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27. September 2023

Linux Mint ohne Ubuntu-Unterbau bietet LMDE jetzt in der neuen Version 6 'Faye'.

Die beliebte GNU/Linux-Distribution Linux Mint basiert bekanntermassen auf Ubuntu, gäbe es nicht auch noch die Linux Mint Debian Edition (LMDE). Wer auf Mint schwört, jedoch auf die Zwischendistro Ubuntu verzichten möchte, kann mit LMDE Debian als Basisdistribution auswählen. Jetzt ist die Version 6 von LMDE "Faye" erschienen, welche den Cinnamon-Desktop in Version 5.8 mitbringt und auf Debian 12 (Bookworm) baut. Mint setzt bei LMDE 6 auf den LTS-Kernel 6.1.

Abgesehen von der Debian-Basis und dem neueren Kernel enthält Linux Mint Debian Edition 6 alle Änderungen von Linux Mint 21.2 "Victoria", einschliesslich einer verbesserten Unterstützung für Flatpak-Anwendungen, einer globalen Dark-Mode-Einstellung zur Unterstützung von GTK4/libadwaita-Anwendungen und aktualisierter hauseigener Software wie Xreader, Pix und Software Manager mit verschiedenen neuen Funktionen.

Im Vergleich zur Ubuntu-basierten Linux Mint 21.2-Variante bietet LMDE 6 PipeWire als Standard-Audio-Backend, PAE-Unterstützung im 32-Bit-ISO-Image, um die Kompatibilität mit Nicht-PAE-Prozessoren zu gewährleisten, und ein standardmässig gesperrtes root-Konto.

Die Linux Mint Debian Edition 6 steht ab sofort als 32-Bit und 64-Bit Variante zum Download zur Verfügung.

Quelle: https://linuxmint.com/rel_faye.php


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26. September 2023

Mozilla hat Firefox 118 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Website-Übersetzungen ohne Cloud

Firefox hat nun eine Übersetzungsfunktion für Websites, welche im Gegensatz zu Cloud-Übersetzern wie Google Translate lokal arbeitet, die eingegebenen Texte also nicht an einen fremden Server sendet. Die Übersetzungsfunktion wird in einem eigenen Artikel ausführlich vorgestellt. Bereits mit Firefox 117 startete eine schrittweise Ausrollung, ab Firefox 118 ist die neue Funktion für alle Nutzer aktiviert.

Vorschau auf Übersetzungsfunktion in Firefox 117

Deutliche Performance-Verbesserungen für JavaScript-Anwendungen

Mozilla arbeitet intensiv an der Verbesserung der Webperformance. Ausgehend vom neuen Speedometer 3-Benchmark hat Firefox mittlerweile sogar Google Chrome bei der JavaScript-Performance überholt. Die Verbesserungen machen sich aber nicht nur in Benchmarks, sondern auch in der Praxis bemerkbar: So sollen beispielsweise Anwendungen, welche auf dem JavaScript-Framework Vue.js basieren, in Firefox 118 rund 40 Prozent schneller laufen als noch in früheren Firefox-Versionen.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen von Firefox 118

Die Verwaltung der gespeicherten Zugangsdaten unter about:logins zeigt für jeden Eintrag einen Zeitstrahl an, wann die Zugangsdaten erstellt, zuletzt aktualisiert sowie zuletzt verwendet worden sind. Bislang wurden sowohl „Erstellt“ als auch „Aktualisiert“ als separate Punkte angezeigt, auch wenn beide Daten identisch waren. In dem Fall wird jetzt nur noch „Erstellt“ angezeigt.

Für einen verbesserten Fingerprinting-Schutz in privaten Fenstern wurde die Sichtbarkeit von Schriftarten für Websites auf Systemschriften und Schriften aus Sprachpaketen beschränkt. Außerdem wurde der Fingerprinting-Schutz bei Verwendung der Web Audio-Schnittstelle verbessert.

Eine neue Option wurde eingeführt, um das https:// vor URLs in der Adressleiste auszublenden. Diese wird ab Firefox 119 standardmäßig aktiviert sein.

Auf Google Meet werden jetzt auch für Firefox-Nutzer die Optionen für Videoeffekte und Hintergrundunschärfe zur Verfügung gestellt.

Derzeit nur für Nutzer in den USA kann Firefox jetzt auch Vorschläge für Erweiterungen nach Eingabe eines passenden Suchbegriffs in die Adressleiste anzeigen.

Mit browser.download.force_save_internally_handled_attachments gibt es eine neue versteckte Option, um Firefox zum Herunterladen intern verarbeiteter Dateitypen zu zwingen, wenn das Attribut Content-Disposition: attachment oder download angegeben ist.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 118 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 118 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Verbesserungen der Webplattform

Firefox 118 unterstützt das HTML-Element <search>. Dazu kommt die Unterstützung zehn neuer mathematischer Funktionen in CSS: round, mod, rem, pow, sqrt, hypot, log, exp, abs und sign.

Außerdem unterstützt Firefox jetzt Opaque Response Blocking. Und die publickey-credentials-get-Direktive des HTTP-Permissions-Policy-Headers wird jetzt unterstützt.

Wird die Taste mit dem Windows-Logo gedrückt, gibt KeyboardEvent.key nun Meta und nicht länger OS zurück, KeyboardEvent.code gibt jetzt MetaLeft respektive MetaRight anstelle von OSLeft oder OSRight zurück.

Für WebExtension-Entwickler relevant ist, dass die browser_style-Option für MV3-Erweiterungen nicht länger unterstützt wird.

Weitere Neuerungen für Entwickler von Websites und Browser-Erweiterungen lassen sich in den MDN Web Docs nachlesen.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 118 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Du möchtest NixOS & Flakes im Detail kennenlernen? Du suchst ein einsteigerfreundliches Tutorial? Dann bist Du hier genau richtig!

Die Distribution NixOS und ihre Nix Paketmanager faszinieren viele Anwender:innen, weil die Konzepte von Nix anders sind als bei den üblichen GNU/Linux-Distributionen. Nix baut Pakete isoliert voneinander. Dies stellt sicher, dass sie reproduzierbar sind und keine nicht deklarierten Abhängigkeiten haben. Wenn also ein Paket auf einem Rechner funktioniert, wird es auch auf einem anderen funktionieren. Nix macht es trivial, Entwicklungs- und Build-Umgebungen für Projekte gemeinsam zu nutzen, unabhängig davon, welche Programmiersprachen und Tools man verwendet. Nix stellt sicher, dass die Installation oder Aktualisierung eines Pakets keine anderen Pakete beschädigt. Es erlaubt, zu früheren Versionen zurückzukehren und stellt sicher, dass sich kein Paket während eines Upgrades in einem inkonsistenten Zustand befindet.

Bei GNU/Linux.ch gab es bereits einige Artikel über NixOS, sowohl für Fortgeschrittene als auch für blutige Anfänger. Hat man es mit einem andersartigen Konzept zu tun, spielt die Dokumentation eine besonders wichtige Rolle. Selbst wenn man sich mit "normalen" Distros gut auskennt, heisst das noch lange nicht, dass man auch mit NixOS zurechtkommt. Die NixOS-Dokumentation ist zwar umfangreich; manche Nix-Profis sagen jedoch, dass sie didaktisch nicht gut aufgebaut ist und bei Anfänger:innen oft Fragen aufwirft. Deshalb hat Ryan Yin unter der MIT-Lizenz das NixOS & Flakes Book publiziert.

Der Autor, Ryan Yin, beschreibt sein Buch folgendermassen:

  • Konzentriert sich auf NixOS und Flakes und lässt den traditionellen Nix-Konfigurationsansatz ausser Acht.
  • Einsteigerfreundlich, mit Erklärungen aus der Perspektive von NixOS-Neulingen, die schon etwas Erfahrung mit Linux-Nutzung und Programmierung haben.
  • Schritt-für-Schritt, progressives Lernen.
  • Kohärenter Inhalt, gut organisiert und strukturiert. Der Leser kann das Buch entweder schrittweise lesen oder schnell die Informationen finden, die er benötigt.

Das englische online-Buch gliedert sich in diese Hauptkapitel:

  • Preface
  • Get Started
  • The Nix Language
  • NixOS with Flakes
  • Nix Packages' Advanced Usage
  • Best Practices
  • Other Usages of Flakes
  • Dev Environments on NixOS
  • Advanced Topics
  • Frequently Asked Questions

Unter diesen Hauptkapiteln gibt es eine Vielzahl von Unterkapiteln mit vielen Code- und Konfigurationsbeispielen. Die Basis für das Buch bildet eine (überwiegend) chinesische NixOS-Community, die auf der GitHub-Seite des Buchs an der Verbesserung und Weiterentwicklung arbeitet. Da es eine chinesische und eine englische Version des Buchs gibt, könnt ihr auch am Buch mitarbeiten.

Quelle: https://nixos-and-flakes.thiscute.world/


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25. September 2023

Mit Thunderbird 115 hatte die MZLA Technologies Corporation seinen E-Mail-Client, neben vielen anderen Änderungen, optisch modernisiert. Doch damit ist nicht Schluss. Ein neues Mockup zeigt die weiteren Planungen für die neue Kartenansicht.

Thunderbird 115 brachte einige Neuerungen. Auch optisch hat sich einiges getan. Mit der neu eingeführten Kartenansicht wurde eine alternative Darstellung für die Auflistung der E-Mails eingeführt. Diese ist seit Thunderbird 115.2.3 Standard für neue Nutzer.

Verglichen mit dem ursprünglichen Mockup im Vorfeld von Thunderbird 115 wirkt die neue Kartenansicht allerdings, als sei sie nicht fertig geworden. Zwar funktioniert diese ohne offensichtliche Probleme, sie sieht aber eben auch nicht so hübsch und vor allem nicht ganz so informativ aus, wie es die Design-Vorschau zeigte. Kein Wunder also, dass hier weitere Änderungen zu erwarten sind. Die ursprüngliche Idee wurde weiterentwickelt und ein neues Mockup zeigt nun, wie die Kartenansicht von Thunderbird in Zukunft aussehen soll.

Thunderbird Mockup Kartenansicht

Geplant ist die verbesserte Kartenansicht für Ende Oktober in Thunderbird Daily, also den täglich aktualisierten Entwicklerversionen. Zu einer Auslieferung in einer finalen Version wurde keine Angabe gemacht. Wahrscheinlich ist aber, dass das dann Teil des großen Major-Updates (vermutlich Thunderbird 128) im Sommer 2024 sein wird.

Der Beitrag Thunderbird: Neues Mockup zeigt kommende Darstellung der Kartenansicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Vor ein paar Tagen wurde unter Arch Linux das Update des Pakets shadow auf Version 4.14 veröffentlicht. Ab dieser Version wird zum Erzeugen der Passwort-Hashes in /etch/shadow nicht mehr SHA512, sondern yescrypt genutzt.

Bestehende Einträge werden hierbei aber nicht umgestellt. Die SHA512-Hashes sind weiterhin nutzbar.

Wer Einträge für bestehende Nutzer auf yescrypt umstellen will, kann dies mit dem Befehl passwd <Benutzername> machen. Sofern man PAM nicht entsprechend konfiguriert hat, kann man hierbei auch das bisherige Passwort angeben und muss kein neues Passwort wählen.

Ob es geklappt hat, kann man sich ansehen, indem man sich die Datei /etc/shadow ansieht. Bei den Einträgen bei den betreffenden Nutzern sollte der Hash nun mit $y$ beginnen.

Vor ein paar Tagen wurde unter Arch Linux das Update des Pakets shadow auf Version 4.14 veröffentlicht. Ab dieser Version wird zum Erzeugen der Passwort-Hashes in /etch/shadow nicht mehr SHA512, sondern yescrypt genutzt.

Bestehende Einträge werden hierbei aber nicht umgestellt. Die SHA512-Hashes sind weiterhin nutzbar.

Wer Einträge für bestehende Nutzer auf yescrypt umstellen will, kann dies mit dem Befehl passwd <Benutzername> machen. Sofern man PAM nicht entsprechend konfiguriert hat, kann man hierbei auch das bisherige Passwort angeben und muss kein neues Passwort wählen.

Ob es geklappt hat, kann man sich ansehen, indem man sich die Datei /etc/shadow ansieht. Bei den Einträgen bei den betreffenden Nutzern sollte der Hash nun mit $y$ beginnen.

23. September 2023

Mozilla investiert weiter in Mastodon: Neben der eigenen Mastodon-Instanz, welche mittlerweile eine sehr viel moderner wirkende Oberfläche als die Standard-Oberfläche der dezentralen X/Twitter-Alternative nutzt, hat Mozilla auch die Entwicklung von Mastodon-Apps für Android sowie Apple iOS begonnen.

Ende des vergangenen Jahres hatte Mozilla bekannt gegeben, seine eigene Mastodon-Instanz betreiben zu wollen, die sich aktuell in einem geschlossenen Betatest befindet und für die man sich seit Mai dieses Jahres auf eine Warteliste setzen lassen kann. Im Vergleich zu den großen Social Media-Diensten möchte sich Mozilla vor allem bei der Moderation deutlich unterscheiden.

Bereits im März hatte Mozilla bekannt gegeben, Hauptinvestor der Mastodon-App Mammoth für Apple iOS, iPadOS und macOS zu sein. In der Zwischenzeit sind ein paar Dinge passiert.

Moderne Oberfläche für Mozilla Social

Gerade wenn man von X, ehemals Twitter, kommt, wird einem Mastodon unter Umständen etwas altbacken vorkommen, zumindest auf den Instanzen, welche das Standard-Design verwenden. Mozilla Social hingegen hat visuell tatsächlich etwas mehr Ähnlichkeit mit X als mit dem gewohnten Mastodon-Bild. Das liegt daran, dass Mozilla auf Elk setzt. Dabei handelt es sich um eine alternative Oberfläche, welche wie Mastodon Open Source ist. Nach Angaben des Projekts selbst befindet sich Elk noch in einer Alpha-Phase und ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht bereit für eine breite Anwendung. Mozilla scheint jedoch an Elk zu glauben und setzt in seiner modifizierten Mastodon-Instanz eine ebenfalls modifizierte Version von Elk ein.

Elk auf Mozilla Social

Mastodon-Apps für Android und Apple iOS

Außerdem hat Mozilla begonnen, eigene Mastodon-Apps für Android sowie Apple iOS zu entwickeln. Dabei zeigt Mozilla Social für Android schon sehr aktiv Entwicklungsfortschritte, während Mozilla Social für Apple iOS noch ganz am Anfang zu stehen scheint. Für erste Eindrücke zumindest der Android-Version ist es leider noch zu früh, da zum Login ein Benutzerkonto auf Mozillas Instanz verlangt wird, welche bekanntermaßen noch nicht offen für alle ist.

In eigener Sache: soeren-hentzschel.at auf Mastodon

Übrigens: Auch dieser Blog ist seit kurzem auf Mastodon vertreten. Wer keine Neuigkeit aus der Welt rund um Mozilla verpassen möchte und auf Mastodon vertreten ist, darf sehr gerne folgen.

@s_hentzschel auf Mastodon folgen

Der Beitrag Social Media: Mozilla entwickelt Mastodon-Apps für Android und Apple iOS, neues Design für Webversion erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

22. September 2023

Mozilla wird das Firefox-Konto, welches man unter anderem zur Synchronisation von Daten in Firefox verwendet, umbenennen. In Zukunft wird es das Mozilla-Konto sein.

Wer seine Chronik, Lesezeichen, Zugangsdaten und mehr in Firefox synchronisiert, benötigt dafür ein Firefox-Konto. Aber auch für die kommende Synchronisation in Thunderbird oder andere Mozilla-Dienste wie Firefox Relay, Firefox Monitor, MDN Plus, das Mozilla VPN und Pocket benötigt man ein Firefox-Konto. Dieses wachsende Produkt-Portfolio, welches über Firefox hinaus geht, ist auch genau der Grund dafür, wieso Mozilla sein Authentifizierungssystem umbenennen wird: Aus dem Firefox-Konto wird das Mozilla-Konto.

Die Umbenennung wird nach aktueller Planung am 1. November 2023 geschehen. Für den Nutzer ändert sich dadurch nichts. Die Anmeldung erfolgt weiterhin mit den gleichen Daten wie bisher und auch ein Login via Google- oder Apple-Konto wird (außer für die Firefox-Synchronisation) wie gehabt funktionieren. Auch wird Mozilla accounts.firefox.com als Domain behalten und E-Mails werden weiterhin von accounts@firefox.com kommen, sodass es hier zu möglichst wenigen Irritationen für den Nutzer kommen sollte.

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21. September 2023

Virtuelle-Maschinen-Status-Skript

Dieses Skript erstellt eine HTML-Tabelle, die Informationen zu virtuellen Maschinen (VMs)
anzeigt, einschließlich des Hostnamens, des VM-Namens und der Kennzeichnung, ob die VM
gerade ausgeführt wird. Leerzeichen in den VM-Namen werden durch Unterstriche ersetzt,
um sicherzustellen, dass die Namen korrekt angezeigt werden.

Das Script ist so ausgelegt, dass beliebig viele Hosts abgefragt und dargestellt werden können.

Es ist nichts zu konfigurien, also Zero Conf.

Der Clou ist, dass die Informationen optional mit einer Beschreibung versorgt werden können.

Die Beschreibung wird aus vms_beschr.txt gelesen.

In der optionalen Datei

vbhosts.txt

können die DNS Namen oder IP-Adressen eingetragen werden.

Der Aufruf sieht z.B. so aus:

parallel-ssh -h vbhosts.txt -i ./vms8.sh >/var/www/web/vms/vms.html

Eine Historie der running VMs findet sich im Html Sourcecode. Wer Interesse hat, hier ist das Script:

vms8.sh

 

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 115.2.3 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 115.2.3

Mit dem Update auf Thunderbird 115.2.3 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und macht damit die Kartenansicht sowie das Drei-Spalten-Layout zum Standard für neue Nutzer. Für bestehende Nutzer ändert sich an beiden Einstellungen nicht.s

Darüber hinaus behebt Thunderbird 115.2.3 wieder eine ganze Reihe von Problemen, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen.

Der Beitrag Thunderbird 115.2.3 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Linux Command Library App

Egal, ob du einen Einstieg in Debian, Ubuntu und Co suchst, für ein LPIC Zertifikat Wissen aneignen willst oder schlicht und einfach nur ein Nachschlagewerk benötigst, die Linux Command Library ist ein guter Begleiter für Linux Menschen.

Die Sammlung umfasst ca. 5000 Handbuchseiten, mehr als 22 grundlegende Kategorien und eine Reihe allgemeiner Tipps für Terminals. Die passende App dazu funktioniert zu 100 % offline, benötigt keine Internetverbindung und hat keine Tracking-Software.

Simon Schubert hat die Online-Lernplattform für Linux Kommandos ins Leben gerufen. Neben der App kann das Nachschlagewerk klassisch im Browser genutzt werden.

Linux-Command-Library

 

Folgende Kategorien stehen dir zum Abrufen von zig Kommandos zur Verfügung:

  1. One-liners
  2. System Information
  3. Systemkontrolle
  4. Nutzer und Gruppen
  5. Dateien und Nutzer
  6. Input
  7. Drucken
  8. JSON
  9. Netzwerk
  10. Suchen und Finden
  11. Git
  12. SSH
  13. Video & Audio
  14. Paketmanager
  15. Hacking Tools
  16. Terminal Games
  17. Kryptowährungen
  18. VIM Texteditor
  19. Emacs Texteditor
  20. Nano Texteditor
  21. Pico Texteditor
  22. Micro Texteditor

Ein Cheatsheet mit praktischen Befehlen kannst du ebenfalls abrufen.

Die Linux Command Library ist Open Source und auf GitHub verfügbar. Die passende App dazu bekommst du auf im Play Store oder auf F-Droid.

19. September 2023

Manchmal möchte man aus einem PDF eine Seite entfernen oder nachträglich eine Seite hinzufügen. Für GNOME und GTK-basierte Desktop-Umgebungen gibt es Werkzeuge wie Sand am Meer. Für KDE Plasma und Qt-basierte Desktopumgebungen leider nicht. Eine wenig bekannte Ausnahme ist das PDF Mix Tool.

Natürlich kann man auch mit KDE Plasma oder LXQt tolle Anwendungen wie z.B. Shuffler nutzen. Aber ich bin bisher ohne GNOME oder GTK-Runtimes ausgekommen und nur für ein Tool ist mir der Overhead zu groß – zumal die optische Integration zu wünschen übrig lässt.

Eine tolle proprietäre Lösung ist natürlich der Master PDF Editor. Das ist eine Komplettlösung, mit der man Dokumente öffnen, umfangreich annotieren und auch bearbeiten kann. Für kleinere Manipulationen ist das aber natürlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen und manche wollen die Firma aus ethischen Gründen auch nicht mehr unterstützen.

Eine gute Alternative ist daher PDF Mix Tool. Die App lässt sich via Flatpak installieren. Viele Distributionen stellen sie ebenfalls über die klassischen Paketquellen zur Verfügung.

Die Bedienung ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Anstatt zunächst das Dokument zu öffnen, muss man zunächst auf der linken Seite die gewünschte Funktion auswählen. Also Seite extrahieren, Seite hinzufügen, PDFs zusammenfügen etc.

Anschließend wählt man über den Dateidialog das oder die betreffenden Dokumente aus und bearbeitet diese über einen druckerähnlichen Dialog. Anschließend kann man das Dokument direkt abspeichern oder eine Kopie erstellen.

Für die Bearbeitung muss man genau wissen, welche Seitenzahl man extrahieren oder löschen möchte. Das ist für Benutzer von Tools wie Acrobat oder Master PDF Editor wahrscheinlich ungewohnt.

Insgesamt funktioniert alles wie gewünscht und meine häufigsten Anforderungen werden zufriedenstellend erfüllt.

Der Artikel Tipp: PDFs bearbeiten mit PDF Mix Tool erschien zuerst auf Curius

18. September 2023

Ab Firefox 119 wird Mozilla nicht länger das Protokoll zu Beginn der URL in der Adressleiste anzeigen, sofern es sich um eine verschlüsselte Verbindung via https:// handelt.

Während Firefox beim Aufruf einer Website über http:// das Protokoll in der Adressleiste versteckt, ist https:// als Protokoll immer zu sehen. Was früher Sinn ergeben hat, weil auf diese Weise eine verschlüsselte und damit sicherere Verbindung hervorgehoben worden ist, wirkt heute meist überflüssig. Immerhin finden mittlerweile weltweit über 80 Prozent aller Website-Aufrufe über https:// statt, in manchen Ländern wie den USA sind es mittlerweile sogar mehr als 90 Prozent.

Aus diesem Grund kehrt Mozilla das Verhalten mit Firefox 119 um. Damit entfällt das https:// in der Adressleiste, während http:// angezeigt wird. Die entsprechende Option (browser.urlbar.trimHttps) wird bereits kommende Woche mit Firefox 118 eingeführt, aber erst mit Firefox 119 standardmäßig aktiviert. Während das Bugzilla-Ticket zwar erst einmal nur die Nightly-Version nennt, ist der aktuelle Patch nicht auf Nightly-Versionen beschränkt.

Außerdem wird Firefox 119 neben dem durchgestrichenen Schloss-Symbol bei http://-Seiten zusätzlich den Schriftzug „Nicht sicher“ anzeigen. Die dafür verantwortlichen Optionen (security.insecure_connection_text.enabled, security.insecure_connection_text.pbmode.enabled) existieren bereits seit über fünf Jahren und werden mit Firefox 119 standardmäßig aktiviert.

Protokoll in Adressleiste von Firefox 119

Darüber hinaus werden die Optionen, um das durchgestrichene Schloss-Symbol bei http://-Seiten gegen ein neutrales Info-Icon auszutauschen (security.insecure_connection_icon.enabled, security.insecure_connection_icon.pbmode.enabled), in Firefox 119 entfernt.

Der Beitrag Firefox 119 zeigt nicht länger https:// in Adressleiste an erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

17. September 2023

Synologys DiskStation Manager (DSM) ist eine letztlich eine Linux-Distribution mit einer Mischung aus Open-Source-Software und proprietären Eigenentwicklungen. Diese Basis ist dabei recht konventionell zusammen gesetzt und nicht sonderlich aktuell.

Die Basis habe ich hier schon mal beschrieben. Der DSM ist eine ziemlich herkömmliche Linux-Distribution mit Kernel, Paketverwaltung, systemd-Initsystem und einigen Basispaketen. Wenn man sich per SSH aufschaltet kann man sich die Struktur sehr leicht ansehen und relevante Versionsinformationen abfragen.

Trotz der aktuellen DSM Version 7.2-64570 Update 3 ist die zu ermittelnde Basis ziemlich veraltet. Das ist wenig überraschend, da DSM 7 schon bei Veröffentlichung nicht aktuell war. Einige Versionsstände als Beispiel:

SoftwareVersion
Kernel 4.4.302+
systemd219
dpkg1.19.0.5
PHP (es gibt separate Versionsstände in der Paket-Zentrale8.1.9
PostgreSQL11.11
NGINX1.23.1
Sudo1.9.5p2
GPG2.2.39
Python3.8.15

Ich tippe daher darauf, dass der Disk Station Manager zuletzt 2015 generalüberholt wurde. Der Linux Kernel und die systemd Version sprechen dafür und seitdem wird nur noch punktuell gepflegt und gewartet. Ob es eine Mutterdistribution gibt, von der sich DSM ableitet, oder ob es ein Linux From Scratch ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Zumindest einige Komponenten und Eigenheiten sprechen für eine Nähe zu Debian.

Eine alte Basis ist zunächst kein Problem, da Synologys DSM nur auf wenigen und ausgewählten Hardwarekomponenten laufen muss und dies natürlich von Synology getestet wird. Allerdings werfen die langen Entwicklungszyklen und die im Kern sehr alte Distribution ein Schlaglicht auf die Leistungsfähigkeit der Entwicklungsabteilung, die ihre Ressourcen offensichtlich eher in die Apps steckt. Da Synology nach außen hin recht intransparent ist, sind dies meiner Meinung nach zumindest einige interessante Einblicke.

Der Artikel Synologys alternde Basis erschien zuerst auf Curius

In den letzten Jahren habe ich immer wieder über Synology und die verschiedenen Funktionen des Disk Station Manager (DSM) geschrieben. Aber was davon benutze ich selbst? Manches testet man schließlich nur, ohne es anschließend produktiv einsetzen zu können.

Ich benutze immer noch das Synology NAS DSD218 mit zwei Festplatten. Es läuft klaglos und ich werde es erst ersetzen, wenn es aus dem Support fällt (oder vorher kaputt geht). Ich habe mich damals für ein Modell entschieden, das Btrfs unterstützt, aber mit einem ARM-Prozessor läuft, weil mir die Intel-Prozessoren im Leerlauf zu viel Strom verbrauchen. Diese Einschränkung bedeutet, dass ich keine Docker-Container laufen lassen kann und auf die nativen Synology-Apps angewiesen bin.

Genutzte Dienste

In diesem Rahmen nutze ich Synology aber weitestgehend aus:

  • Personal Information Management (PIM): Synology organisiert meine Kalender und Kontakte, die ich dann via CalDAV und CardDAV auf meine Geräte synchronisiere.
  • Mail Archiv: Ich betreibe keinen dezidierten Mailserver, weil Aufwand und Ertrag hier in keinem Verhältnis mehr stehen. Allerdings betreibe ich einen internen Mailserver als Mailarchiv. In regelmäßigen Abständen archiviere ich die Mails von meinem Dienstleister auf die Synology.
  • Cloud: Bei Clouds fahre ich zweigleisig. Über meinen Arbeitgeber nutze ich eine Nextcloud, privat verwende ich Synology Drive, um Cloud-Funktionalitäten nutzen zu können.
  • Notizen: Die Bedeutung einer Notizverwaltung ist bei mir stark rückläufig. Ich habe mal mit einer Migration geliebäugelt, weil Synology die Note Station stark vernachlässigt, aber habe die Migration bis heute nicht vollzogen. Meine Notizen liegen daher immer noch auf dem Synology NAS in der Note Station.
  • Backup: Mittels Borg und Vorta sichere ich meine Geräte auf das Synology NAS.
  • Fotos: Seit kurzem verwalte ich über Synology Photos auch meine Bildersammlung.

Dazu gibt es noch einige interne Finessen, die ich gerne nutze. Mittels Backup Replication lässt sich die Btrfs-Schnappschuss-Funktionalität hervorragend ausnutzen, um sich gegen Bitrot oder eigene Dummheit abzusichern. Backups des NAS erledigt das Hyper Backup.

Theoretisch bietet Synology alles, um einen vollwertigen Webserver zu betreiben. Ich habe diese Funktionalität jedoch nicht aktiviert, da der hohe Wartungsaufwand für solche installierten Anwendungen den primären Vorteil der Synology konterkariert: Keine aufwändige Wartung notwendig.

Alles proprietär oder was?

Synologys Disk Station Manager ist proprietäre Software, basiert aber auf einem freien Kern. Letztendlich ist der DSM nur eine angepasste Linux-Distribution und die Anwendungen sind zum größten Teil ebenfalls im Kern freie Software. Besonders extrem ist das bei der Mail-Lösung. Diese ist letztlich ein Devocot-Server ohne viele Anpassungen.

Andere Implementierungen wie die Backup-Replikation oder die Freigaben-Verschlüsselung sind lediglich grafische Oberflächen für die Open-Source-Lösungen Btrfs-Snapshots bzw. eCryptFS.

In andere Anwendungen hat Synology mehr Arbeit investiert. Kalender und Kontakte sind selbst entwickelte WebApps, die lediglich freie Protokolle implementiert haben.

Allen gemeinsam ist, dass als Datenbanklösung PostgreSQL verwendet wird und der Webserver mit NGINX läuft.

Welche Probleme gibt es?

Ein Kernproblem teilt Synology mit den meisten Anbietern von Embedded-Linux-Systemen. Wird man einen Blick auf die Basis, so ist diese extrem alt und man kann und sollte sich immer fragen, ob Synology mit den seltenen Updates wirklich immer alle relevanten Sicherheitslücken geschlossen bekommt.

Die Entwicklungen bei Synology sind zudem sprunghaft. Manche Anwendungen werden aus der Taufe gehoben und dann kaum weiterentwickelt. Bei anderen gibt es unerwartete Entwicklungssprünge und manchmal lösen neue Apps alte ab, ohne den gleichen Funktionsumfang bieten zu können. Diese Problematik teilt Synolog natürlich mit allen anderen Entwicklerschmieden, seien es proprietäre Softwarehersteller oder Open-Source-Entwickler.

Der Artikel Wofür ich mein Synology NAS nutze erschien zuerst auf Curius

15. September 2023

Firefox Send war ein Filesharing-Dienst von Mozilla, der zwischen März 2019 und Juli 2020 betrieben und dann eingestellt wurde. Wie die MZLA Technologies Corporation in seinem Podcast bekannt gegeben hat, wird Firefox Send zurückkommen – als Teil von Thunderbird.

Was war Firefox Send?

Firefox Send war ein Filesharing-Dienst, den Mozilla im März 2019 offiziell gestartet hatte. Die Nutzung von Firefox Send war kostenlos und erfolgte durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sicher. Durch die Festlegung einer Maximal-Dauer sowie einer Maximal-Anzahl an Downloads löschten sich die Dateien nach kurzer Zeit wieder von selbst vom Mozilla-Server.

Im Juli 2020 hatte Mozilla den Dienst wieder offline genommen, nachdem dieser zunehmend für Cyberkriminalität missbraucht worden war. Ursprünglich sollte es sich dabei nur um eine temporäre Auszeit handeln, während Mozilla im Hintergrund an Verbesserungen arbeitete. Nicht zuletzt durch die finanziellen Auswirkungen von COVID-19 sowie Kommerzialisierungsplänen anderer Produkte, die nicht wie erhofft aufgingen, kam es dann allerdings zu einer Umstrukturierung innerhalb Mozillas, welche auch die Kündigung von 250 Mitarbeitern zur Folge hatte. Im Zuge dieser Umstrukturierung wurde dann im September beschlossen, Firefox Send aus Kostengründen nicht wieder online zu schalten.

Thunderbird-Projekt bringt Firefox Send zurück

Wie die MZLA Technologies Coporation, die Tochtergesellschaft der Mozilla Foundation, welche Thunderbird entwickelt, vor kurzem in seinem Podcast verraten hat, wird „Firefox Send innerhalb der Thunderbird-Familie wiedergeboren“.

Wie das genau aussehen wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Das Ganze geschieht jedenfalls mit der Zielsetzung, E-Mails besser zu machen, indem nicht nur Dinge genutzt werden, die auf dem Computer des Anwenders ausgeführt werden können, sondern durch Dienste, die das Thunderbird-Projekt für seine Nutzer bereitstellen kann.

Bereits im Februar hatte die MZLA Technologies Coporation angekündigt, zusätzliche Dienste in Entwicklung zu haben und damit neue Einnahmequellen zu schaffen. Denn bislang lebt Thunderbird fast ausschließlich von Spenden, während das Team immer größer wird und ambitionierte Pläne hat. So verändert sich nicht nur Thunderbird für Windows, macOS und Linux mit großen Schritten, auch befindet sich Thunderbird für Android seit der Übernahme von K-9 Mail in Entwicklung, während die Entwicklung von Thunderbird für Apple iOS noch in diesem Jahr starten soll.

Es ist also gut möglich, dass wir in Zukunft entweder einen vollständig kostenpflichtigen Dienst oder auch einen Dienst mit sowohl kostenloser sowie kostenpflichtiger Option in Thunderbird sehen werden, um Dateien sicher an andere Empfänger zu übermitteln, ohne die Maximalgröße des jeweiligen Postfachs zu belasten, möglicherweise auch wieder mit der Option der Selbstlöschung. Was genau das Team vorhat, ist noch nicht angekündigt.

Der Beitrag Firefox Send kommt zurück – als Teil von Thunderbird erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

FOSS-Einsteiger werden oft zu "Distrohoppern". Hat das eigentlich nur Vorteile?

Als ich mich zuerst mit GNU/Linux beschäftigt habe, fiel die Wahl meiner ersten Distribution auf Linux Mint. Ich hatte damit einen wirklich tollen Einstieg in die Welt des freien Betriebssystems – und auch in die FOSS-Gemeinschaft. Mir hat das Konzept dahinter sogar so gut gefallen, dass ich mich immer mehr mit den verschiedenen Aspekten der Software und der zugehörigen Community befasst habe. Ich habe versucht, mir möglichst viel Wissen dazu anzulesen, weil mich die Ideen hinter freier Software begeistert haben. Irgendwann bin ich dann auf die vielen weiteren Distributionen neben Linux Mint gestoßen, und es war um mich geschehen.

Mit der Zeit habe ich immer mehr Distros ausprobiert: Von Debian bis Slackware, von Manjaro und openSUSE bis zu Fedora, selbst Arch habe ich mir irgendwann angeschaut, um hier mal ein paar Beispiele zu nennen. Über die Monate und Jahre hinweg, in denen ich bisher Linux-Betriebssysteme verwendet habe, hatte ich Gelegenheit, so einige Projekte kennenzulernen. Und diese Gelegenheit habe ich auch genutzt. Mit dieser Verhaltensweise bin ich sicherlich nicht der einzige in der Community: Gerade Einsteiger werden oft zu „Distrohoppern“, die ihr Betriebssystem ständig wechseln. Zumindest kann dieser Eindruck aufkommen, wenn man sich die Diskussionen in den einschlägen Linux-Foren, zum Beispiel in den GNU/Linux.ch-Matrix-Kanälen anschaut.

Bei mir war das im Grunde nicht anders, das habe ich ja bereits beschrieben: Mein Interesse an freier Software hat mich dazu veranlasst, immer mehr davon zu testen. Dadurch konnte ich einiges hinzulernen, und die Stärken und Schwächen verschiedener Projekte herausfinden. Ich habe feststellen können, welche Software mir besonders gut gefällt, und welche eher nichts für mich ist. Eigentlich klingt das doch ziemlich positiv, oder? Denn nur wer sich wirklich mit einem Projekt, einer Anwendung oder eben einer Distribution auseinandersetzt, kann auch tatsächlich darüber urteilen. Vielleicht lassen sich so sogar Vorurteile ausschließen, was die Diskussionskultur in der FOSS-Gemeinschaft wiederum verbessern könnte. Aber ist das Distrohopping als ständiger Distributionswechsel wirklich so positiv?

Ja, ich sehe durchaus positive Seiten. Wenn man so über das Thema nachdenkt, kommen einem diese vermutlich auch am ehesten in den Sinn. Freie Software ist für viele ein Hobby, in das sie sich wunderbar vertiefen können. Das möchte ich auch niemandem absprechen – aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass es nicht wirklich sinnvoll ist, das Distrohopping so einseitig zu betrachten.

Für mich spielt hier zunächst ein ganz grundlegender Faktor eine Rolle: Distrohopping kostet Zeit. In einer euphorischen Begeisterung über die Ideen freier Software fällt das vielleicht gar nicht so sehr auf. Doch genau hier liegt die Krux, ein Problem, dass sich für mich schleichend immer größer angefühlt hat. Es lohnt sich, das Ganze einfach mal durchzurechnen: Mal angenommen, ein Installationsabbild für eine Distribution ist zwei Gigabyte groß. Je nach Downloadgeschwindigkeit kann es mit einer Wlan-Verbindung durchaus eine Viertelstunde dauern, bis das Installationsabbild überhaupt heruntergeladen ist. Danach muss diese ISO-Datei noch auf ein Installationsmedium, also zum Beispiel einen USB-Stick geschrieben werden – das dauert überschlagen auch eine Viertelstunde. Wenn die eigentliche Installation dann wieder eine halbe Stunde beansprucht, liegt ein Anwender bereits bei einer Stunde „investierter“ Zeit.

Aber hier hört es noch lange nicht auf: Denn wenn ein System einmal installiert ist, möchte es auch eingerichtet werden. Wieder vergeht eine Stunde, oder auch zwei. Auch Dateien und Webbrowser-Lesezeichen möchten importiert werden, das frisst auch wieder Zeit. Und was ist eigentlich, wenn auf dem neuen System auf einmal unerwartete Probleme auftreten, die gelöst werden wollen? Ich weiß nicht, ob ich meine Schätzungen hier zu hoch ansetze – aber im Grunde können Anwender bei einem Distributionswechsel mit mindestens zwei, vielleicht sogar drei oder mehr Stunden Arbeit rechnen. Wenn nun ein Distrohopper monatlich, vielleicht sogar alle zwei Wochen oder noch regelmäßiger das eigene System austauscht, kommen da wohl einige Augenblicke zusammen.

Natürlich macht man das als Linux-Anwender gerne, natürlich lernt man die neue Distribution dadurch besser kennen und sammelt Erfahrungen zu freier Software im Allgemeinen. Aber eine Frage muss doch erlaubt sein: Lohnt sich das wirklich? Ich kann hier nicht für alle sprechen, nur für mich selbst. Und für mich selbst muss ich leider feststellen, dass sich meine Eskapaden durch den den Linux-Dschungel nicht immer gelohnt haben, und das ich mir manchmal zu große Hoffnungen von einer Distribution gemacht habe.

Wenn auf dem eigenen Rechner eine Distribution die nächste überschreibt, oder die fünfte virtuelle Maschine der Woche angelegt wird, frage ich mich schon, ob das Distrohopping hier so wirklich positive Auswirkungen hat. Klar, man lernt dazu – aber muss man dazu wirklich immer ein neues Betriebssystem installieren? Im Grunde lässt sich mit den meisten Distributionen ohnehin ein Großteil jeglicher Arbeit erledigen, die man je von einem System abverlangen könnte. Trotzdem habe zumindest ich viele Distros ausprobiert. Manchmal habe ich mich sogar dabei erwischt, bei Distributionen explizit nach Gründen zu suchen, etwas anderes auszuprobieren. So kann Distrohopping doch auch keinen Spaß mehr machen, oder?

Im Grunde läuft die Diskussion, die ich hier anstoßen möchte, auf eine Frage hinaus: Wann wollen wir uns mit einer Distribution zufrieden geben? Denn es sind immer unsere eigenen Ansprüche, die hier im Vordergrund stehen, und erfüllt werden wollen. Ich würde aus heutiger Sicht nicht sagen, dass ich meine Distrohopping-Abenteuer bereue – aber manche waren vielleicht doch zu viel des Guten. Ja, ich weiß heute, welche Distributionen ich mehr oder weniger gern mag. Aber hätte ich das nicht auch anders herausfinden können?

Die meisten grafischen Oberflächen können unter den meisten bekannten Distributionen problemlos nachinstalliert und individuell konfiguriert werden. Trotzdem haben Distros, die diese Aufgaben übernehmen, einen Reiz. Kleine Distro-spezifische Hilfsprogramme klingen toll, wenn man in einem Artikel darüber ließt. Aber im Alltag braucht man sie vielleicht doch nur einmal im Monat. Jede Distribution findet mindestens eine Anhängerin, nämlich diejenige, die sie erstellt. Aber ob sie auch für die große Masse der Linux-Anwender eine Installation wert ist, bleibt eine ganz andere Frage. Und bei manchen Distributionen würde ich diese heute wohl ein bisschen anders beantworten, als noch vor ein paar Wochen oder Monaten.

Momentan läuft bei mir ein Debian GNU/Linux-System auf dem Hauptrechner – und ich bin sehr zufrieden damit. Ich habe mir diese Installation genau so konfiguriert, wie ich sie gerne hätte, und habe eigentlich keinen Grund, noch über andere Distributionen nachzudenken. Trotzdem weiß ich, dass mich die neue Ubuntu-Version interessieren wird, und dass ich beim nächsten Fedora-Release die Augen offen halten werde. Ob ich das wirklich sollte, oder müsste – da bin ich mir selbst nicht ganz so sicher.

Distrohopping kann Spaß machen, es kann ein interessanter Zeitvertreib sein. Freie Software ist ein Hobby, und es ist auch mein Hobby. Aber ständig das eigene System zu tauschen, keiner Distribution treu zu bleiben – das kann auch auf die Nerven gehen. Zumindest ging es mir so. Momentan habe ich eher Lust, mich tiefgehender mit einer Distribution zu befassen. Meine Wahl fällt dabei auf Debian – wenn das bei euch anders ist, ist das auch vollkommen in Ordnung. Den schleichenden Verdacht, mit dem Distrohopping eigentlich stets an der Oberfläche der Software zu kratzen, mit der man sich eigentlich auskennen möchte, den konnte ich mit der Zeit einfach nicht mehr ausblenden. Und das wollte ich irgendwann auch nicht mehr. Wie seht ihr das?

Bildnachweis: Christopher Michel, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons


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13. September 2023

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 115.2.2 ein Sicherheits-Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 115.2.2

Mit dem Update auf Thunderbird 115.2.2 hat die MZLA Technologies Corporation ein Sicherheits-Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Dieses behebt eine schwerwiegende Sicherheitslücke im Code für das Dekodieren von WebP-Bildern, welche bereits aktiv ausgenutzt wird. Es handelt sich dabei um die gleiche Sicherheitslücke, welche unter anderem auch in Firefox 117.0.1 und dem gestern veröffentlichten Update von Google Chrome behoben worden ist.

Der Beitrag Sicherheits-Update Thunderbird 115.2.2 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

12. September 2023

Mozilla hat Firefox 117.0.1 veröffentlicht. Neben anderen Korrekturen behebt Firefox 117.0.1 auch eine schwerwiegende Sicherheitslücke, welche bereits aktiv ausgenutzt wird.

Download Mozilla Firefox 117.0.1

Mit dem Update auf Firefox 117.0.1 behebt Mozilla eine Sicherheitslücke im Code für das Dekodieren von WebP-Bildern, welche bereits aktiv ausgenutzt wird. Es handelt sich dabei um die gleiche Sicherheitslücke, von welcher auch Google Chrome betroffen war, für den heute ebenfalls ein Update veröffentlicht worden ist. Auch andere auf Chromium basierende Browser dürften betroffen sein und entweder ein Update erhalten haben oder zeitnah erhalten. Sowohl der Zeitpunkt als auch die Beschreibung der Schwachstelle sowie Apple und Citizen Lab als erwähnte Reporter der Schwachstelle legen einen Zusammenhang zum sogenannten Blastpass-Exploit nahe: Apple veröffentlichte vor wenigen Tagen Sicherheits-Updates für macOS, iOS und iPadOS. Die damit behobene Schwachstelle wurde ausgenutzt, um über ein manipuliertes Bild die sogenannte Pegasus-Spyware einzuschleusen, ohne dass dazu eine weitere Interaktion durch den Angreifer notwendig gewesen ist.

Eine Änderung in Firefox 117.0 verursachte, dass Erweiterungen, welche länger andauernde Aufgaben im Hintergrund ausführten, nach 30 Sekunden stoppten. Dieses Problem wurde behoben. Auch meine Erweiterung Bookmarks Organizer wurde betroffen. Hierfür veröffentlichte ich allerdings bereits vor ein paar Tagen ein Update, welches das Problem umging. Aber auch andere Erweiterungen können potenziell betroffen gewesen sein.

Ein Fehler wurde behoben, der verursachte, dass Links, welche in einer anderen Anwendung angeklickt worden sind, einen bis dahin geschlossenen Firefox auf macOS nicht öffnen ließen.

Die Option, alle kürzlich geschlossenen Tabs mit einem Mal zu öffnen, hatte nicht mehr alle Tabs geöffnet.

Das Problem wurde behoben, dass das Lesezeichen-Menü manchmal teilweise sichtbar geblieben war, nachdem Firefox minimiert wurde.

Ein Problem mit dem Inspektor-Entwicklerwerkzeug beim Untersuchen von SVG-Elementen wurde behoben sowie ein Fehler in Zusammenhang mit Sourcemaps im Debugger.

Außerdem wurden drei Webkompatibilitätsprobleme behoben. Zum einen konnte URL.protocol seit Firefox 117.0 nicht mehr geändert werden. Diese war eine beabsichtigte Änderung gemäß Spezifikation, welche mit Firefox 117.0.1 temporär zurückgenommen worden ist. Sobald Google die gleiche Änderung in Chrome ausgeliefert hat (was nach aktuellem Plan am 10. Oktober sein wird) wird Firefox die Änderung final umsetzen. Des Weiteren wurden auf manchen Websites falsche Zeitzonen erkannt und Websites, welche WebAssembly-Ausnahmebehandlungen und Audio-Worklets verwenden, funktionierten nicht mehr.

Schließlich wurde noch in den Firefox-Einstellungen eine zu groß angezeigte Grafik verkleinert.

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Weitere Vim Artikel hier im Blog.

Vim Modi

Erklärung

Vim ist ein modaler Editor. Dies bedeutet, dass man in unterschiedlichen Modi arbeitet, was Einsteigern oft Probleme bereitet, andererseits aber eine sehr große Zahl von Tastenkürzeln erlaubt, da sich diese an einzelne Modi binden und daher auch mehrfach belegen lassen.
Es gibt sechs Grundmodi. Zusätzlich gibt es noch fünf weitere Grundvarianten der Grundmodi.

Normalmodus ESC

Vim startet im Normalmodus, oft auch als Kommando- oder Befehlsmodus bezeichnet. Hier kann man über Tastenkürzel zum Beispiel Zeilen kopieren und verschieben oder Text formatieren. Dies ist der zentrale Modus, von dem in alle anderen Modi gewechselt wird. Durch das zweifache Drücken der Esc-Taste gelangt man immer in den Normalmodus zurück.

Der Punkt . wiederholt immer den letzten eingegebenen Befehl.

Einfügemodus / Insert

Im Einfügemodus verändern Tastatureingaben den editierten Text, so wie man es von anderen Editoren kennt. Man erreicht diesen Modus vom Normalmodus aus zum Beispiel über i (für engl. insert = einfügen).

Kommandomodus / Command

Vom Normalmodus ausgehend! Dieser Modus wird durch den einleitenden Doppelpunkt : erreicht. Hinter dem Doppelpunkt können dann komplexe Kommandos wie beispielsweise zum Suchen und Ersetzen eingegeben werden. Nach dem abschließenden Enter „Eingabetaste“ wird der Befehl ausgeführt und man befindet sich wieder im Normalmodus. Zu diesem Modus zählen des Weiteren die Kommandos / (Textmuster vorwärts suchen), ? (Textmuster rückwärts suchen) und das Filter-Kommando !, mit dem die UNIX-Kommandos „UNIX-Kommandos“ (zum Beispiel sort) aufgerufen und auf den Text angewandt werden können.

Vim Normalmodus ESC ESC

Vim beenden & speichern (Kommandomodus)

  • :q beenden (quit)
  • :q! , :cq, SHIFT + ZQ beenden ohne zu speichern trotz Änderungen (cancel)
  • :wq , SHIFT + zz speichern (write) und beenden
  • :w aktueller Inhalt in Datei speichern
  • :w FILE.TXT speichert den Inhalt des Editors in die Datei FILE.TXT
  • :w !sudo tee FILE.TXT speichert die Datei mit dem vorangehenden sudo Aufruf

Multiplikator

:help motion-count-multiplied

Zu einem Befehl kann noch eine Zahl eingegeben werden, dann wird der Befehl entsprechend oft wiederholt.
Beispiele

  1. Wurde eine Zeile mit yy (yank) in den Zwischenspeicher kopiert, dann wird sie mit 5p 5x darunter eingefügt.
  2. Sollen die nächsten 7 Zeichen rechts gelöscht werden : 7x
  3. Sollen ab der aktuellen Position die nächsten 3 Wörter gelöscht werden: 3dw
  4. Soll ab der aktuellen Position mitten in einem Wort, insgesamt 3 Wörter gelöscht werden: 3diw (3x Delete Include Word)
  5. Soll ab der aktuellen Position mitten in einem Wort, insgesamt 3 Wörter gelöscht werden und gleich in den Eingabemodus gewechselt werden: 3ciw (3x Change Include Word)
  6. Die nächsten 10 Zeilen löschen: 10dd

Navigieren / Motion

:help motion
:help scroll-cursor
  • Pfeiltasten , hjkl links, runter, hoch, rechts . Die Pfeiltasten hjkl sind sehr wichtig bei der Nutzung von Multiplikatoren.
  • Bild hoch , Bild runter Eine Seite hoch / runter
  • Pos1 , 0 an den Zeilenanfang springen
  • ^ springt an den Zeilenanfang auf das erste Zeichen, das kein Leerzeichen oder Tab ist
  • Ende , $ an das Zeilenende springen
  • w ein Wort nach rechts springen (Wortanfang)
  • e an das Ende eines Wortes, auf den letzten Buchstaben springen (Wortende)
  • b ein Wort nach links springen (Wortanfang)
  • ) einen Satz vorwärts springen
  • ( einen Satz rückwärts springen
  • SHIFT + h zur ersten Zeile des aktuellen Fensters springen
  • SHIFT + m in die Mitte des aktuellen Fensters springen
  • SHIFT + l in die letzte Zeile des aktuellen Fensters springen
  • STRG + d einen halben Bildschirm runter blättern (down)
  • STRG + u einen halben Bildschirm hoch blättern (up)
  • gg an den Datei Anfang springen
  • SHIFT + g an das Datei Ende springen
  • : + ZAHL springt in die Zeile ZAHL
  • f + ZEICHEN springt zum nächsten Vorkommen des Zeichens
  • SHIFT+ f + ZEICHEN springt zum vorherigen Vorkommen des Zeichens
  • z + ENTER oder zt aktuelle Zeile in die erste Zeile des Displays scrollen (top)
  • zz oder z. aktuelle Zeile in die Mitte des Bildschirms scrollen
  • z- oder zb aktuelle Zeile an den unteren Rand scrollen (bottom)

Marks (Bookmarks)

:help bookmark

Bookmarks sind einzelne Zeichen von a-z und A-Z die im Text gesetzt werden können, um schnell hin und her zu springen.

  • m + ZEICHEN einen Marker setzen. z.B. mb setzt den Marker b
  • ' + ZEICHEN zu einem Marker springen . z.B. 'b springt zum Marker b
    • Das ' ist das Zeichen auf einer deutschen Tastatur auf dem #

Undo & Redo

:help undo
  • u Undo (Rückgängig machen)
  • SHIFT + u Undo alle Änderungen, die zuletzt in der aktuellen Zeile gemacht wurden
  • STRG + R Redo
  • :undolist zeigt den Verlauf der letzten Änderungen, die rückgängig gemacht werden können. Dabei zeigt die Nummer den Index der Veränderung, die direkt ausgewählt werden kann. Changes zeigt an, wieviele Veränderungen gemacht wurden und die Uhrzeit, wann die Veränderungen gemacht wurden.
  • NUMMER + STRG + r macht die Veränderung mit der Index NUMMER wieder rückgängig
  • Plugins wie undotree oder mundo machen das Undo & Redo sehr übersichtlich und einfacher

Copy & Paste

  • y Kopieren (yank)
  • yy Ganze Zeile kopieren
  • p vor dem aktuellen Cursor einfügen, oder Zeile
  • Shift + p nach dem aktuellen Cursor einfügen, oder Zeile
  • Zwischenablage / Clipboard (FAQ System Clipboard !)
  • "*y , "+y in den System Zwischenspeicher kopieren
  • "*p , "+p aus den System Zwischenspeicher einfügen. Analog "* oder "+ + SHIFT + p
  • Register / Vim interne Zwischenablage
    • Vim unterstützt von a-z 48 verschiedene Register (Zwischenablagen). So können unterschiedliche Dinge in verschiedene Register kopiert und an anderer Stelle in gleicher oder neuer Reihenfolge eingefügt werden.
    • Das Register wird mit " eingeleitet und der folgende Buchstabe a-z definiert in welchem Register der Inhalt gespeichert werden soll
  • "gyy kopiert die aktuelle Zeile ins Register g
  • "gp fügt den Inhalt aus dem Register ab dem aktuellen Cursor ein

Register / Zwischenspeicher 48 :registers

:help registers

  • Auszüge aus dem Hilfedokument
  • :registers zeigt alle Register an. :registers ZEICHEN zeigt das Register ZEICHEN an
  • STRG + r + REGISTER fügt im Insertmodus den Inhalt von REGISTER direkt ein.
  • "" (unnamed) Standardregister in das alles rein kopiert wird, was mit dcsx gelöscht oder mit y kopiert wurde
  • "a-z (named) mit einem großen A-Z wird das Kopierte an das a-z Register angehängt. Zusammen mit einem > wird vor dem Anhängen ein Zeilenumbruch eingefügt.
  • "0-9 (numbered) In Register 0 wird immer der zuletzt kopierte (yank) Inhalt. In Register 1 steht immer der zuletzt gelöschte Inhalt dc
  • "- Im Small Delete Register steht immer der zuletzt gelöschte Inhalt, wenn es weniger als eine Zeile war
  • Read-Only
    • ". enthält immer den zuletzt eingefügten Text
    • "% enthält den Dateinamen
    • ": enthält den zuletzt eingegeben Befehl
  • "* , "+ , "~ Zwischenspeicher / Clipboard . "~ ist der Inhalt des letzten Drag’n’Drop auf das Vim Fenster
  • "_ (black hole) bei einem Löschvorgang wird nichts in Register gespeichert
  • "/ (last search) enthält den Text der letzten Suche

Makros / Recording q

:help recording
  • MAKRO AUFZEICHNEN
    • q + a-z mit q wird das Recording gestartet und das nächste Zeichen z.b. a ist der Name des Makros. Also qa startet die Aufnahmen von Makro a
    • Mit dem erneuten Drücken der Taste q wird die Aufzeichnung des Makros beendet
  • MAKRO ABSPIELEN / AUFRUFEN
    • @q + a-z mit z.B. @qa wird das Makro a abgespielt bzw ausgeführt
    • Mit @@ wird das Makro wiederholt
    • mit 10@qa wird das Makro 10x hintereinander ausgeführt
  • MAKROS EDITIEREN
    • Makros werden als normaler Text in Registern gespeichert
    • Das REGISTER am besten in eine leere Zeile einfügen, weil nach dem Editieren einfach direkt die gesamte Zeile wieder im Register gespeichert werden kann " + REGISTERNUMMER + p z.B. "4p
    • Die Zeile editieren und (die gesamte Zeile) wieder zurück in das Register schreiben " + 4 + yy
    • Zur Kontrolle kann :registers oder :registers 4 eingegeben werden
    • Ein Makro kann einfach gelöscht werden, indem nichts aufgezeichnet wird. Z.b. Makro a = q4q
  • STEUERUNGZEICHEN EINGEBEN
    • Im Eingabemodus STRG + v + TASTE z.B. Enter/Return, ESC, F2, Backspace ….
  • REKURSIVE MAKROS
    • Im Makro selbst das Makro aufrufen
    • Läuft solange, bis es auf einen Fehler aufläuft

Autovervollständigung :abbr

  • :abbr + abkrz + AUSGESCHRIEBENER BEGRIFF wenn im Einfügemodus der Begriff abkrz und Leertaste (oder Enter, dann mit Zeilenumbruch) eingegeben wird, erscheint der AUSGESCHRIEBENER BEGRIFF
  • Beispiel: :abbr zb Zum Beispiel

Groß-/Kleinschreibung

  • ZEICHEN
    • ~ ändert das aktuelle Zeichen auf Groß oder Klein
  • WORT
    • g~w Invertiert die Groß-/Kleinschreibung des aktuellen Wortes
    • guw Ändert von der aktuellen Position bis zum Ende des Worts von Groß- auf Kleinschreibung
    • guaw Ändert das gesamte Wort auf Kleinschreibung. Egal auf welcher Position der Cursor ist
    • gUw Ändert von der aktuellen Position bis zum Ende des Worts von Klein- auf Großschreibung
    • gUaw Ändert das gesamte Wort auf Großschreibung. Egal auf welcher Position der Cursor ist
  • ZEILE
    • guu Ändert die aktuelle Zeile von Groß- auf Kleinschreibung
    • gUU Ändert die aktuelle Zeile von Klein- auf Großschreibung
    • g~~ Invertiert die Groß-/Kleinschreibung der gesamten Zeile
    • gU5jÄndert die darunter liegenden Zeilen zu Großschreibung
    • gu3k Ändert die darüber liegenden Zeilen zu Großschreibung
  • SATZ
    • gU)Ändert alles zu Großschreibung bis zum Ende des Satzes
  • ABSATZ
    • gu} Ändert alles bis zum Ende des Absatzes zu Kleinschreibung
  • DOKUMENT
    • guG Ändert alles zu Kleinschreibung bis zum Ende des Dokumentes

Auswählen/Markieren

  • v Zeichenweise
  • SHIFT + v + Pfeiltasten Zeilenweise
  • STRG + v + Pfeiltasten Vertikal
  • Beispiele: 10v markiert 10 Zeichen, 3wv markiert 3 Wörter, )vy markiert bis zum Ende des Satzes und kopiert ihn in den Zwischenspeicher/Register.

Löschen & entfernen

  • x Zeichen unter dem Cursor löschen
  • SHIFT + x Zeichen links vom Cursor löschen
  • DELETE & CHANGE
    • Gelöscht werden kann mit d (delete) oder c (change). Bei d bleibt Vim im Normalmodus und bei c wird nach dem Löschen in den Eingabemodus gewechselt und es kann direkt mit der Eingabe begonnen werden.
  • dd löscht die komplette Zeile
  • dw , cw löscht das Wort rechts
  • dip , cip Lösche nur den Absatz
  • dap , cap Lösche den Absatz und die nachfolgenden Leerzeilen

Suchen

  • /Suchbegriff<ENTER> vorwärts suchen. Vim zeigt den ersten Fundort an. Soll der nächste Fundort angesprungen werden muss die Taste n (Next) oder * gedrückt werden mit Shift + n oder # wird die Suche rückwärts ausgeführt.
  • ?Suchbegriff<ENTER> rückwärts suchen

Vim Command Modus

Datei laden

  • :e Öffnet den Dateibrowser. Bei Auswahl mit der Entertaste wird die Datei in das aktuelle Fenster geladen.
  • :e FILE.TXT öffnet direkt die Datei in das aktuelle Fenster
  • :Sex Teilt das Fenster horizontal in ein weiteres Fenster mit einem Dateibrowser
  • :Vex Teilt das Fenster vertikal in ein weiteres Fenster mit einem Dateibrowser

Fenstermanagement

  • :tabnew Neues Fenster in neuem Tab
    • :tabprev , gt gehe zum nächsten Tab
    • :tabnext , gT gehe zum vorherigen Tab
      • Bessere Lesbarkeit der Tabs
      • :hi tablinesel ctermbg=darkblue ctermfg=white
      • :hi tabline ctermbg=black ctermfg=green
    • Hilfe :help tabpage
  • :new Neues Fenster horizontal
  • :split Aktuelles Fenster horizontal teilen
  • :vsplit Aktuelles Fenster vertikal teilen
  • STRG + ww wechselt zum nächsten Fenster und rotiert bei Wiederholung durch alle Fenster
  • STRG + w<N> mit <N> sind die Pfeiltasten gemeint, oder auch hjkl mit denen direkt in das entsprechende Fenster gewechselt werden kann.
    Zum Beispiel
    • STRG + wl wechselt in das linke Fenster
    • STRG + wj in das untere Fenster
    • STRG + w<Pfeiltaste links> in das linke Fenster.
    • :ls die offenen Buffer (Fenster/Tabs) anzeigen lassen

Session Management

  • vim -S startet Vim wieder mit der zuletzt gespeicherten Session (aus der Session.vim Datei)
  • :mks! speichert die aktuelle Session in der Session.vim Datei

FAQ

  1. Paste Modes (Einfüge Modi)
    :set paste deaktiviert einige Automatismen, so dass eingefügte Daten z.B. ihre Struktur erhalten und nicht umformatiert werden. :set nopaste deaktiviert dieses Verhalten wieder.
    Hilfen :help paste , :help pastetoggle
  2. System Clipboard (Zwischenablage) Copy&Paste – Interaktion
    Damit "* und "+ funktioniert, muss ein Vim Paket mit grafischer Unterstützung installiert sein, in das die Option +clipboard mit eincompiliert wurde.
    Unter Linux mit einem X11 System repräsentiert "* die Option, womit der Inhalt mit der mittleren Maustaste an die aktuelle Stelle eingefügt werden kann.
    Um zu prüfen, ob die aktuelle Vim Installation den Austausch mit dem System Clipboard unterstützt: Im Normalmodus :echo has('clipboard') und ENTER eingeben. Wenn als Ergebnis eine 0 heraus kommt, wird es nicht unterstützt.
    Durch die Installation des Paketes vim-gtk3 (Ubuntu) wird Copy&Paste unterstützt.
    Hilfen :help clipboard , :help registers , :help cb (Current Buffer)

Weitere Vim Artikel hier im Blog.

Quellen

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Vim
  2. https://wiki.ubuntuusers.de/VIM/
  3. Einführung zu Vim – Tutorials Deutsch https://www.youtube.com/playlist?list=PLZ0CUq-i3Io9dAIKsHNwNAnTeKXamcQ5N
  4. Vim Tricks Live Coding auf Deutsch mit Daniel Siepmann https://youtu.be/P5tAKRVYj4E
  5. Register und Makros in Vim (clt23) Info Seite / Video

The post Vim-Cheat Sheet first appeared on Dem hoergen Blog.

11. September 2023

Mozilla hat die Release-Termine des kommenden Jahres für Firefox gegeben. Dieser Artikel fasst alle Termine für Firefox und Firefox ESR im Jahr 2024 übersichtlich zusammen.

Neue Major-Releases von Firefox erscheinen in der Regel alle vier Wochen. Auf diese Weise erreichen Neuerungen schneller den Endnutzer, der nicht viele Monate auf bereits implementierte Funktionen warten muss.

Mittlerweile hat Mozilla die Veröffentlichungstermine von Firefox für das Jahr 2024 offiziell bekannt gegeben.

Das sind die Firefox Release-Termine 2024

Firefox 122, Firefox ESR 115.7
23. Januar 2024 (5 Wochen nach Firefox 121)

Firefox 123, Firefox ESR 115.8
20. Februar 2024 (4 Wochen nach Firefox 122)

Firefox 124, Firefox ESR 115.9
19. März 2024 (4 Wochen nach Firefox 123)

Firefox 125, Firefox ESR 115.10
16. April 2024 (4 Wochen nach Firefox 124)

Firefox 126, Firefox ESR 115.11
14. Mai 2024 (4 Wochen nach Firefox 125)

Firefox 127, Firefox ESR 115.12
11. Juni 2024 (4 Wochen nach Firefox 126)

Firefox 128, Firefox ESR 128.0, Firefox ESR 115.13
09. Juli 2024 (4 Wochen nach Firefox 127)

Firefox 129, Firefox ESR 128.1, Firefox ESR 115.14
06. August 2024 (4 Wochen nach Firefox 128)

Firefox 130, Firefox ESR 128.2, Firefox ESR 115.15
03. September 2024 (4 Wochen nach Firefox 129)

Firefox 131, Firefox ESR 128.3
01. Oktober 2024 (4 Wochen nach Firefox 130)

Firefox 132, Firefox ESR 128.4
29. Oktober 2024 (4 Wochen nach Firefox 131)

Firefox 133, Firefox ESR 128.5
26. November 2024 (4 Wochen nach Firefox 132)

Firefox 134, Firefox ESR 128.6
07. Januar 2025 (6 Wochen nach Firefox 133)

Firefox 135, Firefox ESR 128.7
04. Februar 2025 (4 Wochen nach Firefox 134)

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Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 115.2.1 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 115.2.1

Mit dem Update auf Thunderbird 115.2.1 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen.

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Im siebten Teil meiner losen Reihe über die RHEL System Roles stelle ich die Rolle rhc vor, mit welcher sich RHEL-Systeme (Version >= 8.6) in der Hybrid Cloud Console, Insights und dem RHSM registrieren lassen.

Das Tool rhc selbst habe ich bereits im Artikel Red Hat Remote Host Configuration ausführlich vorgestellt.

Anwendungsfall

Möchte man ein oder mehrere RHEL-Systeme in der Hybrid Cloud Console registrieren, kann man dazu die RHEL System Role rhc verwenden.

Die Rolle

Durch die Installation des Pakets rhel-system-roles existiert die Rolle rhc bereits auf meinem System und muss nur noch konfiguriert werden. Die Rolle selbst findet man im Pfad /usr/share/ansible/roles/rhel-system-roles.rhc/ und die Dokumentation in /usr/share/doc/rhel-system-roles/rhc/README.md.

Das Playbook

- name: Register systems
  hosts: all
  vars:
    rhc_auth:
      activation_keys:
        keys: ["key-1", ...]
    rhc_organization: "your-organization"
  roles:
    - rhel-system-roles.rhc
  • key-1 ist durch den eigenen Activation Key zu ersetzen
  • your-organization ist durch die eigene Org-ID zu ersetzen
  • Mit diesem Playbook werden die Hosts im RHSM und der Hybrid Cloud Console registriert
  • Die Systeme werden bei Insights registriert und laden regelmäßig aktuelle Daten hoch
  • Die Systeme werden für die Ausführung von Remediation Playbooks konfiguriert

Fazit

Mit dieser System Role ist es einfach möglich, eine große Anzahl Systeme in die Hybrid Cloud Console aufzunehmen. Dabei lässt sich konfigurieren, ob Funktionen wie Insights und Remediation Playbooks genutzt werden können.

Eine weitere tolle Rolle aus dem Paket rhel-system-roles, die sich einfach zur Anwendung bringen lässt.

Weiterführende Quellen und Links

  1. Red Hat Enterprise Linux (RHEL) System Roles {en}
  2. Ansible Documentation: Role Directory Structure {en}
  3. Red Hat Software and Download Center {en}
  4. Die Vorteile einer Red Hat Subskription
  5. RHEL System Roles: selinux
  6. RHEL System Roles: timesync
  7. RHEL System Roles: sshd
  8. RHEL System Roles: firewall
  9. RHEL System Roles: storage

9. September 2023

Eine für mich sehr gut funktionierende tmux.conf entweder systemweit in /etc/ oder nur für einen Benutzer in der ~/.tmux.conf ist die folgende Konfiguration. Für mich waren hier die Statuszeile und die Einbindung des Maus Scrollrades zum Scrollen wichtig.

######################
### DESIGN CHANGES ###
######################

# loud or quiet?
set -g visual-activity off
set -g visual-bell off
set -g visual-silence off
setw -g monitor-activity off
set -g bell-action none

set -g mouse on

# modes
setw -g clock-mode-colour colour25
setw -g mode-style "fg=colour255 bg=colour25 bold"

# panes
set -g pane-border-style "fg=colour19 bg=colour0"
set -g pane-active-border-style "bg=colour0 fg=colour9"

# statusbar
set -g status-position bottom
set -g status-justify left
set -g status-style "bg=colour25 fg=colour255"
set -g status-left "#[bg=colour25,fg=colour255]"
set -g status-right "#[fg=colour255,bg=colour25] %d/%m/%Y #[fg=colour255,bg=colour25] %H:%M "
set -g status-right-length 50
set -g status-left-length 20

setw -g window-status-current-style "fg=colour15 bg=colour31 bold"
setw -g window-status-current-format "#I#[fg=colour249]:#[fg=colour255]#W#[fg=colour249]#F"

setw -g window-status-style "fg=colour0 bg=colour25 bold"
setw -g window-status-format "#I#[fg=colour237]:#[fg=colour250]#W#[fg=colour244]#F"

setw -g window-status-bell-style "fg=colour255 bg=colour1 bold"

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8. September 2023

Was ist Latenz?

  1. Die Latenz (Verzögerung/Puffer) ist wichtig im Zusammenspiel zwischen dem Computer und dem Audiointerface (Audio und Midi).
  2. Je niedriger die Latenz, desto höher wird die CPU belastet, weil sie in sehr kurzen Abständen die Datenpakete verarbeiten muss. Je größer die Latenz, desto mehr Zeit darf vergehen, bis sich die CPU wieder um die Datenpakete kümmern muss.
  3. Wenn ausschließlich nur im Computer produziert wird, kann die Latenz ohne Probleme hoch sein.
  4. Ein guter Startwert ist schon mal 1024 Samples (21.3ms) – bei 48kHz.
  5. Erst wenn hier störende Verzögerungen bemerkbar sind, z.B. beim Spielen auf einem Controller oder Synthesizer und der Umsetzung auf den Computer, macht es Sinn diesen Wert zu verkleinern. Zum Beispiel wenn der Tastendruck und das Ertönen eines Sounds spürbar verzögert sind.

Eventuell interessiert dich noch der Artikel zum Thema Pipewire Realtime Konfiguration „Pipewire modul-rt Konfiguration“ , um deine Audio/Videoanwendungen noch performanter zu machen

Pipewire Metadaten lesen mit pw-metadata

Der Befehl lautet pw-metadata und kann folgendermaßen benutzt werden

pw-metadata [options] [ id [ key [ value [ type ] ] ] ]
  -h, --help     Show this help
      --version  Show version
  -r, --remote   Remote daemon name
  -l, --list     List available metadata
  -m, --monitor  Monitor metadata
  -d, --delete   Delete metadata
  -n, --name     Metadata name (default: "default")

Die ID mit pw-metadata rausfinden

pw-metadataohne weitere Angaben ergibt so eine Ausgabe, die je nach Hardware natürlich unterschiedlich ist. Die ID steht hier immer weit links id:0

odo@computer~$ pw-metadata

update: id:0 key:'default.configured.audio.sink' value:'{"name":"alsa_output.usb-SOOPERAUDIOCARD_192k-00.pro-output-0"}' type:'Spa:String:JSON'
update: id:0 key:'default.configured.audio.source' value:'{"name":"alsa_input.usb-SOOPERAUDIOCARD_192k-00.pro-input-0"}' type:'Spa:String:JSON'
update: id:0 key:'default.audio.sink' value:'{"name":"alsa_output.usb-SOOPERAUDIOCARD_192k-00.pro-output-0"}' type:'Spa:String:JSON'
update: id:0 key:'default.audio.source' value:'{"name":"alsa_input.usb-SOOPERAUDIOCARD_192k-00.pro-input-0"}' type:'Spa:String:JSON'
update: id:0 key:'default.video.source' value:'{"name":"v4l2_input.pci-0000_00_14.0-usb-0_7_1.0"}' type:'Spa:String:JSON'

Alle verfügbaren Metadaten mit pw-metadata -l anzeigen lassen

odo@computer~$ pw-metadata -l

Found "settings" metadata 32
Found "default" metadata 40
Found "route-settings" metadata 41

Alle verfügbaren settings mit pw-metadata -n settings anzeigen lassen

odo@computer~$ pw-metada -n settings

Found "settings" metadata 32  
update: id:0 key:'log.level' value:'2' type:''  
update: id:0 key:'clock.rate' value:'48000' type:''  
update: id:0 key:'clock.allowed-rates' value:'[ 48000 ]' type:''  
update: id:0 key:'clock.quantum' value:'1024' type:''  
update: id:0 key:'clock.min-quantum' value:'32' type:''  
update: id:0 key:'clock.max-quantum' value:'2048' type:''  
update: id:32 key:'clock.force-quantum' value:'64' type:'(null)'  
update: id:64 key:'clock.force-quantum' value:'64' type:'(null)'

Settings temporär setzen mit pw-metadata -n settings id key value type

Hier werden nun Samplefrequenz auf 48kHz und die Samples auf 1024 gestellt, so dass 1024/48000 = 0,021333 als 21,3 Millisekunden Latenz raus kommen.
Soll es eine niedrigere Latenz bei einer Samplefrequenz von 48kHz sein, müssen die 1024 Samples herunter gesetzt werden. z.B. 768 (16ms) , 512 (10,6ms), 256 (5,3ms), 128 (2,6ms), 64 (1,33ms), 32 (0,68ms).

pw-metadata -n settings 0 clock.rate 48000
pw-metadata -n settings 0 clock.quantum 1024

Die Konfiguration permanent machen. Auch nach einem Reboot.

Folgende Datei im folgenden Verzeichnis erstellen ~/.config/pipewire/pipewire.conf.d/choppy-under-load.conf. Sie sollte z.B. diesen Inhalt enthalten. Wenn andere Werte ausgewählt wurden, dann natürlich die anderen Werte.

context.properties = {
   default.clock.rate = 48000
   default.clock.quantum = 1024
}
Quellen
  1. Pipewire Module-rt https://docs.pipewire.org/page_module_rt.html
  2. Pipewire Docs https://docs.pipewire.org/index.html
  3. Pipewire Configuration https://gitlab.freedesktop.org/pipewire/pipewire/-/wikis/Config-PipeWire
  4. pw-metadata https://docs.pipewire.org/page_man_pw_metadata_1.html
  5. pw-top https://docs.pipewire.org/page_man_pw_top_1.html
  6. Troubleshooting & XRuns https://gitlab.freedesktop.org/pipewire/pipewire/-/wikis/Troubleshooting#xruns
  7. Pipewire Ubuntuusers https://wiki.ubuntuusers.de/Pipewire/
  8. Pipewire Home https://pipewire.org/

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