ubuntuusers.de

27. Mai 2009

Während meinen Streifzügen durch das Netz, bei denen ich auf linuxartige Informationen fokussiert bin, stosse ich ab und zu auf Interessantes. Hier ein Auszug daraus:

  • Firefox 3.5 zum Testen Benjamin berichtet auf seinem Blog, wie man recht einfach via Launchpad die Vorabversion der beliebten Browsers Firefox in der Version 3.5 installieren kann. Ausserdem ergänzt er die Informationen mit einem Benchmark-Bericht.
  • Das Super OS ist nicht super Die Community-Plattform ubuntuusers.de warnt in seinem Blog Ikhaya vor der Verwendung der Distribution Super OS. Es würden viele Pakete bereits vorinstalliert sein, welche wenig Nutzen bringen, ausserdem seien bei einigen Sicherheitsaspekten zu wenig Vorsicht vorhanden. Es wird von der Verwendung vom Super OS angeraten, stattdessen sollte man lieber das ordentliche (K)Ubuntu verwenden oder stattdessen das Linux Mint, welches auch von Ubuntu abstammt.
  • Moblin für unterwegs Der Bürgermeister erzählt von Moblin, einer Distribution speziell für mobile Geräte, welches in der aktuellen Testversion Gnome Mobile verwendet.
  • Kinderpornographie in Deutschland Ein eindrückliches Dokument von Zapp kann man sich hier ansehen. Ganz gewaltig, was da in unserem nördlichen Nachbarland abgeht! Gefunden habe ich den Beitrag über Zelmis Tweet. Hat zwar primär nichts mit Linux zu tun, das Thema ist jedoch in Deutschland offenbar sehr brisant.
  • Ubuntu Cola Bei Martin habe ich einen Link zu einem fair gehandeltem Cola gefunden. Die Getränke können auch online bestellt werden.
  • Umzug von Windows auf Ubuntu Auf Linux Community findet sich ein Artikel über die Site Tom’s Hardware, worin Hilfe für den Umstieg von Windows auf Ubuntu angeboten wird. Interessantes Detail am Rande: Tom’s Hardware ist unter Windows Usern eine sehr beliebte Site.
  • Linux auf dem Desktop in den Unternehmungen Auf eine ganz interessante “Studie” verlinkt heise open. 1275 IT-Profis wurden befragt, wie und in welchem Umfang auf ihren Desktiops im Unternehmen Linux zum Einsatz kommen könnte oder bereits verwendet wird. Auftraggeber der Studie sei IBM.
  • Die LinuxCon ist geboren Und noch einmal heise open: Das Programm der ersten LinuxCon, welche in Portland vom 21. bis 23. September 2009 stattfindet, ist gefertigt. Auch Linus Torvalds wird im Rahmen einer Diskussion zum Linux-Kernel dabei sein.

Ähnliche Artikel

Die Internetseite und Linuxmagazin freiesmagazin.de war einige Zeit auf der Sperrliste von JusProg wie deesaster.org berichtet. Nach einigen Protesten wurde die Seite mittlerweile wieder freigeschalten.

Ein erschreckendes Beispiel wie solche Sperrlisten eingesetzt werden und mit welchen Begründungen. Müssen wir wirklich alles wiederholen, was in unserer Geschichte schon einmal durchgemacht worden ist?

Sperrlisten aller Art sind Zensurmittel. Solche Listen dürfen nicht in der Hand eines geschlossenen Kreises sein. Solche Listen müssen einsehbar sein. Die Nachfrage und der Einsichtwunsch dieser Listen darf nicht als kriminell eingestuft werden.

Daher sollte jeder an der Demokratie interessierte und absolutistische Systeme ablehnende Mensch Petititionen wie “Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten” unterstützen und unterschreiben.

Laßt uns dafür sorgen, dass es keine zweite Stasi, keine zweite Gestapo und kein 4. Reich geben wird.

blogtaku42 schreibt über den Satz “Wehret den Anfängen” (von Cicero)

Der Staat wird mit größeren Bollwerken und Truppen bestürmt als verteidigt, da verwegene und verruchte Menschen durch eine kleine Geste und sogar auf eigene Veranlassung gegen den Staat aufgebracht werden; die anständigen Bürger sind auf irgendeine Art träger, kümmern sich nicht um die Anfänge politischen Unheils und werden schließlich erst durch die Unausweichlichkeit selbst aufgerüttelt, so dass sie selbst manchmal durch ihr Zögern und durch ihre Trägheit, während sie sogar unter Verlust ihres Ansehens die Ruhe behalten wollen, beides verlieren. Diejenigen aber, welche die Vorkämpfer des Staates sein wollen, bleiben sich nicht treu, wenn sie zu leichtfertig sind; wenn sie zu ängstlich sind, lassen sie den Staat von vornherein im Stich: nur diejenigen halten durch und nehmen alles um des Staates willen hin, die von der Art sind, von der dein Vater, Marcus Scaurus, war, der allen Aufrührern von Gaius Gracchus bis hin zu Quintus Varius Widerstand leistete, den niemals irgendeine Gewalthandlung, irgendwelche Drohungen, irgendeine Anfeindung ins Wanken brachte.

26. Mai 2009

Der Internet-TV Anbieter Zattoo war lange Jahre ein Vorbild für Anbieter proprietärerer Dienste. Neben den üblichen Clients für Windows und Mac wurde auch ein ebenbürtiger Client für Linux zum Download angeboten und gut gepflegt. Doch vor wenigen Tagen verschwand der Client von der Webseite, stattdessen wird der geneigte Anwender nur noch auf das neue Zattoo Web TV vertröstet.

We’re sorry, but the linux version of the Zattoo player is no longer available for download. As an alternative, we offer Zattoo Web TV.

Diese Entwicklung wurde in der Linux-Community nicht gerade positiv aufgenommen. Ich habe darauf hin eine kurze Mail an den Pressekontakt geschrieben und wurde heute von einem Anruf aus der Schweiz überrascht. Am anderen Ende der Leitung war Herr Beat Knecht, CEO von Zattoo. Wir haben mehr als eineinhalb Stunden über Zattoo, Web-TV, Linux sowie natürlich die Einstellung von Zattoo zu Linux gesprochen. Das Gespräch war wirklich sehr produktiv und interessant, den Inhalt möchte ich für Euch kurz zusammenfassen.

Das Gespräch

Zattoo stellt den Linux-Client nicht einfach ein, weil man ihn einstellen will und keine Lust auf Linux hat. Auch wenn der Anteil der Linux-User unter den Zattoo Anwendern mit zwei bis drei Prozent relativ klein ist, hat man uns Linuxer bislang gerne mit einer eigenen Anwendung unterstützt.

Der alte Linux-Client von Zattoo

Der alte Linux-Client von Zattoo

Das ist auch heute noch so, ABER man möchte Zattoo näher an den Browser binden. Die Applikation soll nicht mehr der bevorzugte Anwendungsfall sein, sondern man möchte Zattoo eher im Browser laufen lassen. Man erhofft sich damit, dass mehr User öfters Zattoo sehen, da der Browser in Zeiten günstiger DSL-Anschlüsse eine der Anwendungen ist, die permanent laufen.

Daher wird der Web-Client mit Hochdruck entwickelt und ausgebaut. Auf der Roadmap stehen viele Funktionen, die bislang noch nicht implementiert sind. So sollen “Web-2.0″ Features wie Chats zwischen Betrachtern einer Sendung möglich sein, man will einen umfangreichen EPG (Programmführer) einbauen und es soll möglich sein Sendungen aus Zattoo heraus aufzunehmen, um sie später abspielen zu können (PVR-Funktionalität).

Das Einstellen des Linux-Clients begründet sich nun daher, dass das Streamingverfahren geändert wird. Bislang wurde der Stream mittels P2P zwischen den Zattoo-Clients verteilt. Mit dem Web-Client stellt man nun komplett auf Flash-Streams um, die eine bessere Qualität bieten sollen. Damit wird auch der Code auf eine einheitliche Basis gestellt, da man nur ein Streaming-Protokoll warten muss. Die Clients für Windows und Mac wurden diesbezüglich schon aktualisiert, der Client für Linux hat nun bei dieser Umstellung aufgrund seines Marktanteils nicht die höchste Priorität.

Das neue Zattoo Web TV

Das neue Zattoo Web TV

Aktuell geistern noch .deb Dateien des Linux-Clients auf Freehostern rum, so dass man den Linux-Client noch runterladen und installieren kann. Der Client funktioniert auch NOCH. Über die nächsten zehn bis 14 Tage werden die Streams der einzelnen Sender jedoch auf Flash umgestellt, so dass der Zattoo Linux-Client in wenigen Wochen nicht mehr funktionieren wird.

Mittelfristig, wenn der Web-Client steht und halbwegs Feature-complete ist, möchte man sich auch wieder Linux zuwenden. Bis dahin, so habe ich angeregt, könnte man Zattoo eventuell via Prism wieder als “Anwendung” realisieren. Des weiteren wird man die Downloadseite von Zattoo für Linux um weitere Informationen ergänzen warum der Linux-Client aktuell eingestellt wurde.

Zattoo bittet nun die Linux-Community dem Zattoo Web TV eine Chance zu geben und den Web-Client auszutesten. Man ist stark an Feedback interessiert, dazu gibt es im Web-Client in der rechten oberen Ecke einen Feedback-Button, der zu einer Umfrage führt, über die man seine Meinung und Ideen abgeben kann. Herr Beat Knecht ist sehr an Euren Erfahrungen interessiert und produktives Feedback wird in Zattoo über kurz oder lang einfließen. Man weiß auch dass Flash unter Linux nicht das gelbe vom Ei ist, vielleicht hat ja ein Unternehmen wie Zattoo etwas mehr Einfluss auf Adobe, wie eine Handvoll einzelner Linuxer.

Meine Meinung

Es ist schade dass Zattoo den Linux-Client erstmal einstellt aufschiebt, doch es ist auch verständlich. Der Werbemarkt ist aktuell sehr angespannt und auch die Content-Anbieter sind nicht gerade einfach zu handeln. Zu umkämpft und kontrolliert ist der Markt. Ich habe daher volles Verständnis, dass man sich auf den größten Markt konzentriert.

Ob die Entscheidung sich auf den Browser zu konzentrieren richtig ist, wird sich zeigen. Ich persönlich finde dass Internet-TV in eine Anwendung gehört und nicht in den Browser. YouTube und Co. stehen in meinen Augen bislang nicht in Konkurrenz zu Internet-TV, sondern haben einen anderen Use-Case. Auf YouTube schaue ich ein paar Videos an und schließe dann den Browser-Tab. TV jedoch läuft länger und eventuell nebenbei. Ich möchte schnellen Zugriff auf die TV-Applikation, ich will sie eventuell mit den Mediatasten der Tastatur bedienen, ich will vielleicht nur kurz TV stumm stellen, ich will die TV-Anwendung ins Panel minimieren usw. Das sind Dinge, die vermutlich nur mit einer eigenen Anwendung funktionieren und nicht mit einer Webseite. Der stete Erfolg und die enorme Beliebtheit von Miro gibt mir in meinen Augen recht.

Miro

Miro

Mein Idealbild von “Fernsehen 2.0″ sieht so aus: Ich bin es Leid interessante Sendungen zu der Zeit sehen zu müssen, wenn sie gerade ausgestrahlt werden. Ich möchte nicht Samstags oder Feiertags um 20:15 vor dem Fernseher sitzen. Ich will raus, ich will feiern, ich will mich mit Freunden treffen. Aber Fernsehen? Nein, das will ich bei schlechtem Wetter, wenn ich nichts anderes zu tun habe, doch dann kommt natürlich nur Schrott im Fernsehen. Und ich möchte mich NICHT mit Videorekordern (egal ob analog oder digital) beschäftigen müssen. Ich will bewusst Fernsehen und ich will mir nicht vorschreiben lassen wann ich was zu sehen habe. Das ewig dudelnde Fernsehen ist in meinen Augen – zumindest für gewissen Teil unserer Gesellschaft – ein Auslaufmodell. Natürlich könnte man DVDs kaufen, doch persönlich “bezahle” lieber indem ich Werbung ertrage, anstelle dem Kaufpreis einer DVD berappe.

Fernsehen “On Demand” gibt es schon, doch es ist bis dato noch ein “Luxus-Produkt”, bedarf zusätzlicher Hardware die ich kaufen, warten und bedienen muss oder ist wie beispielsweise TiVo noch nicht in Deutschland verfügbar. Mein Traum wäre eine Anwendung wie Miro für sämtliche öffentlich-rechtliche und private Sender, doch ich glaube dass es noch Jahre dauern wird, bis so etwas möglich wird. Nicht dass es noch große technische Hürden zu nehmen gilt, viele Sender veröffentlichen ihre selbst produzierten Sendungen ja schon im Netz, doch erst wenn man Angebot bündelt und durchsuchbar macht, kommt das “Internet-Fernsehen” voran. Vielleicht macht Zattoo ja den ersten Schritt :)

Meine Kritik am Zattoo Web TV

Hier ein paar Punkte die mir an Zattoo Web TV aufgefallen sind…

Deutlich höhere Systemanforderungen

Adobe Flash, und damit Zattoo Web TV, schluckt deutlich mehr Leistung als der alte herkömmliche Client, top zeigt 100 bis 110% CPU-Last beim Web-Client (komische Werte…), jedoch nur 60% bei herkömmlichen Zattoo-Client an. Viele Rechner werden damit überfordert sein und Zattoo somit Kunden verlieren.

Schlechtere Usability

Die Usability von Zattoo leidt massiv. Der Zattoo Web TV belegt viel Platz auf dem Bildschirm, so lässt sich die Seitenleiste mit den zur Verfügung stehenden Sendern nicht mehr ausblenden. Teile davon dienen zwar der Werbung und somit der Refinanzierung von Zattoo, doch einen Film möchte ich im Vollbild sehen.

Apropos Vollbild, ein richtiges Vollbild ist nicht mehr möglich. Zwar kann man Firefox mit F11 maximimieren, so dass keine Menüleisten mehr sichtbar sind, doch was wenn ich Zattoo im Fenster sehen will, aber sonst keine Bedienelemente sehen möchte? Das geht nicht mehr. Ebenso kann ich nicht mehr durch einen Doppelklick auf das Bild in das Vollbild wechseln.

Ebenso ist es deutlich aufwändiger das Fernsehbild “Immer im Vordergrund” zu haben. Fenstermanager unter Linux können das Übernehmen. Aber Windows-Anwender sind auf Zusatztools angewiesen.

Das Zappen dauert deutlich länger. Oft dauert es recht lange bis der Stream anfängt, auf dem Bildschirm tut sich dann erstmal nichts, bis dann das Bild aus dem Nichts erscheint. Ich dachte schon dass gar nichts mehr kommt und sich die “Anwendung” aufgehängt hat. Des weiteren nervt die Werbung beim Senderwechsel erheblich. Werbeeinblendungen VOR dem Start des Streams wären OK wenn ich weiß was kommt und wenn ich weiß, dass ich danach beim Programm bleibe. Doch dass bei praktisch jedem Senderwechsel ein Spot eingeblendet wird verdirbt den Spaß am Zappen völlig.

Dazu kommen wohl Bugs, die den Beta-Betrieb tangieren, Streams brechen ab oder man muss sich einloggen, obwohl man eingeloggt ist etc…

Fazit

Ohne den von Herrn Beat Knecht angekündigten Mehrwert (EPG, PVR) ist Zattoo Web TV in meinen Augen nett, wenn man TV schauen will und keine Software auf dem Rechner installieren kann/möchte. Doch als Alternative zu einem TV-Programm mit herkömmlicher TV-Karte oder einem konventionellen Fernseher kann sich Zattoo Web TV nicht sehen. Die Usability ist zu gering, die Last auf das System zu hoch. Der herkömmliche Client war OK, da er ähnliche Funktionen wie ein TV-Programm bot, doch der Web-Client bietet bis dato – bitte immer im Hinterkopf behalten dass das Angebot noch NICHT vollständig ist und sich Zattoo Web TV in der Beta-Phase befindet – einfach zu wenig. Ich werde abwarten bis Zattoo die versprochenen Features einbaut und bis dahin weiter nach einer unter Linux lauffähigen DVB-Lösung suchen..’


Comments

Hab grade die nächste Version von TimeRobot “released”. (Gott hört sich das übertrieben an :D ) Im Endeffekt ist die Logik etwas überarbeitet und das Logfile übersichtlicher und schöner geworden.

Wer sich nicht mehr so wirklich erinnern kann was TimeRobot tut: Es sichert einzelne Files und Scripte die in einem /etc File konfiguriert werden. Wenn der Cronjob(Stunde/Woche oder Tag) jetzt durchläuft der eingerichtet wird vergleicht das Skript die md5 Summe des Aktuellen Files (zb. /home/user/.bashrc) mit dem des zuletzt gesicherten File (/time/robot/backuppfad/bashrc/2009-05-26-15-12bashrc) und erkennt je nach dem den unterschied oder auch nicht. Falls ja wird natürlich eine Kopie mit dem aktuellen Datum und Uhrzeit erstellt und ins verzeichnis gesichert.

Das Verzeichnis lässt sich dann mit “timerobot -l” abrufen und dann sieht das so aus:

TimerobotScreen

Zum download wie immer hier:

Timerobot Projekt

An dieser Stelle möchte ich heute darauf hinweisen wie wichtig es ist, für verschiedene Onlinedienste separate Passwörter zu verwenden. So gab es zum Beispiel einen Fall, nachdem ein eBay-Account gehackt wurde, dass ein eMail-Konto und ein PayPal-Konto übernommen werden konnte. Möglich wurde dies erst durch identische Passwörter für alle drei Dienste.

Weiterhin finde ich es erwähnenswert, dass PayPal einen Schlüsselgenerator anbietet. Dieser Generator erzeugt aller 30 Sekunden einen neuen Schlüssel. Dieser muss zusätzlich zu den Loginangaben eingegeben werden. Weiterhin ist dieser Generator auch für eBay verwendbar. Wenn man den Generator nicht bei sich hat, kann man alternativ eine Sicherheitsfrage beantworten.

Leider sind diese Sicherheitsabfragen oft so gewählt, dass die Antwort leicht zu erraten ist. Vor allem der Mädchenname der Mutter bzw. der Name des ersten Haustieres ist so ein Fall, wenn man nebenbei noch irgendwo im Netz einen Stammbaum seiner Familie pflegt oder in diversen Plattformen den Namen seines ersten Haustieres erwähnt hat.


Veröffentlicht in Internet, Sicherheit, Ubuntuusers.de
Mit der Aussage mache ich mir keine Freunde, aber ich finde es tatsächlich albern, Kubuntu, Xubuntu oder ... als eigenständige Distributionen zu sehen.

Alle basieren auf den gleichen Paketquellen. Es ist kein Problem, wenn man die eine Variante installiert hat, auf eine andere Variante zu wechseln, in dem man einfach die Pakete nachinstalliert.

Aus diesem Grund nutze ich nicht Kubuntu (auch wenn das Installationsmedium so hiess) sondern "Ubuntu mit KDE".

Ich denke, im Sinn von Ubuntu ist es, die Gemeinsamkeiten zu betonen und nicht die Unterschiede.

So gibt es in meiner "Ubuntu-Welt", die offiziellen Varianten:
- Ubuntu mit Gnome
- Ubuntu mit KDE
- Ubuntu mit XFCE
- Ubuntu Server
- Ubuntu Netbook Remix

Wenn heute der 1. April wäre, dann würde ich schreiben: Nach den Wirren um die Veröffentlichung des Dienstes Ubuntu One und dem Murren der Community musste Canonical andere Wege finden um Geld zu verdienen. Kurz entschlossen eröffnete man eine Zimmervermittlung. Oder warum zieren die Seiten der HMR Group offensichtlich ein Logo von Ubuntu was nur in der Farbe etwas geändert wurde. Ich vernehme gar kein Schreien innerhalb der Ubuntu-Communityy :D

Das passiert, wenn man sich mal nicht um seinen Server kümmert. Ein Armutszeugnis für den Sysadmin (mich). Das root Filesystem war voll gelaufen. Da /var/log leider auch im root Dateisystem liegt hat mir meine Unaufmerksamkeit gestern einen Streich gespielt. Beeindruckend, wieviel Anfragen so ein MTA innerhalb einer Minute erledigt. Es waren 384 Mails bei mir im Postfach, alle mit der selben Fehlermeldung, nämlich Out: 452 4.3.1 Insufficient system storage. Nachdem ich die Logs aufgeräumt hatte (mysql-bin.xxx) gings wieder weiter :-) Die Logs altern ja normalerweise von selbst durch logrotate und co. raus, nur Mysql-bin ist noch nicht berücksichtig, eigentlich glaubte ich das Log abgeschaltet zu haben. Naja muß ich wohl noch mal gucken.

Anlässlich des 5000. registrierten Benutzers auf der neuen Linux-Plattform linux.com möchte ich ein kurzes Statement dazu abgeben. Auf der Plattform, die erst vor kurzen von der Linux Foundation übernommen wurde, gibt es von anderen Communtiys bekannte Einrichtungen wie Foren, Blogs und Gruppen. Erstere werden gar nicht so stark angenommen, wie man es von einer Internetseite wie dieser Größenordnung erwartet. Das „Getting startet with Linux“ ist das einzige Forum, das dreistelligen Antwortzahlen vorweisen kann. Das weitere Forum ist in Hardware, Software und Distributionen eingeteilt. Zusätzlich gibt es noch 2 Spezialforen für Programmierer und Entwickler.

Foren

Von den angesprochenen Distributionsforen ist dasjenige, das sich auf Ubuntu bezieht das einzige, in dem zumindest ansatzweise gepostet wird. Das von SUSE hat beispielsweise noch keinen einzigen Beitrag. Wer sich dort also registrieren möchte, um Hilfe bei Problemen zu erlangen, der ist womöglich an falscher Adresse.

Blogs

Blogs gibt es einige, sind mit gut 25 Beiträgen sein ca. 2 Monten aber eher inaktiv. Allerdings ist in dieser Hinsicht die Gemeinschaft von Fedora und SUSE besser vertreten als die von Ubuntu.

Gruppen

Gruppen gibt es noch keine 1000. Die meisten von ihnen sind auch nicht wirklich aktiv. Ihre Avatare bestehen überwiegend aus gegoogelten Ubuntu-Logos. Benutzerzahlenmächtigste Gruppe ist, wie zu erwarten „Ubuntu Linux Users“. Was ich etwas merkwürdig finde: es ist zwar möglich, als Admin den Titel zu ändern, aber nicht sie zu löschen. Die einzige Möglichkeit, eine Gruppe zu „entfernen“, ist die Cachierung selbiger.

Allgemeiner Eindruck

Wie zu erwarten war, ist dieser Internetauftritt mit Eigenwerbung, d.h. mit Werbung für die Linux Foundation, überfüllt. Zwar ist das nicht schön, kann man aber kaum zu verdenken.

Letztendlich ist diese Community für diejenigen gedacht, die gerne andere Menschen kennen lernen, dem Englischen mächtig sind und/oder denjenigen, die sich gerne auf anderen Seiten registrieren. Die Rate der inaktiven User ist noch relativ hoch, wobei sich die Show eher auf den einzelnen Profilseiten der einzelnen läuft, nicht so in der „Öffentlichkeit“. Diese Eigenschaft lässt Gedanken an den Weltmarktführer Facebook aufkommen. Doch die Profile sind noch längst nicht so vielseitig gestaltbar wie dort. Linux.com als Konkurrenz zu Facebook? Ganz klar – nein.

Bildquelle für das alte Bildschirmfoto (mit freundlicher Genehmigung): ubuntuobserver

Anlässlich des 5000. registrierten Benutzers auf der neuen Linux-Plattform linux.com möchte ich ein kurzes Statement dazu abgeben. Auf der Plattform, die erst vor kurzen von der Linux Foundation übernommen wurde, gibt es von anderen Communtiys bekannte Einrichtungen wie Foren, Blogs und Gruppen. Erstere werden gar nicht so stark angenommen, wie man es von einer Internetseite wie dieser Größenordnung erwartet. Das „Getting startet with Linux“ ist das einzige Forum, das dreistelligen Antwortzahlen vorweisen kann. Das weitere Forum ist in Hardware, Software und Distributionen eingeteilt. Zusätzlich gibt es noch 2 Spezialforen für Programmierer und Entwickler.

Foren

Von den angesprochenen Distributionsforen ist dasjenige, das sich auf Ubuntu bezieht das einzige, in dem zumindest ansatzweise gepostet wird. Das von SUSE hat beispielsweise noch keinen einzigen Beitrag. Wer sich dort also registrieren möchte, um Hilfe bei Problemen zu erlangen, der ist womöglich an falscher Adresse.

Blogs

Blogs gibt es einige, sind mit gut 25 Beiträgen sein ca. 2 Monten aber eher inaktiv. Allerdings ist in dieser Hinsicht die Gemeinschaft von Fedora und SUSE besser vertreten als die von Ubuntu.

Gruppen

Gruppen gibt es noch keine 1000. Die meisten von ihnen sind auch nicht wirklich aktiv. Ihre Avatare bestehen überwiegend aus gegoogelten Ubuntu-Logos. Benutzerzahlenmächtigste Gruppe ist, wie zu erwarten „Ubuntu Linux Users“. Was ich etwas merkwürdig finde: es ist zwar möglich, als Admin den Titel zu ändern, aber nicht sie zu löschen. Die einzige Möglichkeit, eine Gruppe zu „entfernen“, ist die Cachierung selbiger.

Allgemeiner Eindruck

Wie zu erwarten war, ist dieser Internetauftritt mit Eigenwerbung, d.h. mit Werbung für die Linux Foundation, überfüllt. Zwar ist das nicht schön, kann man aber kaum zu verdenken.

Letztendlich ist diese Community für diejenigen gedacht, die gerne andere Menschen kennen lernen, dem Englischen mächtig sind und/oder denjenigen, die sich gerne auf anderen Seiten registrieren. Die Rate der inaktiven User ist noch relativ hoch, wobei sich die Show eher auf den einzelnen Profilseiten der einzelnen läuft, nicht so in der „Öffentlichkeit“. Diese Eigenschaft lässt Gedanken an den Weltmarktführer Facebook aufkommen. Doch die Profile sind noch längst nicht so vielseitig gestaltbar wie dort. Linux.com als Konkurrenz zu Facebook? Ganz klar – nein.

Bildquelle für das alte Bildschirmfoto (mit freundlicher Genehmigung): ubuntuobserver

Anlässlich des 5000. registrierten Benutzers auf der neuen Linux-Plattform linux.com möchte ich ein kurzes Statement dazu abgeben. Auf der Plattform, die erst vor kurzen von der Linux Foundation übernommen wurde, gibt es von anderen Communtiys bekannte Einrichtungen wie Foren, Blogs und Gruppen. Erstere werden gar nicht so stark angenommen, wie man es von einer Internetseite wie dieser Größenordnung erwartet. Das „Getting startet with Linux“ ist das einzige Forum, das dreistelligen Antwortzahlen vorweisen kann. Das weitere Forum ist in Hardware, Software und Distributionen eingeteilt. Zusätzlich gibt es noch 2 Spezialforen für Programmierer und Entwickler.

Foren

Von den angesprochenen Distributionsforen ist dasjenige, das sich auf Ubuntu bezieht das einzige, in dem zumindest ansatzweise gepostet wird. Das von SUSE hat beispielsweise noch keinen einzigen Beitrag. Wer sich dort also registrieren möchte, um Hilfe bei Problemen zu erlangen, der ist womöglich an falscher Adresse.

Blogs

Blogs gibt es einige, sind mit gut 25 Beiträgen sein ca. 2 Monten aber eher inaktiv. Allerdings ist in dieser Hinsicht die Gemeinschaft von Fedora und SUSE besser vertreten als die von Ubuntu.

Gruppen

Gruppen gibt es noch keine 1000. Die meisten von ihnen sind auch nicht wirklich aktiv. Ihre Avatare bestehen überwiegend aus gegoogelten Ubuntu-Logos. Benutzerzahlenmächtigste Gruppe ist, wie zu erwarten „Ubuntu Linux Users“. Was ich etwas merkwürdig finde: es ist zwar möglich, als Admin den Titel zu ändern, aber nicht sie zu löschen. Die einzige Möglichkeit, eine Gruppe zu „entfernen“, ist die Cachierung selbiger.

Allgemeiner Eindruck

Wie zu erwarten war, ist dieser Internetauftritt mit Eigenwerbung, d.h. mit Werbung für die Linux Foundation, überfüllt. Zwar ist das nicht schön, kann man aber kaum zu verdenken.

Letztendlich ist diese Community für diejenigen gedacht, die gerne andere Menschen kennen lernen, dem Englischen mächtig sind und/oder denjenigen, die sich gerne auf anderen Seiten registrieren. Die Rate der inaktiven User ist noch relativ hoch, wobei sich die Show eher auf den einzelnen Profilseiten der einzelnen läuft, nicht so in der „Öffentlichkeit“. Diese Eigenschaft lässt Gedanken an den Weltmarktführer Facebook aufkommen. Doch die Profile sind noch längst nicht so vielseitig gestaltbar wie dort. Linux.com als Konkurrenz zu Facebook? Ganz klar – nein.

Bildquelle für das alte Bildschirmfoto (mit freundlicher Genehmigung): ubuntuobserver

25. Mai 2009

Es sei hier erwähnt: freshmeat führt keine Design mehr. Es gibt keine Navigation mehr dafür, und auch die Suche findet keine Ergebnisse. Stattdessen können welche auf box-look.org gefunden werden. Der schöne Nebeneffekt: Zumindest bei IceWM sind die dort gespeicherten Designs zum Großteil wesentlich hübscher und moderner als die doch arg angestaubte Sammlung, die früher auf freshmeat zu finden war.

Es sei hier erwähnt: freshmeat führt keine Design mehr. Es gibt keine Navigation mehr dafür, und auch die Suche findet keine Ergebnisse. Stattdessen können welche auf box-look.org gefunden werden. Der schöne Nebeneffekt: Zumindest bei IceWM sind die dort gespeicherten Designs zum Großteil wesentlich hübscher und moderner als die doch arg angestaubte Sammlung, die früher auf freshmeat zu finden war.

Es sei hier erwähnt: freshmeat führt keine Design mehr. Es gibt keine Navigation mehr dafür, und auch die Suche findet keine Ergebnisse. Stattdessen können welche auf box-look.org gefunden werden. Der schöne Nebeneffekt: Zumindest bei IceWM sind die dort gespeicherten Designs zum Großteil wesentlich hübscher und moderner als die doch arg angestaubte Sammlung, die früher auf freshmeat zu finden war.

zensuristkeineloesung

Gestern hat netzpolitik einen 72 Stunden Countdown für die Petition gegen Internetsperren gestartet.

Ziel ist es bis zur öffentlichen Anhörung im Bundestag über die Netzsperren, welche diesen Mittwoch stattfindet, mindestens die 100.000er Marke von Unterzeichnern zu knacken. Je mehr es sind desto besser ist es natürlich, momentaner Stand ist etwas über 90.000.

Wenn ihr also noch nicht unterzeichnet habt, solltet ihr die Gelegenheit jetzt wahrnehmen und euer Zeichen für ein freies Netz setzen: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860 (achja seid darauf gefasst, dass die Seite oft extrem ausgelastet ist da die Regierung sie wohl auf einem 486er laufen lässt ;) ).

Ausserdem könnt ihr euere Freunde, Eltern, Familie und Kollegen auf das Thema ansprechen und natürlich auch selbst darüber bloggen, twittern, etc…! Je mehr die Öffentlichkeit und die Nicht-Geeks darüber aufgeklärt werden, was da eigentlich passiert desto besser die Chance, dass die Freiheit des Netzes erhalten bleibt und kein providerübergreifendes Zensurinstrument geschaffen wird.


Seit einiger Zeit tendiere ich dazu Lighttpd dem guten alten Apachen vorzuziehen. Hauptgrund dafür ist aber weniger die immer wieder hervorgehobene bessere Performance (nicht umsonst setzen z.B. YouTube und MySpace auf den Ultraleichtflieger), sondern das mir die Konfiguration einfach etwas unkomplizierter erscheint als beim, vielleicht etwas mächtigeren, aber dafür auch unübersichtlicheren Apachen. Eigentlich auch egal, denn jeder sollte ja selbst entscheiden wem er den Vorzug gibt.

Eingerichtet wird Lighty hier mit PHP 5 und dem Modul 'simple_vhost', mit dem sehr einfach mehrere virtuelle Hosts angelegt werden können.

Wenn wir fertig sind, werden die Seiten unter folgender Ordner-/Dateistruktur organisiert sein:

/var/www/servers - quasi das Hauptverzeichnis des Webservers, hierin werden die virtuellen Hosts angelegt

/var/www/servers/example.com - Ein Beispiel für einen virtuellen Host

/var/www/servers/example.com/htdocs - Hier landen die Dateien, die beim Aufruf von "http://example.com" angezeigt werden sollen

/var/www/servers/example.com/logs - Hier werden die Logdateien gesammelt

/var/www/servers/example.com/server.conf - In dieser Datei wird die Konfiguration für den Host vorgenommen

So, aber nun direkt rein ins Getümmel und die Installation starten:

Installieren

sudo apt-get install lighttpd php5-cgi

Module aktivieren

Danach werden die oben angesprochenen Module aktiviert ('fastcgi' wird für die Anbindung an PHP benötigt):

sudo lighty-enable-mod fastcgi
sudo lighty-enable-mod simple-vhost

Nach einem 'sudo /etc/init.d/lighttpd force-reload' sollte der der Webserver bereits unter http://localhost erreichbar sein.

Lighttpd Testseite

Konfiguration von mod_simple_vhost

Ausgegangen von der oben erklärten Ordnerstruktur müssen die drei Optionen des 'mod_simple_vost' in der Datei '/etc/lighttpd/conf-available/10-simple-vhost.conf' folgendermaßen konfiguriert werden:

simple-vhost.server-root         = "/var/www/servers/"
simple-vhost.document-root       = "/htdocs/"
simple-vhost.default-host        = "example.com"

Anstatt 'example.com' muss dort natürlich eure Standarddomain stehen!

Danach sollten die angelegten vHosts unter der jeweiligen Domain erreichbar sein.  Dazu ein kleines Beispiel:

Wenn im Browser die Adresse 'http://zeroathome.de/dingsbums.html' aufgerufen werden würde, würde das zur Anzeige der Datei '/var/www/servers/zeroathome.de/htdocs/dingsbums.html' führen.

Nach einem '/etc/init.d/lighttpd force-reload' können neue vHosts unterhalb von '/var/www/servers/' angelegt werden.

Konfiguration der einzelnen vHosts

Problem bei dieser Variante der vHost-Konfiguration ist, dass die Konfiguration der einzelnen Hosts nicht so einfach ist. Doch Opensource wäre nicht was es ist, wenn es nicht auch dafür eine relativ einfache Lösung gäbe. (Die Grundversion stammt übrigens von hier, wurde von mir nur leicht angepasst: http://redmine.lighttpd.net/projects/lighttpd/wiki/HowToSupportConfigurationPerVirtualHost)

Dazu wird die folgende Zeile in die Datei '/etc/lighttpd/conf-available/10-simple-vhost.conf' eingefügt, die dazu führt das ein kleines Skript ausgeführt wird:

include_shell "/var/www/servers/config_servers"

Anschließend wird die Datei '/var/www/servers/config_servers' angelegt und mit diesem Inhalt befüllt:

#!/bin/bash
 
for VHOST in `find /var/www/servers/ -mindepth 1 -maxdepth 1  \( -type d -or -type l \) -exec test -e "{}/server.conf" \; -exec basename "{}" \; 2>/dev/null` ; do {
  echo "\$HTTP[\"host\"] == \"$VHOST\" {"
  echo "var.vhost_name = \"$VHOST\""
  echo "var.vhost_path = \"/var/www/servers/$VHOST\""
  cat "/var/www/servers/$VHOST/server.conf"
  echo "server.errorlog = \"/var/www/servers/$VHOST/logs/error.log\"",
  echo "accesslog.filename = \"/var/www/servers/$VHOST/logs/access.log\""
  echo "}"
} ; done

Zu guter Letzt wird die Datei noch ausführbar gemacht:

sudo chown www-data:www-data /var/www/servers/config_servers
sudo chmod u+x /var/www/servers/config_servers

Dann natürlich noch ein '/etc/init.d/lighttpd force-reload' und die neue Konfiguration ist übernommen.

Die Konfigurationsdatei muss dann, wie oben bereits erwähnt unter '/var/www/servers/example.com/server.conf' liegen um berücksichtigt zu werden. Nachdem eine neue Konfigurationsdatei hinzugefügt wurde oder eine vorhandene geändert wurde, muss immer ein '/etc/init.d/lighttpd force-reload' erfolgen, sonst ist die Konfiguration nicht wirksam!

Fertig!

So, das wars bereits. Ein Grundkonfigurierter Lighty fertig für die Arbeit als lokaler oder Internet-Webserver. Wenn gewünscht gibts demnächst noch einige Erweiterungen, wie zum Beispiel SSL oder WebDAV.

Alle Angaben natürlich wie immer ohne Gewähr und alles auf eigene Gefahr und so!

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In den letzten Wochen und Monaten hat es sich bereits abgezeichnet und nun hat Archlinux, afaik als erste Distribution, den Schritt getan und die graphische Oberfläche gmplayer aus dem MPlayer-Paket geworfen.

Die Gründe dafür sind, dass gmplayer von den offiziellen MPlayer-Entwicklern nicht mehr gewartet wird. So werden Bugs dafür nichtmehr gefixt, es wird keine neuen Features mehr geben und eventuell wird der Part irgendwann in absehbarer Zeit komplett aus den MPlayer-Quellcode fliegen. Im Moment schauen sie nur noch, dass MPlayer mit der --enable-gui Flag gesetzt kompiliert, selbst ob gmplayer weiterhin lauffähig ist spielt keine Rolle mehr.

Die ganze Diskussion bei Archlinux darüber kann man auf der Archlinux-Development-Mailingliste nachlesen.

Auch die Debian und Ubuntu-Entwickler haben auf der MPlayer-Mailingliste jetzt laut darüber nachgedacht gmplayer aus ihren MPlayer-Paketen in den Paketquellen zu werfen und es wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis dies passieren wird.

Deswegen sollte man die Zeit nutzen und sich nach einem Alternativen GUI für mplayer um zu sehen. Eine Liste davon kann man auf der MPlayer-Webseite unter Frontends finden.

Mir scheint SMPlayer im Moment die beste Alternative zu gmplayer zu sein. Das selbst gesteckte Ziel von SMPlayer ist es ein komplettes Frontend für MPlayer zu sein, also sämtliche Features die MPlayer besitzt und das sind eine ganze Menge, in ihrem Interface graphisch zur Verfügung zu stellen.

Hier mal ein kleiner Screenshot von SMPlayer mit dem default Skin:
smplayer-screenshot


Nach dem Dienst Ubuntu One bietet nun auch Mandriva etwas ähnliches an, der Dienst heißt Click n’ Backup und soll es ermöglichen, sein System mit einem Klick ins Netz zu sichern. Aber nicht nur anDatensicherung ist dabei gedacht sondern auch an Datensharing, also wirklich etwas ähnliches wie Ubuntu One. Der Dienst arbeitet dabei nicht nur mit Mandriva Linux sondern auch mit anderen Distributionen oder Betriebssystemen. Ganz ausgereift ist die Sache allerdings nocht nicht, wie mir scheint. Mehr dazu gibt es im offiziellen Mandrivablog und hier geht es zum entsprechenden Service. Ich bin mir sicher auch Novell bzw. SUSE wird demnächst ähnliches anbieten, derartige Services helfen den Distributoren eben Geld zu verdienen.

Seit neuestem taucht bei jedem Spotify-Aufruf die Meldung im Programm auf, dass man dieses Programm von einem Land aus benutzt wo es nicht gestattet ist und es daher nur mehr 14 Tage gültig ist. Nunja da wie ich aber die meisten nicht wollen, dass sie Spotify nicht mehr benützen können muss Abhilfe geschafft werden. Dazu eignet sich hervorragend ein Proxy.

Schritt für Schritt Anleitung:

  • Proxy aus UK mittels Google suchen (Stichwort: free proxy uk)
  • Spotify starten
  • Edit → Preferences
  • Unter dem Punkt Proxy die Daten des Proxys eintragen
  • unten rechts auf Apply klicken
  • Spotify neustarten

Nun glaubt Spotify man sei in UK und somit kann man sich wieder die Musik direkt aus dem Internet anhören.

Wer nicht weiß was Spotify überhaupt ist bzw. für was es zu gebrauchen ist dem sei dieser Link ans Herz gelegt.

Lust auf eine Schnuppertour mit der nächsten Browser-Generation? Für nightly builds von Chromium (der quelloffenen Basis von Google Chrome) und Mozilla (inkl. Firefox, Thunderbird und Prism) gibt es Paketquellen über die man die Vorabversionen der bekannten sehr leicht installieren kann.

Unter

findet jeweils Paketquellen für alle aktuellen Ubuntu-Versionen. Das Archiv für Chromium kann man recht problemlos nutzen, da keine bestehenden Pakete ersetzt werden.

Beim Mozilla-Archiv sollte man vorsichtiger sein, da Firefox-3.6 sein Profil ebenso wie ein normaler Firefox unter ~/.mozilla sucht und Prism nicht eine zusätzliche Versionsnummer trägt, so dass Prism aus den “normalen” Paketquellen überschrieben wird. Daher sollte man vielleicht eine Sicherheitskopie von ~/.mozilla anlegen.

Chromium

Chromium

Chromium macht einen guten Eindruck. Das was viele sagen stimmt. Der Browser macht mächtig Tempo. Ich nutze Google Reader als Feedreader, und gerade dort merkt man oft das gemächliche Tempo, das Firefox unter Linux an den Tag legt. Unter Chromium fühlt sich Google Reader wie eine Desktop-Anwendung an.

Mozilla Thunderbird 3 aka Shredder

Mozilla Thunderbird 3 aka Shredder

Schick ist auch Thunderbird 3 aka Shredder. Das Mailprogramm wird noch mächtig umgebaut. Es bekommt Tabs ähnlich wie Firefox und passt sich endlich besser in den GNOME Desktop ein. So werden schon die Icons für Ordner aus dem GNOME Icon Theme übernommen. Tango-Icons für den Rest sollen noch kommen.


Comments

Und wieder einmal ein Ubuntu mit einem Gnome in der Reihe der Linux-Desktops hier auf Karl-Tux-Stadt. Dieses Exemplar kommt von Moritz Lüdecke. Das Theme ist ein angepasstes Dust-Theme und den Desktop zieren zwei Screenlets. Das unter Panel wurde entfernt und durch ein Gnome-Do Docky ersetzt, der Roman vom Ubuntublog hat das ja vor einigen Tagen erst beschrieben, was man mit dem Gnome Do so anfangen kann. Ansonsten sei nicht viel am Desktop verändert worden ausserdem Wallpaper welches Digilove Carbon heisst und von zixpk stammt. Ich bin einmal gespannt, wann wieder etwas aussergwöhnliches wie mika mit dem devilspie auftaucht.

Es gibt sie ja in mannigfaltiger Auswahl, auch für Linux: Die Tools, mit denen wir unsere Organisation verbessern sollten, unsere Zeit verwalten würden und all unsere Aufgaben so planen und durchführen, dass keine Konflikte auftauchen. Abgesehen davon, dass diese Tools nicht immer das Gelbe vom Ei sind, ist vielen Menschen nicht bewusst, welches denn tatsächlich ihre wirkliche Herausforderung ist. Denn meist sind die nicht organisatorischer, sondern disziplinarischer Natur. Beide Gattungen kennen kausale Zusammenhänge, stammen aber aus einer andern Quelle. Und so passiert es oft, dass Tools wie Getting Things Gnome oder XMind, Freemind, Kplato, Planner, OpenProj, GanttProject, aber auch Adobe Air bietet einige Werkzeuge an, etwas leisten sollten, das sie gar nicht können.

Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung und glauben gerne, dass Computer uns unsere Entscheidungen abnehmen würden. Tun sie aber nicht. Wir glauben gerne, dass wir das Lernen an Computern delegieren können. Geht aber nicht. Und wir glauben gerne, dass Disziplin in der Hype-Ära des Individuums nicht mehr nötig wäre. Ist aber nicht so. All diesen Herausforderungen stehe ich gegenüber und meine manchmal wirklich, das gute, alte ThinkPad würde zusammen mit den Wolken da draussen im Internet meine Organisation abbilden und sie so aufreihen, dass alles glatt läuft. Blödsinn.

Deswegen habe ich mich schon vor Jahren dazu entschieden, meine Zeit mit Buntstiften, Füllfeder und manueller Taschenagenda zu planen. Prinzipiell ist da kein Unterschied zur digitalen Version zu sehen, ausser eben, dass ich der digitalen Version Intelligenz zumute, bei der manuellen Version aber meine ureigene Intelligenz, meinen gesunden Menschenverstand einsetze. Ausserdem verfügt nicht ein Computer über meine Zeit, sondern ich tue es direkt mit der Füllfeder. Klar, im Endeffekt ist die Feder und die manuelle Agenda nichts weiter, als ein Werkzeug, genaus so wie Evolution oder Outlook. Aber ich nutze meine Mechanismen und nicht jene, welche einst ein Entwickler dem PIM eingehaucht hat. Es ist meine Zeit und daher nutze ich meine Werkzeuge, sie zu verwalten.

Zeit

Das selbe erfahre ich bei der Gestaltung von MindMaps. Sie gelingen mir besser, treffender und vor allem ausgiebiger, wenn ich sie von Hand mit Buntstiften und einem Blatt Papier erstelle. Die Ideen fliessen besser, es sind meine Bewegungen, die dem Gedankenfluss folgen. Und das Papier ist ein Zeugnis, ein Manifest meiner Arbeit und nicht bloss ein Ausdruck aus einem Drucker.

Natürlich gibt es Situationen, bei denen ich digitale Versionen nutze oder gar benutzen muss. Im Geschäft ist Outlook Vorschrift, beim Erstellen von gemeinsamen Dokumenten eignet sich eine digitale Version wie ein Wiki oder eine andere Lösung deutlich besser. Und es gibt sie tatsächlich: Die Menschen, die mit der digitalen Lösung besser zurechtkommen. Vor allem jüngere Leute, die sich heutzutage schon (fast) gar nichts mehr von Hand notieren können, kennen wohl nicht mehr viel anderes. Jedem das Seine.

Für mich ist die manuelle Version oft die bessere Lösung. Mein Jahrgang ist ja mittlerweile nicht mehr blutjung und so überrascht es vielleicht weniger, dass ich privat keine digitale Agenda nutze; kein Kalender im Palm oder im Handy, kein Sunbird oder auch kein Evolution. Sondern eben meine gute, alte Moleskine-Agenda, die soeben in der 18-Monate-Version für Juni 2009 bis Dezember 2010 bei mir im Briefkasten lag. Links auf einer Doppelseite angebracht ist jeweils eine Kalenderwoche, das rechte Blatt ist frei für Notizen. Damit bleibt meine Zeit eher die meine, weil ich von Hand über sie bestimme(n) lasse.

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24. Mai 2009

Ich glaub es selbst kaum, aber ich bn jetzt bei Twitter. Vor einigen Wochen noch habe ich mir noch gesagt, dass ich sowas wohl nie machen werde und die Leute nicht verstehe, die da öffentlich ihr Leben ausbreiten (das ist auch der Grund warum ich sonst in keinem sozialen Netzwerk Mitglied bin).
Vor einem knappen Jahr hatte ich mir Twitter mal angesehen, ein paar sinnlose Dinge reingeschrieben und es dann gelassen.
Dann vor einigen Monaten las ich darüber, dass man Twitter auch dazu nutzen könnte, sich über interessante Neuigkeiten und ähnliches zu informieren. Mein Problem dabei war jedoch, dass ich nur Twitterer/Tweeter/Tweets (oder wie die Leute auch immer heißen, die twittern bzw. deren Mikroblogs, ich nenn sie jetzt mal Tweeter, da ein Tweet afaik ein einzelner Twitter-Eintrag ist) gefunden habe, die auf Twitter ihr Leben ausbreiten oder mit anderen Leuten am Chatten sind. Somit habe ich dann endgültig für mich beschlossen, das Twitter nichts für mich ist - dachte ich.

Gestern Abend fragte meine Freundin, ob ich ihr nicht Twitter einrichten könne, da sie gehört hat, dass dies mehr Besucher auf ihrem Blog bringen soll. Man kann nämlich mit dem Plugin Twitter Tools automatisch die Überschriften seiner Blogbeiträge twittern.
Das habe ich ihr natürlich gleich eingerichtet und dabei ist mir die Idee gekommen, wofür ich twitter sinnvoll nutzen könnte.
Einmal natürlich als RSS-Ersatz, für Leute, die lieber über Twitter informiert werden statt RSS.
Zum anderen kann ich dort interessante Webseiten und kleine Tipps Posten, die für einen Blogeintrag nicht reichen.

Und genau dies habe ich nun angefangen. Ich nahm meinen alten Twitter-Account und habe mir auch das Twitter Tools Plugin installiert. Nun schreibe ich alle möglichen Tipps und Tricks, die mir so unterkommen sowie Webseiten und interessante Blogposts auf Twitter. Diese werden auch auf dem Blog in der Sidebar angezeigt (dies wird auch von Twitter Tools unterstützt). Wie lange und wie regelmäßig ich so twittern werde kann ich noch nicht sagen, ich probiere es erstmal aus.

Allerdings habe ich immer noch das Problem, Tweeter zu finden, die überwiegend interessante Dinge posten und weniger darüber erzählen, was sie gerade so tun (Kaffee holen, Programmieren, …). Wenn jedoch nur Blogeinträge getwittert werden, so abonniere ich mir lieber den RSS-Feed des Blogs. Einige habe ich schon gefunden. Wenn jemand noch mehr kennt, würde ich mich über einen Kommentar darüber freuen.
Bisher finde ich folgende Tweeter recht interessant:

  • http://twitter.com/ChrisZwitschert - schreibt viel über News rund um die IT-Welt sowie Tipps. Schwerpunkt auf Ubuntu/Linux
  • http://twitter.com/peddy76 - hat zwei Mal meinen Blog verlinkt :-) und schreibt meist über Vim. Twittert aber nur, wenn es wirklich was zu sagen gibt.
  • http://twitter.com/aptgetupdate - Twittert auch viele IT-News
  • zInformatik ist nun bei Twitter unter http://twitter.com/zInformatik erreichbar

    [UPDATE]Ist manchmal garnicht so leicht etwas in 140 Zeichen auszudrücken.
    Ich werde wahrscheinlich - wie schon in den Kommentaren erwähnt - die Twitterbeiträge Teilweise in Blogbeiträgen zusammen fassen (z.B. zu einem 2. Teil der Vim Tipps) oder etwas genauer auf einige Dinge eingehen.
    Wer sich nicht bei Twitter anmelden möchte um mir zu folgen, kann dort auch den RSS-Feed Abonnieren (in der Seitenleiste).[/UPDATE]

Das nimmt langsam ganz obskure Formen an und ich habe es erst für einen Scherz gehalten bzw. für eine weitere Möglichkeit, Öffentlichkeit für das Thema zu gewinnen.

Das Jugenschutzprogramm hat freiesMagazin auf die Liste der zu sperrenden Seiten gesetzt. Da sieht man deutlich, wohin der Wahnsinn führen kann.

Dominik Wagenführ, der Herausgeber, schreibt in seinem Blog etwas ausführlicher darüber.

Ich schliesse mich seinem Aufruf an:
Daher an dieser Stelle noch einmal der Aufruf, sich an der Petition gegen Netzsperren zu beteiligen und mit allen (legalen und rechtlichen) Mitteln gegen eine Umsetzung zu kämpfen

Wer noch nicht so recht weiss, was er davon halten soll, dem erläutere ich gerne, was da gerade geplant ist und warum das Herausreissen einer Seite aus dem Telefonbuch kein wirksames Mittel ist.