ubuntuusers.de

25. Februar 2009

Lange habe ich mich mit der Option "Farbe zu Transparenz" rumgeärgert und viele Versuche gebraucht, die richtige Farbe zu finden, welche die aktuelle Ebene transparenter macht. Dabei wäre es so einfach gewesen, aber ab und an findet man das Offensichtliche nicht, wenn man es in irgend einem Untermenü vermutet. So kann die Deckkraft (oder die Transparenz) direkt über den Ebenen eingestellt werden. Einfach die gewünschte Ebene auswählen und dann die Deckkraft nach eigenem Ermessen hoch / runter regulieren.



Damit nicht noch mehr ihre Zeit mit dem Suchen im Menü vergeuden, habe ich es doch lieber hier niedergeschrieben und gleich mal hübsch illustriert.

24. Februar 2009

GNOME bringt ja eine Reihe ganz netter Spiele mit. Gerade die Kartenspiele glänzen jedoch nicht gerade durch ein hübsches Design. Das Kartenset Ornamental aus dem Paket gnome-games-extra-data gefällt mir ganz gut, ist aber sicherlich nicht für jeden was. Aber vielleicht könnte man der Königin ja Tango beibringen? ...

Warum macht Apple alles anders? auf dem ipod bekommt man ohne Krücken nur mit itunes musik drauf.

Das Iphone ist völlig bescheuret, wenn man es ohne Jail break betreibt, Die Mac Computer sind nur mit sich selbst (meistens) kompatibel.

Das schlimmste ist die Sache mit dem Filesystem. Schon mal versucht, einem Mac User 'ne große Datei zu übergeben? Also nicht auf Fat32 formatierten Usb Sticks, sondern auf NTFS oder Ext3 usb Platten. Ohne nachinstallieren von Modulen, die beim Mac Kernel-Extension heißen, läuft da gar nichts. Das pranger ich an! Warum ist man bei Apple nicht willens das Opensource Gpl'ed ext2/3 Filesystem per default den unbedarften Leidensgenossen zur Verfügung zu stellen?

Zur Klarstellung, ich habe weder einen Mac, ein Iphone, noch ein ipod. Und wieder einmal weiß ich warum.

Wenn auch in meinen Bekanntenkreis diese Argumente nicht fruchten.
Apple's incompatible filesystem | Linux and Open Source | TechRepublic.com

Als ich vor kurzem meine Anmeldung zur Abschlussprüfung über die Post abgeschicken wollte, hab ich beim eintragen der Adresse gemerkt das die IHK nur 2 Häuser neben der Post ist bei der ich den Brief aufgeben wollte =) Also hab ich den Brief kurzerhand selbst zur IHK gebracht.
So ähnlich funktioniert das auch mit E-Mails.

Via Telnet-Verbindung zum Port 25 des Mailservers:
telnet zwetschge.org 25

identifizierung via helo:
helo hostname

Absender übermitteln
mail from: flo@noqqe.de

Empfänger übermitteln
rcpt to: root@zwetschge.org

Mail-Inhalt übermitteln
data
text
text text

Inhalt stoppen:
.

Message fertig übermittelt.Beenden:
quit

Ein netter alternativ-Weg zum versenden von Mails. Wird hauptsächlich zu Testzwecken von Mailservern verwendet. Wenn jemand es probieren will :) Meine email habt ihr ja jetzt :)


Ich habe schon öfter darüber nachgedacht wie es wäre, wenn man seine RSS Feeds als Zeitung in Händen halten könnte. Aber wie es immer so ist: man kommt darüber hinweg.

Heute kam mir diese Idee mal wieder in den Kopf und habe danach gesucht…und gefunden. FeedJournal. Sieht dann, bei meinen Feeds, so aus:

zeitung

Die Bedienung ist ganz einfach: anmelden, Feeds hinzufügen, Zeitung generieren lassen und pdf runterladen.

Aber ich habe mal genauer drüber nachgedacht und mir sind gute Ideen zu dem Thema gekommen.Zeitungsredaktionen produzieren Artikel, sortieren diese nach z. B. Stadtteilen oder Schlagworten und veröffentlichen diese als Feeds. Gegen einen Betrag x könnte man diesen Feed dann abonnieren und in FeedJournal einbinden. Zusammen mit seinen RSS-Nachrichten aus dem Netz würde dadurch eine wirklich personalisierte Zeitung entstehen und die Verlage würden dennoch Geld verdienen. Und ich würde nur noch die Nachrichten aus der Tageszeitung bekommen, die mich wirklich interessieren. Und entsprechend auch bezahlen.

Diese PDF dann auf einen E-Reader und sogar die Umwelt hätte was davon. Wobei ich persönlich eher der Freund von Papier bin…zumindest morgens zum Kaffee. :) Ein Beispiel wie einigermaßen sortierte News aussehen können, habe ich schon bei meiner Tageszeitung. Vielleicht ist das mal eine neue Verwertungsmethode für Verlage. Wir werden sehen.

Nachtrag: Wie hier zu lesen gibt es schon die ersten Bemühungen in diese Richtung.

Auch ein Vorteil der Self-Hosting Bloglösung :) Hab eben ein Favicon eingebaut. Aus dem Logo das auch schon im Banner ist. Muss zugeben es ist nicht optimal für eine 16×16 Auflösung geeignet aber das geht glaube ich ok. Ein Favicon wird in der header.php im head-Bereich eingefügt.

<link rel="shortcut icon" href="http://zwetschge.org/statics/favicon.ico" >

Greez, Flo

Ich stolpere immer wieder über Anwender, die ein Problem mit Audioausgaben haben. Der Klassiker dabei ist dass Flash-Animationen und -Videos stumm bleiben obwohl andere Anwendungen wie Totem oder Rhythmbox ihren Ton brav ausgeben.

Die Ursache des Problems liegt oft daran, dass im System mehrere Soundkarten vorhanden sind. Nicht ungewöhnlich sind die eingebaute Soundkarte, ein USB-Headset, ein Bluetooth-Adapter und Headset usw… Wenn man nun das USB-Headset aufgesetzt hat, die interne Soundkarte auf Stumm gesetzt wurde und Flash den Sound auf die interne Karte schickt, dann kommt schnell der Eindruck auf, dass man ein größeres Problem hätte.

Die Lösung des Problem ist recht trivial. Man muss jedoch die dafür benötigten Programme nachinstallieren um PulseAudio vollständig managen zu können. Das erste ist PulseAudio Volume Control.

$ sudo apt-get install pavucontrol

Nach der Installation kann ma das Programm über “Anwendungen -> Unterhaltungsmedien -> PulseAudio Volume Control” starten. Eventuell ist der Eintrag nach der Installation des Paketes deaktiviert. Sollte er fehlen, so klickt man mit der rechten Maustaste auf “Anwendungen | System | Orte” und öffnet über Menüs bearbeiten den Menüeditor alacarte. Über diesen Kann man den Menüpunkt aktivieren.

In der Lasche Output Devices findet man die im System verfügbaren Ausgabegeräte. In meinem Beispiel ist das die eingebaute Soundkarte und eine USB-Soundkarte.

Pulseaudio listet die im System gefundenen Ausgabegeräte auf.

Pulseaudio listet die im System gefundenen Ausgabegeräte auf.

In der Lasche Playback wird nun jedes Programm aufgelistet, das gerade Klänge von sich gibt. Über die einzelnen Laschen kann man die Ausgabe jedes einzelnen Programms manipulieren. So kann man bspw. für Instant-Messaging Programme wie Pidgin den Sound individuell leiser stellen, so dass man nicht aus den Socken “gepingt” wird, wenn man kurz vorher laut Musik gehört hat und nun von jemanden angesprochen wird.

...und natürlich auch die Audiostreams. Also alle Anwendungen, die gerade Audiosignale abspielen wollen.

...und natürlich auch die Audiostreams. Also alle Anwendungen, die gerade Audiosignale abspielen wollen.

Letztendlich kann man hier auch die Ausgabe auf eine andere Soundkarte umleiten. Dazu muss man nur die passenden Soundkarte auswählen. Der Sound der Anwendung kommt dann unverzüglich aus der aus ausgewählten Soundkarten.

Letztendlich kann man den Stream auf die zweite Soundkarte umleiten.

Letztendlich kann man den Stream auf die zweite Soundkarte umleiten.

Dadurch hat man absolute Flexibilität was die Ausgabe von Klängen betrifft. Für jede Anwendung kann man festlegen auf welcher Soundkarte ihre Klänge ausgegeben werden sollen und wie laut die Ausgabe relativ zur maximalen Lautstärke sein soll.

Die Möglichkeiten dabei sind nicht nur auf den eigenen Rechner beschränkt. PulseAudio kann dank Avahi/Zeroconf Audio von einem Rechner auf den anderen Streamen. Angenommen man hat einen Rechner im LAN, der an eine Stereoanlage angeschlossen ist und ein kleines Notebook mit mickrigem Klang. So ist es problemlos möglich den Sound einer Anwendung auf den Rechner mit der Stereoanlage umzuleiten. Dazu müssen jeweils die PulseAudio-Einstellungen über

$ sudo apt-get install paprefs

installiert werden und dann unter “System -> Einstellungen -> PulseAudio-Einstellungen” eingestellt werden und dann eingestellt werden, dass die Soundkarte des “Soundservers” freigeben wird und das Notebook die Soundkarte des Servers findet.

PulseAudio im Netzwerk freigeben (Screenshot vom Desktop meiner Freundin ;D )

PulseAudio im Netzwerk freigeben (Screenshot vom Desktop meiner Freundin ;D )

Danach findet man im oben gezeigten Dialog die Soundkarte des Servers und schon kann man den Sound des Notebooks über die Stereoanlage hören, ohne dass man das Notebook an diese anschließen müsste.

Sidux ist eine auf Debian basierende, kostenlose Distributuion. Sie besticht durch ihre Aktualität, welche sie auch auf Kosten der Stabilität erhalten will. Aufgrund diese Aktualität fällt es sidux schwer, auf alten PCs mit alten Prozessoren zu laufen, weil deren Befehlssatz nicht vollständig unterstützt wird. Standardumgebung ist in KDE bzw. Xfce. Wie man an sidux herankommt, es installiert und den ersten Einstieg schafft, wird im Folgenden erläutert. Beim vierteljährigen Erscheinungszyklus nehme ich für diesen Beitrag die Version 2009-1 heraus, die erst wenige Tage alt ist und den schönen Namen Uranos „Οὐρανός“ trägt.

Download

Dieser funktioniert analog zu allen anderen mir bekannten Distribution, verglichen mit Windows 7, sehr sehr einfach. Man besucht entweder die offizielle Homepage oder umgeht das ganze und lädt mittels
wget -c http://debian.tu-bs.de/project/sidux/release/sidux-2009-01-ouranos-xfce-i386-200902151314.iso
die ISO (Xfce) herunter. Das Image für die Xfce-Version hat hier eine Größe von nur 350 MB

Installation

Die heruntergeladene ISO kann man mit einem Brennprogramm auf eine CD oder DVD bannen, diese in den PC einlegen und davon booten. Wer das ganze nicht auf echter, sondern auf virtueller Hardware testen will, sollte das Image normal in den Virtual Box einhängen.

Die Installation selbst läuft vollkommen selbsterklärend ab. Besonders hervorheben möchte ich die professionelle Aufarbeitung des momentanen Installationsstatus: Der Status wird im unteren Bereich angezeigt und scrollt nach rechts, je nachdem wie weit der Fortschritt ist. Auch neu für mich: Bei der Installation wird erstmals nicht nach dem gewünschten Tastaturlayout gefragt. Für mich ist das eine Erleichterung, weil ich sowiso nie weiß, welches das richtige ist. Aber ob das in der Linuxgemeinde so gut ankommt? Naja, man kann es defintiv nach der Installation ändern.Nach gut 20 Minuten ist die Installation fertig und man wird automatisch angemeldet.

Standardprogramme

In dieser abgespeckten Version gibt es nicht für jedes "Genre" ein passendes Programm. EDV-Bereiche wie Bildbearbeitung, Videobearbeitung oder Tabellenkalkulation bleiben im Standardpaketumfang fern, können aber selbstverständlich aus dem kompletten Debianarchiv (ca. 17.000 Programme), und sicherlich auch aus Fremdquellen, nachinstalliert werden.

Kernel: 2.6.28-5
Browser: Firefox Clon Iceweasel 3.0.6.
Musik Abspielsoftware:  Aqualung
Textverarbeitung: abiword 2.6.4
IRC-Chat: X-Chat

  Standardmäßig gibt es noch eine Diskettenverwaltung, was meines Erachtens ein bisschen im Widerspruch zur enormen Aktualität steht. Selbstwerständlich gibt es eine leicht auffindbare Funktion, mit der man Linux auf einem USB-Stick installieren kann.

 

Es gibt in den weiten des Netzes ja schon unzählige Artikel, wie man sein Linux äusserlich in einen Mac verwandelt. Diese gehen von ganz einfach, mit einem Mac-ähnlichem Theme, bis zu kompliziert über Scripte und tiefe Eingriffe ins System.

Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 9′340′000 für linux to mac design. (0.25 Sekunden)

Für mich hatte Mac immer einen bestimmten Anreiz. Man kann sagen, was man will über Mac, aber das Design, welches Apple vorlegt ist eines der besten und in meinen Augen unübertroffen!

Nichts desto trotz gefällt mir das Betriebssystem an sich überhaupt nicht! Ich hab es einfach nie geschafft mich damit anzufreunden. Doch auf das Design wollte ich auch nicht verzichten.

Da liegt es doch auf der Hand. Man nimmt das beste OS und macht es noch besser… So entstand mein Linux im Macdesign :-)

Ich habe immer mal wieder gegoogelt, für kurze Zeit auch einzelne Themes ausprobiert, doch keines wollte mir so richtig zusagen, bis ich schlussendlich DAS Theme gefunden habe.

screen_mac

Doch von vorne:

Alles hat begonnen, dass ich mal wieder eine Mac-Sehnsucht hatte und mich auf die Suche nach einem passenden Design gemacht habe. Nach kurzer Suche bin ich über Mac4Lin gestolpert. Dies hatte ich vor einiger Zeit schon mal ausprobiert, jedoch wegen ein paar kleinen aber schlimmen Fehlern wieder runtergeschmissen.

Trotzdem habe ich es nochmal runtergeladen, installiert und ausprobiert.

Der erste Eindruck war nicht schlecht, doch noch lange nicht gut. Die Fenster waren in meiner Augen zu dunkel, und anpassen liess es sich unter System >> Systemverwaltung >> Erscheinungsbild auch nicht, und zum das im Hardcode anzupassen war ich zu faul.

Am Abend dann wollte ich noch den Avant Windows Manager installieren, welchen ich auch von früher kannte. Doch der Name des Mac-artigen Panels wollte mir nicht einfallen. Also habe ich kurz gegoogelt, und bin wie per Zufall (oder Schicksal) über dieses Seite gestolpert.

Die meisten Einstellung, welche die Seite erklärt stehen in jedem LinuxToMac- Tutorial, doch zwei Dinge konnte ich verwenden, welche ich schon lange gesucht habe.

Erstens: Die Fonteinstellungen!

Alleine nur mit der richtigen Schriftart kann man Welten bewirken, und mit diesen Einstellungen sieht das einfach nur geil aus:

Und der zweite Punkt: Endlich ein Design das man brauchen kann. Es hat fast gar keine Fehler und sieht perfekt aus. Endlich ein Design, dass meinem PC würdig ist :-)

Ach ja, bevor ich es vor Enthusiasmus noch vergesse :D hier kann man das grossartige Design downloaden.

Einen passenden Iconsatz habe ich leider nicht gefunden, wesshalt ich die Standard-Icons von Mac4Lin verwende. Als Loginscreen verwenden ich diesen hier, und als Background habe ich den hier in Verwendung. Als Mauszeiger, welcher ja auch typisch ist für Mac, verwenden ich auch wieder den von Mac4Lin.

Wer es genau so will wie ich, der soll zuerst kurz Mac4Lin aktivieren. Dabei werden Details wie Mauszeiger, Panel-Background etc angepasst. Danach noch die obig genannten Aktuallisierungen vornehemn et voilà :-)

23. Februar 2009

Hallo zusammen!

 Vorhin bin ich über einen interessanten Artikel in einem englischsprachigen Blog gestoßen, in welchem ein interessante Plugin für Compiz vorgestellt wurde. Damit kann man sich allerhand neue Effekte zulegen, die in folgendem Video ganz gut zur Geltung kommen. So kann man auf dem Desktop (wenn man das nicht schon vorher konnte) Schnee rieseln lassen, Herbstblätter fallen oder Luftblasen aufsteigen lassen. Außerdem gibt es eine Art Glühwürmchenschwarm und einen Sternenregen.

 Die Installation ist relativ einfach und läuft über ein Installationsskript ab. Dieses kann man über diesen Link beziehen. Anschließend wechselt man mit im Terminal in den Ordner, in dem das Skript liegt und gibt folgende drei Befehle ein:

  • sed 's/compiz-bcop/compiz-fusion-bcop/g' ./elementsinstall.sh >./elementsinstall2.sh
  • chmod +x ./elementsinstall2.sh
  • bash ./elementsinstall2.sh
Für Ubuntuversionen, die älter sind als 8.10 genügt
bash ./elementsinstall.sh

Jetzt müssen die einzelnen Effekte natürlich nicht aktiviert werden. Dazu öffnet man mit
ccsm
das Compiz-Einstellungsmenü, tippt in die Suche Element ein, klickt auf den entsprechenden Eintrag und kann nun für jeden Effekt individuelle Einstellungen vornehmen. Der Rest spricht für sich.

Für den unrealistischen Fall des Wunsches nach einer Deinstallation, gibt das Blog auch eine Antwort:

  • cd ~/.elements
  • sudo make uninstall
  • make clean
  • compiz –replace &

Ich wünsche euch viel Spaß mit diesem Plugin. Mir gefällt es sehr gut. Wieder mal ein Beweis, dass Linux unschlagbar ist. Mit Windows ist das nicht so einfach möglich...

Gruß Benni

Ubuntu Jaunty wird ja eine neue Notification-Anzeige enthalten, die - wie ich finde - wesentlich schicker aussieht. Alex Rybicki schreibt in seinem Blog (dort gibt es auch ein Video), wie man dies auch unter Ubuntu Intrepid nutzen kann. Dazu sind nur ein paar Schritte notwendig, die ich hier mal auflisten will:

cd ~
sudo apt-get install bzr gnome-common automake
bzr branch lp:notify-osd
cd notify-osd
./autogen.sh
make

Nun kann kann man das Ganze mit

killall notification-daemon ;  /home/$USER/notify-osd/src/notify-osd

starten. Das wars es dann auch schon. Um die neue Notification-Anzeige dauerhaft nutzen zu können, muss man sich noch ein Startscript mit dem obigen Befehl anlegen und beim Anmelden mit starten lassen.

Möchte man die neue Anzeige testen, gibt es ein Testscript im notify-osd Ordner, welches man mit

/home/$USER/notify-osd/src/send-test-notification.sh

starten kann. (Dazu muss aber libnotify-bin installiert sein)

Die neue Notification-Anzeige

Die neue Notification-Anzeige

Leider scheint noch nicht alles zu gehen, so nutzt GNOME für die Änderung der Lautstärke immer noch die Standardanzeige. Weiterhin scheinen auch andere Dialoge noch nicht richtig angepasst zu sein. Evolution zeigt mir statt einer Notification ein kleines Fenster an, wenn ich eine neue Mail bekomme.

Naja, bis Ubuntu Jaunty ist es ja auch nicht mehr weit…

10 Kommentare

Gerade bin ich über ein Video gestolpert, das ich euch nicht vorenthalten möchte Zum Video:

Ich halte es zwar für sehr hübsch, aber meine CPU sollte dann doch nicht für Fische draufgehen.
Für diejenigen unter euch, die sich dieses EyeCandy doch (auf eigene Gefahr) installieren möchte, habe ich gleich mal den Kommentar (etwas frei) übersetzt:


Ein Video meines Linux Desktop (Atlantis), 100% kostenlos für jeden auf der Erde.
Ok, ich wurde millionenfach gefragt, wie man es bekommt, darum hier die Anleitung:
1. Linux installieren
2. Compiz installieren
3. 3D Cube (Würfel), Wabbel Fenster etc. anschalten
4. Transparenz des Würfels bei jeder Seite auf 25 stellen.
5. Skydome (Himmelskuppe?) benutzen und "animieren" auswählen.
Hier ein Link für eine von mir gemachte: http://www.PearFilms.com/Skydomes.tar.gz [Anm.:leider down, siehe unten]
6. [Anm.:siehe Update unten] Installiert das Atlantis "Fisch" Plugin von hier: http://gitweb.compiz-fusion.org/?p=fusion/plugins/atlantis;a=snapshot;h=d3e913e8fd1da7ad77beedc364cdea582a6f730e;sf=tgz (im Home Verzeichnis entpacken, mit einem Terminal in das Verzeichnis wechseln und zuerst "make" und dann "sudo make install" eingeben.

Das sollte es gewesen sein, alles andere ist eine Optimierungsfrage nach eurem Geschmack für die nächsten Tage.

und bevor wieder jeder die Frage stellt:
Der 1. Song ist SNES Donkey Kong Country (Wasser-Level) und der 2. Song ist Arno Cost & Arias - Magenta.

Update:
1. Leider ist das Skydome-Bild offline, ich habe 3 Alternativen für euch gesucht (wobei 2.jpg wohl dem verwendeten entspricht).
2. Dank Jan (s.u.) kann Schritt Nr. 6 gespart werden, da dieses Plugin schon im Paketmanager von Ubuntu 8.10 vorhanden ist. Einbinden im Terminal mittels:
sudo apt-get install compiz-fusion-plugins-unsupported



"EyeCandy: Der Aquarien-Cube oder Desktop-Würfel mal anders (update)" vollständig lesen

Heute bin ich schon zweimal darauf reingefallen, in KMail unter KDE 4.2 den Nachrichtenfilter - Status zu verwenden. Ich habe versucht nach ungelesenen Nachrichten zu filtern und der bekomme als Antwort ein nettes Fenster des KDE Crashmanagers. Schade :-(. Dabei wäre dieser Filter eine echte Arbeitserleichterung. Ich prüfe gerade ob es noch ein Update gibt, dass diesen Fehler behebt.

Weitere Artikel:

jap. Richtig gelesen. noqqe.de wird umgestellt. Weg von wordpress.com hoste ich den Blog nun selbst auf zwetschge(meinem Server). Eine aktuelle Version von wordpress.org 2.7.1 gibt mir mehr “Freiheit” in der Gestaltung des Blogs als ich erwartet hätte. Schön sauber und geschmeidig mit neuem Design und Banner hab ich jetzt viel mehr Möglichkeiten an dem Blog herumzuschrauben – Statistiken zu analysieren – Plugins einzubauen – eigene PHP und JavaScripte in die SideBar zu implementieren und noch viel mehr :)

Und noch ganz wichtig! Der RSS-Feed wird umgestellt! Die neue FeedURL wird noch gepostet wenn die DNS Einstellungen alle geregelt sind.

Im allgemeinen aber ändert sich für den Normal-Leser nichts. Auf noqqe.de ist der Blog wie gehabt zu erreichen.

Ich freu mich aufs neue Bloggen :) und hoffe mal das neue Layout gefällt!

Gruß Flo

Stefano hatte vor kurzem dazu aufgerufen seinen Blog bei Planet Ubuntu Weblogs anzumelden. Und seit gestern bin ich “drinnen” ;)

Hin und wieder - und besonders, wenn ich merke dass Artikel mittels Google übersetzt werden - übersetze ich Artikel ins Englische. Diese Artikel rotieren nun um den englischen Planet Ubuntu Weblogs aka Planet Ubuntu Users.

Vielen Dank für die Aufnahme

Leider muss ich zu diesem “Event” auch etwas auf Deutsch schreiben. Das Plugin ZdMultilang für Wordpress erlaubt es mir wohl nicht einen Artikel nur in einer anderen Sprache zu schreiben. Ein Artikel muss immer in der Default Sprache vorhanden sein. Die Übersetzung ist dann optional…. Sorry für den Spam :)

Ich weiss nicht wieso, aber der erste Schritt zu einer neuen Programmiersprache ist immer ein Hello World. Das hat sich mit der Zeit so eingebürgert und wird auch immer noch so weiter gezogen, wahrscheinlich, weil es meistens sehr einfach ist, sich  mit wenigen Codezeilen realisieren lässt und trotzdem viel über den Syntax aussagt.

Die Fachbuchhandlung Lehmanns hat vor langem schon, ich hab es aber erst heute entdeckt :-) ) ein Plakat veröffentlicht, wo das kleine, unscheinbare Programm in 65 verschiedenen Programmiersprachen abgebildet ist:

Ja, so schnell kann’s gehen. Kaum sieht man sich um, schon hat man eine schöne Wohnung gefunden. Schneller als erwartet. Die Planungen laufen daher etwas hektisch, aber insgesamt gut, so dass einem qualifizierten Umzug nichts im Wege stehen sollte.

Was mich vor eine Herausforderung stellt ist die Unterhaltungstechnik. Bisher gab es da kein Problem, da Bett/Couch und PC in einem “Wohnzimmer” waren.

Da mein PC zukünftig getrennt vom “Wohnzimmer” steht, muss natürlich eine Lösung her.  Aufgrund mangelnder Kompetenz im Bereich Multimedia fielen mir nur folgende Möglichkeiten ein:

  1. Devolo-Audio-Stecker und X over SSH mit dem Notebook im Wohnzimmer.
    Ist einfach, es fehlt dann aber am Bild.
  2. Fritz!Media-Box von AVM
    Spielt (vermutlich) keine DivX/XviDs
  3. DVD-Player mit USB-Anschluss + Boxen zusätzlich.
    Günstig, aber Turnschuh-Netzwerk nötig
  4. Zusätzlicher Media-PC im Wohnzimmer
    Zeit- und Kostenintensiv, durchaus interessant, aber momentan eher: Nicht.

Alles nicht so einfach, irgendwie. Hat hier jemand noch Tipps oder Tricks zur Video- und Steuersignalübertragung an einen Remote-PC?

Das ganze soll natürlich unter Linux laufen.

22. Februar 2009

In den letzten Tagen bin ich bei mericet.de auf ein weiteres GIMP Plugin gestoßen, nachdem ich letztens schon das “Web2.0″-Plugin vorgestellt hatte. Das Plugin, um das es heute geht, dient dazu, um z.B. Screenshots mit einem gezackten Rand zu versehen, d.h. mit einem Schereneffekt.

Das Plugin kann man sich hier herunterladen und speichert es am besten unter

~/gimp-2.6/scripts

Danach muss man noch unter Filter → Script Fu → Skripte ausfrischen das Plugin laden. Nun sollte man im Filter-Menü unter Mericet den Eintrag Crop Screenshot finden.

Wenn man das Plugin benutzt, hat man die Möglichkeit die Tiefe des Einschnittes zu bestimmen, an welchen Rändern er angewendet und ob noch einen Schlagschatten hinzugefügt werden soll. Dabei muss aber vorher die Ebene markiert sein, auf welche der Effekt angewendet werden soll (ist eigentlich klar).

Hier ein Beispiel, angewendet auf meinen Treo:

treocrop

2 Kommentare

Das Deutsche Ubuntu Portal Ubuntuusers.de hat nun eine eigene Bar, die in Firefox als Plugin integriert werden kann. Nun lässt sich der Ubuntuusers Account ganz leicht via Bar konfigurieren. Aber die Bar kann noch mehr.

Orginaltext aus Ikhaya:

Inspiriert von der Firefox-Erweiterung Ubuntu-it Menu {it}, einer Erweiterung die vom italienischen LoCo-Team {it} zur Verfügung gestellt wird, wurde ubuntuusers Menu von JaiBee entwickelt.

Auch die Funktionen werden aufgelistet:

  • Kontrollzentrum
  • Privaten Nachrichten
  • Suchfunktion
  • Portal-Seite
  • Forum und Unterforen
  • Wiki, den Kategorien und der Syntax
  • Ikhaya
  • Planet
  • Ubuntu Forums und dessen Bereiche
  • offiziellen Ubuntu-Seiten
  • weiteren nützlichen Seiten (Handbücher, Hardware-Datenbanken, Linux-Magazine…)

Ich bin begeistert, wie leicht sich nun die ganze Seite via Menü bedienen lässt. Auf jeden Fall wird viel Aufwand und Zeit gespart. Vielen Dank für diese tolle Entwicklung.

21. Februar 2009

Mark Shuttleworth, der Gründer von Ubuntu und Inhaber von Canonical, stellte sich am vergangenen Donnerstag den Fragen der golem.de-Redaktion. Er beantwortete Fragen über Designprobleme im Ubuntu und bewertete andere Betriebssysteme. Dabei berichtete er auch von Nachlässigkeiten während der Entwicklung des Designs, rechtliche Probleme bei Multimediacodecs und erklärte das Phänomen der Umtäusche von Netbooks.

Ubuntu verschönern ab 9.04 // Statement zu MacOS X

Mark Shuttleworth hat auf der O'Reilly Open Source Convention 2008 dazu aufgerufen, Linux allgemein schöner zu machen. Das Ziel der weiten Verbreitung von Linux wird nicht ausschließlich über gute Bedienung zu erreichen sein, sondern muss viel mehr auf Design legen. Diese Aufgabe sollen natürlich überwiegend die Programmierer der Desktopumgebungen KDE und Gnome übernehmen. Diese sind auch voller Begeisterung dabei. Erste Ergebnisse werden schon mit der neuen Ubuntuversion 9.04 erwartet. Allerdings sei es bis zu einem richtig guten Nutzungserlebnis noch ein langer Weg.
Shuttleworth möchte im Interview zwar nicht bestätigen, dass Gnome in Sachen Design der Alternative KDE hinterherhinkt, berichtet aber, dass Gnome nun auch an einer neuen Version arbeitet und diese das Design überarbeiten wird.
Auf dem o.g. Treffen rief Shuttleworth die Entwickler dazu auf, sich ein Beispiel an MacOS X zu nehmen, das es schafft, den Bildschirm effizient einzusetzen. Ende 2008 rief Shuttleworth bereits alle Ubuntuuser dazu auf, ihm ihre Screenshots per Mail zuzuschicken , damit die Entwickler die Skins der Anwender kennen lernen.
Endlich arbeitet Ubuntu mal am Design der Standardausgabe. Dass Ubuntu Meilen hinter anderen Distributionen liegt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Als Ubuntuuser darf man natürlich nicht sagen, dass die strenge Gebundenheit des Hintergrundbildes an natürliche Brauntöne vielleicht der Grund für das bescheidene Aussehen der letzen Ausgaben schuld sein könnte. Aber die Vergleiche der Standardthemes/ Hintergrundbilder mit anderen Distributionen sprechen Bände:

  • Ubuntu Gutsy

  • Ubuntu Hardy

  • Ubuntu Intrepid

  • Fedora 6

  • Fedora 7

  • Fedora 10

  • Mandriva

Probleme, die es schon immer gab -Codecs

Als ein weiteres Problem gab Mark Shuttlesworth die Wiedergabe verschiedener Medien an. Zwar kann man unter Linux sehr einfach - weit einfacher als unter Windows - Multimedia-Codecs installieren, allerdings gibt es noch nicht für jedes Format frei verfügbare Codecs. Die größten Probleme sieht er allerdings hier nicht in techischen Aspekten sondern in rechtlichen Hindernissen. So gäbe es zwar eigentlich genug Codecs, wie moderne Streaming-Systeme, wie sie in Hotels vorhanden sind, zeigen, allerdings werden hier den Distributoren verschiedene Hürden in den Weg gelegt. So kann nicht jeder Codec frei verteilt werden.
Er will also herausfinden, wie man Codecs so anbieten kann, dass man sie als Linux-Nutzer legal verwenden kann. Er spricht davon, dass es noch ein Jahr dauern wird, bis die Medienwiedergabe reibungslos funktioniert.
Hoffentlich hat er mit dieser Einschätzung Recht, denn es wäre schon cool, mal unter Linux eine DVD legal schauen zu können Wink

Statement zu Netbooks

Shuttleworth sieht in Linux als perfektes Betriebssytem für Netbooks. Diese Minilaptops werden nicht gekauft, um auf ihnen aufwendige Tabellenkalkulationen durchzuführen, sondern um Internetportale wie Facebook und Wikipedia aufzusuchen, sprich Anwendungen, bei denen Linux perfekt geeignet ist. Als Grund für die hohe Umtauschrate von Netbooks mit Linux als Betriebssystem gibt Shuttleworth an, dass die Käufer nicht mit einem fremden Betriebssystem rechneten, da sie im Fachgeschäft das gleiche Gerät mit Windows sahen. Folglich erfüllt das Netbook nicht die Erwartungen.
Sollte jedoch beim Verkaufsgespräch auf die vielen Vorteile von Linux, etwa die Sicherheit, hingewiesen werden, gäbe es nicht die hohe Zahl an Umtäuschen, denn die Erwartungen in das neue Gerät würden erfüllt.
Dem ist vollkommen zuzustimmen! Eigentlich ist es vollkommen unsinnig ein Netbook, das von der Hardware gesehen günstig ist, durch ein proprietäres Betriebssystem zu verteuern, wenn die kostenlose Variante eines Operating Systems sowieso viel effizienter mit der eingeschränkten Hardware arbeitet. Zumal die Netzwerkverwaltung mit Linux um Weiten einfacher handzuhaben ist, als der komplizierte Netzwerkverwalter von Windows XP.

Kritik an Canonical

Canonical wird ja immer wieder kritisiert. Zum einen, dass Ubuntu Debian nur als eine Art Supermarkt für Komponenten betrachte und nichts an das Debian-Projekt zurückgebe. Doch diesmal kam die Kritik an Ubuntu aus einer ganz anderen Richtung: der Kernelentwickler Greg Kroah-Hartman warf Canonical vor, dass sie, trotz Ubuntus Popularität, sehr wenig für die Kernel- oder X-Entwicklung tut. Er sagte, das Canonical nur für 0,1% der Kernelentwicklungen verantwortlich war, und da sogar kleine Projekte wie Gentoo mehr zur Entwicklung beigetragen haben.
Mark Shuttlesworth entgegnete darauf, dass es stimmt, das Canonical nicht sehr stark am Kernel engagiert ist. Canonical hat derzeit acht Entwickler zur Kernelentwicklung zur Verfügung gestellt, die vor allem an Gerätetreibern und dem Powermanagment arbeiten.
Außerdem findet er die Vereinfachung von Greg Kroah-Hartmans Aussagen sehr schade, und sagt, dass Linux mehr ist, als nur der GCC, X und der Kernel. Canonicals Engagement, die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern, darf man nicht einfach vernachlässigen.

Auch beklagte er, dass in der Linux-Community oft auch gegenseitig Vorwürfe gemacht werden, die dann eine Zusammenarbeit erschweren. "In der Welt der freien Software sind wir uns selbst die größten Feinde. Was uns stark macht - dass jeder alles ändern kann - ist gleichzeitig eine potenzielle Schwäche" sagte er, und dass es oft einfacher wäre sich gegenseitig zu bekämpfen als zusammenzuarbeiten. Deshalb hält er sich, eigenen Angaben nach, aus negativen Diskussionen lieber heraus. Er kritisiert nur, wenn ein seiner Meinung nach sehr schwerer Fehler gemacht wurde.
Als Beispiel, wo alle zusammenarbeiten könnten, ist es, dass sich die großen Distributionen, die halbjährlich ein neues Release rausbringen, wie openSUSE, fedora oder Ubuntu auf einen einheitlichen Termin einigen könnten. Allerdings sieht er auch hier die Widerstände, weshalb er sich auf die Synchronisation der Upstreamprojekte konzentriert.

Statement zu Windows 7

Mark Shuttlesworth äußert sich auch zu Windows 7. Er findet die Beta gelungen und sagt, dass viele Verbesserungen gegenüber Vista eingebracht wurden. Vor allem wurde die Benutzerfreundlichkeit überarbeitet und verbessert.
Allerdings kritisiert er Microsoft doch recht deutlich, indem er sagt, dass Microsofts Stärke mehr in der Marktposition als in ihrer Fähigkeit, innovativ zu sein liegt. Ich finde, hier hat er eindeutig Recht, Microsoft liefert schon lange keine wirklichen Innovationen mehr, sondern kopiert bei jeder neuen Version nur die Vorteile von Mac OS X und Linux, allerdings immer Jahre später und weit schlechter. So kann Windows erst seit Vista ein paar billige Compositing Effekte, die Compiz schon seit Jahren kann. Bis Windows an Compiz herankommt, und mehrere Desktops unterstützt wird es wohl noch ein paar Jahre dauern Wink


Beteiligte Autoren: benni, joeserin
Bildquelle: golem.de

 

Gefrickel mit von Hand eingetragenen statischen IPs? Gefrickel mit der hosts-Datei? Manche User sind netzwerktechnisch noch im letzten Jahrtausend. Verzeiht mir die Polemik, aber es gibt wunderbare Entwicklungen, die man auch nutzen sollte. :)

Disclaimer: Natürlich gibt es für einen einen oder anderen User noch Gründe auch heute noch IPs von Hand zuzuweisen, die kenne und verstehe ich. Dieser Blog-Artikel soll einfach ein paar Infos zur “moderneren” Netzwerkkonfiguration im Bereich SoHo liefern. Verzeiht die Schnippische Einleitung!

DHCP

Vorweg eine Werbung für DHCP. Ich gehe mal vom typischen Heimanwender aus: Der Internetzugang wird über einen DSL-Router mit eingebauten WLAN-Access Point realisiert.

Diese Dinger haben so gut wie immer einen DHCP-Server eingebaut, er ist eigentlich auch immer von Haus aus aktiv. D.h. im Normalfall muss die Netzwerkkonfiguration angeschlossener Computer überhaupt nicht angepasst werden.

Statische IPs? Willkommen im 21 Jahrhundert…

OK, nun wollt ihr einen Serverdienst wie bspw. einen Webserver hinter dem Router betreiben. Dazu müssen Ports an diesen weitergeleitet werden. Da sich dafür die IP nicht ändern darf, muss man trotzdem wieder mit einer fest eingetragenen IP arbeiten.

Nicht zwangsläufig! Jeder ordentliche Router bietet die Möglichkeit eine IP fest einem Rechner zuzuordnen. Dies geschieht über die MAC-Adresse der Netzwerkkarte. Man muss die Nummer einfach nur auslesen und im Router dann mit einer IP verknüpfen. Ab dann bekommt der Rechner immer die selbe IP.

Viele Router können über die MAC Adresse einem Rechner immer die selbe IP zuweisen.

Viele Router können über die MAC Adresse einem Rechner immer die selbe IP zuweisen.

Achtung. Nicht jeder Router kann das. Wenn ihr so einen habt, dann kompostiert ihn. Es gibt zig billige Alternativen, die das können. Ausserdem schafft man sich einen Singe Point of Failure. Fällt der Router aus, so bekomme die Rechner keine IPs mehr. Dennoch halte ich diese Problematik - gerade im SoHo-Bereich - für sehr irrelevant.

Lokale Namensauflösung mit Avahi

Nun zum Kern dieses Beitrages: moderne Techniken. Computer kommunizieren in Netzwerken über IPs und nicht über Rechnernamen. Ohne einen zentralen Nameserver (oder manuell angepassten host-Dateien) weiß ein Computer nicht unter welcher IP er einen anderen Rechner erreichen kann. Hat man beispielsweise einen Webserver mit dem Namen “rechenknecht” im LAN und möchte diesen von einem anderen Rechner ansprechen, so kann man nicht einfach http:\\rechenknecht im Browser eingeben und so die Webseiten des Webservers aufrufen. Man müsste zuvor die Verknüpfung IP <-> Rechnername erst in die hosts-Datei eintragen oder einen Nameserver einrichten, der dann den Namen auflösen könnte.

Beide “Lösungen” sind nicht ideal. Befinden sich weitere Rechner im LAN, so müsste überall die hosts-Datei angepasst werden. Gibt es eine Änderung, so muss wieder an allen Rechner Hand angelegt werden. Bringt ein Bekannter einen Rechner mit, so müssten hier Konfigurationen vorgenommen werden, die man später wieder rückgängig machen muss. Und ein Nameserver ist auch nicht in wenigen Minuten eingerichtet und letztendlich für ein kleines LAN mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Die Lösung für dieses Problem nennt sich Avahi / Zeroconf. Zeroconf verspricht “Zero Configuration Networking” und kommt dem auch sehr nahe… Avahi wird schon seit längerer Zeit bei vielen Linuxen vorinstalliert und ist voll kompatibel zu Bonjour von MacOS X, das es auch für Windows gibt.

Was macht nun Avahi? Über Avahi gibt ein Rechner seine Präsenz und seine angebotenen Dienste im lokalen Netzwerk bekannt. Dazu muss Avahi nicht konfiguriert werden, es funktioniert “Out-of-the-box”. Auf einem Ubuntu System ist Avahi von Haus aus installiert, wie afaik auf bei OpenSuse und Fedora. Bei Debian muss die Namensauflösung über

$ apt-get install libnss-mdns

nachinstallieren. Ist dies geschehen, kann man jeden Rechner über seinen Namen und ein angehängtes .local ansprechen. So kann man bspw. nun den Rechner rechenknecht über

$ ping rechenknecht.local

anpingen oder über

$ ssh rechenknecht.local

auf den SSH-Server des Rechners gehen oder über http:\\rechenknecht.local den Webserver des Rechners öffnen oder oder… Hat man auf dem Server Apache mit mod-dnssd laufen, dann gibt der Server seine Existenz über Avahi bekannt und Browser wie Epiphany zeigen ihn sofort an.

Epiphany bindet automatisch Webserver in die Lesezeichen ein, die sich über Avahi/Zeroconf im Netzwerk bekannt machen.

Epiphany bindet automatisch Webserver in die Lesezeichen ein, die sich über Avahi/Zeroconf im Netzwerk bekannt machen.

Dabei muss man sich auch keine Gedanken machen, dass die Information das eigene LAN verlässt. Avahi ignoriert sämtlichen Traffic, der nicht aus dem eigenen LAN kommt.

Serverlos im LAN chatten und Daten austauschen

Rechner über ihren Namen anzupingen ist jetzt nicht sonderlich aufregend, wo steckt nun der eigentlich größte nutzen? Über Avahi können Programme sich publik machen. So kann man bspw. dank Avahi/Zeroconf ohne einen zentralen Server im LAN chatten oder Daten austauschen, Medien streamen, Voip-Gespräche führen usw. ohne dass man auch nur einen Serverdienst einrichten müsste.

Chatten

Instant-Messaging Programmen laufen üblicherweise immer über einen zentralen Server im Internet ab, an dem man sich einloggen muss. Doch man kann auch ohne Internetzugang im lokalen Netzwerk chatten. Moderne IM Clients wie Gajim oder Pidgin können dank Avahi/Zeroconf/Bonjour im LAN kommunizieren ohne dass man einen Server braucht.

Verschiedene IM-Clients unterhalten sich ohne zentrale Server via Avahi/Zeroconf

Verschiedene IM-Clients unterhalten sich ohne zentrale Server via Avahi/Zeroconf

Exemplarisch gehe ich auf Gajim und Pidgin sowie Miranda für Windows ein. In Pidgin muss man ein neues Konto anlegen. Als Protokoll stellt man Bonjour ein. Bei Gajim ist das Konto von Haus aus vorhanden, jedoch nach der Installation des Programms noch nicht aktiv. Um also Avahi/Zeroconf mit Gajim zu nutzen, muss man in den Konteneinstellungen das Konto Local aktivieren. Sollte das nicht möglich sein, so muss man das Paket python-avahi nachinstallieren.

$ sudo apt-get install python-avahi

Letztendlich möchte ich die Fans von Windows nicht außen vor lassen. Für den wohl populärsten Multi-Messenger auf Windows-Plattformen Miranda gibt es mit iChat ein Plugin, das Miranda Avahi/Zeroconf fähig macht.

Daten austauschen

Ähnlich wie Gajim oder Pidgin arbeitet Giver. Auch hier sieht man eine Kontaktliste vergleichbar wie bei einem Instant-Messaging Programm. Allerdings kann man mit den im LAN aktiven Kontakten nicht chatten. Giver dient ausschließlich zum Austausch von Dateien oder Ordnern. Per Drag&Drop zieht man eine Datei/einen Ordner auf den Kontakt. Akzeptiert der Empfänger die Übertragung, so startet der Versand der Daten.

Mit Giver Daten zwischen zwei Rechner austauschen.

Mit Giver Daten zwischen zwei Rechner austauschen.

Ein wunderbares Anwendungsbeispiel ist der Austausch von Screenshots, wenn man etwas in einer virtuellen Maschine ausprobiert. Ich installiere mir öfters mal eine Entwicklungsversion von $DISTRIBUTION. Mit Giver bekommt man Screenshots oder Konfigurationsdateien in Nullkommanix aus der VM auf den realen Desktop, ohne dass man dafür mit Freigaben hantieren muss.

Medien streamen

Ein weiteres Beispiel ist das Streamen von Medien. Man kennt dies von iTunes. Dort kann man die Musik, die sich auf einem Rechner befindet via iTunes auch auf einem anderen Rechner mit iTunes verfügbar machen.

Das ganze funktioniert plattformübergreifend mit vielen Programmen. Egal ob man nun iTunes, Rhythmbox, Banshee oder Amarok benutzt. Sobald ein Programm DAAP als Protokoll beherrscht, kann es die Freigaben im lokalen Netzwerk automatisch einbinden.

Möchte die Verteilung der eigenen Musik in Rhythmbox aktivieren, so muss man dies Bearbeiten -> Plugins -> DAAP-Musikverteilung -> Konfigurieren -> Eigene Musik verteilen erst einstellen.

Musik mittels Rhythmbox und DAAP streamen.

Musik mittels Rhythmbox und DAAP streamen.

Danach taucht die eigene Musik automatisch in iTunes, Banshee und Co. der anderen Mitglieder des eigenen LANs auf.

Mittels DAAP freigegebene Musik in iTunes bzw. Banshee.

Mittels DAAP freigegebene Musik in iTunes bzw. Banshee.

Weiteres zu Avahi

In vielen anderen “Produkten” steckt mittlerweile ebenfalls Avahi. Gibt man einen Drucker über CUPS im Netzwerk frei, so finden die weiteren Installation von CUPS im Netzwerk automatisch den freigegeben Drucker.

Über Ekiga lassen sich im lokalen Netzwerk VoIP- oder Video-Gespräche serverlos führen. Gibt man seinen GNOME-Desktop über Vino frei, so findet bspw. Vinagre über Avahi diese Desktopfreigabe.

Über Pulseaudio lässt sich der Sound einer Anwendung gezielt zu einem Rechner leiten, der bspw. an die Stereoanlage angeschlossen ist, dabei findet sich PulseAudio ebenfalls wieder über Avahi/Zeroconf und so weiter und so fort.

NotifyOSD, im Prinzip von Mark Shuttleworth schon im Dezember vorgestellt, wird wohl schon in Ubuntu 9.04 integriert werden. Man darf gespannt sein wie gut das System am Ende funktioniert, es ist noch einiges zu tun.

Auf manche Benachrichtigungen wird man doch reagieren können. So wird ein Applet erwähnt, das bei Email und IM-Benachrichtigungen genutzt werden soll. Und mit den Morphing-Windows und den klar abgegrenzten Alert-Boxen aus der Design-Richtlinie scheint auch sichergestellt, dass die neuen Benachrichtigungen kein Nervfaktor werden - was Interaktion erfordert wird nicht in das Bubble-Format gepresst, sondern nutzt alternative Wege.

pidginMeine privaten Daten lass ich am liebsten über Facebook weiterverkaufen. Facebook bietet die Möglichkeit mit seinen Freunden direkt über das Web zu chatten. Üblicherweise läuft der Chat dabei im Browser. Das ist nicht immer praktisch. Es gibt allerdings ein Plugin für Pidgin, dass es ermöglicht mit Facebook-Freunden zu chatten.

Das Plugin kann unter Ubuntu ganz einfach installiert werden:

  1. Plugin herunterladen (deb-Paket von http://code.google.com/p/pidgin-facebookchat/)
  2. pidgin-facebookchat-1.47.deb installieren
  3. Pidgin neustarten
  4. Facebook-Konto hinzufügen

Danach kann man über Pidgin auch mit seinen Facebook-Kontakten chatten. Danke an mzungu für die Idee!

20. Februar 2009

[...] Neij wurde nach seiner Beziehung zum Werber Oded Daniel befragt. Auf die Frage, ob dieser auch in die technischen Aspekte der Site involviert sei, antwortete Neij: „Nein, Er ist nicht gut darin. Er nutzt Windows. Also…“.

(via)

19. Februar 2009

Schon länger habe ich nach dieser Möglichkeit gesucht und endlich gefunden: Ein Dateibrowser-Applet für das GNOME Panel. Finden kann man das Applet hier und trägt die entsprechenden Quellen in die /etc/apt/sources.list ein. Aber an Fremdquellen und so denken… ;)
Nun kann mit einem

sudo apt-get install file-browser-applet

das Apple installieren.

In den Einstellungen kann man noch festlegen, welche Orte man im Panel anzeigen lassen will. Ich finde es eine praktische Sache um schnell mal an Dateien zu kommen, ohne den Nautilus öffnen zu müssen.

Dateibrowser Applet

Screenshot des Projekts

Update: Das Applet findet man auch in den universe Quellen, jedoch in einer weniger aktuellen Version. Danke an dé.wé für den Hinweise.