericsson W300i oder V630i. Warum Sony Ericsson? Diese Handys haben eine Applikation namens “Fernbedienung” aber später dazu mehr.
  2. Einen USB Dongle – ist ein Bluetooth USB Adapter, den du an deinen Computer/Laptop ansteckst – gibt’s ganz billig auf Amazon
  3. Ubuntu oder eine andere Linux Distribution

Unser nächster Schritt ist, dass wir unser Handy mit unserem Ubuntu Rechner verbinden. Damit das Handy erkannt werden kann, muss es “gepaart” werden. Das funktioniert folgendermaßen.

  1. Du steckst den Bluetooth Dongle an deinen Rechner an. Es sollte in der Taskbar sofort ein (graues) Bluetooth Symbol erscheinen.
  2. Nun aktivierst du auf deinem Handy Bluetooth.
  3. Jetzt öffnest du eine Konsole in deinem Ubuntu und tippst dort “hcitool scan” ein. Dein Ubuntu sucht nach Bluetooth Geräten, und wird alle Geräte in Umkries von ein paar Metern anzeigen (je nachdem wie gut dein Dongle funktioniert).

Als Output solltest du so etwas ähnliches bekommen:

23:57:F2:0R:78:L4 W300i (das ist eine erfundene MAC Adresse)

Jedes Bluetooth Gerät, egal ob Handy oder Headset, hat eine bestimmte und eindeutige MAC Adresse.

Als nächstes Schritt, tippst du folgendes in der Konsole ein,

sudo hidd --connect DEINE MAC Adresse

also bei mir folgendes:

sudo hidd --connect 23:57:F2:0R:78:L4

Jetzt solltest Du auf deinem Handy gefragt werden, ob Du dein Handy als Fernbedienung verwenden willst, und ob Du dieser Verbindung (Handy + Computer) zustimmst. Natürlich antwortest Du mit JA. Wahrscheinlich kannst du auf deinem Handy auch einstellen, “immer zulassen” damit du nicht jedes Mal auf JA klicken musst.
Im Sony Ericsson Menü “Fernbedienung” hast du die Möglichkeit zwischen verschiedenen Modi zu wählen, “Presenter” (für Powerpoint Präsentation geeignet), “Media Player” (für diverse Media Player geeinget), und “Desktop” (damit du normale Mausbewegungen simulieren kannst, wie zum Beispiel “Rechtsklick).

ODER aber du gehst zu folgender Seite,

http://www.kde-apps.org/content/show.php/Sony+Ericsson+HID+profiles+package?content=6028
Hier gibt es maßgeschneiderte KDE HIDD Plugins, damit du Kaffeine oder Amarok oder VLC Player noch einfacher bedienen kannst. Natürlich kannst du Dir auch deine eigene HID Fernbedienungs Plugins basteln.

Um .hid Dateien auf dein Handy mit Bluetooth zu schicken, musst du folgenden Befehl in der Konsole ausführen:

gnome-obex-send -d DEINE MAC ADRESSE /pfad/zu/deinem/hidfile.hid

Hier ist auch noch ein toller Link,
https://help.ubuntu.com/community/BluetoothRemoteControl
(Hier gibts generelle Informationen zu Bluetooth Fernbedienungen) und auch weiterführende Links zu weiteren .hid Plugins.

Viel Spaß bei deiner Sony Ericsson Fernbedienung!

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Nachdem KDE mit KDE4 eine neue Evolution des Linux-Desktops eingeläutet hat versucht auch GNOME nachzuziehen. Nachdem man vorher recht lange fest davon überzeugt war, dass es ein GNOME 3.0 nicht geben wird, hat man doch recht schnell erkannt, dass auch GNOME einer Überholung bedarf.

An GNOME 3.0 wird aktuell intensiv gearbeitet, noch gibt es jedoch recht wenig zu sehen. Bislang wurden meistens Videos der GNOME Shell und von Zeitgeist veröffentlicht. Auf gnome-look.org ist jetzt ein Video aufgetaucht, das ein wirklich interessantes Bedienungskonzept aufweist.

Das Video zeigt seine Vorstellung eines modernen Desktops und beeindruckt durch Eleganz, neue Ideen und auch Umsetzbarkeit. Allerdings ist es kein “offizielles” Video von GNOME 3.0, es ist “nur” die Idee eines Künstlers.


video

Solltet ihr den Beitrag in einem Planet oder Feedreader lesen und das Video nicht ansehen, so klickt bitte auf das Bild um zu meinem Blog zu kommen, dort ist das Video eingebunden.

Man muss betonen, dass es sich hierbei um ein “Mock-up” handelt. Keine Zeile Code wurde dafür geschrieben. Man kann das ganze also nicht selber ausprobieren. Aber ich hoffe, dass die eine oder andere Idee von Crantisz in GNOME 3.0 einfließt.

Mit persönlich gefällt besonders das Einbinden des Panels in maximierte Fenster. Das spart enorm viel Platz auf dem Desktop und schafft so Platz für den eigentlichen Inhalt des Programms.


Comments

Nach langer Abstinenz wage ich nun endlich wieder einen Schritt weg von Ubuntu und damit näher an die Quelle: Nämlich zu Debian. Die aktuelle stabile Version Lenny 5.01 habe ich als Version installiert, die sich – ganz ähnlich wie Ubuntu – grössenteils über das Internet installiert. Dadurch entsteht der Vorteil, dass das installierte System aktuell ist und damit keine Updates mehr nötig sind, zumindest sofort.

Lenny hat sich ja gemacht und bietet nun einige Vorteile, die es zuvor bei Debian eher weniger gab. Debian 5.01 sei für den Desktop Betrieb für die breite Masse optimiert, las ich mal irgendwo in einer Möchtegern-Fachzeitschrift. Nun, wer Ubuntu kennt, dürfte auch mit Debian mehr oder weniger zurechtkommen, mindestens in den trivialen Angelegenheiten. Und genau so ist es mir auch ergangen.

debian

Bei der Installation auf meinem Thinkpad R61 begegnete ich bloss zwei Herausforderungen, beide betrafen die Hardware. Zunächst musste ich die WLAN-Anbindung zum Laufen bringen, wobei Debian bei der Installation festgestellt hat, dass der Treiber iwlwifi-4965-1.ucode nicht zur Verfügung stünde und er bereits jetzt per USB-Stick dem System zugeführt werden könne. Ich habe es aber vorgezogen, die Installation nachher zu machen, da die Anbindung per Kabel an das Internet funktionierte.

Nach der Grundinstallation lief alles bestens, bis auf das WLAN und die NVIDIA-Karte und dessen Treiber. Das WLAN brauchte ich sehr schnell auf die Reihe:

apt-get install firmware-iwlwifi

und danach ein

modprobe iwl4965

und das war es dann schon; das WLAN läuft. Auch die Nvidia-Karte lief recht schnell, denn es braucht dazu bloss ein paar Befehle. Zunächst werden die Module heruntergeladen:

apt-get install nvidia-kernel-common module-assistant

Danach folgt die eigentliche Installation, welche bei mir auf Anhieb funktioniert hat:

module-assistant prepare
module-assistant auto-install nvidia
apt-get install nvidia-glx

Anschliessend musste ich bloss noch ein paar Zeilen in der xorg.conf anpassen. Falls keine 3D-Effekte gewünscht sind, reicht diese eine Sektion:

vim /etc/X11/xorg.conf

und dort dann die Sektion Device editieren oder neu erstellen:

Section “Device”
Identifier “NVIDIA Corporation NVIDIA Default Card”
Driver “nvidia”
EndSection

Anschliessend neu am Gnome anmelden und das Zeug ist gegessen; alternativ könnte auch dieser Befehl, der die X-Server-Konfiguration neu einliest, schon reichen:

dpkg-reconfigure -phigh xserver-xorg

Weitere Einstellungen an der NVIDIA-Karte lassen sich per folgendem Befehl bewerkstelligen, sofern das gleichnamige Paket installiert ist:

nvidia-settings

NVIDIA X Server Settings

Ich bin mal gespannt, wie lange ich bei Lenny ausharre oder ob ich wieder zurück zu Ubuntu wandere. Bis jetzt scheint alles bestens zu sein und die Verrichtungen, welche ich per Rechner abwickeln will, lassen sich alle auch per Debian erledigen.

Ähnliche Artikel

Foto: Ben Stanfield

Foto: Ben Stanfield

VNUML (Virtual Network User-Mode-Linux) ist ein Programm um Netzwerke zu simulieren. Dabei werden die beteiligten Rechner nicht nur simuliert, sondern als virtuelle Maschinen gestartet, wodurch sie mit echten Protokollen miteinander kommunizieren. Daher eignet sich dieses Tool sehr gut zum Testen und Lernen z.B von Routingprotokollen. Man kann damit jedoch auch Paketfiltering mittels iptables sowie andere Dienste wie ARP, DNS oder ICMP ausprobieren. Auch eigene Entwicklungen können so getestet werden.
Da für jeden Rechner ein User-Mode-Linux System (englisch) – welches über einen echten Kernel und ein eigenes Dateisystem verfügt – gestartet wird, ist die Simulation sehr realitätsnah und die Rechner verhalten sich wie echte autonome Maschinen.
Für diesen Artikel ist es vorteilhaft, wenn man grundlegende Kenntnisse über Netzwerke besitzt (es wird z.B. vorausgesetzt, dass man weiß was IP-Adressen, Netze und Netzmasken sowie Router sind)

UPDATE: Artikel nochmal überarbeitet

Installation
Für Debian basierte Distributionen gibt es ein .deb Paket, welches zumindest unter Ubuntu problemlos installiert werden kann. Ansonsten kann man sich den Quelltext herunter laden. Eine englische Installationsanleitung ist auch verfügbar.
Ist VNUML installiert, braucht man noch ein Dateisystem. Auf der Projektseite gibt es 2 verschiedene zum downloaden. Ein größeres, welches mehr Programme beinhaltet und ein sehr abgespecktes, welches nützlich ist um größere Netzwerke zu generieren, da für jeden virtuellen Rechner ein Dateisystem im Arbeitsspeicher liegt.
Man kopiert das gewählte Dateisystem nach /usr/share/vnuml/filesystems/filesystem.img. Für die Beispiele in diesem Artikel reicht das kleine, welches man als mini_fs speichern kann. Dafür können die folgenden Befehle benutzt werden, nachdem man die Datei n3vlr-0.11-vnuml-v0.1.tar.gz herunter geladen hat:

tar -xvzf n3vlr-0.11-vnuml-v0.1.tar.gz
sudo cp n3vlr-0.11-vnuml-v0.1.img /usr/share/vnuml/filesystems/mini_fs

Möchte man das Dateisystem ändern um z.B. neue Programme hinzuzufügen oder unbenötigte Dateien zu löschen, kann man dieses mit dem Befehl

sudo mkdir /mnt/vnuml
sudo mount -o loop /usr/share/vnuml/filesystems/filesystem.img /mnt/vnuml

einhängen. Nun kann man im Ordner /mnt/vnunml alle gewünschten Änderungen vornehmen und das Dateisystem danach mit sudo umount /mnt/vnuml wieder aushängen.

Scenariodatei erstellen
Die Netzwerktopologie wird in einer XML-Datei beschrieben. In dieser werden zuerst die globalen Einstellungen festgelegt, in denen unter anderem angegeben wird, wo das zu nutzende Dateisystem liegt und welchen ssh-Key man nutzen möchte um auf die virtuellen Rechner zuzugreifen.
Danach folgen die Definitionen der Netze gefolgt von den Rechnern.
Im folgenden eine minimale Beispielkonfiguration, die zwei Rechner beschreibt, die über ein Netz miteinander verbunden sind. Zuerst der globale Teil, in dem die VNUML-Version, der Name des Scenarios und weitere Einstellungen definiert werden. Dort wird auch das Management-Netz (192.168.0.0/24) definiert, über das man vom eigenen Rechner auf die verschiedenen virtualisierten Maschinen zugreifen kann.
Existiert noch kein öffentlicher ssh-key, so sollte man sich mit folgendem Kommando einen anlegen:

sudo ssh-keygen

Bei der Frage nach einem Passwort drückt man einfach Enter ohne ein Passwort einzugeben. Der vorgeschlagene Pfad sollte stimmen, kann also beibehalten werden.

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE vnuml SYSTEM "/usr/share/xml/vnuml/vnuml.dtd">
 
<vnuml>
    <global>
        <version>1.8</version>
        <simulation_name>beispiel</simulation_name>
        <ssh_version>2</ssh_version>
        <ssh_key>/root/.ssh/id_rsa.pub</ssh_key>
        <automac/>
        <vm_mgmt type="private" network="192.168.0.0" mask="24" offset="100" >
            <host_mapping/>
        </vm_mgmt>
        <vm_defaults exec_mode="mconsole">
            <filesystem type="cow">/usr/share/vnuml/filesystems/mini_fs</filesystem>
            <kernel>/usr/share/vnuml/kernels/linux</kernel>
        </vm_defaults>
    </global>

Als nächstes werden die Netze definiert. In diesem Beispiel gibt es nur ein Netz, da man sich sonst um das Routing kümmern müsste (dazu später mehr).

    <net name="net1" mode="virtual_bridge"/>

Im Modus “virtual_bridge” werden die Interfaces aller virtuellen Rechner sowie alle Netze über Bridges ans Hostsystem (den eigenen Rechner) gekoppelt, so dass man sie mit einem ifconfig sehen und mittels tcpdump oder Wireshark überwachen kann. Dafür wird jedoch das Paket “bridge-utils” benötigt. Alternativ kann man statt dessen auch “uml_switch” benutzen.

Nun folgen die Definitionen der virtuellen Rechner. Bei beiden Rechnern wird ein Interface definiert (es können aber auch mehrere sein, z.B. für Router).

    <vm name="rechner1">
        <if id="1" net="net1">
            <ipv4 mask="255.255.255.0">10.0.1.1</ipv4>
        </if>
    </vm>
 
    <vm name="r2">
        <if id="1" net="net1">
            <ipv4 mask="255.255.255.0">10.0.1.2</ipv4>
        </if>
    </vm>
</vnuml>

Es empfiehlt sich die Datei genauso wie das Scenario (die globale Eigenschaft simulation_name) zu benennen. In diesem Fall also beispiel.xml

Scenario starten und zu den Rechnern verbinden
Um das Scenario zu starten genügt der folgende Aufruf:

sudo vnumlparser.pl -t beispiel.xml

Nachdem das Scenario gestartet ist, kann man sich auf einen der Rechner einloggen:

sudo ssh rechner1

Durch die Angabe des öffentlichen ssh-Keys sollte es keine Passwortabfrage geben. Ansonsten ist das Passwort per default xxxx. Nun kann man alles mögliche Testen. Man kann einen Ping versenden:

ping 10.0.1.2

oder ein Interface überwachen.
Dafür loggt man sich am besten in einer anderen Konsole auf dem 2. Rechner ein:

sudo ssh rechner2

und startet dort einen TCP-Dump:

tcpdump -i eth1

Der Ping sollte die ganze Zeit weiter laufen, damit man auch etwas sehen kann. Danach kann man ihn mit Strg+c stoppen.
Mit exit kann man einen Rechner wieder verlassen.
Da man häufiger auf mehreren Rechnern gleichzeitig eingeloggt sein möchte wenn man mit VNUML arbeitet, bietet es sich an Screen zu benutzen.
Um die Simulation zu beenden führt man folgenden Befehl aus:

sudo vnumlparser.pl -P beispiel.xml

Dienste starten
Wie bereits erwähnt eignet sich VNUML besonders gut zum ausprobieren und Testen von Routingprotokollen. Daher sind auch die Quagga-Implementationen der bekanntesten Routingprotokolle RIP, OSPF und BGP bereits installiert und können recht einfach genutzt werden. Ich werde in diesem Artikel jedoch nur eine Minimalkonfiguration für RIP und OSPF angeben. Eine Einführung in diese Protokolle und deren Konfiguration würde an dieser Stelle zu weit führen.
Um das Routing grundsätzlich zu aktivieren wird das Tag

<forwarding type="ipv4" />

genutzt. Weitere Tags binden ein Konfigurationsverzeichnis conf ein (welches im gleichen Verzeichnis, wie die xml-Datei des Scenarios liegt) und starten die verschiedenen Daemons.
Im Verzeichnis conf sollten dann die folgenden Dateien vorhanden sein:

zebra.conf

!
hostname zebra
!
password xxxx
enable password xxxx

ripd.conf

!
hostname ripd
password xxxx
!
router rip
network 10.0.0.0/8

ospfd.conf

!
hostname ospfd
password xxxx
!
router ospf
network 10.0.0.0/8 area 0

Weitere Infos zu den Quagga-Routingprotokollen gibt es unter http://www.quagga.net.
Ein Scenario, welches der Einfachheit halber nur aus Routern besteht, auf denen man wahlweise OSPF oder RIP starten kann wird im folgenden Beispiel definiert:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE vnuml SYSTEM "/usr/share/xml/vnuml/vnuml.dtd">
 
<vnuml>
    <global>
        <version>1.8</version>
        <simulation_name>mini</simulation_name>
        <ssh_version>2</ssh_version>
        <ssh_key>/root/.ssh/id_rsa.pub</ssh_key>
        <automac/>
        <vm_mgmt type="private" network="192.168.0.0" mask="24" offset="100" >
            <host_mapping/>
        </vm_mgmt>
        <vm_defaults exec_mode="mconsole">
            <filesystem type="cow">/usr/share/vnuml/filesystems/mini_fs</filesystem>
            <kernel>/usr/share/vnuml/kernels/linux</kernel>
        </vm_defaults>
    </global>
 
    <net name="net1" mode="virtual_bridge"/>
    <net name="net2" mode="virtual_bridge"/>
 
    <vm name="r1">
        <if id="1" net="net1">
            <ipv4 mask="255.255.255.0">10.0.1.1</ipv4>
        </if>
 
        <forwarding type="ipv4" />
 
        <filetree root="/etc/quagga" seq="start">conf</filetree>
        <exec seq="start" type="verbatim">sysctl -w net.ipv4.conf.all.rp_filter=0</exec>
        <exec seq="start" type="verbatim">hostname</exec>
        <exec seq="start" type="verbatim">/usr/lib/quagga/zebra -f /etc/quagga/zebra.conf -d</exec>
        <exec seq="rip" type="verbatim">/usr/lib/quagga/ripd -f /etc/quagga/ripd.conf -d</exec>
        <exec seq="ospf" type="verbatim">/usr/lib/quagga/ospfd -f /etc/quagga/ospfd.conf -d -P 2604</exec>
        <exec seq="stop" type="verbatim">hostname</exec>
        <exec seq="stop" type="verbatim">killall zebra</exec>
        <exec seq="stop" type="verbatim">killall ripd</exec>
        <exec seq="stop" type="verbatim">killall ospfd</exec>
 
        <exec seq="rpfilter" type= "verbatim">
            for f in /proc/sys/net/ipv4/conf/*/rp_filter; do echo 0 > $f; done
        </exec>
    </vm>
 
    <vm name="r2">
        <if id="1" net="net1">
            <ipv4 mask="255.255.255.0">10.0.1.2</ipv4>
        </if>
        <if id="2" net="net2">
            <ipv4 mask="255.255.255.0">10.0.2.1</ipv4>
        </if>
 
        <forwarding type="ipv4" />
 
        <filetree root="/etc/quagga" seq="start">conf</filetree>
        <exec seq="start" type="verbatim">sysctl -w net.ipv4.conf.all.rp_filter=0</exec>
        <exec seq="start" type="verbatim">hostname</exec>
        <exec seq="start" type="verbatim">/usr/lib/quagga/zebra -f /etc/quagga/zebra.conf -d</exec>
        <exec seq="rip" type="verbatim">/usr/lib/quagga/ripd -f /etc/quagga/ripd.conf -d</exec>
        <exec seq="ospf" type="verbatim">/usr/lib/quagga/ospfd -f /etc/quagga/ospfd.conf -d -P 2604</exec>
        <exec seq="stop" type="verbatim">hostname</exec>
        <exec seq="stop" type="verbatim">killall zebra</exec>
        <exec seq="stop" type="verbatim">killall ripd</exec>
        <exec seq="stop" type="verbatim">killall ospfd</exec>
 
        <exec seq="rpfilter" type= "verbatim">
            for f in /proc/sys/net/ipv4/conf/*/rp_filter; do echo 0 > $f; done
        </exec>
    </vm>
 
    <vm name="r3">
        <if id="1" net="net2">
            <ipv4 mask="255.255.255.0">10.0.2.2</ipv4>
        </if>
 
        <forwarding type="ipv4" />
 
        <filetree root="/etc/quagga" seq="start">conf</filetree>
        <exec seq="start" type="verbatim">sysctl -w net.ipv4.conf.all.rp_filter=0</exec>
        <exec seq="start" type="verbatim">hostname</exec>
        <exec seq="start" type="verbatim">/usr/lib/quagga/zebra -f /etc/quagga/zebra.conf -d</exec>
        <exec seq="rip" type="verbatim">/usr/lib/quagga/ripd -f /etc/quagga/ripd.conf -d</exec>
        <exec seq="ospf" type="verbatim">/usr/lib/quagga/ospfd -f /etc/quagga/ospfd.conf -d -P 2604</exec>
        <exec seq="stop" type="verbatim">hostname</exec>
        <exec seq="stop" type="verbatim">killall zebra</exec>
        <exec seq="stop" type="verbatim">killall ripd</exec>
        <exec seq="stop" type="verbatim">killall ospfd</exec>
 
        <exec seq="rpfilter" type= "verbatim">
            for f in /proc/sys/net/ipv4/conf/*/rp_filter; do echo 0 > $f; done
        </exec>
    </vm>
</vnuml>

Die Topologie des Beispielscenarios mini.xml

Die Topologie des Beispielscenarios mini.xml

Dieses Beispiel besteht aus 3 Routern, die mit zwei Netzen zu einer “Kette” verbunden sind (siehe Abbildung rechts). Startet man dieses Scenario, so kann man nicht von r1 (10.0.1.1) nach r3 (10.0.2.2) pingen, da die Routingdaemons noch nicht gestartet sind und r1 noch nichts von net2 weiß:

sudo vnumlparser.pl -t mini.xml
sudo ssh root@r1
ping 10.0.2.2

Wie man sieht, kommen die Pings nicht bei r3 an. Mit exit verläst man den Router r1 wieder.
Es gibt nun 4 Sequenzen, die ausgeführt werden können: start, stop, rip und ospf. Dabei wird durch ausführen der Sequenz start der Hostname gesetzt und der zebra-Daemon gestartet. Mit rip oder ospf wird der entsprechende Routingdaemon gestartet und stop beendet alle Routingprozesse.
Man startet nun also z.B. den RIP-Daemon mit den folgenden Befehlen:

sudo vnumlparser.pl -x start@mini.xml
sudo vnumlparser.pl -x rip@mini.xml

Nun kann man testen, ob das Routing auch funktioniert, indem man den Ping, der vorher fehlschlug wiederholt:

sudo ssh root@r1
ping 10.0.2.2

Jetzt sollte der Ping funktionierten. Bei größeren Scenarien kann es einige Sekunden dauern bis alle Router über die notwendigen Informationen verfügen (also bis das Scenario konvergent ist).

Natürlich gibt es noch viele weitere Optionen und Möglichkeiten, die VNUML zur Verfügung stellt. Dies soll nur eine kleine Einführung sein, um die ersten Schritte mit diesem System zu machen.

Links

26. Juni 2009

Dieser Beitrag befasst sich mit der verschlüsselten Datenübertragung zwischen entfernten Rechnern per scp.

Als Szenario dient die Datenübertragung von einem lokalen Rechner auf das Open Source Telefon Openmoko Freerunner. Um auf den Freerunner bequem vom Laptop zuzugreifen, ist ssh sicher eine gute Lösung. Wie in einem früheren Artikel beschrieben, können mit ssh sogar grafische Anwendungen per Fernverbindung ausgeführt werden. Voraussetzung für den Datentransfer ist, dass zwischen beiden Systemen grundsätzlich eine ssh-Verbindung stattfinden kann (Standard Port 22). In diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass beide Systeme im selben lokalen Netz 192.168.0.0 liegen und Nutzer von ssh sich mit Passwort identifizieren.

Das Programm scp (secure copy) basiert auf rcp und nutzt eine ssh-Verbindung, um verschlüsselt zwischen den Rechnern Dateien zu transferieren. Dazu werden die selben Authentifizierungsmechanismen wie bei ssh herangezogen. Im folgenden Beispiel sollen vom lokalen Rechner (192.168.0.20) alle 3 Bilder aus dem Ordner /media/pics/ in das Zielverzeichnis /media/card/pics/ auf die Erweiterungskarte des Freerunners (192.168.0.21; Benutzer: just) kopiert werden.

Dateien mit scp kopieren

/media/pics$ scp * just@192.168.0.21:/media/card/pics/
just@192.168.0.21′s password:

1.png    100% 1817     1.8KB/s   00:00
2.png    100%   82     0.1KB/s   00:00
3.png    100%    0     0.0KB/s   00:00

Dies funktioniert allerdings nur, wenn Verzeichnisse nicht rekursiv kopiert werden sollen. Sonst muss die Option -r an scp angehängt werden:

Verzeichnisse rekursiv kopieren:

scp -r wikinews just@192.168.0.21:/media/card/

Obiger Befehl kopiert den Ordner “wikinews” samt seiner Unterordner und aller Inhalte. Der komplette Ordner findet sich dann auf dem Freerunner unter /media/card/wikinews wieder.

Weitere nützliche Optionen:
-P    Portangabe
-v    verbose (ausführlich)
-q    quiet

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2 Kommentare Permalink | © 2009 by Netz 10 | Tags: , , , , , , , , , ,

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Nach langer Abstinenz wieder einmal ein paar Randnotizen zu Dingen, die in den letzten Tagen so aufgefallen sind:

  • LessLinux: Auch mit “meiner” eigenen, lose auf Linux From Scratch aufbauenden Live-Distribution LessLinux ging es in den letzten Wochen in vielen kleinen Schritten weiter. Mittlerweile wird viel Standard-Netzwerk-Hardware automatisch erkannt, WLAN kann mit WICD angesprochen werden, einige eigene Ruby-Gtk-Scripte sorgen für eine komfortable Installation auf USB-Stick oder die Erstellung von Containern mittels Cryptsetup.

    Jetzt kommt die Stelle, an der Ihr helfen könnt: Bitte ladet Euch den aktuellsten Build herunter und erstellt ein Hardware-Protokoll. Mit diesem Hardware-Protokoll (es enthält die Ausgaben von lspci, lsusb und lshw), habe ich es leichter, die Hardwareerkennung zu verbessern.

  • Android: Das Handy-Linux kommt nun auch mit einem Native Development Kit, mit dem sich native Linux-Anwendungen erstellen lassen, die direkt auf dem Linux des Android und nicht auf der aufgesetzten Dalvik VM laufen. Insbesondere die Portierung von Emulatoren und einigen Spielen, die SDL verwenden, dürfte vom NDK profitieren.

    Unterdessen zeigt Android bereits erste Fragmentierungserscheinungen: HTC stellte auf dem eigenen Telefon eine erweiterte Oberfläche “Sense UI” vor, die leider nicht auf die Telefone mit Google Branding kommen soll. Mal gespannt, ob das Resultat bald drei verschiedene Adressbuch-APIs sind.

  • SkyOS: Bei SkyOS handelte es sich bislang um proprietäres ein Ein-Mann-Betriebssystem. Ein C++-lastig implementiertes OS für 32-Bit-x86, das mit einer gut durchdachten Architektur glänzen kann. Als Problem stellte sich in den letzten Jahren jedoch die Treiber-Unterstützung heraus, zuletzt kam die Entwicklung fast zum Erliegen. Nun hat der Entwickler Robert Szeleney einen radikalen Schritt gewagt und SkyOS auf einen Linux-Kernel und ein minimales Linux-Userland gestellt. Die Vorgehensweise erinnert etwas an NeXTstep bzw. MacOS X. Auf jeden lohnt es sich, ein Auge auf die weitere Entwicklung zu werfen. Mehr im Blog von Robert Szeleney

  • Netbooks: In den letzten Monaten hat sich hier wenig getan. Netbooks sind beinahe eine Commodity und unterscheiden sich nur noch im Preis. Die letzten Juli für 399 Euro verkauften Medion Akoya E1210 gibt es nun als B-Ware für 219 Euro. Da fällt es umso positiver auf, dass HP mit dem hübschen, wenn auch nicht ganz billigen HP 5101 zeigt, dass Alu und Magnesium im Understatement-Gehäuse noch ihre Berechtigung haben. Nachtrag, 30. Juni: Golem hat Details und Bilder der hierzulande verkauften Version mit UMTS.

Eine aktuelle Entwicklung, die Segen und Fluch sein kann, sind meiner Ansicht nach Plugins.

In der modernen Software-Entwicklung ist es üblich, Schnittstellen anzubieten, an die sich Plugins hängen können, um neue oder erweiterte Funktionalitäten hinzuzufügen.

Das ist grossartig und führt dazu, dass Browser oder E-Mail-Programme oder wasauchimmer enorm erweiterbar werden.

Der grosse Nachteil ist, dass Ottonormalnutzer nicht nur die Funktionalität nachrüstet, die er (oder sie) wirklich braucht, sondern alles was cool ist. Das führt soweit, dass die Software nahezu unbenutzbar wird. Ein Bereich, in dem ich die Entwicklung mit Sorgen sehe, ist bei Webbrowsern.

Ich selber nutze auf meinem privaten Rechner vier oder fünf Plugins. Das ist für mich übersichtlich und da kann ich auch im Zweifelsfall nachvollziehen, woher der Wind weht, wenn etwas nicht so funktioniert wie es soll.

Wie sieht es bei Euch aus? Seid Ihr Jäger und Sammler oder funktionale Asketen?

Moin liebe Lesergemeinde,

heute bin ich durch einen Artikel bei Golem.de auf ein neues Ubuntu Derivat namens Ubuntu Privacy Remix (UPR) gestoßen. Dieses setzt auf Ubuntu 9.04 auf und hat wegen den Sicherheitsfeatures den passenden Namen “Jailed Jackalope” bekommen.

Das ganze wurde auf dem Linux Tag in Berlin vorgestellt.

Aber was soll nun dieser neue Remix schon wieder für tolle Vorzüge haben?

UPR bietet dem Nutzer eine Live CD, die dazu genutzt werden soll, sensible Daten zu bearbeiten und dann sicher verschlüsselt wieder abzuspeichern.

Die Bearbeitung, Ver- und Entschlüsselung von Daten mit hoher Vertraulichkeit sollte deshalb in einem System erfolgen, das

1. niemals Kontakt zu nicht vertrauenswürdigen Netzwerken, wie z.B. dem Internet, hat

2. keine Daten unverschlüsselt auf Festplatten speichern kann, auch nicht unbemerkt oder versehentlich

3. Spionagesoftware keine Möglichkeit bietet, sich dauerhaft im System einzunisten

Dazu wird weder das bestehende System angerührt, noch lässt sich eine Internet Verbindung aufbauen. Festplatten werden ignoriert. Nur erweiterte TrueCrypt Volumes lassen sich verwenden und somit Daten dauerhaft abspeichern.

Den Ansatz finde ich sehr interessant und werde mir die Live CD mal bei Gelegenheit zu Gemüte führen.

Über Empathy habe ich ja schon vor ein paar Monaten geschrieben. Nun, da GNOME 2.28 langsam auf die Zielgerade einbiegt, wurde Empathy 2.27.3 freigegeben, das seit meinem letzten Blick auf den Instant-Messaging Client, der in Ubuntu Karmic Pidgin als Standard-IM ablösen wird, wieder neue Funktionen hinzugewonnen hat.

Um Fragen vorwegzunehmen. Nach wie vor sind nur Audio-Gespräche zu Anwendern mit Google Chat möglich. Die Möglichkeit Videogespräche zu führen ist nur bei weiteren Anwendern von Empathy gegeben…

Empathy hat nun gelernt Themes, des auf MacOS sehr beliebten IM-Clients Adium (der wie Pidgin ebenfalls auf die lipurple aufbaut), zu nutzen. Dank WebkitGtk können nun recht einfach “bunte” Themes für den Gesprächsverlauf benutzt werden. Die Kontaktliste profitiert davon bislang noch nicht.

Empathy kann nun die Themes des Instant-Messaging Programms Adium benutzen.

Empathy kann nun die Themes des Instant-Messeging Programmes Adium benutzen.

Im Wiki von Empathy wurden eine Reihe von Themes auf ihre Kompatibilität getestet, so hat man recht schnell einen Überblick welche Themen man erfolgreich ausprobieren kann. Die Installation solch eines Themes ist recht einfach. Man lädt sich das Archiv herunter, entpackt es und sagt Empathy unter “Bearbeiten -> Einstellungen -> Erscheinungsbilder” dass ein Adium-Theme zu benutzen sei.

Die nächste neue Funktion ist die so genannte “Geolocalisation”. Damit kann man Empathy anweisen die eigene geographische Position an die Kontakte zu übermitteln. Dazu können Netzwerk-, Handy, oder GPS-Daten benutzt werden. Die Funktion lässt sich über “Bearbeiten -> Einstellungen -> Location” aktivieren, von Haus aus ist sie jedoch erstmal deaktiviert.

Übermittlung des eigenen Standortes an die Kontakte. Die Bilder stammen von Pierre-Luc Beaudoin.

Übermittlung des eigenen Standortes an die Kontakte

Bei mir konnte ich die Funktion jedoch noch nicht zum Laufen bewegen. Obwohl ich zwei Kontakte habe, die Empathy in dieser Version benutzen und die Option aktiviert war, tauchten in den Kontaktlisten keine Geoinformationen auf. Die Bilder stammen aus Pierre-Luc Beaudoins Blog.

Als letztes wird noch der verbesserte Dateitransfer erwähnt. Man überprüft nun mit Prüfsummen, ob der Transfer korrekt geklappt hat und früher oder später soll auch noch die Möglichkeit abgebrochene Transfers neu aufzunehmen geschaffen werden. Welche IM-Protokolle das jedoch betrifft kann ich nicht sagen, bei Jabber klappt es ;)

Laut Xavier Claessens kommen bald noch neue und äußerst interessante Funktionen zu Empathy hinzu. Er spricht davon den Desktop von Kontakten via VNC und so genannten StreamTubes freizugeben. So müsste es – ähnlich wie bei Teamviewer – möglich sein den Desktop eines Kontaktes zu sehen, selbst wenn beide Teilnehmer hinter einer Router stecken und keine Ports weitergeleitet werden. So lassen sich schnell und einfach “Linux-Probleme” via IM lösen.

Schlecht sieht es für verschlüsselte Konversationen via Off-the-Record Messaging (kurz OTR) aus. Laut der FAQ von Empathy plant man nicht OTR zu implementieren.

We think that the correct approach to secure end-to-end communications is to support it natively in the protocol. There is ongoing work on standardising secure end-to-end messaging in Jingle (using XTLS and Jingle) and we plan to support this in the future.

Man möchte lieber eine standardisierte end-to-end Verschlüsselung via Jingle/Jabber implementieren, so dass alle Jabber-Client Programme von dieser Entwicklung profitieren können.

Anwender, die vor dem Erscheinen von Ubuntu Karmic im Oktober die neuste Entwicklung von Empathy begutachten wollen, können die PPA Paketquelle der Entwickler in Ubuntu Jaunty einbinden. Dazu öffnet man die sources.list in einen Editor mit Root-Rechten

$ sudo gedit /etc/apt/sources.list

fügt die Zeilen

# Telepathy/Empathy https://launchpad.net/~telepathy/+archive/ppa
deb http://ppa.launchpad.net/telepathy/ppa/ubuntu jaunty main
deb-src http://ppa.launchpad.net/telepathy/ppa/ubuntu jaunty main

ein und bindet den Schlüssel der Quelle in die Paketverwaltung via

$ sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com FA3A1271

ein. Danach lässt sich Empathy über das Paket “empathy” in der aktuellen Version installieren bzw. aktualisieren. Und wie immer eine Warnung: Dies ist NOCH NICHT die nächste offizielle Version von Empathy. Diese wird zusammen mit GNOME 2.28 erscheinen. Wer also ein sauberes, bugfreies System haben möchte, der sollte Abstand von PPAs und Fremdquellen halten.


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25. Juni 2009

nvidia-settingsIst man Besitzer eines PCs mit einer NVIDIA-Grafikkarte und hat die properitären Treiber aktiviert, so kann man mit Hilfe des “NVIDIA X Server Settings” – Einstellungsdialogs seine Grafikkarte konfigurieren. Ich persönlich nutze ein Notebook mit einer Auflösung von 1280×800 und arbeite noch zusätzlich mit einem externen 24″ Monitor, welcher mit einer Auflösung von 1920×1200 arbeitet. Um jetzt beide Displays nutzen zu können muss man nun diverse Einstellungen vornehmen. Bei mir sehen diese wie folgt aus:

nvidia_settings_dialog_small

Um jetzt aber diese Einstellungen nicht nach jedem Reboot eintragen zu müssen, sollte man die Konfigurationen speichern. Der NVIDIA Einstellungsdialog bietet diese Möglichkeit auch. Man kann die Konfigurationen mit dem Button “Save to X Configuration File” speichern. Damit dies aber nun wirklich funktioniert muss man zwei Dinge beachten:

  1. Der Einstellungsdialog muss mit Root-Rechten gestartet werden.
    Dazu drückt man zuerst ALT F2 und gibt “gksu nvidia-settings” in das Textfeld ein und startet die Applikation mit dem Button Run
  2. Als ich meine Einstellungen in Ubuntu 9.04 (Jaunty Jackalope) das erste mal Speichern wollte, wurde ich mit einer Fehlermeldung begrüßt. Damit das Speichern wirklich funktioniert musste ich zuerst folgendes im Terminal eingeben
    sudo nvidia-xconfig --twinview

Wenn man diese beiden Punkte beachtet kann man erfoglreich seinen externen Monitor konfigurieren.
Da die Einstellungen in der xorg.conf gespeichert sind, wird der zweite Monitor auch eingestellt, wenn kein externer Monitor angeschlossen ist. Dies sollte man im Hinterkopf beachten, wenn man seinen Mauszeiger sucht :-)
Die Anzeige des Panels ist in meinem Falle aber immer korrekt. Ist der externe Monitor angeschlossen, so wird das Panel dort angezeigt. Ist kein externer Monitor angeschlossen, so befindet sich das Panel auf dem Notebook-Display.

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24. Juni 2009

Da ich selber immer mal wieder nachschauen muss wie das ein oder andere Tastaturkürzel bei Firefox ist, diese aber die Arbeit enorm beschleunigen, habe ich  hier mal eine Liste mit den für mich wichtigsten zusammengestellt. Weitere könnt ihr gerne in den Kommentaren hinzufügen. Dies sind eben erst mal wirklich nur diejenigen die ich andauernd verwende, mehr könnt ihr bei Mozilla finden.

Tabs/Fenster:
Neuen Tab öffnen: STRG+T
Tab schließen: STRG+W oder STRG+F4
Geschlossenes Tab wiederherstellen: STRG+SHIFT+T
Neues Fenster öffnen: STRG+N
Fenster schließen: SHIFT+STRG+W
Nächster Tab: STRG+TAB
Vorheriges Tab: STRG+SHIFT+TAB
Vollbild: F11

Navigation:
Zur Startseite gehen: ALT+POS1
Eine Seite zurück: Backspace
Eine Seite vorwärts: SHIFT+Backspace
Ins Adressfeld springen: ALT+D oder STRG+L
Neu laden: STRG+R oder F5
Cache löschen und Neu laden: STRG+F5
Chronik: STRG+H

URL vervollständigen:
www.*.com: STRG+ENTER
www.*.net: SHIFT+ENTER
www.*.org: STRG+SHIFT+ENTER

Schriftgröße:
Schrift vergrößern: STRG+’+’
Schrift verkleinern: STRG+’-’
Schriftgröße wiederherstellen: STRG+0 (Null)

Seite:
Seite speichern: STRG+S
Datei öffnen: STRG+o
Drucken: STRG+P
Seiteninformationen: STRG+I
Seitenquelltext: STRG+U

Suchbox:
Zur Suche springen: STRG+K
Gespeichertes Suchwort löschen: SHIFT+DEL

Suchen:
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Rückwärts suchen: SHIFT+F3
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