ubuntuusers.de

19. August 2009

Lange, SEHR lange hat es gedauert, aber Pidgin, oder besser der Unterbau libpurple, unterstützt nun endlich Audio/Video-Chats! Allerdings muss ich eure “Yippie”-Aufschreie etwas dämpfen, denn mit der Version 2.6.0 wurden primär nur die Grundlagen für Audio/Video-Chats geschaffen, so dass für die einzelnen Protokolle diese Funktionalität implementiert werden kann. Doch aktuell können Audio/Video-Chats nur via XMPP (aka Jabber) geführt werden. Die restlichen Protokolle wie ICQ, Yahoo! und Co. müssen erst noch angepasst werden…

Das Changelog von Pidgin 2.6.0 ist sehr lang. Neben Audio/Video-Chats wurde etwa auch die Möglichkeit geschaffen Themes für Hintergründe, Icons und das Chatfenster zu verwenden, zahlreiche Bugs wurden geschlossen und vieles mehr. Doch die wohl wichtigste Änderung lautet wohl

[...]
# Voice & Video framework in libpurple, thanks to Mike Ruprecht’s summer of code project in 2008.
[...]
# Voice & Video support with Jingle (XEP-0166, 0167, 0176, & 0177), voice support with GTalk and voice and video support with the GMail web client. (Mike “Maiku” Ruprecht)
[...]

Damit sind nun Audio- und Video-Chats zu anderen Clients möglich, die Jabber mit der Multimedia-Erweiterung Jingle unterstützen. Dazu gehören GTalk (nur Audio), der Google Mail Web-Client und Empathy. Zu den beiden IMs kann man dann auch Video-Gespräche führen.

Einen kleinen weiteren Dämpfer muss ich eurem Enthusiasmus verpassen. Laut John Bailey steht die Audio-/Video-Chat Funktion derzeit nur Linux-Anwendern zur Verfügung, an der Implentierung der Funktion für die Windows-Version von Pidgin wird jedoch gearbeitet.

Wer von euch Pidgin 2.6.0 unter Ubuntu benutzen möchte, der findet auf getdeb.net fertige .deb Pakete für Ubuntu Hardy und Jaunty, die sich recht einfach installieren lassen. Ladet einfach die vier dort zur Verfügung gestellten Pakete für eure Ubuntu-Version auf bspw. den Desktop herunter und installiert sie über

$ sudo dpkg -i ~/Desktop/*.deb

Danach findet man die aktuelle Version von Pidgin wie gewohnt im Anwendungsmenü der Desktopumgebung. Allerdings – und hier kommt wieder ein Dämpfer – scheint in diesen Paketen die “Voice and Video”-Funktion noch deaktiviert zu sein. Zumindest konnte ich keinen Weg entdecken einen Audio-/Video-Chat zu starten und unter “Hilfe -> Über” steht, dass “Voice and Video” deaktiviert sei. Es gilt also noch ein bisschen zu warten bis passende Pakete auftauchen…


Comments

Quake Live

Wer das hier auch haben möchte,

[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]

geht einfach unter Linux auf http://www.quakelive.com, meldet sich dort an, installiert das angebotene Firefox-Plugin (leider bisher nur bis Firefox 3.0.x) und legt los. Empfohlen wird zwar eine GeForce Grafikkarte, aber auf einer integrierten Intel-Grafik (getestet mit GMA 4500MHD) lässt dich das ganze durchaus auch spielen.

Feine Sache das! (Funktioniert übrigens auch unter Mac und Windows)

via [aptgetupdate.de]

Social Networking: email Identi.ca Digg del.icio.us Yigg MisterWong.DE Facebook StumbleUpon Google Bookmarks Technorati LinkedIn Reddit BlinkList MySpace Ping.fm Posterous Twitter

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Was sich mit der Verschiebung des Termines für das Alpharelease bereits ankündigte, ist jetzt eingetreten. Die Fedoraversion 12 Codename “Constantine” wird sich verspäten. Wie John Poelstra auf der Entwicklermailingliste mitteilt verschieben sich auch die Termine der Beta- und Final-Release um jeweils eine Woche. Die Fedora 12 Betaversion erscheint mit aller Wahrscheinlichkeit am 13. Oktober. Die finale Version von Fedora 12 “Constantine” ist nun für den 10. November geplant.

Nennt mich Nerd, aber ich erfreue mich an automatisch generierten Grafiken wie Diagrammen aus Datenmengen. Ein Tool das genau zu diesen Zweck verwendet werden kann ist Graphviz, damit lassen sich schnell und einfach Diagramme erstellen. Strukturdiagramme, Pfeildiagramme, automatisch erzeugte Diagramme und aufwändig manuell gestaltete Diagramme. Bevor eine Grafik erstellt werden kann wird eine Definitionsdatei erstellt in der Beschreibungssprache DOT.

Im ersten Beispiel soll eine Grafik erzeugt werden, die von “Linux” Verbindungen zu “Debian”, “Gentoo” und “Ubuntu” zeigt.

/* linux_family_1.dot */
digraph G {
    Linux -> Debian
    Linux -> Gentoo
    Linux -> Ubuntu
}

Mit dem Kommandozeilenbefehl dot wird nun der Quelltext zu einer Grafik (GIF, PNG, SVG oder PostScript) verarbeitet. In unseren Beispiel wollen wir eine PNG Datei aus dem DOT Quelltext erzeugen.

dot -Tpng linux_family_1.dot > linux_family_1.png

linux_family_1

Das ganze kann noch etwas mit Farb- und Font-Definitionen aufgewertet werden.

digraph G {
    node [fontname=Verdana,fontsize=9]
    node [style=filled]
    node [fillcolor="#EEEEEE"]
    node [color="#EEEEEE"]
    edge [color="#31CEF0"]
    node [shape=box]

    Linux -> Debian
    Linux -> Gentoo
    Linux -> Ubuntu
    Debian -> Ubuntu
}

linux_family_2

Es lässt sich noch einiges mehr mit Graphviz anstellen, ich möchte hier aber auf die Doku von Graphviz und auf den Wiki-Artikel http://wiki.ubuntuusers.de/Graphviz verweisen.

Zum Schluss noch ein Beziehungsdiagramm das die Tags aus den Bookmarks von meinen delicious.com Account darstellt.

delicious

Hier das Skript (Ruby) für Interessierte.

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Vor ein paar Tagen feierte die Debian-Community den 16. Geburtstag. Ohne Debian gäbe es weder Ubuntu, noch Linux Mint, kein Knoppix und wohl auch kein gOS. Diese Aufzählung ist noch lange nicht zu Ende. Und doch scheint es manchmal, als ob es die Abkömmlinge wären, die Debian am Leben erhielten.

Debian

Aber der Schein trägt trügt, denn in der Debian-Zunft geht offenbar die Post ab! Dazu habe ich mir ein paar Gedanken notiert und sie hernach auf ein digitales Tonband gesprochen.

Download audio file (debian.mp3)

mp3-File herunterladen (4.5 MB) – Text herunterladen (PDF)

16 Jahre bilden eine lange Zeitstrecke ab. Damals war ich gerade mal 28 Jahre jung. Alleine schon, um während dieser Zeit ein Projekt nur am Leben zu erhalten, braucht es schon einen harten Durchhaltewillen. Zum Vergleich sollte man sich vielleicht noch in Erinnerung rufen, dass Window$ mittlerweile 24 Jahre alt ist und noch immer nicht an Debian herankommt.

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KoalabärDirekt nach Erscheinen der mittlerweile vierten Alphaversion installierte ich Ubuntu 9.10 „Karmic Koala“ auf meiner externen Festplatte (nicht ganz gemäß meines Vorhabens). Da ich die dritte Alpha übersprungen habe, sah ich mich nun etwas um und stieß auf auffällige Änderungen, die es bei meinem letzten Stand noch nicht gab:

  1. Pidgin ist nicht mehr da. Wie lange zuvor angekündigt, hat Canonical den bisherigen Messengerdienst Pidgin aus Ubuntu herausgeworfen und Empathy eingeführt. Das mag sowohl Vorteile als auch Nachteile haben, mir ist es relativ egal. Ich habe parallel noch Jaunty installiert und Empathy importierte fehlerfrei meine Accounts von dort aus Pidgin, was planmäßig dem Umstieg auf das neue Programm auf minimalen Aufwand reduzierte und niemanden schwer fallen dürfte.
  2. Firefox Shiretoko ist nun endlich Standard. Version 3.5.2 ist angesagt, sehr aktuell also. Ich, als bekennender Shiretoko-Fan fand es ja schon furchtbar, dass Canonical diese Browserversion nicht gleich von Anfang an  in Ubuntu Karmic Koala einführte (was aber wohl auf den Betastatus zurückzuführen war).
  3. Schade finde ich es, dass es Thunderbird 3.0 wahrscheinlich nicht mehr bis zum Feature Freeze am 27.08.09 schaffen wird, in Karmics Quellen aufgenommen zu werden. Dieser Majorrelease wird erst Ende des Jahres erwartet. Wie wir bereits berichteten gibt es dort zwar keine weltbewegenden Neuerungen, aber Kleinigkeiten wie das native Tabverhalten sind schon sehr praktisch. Da ich nebenbei noch viel Fedora 11 benutze (dort ist Thunderbird 3 als Beta vorinstalliert), habe ich mich an diesen Komfort schnell gewöhnt…
  4. Standardmusikabspielsoftware ist übrigens weiterhin Rhythmbox, nicht wie ich hoffte Banshee. Mit dieser Hoffnung stehe ich aber weitestgehend alleine da, weil viele über Banshees Programmiersprache Mono schimpfen.
  5. GIMP 2.6.6 mit und ohne helfende Symbole

    GIMP 2.6.6 mit und ohne helfende Symbole

    Auch schlecht, aber leider gewollt, ist der Rückschritt der Gnomeentwickler. Es wurden weitgehend Symbole entfernt. Besonders ärgerlich ist das bei Programmen, die man wirklich täglich benutzt (etwa Firefox oder GIMP), da hier weder die Menüs, noch das Kontextmenü Symbole nutzen. In Shiretoko stört es mit besonders im Menü „Extras“, bei dem ich überwiegend über Symbole arbeitete. Die Einträge »Firebug«, »Fehlerkonsole« und »FireFTP« stehen nun direkt untereinander und können nicht mehr durch die knalligen (teils komplementären) Farben unterschieden werden. Auch NoScript sieht ohne Symbole wirklich mehr als merkwürdig aus… Und GIMP zu bedienen, ohne dass die Menüs Symbole zeigen macht auch keinen Spaß mehr. Zumal ich mich nach jahrelanger Einarbeitung sehr an die farbigen Bildchen gewöhnt habe und mich an ihnen im Menü orientiere. Das GNOME-Menü ist von dieser Symbolentfernungswut noch nicht betroffen.

  6. Wie zu erwarten war, ist Ubuntuone nun vorinstalliert (meines Wissens war das aber auch schon vor der Alpha 4). Diesem Dienst widmeten wir trotz Einladung bisher nur wenig Aufmerksamkeit.
  7. Meinen Grafikkartentreiber kann ich weiterhin nicht installieren. fglrx ging nicht installieren und über die ATI-Homepage besorgte ich mir sogar den Treiber quasi „aus erster Hand“, aber schon nach einem kurzen
    ./ati-driver-installer-9-5-x86.x86_64.run  --listpkg

    war mir bewusst: auch das wird nichts: Karmic ist nicht aufgelistet.
    Zufällig bin ich danach jedoch auf die amerikanische Treiberseite von ATI gestoßen und siehe da: seit 17.8. gibt es dort den Treiber in der Version 9.8 (auf der deutschen Seite nur 9.5). Ein Test mit obigen Befehl zeigte gleich: Karmic müsste funktionieren. Doch ein

    ./ati-driver-installer-9-8-x86.x86_64.run  --buildandinstallpkg Ubuntu/karmic

    mit anschließendem Neustart zeigte mir: nein, es geht doch nicht. Viel mehr als einen tiefschwarzen Bildschirm sah ich nämlich nicht mehr. Ein aufwendiges Entfernungsszenario folgte, darum die Warnung: Bitte nicht nachmachen! Unter Karmic Koala geht es einfach noch nicht!!

Ansonsten bin ich mal wieder begeistert, wie stabil eine Alphaversion laufen kann. Zwar bringe ich meinen Laptop selten an die Grenzen der Hardware, aber ein produktiver Einsatz funktioniert nahezu fehlerfrei. Vive Ubuntu! :D

Viele Grüße
Benni

18. August 2009

Normalerweise erstelle ich meine W$ Flame Einträge ja selber, aber vor ein paar Tagen bin ich im Debianforum auf eine Aussage von Ulidor getroffen, die einfach Verbreitung verdient.
  • Wie bringe ich ein vorne liegendes Fenster mit einem Klick in den Hintergrund?
  • Wie kann ich ein Fenster einklappen?
  • Wie schalte ich unter Windows die Magnetfunktion für die Fenster ein?
  • Wie kann ich mit der Maus ohne Tastatur Texte kopieren?
  • Wie kann ich ein Fenster dauerhaft in den Vordergrund bringen?
  • Wo kann ich einstellen, dass ich mehr als nur eine Arbeitsfläche haben will?
  • Wie kann ich das Explorerfenster aufteilen?
  • ... und viele andere.

Vielleicht bin ich auch einfach nur zu blöd, Windows zu bedienen, wenn ich mit der Maus über einem Fenster das Scroll-Rad benutze, aber ein anderes Fenster scrollt.  Wenn viele Fenster gar nicht scrollen, obwohl sie einen Proportionsbalken haben, wenn der Proportionsbalken die Proportionen falsch wiedergibt, so dass man beim Blättern oft gar nicht weiß, wo in der Ausgabe man sich gerade befindet, wenn der Text in einer Eingabezeile markiert ist, eingetippter Text aber in einer anderen Eingabezeile erscheint, wenn ein Fenster nicht auf Eingaben reagiert, obwohl es das aktive Fenster ist, und nochmal eine Extraeinladung per Mausklick braucht.

Tja so komprimiert habe ich das noch nie gelesen, es stimmt, ständig immer irgendwas, was nicht richtig funktioniert...

Normalerweise erstelle ich meine W$ Flame Einträge ja selber, aber vor ein paar Tagen bin ich im Debianforum auf eine Aussage von Ulidor getroffen, die einfach Verbreitung verdient.
  • Wie bringe ich ein vorne liegendes Fenster mit einem Klick in den Hintergrund?
  • Wie kann ich ein Fenster einklappen?
  • Wie schalte ich unter Windows die Magnetfunktion für die Fenster ein?
  • Wie kann ich mit der Maus ohne Tastatur Texte kopieren?
  • Wie kann ich ein Fenster dauerhaft in den Vordergrund bringen?
  • Wo kann ich einstellen, dass ich mehr als nur eine Arbeitsfläche haben will?
  • Wie kann ich das Explorerfenster aufteilen?
  • ... und viele andere.

Vielleicht bin ich auch einfach nur zu blöd, Windows zu bedienen, wenn ich mit der Maus über einem Fenster das Scroll-Rad benutze, aber ein anderes Fenster scrollt.  Wenn viele Fenster gar nicht scrollen, obwohl sie einen Proportionsbalken haben, wenn der Proportionsbalken die Proportionen falsch wiedergibt, so dass man beim Blättern oft gar nicht weiß, wo in der Ausgabe man sich gerade befindet, wenn der Text in einer Eingabezeile markiert ist, eingetippter Text aber in einer anderen Eingabezeile erscheint, wenn ein Fenster nicht auf Eingaben reagiert, obwohl es das aktive Fenster ist, und nochmal eine Extraeinladung per Mausklick braucht.

Tja so komprimiert habe ich das noch nie gelesen, es stimmt, ständig immer irgendwas, was nicht richtig funktioniert...

Ich schlage mich gerade mit O2s Samsung Galaxy herum. Android als Betriebssystem macht zwar Spaß und erfüllt meine Erwartungen, doch das Samsung Galaxy sinkt in meiner Wertung immer tiefer. Die Akkulaufzeit des Galaxys beträgt auch nach dem Update von vor ein paar Tagen (das mittlerweile sogar zurückgezogen und ein paar Tage später wieder online gestellt wurde) im alltäglichen Gebrauch – weniger als zehn kurze ca. eine Minute lange Telefonate, ein paar Emails lesen, ein bisschen WLAN – nicht mehr als 22 Stunden, von O2 zugesicherte Eigenschaften wie Datenaustausch über Bluetooth und Tethering fehlen nach wie vor und nach dem Update Quälen wieder spontane Abstürze meine Geduld. Toll wenn das Gerät abstürzt und etliche Anrufe ins Leere laufen…

Auf der Homepage von O2 zum Samsung Galaxy behauptet O2 bis heute noch dass das Samsung Galaxy über eine Standby-Zeit von 450 Stunden verfügen würde, dass das Gerät Daten über Bluetooth austauschen könne und dass Tethering (also Internetzugang über das Handy) möglich sei…

[...]
Bluetooth: Ganz einfach Geräte synchronisieren und Dateien übertragen, ohne ständig Kabel ein- und auszustecken.
[...]
Integriertes Modem: Stellen Sie über Ihr Handy eine Verbindung zwischen Ihrem PC und dem Internet her, egal wo Sie sind.
[...]

Mit meiner Vermutung, dass O2 still und heimlich seine Webseiten anpasst, lag ich richtig. Von “Lange(r) Akkulaufzeit durch 1500mAh Akku” ist mittlerweile nicht mehr die Rede. Ich habe die ursprünglichen Webseiten archiviert und zeige die relevanten Bereiche als Screenshot… [UPDATE 26.8.09: Mittlerweile hat O2 sämtliche von mir angesprochenen Punkte von seiner Homepage entfernt]

Von O2 beworbene Akkulaufzeit

Von O2 beworbene Akkulaufzeit

Ausschnitt aus der O2 Homepage vom 29.07.2009

Ausschnitt aus der O2 Homepage vom 29.07.2009

O2 trifft hier jedoch völlig falsche Aussagen. Das vom Samsung Galaxy benutzte Betriebsystem Android 1.5 kann gar keine Daten via Bluetooth mit einem Rechner oder einem anderen Handy austauschen. Das dafür benötigte Obex-Protokoll wurde für Android noch gar nicht umgesetzt.

Die Möglichkeit das Handy als Modem zu benutzen ist seit dem Update von Samsung verloren gegangen und wenn die reale Standby-Zeit weniger als 10% der beworbenen Zeit beträgt, so dürfte auch das ein Sachmangel sein… Geht man mit diesem Mängeln in den O2-Shop, so wird einem recht rüde mitgeteilt, dass das keine Mängel sein. Die in den Prospekten abgedruckten technischen Daten seinen nicht verbindlich, Fehler kommen da schon mal vor.

Auch die Akkulaufzeit sei kein Grund für einen Umtausch. Man kann ja telefonieren, daher sei das Gerät auch nicht defekt. Falls ich einen Austausch will, soll ich mich an die Kundenhotline wenden. Die will sich jedoch auch wieder nicht verantwortlich zeigen, da man das Gerät im Shop gekauft hat, so sei der Shop für einen Umtausch/eine Wandlung des Kaufvertrages zuständig. Den technischen Support des Gerätes wickelt zudem Samsung ab, O2 sei ja nur der Händler. Man wird also von Pontius zu Pilatus geschickt und am Ende bleibt der Kunde mit einem Gerät stehen, das sich im Alltag als unbrauchbar erweist.

Was mich besonders ärgert ist diese offensichtliche Lügerei bei den Akkulaufzeiten. In unserer mobilen, digitalen Welt gibt es immer mehr portable Geräte, deren Akkulaufzeit von immer höherer Bedeutung ist. Handys, Smartphones, Notebooks, Netbooks, E-Book-Leser wie das Amazon Kindle usw. werben vollmundig mit immer längeren Akkulaufzeiten, doch dem Kunden beschleicht eher das Gefühl ein Hund zu sein, der permanent an der Leine hängt um all diese Geräte zu laden.

Es müsste doch einheitliche Standards geben, die dem Kunden eine nachvollziehbare Aussage zur Akkulaufzeit an die Hand geben! Es ist doch lächerlich, wenn Handyhersteller Geräte mit UMTS und allem Pipapo verkaufen, man die Funktionen nicht benutzen darf, wenn man einen Tag lang mit dem Gerät arbeiten möchte. Ich kann ja verstehen dass GPS und/oder WLAN den Akku schnell leeren. Doch es ist eine Farce, wenn der Support von O2 oder Samsung dazu rät bei einem “Immer im Internet”-Handy 3G abzuschalten um wenigstens einen Tag lang das Handy benutzen zu können.

Allen Interessenten an mobilen Geräten würde ich empfehlen über den Versandhandel zu kaufen. O2 verweigert die Rücknahme von in O2-Shops gekauften Geräten, während man beim Onlinekauf auch bei O2 natürlich 14 Tage Rücktrittsrecht besitzt. So kann man selber austesten was die Versprechen der Händler/Hersteller wert sind.


Comments

… es sei denn, es handelt sich um Blüten. ;-) Aber hier besteht wenigstens die Chance, den „Betrug“ selbst zu entdecken. Anders sieht es aus, wenn man nur auf Kreditkarten vertraut.

In den USA steht jetzt – laut tagesschau.de – ein 28-jähriger „notorischer“ Hacker vor Gericht. Ihm drohen bis zu 25 Jahre(!) Haft plus einer hohen Geldbuße, weil er mit Komplizen die Geheimnummern von mehr als 130 Mio. Kredit‑ und Lastschriftkarten gestohlen haben soll. Eine Reihe von weiteren Prozessen wegen ähnlichen Delikten warten schon auf ihn.

Jetzt frage ich mich: Ist das gerechtfertigt? Der Angeklagte hat es geschafft, ausgeklügelte Firewalls zu umgehen. Ich wette, der Verkäufer derselben hat diese zu horrenden Preisen als absolut sicher verkauft! Gehört nicht eher dieser ins Gefängnis?

Es ist der größte Fall dieser Art in den USA. Und das drohende Strafmaß ist enorm. Der Angeklagte hat niemandem einen körperlichen Schaden zugefügt. Mancher Vergewaltiger kommt mit 1–2 Jahren – vielleicht sogar auf Bewährung – davon! OK, er hat damit (vielleicht) Geld verdient und nicht nur gehackt, um auf ein Problem aufmerksam zu machen. Andererseits stand nichts in dem Artikel, dass die Daten auch verwendet wurden. Da wäre eine Strafe wohl angebracht, aber so hoch?

[Update] Es war wohl heute morgen noch etwas zu früh für eine Meinungsbildung und ein Teil des Textes kam etwas unglücklich daher. Deshalb habe ich den Artikel noch einmal überarbeitet und gekürzt.[/Update]

Dirk hat mir das Buch Zeitmanagement für Systemadministratoren ausgeliehen. Es ist im Jahre 2006 im O’Reilly Verlag erschienen, verfasst hat es Thomas A. Limoncelli und Peter Klicmann übersetzte es in das Deutsche.

Zeitmanagement für SA

Das Buch wurde mit viel Humor, Fachkenntnisse und vor allem Wissen rund um den Kult und die Gilde der Systemadministratoren geschrieben. Bei der Einführung konnte ich lesen, dass der Beruf des Systemadministratoren und vergleichbare Tätigkeiten etwas Einmaliges wäre:

Nur sehr wenige Berufe sind so. Gehirnchirurgen kommen nicht aufgeregt nach Hause, um eine neue Technik an ihrer Katze auszuprobieren, in der Hoffnung, dass sie funktioniert und sie sie an ihren Patienten ausprobieren können.

Ich bin noch nicht dazugekommen, das ganze Buch zu lesen (!), aber ich konnte einige Stellen durchstöbern und habe ein paar Kapitel vollständig studiert. Und bereits jetzt kann ich mit Sicherheit sagen, dass es sich für jeden Supporter, HelpDesker, ServerAdmin, SysAdmin, Netzwerk-Mensch, Entwickler, Programmierer, Projektler oder Turnschuh-Informatiker und was es sonst noch alles gibt lohnt, dieses Buch zu lesen. Es geht auf heisse und weniger wichtige Dinge ein, aber bei allen Punkten spüre ich die Nähe zur Praxis. Im Wesentlichen geht es um folgende Themen und Kapitel in diesem Buch:

  • Grundsätze des Zeitmanagementsa
  • Konzentration gegen Unterbrechungen
  • Routinen
  • Das Zyklus-System
  • To-do-Listen und Terminpläne
  • Kalenderverwaltung
  • Persönliche Ziele
  • Priorisierung
  • Stress-Management (ein wirkliches Schei**-Wort!!)
  • E-Mail-Management
  • Zeitfresser eliminieren
  • Doku
  • Automatisieren

Das Thema “Verwaltung meiner Zeit und die Abwicklung meiner Aufgaben” steht im Vordergrund, flankierend behandelt wird der Bereich “Unterbrechungen bei der Arbeit”. Letztere entwickelten sich bei den Menschen in der IT je nach Organisation und Kult im Betrieb zu einer giftigen Plage. Für mich bilden die Unterbrechungen und Störungen die schlimmsten Schranken, die mich von der Freude an der Arbeit trennen. Deswegen werde ich mit Genuss und auch mit einigen Erwartungen das Buch zu Ende lesen.

Das Buch kostet im Handel 25 Euro und trägt die alte ISBN-Nummer 3-89721-465-2 und die aktuelle ISBN-Nummer (13) 978-3-89721-465-1.

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17. August 2009

Mittlerweile ist der Ralink-Treiber für den 802.11n-Chipsatz des Medion Akoya E1210 im Mainline-Kernel gelandet. Zwar nur im experimentellen Staging-Zweig, aber zumindest für die Chipsatz-Revision des E1210 stabil genug für den täglichen Einsatz. Die Installation des separaten Ralink-Treibers entfällt damit. Unter Ubuntu 9.04 ist die Installation recht schnell bewerkstelligt:

  • Kopieren der Konfigurationsdatei: Zuerst wird die Konfigurationsdatei /boot/config-2.6.28-xx-generic als .config in das entpackte Kernel-Quellcode-Verzeichnis kopiert.

  • Neubau der Konfiguration: Hier rufen Sie das Kommando make oldconfig auf. Sie müssen nun einen Haufen Fragen beantworten. Falls Sie keine Lust haben, sich mit dem Inhalt der Fragen zu Treibern und Features auseinanderzusetzen, antworten Sie mit m (neue Funktion als Modul bauen) oder n (neue Funktion weglassen).

  • Aktivierung der Staging-Treiber: Rufen Sie make menuconfig auf und navigieren Sie zu “Device Drivers -> Staging Drivers”, wo Sie “Staging Drivers” aktivieren, indem Sie das Sternchen bei “Omit staging drivers from being built” herausnehmen. Jetzt können Sie den Treiber für Ralink 2860 aktivieren.

  • Bau und Installation des Kernels: Nach mehrfachem “Exit” wird die neue Kernelkonfiguration gespeichert. Bauen Sie mit make und installieren Sie den neuen Kernel mit make modules_install && make install.

  • Neubau der Bootloader-Konfiguration: Ich habe in der Datei /etc/initramfs-tools/initramfs.conf auf MODULES=list umgestellt und in der Folge in /etc/initramfs-tools/modules nur die Zeile i915 eingefügt. Anschließend baut mkinitramfs -o /boot/initrd.img-2.6.30.5 2.6.30.5 das neue Initramfs und update-grub erstellt die Bootloader-Konfiguration neu.

That’s it. Natürlich muss man bei Sicherheits-Updates am Kernel mit frischen Patches (und alter Config) neu bauen, aber diese Konfiguration läuft bei mir unter Ubuntu 9.04 stabil. Unter 9.10 wird sie wohl nicht mehr nötig sein.

Wie man ganz schnell mit Inkscape mal eine Sprechblase erzeugt und somit ein normales Foto in einen Cartoon verwandeln kann, dass hab ich ja letztens erst gezeigt. In Comics kommt aber mehr Text als in Sprechblasen unter. Töne werden ebenfalls illustriert Sound FX in neudeutsch oder Onomatpoems, wie das auch genannt wird. Und derartiges ist auch in Windeseile mit Inkscape und Gimp erzeugt.

Natürlich geht das auch ganz als Vektorgrafik allein, aber ich wollte Gimp mal wieder eine Rolle spielen lassen. Ausserdem finde ich das Programm hier einmal komfortabler :D Aber nun wie macht man nebenstehendes?

1. Inkscape öffnen und mit dem Werkzeug “Sterne und Polygone erstellen“. Über die entsprechenden Werkzeugeinstellungen kann man das Aussehen des Sterns bestimmen. Man kann hier schon Zufall hinein bringen muss man aber nicht, dass geht im Anschluss mit Knoten versetzen eleganter. Empfehlenswert ist hier eine ungerade Anzahl an Zacken und mehr wie 5 sollten es auch sein. Ich habe mich hier für 11 entschieden, ein Hendekagramm also.

2. Nachdem der Stern gezeichnet ist einfach diesen selektieren und mit den linkem oder rechtem Anfasser etwas in die Breite zerren. Dannach über Pfad > Objekt in Pfad umwandlen (Umschalt+Strg+C) das Sternobjekt in einen Pfad umwandeln. Jetzt in der Werkzeugleiste das Knotenbearbeitungswerzeug (F2) auswählen und die dem Mittelpunkt am nächsten liegenden Knoten (also nicht die Enden der Zacken) mit dem entsprechenden Werkzeugeinstellung symetrisch machen. Dannach kann man noch die Endknoten der Zacken etwas versetzen, bis es einem selbst gefällt. nachher sollte das dann Aussehen wie auf der nebenstehenden Zeichnung.

3. Jetzt muss unsere kleine Explosion nur noch entsprechend eingefärbt werden. Damit das Ganze etwas lebendiger ist natürlich mit einem Farbverlauf. Wer es extrem mag kann natürlich einen Farbverlauf von Rot/Orange nach Gelb oder ähnliches wählen. Ich habe mich hier für einen kreisförmigen Farbverlauf von einem hellen Gelb (FEF69B) zu einem dunklerem Gelb (FEEE2A) entschieden. Ausserdem habe ich der kleinen Explosion noch einen kleinen schwarzen Rand gegeben, damit das comicartiger wirkt.

Ausserdem hab ich hier schon die Explosion ein wenig gedreht, dass kann aber auch noch etwas warten, dann kann man es mit der Schrift nachher gemeinsam drehen.

4. Nun zur Schrift, hier kann man durchaus einmal die Badaboom, die überall als Comicschrift angeboten wird benutzen. Dafür ist sie nämlich gedacht, nicht für den Einsatz im Lettering also als Schriftart in den Sprechblasen. Jedenfalls sind Schriftarten dafür leicht zu finden. Ab und an zeichne ich auch mal für so etwas schnell Buchstaben  selbst gerade beim O ist das ja easy.

Schreibt also mit dem Font eurer Wahl entsprechend BOOOM, dannach wandeln wir allerdings gleich das Schriftobjekt in einen Pfad (Pfad > Objekt in Pfad umwandlen (Umschalt+Strg+C) ) um. Diesen Pfad zerlegen wir auch gleich über Pfad > Zerlegen (Umschalt+Strg+K). Keine Angst die Leerflächen in den einzelnen Buchstaben sind nicht verschwunden. Die müssen jetzt nur wieder aus den einzelnen Buchstaben ausgeschnitten werden, dass geht ganz einfach beide einzelnen Objekte markieren. Bei den Buchstaben welche nur eine Öffnung haben geht das easy einfach einen Rahmen drum herum ziehen, fertig. Dannach über Pfad > Differenz (Strg+-) einfach ausschneiden. Beim B wird das etwas komplizierter, hier müssen wir einzeln ausschnieden, zur Sleektion einfach die Shifttaste gedrückt halten. Wer etwas clever ist verschiebt die innere Fläche vor dem Auschneiden um ein zwei Pixel oder verdreht sie etwas, so wird die Schrift hinterher etwas individueller. Einfach mal ein wenig spielen, mit der Variante! Dannach haben wir alle Buchstaben einzeln und skalieren dieses nun etwas, dass O in der Mitte sollte das Größte sein (ich hab hier auch zusätzlich den Pfad etwas erweitert Pfad > Erweitern (Strg+)). Ruhig hier ein wenig herumprobieren, euch muss es gefallen. Ist die Schrift passend positioniert, dann alle Buchstabben selektieren und über Pfad > Vereinigung (Strg++) zu einem gesamten Pfad vereinigen. Diesem einen kleinen schwarzen Rand geben, er sollte kleienr als dedr der Explosionswolke sein und ich hab die Buchstaben mit einem linearen Farbverlauf (302D3F > 514E63) gefüllt. Die Buchstabenfolge einmal dupliziert (Strg+D) und Schwarz gefüllt und dann in den Objekteigenschaften etwas unscharf gemacht und auch die Deckkraft herabgesetzt. Dannach einfach unter die  alte Buchstabenfolge setzen (Bildabtaste) und etwas versetzen mit den Cursortasten. Ein paar Speedlines um das mittlere O und ein paar fliegende Brocken komplettieren das Ganze. Jetzt exportiert ihr eure Zeichnung als PNG mit transparenten Hintergrund, denn weiter geht es in Gimp.

5. Das von euch mit Inkscape gezeichnete Bild in Gimp öffnen. Im Ebenendialog eine weitere Ebene hinzufügen und diese unter eure Inkscapezeichnung setzen . Mit dem Auswahlwerkzeug, Rechteckige Auswahl (Werkzeuge > Auswahlwerkzeuge > Rechteckige Auswahl (R) ) Einen Rahmen ziehen, ein paar der Spitzen der Detonationswolke sollten allerdings über die Auswahl hinausragen. Dann die Vordergrundfarbe auf E4EFE9 setzen und den Rahmen damit füllen. Das Ganze sollte dann aussschauen wie in nebenstehender Zeichnung.

6. Eine weitere Ebene anlegen und die Vordergrundfarbe auf 528797 setzen. Jetzt Filter > Render > Linienexplosion aufrufen. Die Einstellungen im sich öffnenden Dialog sind Geschmackssache hier müßt ihr einfach ein wenig herumprobieren. Sie sind ja auch abhängig von der Größe eures Bildes. Habt ihr diesen Filter angewendet, einfach das überstehende wegschneiden. (Selektion Alphakanal in der Ebene mit der hellblaune Füllung und die Auswahl dann umgekehrt.) Und vola unsere Comichafte Explosion ist fertig. Eine derartige Linienexplosion läßt sich auch mit Inkscape und dem Klonwerzeug erstellen, allerdings etwas aufwändiger. Aber man kann sich ja so etwas auch mit schwarzer Füllung und transparentem Hintergrund in Gimp erzeugen und in Inkscape dann vektorisieren ;). Ich wünsch euch jetzt viel Spaß beim nachmachen und villeicht bekomm ich ja einige Ergebnisse zu sehen.

Während meinen Streifzügen durch das Netz, bei denen ich auf linuxartige Informationen fokussiert bin, stosse ich ab und zu auf Interessantes. Hier ein Auszug daraus:

  • buecherbrett.org unter BuddyPress Ute und Roland berichten von ihren Erfahrungen mit BuddyPress beziehungsweise WordPress MU. Sie betreiben zusammen mit Oli und wohl weiteren Menschen das Portal buecherbrett.org.
  • Webcam und Skype Eine Webcam unter Linux mit Skype zu betreiben ist ja eine Sache für sich. Obschon die Existenz von Skype (noch) nicht gesichert sein dürfte, liefert das stesind-Blog einen kleinen Beitrag zum Thema Skype und Webcam.
  • Facebook okkupiert FriendFeed Wie Thomas auf seinem Blog berichtet, übernimmt offenbar Facebook das Portal FriendFeed. Passt mir gar nicht, denn Facebook ist wegen den Nutzungsbedienungen ein rotes Tuch für mich. FriendFeed nutzte ich bisher immer ganz gerne.
  • Yip, sag mal etwas Christoph erzählt auf seinem Blog vom Dienst Yip, womit browserbasierende Dienste eine “Desktop-Benachrichtigungs-Engiene” bekommen.
  • Google Alternativen 100 Alternativen zu Google im Bereich Suchen liefert Ralph in seinem Beitrag. Aus meiner Sicht sollte sich jeder Internaut diesen Artikel ansehen.
  • ubuntuuser.de nutzt identi.ca und twitter Das grösste deutschsprachige Portal zu Ubuntu namens ubuntuusers.de nutzt nun auch die beiden Microblogging-Systeme Twitter und identi.ca Dass die Jungs (endlich) identi.ca anwenden, halte ich für eine sehr gute Idee. Allerdings kann ich nicht verstehen, weshalb sie auch Twitter einsetzen. Die Nutzungsbedienungen dort sind nicht gerade erste Sahne.

Ähnliche Artikel

16. August 2009

  1. Einen SSH key auf den Server kopieren muss nicht unbedingt ein langwieriger Prozess sein, das geht auch mit einem Kommando.
    ssh-copy-id user@host
  2. Wieder mal genervt von Programmen die immer eine Eingabeaufforderung brauchen? Noch dazu immer ein Y Enter?
    Dann hilft das Programm yes, das nicht mehr macht als ein “Y” gefolgt von einen Enter zu senden.

    yes | nervende_anwendung
  3. Rar Datei mit einem Passwort öffnen.
    unrar e datei1.rar -pmeinpasswort
  4. Den Computer um Mitternacht runterfahren lassen. Hier wird der Befehl at verwendet der im Gegensatz zu cron nur einmalig gilt.
    sudo halt | at midnight

    Eine Alternative von HogBeard:

    sudo shutdown -hP 00:00
  5. Stresstest für einen Web-Server mit dem Apache Benchmarking Programm ab.

    -n : Anzahl der Anfragen (requests) pro Session.
    -c : Anzahl der multiplen Anfragen pro Durchgang.

    ab -n 1000 -c 1000 http://localhost
  6. Festplatten oder USB sticks sicher Überschreiben mit Nullen, sd23 bitte mit Laufwerknamen ersetzen.
    dd if=/dev/urandom of=/dev/sd23
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In unserer Vorstellungsreihe “Linux ohne Grafik” stellen wir euch heute vor, wie man in der Shell Dateien mittels eines Downloadmanagers runterladen kann. Diese Downloadmanager sind vielen bestimmt ein Begriff weil sie einfach sehr praktisch sind (auch wenn man eine GUI zur Verfügung hat).

wget

wget

wget

wget ist wohl der bekannteste Downloadmanager für die Konsole. Die Installation geht über

# apt-get install wget

Die Bedienung ist eigentlich relativ einfach. Es reicht ein

wget http://www.website.tld/bild.png

um eine Datei mit wget aus dem Internet herunterzuladen.
Natürlich kann man einen Haufen Optionen einstellen, wie dass nur Dateien bestimmten Typs heruntergeladen werden (hier am Beispiel von png).

wget -r -A png http://www.website.tld

wget kann noch sehr viel mehr, wer mehr wissen will, sei auf die manpage von wget oder auch den sehr guten Ubuntuusers verwiesen.

aria2

aria2

aria2

aria2 ist eine Alternative zu wget. Die Installation geht wieder aus den Ubuntu-Quellen mit apt-get oder einem anderen Paketverwaltungsprogramm. Gestartet wird das Programm ähnlich wie wget mit

aria2c http://www.webseite.tld/bild.png

Natürlich hat aria2 auch noch verschiedene Optionen, die man wie immer in der manpage oder im Ubuntuusers-Wiki nachlesen kann. Eine Besonderheit von aria2 ist es, dass man damit auch Torrents herunterladen kann bzw. dass man für eine Datei mehrere Quellen angeben kann. Dies macht sich bei langsamen Servern und größeren Dateien bemerkbar, weil dadurch die Geschwindigkeit des Downloads erhöht wird. Andersherum kann man die Geschwindigkeit des Downloads auch begrenzen.

Beide Downloadmanager kann man nahezu beliebig konfigurieren, in Skripten benutzen und sind auch sehr interessant, wenn man eine grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung hat.

curl

curl

curl

Ja, und dann gibt es da noch curl. Ein bekanntes englischsprachiges Blog bezeichnete curl im Vergleich zu wget und aria2 als „geeky“, da es den Download standardmäßig in der Konsole ausgibt und nicht in einer Datei speichert. Während aria2 und wget den Dateinamen per default beibehalten und und im geöffneten Ordner ablegen, muss man bei curl diesen separat angeben. Das ist im Vergleich zu den beiden vorherigen Downloadmanagern natürlich ein nerviger Nachteil, der durch keine nennenswerten Vorteile für den Normalgebrauch ausgeglichen werden kann. Ein subejktiver Vorteil könnte die etwas übersichtlichere Tabelle sein, die man beim Download sieht. Den Dateinamen gibt man mit einem -o an, was man optional auch bei den beiden vorherigen Programmen angeben kann. Ein Standarddownload sähe so aus:

curl http://www.webseite.tld/bild.png -o bild.png

Gruß Jonas

15. August 2009

Im Netz tummeln sich massenhaft Webhosting-Angebote, die vollmundig riesige Speicherplätze bei unlimitierten Traffic für weniger als einen Euro pro Monat versprechen. Schaut man sich auf den einschlägigen Vergleichsseiten um, dann findet man entsprechende Angebote ab ca. 60 Cent pro Monat. Das man bei solchen Kampfpreisen keinerlei Support oder Kulanz bei Problemen erwarten kann ist klar. Alleine die .de Domain kostet den Webhoster ca. 6 Euro im Jahr. Das Angebot deckt die anfallenden Kosten in keinem Fall.

Wer seine Urlaubsbilder seinen Freunden oder Bekannten zeigen möchte oder ein kleines Forum für eine begrenzte Anzahl an Personen betreiben will, der kommt wahrscheinlich mit dem Angebot aus, doch ein Blick in die AGBs der Anbieter offenbart oft schockierende Klauseln…

Der unlimitierte Traffic ist bei praktisch allen Anbietern ein reines Werbeversprechen. Klar, wenn man nur ein paar GB pro Monat erzeugt meckert der Webhoster nicht, doch in den AGBs lesen sich oft Absätze wie…

(1) Der Kunde ist verpflichtet, die XXX-Dienste sachgerecht zu nutzen. Er ist insbesondere verpflichtet,

a) dafür zu sorgen, dass die Netz-Infrastruktur oder Teile davon nicht durch übermässige Inanspruchnahme überlastet werden [...]

oder

Bei Angeboten mit unlimitierten Datentransfervolumen gilt das Fair-Use-Prinzip. Das Fair-Use-Prinzip bedeutet, dass Sie unlimitiertes Datentransfervolumen erhalten, aber sich das Transfervolumen an den Durchschnitt aller Transfervolumina der Nutzer aus der gleichen Produktkategorie halten sollte.

Die hier angesprochenen Webhoster sind sicherlich nicht darüber begeistert, wenn man ihre Geschäftsgebahren anprangert. Daher habe ich die Namen der Anbieter aus den AGBs entfernt, nenne keine Namen und verlinke auch nicht direkt auf einen Webhoster.

Das heißt, sobald man den Dienst “übermässig” verwendet, wird man gekündigt. Was nun “übermässig” heißt wird nicht konkret gesagt. Man kann davon ausgehen, dass man eine Kündigung erhält sobald der Traffic oder vielmehr die Last, die die Webseite auf den Servern des Webhosters erzeugt, steigt. Besonders schön ist das, wenn man 20-30 Euro für die Einrichtung des Webspace und die Gebühr für 12 Monate im Voraus bezahlt hat.

Den Vogel schießt ein Webhoster ab, der 2GB Speicherplatz und unlimitierten Traffic inklusive einer .de Domain für nur 12 Euro im Jahr anbietet. Schaut man sich die AGBs genauer an, so findet man diese Passage…

Dem Kunden ist nicht gestattet Dateien, multimedia Daten (wie z.B. MP3, Videos, otr usw.), insbesondere (Anmerkung von mir: Hier steht “insbesondere”, das schließt legalen Content nicht aus!) wenn diese urheberrechtlich und/oder lizenzrechtlich geschützt sind, öffentlich oder nicht öffentlich zum Upload, Download oder Streaming anzubieten oder anderweitig zugänglich zu machen. Verstößt ein Kunde gegen diese Bedingungen, ist YYY berechtigt, das Vertragsverhältnis aus wichtigem Grund fristlos zu kündigen. Weiterhin ist YYY berechtigt den hierdurch entstandenen Traffic mit 0,0019 € je angefangenem MB (zuzüglich der geltenden gesetzlichen MWST) zu berechnen.

D.h. wenn man etwa selber Musik produziert und diese auf seiner eigenen Homepage veröffentlicht, dann darf dieser Webhoster die Page fristlos abstellen und den Traffic in Rechnung stellen!

Nur um einfach mal ein paar Zahlen in den Raum zu werfen. Angenommen die Page hat in einem Monat 10GB Traffic generiert (was gar nicht mal so viel ist. Mein kleines Wordpress-Blog hier mit 1500 Besuchern am Tag kommt im Monat auf 30GB…) und der Hoster meint man hätte Videos oder Musik (selbst wenn man der Urheber ist!) verteilt. Dann darf man sich mit ihm über 10 * 1024 MB * 0,19 €/MB = 19,45 Euro streiten! Viel Spaß dabei…

Aus Neugierde habe ich bei zwei Webhostern angerufen die diese Klausel in ihren AGBs stehen haben und mich nach den Bedingungen erkundigt. Natürlich wird versichert, dass man diesen Paragraph noch nie gezogen hat, natürlich könnte man eine Webseite für eine Band mit Videos und MP3s hosten und natürlich gibt es keine Probleme wenn man 20-30 GB Traffic pro Monat mit dieser Page generiert und natürlich würde man den Kunden erst ansprechen bevor so eine Rechnung verschickt wird. Überzeugt haben mich deren Aussagen jedoch nicht. Man beteuert zwar dass man nie einen “redlichen” Kunden verdonnern würde, die Gefahr dass einen dieser Webspace teuer zu stehen kommt, besteht jedoch immer.

Als ich auf diese AGB getroffen bin, habe ich an einen Einzelfall gedacht, doch die Passagen Dem Kunden ist nicht gestattet Dateien [...] zugänglich zu machen sowie Weiterhin ist berechtigt den [...] Traffic mit je angefangenem MB findet man in den AGBs zahlreicher Webhoster. Hier schreiben wohl viele Anbieter voneinander ab… Ich habe versucht “Opfer” solcher Klauseln zu finden, doch leider spuckten die Suchmaschinen bei meiner Suche nichts aus. Kann es sein dass noch nie ein Webhoster diese Klausel gezogen hat? Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Was also machen? Geiz ist nicht immer Geil! Sicherlich ist nicht jedes günstige Angebot eines Webhosters eine Kostenfalle, doch sollte man gerade bei den Schnäppchen die AGBs aufmerksam lesen. Und wenn man für Webhosting einen angemessenen Preis bezahlt, dann bekommt man auch ordentliche Leistung ohne das Risiko eine saftige Rechnung präsentiert zu bekommen!

[UPDATE 15.08.09]Beim Tippen der möglichen Nachzahlung ist mir leider das Komma verrutscht. Da sieht die Zahl gleich deutlich weniger dramatisch aus ;) [/UPDATE]


Comments

Viele von euch kennen wohl den ‘kostenlosen’ TV-Aufnahme-Dienst OnlineTVRecoder. Damit dieser Dienst zumindest nicht illegal ist, werden die Aufnahmen in einem eignen Format verschlüsselt, um sicherzustellen, dass nur derjenige die Aufnahme dekodieren kann, der sie auch “in Auftrag gegeben hat”.

Der offizielle Linux-Dekoder besteht aus einer Binärdatei, die man über die Konsole bedienen kann, und einem scheinbar auf die Schnelle zusammengewürfelten PyGTK-Frontend. Daneben gibt es diverse inoffizielle Shell-Skripte zum Schneiden und das auf GTK basierende Tool “OTR-Verwaltung”, mit dem man nicht nur Dekodieren, sondern die Dateien auch verwalten kann, Schneiden, cutlists erstellen und hochladen, etc., etc.

Solche mächtigen Tools sind zwar schön und gut, aber lohnen sich für mich nicht wirklich, da ich OTR hauptsächlich für ein paar Serien nutze, die nach dem Anschauen gleich wieder ins Nirvana verschwinden. Bleibt also nur der kleine Linux-Dekoder, um mal schnell eine Aufnahme zu dekodieren. Allerdings stört es mich unter KDE zunehmend. Neben der Tatsache, dass GTK-Programme unter einer KDE-Oberfläche trotz diverser Einstellungen schrecklich aussehen, braucht das Programm doch ziemlich lange, bis es bereit ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: Entstanden ist ein kleines Frontend für den Dekoder, geschrieben in C++ und Qt. Gleich vorneweg: Es ist weder offiziell, noch hat es in anderer Weise etwas mit OTR zu tun, außer natürlich, dass es deren Dekoder zum Dekodieren benutzt.

QTRdec v0.2.1 Im Moment handelt es sich noch um keine fertige Version. Es werden zwar alle gängigen Features des Dekoders unterstützt, es könnten aber noch Fehler im Programm schlummern. Auch ist es bisher nur auf Englisch. Der Quelltext steht unter der GPLv3, dass heißt, ihr könnt unter deren Auflagen den Quelltext benutzen, wenn ihr wollt. Wahrscheinlich will das aber keiner :)

Es gibt keine fertigen Pakete, da ich damit noch kaum Erfahrungen habe und der Dekoder meistens eh irgendwo auf dem Desktop oder im Heimatverzeichnis liegt. Ein Paket wäre daher noch übertriebener Aufwand. Das Kompilieren ist allerdings auch nicht tragisch:

Zunächst muss man, wenn nicht schon getan, die Pakete libqt4-dev und g++ installieren. Vieles davon kann man ggf. nach dem Kompilieren wieder entfernen. Wichtig ist nur, dass man zum Ausführen noch das Paket libqt4-gui installiert hat. Danach in einem Terminal zum Quellen-Ordner wechseln und qmake && make ausführen. Die entstandene Binärdatei “QTRdec” kopiert man sich in das Verzeichnis des Dekoders und schon kann man frohlockend dekodieren. Nützlich ist es auch sicherlich, die Readme-Datei zu lesen.

Der Quelltext kann hier heruntergeladen werden: http://code.google.com/p/qtrdec/downloads/list

Ich freue mich auf eventuelle Rückmeldungen dazu und hoffe, dass es ein paar Leuten evtl. nutzt.


Kernel sock_sendpage()-Bug

Ein über 8 Jahre alter Bug im Linux-Kernel sorgt seit gestern für einigen Wirbel in der Szene. Hierbei handelt es sich um einen Bug im Socket-Handling des Kernels, der in der Funktion sock_sendpage() nicht auf Null-Pointer prüft, bevor er diesen dereferenziert. Dies führt bei einigen Protokollen, wie z.B. Appletalk, IPX, X.25, IRDA, Bluetooth und ISDN zu einer Schwachstelle, die es lokalen Benutzern erlaubt Programmcode mit Root-Rechten auszuführen. Betroffen sind vermutlich alle Kernel der Generationen 2.4 und 2.6 seit 2001. Es ist bereits ein Exploit besseres Exploit, sowie auch ein Kernel-Patch erschienen, der besagte Funktion nach kernel_sendpage() umleitet. Weiterführende Informationen finden sich unter Anderem hier:
Comments

Ziemlich beliebt, wenn es um die Darstellung von Bildern geht, ist wohl die Darstellung als Polaroidfoto. Nebenstehendes ist einst von Nicu Buculei geschossen worden und nun “creative commons-like” wiederverwendet worden.

Das sieht man ziemlich häufig auf Webseiten und das ist auch mit Gimp in Windeseile gemacht und nicht schwer. Hier also ein kleines Tutorial, wie man das mit diesem Grafikwerkzeug erledigt. Es gibt soweit ich weiss auch ein Skript, welches zumindest die polaroidtypischen weissen Ränder setzt. Normalerweise ist der unten ja größer, den Platz kann man ja für eine kleine Beschriftung nutzen. Für den Rand gibt es eine schnelle Methode und eine Methode wo man mehr selbst machen kann.

Die schnelle Methode ist dem Bild einfach über. Filter > Dekoration > Rand hinzufügen einen entsprechenden weißen Rand hinzu zu fügen. Das Bild wird dabei entsprechend vergrößert, heißt der Rand wird hinzu addiert. Der Rand wird auf einem eigenen Layer angelegt, kann also jederzeit noch gut nachbearbeitet werden. Wie breit der Rand sein sollte ist reine Geschmackssache, ich mag es eher schmaler. Die anderen Schritte, Schatten und Verbiegen sind aber die gleichen.

1. Aber nun zum Do-it yourself. Als erstes das entsprechende Bild in Gimp öffnen und über  Bild > Leinwandgröße diese entsprechend vergrößern, wie groß hängt davon ab, wie breit der weiße Rand werden soll. Bei mir reichen 50px + immer aus. Das Zentrieren dabei nicht vergessen.

2. Den Ebenendialog öffnen und eine neue Ebene in diesem anlegen, diesen unter die Ebene mit unserem geöffneten Bild bringen. Dann unter Werkzeuge > Auswahlwerzeuge > Rechteckige Auswahl (R) wählen und einen entsprechend große Auswahl anlegen. Wer den entsprechenden großen unteren Rand haben möchte sollte dann die Auswahl nach unten größer machen, derjenige sollte dann aber auch bei der Vergrößerung der Leinwand daran gedacht haben.

3. Ins Werkzeugfenster wechseln und weiß als Vordergrundfarbe einstellen und die Auswahl mit dem Füllwerkzeug (Umschalt+B) füllen.

4. Wenn einem der weiße Rand so gefällt in den Ebenendialog wechseln. Das obere Bild aktivieren und mit der rechten Maustaste das Kontextmenü öffnen und nun die Ebenen nach unten vereinen.

5. Jetzt verbiegen wir uns, bzw. das Bild ein wenig. Es gäbe zwar noch die Methode über iWarp, das Gleiche zu erreichen, ich bevorzuge aber verbiegen. Über Filter > Verzerren > Verbiegen den entsprechenden Einstellungsdialog öffnen. Hier eine kleine Besonderheit, Verbiegen kann nur die obere und untere Kante entsprechend bearbeiten, wer also den rechten und linken Rand entsprechend bearbeitet haben möchte, muß das Bild einmal um 90 Grad (Ebene > Transformation > …) drehen. Und im Anschluss nach dem Verbiegen natürlich wieder zurück. Im Verbiegendialog nun die Aussenkurven des Bildes also entsprechend verbiegen. Kleiner Tip, weniger ist hier mehr. Den Schalter mit Kopie arbeiten finde ich arg witzig, das dieser Filter immer eine Kopie anlegt, jedenfalls bei mir aber die kann man hinterher löschen. Haben wir das Bild also etwas verbogen kommen wir zum letzten Schritt.

6. Schlagschatten und Drehen, für den Schatten einfach Filter > Licht und Schatten > Schlagschatten wählen auch hier die Einstellungen wieder al Gusto. Zu guter Letzt kann das Bild noch über Ebene > Transformation > Beliebig drehen,etwas gedreht werden. Notfalls muss hier hinterher oder vorher die Leinwandgröße nochmals angepaßt werden. Und das war auch dan schon die ganze Gimpmagie. Einfach und schnell oder?

14. August 2009

Fast zwei Wochen musste man auf die neue Vorabversion des kommenden Linux-Kernels warten. Trotz eher mäßiger Aktivität sind die Änderungen daher trotzdem recht umfangreich für die relativ hohe Zahl hinter dem „-rc“.

Einer der prominentesten Patches dürfte der Commit für die Nutzung von kernel_sendpage() anstelle von sock->ops->sendpage() sein, womit der derzeit heiß diskutierte und lange Zeit unbemerkte Fehler (siehe Linux-Magazin, golem.de oder Original-Meldung auf cr0 Blog) behoben werden soll.

Weitere Top-Kandidaten sind wieder der i915-Grafiktreiber, die Performance-Counter-Infrastruktur und die zugehörigen Tools. Und nebenbei hat Greg Kroah-Hartman die Pflege der vor kurzem von Alan Cox verlassenen TTY-Infrastruktur übernommen.

Der Kernel 2.6.31-rc6 für Ubuntu im Mainline-Kernel-Archiv:
Das Ubuntu-Kernel-Team stellt ein Archiv mit dem Mainline-Kernel zur Verfügung, der ohne die spezifischen Anpassungen der regulären Ubuntu-Versionen erstellt wird.
Achtung! Die Installation des nicht angepassten Kernels kann die Systemstabilität beeinträchtigen!
Die Pakete 2 und 3 müssen nur installiert werden, wenn Anwendungen vorhanden sind, die die Headerdateien benötigen um z.B. Kernelmodule zu kompilieren. Die Pakete sollten dann in der jeweils aufgeführten Reihenfolge installiert werden. Die Kernel-Quellen werden nicht benötigt.

Architektur i386 (32 Bit):

  1. linux-image-2.6.31-020631rc6-generic_2.6.31-020631rc6_i386.deb
  2. linux-headers-2.6.31-020631rc6_2.6.31-020631rc6_all.deb
  3. linux-headers-2.6.31-020631rc6-generic_2.6.31-020631rc6_i386.deb

Architektur amd64 (64 Bit):

  1. linux-image-2.6.31-020631rc6-generic_2.6.31-020631rc6_amd64.deb
  2. linux-headers-2.6.31-020631rc6_2.6.31-020631rc6_all.deb
  3. linux-headers-2.6.31-020631rc6-generic_2.6.31-020631rc6_amd64.deb

Kernel-Quellen:

Quelle: Linux Kernel Mailing List

 

Eigentlich wurde der Releasezyklus von openSUSE, soweit ich das verstanden hatte, nur einmalig angepaßt. Die Verlängerung des Releasezyklus von 6 auf 8 Monate hatte mit dem Erscheinungstermin der größeren Open-Source Produkte KDE und OpenOffice.org zu tun. Die beim normalen Erscheinen von openSUSE in einem Monat etwa später neue Versionen hätten released. Das ist natürlich ungünstig für so eine Linuxdistribution wie openSUSE. Deshalb hat Michael Löffler damals vorgeschlagen den Releasezeitpunkt zu verlegen.

Scheinbar richtet man sich aber endgültig auf keine halbjährlichen Releases ein. Denn die Supportzeiten von openSUSE wurden nun ebenfalls angepaßt. Früher hatte man insesamt 24 Monate lang auf jeden Fall Updates zu erwarten, das heißt nach dem 4 Release war man gezwungen auf die neuere Distribution umzusteigen. Mit einem unregelmäßigeren Zyklus, wie die 8 Monate aber darstellen ist das natürlich nicht mehr haltbar, deshalb wurden nun auch die Supportzeiten für die alten Distributionen angepaßt. Diese betragen nun 18 Monate. Es scheint als richtet man sich darauf ein in Zukunft aller 9 Monate zu releasen, denn dann würden die 18 Monate aufgehen. Jedenfalls wurde diese Zyklenänderung nun auf der Mailingliste von Michael Löffler bekanntgegeben. Für die Version 11.1 von openSUSE gilt allerdings der alte Supportzeitraum noch. Warten wir einmal was die Zeit bringt. Jedenfalls macht man derzeit  ganz schön bei openSUSE von sich reden, hatte Novell doch diese Woche bereits bekannt gegeben, dass es ab jetzt ein festangestelltes Team von 10 Entwicklern geben wird und diese beschäftigen sich ausschließlich mit der Entwicklung von openSUSE. Alles in allem auch das ein Fortschritt.