ubuntuusers.de

2026 Woche 45

3. November 2026

Mozilla hat mit Firefox 159.0.1 ein Korrektur- und Sicherheits-Update veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Änderungen des neuesten Updates.

Download Mozilla Firefox 159.0.1

Mit dem Update auf Firefox 159.0.1 behebt Mozilla eine Sicherheitslücke.

Die Zeitzonendaten für JavaScript-APIs wurden aktualisiert, um der Entscheidung Kubas Rechnung zu tragen, die Sommerzeit am 1. November 2026 nicht zu beenden.

Eine potenzielle Absturzursache unter Windows wurde behoben, die bei installierter Sicherheitssoftware auftreten konnte und in manchen Fällen auch dazu führte, dass WebGL deaktiviert blieb.

Ein Problem unter Windows behoben, durch das beim Neustart von Firefox zur Installation eines Updates kurzzeitig ein Eingabeaufforderungsfenster angezeigt wurde.

Der Punkt, der auf einen Tab hinweist, der Aufmerksamkeit erfordert, war bei manchen Themes abhängig von der Akzentfarbe des Betriebssystems nur schwer zu erkennen.

Texte in einigen Beschreibungen der Einstellungen konnten mitten im Wort umgebrochen wurden.

Ein Problem wurde behoben, durch das die Anmeldung mittels Passkeys auf Websites fehlschlug, die Passkeys über mehrere zusammengehörige Websites hinweg verwenden, beispielsweise Facebook und Instagram.

Außerdem wurde ein Problem unter Linux behoben, durch das auf manchen Websites, die WebGL verwenden, rote und blaue Farben vertauscht dargestellt wurden. Dies betraf unter anderem Hintergrundeffekte bei Videoanrufen.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Sicherheits-Update Firefox 159.0.1 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

2. November 2026

Mit Firefox 157 hatte Mozilla unter anderem das neue „Nova“-Design an den Start gebracht. Zu den bereits angebotenen Farbvarianten kommen mit Firefox 161 auch noch „klassische“ Varianten ohne Farbverlauf in die integrierte Auswahl dazu. Darunter auch ein „OLED-Theme“.

Nova – das neue Design von Firefox 157

Mit Firefox 157 hat Mozilla eine neue Optik für seinen Browser eingeführt. Diese wurde intern unter dem Projektnamen „Nova“ entwickelt. Charakteristisch für das neue Design von Firefox sind vor allem die starken Rundungen. Auch zahlreiche Icons wurden erneuert. Wo bislang Grau oder Blau als Akzentfarbe eingesetzt worden ist, setzt Mozilla nun auf Violetttöne. Und während Flächen bislang einfarbig und graue Farben dominant waren, setzt Mozilla mit „Nova“ auf mehr Farbe und teilweise auch auf dezente Verläufe. Dabei hat der Nutzer standardmäßig die Auswahl zwischen jeweils zwölf hellen sowie dunklen Farbstimmungen.

Firefox 161 bringt „klassische” Themes

Während man sagen kann, dass das neue Design durch die Rundungen sowie Farbwahl den aktuellen Zeitgeist trifft, liegt es natürlich auf der Hand, dass es auch Nutzer gibt, welche die bisherige Optik bevorzugen. Für diese Nutzer hatte Mozilla bereits das Proton-Theme auf seiner offiziellen Erweiterungs-Plattform veröffentlicht, welches zwar nicht die Rundungen und Icons verändert, aber zumindest farblich nahe an der bisherigen Optik ist.

Mit Firefox 161 geht Mozilla einen Schritt weiter: Zur bisherigen Standard-Auswahl kommen unter der Überschrift „Klassische Themes“ weitere elf Farbvarianten hinzu, jeweils in einer hellen und dunklen Ausführung. Dabei entspricht die Variante „Grau“ dem bereits genannten Proton-Theme. Der Unterschied zu den bisherigen Farbvarianten: Die „klassischen” Themes setzen auf einfarbige Symbolleisten anstelle von Farbverläufen. Wie bei den anderen Nicht-Standard-Varianten wird außerdem nicht so stark auf Violett als Akzentfarbe gesetzt.

Themes in Firefox 161

Einige Elemente auf Inhaltsseiten wie den Firefox-Einstellungen nutzen weiterhin Violett, da diese Stellen nicht durch Firefox-Themes angesprochen werden. An prominenten Stellen wie der Adressleiste, dem Menü oder diversen Panels verschwindet mit den angebotenen Farbvarianten hingegen das Violett aus Firefox.

„OLED-Theme” für Firefox

Eines der neuen „klassischen” Themes ist ein Theme mit sogenanntem „OLED-Schwarz“. Gemeint ist damit ein Theme, welches reines Schwarz als Hintergrundfarbe verwendet.

Bei der Displaytechnik OLED leuchten die Pixel selbst. Bei reinem Schwarz bleiben die entsprechenden Pixel ausgeschaltet. Dadurch erscheinen diese Flächen vollständig schwarz und verbrauchen keine Energie für die Lichterzeugung. Dunkle Themes verwenden aus ästhetischen Gründen in der Regel kein reines Schwarz. Mit einem „OLED-Theme” lässt sich dieser Vorteil für die entsprechend eingefärbten Bereiche ausnutzen.

Über 515.000 weitere Themes

Wem das nicht reicht, der findet auf addons.mozilla.org im Übrigen eine Auswahl von mehr als 515.000 kostenlosen Themes, die größtenteils von Drittanbietern stammen.

Der Beitrag Firefox 161 erweitert Theme-Auswahl um klassische Themes und OLED-Schwarz erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Zockertown.de 2. November 2026 15:40

Wiki.js 3.0

Wiki.js 3 ist da. Und es hat sich gelohnt zu warten

Stand: 01.11.2026

Nach einer langen, sehr langen Wartezeit ist Wiki.js 3 endlich erschienen, aktuell als Version 3.0.1. Und ich muss sagen: Es hat ordentlich gerappelt. Nicht nur, dass die Version 3 überhaupt raus ist, nein, ganz viele Community-Wünsche haben den Weg ins Release gefunden. Ich habe mein Upgrade hinter mir und ziehe ein erstes Fazit.

Zwei Markdown-Editoren, und der zweite ist gut für mich

Beim Anlegen einer neuen Seite fallen sofort die Editor-Optionen auf. Oben im Menü gibt es zwei Wege, eine Seite zu schreiben:

Der erste Editor ist im Wesentlichen der alte, bewährte Markdown-Editor, den ich von Version 2.5.x her kenne und zu schätzen gelernt habe. Wer wie ich monatelang damit gearbeitet hat, fühlt sich sofort zu Hause. Kein Umlernen nötig, die Tastenkürzel sitzen noch.

Der zweite von oben, der Visual Editor, ist definitiv einen Blick wert. Wer schon immer mal überlegt hat, wikilose Kollegen oder Familienmitglieder ans Editieren zu lassen, ohne ihnen Markdown zuzumuten, bekommt hier eine plausible Antwort. Man tippt, und dahinter entsteht Markdown. Das Konzept kenne ich von anderen Werkzeugen, hier ist es sauber umgesetzt.

Daneben gibt es mit AsciiDoc und einer Drawing-Seite (draw.io) weitere Schreib- und Zeichenwege. Das Seiten-Menü sieht inzwischen so aus:

  •  New Markdown Page
  •  New Visual Page
  •  New AsciiDoc Page
  •  New Drawing Page
  •  New Blog
  •  New Feedback Board
  •  New Live Note
  •  New Redirection
  •  Upload Media Asset

Ja, richtig gelesen: New Blog. Wiki.js 3 bringt eine eigene Blog-Funktion mit. Und ein Feedback Board. Und Live Notes. Das Projekt öffnet sich damit deutlich in Richtung "mehr als nur Wiki".

 Was jetzt von Haus aus drin ist

Für mich persönlich die erfreulichste Nachricht: Viele Dinge, die man früher selbst-stricken musste, sind jetzt eingebaut.

Sitemap-Integration. Unter 2.5.x habe ich die Sitemap per PostgreSQL-Cronjob generieren und danach per Root-Cronjob in den DocumentRoot kopieren lassen. Zwei Cronjobs, zwei Fehlerquellen, ein Skript mehr, das gepflegt werden will. Diese ganze Konstruktion kann ich jetzt entsorgen, weil die Sitemap integriert ist. Weniger eigene Skriptpflege ist für einen Admin immer ein Gewinn.

Kommentar-Übersicht. Auch die Moderation von Kommentaren hat jetzt eine eigene Übersicht. Wer Kommentare zulässt, muss nicht mehr durch einzelne Seiten wandern.

Content Blocks: die bunten Zettelchen

Wiki.js hatte schon immer "Content Blocks" für dynamische Inhalte, aber die Auswahl in Version 3 ist ordentlich gewachsen. 

Kurzer Überblick über das, was out of the Box dabei ist:

Block Zweck
Badge kurzes Statuslabel im Text (Beta, New, Deprecated)
Color Farbcodes mit Farbprofil im Text
Countdown zählt auf Datum und Uhrzeit herunter
Diagram zeichnet Mermaid-Diagramme (Flowchart, Sequenz, ER, Gantt …)
Draw.io Diagramm auf Canvas, gespeichert als eigenes XML
Image Gallery Bildraster mit Lightbox
Include bindet den Inhalt einer anderen Seite ein
Index Seitenliste eines Ordners
Infobox Faktenkasten neben dem Text
KaTeX / MathJax TeX-Formeln, inklusive chemischer Gleichungen
Keyboard Shortcut Tastenkürzel, gezeichnet wie echte Tasten
Kroki Diagramme über Kroki-Server (Graphviz, D2, BPMN, Vega, TikZ …)
Links Grid Kartenraster mit Links
Map OpenStreetMap-Einbettung
Measurement Maße und Einheiten in der Lesereinheit
Media Player Audio und Video inline
PDF Viewer PDF seitenweise im Viewer
PlantUML PlantUML-Diagramme
Progress Fortschrittsbalken im Text
QR Code QR-Code für Link oder Text
Spoiler Inhalt hinter Aufdeck-Cover
Steps nummerierte Liste als Schrittfolge
Terminal Recording asciinema-Aufnahmen (.cast) im Terminal-Player
Timestamp Datum/Uhrzeit in der Zeitzone des Lesers
Youtube Player eingebettetes YouTube-Video

Die Blocks sind eigenständige Lit-Web-Components, und wer will, kann eigene bauen. Das Diagramm-Block-Angebot allein (Mermaid, Draw.io, Kroki, PlantUML) reicht aus, um meine gesamten Infrastruktur-Zeichnungen direkt im Wiki zu behalten statt extern.

Und der Rest?

Was bleibt nach dem ersten Eindruck hängen: viel weniger Eigenbau, mehr Methoden, Inhalte in eigenen Editoren zu erfassen, und der Umstieg fällt leicht, weil der gewohnte Markdown-Editor unverändert an Bord ist. Der Visual Editor ist mein Kandidat für die nächsten Wochen, den teste ich im Tagesgeschäft.

Den Vergleich zwischen dem Blog hier bei Serendipity und dem neuen Wiki.js-eigenen Blog-Bereich verschiebe ich auf einen Folgeartikel, das passt hier nicht mehr in einen Artikel.

Hinweis: Ich betreibe mein Wiki.js in Docker mit eigener PostgreSQL-Instanz. Details zum Upgrade-Pfad und zu Stolperfallen beim Datenbank-Umzug folgen im zweiten Teil.