ubuntuusers.de

1. August 2009

In Zeiten der Vorratsdatenspeicherung, Internetstoppschildern und Usertracking auf praktisch jeder Internetseite kommt der Wunsch nach ein wenig Anonymität im Internet auf. Virtuelle Private Netzwerke, kurz VPN, ermöglichen die Einwahl in ein fremdes Netzwerk und bieten so die Chance die eigene Identität hinter der des VPNs zu verstecken. Mit It’sHidden kommt ein recht neues Angebot auf den Markt, das für den Privatgebrauch sogar kostenlos ist und das man mit Ubuntu sehr leicht benutzen kann…

Vorweg ein Hinweis: Ich konnte keine weiterführenden Informationen zu It’sHidden im Internet finden. Die Verbindung zum VPN-Anbieter selber ist zwar verschlüsselt, doch von dort geht es unverschlüsselt weiter wenn die Datenverbindung an sich nicht verschlüsselt ist. Der Betreiber des VPNs hat also theoretisch die Möglichkeit in unverschlüsselt übertragene Daten Einblick zu nehmen. Solange die Vertrauenswürdigkeit von It’sHidden nicht überprüft ist, würde ich persönlich keine Internetseiten ansteuern, die Zugangsdaten nicht via https übertragen. Außerdem bezweifle ich stark, dass sich der Dienst länger hält, irgendwie müssen die Kosten ja gedeckt werden… Aber vielleicht sehe ich einfach zu Schwarz.

Um ItsHidden.com nutzen zu können ist ein Account beim Anbieter nötig. Der Account kann ohne Kosten angelegt werden. Der kostenpflichtige “Paid Account” soll später einmal die Weiterleitung von Ports durch das VPN ermöglichen. Zum normalen Surfen reicht die kostenlose Variante aus. It’sHidden sagt über sich…

ItsHidden.com is the ultimate FREE surfing privacy service on the Internet with huge capacity and no complicated software to install, you already have everything you need on your computer right now!

Um It’sHidden unter Ubuntu ohne großen Aufwand nutzen zu können ist der NetworkManager und ein zusätzliches Plugin für den NM nötig. Dieses kann man direkt aus der Paketverwaltung heraus installieren. Nach der Installation muss der NetworkManager neu gestartet werden. Dazu führt man in einem Terminal die folgenden Befehle aus…

$ sudo apt-get install network-manager-pptp
$ sudo /etc/init.d/NetworkManager restart

Nun kann man die VPN-Verbindung zu It’sHidden einrichten. Man klickt mit der rechten Maustaste auf das Icon des NetworkManagers im Panel und wählt aus dem Popup-Menü die Option “Verbindungen bearbeiten…” aus. Im nun erscheinenden Fenster geht man in den Reiter “VPN” und fügt eine neue VPN-Verbindung ein [1].

Als Typ gibt man nun das “Point-to-Point Tunneling Protocol (PPTP)” an und trägt dann im nächsten Fenster die nötigen Verbindungsdaten ein [2]. Einzig das Gateway “vpn.itshidden.com” und die vorhin benutzen Logindaten zu It’sHidden müssen hier angegeben werden. In den erweiterten Einstellungen [3] darf man nicht vergessen die Option “Point-to-Point Verschlüsselung (MPPE) verwenden” [4] zu aktivieren.

VPN-Zugang zu It'sHidden unter Ubuntu einrichten.

VPN-Zugang zu It'sHidden unter Ubuntu einrichten.

Nun sollte der VPN-Zugang zu It’sHidden vollständig eingerichtet sein. Klick man mit der linken Maustaste auf das Icon des NetworkManagers im Panel, so sollte der Eintrag zu It’sHidden unter “VPN-Verbindungen” auftauchen, klickt man auf den Eintrag wird das Icon des NM kurzzeitig animiert, bis ein Schlosssymbol den vollständigen Aufbau der VPN-Verbinung anzeigt. Über Seiten wie bspw. MeineIPAdresse.de kann man nun schnell überprüfen ob die VPN-Verbindung tatsächlich funktioniert. Zeigt diese Seite nicht mehr an, dass die eigene IP aus Deutschland (oder wo auch immer ihr steckt) kommt, dann steht der VPN-Tunnel.


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Vor ein paar Wochen bin ich auf ein sehr praktisches Tool zur Verwaltung meiner Aufnahmen bei OTR gestoßen. Es heißt auch so (OTR-Verwaltung) und man findet sogar ein DEB Paket auf der Projektseite. Warum das Tool so praktisch ist, soll die folgende Featureliste zeigen:

  • otrkey-Dateien dekodieren
  • avi-Dateien mit Cutlists schneiden (Avidemux und VirtualDub)
  • mehrere Dateien gleichzeitig verarbeiten
  • Cutlists nach dem Schneiden bewerten
  • Cutlists mit Avidemux oder VirtualDub selbst erstellen und hochladen
  • Schnitte vorher mit dem MPlayer betrachten
  • Automatisches Umbenennen der Dateien

Um das Programm in seinem vollen Umfang nutzen zu können, braucht man noch den offiziellen OTR Dekoder und avidemux zum schneiden der Aufnahmen.

Bis dato habe ich das immer per Hand gemacht, v.a. das Schneiden, aber nun lässt sich das bequem mit ein paar Klicks erledigen.

OTR-Verwaltung

Ähnliche Artikel:

  1. [Update2] Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine für webOS
  2. [Update2] Palm webOS Emulator unter Ubuntu (9.04 & 9.10)

6 Kommentare

31. Juli 2009

Ziemlich genau eine halbes Jahr nach dem letzten Status-Report des Skype für Linux-Entwicklers “Berkus” meldet sich der selbe Offizielle von Skype nun mal wieder zu Wort und meldet Neues zu Skype für Linux…

Die Arbeiten an der Oberfläche seinen abgeschlossen, Skype kommt mit PulseAudio ab Version 0.9.15 (leider wird diese Version erst in bspw. Ubuntu “Karmic Koala” 9.10, das im Oktober erscheinen wird, enthalten sein) besser zurecht und man will die Video-Fähigkeiten verbessert haben. Zum Release-Datum will sich Berkus lieber nicht äußern…

A quick status update for all of you out there longing for news [...] I know many of you have been waiting for a while for this news – I can’t make any promises about when it’ll be released, but watch this blog for further updates.

Meine Vermutung ist, dass noch mindestens ein halbes Jahr ins Land zieht, bis Skype für Linux in einer neuen Version erscheinen wird. Das für Linux zuständige Team von Skype scheint laut Bugtracker gerade einmal aus vier Personen zu bestehen, da will gut Ding Weile haben.

Eine andere Alternative wäre, dass es keine weitere Skype-Version mehr geben wird. Weder für Linux, noch für Windows. Wäre das schlecht? Ich meine es wäre genial, die Bahn wäre frei für offene Protokolle wie Jabber mit Jingle. Die Funktionalität ist schon lange da, nur gibt es leider mit Empathy bis dato nur einen Client, der Jingle ordentlich implementiert hat. Mit dem Niedergang Skypes könnten so auf Jabber/Jingle aufbauende Alternativen von Null auf Hundert ohne großen Aufwand und Konkurrenz durchstarten.

Aber leider leider, wird das wohl nicht passieren. Die “Drohungen” Skype einzustellen sind wohl nur Vorgeplänkel zum Rechtsstreit zwischen Ebay und Joltid. Das Produkt Skype wird wohl zu wertvoll sein, um es sang und klanglos einzustellen…


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Aus aktuellen Anlass habe ich die Lizenz meiner Beiträge hier überdacht. Bislang standen sie unter Creative Commons BY-NC-SA 2.0, das heißt die Nutzung meiner “Werke” in einem kommerziellen Umfeld war untersagt.

Doch was ist kommerziell? Eine Nachrichtenseite, die Tausende von Lesern pro Tag anzieht und hauptberuflich betrieben wird, sicherlich ja. Ein Blog, das dem Autor via Adsense ein paar Euro im Monat einbringt? Wohl kaum.

Um gar nicht erst eine Grenze ziehen zu müssen, habe ich mich entschieden meine Beiträge unter die Creative Commons BY-SA 3.0 zu stellen. Das heißt, sollte jemand Inhalte von “Linux Und Ich” übernehmen wollen, so muss das abgewandelte Werk wieder unter der CC BY-SA 3.0 veröffentlicht und ein Link zur Quelle gesetzt werden. Ich meine das kommt allen entgegen, die im Internet Inhalte erschaffen.

Liebe Grüße,
Christoph


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Es gibt den Frauentag, den Kindertag und laut Dirk zum 10. Male den „System Administrator Appreciation Day“. Tja, ohne diese guten Seelen im Hintergrund gäbe es z.B. ein hochverfügbares Internet nicht! Also singe ich mal ganz artig: „Hoch solln sie leben, hoch solln sie leben, dreeeeeimaaaal hoch! hoch! hoch!“ :)

Aber wehe, einer von dieser Sorte wagt es, den Tag auch noch zu feiern! :elch:

Heute ist der zehnte “System Administrator Appreciation Day“. Ein Tag zum Feiern? Warum nicht! Denn die Systemadministratoren haben alle Hände voll zu tun und jede Menge Aufgaben.

Heise feiert den Tag auf seine ganz eigene Art und schreibt über Katatrophen aus dem Admin-Alltag ihrer Leser:

Administratoren sind wie Kapitäne. Ihre Schiffe heißen Netzwerk, Server und Router, doch wie echte Seemänner müssen sie sich um den nötigen Proviant kümmern, gefährliche Fahrwasser erkennen und aufkommende Stürme umfahren. Am Morgen überprüfen sie Passagierlisten und horchen auf den Ping der Server. Abends schrubben sie das Vordeck und müssen sich anschließend beim Käptn’s-Dinner auch noch für die eingeschlagenen Kurse rechtfertigen.

Wie auch auf See führen Fehlentscheidung zu fatalen Ergebnissen: Daten gehen über Bord, auf der ausgewählten Route herrscht Gegenwind und einige Passagiere hängen immer seekrank über der Reling. Rettungsmaßnahmen wie Datensicherung oder Neuinstallation erzürnen oft die Mannschaft, die im schlimmsten Fall meutert.

Die Untiefen des Administrator-Alltags erfordern also viel Lernen, meist am praktischen Beispiel einer selbstverschuldeten Katastrophe. Auf den folgenden Seiten erzählen heise-Netze-Leser von ihren Patzern und Fußschüssen.

Happy Sysadminsday!

Außerdem ist dieser Artikel lesenswert und klärt über eventuelle Geschenkideen auf:

Dankbare Nutzer sollten allerdings von eher konventionellen Geschenken wie Socken, Oberhemden, Schlipsen oder gar einem Blumenstrauß Abstand nehmen: Deutlich mehr Dankbarkeit ernten sie mit Technik-Spielzeug neuster Bauart wie es sich beispielsweise bei ThinkGeek findet. Nahrungsmittel-Präsente sollten Koffein enthalten oder einen hohen Zuckeranteil haben. Eine spontane Büro-Party gilt als genehm, aber nicht zwingend erforderlich.

Heute findet der 10. System Administrator Appreciation Day statt. An diesem Tag soll einmal an alle gedacht werden, die "hinter den Kulissen" ihren Dienst tun in dafür sorgen, dass der Rechnerbetrieb reibungslos von statten geht. Was Systemadministratoren tun, zeigt der Wikipedia-Artikel dazu,

Auf der deutschen Seite, die anscheinend nicht mehr gepflegt wird, findet sich dieser Artikel.

Ich habe gerade auf den Seiten der Uni Chemnitz die Unterlagen zur Vorlesung Prinzipien der Systemadministration gefunden und finde sie sehr lesenswert.

30. Juli 2009

Heutzutage hat doch fast jeder ein kleines Netzwerk zu Hause. Auch bei mir stehen diverse kleine Stromfresser herum, welche wie wild um sich blinken und alle nur eine Aufgabe erfüllen.

Wäre es da nicht besser, wenn man alles in einem Gerät hätte?

So hat mich einer meiner Lehrer auf den richtigen PC aufmerksam gemacht: ALIX.

alix1

Dies ist

- ein voll funktionsfähiger Computer
- mit weniger Ressourcen
- kleinem Stromverbrauch
- Massen nicht grösser als ein herkömmlicher Router
- schweizer Produkt
- und (fast) beliebigt erweiter- und kombinierbar

Der PC selbst muss man sich hier zusammenstellen. Je nachdem welches Mainboard man wählt, hat man mehr oder weniger Anschlüsse. Ich habe mich für den Alix2d2 entschieden. Dieser hat zwei miniPCI, zwei USB- und zwei LAN-Anschlüsse.

Als Storage kommt eine 4GB Flash-Karte zum Einsatz, welche in den Tests mehr als gereicht hat.

Das perfekte OS nennt sich IPFire. Dies ist ein Betriebssystem auf Linuxbasis, welches man mit Addons erweitern kann. Deshalb ist es nicht nur eine klasse Firewall, sondern kann auch als VPN-, Mail-, P2P-Server und vieles mehr verwendet werden.

Doch nicht nur das, dank den zwei LAN-Anschlüssen kann das Kästchen auch als Router verwendet werden. Und wenn man sich auch noch eine WLAN-Antenne dazukauft, so darf man auch noch ein WLAN vor den Router hängen :-)

Rundum eine eierlegende Wollmilchsau!

Tim Baumann von valkama hat mir schon vor der Filmnacht in Chemnitz erzählt, dass “Sita Sings The Blues” nun komplett frei verfügbar ist. Vorher waren das nur Teile, welche ich auch in der Filmnacht gezeigt habe. Nun ist er also komplett verfügbar und ich hab ihn mir schon vor einigen Tagen gezogen und bin nun auch endlich einmal dazugekommen, das Werk mir zu Gemüte zu ziehen.

Ich bin nicht enttäuscht worden, gerade die Szenen mit der Musik von Anette Hanshaw sind mehr als liebevoll. Aber auch die Dialogsequenzen der einzelnen Episoden sind liebevoll gezeichnet und animiert. Die Scherenschnittfiguren sind auch wirklich passend und toll.

Insgesamt sind verschiedene Techniken, des Animationsfilm verarbeitet. Scherenschnitt, Collagen, klassische Animation mit Vektorgrafiken, Rotoskopie und dazu die in Squigglevision gestaltete zeitgenössische Nebengeschichte über Nina selbst. Kein Wunder, dass dieses Werk auf der Berlinale ausgezeichnet wurde.

Gott sei Dank wurde eine Lösung mit den Rechteinhabern der Musikstücke gefunden, so das dieser Film nun komplett unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht ist. Die verwendeten Musikstücke waren leider doch nicht Public Domain wie ursprünglich gedacht, ausserdem enthalten sie noch Text der ebenfalls getrennt unter Copyright steht. Zwar konnte man die eingangs geforderte Summe von 220.000 US $ auf 50.000 US $ senken, wofür dann Nina einen Kredit aufnehmen musste. Da besteht aber immer noch das Problem, dass die Rechteinhaber immer mitverdienen möchten wenn eine DVD oder was auch immer distributiert wird. Das funktioniert solange man die DVD verkauft, die Rechteinhaber bekommen ihren Anteil. Das Modell funktioniert nicht mehr, sobald man etwas verschenkt oder dem Verbraucher überläßt, was er zahlen möchte. Und auch hier war es lange Zeit das Problem, wie sind die über das Internet als Download angebotenen Filme zu bewerten? Gott sei Dank sie zählen als Promotion und zählen nicht unter die verkauften DVD. Denn für die muß sie aller 5.000 verkauften Stück wieder ihren Obulus an die Rechteinhaber abführen. Trotzdem ist der Film in voller HD-Auflösung im Download zu haben. Entgegen dem Modell nur niedrigere Auflösungen anzubieten und höhere im Verkauf zu haben.

Wie dem auch sei, das Beispiel zeigt wieder einmal wie krank das Verwertungsrechte-System ist. Neben dem tollen Unterhaltungswert, den Ninas Film besitzt illustriert er eben auch dieses. Aber nun genug des Geschwafel - hier gehts zur Seite des Filmes dort findet ihr alle Download und Streamingangebote. Also Film reinziehen, Spaß haben und dont forget pay Nina ;)

(ein Beitrag aus unserer Service-Reihe “was Ihnen entgeht, wenn Sie im Netz mit Werbeblocker unterwegs sind)

Dass Opensource-Code nicht unbedingt auch der hygienischste Code ist, lässt folgender Schnappschuss vermuten. (Google-Anzeigen werden doch passend zum jeweiligen Inhalt eingeblendet?)

Was einem da wohl hinter dem Link empfohlen wird, um den Mundgeruch zu beseitigen? Firefox installieren? :D

PS. Wer findet den Rechtschreibfehler in der Anzeige? ;)

29. Juli 2009

Installation

Achtung: Es handelt sich bei Thunderbird 3.0 um eine Betaversion des E-Mail Verwaltungsprogramms. Mozilla warnt davor, dieses Programm für den Produktiveinsatz zu verwenden. Es können Daten verloren gehen!

Ubuntu

Die Installation unter Ubuntu ist relativ einfach. Man fügt einfach die passende Zeile zur sources.list hinzu. Nach einem

sudo apt-get update
sudo apt-get install thunderbird-3.0

hat man das neuste Daily-Build vom Thunderbird 3 installiert.
Hier sind die Einträge für die sources.list

deb http://ppa.launchpad.net/ubuntu-mozilla-daily/ppa/ubuntu karmic main
deb http://ppa.launchpad.net/ubuntu-mozilla-daily/ppa/ubuntu jaunty main
deb http://ppa.launchpad.net/ubuntu-mozilla-daily/ppa/ubuntu intrepid main
deb http://ppa.launchpad.net/ubuntu-mozilla-daily/ppa/ubuntu hardy main

Arch-Linux

Thunderbird 3 ist im AUR, also reicht ein

yaourt -S thunderbird3

um ihn zu installieren.

Fedora

In Fedora 11 (Leonidas) ist eine Beta des Donnervogels standardmäßig installiert.

Andere Distributionen

Mozilla bietet auf seiner Homepage Distributionsübergreifende Installer an.

Auffallende Neuerungen

Tabs

Als erstes fällt natürlich erstmal eines auf: Mozillas E-Mailverwaltungsprogramm unterstützt jetzt, wie auch verschiedene Browser sein langem, Tabs. Nun können E-Mails in einem neuen Tab geöffnet werden, und nicht mehr nur in einem neuen Fenster, was die Übersichtlichkeit stark erhöht. Hierfür genügt ein Klick mit dem Mausrad auf eine Mail (Laden im Hintergrund) oder ein Doppelklick (Fokus auf dem neuen Tab).

Mehrere markierte E-Mails

Hat man mehrere E-Mails markiert, bleibt das Vorschaufeld nicht, wie im zweiten Release leer, sondern zeigt einen kurzen Ausschnitt jeder E-Mail und am Ende die Gesamtgröße der E-Mails an.

Blitzeinrichtung für neue Accounts

Mozilla hat eine Funktion entwickelt, die es erlaubt, Mailaccounts im Schnellverfahren hinzuzufügen. Notwendig ist nur der anzeigende Name, Mailadresse und Passwort. Thunderbird sucht dann selbstständig in einer Datenbank (aus der Mozilla Community) nach dem dazugehörigen Postein- und Postausgagsserver. Die Konfiguration ist damit zum Kinderspiel geworden.

Screenshots

Mailorganisation über Tabs Überarbeitete Vorschaufunktion Blitzeinrichtung in Thunderbird 3

Fazit

Die Tabs sind natürlich ungemein praktisch. Dadurch bleibt der Desktop “sauber”, da nichtmehr viele Fenster geöffnet werden müssen, wenn viele Mails gelesen werden. Auf die Blitzeinrichtung kann man sich noch nicht 100%ig verlassen, sie erleichtert die Einrichtung aber erheblich.  Allerdings sind die neuen Featueres zwar ganz nett, aber doch nicht so gravierend, um einen so deutlichen Versionssprung zu rechtfertigen.

Vielleicht überrascht es den einen oder anderen. Nachdem ich ein halbes Jahr mit dem iPhone unterwegs war habe ich das Smartphone von Apple verschenkt und mir ein E71 von Nokia gekauft. Das heißt für mich, dass ich wieder zu meinen "Ursprüngen", einem auf Symbian OS basierenden Telefon zurückkehre, das mir mehr Möglichkeiten zum Spielen an die Hand gibt, als das iPhone.

Sicher, das iPhone ist ein tolles Smartphone, wenn man kein Problem damit hat, sich an Apple und iTunes zu binden, und man neben den üblichen Handy-Geschichten nicht mehr machen möchte, außer mit den von Apple lizensierten Apps zu spielen. Freie Software oder vielleicht eine freie Auswahl von Freeware ist Fehlanzeige. Es gibt nur einen Browser, einen Musik-Player und so weiter. Sicher, man kann das iPhone jailbreaken, das muss man allerdings nach jedem Update des Betriebssystems wiederholen, und man braucht dazu MacOS X oder Windows. Als Gnu/Linuxer ist man da aufgeschmissen. Außerdem kann man den Speicher nicht erweitern, keine Office-Dokumente oder auch nur kleine Textdateien bearbeiten, Dateien per Bluetooth verschicken und vieles mehr. Das beste am neuen Telefon ist für mich, dass ich meine Kontakte und Kalendereinträge problemlos mit Nokias Mail for Exchange synchronisieren und Python ohne Umwege installieren kann.

Auf der Download-Seite von Mail for Exchange wählt man Region und Handy-Modell aus und kann nach Eingabe von ein paar Daten die Software direkt auf das Handy installieren, oder, wenn man mit dem PC die Seite ansteuert, die Datei herunterladen und danach zur Installation mit dem Datenkabel oder per Bluetooth auf das Handy übertragen. Ich habe die Seite mit dem Browser des E71 geladen und die Software direkt auf das Handy installiert. Nach der Installation fordert einen Mail for Exchange dazu auf, ein paar Daten einzugeben:

Anmeldeinfo:

  • Benutzername: xy@gmail.com
  • Kennwort:, das eigene Kennwort.
  • Domäne: google.com
Nach der ersten Synchronisation beschwert sich das Programm, dass kein Exchange-Server eingetragen ist. Das holt man unter Optionen -> Profil bearbeiten -> Verbindung nach.

Verbindung:

  • Exchange-Server: m.google.com
  • Sichere Verbindung: Ja
  • Zugriffspunkt: Hier einfach den gewünschten Zugriffspunkt auswählen.
Zurzeit wird nur die Synchronisation von Kalendereinträgen und Kontakten unterstützt, weshalb man nur diese beiden Punkte einstellen sollte:

Kalender:

  • Kalender synchronisieren: Ja
  • Erste Sync: Elemente auf Telefon löschen
Ähnliches trägt man bei Kontakte ein während man bei Aufgaben und E-Mail unter Kalender synchronisieren ein Nein einträgt. Abschließend sollten die Änderungen unter Optionen -> Speichern gesichert werden.

Die aktuelle Version PythonForS60_<Version>.tar.gz gibts unter garage.maemo.org. Nach dem Entpacken des Archivs findet man die Dateien Python_<Version>.sis und PythonScriptShell_<Version>.sis im Ordner PyS60Dependencies, welche man nacheinander und in dieser Reihenfolge auf dem Gerät noch installieren muss. Dazu lädt man beide aufs Telefon und klickt sie einzeln im Dateibrowser an. Die Installation läuft dann automatisch.

Die Python-Shell befindet sich auf dem Telefon im Ordner "Installationen". Nach dem Start der Shell gibt es unter "Optionen" drei Auswahlmöglichkeiten:

  • Run script, um ein Skript aus dem Python-Ordner auszuführen.
  • Interactive console, das ist die Konsole.
  • Bluetooth console, damit kann man Python "fernsteuern".
Mit Run script startet man seine eigenen Skripte und Interactive console ist eine typische Python-Konsole auf dem Handy. Allerdings ist es ganz schön mühsam, Befehle mit der kleinen Tastatur einzutippen, so als würde man eine SMS schreiben. Daher ist Bluetooth console eine geniale Erfindung, um über die Bluetooth-Schnittstelle eine Konsolen-Sitzung zu erzeugen. Für Bluetooth unter Gnu/Linux braucht man bluez-hcidump, cu und eventuell noch ein paar andere Pakete.

Für die Bluetooth-Konsole macht man die beiden Bluetooth-Schnittstellen des Rechners und des Handys erstmal miteinander bekannt (pairing). In der Gnu/Linux-Shell sieht das folgendermaßen aus:

hcitool scan
hidd --connect 00:11:A2:33:44:5B
hcitool dev
Der letzte Befehl überprüft, ob die Schnittstelle wirklich existiert. Anschließend registriert man erst einen Port am 2. Kanal, um danach an ihm zu lauschen:

sdptool add --channel=2 SP  
rfcomm listen rfcomm2 2
Auf dem Handy wählt man nun die Bluetooth-Konsole aus und verbindet sich mit der Bluetooth-Schnittstelle des Gnu/Linux-Rechners. Dort öffnet man ein zweites Terminal und übernimmt mit folgendem Befehl die Kontrolle über die Python-Konsole auf dem Handy:

cu -l /dev/rfcomm2
Über die Konsole kann ich Befehle an das Telefon schicken und schauen, was auf dem Handy-Display passiert. Als Beispiel folgt ein kleines "Hallo Welt"-Programm:

import appuifw
appuifw.note(u'Hallo Welt. ;-)', 'info')
In einige Linux-Distributionen gibt es den cu-Befehl übrigens nicht. Hier hilft das Programm minicom weiter, das mit cu vergleichbar ist. Wer sich mit Python auf der S60-Plattform weiter beschäftigen möchte findet unter symbianresources.com einen guten Einstieg.

Das Samsung Galaxy hatte nicht gerade einen sauberen Start. Abstürze und kurze Akkulaufzeiten prägten das Bild und sorgten so für viel Ärger unter den Kunden. Laut the::unwired hat Samsung nun ein erstes Update zur Verfügung gestellt.

Das Upgrade läuft für Besitzer von Windows-PCs relativ problemlos ab. Daten und Einstellungen gehen dabei nicht verloren. Allerdings muss man als nicht Windowsler zwei bittere Pillen schlucken…

Das Upgrade…

Das Upgrade benötigt zwingend eine Installation von Microsoft Windows, denn für das Update des Gerätes wird die von Samsung mitgelieferte Software “Samsung New PC Studio” benötigt. Ein Update “Over The Air”, also direkt über das Telefon, ist nicht möglich. Laut Aussage des Telefonsupports von Samsung ist keine Mac-Version geplant und um Linux kümmert man sich natürlich auch nicht. Die nette Dame vom Support meinte in ihrer Ignoranz “Windows ist doch Standard, jeder hat doch Windows…”. Nett wenn man so etwas hört und sich nirgends auf der Verpackung ein “Windows only”-Sticker findet.

Ebenso wollte das Upgrade mit einem Windows in einer VirtualBox bei mir und Anderen nicht funktionieren. Der Dritte von vier Schritten blieb bei einem virtuellen Windows hängen. Selbst nach einer halben Stunde sinnloser Warterei stand der “Download” der neuen Firmware vom PC auf das Handy noch bei null Prozent. Erst über eine “normale” Windows-Installation lies sich das Update letztendlich durchführen.

[UPDATE 29.7.09] Laut Aussagen aus dem android-hilfe.de Forum ist auch ein Upgrade aus einer virtuellen Maschine möglich. Man muss beachten dass die USB-Verbindung beim dritten Schritt des Update-Assistenten (also dann, wenn das Handy in den Update-Modus geht) neu gestartet wird. Man muss das also in der virtuellen Maschine das USB-Gerät wieder neu einbinden, dann geht es angeblich auch mit dem Update weiter. [/UPDATE]

Und nun die letzte Hürde. Das Galaxy ist von Haus aus so konfiguriert, dass das New PC Studio meint es wäre kein Gerät angeschlossen. Erst wenn man im Galaxy unter “Einstellungen -> Telefoninfo -> Weitere Einstellungen” die Option “Verbindung nur als Massenspeicher möglich” deaktiviert, wird das Handy im Samsung New PC Studio gefunden [1] und ist in der Dropdown-Box [2] für ein Upgrade auswählbar.

Das Samsung New PC Studio

Das Samsung New PC Studio

Diese Information konnte nicht einmal der Second-Level Support von Samsung geben. Dort empfahl man den Download der aktuellen Version von New PC Studio, die mit dem Handy ausgelieferte Version wäre angeblich zu alt (Faszinierend, dass man veraltete Software ausliefert… Ein übler Fall von “Das Produkt reift beim Kunden”. So kann man Bananen verkaufen, aber keine Handys!) Weiter hieß es man solle von samsungmobile.de eine aktuellere Version herunterladen. Dies kann ich wie jedoch nicht bestätigen, die ausgelieferte Version funktioniert, das Handy muss nur korrekt eingestellt werden.

Was bringts…

Laut Second-Level Support von Samsung wurde bei diesem Update hauptsächlich die Akkulaufzeit verbessert. Ob sich tatsächlich hier eine Verbesserung einstellt kann ich noch nicht sagen, dazu müssen erst ein paar Tage ins Land gehen.

Die einzig sichtbare Änderung des Updates betrifft den Status der Akkuladung. Samsung hat sämtliche Ladezustandsanzeigen (bis auf das kleines Akkusymbol im Panel) entfernt. Weder im Lockscreen noch unter “Einstellungen -> Telefoninfo -> Status” kann man nun den Zustand des Akkus in Prozent auslesen. Dies geht nur noch wenn man den Code

*#*#INFO#*#*

in die Telefonapplikation eingibt. Alternativ kann man sich die kostenlose Anwendung “Spare Parts” aus dem Market installieren. Diese zeigt diesen Statusdialog ohne die umständliche Eingabe des Codes an.

Fazit…

Samsung hat mit dem Galaxy einen wirklichen Frühstart hingelegt. Die ausgelieferte Firmware hakt an vielen Stellen, die Webseiten von Samsung sind noch gar nicht auf das Galaxy vorbereitet worden, so findet sich im Kontaktformular oder auf der Downloadseite der benötigten PC-Software das Samsung Galaxy i7500 noch nicht und der Second-Level Telefon-Support gibt offen zu ein Firmware-Upgrade noch gar nicht ausgetestet zu haben, so dass man keine Hilfe zum Upgrade geben kann. Man vertröstet die Kunden auf Vertragswerkstätten, die für den Kunden im Notfall das Upgrade durchführen.

Alles in allem bin ich persönlich enttäuscht. Die Hotline von Samsung ist unfreundlich und leider ist selbst der Second-Level Support nicht ausreichend geschult. Ob das Update die magere Akkulaufzeit tatsächlich verbessert ist abzuwarten, ich habe den argen Verdacht, dass man den Zustand nur cachiert indem man einfach nur die Ladezustandsanzeigen entfernt hat.


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Moin liebe Lesergemeinde,

bei mir auf Arbeit sind allerhand Seiten per Webfilter von der IT gesperrt worden. Leider gibt es auch ab und zu sinnvolle Inhalte, die mit gesperrt werden. So gibt es zB auf Youtube einige Videos, die durchaus Arbeitsrelevant sind. Leider ist natürlich Youtube gesperrt.

Webfilter gesperrte Webseite

Laut der IT kann man durch das Gäste WLAN auf Youtube zugreifen. Das geht auch, allerdings kann man sich da nur die Webseite anschauen. Die Videos abspielen geht trotzdem nicht.

Also habe ich nach einem Weg gesucht, den Webfilter zu umgehen. Das würde sicher nicht auf Beifall der IT stoßen, aber was sie nicht weiß, macht sie nicht heiß.

Da habe ich im Netz ein ganz interessantes Firefox Add-On gefunden. Dieses ist wie ein Proxy im Internet (Proxy Einstellungen direkt im Browser zu verändern, bringt auch nichts), dieser lädt die aufgerufene Seite in seinen Cache und leitet sie an den eigenen Rechner weiter. Es gibt eine ganze Reihe voreingestellter Proxys, die man nutzen kann.

Das wirkte bei mir Wunder. Nun kann ich auch gesperrte Webseiten aufrufen. Das Skript ruft man auf, indem man in der Adressleiste die beim Drüberfahren sichtbare Schaltfläche mit dem “P” drückt (siehe erstes Bild roter Pfeil).

Webfilter entsperrte Webseite

Wie bereits angekündigt, wollte ich mal etwas zu SQLite schreiben.

Da ich das Werkzeug mal wieder im Büro gebraucht habe und fast zeitgleich eine Anfrage im ubuntuusers.de-Forum aufkam, hier also ein bisschen Text dazu:

SQLite ist eine Datenbank in einer Datei, das heisst, es muss kein Server-Dienst laufen. Das Client-Programm ist auch gleichzeitig das Datenbankverwaltungstool.

SQLite ist in allen aktuellen Mobiltelefonen (als Telefonbuch / Adressverwaltung) zu finden und wird aktiv von (beispielsweise) Adobe, Bloomberg, Mozilla und Symbian gefördert.

SQLite gibt es als Sourcecode und vorcompiliert für Linux, Mac OS X, und Windows, sowie auch als JDBC-Treiber oder Perl-Modul.

Natürlich kann SQLite nicht alles was ein Client-Server-Datenbanksystem kann, aber für 95% der Anwendungsfälle einer Privatperson reicht es aus.

Ein sehr grosser Anteil von SQL-Kommandos wird unterstützt.

Es gibt nur vier Speicherklassen Integer, Real, Text, Blob. "create table"-Statement anderer Datenbanksysteme wird in der Regel problemlos interpretiert (nur, dass im Hintergrund beispielsweise statt VARCHAR TEXT benutzt wird).

Die Aufgabe:
Zwei Dateien: Eine enthält Adressdaten in Folgender Form (telneu.txt, 1.8 GB, ~60 Millionen Zeilen): Vorname Nachname;Strasse;Ort;PLZ;Telnr; (Je Zeile ein Datensatz), die Zweite Datei enthält nur Postleitzahlen (plz.txt, ~1000 Zeilen).

Aus der ersten Datei werden alle Datensätze gesucht, deren Postleitzahlen in der zweiten Datei vorkommen.
sqlite> CREATE TABLE telneu (Vorname_Nachname text, Strasse text, Ort text, PLZ text, Telnr text);
sqlite> .separator ";"
sqlite> .import telneu.txt telneu
sqlite> CREATE INDEX idx_telneu_plz ON telneu (PLZ);
sqlite> CREATE TABLE plz (plz text);
sqlite> .import plz.txt plz
sqlite> SELECT * FROM telneu WHERE plz IN (SELECT plz FROM plz);


Vielleicht hilft es Euch auch.

Hier ein paar Links:
- Downloads - Paket "sqlite3" in Ubuntu
- Dokumentation
- Datentypen
- SQL-Syntax
- JDBC-Treiber
- Perl-Modul - Paket "libdbd-sqlite" in Ubuntu
- Firefox Extension SQLite Manager

Derzeit findet ja in extremadurischen Gefilden die DebConf 9 statt und von dort gibt es heute interessante Neuigkeiten. Es war früher einst so, dass gerade Zahlen stabile Releases kennzeichneten zumindest bei vielen Programmen. Bei Debian wird das demnächst ähnlich, so wird ab nächstes Jahr Debian im 2 Jahresrythums immer in geraden Jahren erscheinen. Debian 6.0 Squeeze wird also im Dezember bereits eingefroren und im ersten Halbjahr 2010 seinen Release haben. Oder auch nicht…..

Vorgestern las ich von der neuen Ausgabe des Duden Korrektors für OpenOffice. Ich testete ja schon 2007 die 4er Version, die eher schlecht als recht unter aktuellen Ubuntu-Versionen lief. Auch dieses mal ist wieder eine Linuxversion dabei, die zum Glück aktuelle Versionen der Distributionen voraussetzt. Ich kaufte es gleich per PayPal und bekam eine Minute später den Downloadlink per Mail zugestellt.

duden-korrektorAlso habe ich die immerhin 425MB große Datei heruntergeladen und einen ersten Blick in das Archiv geworfen. Super! Es existiert nun für Ubuntu/Debian-Systeme ein deb-Paket bzw. RPM-Pakete für Suse und Fedora. Weiterhin ist ein Handbuch für Linux im PDF-Format enthalten und wenn man in den Ordner data schaut, ein wirklich interessantes PDF zur korrekten Verwendung von Typographie und Schreibweisen in der dt. Sprache (Telefonnummern, Gedankenstrich, Apostroph und sogar die Verwendung des langen s im Fraktursatz wird behandelt!)  .daumenhoch:

Ein zweites PDF „Sprache in Zahlen“ ist ebenfalls interessant. Beispiel: Wer kennt denn die längsten Wörter im Duden? Auf Rang 1 findet man:
Grundstücksverkehrsgenehmigungszuständigkeitsübertragungsverordnung
;-)

Das alles sieht ja gut aus und zeigt, dass man sich – im Gegenteil zu früheren Versionen – echt Mühe gegeben hat. Wie ich auf diversen Seiten gelesen habe, soll sich der aktuelle Duden Korrektor  gut integrieren und vor allem schnell funktionieren.

Aber! Leider unterstützt das Paket NICHT die 64-bit-Version von Ubuntu! Das geht auch (noch) nicht aus der Beschreibung auf der Dudenseite hervor, weshalb ich die Hotline anrief. Das Problem scheint bekannt zu sein, der sehr nette Mensch am anderen Ende der Leitung entschuldigte sich auch und leitete ohne Probleme die Rückzahlung des gesamten Betrages von 19,90 Euro ein. Nach seinen Aussagen ist zumindest für diese Version keine Unterstützung für 64-bit-Systeme vorgesehen, eventuell können wir im nächsten Jahr damit rechnen.

Das ist sehr schade, denn grad die Grammatik-Korrekturen halfen mir bei geänderter Schreibweise diverser Wörter in der neuen Rechtschreibung. Ich wäre Euch dankbar, wenn jemand seinen Eindruck des Duden Korrektors 6 unter 32-bit-Systemen in den Kommentaren hinterlässt. Wie arbeitet der Korrektor? Ist er schnell? Seid Ihr zufrieden?

© Bild: www.duden.de

Dieses Wochenende war ich bei Freunden zu einem gemütlichen Abendessen eingeladen. Um für musikalische Untermalung zu Sorgen, hat ein Freund seinen Windows XP Rechner mitgenommen. Seine Musiksammlung wurde durch iTunes abgespielt. Jedoch zeigte er uns nicht das iTunes typische Interface sondern der Monitor zeigte eine Fullscreen Coverflow Darstellung der abgespielten Musik. Auf YouTube kann man sich ein Video mit dieser Darstellung ansehen.
Diese Anzeige ist sehr gelungen für eine “Party”. Auch wir haben hin und wieder versucht das nächste Lied aufgrund der angezeigten Covers zu erraten.

Ich habe mich natürlich gefragt, ob es so ein stylisches Interface auch unter Linux gibt. Daher habe ich mir Rhythmbox und Banshee genauer angesehen.

  • Rhytmbox hat unter dem Menüpunkt eine Option für einen “Partymodus”. Dieser schaltet das gesamte Interface aber nur in einen Fullscreen Modus.
  • Banshee bietet hier zwei Möglichkeiten:
    1. kann hier das Interface wie in Rhytmbox auch mit der Library-Übersicht in den Fullscreen Modus geschaltet werden.
    2. Wenn man jedoch auf “Jetzt wiedergeben” im linken Navigationsbereich klickt und dann in den Fullscreen Modus schaltet, so erhält man in etwa was ich mir vorgestellt habe. Leider sieht diese Ansicht bei weitem noch nicht so gut aus, wie diese von iTunes. Es gibt aber im Bugtracker schon einen Eintrag, der dieses Thema behandelt.

    banshee-menubanshee-party-fullscreen

Nachdem ich diese beiden Programme getestet habe, habe ich mit dem Gedanken gespielt eine Media Center Software, wie XBMC oder Elisa/Moovida zu testen. Aber ich konnte mich mit dem Gedanken anfreunden, ein Programm zu installieren dessen Interface doch eher für den TV konzipiert wurde. Außerdem wollte ich nicht noch ein Programm, welches sich eine eigene Medien-Datenbank für meine Musik, Videos und Fotos aufbaut.

Und dann ist mir der Gedanke gekommen. Es müßte doch eine zentrale Medien-Datenbank im System geben, auf welche die diversen Medien Player und Foto-Programme zugreifen können.
Für den PIM-Bereich gibt es Akonadi, welche eine zentrale Speicherstelle für Kontakte, Mail, Kalender bereitstellen will. Beim Gran Canaria Desktop Summit einigte man sich – lt. den diversen Berichten und Blogs – in nächster Zeit viel Arbeit in Akonadi zu investiert, um diese zentrale Speicherstelle zu realisieren.
Ich habe aber leider noch nie von einem ähnlichen Projekt gehört, welches sich um eine zentrale Medien-Datenbank (Audio, Video und Foto) kümmern soll.

Ich könnte mir das doch als sehr sinnvoll vorstellen und es könnte viele neue Möglichkeiten bringen. Folgende Funktionen könnte so eine zentrale Komponente enthalten:

  • Verwalten von Medienfiles, egal ob diese lokal (meine private Musikbibliothek) oder in der Cloud liegen (z.B: Flickr)
  • Ebenso sollte sich die Datenbank selbstständig mit den definierten Speicherorten abgleichen. In etwa so, wie man es in Rhythmbox für seine Bibliothek einstellen kann. Auch dieses Thema wurde auf dem Gran Canaria Desktop Summit diskutiert und Lösungsansätze ausgearbeitet, wie man dies in Zukunft am besten lösen könnte.
  • Die Datenbank sollte alle möglichen Metainformationen zu den Files beinhalten
    • Artist, Album, Titel, Jahr, Lizenzinformation,… für Musikfiles
    • Informationen aus den EXIF-Daten, Georeferenzierung…. für Fotos
  • Die Datenbank sollte eine offene API anbieten, damit alle möglichen Programme darauf zugreifen können

Somit könnten sich diverse Softwareprojekte diese Aufgabe ersparen und sich dann mehr auf das Interface stürzen. In diesem Bereich gibt es noch viel Potential würde ich sagen.

Ich habe bei Ubuntu Brainstorm schon einen Eintrag mit der gleichen Idee gefunden. Leider verstehe ich nicht, wieso diese Idee so schlecht bewertet wird?



Was haltet ihr von dieser Idee? Kennt ihr so ein Projekt?

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Aus der ersten Schlagzeile gestern, war das gar nicht so richtig zu entnehmen: “Novell startet SUSE-Appliance-Programm“. Und auch der Teaser machte das nicht deutlich, SUSE Studio und SUSE Linux Enterprise JeOS stehen ab sofort im Rahmen des SUSE-Appliance-Programms von Novell in offiziellen Versionen zur Verfügung. Auch bei heise hab ich nicht daran gedacht, dass SUSE Studio nun den Betastadius verlassen hat, die titelten: “Software-Appliances mit Suse Studio“. Erst der Blogeintrag von Cornelius Schumacher “SUSE Studio Launch” ließ Klarheit aufkommen. Nun nachdem auch Joe Brockmeier, Nat Friedman und Miguel de Icaza darüber in ihren Blogs berichtet haben ist es klar - SUSE Studio ist für die Allgemeinheit verfügbar.

Vor noch gar nicht allzu langer Zeit habe ich noch in einem Vortrag gesagt es wird wahrscheinlich noch bis Ende des Jahres soweit sein und auch Cornelius Schumacher hat in seinem Interview bei RadioTux in Berlin auf dem LinuxTag keinen konkreten Termin genannt und auch nicht daran gedacht, dass es sobald geschehen kann. Nun ist es also doch soweit.

SUSE Studio ist kurz beschrieben ein Distributionsbaukasten im Web, man kann mit wirklich wenigen Klicks eine Distribution zusammenbauen. Man kann die gesamten Repositories des Buildservice und die darin enthaltenen Softwarepakete nutzen aber auch eigene einbauen. Auch der Tausch von Hintergrundbildern und ähnlichem optischen Schnickschnack ist möglich. Einige Wermutstropfen gibt es allerdings noch so kann man derzeit keine Installationsmedien (wer das will muss noch das unter SUSE werkelnde KIWI benutzen) zusammenschrauben, Images für USB-Installationen, XEN oder VMWare-Images gehen aber.

Also viel Spaß beim Bau der eigenen Distribution.

P.S. der freundliche Roboter, welcher uns im SUSE Studio auf Schritt und Tritt begleitet ist Dister, eine Kreation von Jimmac

Aktuell habe ich KDE 4.3 unter 9.04 installiert. Letztens kam ein Kernelupdate auf “2.6.28-14-generic #46-Ubuntu SMP” und ein nvidia Update auf 180.4.
Seither ist das System sehr langsam geworden und “stottert” manchmal.
Ein Tipp war als Bootparameter die Option nopat hinzuzufügen. Aber so wirklich hilft das nicht.

Laut einem Bugreport liegt es am Kernel selbst. Daher auch die nopat Boot Option.

28. Juli 2009

Leider (oder zum Glück) wohne ich nicht in den Staaten.



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