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Was kostet die eigene Cloud?

Permalink Intux

news-396

Seit über einem Jahr experimentiere ich mit meiner eigenen Cloud-Lösung. Erst hatte ich ownCloud bei meinem Hoster installiert und konnte mich so in das System einarbeiten. Mit meinem ersten Raspberry Pi habe ich das kleine Projekt jedoch in mein Wohnzimmer verlagert. Dazu waren in Punkto Software und Einstellungen einige Dinge nötig, die ich hier auf intux.de niedergeschrieben habe.

Jetzt zur eigentlichen Frage: Was kostet die eigene Cloud?

Dazu habe ich folgende Hardware angeschafft, welche nun fast ein Jahr permanent ihren Dienst verrichtet.

Alternativ kann man natürlich auch zum Modell B+ ikl. passendem Gehäuse greifen.

Somit kostet die ownCloud auf dem RasPi max. 66€. Hat man einige Komponenten, wie Netzteil oder LAN Kabel schon vorrätig, so wird das ganze Projekt natürlich weitaus billiger.

Viel Spaß!

gestern

Neues HTTPS-Scanning von Avast behindert Firefox

Permalink Sören Hentzschel

Einige Avast-Nutzer beklagten zuletzt Probleme in Firefox. Diese stehen in direktem Zusammenhang mit dem neuen HTTPS-Scanning von Avast, welches mehr Probleme bereitet als es nützt.

Avast hat mit der neusten Version seiner Sicherheitssoftware ein neues HTTPS-Scanning an seine Nutzer ausgeliefert, welches von der Natur fast schon an Schadsoftware erinnert, agiert Avast hierbei in “allerbester” MITM-Manier. Das neue Feature soll die Sicherheit erhöhen, macht de facto aber mehr Probleme als Sinnvolles und wird damit zu einem ganz eigenen Sicherheitsrisiko. Probleme macht diese Neuerung nicht nur in Firefox, sondern auch in anderen Anwendungen wie beispielsweise Spotify. Die Top #1-Absturzursache von Firefox 33.0.x ist eine direkte Folge des HTTPS-Scannings, konkret handelt es sich um Abstürze der Natur, dass Firefox unter Umständen nicht mehr korrekt beendet und ein Schließen erzwungen werden muss. Erscheint im Add-on Manager beim OpenH264-Plugin nur die Meldung “Wird in Kürze installiert” ohne installiert zu werden, dann ist dies eine folge des HTTPS-Scannings. Auch die Updates von Firefox Add-ons weiß das HTTPS-Scanning von Avast zu verhindern. Natürlich können auch Webseiten von der Tatsache betroffen sein, dass sich Avast in die SSL-Kommunikation von Firefox einmischt. Die Folge ist dann, dass Ausnahmen für Webseiten hinzugefügt werden müssen, die normalerweise problemlos funktionieren.

Wer eines der beschriebenen Probleme mit Firefox hat oder sich fragt, wieso sich eines seiner anderen Programe nicht mehr wie gewünscht verhält, sollte das HTTPS-Scanning von Avast deaktivieren.

Update 31.10.2014: Nach Angaben von Avast sollten die Probleme sowohl mit dem neusten Update der Virus-Datenbank von Avast sowie mit dem kommenden Update auf Firefox 33.1 behoben sein.

femto blog system

Permalink Garten Eden

femto macht seinem Name alle Ehre: Als minimalistisches System erfüllt es all meine und vielleicht auch deine Bedürfnisse an eine Blogging Software: einfach, performant und sicher.
femto will nicht möglichst viel. femto will seine Sache gut machen, ohne zu nerven. Trotzdem/Deswegen kann sich die Feature-Liste sehen lassen:

Features

  • Mehrsprachigkeit,
  • Kommentarfunktion,
  • schlichtes, modernes und responsive Design,
  • hohe Sicherheitsstandards,
  • komfortable Administration,
  • Mehrbenutzer- und Rechteverwaltung,
  • ATOM-Feed und sitemap.xml–Generierung,
  • schlanker Code und
  • natürlich Open Source und freie Software.

Noch eine Blog Software, rly?

Aber es gibt doch schon genug! Und warum sollte ich mir die Mühe machen umzusteigen?
Ja, es gibt tatsächlich viele Blogsysteme, aber eben keine, die meinen Ansprüchen (s.o.) gerecht werden konnte, deswegen musste eine neue her. Und warum die Mühe machen? Vielleicht weil sich schon einmal viele von uns die Mühe gemacht haben, das System zu wechseln — und es sich gelohnt hat.

Tacheles. Was bringt es mir wirklich?

Im Endeffekt sollst du von der Zufriedenheit deiner Besucher profitieren. Sind sie gerne auf deinem Blog, kommen sie wahrscheinlich wieder, empfehlen dich vielleicht weiter, verlinken dich. Aber was trägt entscheidend dazu bei, eine positive user experience zu ermöglichen?
Nun, ich empfinde es jedenfalls als positiv, wenn die Seite kurze Ladezeiten hat, gerade wenn ich mobil surfe. Deswegen spart femto an allen (sinnvollen) Stellen Übertragungsvolumen und Rendering-Zeit. JavaScript wird sehr spartanisch und möglichst effizient verwendet; die verwendeten PHP-Funktionen wurden zeit-optimiert und die Datenbankzugriffe auf ein Minimum reduziert (oft nur eine Abfrage pro Seite).
Design ist natürlich Geschmackssache, aber mit der mitgelieferten Standard-CSS-Datei habe ich versucht, eine stilvolle, lesbare, zugängliche Alternative zu dem zu bieten, was man häufig so im Web findet. Responsiveness inklusive (verkleinere doch mal deinen Browser). Ach ja, genauso wie den Rest des offenen Systems kann man das Design natürlich personalisieren oder vollständig ersetzen.
Eher mittelbar, aber sicherlich ganz elementar profitieren Nutzer von einem sicheren System. Einem, bei dem sie wissen, dass selbst im Falle eines Falles keine Rückschlüsse auf ihre Herkunft (IP-Adressen) oder gar ihre Passwörter (Autoren) möglich sind. In der Standardeinstellung speichert femto deshalb nur die ersten 2 Byte einer IP-Adresse und zeigt sie zu keinem Zeitpunkt an. Autorenpasswörter werden sicher gehasht und gesalzen – bei jedem Einloggen neu. Falls möglich, wird zusätzlich die Rechteverwaltung des Datenbanksystems genutzt. Apropos Datenbank: Alle Abfragen sind selbstverständlich weitestgehend vor SQL Injections abgesichert (Stichwort: Prepared Statements).
Einfach, performant, sicher. Quelloffen und anpassbar. Kannst du das von deinem jetzigen System auch sagen?

Okay, Screenshots?

Du siehst dir gerade so eine Art Live-Screenshot an… und der ist sogar klick- und scroll-fähig.

Mehr Infos, bitte

femto blog system wird auf github gehostet. Dort gibt es den Download, eine Dokumentation (im Aufbau) und alles, was man wissen muss:
femto blog system auf github

Wie immer – und diesmal besonders – ist jedwede Art von Feedback und Verbesserungsvorschlägen sehr willkommen!

29. Oktober 2014

Mozilla fügt DuckDuckGo als Suchmaschine in Firefox hinzu

Permalink Sören Hentzschel

Mozilla steht wie kein anderer Browserhersteller für den Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer, DuckDuckGo besitzt einen ähnlichen Ruf im Bereich der Suchmaschinen. Zusammen, was zusammen gehört, hat man sich wohl bei Mozilla gedacht und integriert DuckDuckGo als Suchmaschine in Firefox.

Nutzer, welche besonderen Wert auf den Schutz ihrer Privatsphäre legen, nutzen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine andere Suchmaschine als Google, zum Beispiel DuckDuckGo. DuckDuckGo wirbt vor allem damit, keine persönlichen Daten seiner Nutzer zu sammeln. Mozilla hat DuckDuckGo nun als Suchmaschine für seinen kommenden Firefox-Release im November hinzugefügt. Dieser Schritt dürfte noch einmal unterstreichen, welchen Stellenwert das Thema Privatsphäre für Mozilla einnimmt.

Amnesia: The Dark Descent

Permalink Intux


Amnesia – The Dark Descent Trailer – Desura

Seit einiger Zeit spiele ich via Steam Amnesia. Hierbei handelt es sich um ein Grusel-Adventure in Shooter-Perspektive.

Zu Beginn des Spiels wacht der Hauptakteur Daniel in dunkler Umgebung auf. Sein Gedächtnis ist gelöscht. Er tastet sich in einer Burg von Raum zu Raum und findet Hinweise, teils als Notizen von sich selbst geschrieben. Ziel ist es Alexander zu finden und zu töten. Dabei wird Daniel im Laufe des Spieles immer wieder von Demonen verfolgt, die es sich zu Aufgabe gemacht haben sein Lebenslicht zum erlöschen zu bringen. Dunkle Räume vernebeln seinen Verstand. Licht verbessert Daniels Gesundheitszustand. Gefundene Zunderbüchsen entfachen Kerzen und Fackeln. Das Licht bringt die schwindende Kraft zurück!

Das Game erinnert mich etwas an Zork Nemisis. Amnesia sollte man im Dunkeln mit guten Lautsprechern spielen. Ein erhöhter Grusel-Faktor ist garantiert. Teilweise läuft einem ein Schauer über den Rücken.

Amnesia – fast ein Muss zu Halloween!

28. Oktober 2014

Call for Places: Veranstaltungsort für die Ubucon 2015 gesucht

Permalink Ubucon

Die Ubucon 2014 ist gerade vorbei, da laufen die Vorbereitungen für die Ubucon 2015 bereits an. Bis Anfang Dezember wird ein Veranstaltungsort für die Veranstaltung im nächsten Jahr gesucht.

Veranstaltungsort gesucht

Für 2015 wird ein Veranstaltungsort gesucht, welcher für die Ubucon-Austragung in Frage kommt. Neben der Stadt selbst sind aber auch die Räumlichkeiten, in denen die Vorträge abgehalten werden, wichtig; ebenso wie die Social Events am Freitag- und Samstagabend.

Wir listen hier einige Anforderungen auf, die wir aus den letzten Jahren als wichtig erkennen konnten.

Anforderungen an die Stadt

An die Stadt, in der die Ubucon stattfindet, werden folgende Anforderungen gestellt:

  • gut per Auto und Bahn und ggf. auch Flugzeug erreichbar
  • gute Hotelauswahl (auch preislich moderat)
  • etwas Auswahl für die Social Events an den Abenden
  • kurze Wege zwischen Veranstaltungsort, Social Events und Unterkünften oder alternativ ein gutes öffentliches Verkehrsnetz

In welchem Teil von Deutschland die Stadt liegt, ist prinzipiell egal, wenn sie gut erreichbar ist. Natürlich ist ein Ort in Deutschlands Mitte oft attraktiver für alle, die von weiter weg anreisen müssen. Auf der anderen Seite war die Ubucon auch noch nie im Norden von Deutschland.

Anforderungen an die Räumlichkeiten

An die Räumlichkeiten werden folgende Anforderungen gestellt:

  • ein großer Raum für Anmeldung, Catering und Pausengespräche
  • mindestens vier Räume mit Beamer für die Vorträge
  • WLAN in allen Räumen (alle Ports verfügbar)
  • kostenlose Zurverfügungstellung der Räume; im Gegenzug wird der Anbieter als Sponsor genannt

Die Teilnehmerzahl in den Vorträgen variierte in der Vergangenheit immer sehr stark. Es gab Vorträge mit 10 Leuten und andere mit über 40. Es sollte Räume in verschiedenen Größen geben, die man dann eventuell tauschen kann. In der Vergangenheit wurde die Ubucon oft in den Hallen einer universitären oder schulischen Einrichtung abgehalten, da diese in der Regel die räumlichen Kapazitäten haben.

Die Ubucon zog in den letzten Jahren zwischen 100 und 200 Personen gleichzeitig an. Dies ist der Kapazitätsrahmen, an dem man sich orientieren sollte. Zu den Hoch-Zeiten waren aber auch schon 250 Personen vor Ort.

Sonstige Anforderungen

Zeitlich findet die Ubucon normalerweise immer Mitte oder Ende Oktober statt. Dieser Termin ist aber nicht fest und richtet sich eher nach den angebotenen Orten. Ein Termin im Herbst wird aber angestrebt, um nicht mit anderen Linux-Veranstaltungen zu konkurrieren.

Bewerbung

Für die Austragung der Ubucon kann sich jeder bewerben, der eine passende Stadt und Räumlichkeiten organisieren kann. Derjenige wäre dann für die Ubucon-Hauptorganisatoren auch gleich der zentrale Ansprechpartner, um alles vor Ort zu organisieren. Es sollen bitte nur Bewerbungen eingehen, die prinzipiell die Möglichkeit haben, die Ubucon auch auszurichten. Zusätzlich benötigt man zwingend einen Ansprechpartner vor Ort.

Die Bewerbungen zu den Orten oder auch Fragen im Vorfeld der Bewerbung können bis zum 6. Dezember 2014 an team@ubucon.de geschickt werden. Die Ubucon-Organisation entscheidet dann noch im Dezember, wo die Ubucon stattfinden soll, sodass schnell alles vertraglich geregelt werden kann.

QGIS

Permalink Invictus deus ex machina

Wer auf der Suche nach einem freien GIS-System ist, sollte sich einmal QGIS (früher unter dem Namen Quantum GIS bekannt) anschauen. Technisch basiert QGIS auf dem Qt-Framework. Das GIS-System verfügt unter anderem über Informationen zur Visualisierung, Abfrage und Analyse von Daten.

QGIS mit einem DGM

QGIS mit einem DGM

Lizenziert ist QGIS unter der GPL und damit freie Software. Bezogen werden kann es auf der offiziellen Seite unter qgis.org. Dort stehen im Moment Versionen für Linux, Mac OS X und Windows zur Verfügung. Daneben existiert auch eine Version für Android.

26. Oktober 2014

Das Dock setzt sich durch

Permalink Pinguinzubehör

„Wie bekomme ich die Symbole so hin wie bei Windows 7 oder beim Mac?“ – Diese Frage wird für den Linux-Desktop immer häufiger gestellt. Aus gutem Grund, denn wer diese Bedienansätze von anderen Systemen gewohnt ist, will auch unter Linux darauf nicht verzichten: die Kombination von Lieblings- und laufenden Programmen in nur einem, unbeschrifteten Symbol, das seine Position nie ändert. Das sogenannte Dock-Konzept.

Die meisten Oberflächen für Linux zeigen dieses Verhalten standardmäßig jedoch nicht. Das hat vor allem historische Gründe. Viele der heute verbreiteten Linux-Interfaces haben ihre Wurzeln in der Zeit, als Windows 95/98 gerade der letzte Schrei waren – und nahmen sich dadurch vor allem ein Beispiel an den alten Windows-Versionen. Diese trennten die Schnellstartsymbole von den Indikatoren für gestartete Anwendungen, Taskleisten und Programmstarter lagen nebeneinander. (Die damaligen Macs hatten noch gar kein Panel, dort wechselte man die Fenster über ein Menü – ein Konzept, das ebenfalls in manchen Linuxdesktops weiterlebt.) Das Dock-Konzept, ohne diese Trennung, gab es jedoch auch früher schon, ursprünglich beim Unix-Desktop CDE und bei Nextstep, Letzteres für Linux als Windowmaker verfügbar. Und obwohl Desktops wie KDE oder XFCE ebenfalls Ähnlichkeiten zu CDE aufweisen, wurde die Dock-Idee hier nicht übernommen. Erst Apple hat es mit seinem Mac OS X populär gemacht, Windows zog schließlich mit Windows 7 nach – und über diesen Umweg kommt es nun auch wieder auf das Pinguin-System zurück. Aktuell gilt ein Dock als angesagtes Konzept für Desktop-Kontrollleisten, was sich auch auf dem Linux-Desktop bemerkbar macht. Immer mehr Oberflächen kommen mit einem Dock daher. Nicht ohne Grund ist die erste Frage beim Linux-Desktop-Chooser die nach der gewünschten Panel-Art.


Ein Dock (hier: Docky) mit integrierter Task-Ansicht in Form kleiner Pünktchen unter den Symbolen


Ein klassiches Panel (hier: KDE Plasma) mit getrennten Bereichen für zu startende Programme und laufende Tasks

Doch ist es auch das bessere Konzept zum Verwalten von Fenstern und Programmen? Das kommt darauf an. Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile. Beim Dock kann – durch das Nichtunterscheiden zwischen laufenden und nicht laufenden Programmen – immer auf dieselbe Stelle im Panel geklickt werden, um zum jeweiligen Programm zu gelangen. Ob es bereits läuft oder erst noch gestartet werden muss, darum braucht sich der Anwender nicht zu kümmern. Das ist intuitiv und übersichtlich. Die separate Anzeige von laufenden Anwendungen, also eine Taskleiste, spielt wiederum ihre Stärke dann aus, wenn mehrere Fenster ein und derselben Anwendung verfügbar sind. Dann kann ein bestimmtes Fenster direkt angewählt werden, ohne erst im Dock nach dem richtigen gewünschten Fenster suchen zu müssen. Dafür muss eben in der Taskleiste gesucht und ggf. zuerst geprüft werden, ob eine Anwendung bereits läuft, will man nicht aus Versehen eine zweite Instanz eines Programmes starten. Bei der Taskleiste sieht man auf einen Blick, wie viele Fenster vorhanden sind, beim Dock sieht man auf einen Blick, wie viele Programme laufen.


Die Gnome-Shell vereint die Vorteile beider Methoden

Die Gnome-Shell hat die Vorteile beider Konzepte vereint, indem sie ein Dock einfach mit einer Exposé-Ansicht kombiniert, also praktisch beide Arten parallel anbietet. Die Symbole im Dock links verhalten sich wie ein sonst auch übliches Dock – und rechts daneben gibt es eine Übersicht über vorhandene Fenster, auch über die eines identischen Programmes. Doch welcher Desktop bietet nun welche Möglichkeiten? Eine Übersicht:

Linux-Oberflächen mit Dock-Funktionalität

Gnome-Shell
Unity
• Pantheon
Windowmaker

Oberflächen mit Taskleiste und separaten Symbolen

• Cinnamon
Mate
XFCE
LXDE/LXQT
Enlightenment
Flashback
Trinity
Fluxbox
IceWM

Oberflächen, die beide Modi beherrschen

KDE Plasma
(Standardmäßig hat das KDE-Panel eine Taskleiste, es kann in neueren KDE-Versionen jedoch auf Dock-Modus umgeschaltet werden.)
Gnome Classic
(In der Normalansicht sind Taskleiste und Startsymbole getrennt, das vereinende Dock ist aber im Übersichtsmodus ebenfalls enthalten.)

Der Einzug des Docks auf dem Linuxdesktop ist unübersehbar im Gange. Auch wenn die Zahl der Oberflächen mit getrennten Bereichen für Tasküberwachung und Programmstartern noch überwiegt, ist das verstärkte Aufkommen des vereinenden Ansatzes unübersehbar. Gnome mit der Gnome-Shell und Ubuntu mit Unity waren hier Vorreiter, zuletzt hat KDE mit einer festen Integrierung des entsprechenden Plasmoids nachgezogen, auch wenn diese Ansicht dort kein Standard ist.

Wer auf „seinem“ Lieblingsdesktop ein Dock noch vermisst, kann es darüber hinaus auch einfach zusätzlich installieren. Dazu eignen sich desktopunabhängige Programme wie beispielsweise Docky oder das GLX-Dock (aber Achtung: nicht alles, was wie ein Dock aussieht, bietet auch Dock-Funktionalität; „wbar“ etwa ist ein reiner Programmstarter ohne Task-Anzeige).

Umgekehrt lassen sich natürlich auch in Oberflächen, die eigentlich ein Dock haben, Taskleisten nachrüsten. Entweder man nimmt dazu ein Panel eines anderen Desktops – oder ebenfalls ein unabhängiges Programm. Kandidaten hierfür wären etwa tint2 oder Fbpanel.

Spiel: Broken Age

Permalink deesaster.org

Broken Age ist ein Point-and-Click-Adventure, in welchem man abwechselnd die Rolle des jungen Shay oder der jungen Vella übernimmt, die beide eine völlig verschiedenes Leben führen und dennoch ein ähnliches Schicksal teilen: Beide sind eingesperrt und wollen entkommen.

Shays Geschichte

Jeden Morgen wacht der junge Shay alleine auf seinem Raumschiff auf. Und jeden Morgen beginnt der gleiche Trott. Der mütterliche Schiffscomputer bereitet ihm das Frühstück zu, das, obwohl er aus 20 unterschiedlichen Müsli-Packungen wählen kann, doch immer gleich schmeckt. Danach darf sich Shay auf „gefährliche“ Rettungsmissionen begeben, die aber, wie er schon längst bemerkt hat, keine echte Missionen sind, sondern vom Computer simuliert werden.

Und so sehnt sich Shay danach, ein richtiges Abenteuer zu bestehen, bei dem er auch wirklich etwas Gutes tun kann. Da trifft es sich ganz gut, dass er plötzlich auf einen geheimnisvollen Wolf namens Marrek stößt, den er noch nie im Raumschiff gesehen hat. Marrek kann das Schiff zu anderen Planeten steuern, auf denen Shay bedrohte Lebewesen retten kann.

Die Frage ist, ob Marrek wirklich die Wahrheit sagt, denn sehr oft weicht er Shays Fragen aus, sodass die Rettungsmissionen mit dem Wolf doch nur wieder wie ein sinnloses Spiel wirken.

Der Computer passt auf, dass sich Shay in seinem Spielzeugraumschiff nicht verfliegt.
Der Computer passt auf, dass sich Shay in seinem Spielzeugraumschiff nicht verfliegt.

Vellas Geschichte

Vellas Geschichte beginnt schlafend unter einem Baum an einem wunderschönen Tag. Könnte sie weiterschlafen, wäre alles noch viel schöner, denn der Tag verheißt nichts Gutes für sie. Auf dem Maidenmahl-Fest soll Vella dem Mog Chotra, einem riesigen Monster, geopfert werden. Ohne die Opferung würde der Mog Chotra Vellas Dorf angreifen und zerstören.

Doch Vella hat keine Lust zu sterben. Im Gegensatz zu den anderen jungen Frauen, die ebenfalls geopfert werden sollen, sieht sie es nicht als Ehre an, zu sterben, sondern hinterfragt, wieso man sich nicht gegen den Mog Chatra zur Wehr setzt.

Und so findet Vella, kurz bevor der Mog Chatra sie fressen kann, einen Ausweg und landet in Wolkenheim, einem Ort über den Wolken. Findet sie von hier wieder einen Weg zurück, um ihr Dorf zu retten und den Mog Chatra zu besiegen?

Für Vella beginnt kein guter Tag, da sie geopfert werden soll.
Für Vella beginnt kein guter Tag, da sie geopfert werden soll.

Die Geschichte von Broken Age

Broken Age hat im Jahr 2012 Geschichte bei Kickstarter geschrieben, nachdem von den anvisierten 400.000 US-Dollar über drei Millionen US-Dollar von den Unterstützern bereitgestellt wurden. Hergestellt wurde das Spiel von Double Fine und Entwickler Tim Schafer, der sich auch für Spiele wie Monkey Island oder Psychonauts verantwortlich zeichnete. Den Schritt, das Spiel über Kickstarter zu finanzieren, musste er notgedrungen machen, da ihm kein Publisher das Geld für ein simples Point-and-Click-Adventure geben wollte.

Trotz des finanziellen Erfolges dauert es anderthalb Jahre, ehe das Spiel im Januar 2014 veröffentlicht wurde. Und weil man auch dann noch nicht komplett fertig war, entschied sich das Entwicklerstudio, das Spiel in zwei Akte zu trennen. Der zweite Akt soll zum Ende des Jahres 2014 folgen.

Vella nach ihrer Flucht in Wolkenheim.
Vella nach ihrer Flucht in Wolkenheim.

Etwas Technisches

Bei Broken Age handelt es sich um ein klassisches Point-and-Click-Adventure. Mit der Maus bewegt man sich durch die zweidimensionalen Orte, spricht mit anderen Menschen, wobei Dialogoptionen die Antworten vorgeben, sammelt hilfreiche Gegenstände ein und benutzt diese mit der Umgebung. In dieser Hinsicht bietet Broken Age keine Besonderheit. Alles funktioniert, wie man es von anderen Adventure-Spielen bekannt ist. Eine kleine Besonderheit ist, dass man jederzeit zwischen den beiden Spielcharakteren umschalten kann, was aber natürlich auch schon bei vielen anderen Adventures zuvor möglich war.

Zu Vellas Opfertag gibt es eine große Feier.
Zu Vellas Opfertag gibt es eine große Feier.

Sehr schön anzusehen ist die Grafik des Spiels, die im Comic-Look gehalten ist. Auch wenn der Stil neu ist, fühlt man sich als Spieler stellenweise an andere Spiele von Double Fine erinnert, was aber nicht schlecht sein muss. Interessant zu erwähnen ist, dass alle In-Game-Grafiken auch ins Deutsche übersetzt wurden, was der Welt sehr viel Authentizität gibt.

Auch die Dialogoptionen sind Deutsch, nur leider die Sprache nicht. Im Englischen hat man hierfür großartige Sprecher bzw. Schauspieler wie Masasa Moyo als Vella, Jennifer Hale als Computer, Elijah Wood als Shay und daneben auch noch Jack Black und Will Wheaton in kleineren Rollen engagieren können. Für die deutschsprachige Version war eine Übersetzung scheinbar nicht möglich. Immerhin gibt es deutsche Untertitel für alle Dialoge.

Shay verschlägt es auch in den Weltraum – mit Schal, weil es da so kalt ist.
Shay verschlägt es auch in den Weltraum – mit Schal, weil es da so kalt ist.

Das Spiel wurde von Anfang an für Linux angekündigt und entwickelt, sodass es auf allen Distributionen ohne Probleme laufen sollte, auch wenn es hauptsächlich für Ubuntu spezifiziert ist. Neben der Steam-Version gibt es im Humble Store auch eine DRM-freie Version. Im Preis inbegriffen ist auch Akt 2, sobald dieser erscheint.

Fazit

Auch wenn Spiele, wie jede Art von Kunst, immer Geschmackssache sind, zeigt Tim Schafers Lebenslauf, dass er gute Spiele machen kann: Monkey Island, Grim Fandango, Psychonauts, Brütal Legend, Costume Quest oder The Cave. Alle kamen sowohl bei der Presse, aber noch viel wichtiger bei den Spielern sehr gut an und haben heute teilweise einen Kult-Status erreicht. Vor allem der Humor, den man – wenn auch in abgeschwächter Form – auch in Broken Age finden kann, zeichnet den Entwickler aus.

Der geheimnisvolle Wolf Marrek nimmt Shay mit auf ein richtiges Abenteuer.
Der geheimnisvolle Wolf Marrek nimmt Shay mit auf ein richtiges Abenteuer.

Spielerisch ist das Adventure sehr solide und macht nichts falsch. Die Rätsel sind auf normalen bis einfachen Level und jederzeit logisch zu lösen. Es gibt keine lange Laufwege, sodass man nicht stundenlang durch die Gegend irren muss. Hier ist Broken Age also auf normalen Niveau, auch wenn es keine Hot-Spot-Anzeige gibt, die man aber bei der Einfachheit der Rätsel auch nicht vermisst.

Wo Broken Age in meinen Augen besser ist als andere Genre-Vertreter ist die Grafik, die Sprecher, die musikalische Untermalung von Peter McConnell und vor allem die Story. Von Anfang an fiebert man als Spieler mit Shay und Vella mit und möchte sie aus ihrem „Gefängnis“ befreien. Das geht am Anfang noch etwas behäbig und langsam, nimmt dann aber schnell Fahrt auf. Und vor allem treibt einen die Frage an: Wie sind beide Geschichten miteinander verbunden? Die Antwort bleibt das Spiel bis fast zum Ende von Akt 1 schuldig und nur kleine Andeutungen während der Spielzeit zeigen, dass es überhaupt eine Verbindung gibt.

Am Strand von Muschelhöhe findet die Opferung für Mog Chatra statt.
Am Strand von Muschelhöhe findet die Opferung für Mog Chatra statt.

Der Schluss von Akt 1 ist dann auch ein echter Cliffhanger und wer Broken Age spielen will, sollte vielleicht auf Akt 2 warten, um das Spiel gleich von Anfang bis Ende spielen zu können. Zu viel Zeit wird man dabei leider nicht einplanen müssen. Akt 1 war nach knapp vier Stunden bereits vorbei. Wenn Akt 2 genauso lange dauert, handelt es sich um einen sehr kurzen Vertreter des Adventure-Genres. Ob dies den aktuellen Preis von knapp 23 Euro wert ist, muss jeder selbst entscheiden.

Mir hat Akt 1 von Broken Age sehr gut gefallen und ich freue mich auf den zweiten Akt, der hoffentlich demnächst herauskommt. Vor allem möchte ich wissen, wie Shays und Vellas Geschichte weitergeht. Das eigentliche Spielen des Spiels (d.h. die Mechanik) trat dabei in den Hintergrund – was für mich ein gutes und unterhaltsames Spiel auszeichnet.

Wochenrückblick 43/2014

Permalink deesaster.org

Der Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu, Linux und Open Source Revue passieren.

Rund um Ubuntu

Auf Utopic Unicorn folgt Vivid Vervet

Mark Shuttleworth gab in seinem Blog den Namen der kommenden Ubuntu-Version 15.04 bekannt. Diese trägt den Namen Vivid Vervet, übersetzt mit „Lebhafte Südliche Grünmeerkatze“.

Mehr Informationen gibt es im Ikhaya-Artikel.

Weitere Quellen: OMG!Ubuntu!, Pro-Linux, heise open, Linux-Magazin

Ubuntu 14.10 erschienen

Das „Utopische Einhorn“ in Form von Ubuntu 14.10 „Utopic Unicorn“ ist letzte Woche erschienen. Neben der Version für Ubuntu mit Unity-Desktop gab es auch neue Veröffentlichungen der offiziellen Derivate Kubuntu, Xubuntu, Lubuntu und Ubuntu GNOME. Inoffiziell kam Ubuntu MATE hinzu.

Mehr Informationen gibt es im Ikhaya-Artikel.

Weitere Quellen: Ubuntu Fridge, Ubuntu Insights, OMG!Ubuntu!, Pro-Linux, heise open, Golem, Linux-Magazin

Ubuntu wird 10 Jahre

Am 20. Oktober 2014 feierte Ubuntu seinen 10. Geburtstag. Seit Ubuntu 4.10 „Warty Warthog“ gab es bereits 21 Ubuntu-Versionen, die das Licht der Welt erblickten und zahlreiche Benutzer glücklich machten.

Mehr Informationen gibt es im Ikhaya-Artikel.

Neues rund um Linux

Mir relevanter als Wayland

Wenn es nach Mir-Entwickler Thomas Voß geht, wird Mir in zwei Jahren wesentlich relevanter sein als Wayland. Zusätzlich verteidigte der Entwickler die aktuellen Verzögerungen, nach denen Mir doch nicht als Standard in Ubuntu 14.04 zu finden wahr, sondern voraussichtlich erst in Ubuntu 16.04 Standard sein wird.

Quelle: Golem

Spielen unter Linux

Dreamfall Chapters veröffentlicht

Dreamfall Chapters ist die Fortsetzung der sehr guten Adventure-Reihe „The Longest Journey“ und „Dreamfall“, die 2000 und 2006 erschienen sind. Das Spiel setzt nahtlos an Dremfall an und führt die Geschichte der bekannten Charaktere fort. „Dreamfall Chapters“ erscheint in mehreren Kapiteln, von den jetzt das erste auch für Linux auf Steam und im Humble Store veröffentlicht wurde.

Quelle: Pro-Linux

Borderlands: The Pre-Sequel für Linux

Nachdem Borderlands 2 vor drei Wochen auf Linux herausgekommen ist, steht der neue Teil der Borderlands-Reihe direkt zum Start für Linux zur Verfügung. „Borderlands: The Pre-Sequel“ ist wie die anderen Teile ein Action-Shooter mit Rollenspielelementen.

Quelle: heise open

Screencheat veröffentlicht

Mit Screencheat ist ein etwas anderes Multiplayer-Shooter entstanden. Was früh vorm heimischen TV oder PC beim Multiplayer-Spiel als Cheat galt, nämlich das Linsen auf das gegnerische Bild, um die Position besser zu bestimmen, wurde nun zum Spiel gemacht. Alle Gegner sind unsichtbar und nur durch das genaue Beobachten des gegnerischen Bildes hat man eine Chance, einen Treffer zu landen.

Quelle: LinuxGames

UbuntuGNOME 14.10

Permalink Intux

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Heute habe ich mir mal das Image von UbuntuGNOME 14.10 Utopic Unicorn heruntergeladen und im Live-Modus angeschaut. Was dabei sofort auffällt ist, dass es kaum radikale Änderungen zur 14.04 LTS gibt. Die Details stecken hier eher unter der Haube, wie z.B. mit der Einführung von Systemd als Init-System, welches optional zur Verfügung steht neben dem Standard Upstart. UbuntuGNOME kommt wie die LTS mit GNOME 3.12, was natürlich erst einmal etwas enttäuscht. Als Kernel kommt der 3.16 zu Einsatz der natürlich aktuellere Hardware unterstützt und hier mit meiner AMD Radeon HD 6755G2 keinerlei Probleme bereitet. LibreOffice ist mit Version 4.3.2.2 an Bord, Firefox mit 33.0 und Evolution mit der Version 3.12.7.

Wer über ein Upgrade von der LTS auf die aktuelle Version 14.10 nachdenkt, sollte sich bewusst sein, dass diese Version nur 9 Monate unterstützt wird. UbuntuGNOME 14.04 LTS hingegen 3 Jahre.

Metadaten von Bildern schnell und einfach löschen

Permalink Linux gefällt mir

Ich weiß was du letzten Sommer getan hast. :D

Ein Foto liefert viele Daten. Für die eigene Verwendung sind manche Informationen zum Foto sinnvoll. Aber spätestens beim Versenden von Fotos oder vor dem Veröffentlichen der Bilder sollte gut überlegt sein welche Informationen preisgegeben werden sollen!

Folgend beschreibe ich den schnellen und einfachen Weg, Metadaten mit dem Bildbetrachter Programm gThumb zu löschen. Anleitung für Ubuntu, Kubuntu, Xubuntu, Lubuntu und Linux Mint.

Entweder gThumb hier im Ubuntu Software-Center installieren oder

Terminal öffnen und folgenden Befehl eingeben:

sudo apt-get install gthumb
Wer die Linux-Distribution Debian verwendet: Dort lautet der Befehl su apt-get install gthumb Gegebenenfalls muss die sources.list angepasst werden um das Programm installieren zu können.


Wähle dein Bild oder Foto im Dateimanager aus. Dann Rechtsklick, Öffnen mit und mit gThumb öffnen. Das funktioniert mit einem oder auch mehreren Bildern.



Um dir die Metadaten anzusehen, suche dir ein Bild aus. Oben rechts neben der Farbpalette auf das Zahnrad klicken. Es öffnet sich das Fenster mit den Eigenschaften des Bildes. In diesem Fall sehr ausführlich: Kameramodell, Name, Größe, Geändert, Typ, Datum, Exif-Daten, Uhrzeit, ISO, Belichtungszeit, Blitz und viele andere Details!



Um sämtliche Metadaten zu löschen, wähle einfach oben in der Mitte den Reiter Werkzeuge und dann Metadaten löschen.



Ich empfehle vor dem endgültigen Löschen der Daten eine Kopie vom Bild zu erstellen. Am schnellsten: Bild im Dateimanager einfach markieren und mit der Taste Strg + C und dann Strg + V eine Kopie erstellen. So bleibt das Original unberührt und kann für andere private Zwecke verwendet werden. Denn mit dem Löschen wird auch das Datum wann das Foto aufgenommen wurde gelöscht!

In diesem Beispiel ist Tux (Kopie).png das Bild welches für das Löschen der Metadaten verwendet wird. 


Falls du dir sicher bist dass du die Metadaten nie mehr brauchst, kannst du dir das mit der Kopie sparen. Bedenke: Einmal gelöscht sind die Metadaten für immer weg.

Kopie hin oder her, jetzt gehts den Metadaten an den Kragen. Hol den Feuerwehrschlauch raus und lösche sie. Oder einfach nur auf Löschen klicken. ;D




Nach der Lösch-Aktion bleibt nur noch wenig übrig. Wie groß das Bild ist und welche Bildgröße das Foto hat ist nun wirklich kein Geheimnis. Um welchen Dateityp es sich handelt muss das Betriebssystem und die Programme wissen die es weiterverarbeiten.




Jetzt kann das Foto ohne Metadaten per Email versendet oder veröffentlicht werden. :-)

Viel Spaß beim Löschen,
herzlichst Emanuel



25. Oktober 2014

OpenRA

Permalink Invictus deus ex machina

In meinem gestrigen Artikel ging es um eine Command & Conquer Version für den Browser. Neben dem Original gibt es eine Reihe von Projekte welche sich mehr oder weniger mit Command & Conquer beschäftigen. Eines dieser Projekte ist OpenRA. Dabei handelt es sich um eine Engine welche das Feeling und die Spielmechanik von Command & Conquer nachbaut. So kann die Engine unter anderem die Spieldaten der alten Command & Conquer Teile nutzen. Angeboten werden dabei aber im Moment nur einzelne Missionen und keine zusammenhängende Kampagne. Neben dem Singleplayermodus gibt es auch einen Multiplayermodus.

Der Titelschirm von OpenRA

Der Titelschirm von OpenRA

OpenRA ist unter der GPLv3 lizenziert und damit freie Software. Der Quelltext ist auf GitHub zu finden. Geschrieben ist das ganze in C#. Damit ist ist OpenRA unter Linux, Mac OS X und Windows lauffähig. Die offizielle Seite des Projektes ist unter openra.net zu finden.

Firefox Nightly: Media Source Extensions standardmäßig aktiviert

Permalink Sören Hentzschel

Mozilla hat die Media Source Extensions (MSE) in der Nightly-Version von Firefox standardmäßig aktiviert. Die HTMLMediaElement-Erweiterung erlaubt JavaScript die Generierung von Medienstreams, was Features wie Adaptives Streaming oder zeitversetztes Sehen von Livestreams in HTML5-Videos ermöglichen soll. YouTube ist ein prominentes Beispiel für eine Webseite, welche Gebrauch von MSE macht.

Media Source Extensions (MSE) sind ab sofort in der Nightly-Version von Firefox für WebM und VP9 standardmäßig aktiviert. Dies ist besonders für Nutzer von YouTube interessant, da Google auf seinem Video-Portal davon Gebrauch macht und nur mit aktivierten MSE alle Video-Auflösungen zur Verfügung stehen. Die aktuelle Nightly-Version trägt die Versionsnummer 36, dies bedeutet jedoch nicht, dass die MSE in Firefox 36 standardmäßig aktiviert sein werden. Nach aktuellem Stand werden die MSE mit Eintritt in die Betaphase standardmäßig deaktiviert werden.

Die Implementierung der MSE ist noch nicht abgeschlossen. Wer in Zusammenhang hiermit Probleme bemerkt, kann diese über about:config wieder deaktivieren, indem der Schalter media.mediasource.enabled per Doppelklick auf false geschaltet wird, umgekehrt können auf diese Weise MSE aktiviert werden, sofern sie es noch nicht sind, zum Beispiel in einigen Wochen nach Erscheinen der Betaversion von Firefox 36.

Kurztipp Nautilus: Strg+s für Auswahl per Muster

Permalink ME and my U

Eher durch Zufall bin ich vor einiger Zeit über die Tastenkombination Strg+s im Dateimanager Nautilus gestolpert (Abteilung “Wurstfinger”). Seitdem habe ich die hilfreiche Funktion immer wieder sehr gut gebrauchen können…

nautilus-strg-s-1

Eingabe des Musters.

Daher als kurzen Quick-Tipp für alle diejenigen, denen die Funktion bislang ebenfalls unbekannt war, aber in Zukunft nützlich sein könnte:

Man kann die Tastenkombination Strg+s dafür verwenden, um Dateien im aktuell geöffneten Verzeichnis per Dateinamen-Pattern zu selektieren.

Nachdem man die beiden Tasten gedrückt hat, öffnet sich ein kleines Dialogfenster, in das man ein Dateinamen-Muster eingeben kann.

nautilus-strg-s-2

Die Dateien sind ausgewählt.

Wie die ebenfalls im Dialog gegebenen Beispiele zeigen, lassen sich dabei natürlich auch die Platzhalter * (für beliebig viele beliebige Zeichen) und ? (für ein beliebiges Zeichen) verwenden.

So können zum Beispiel per *.mp3 alle MP3-Dateien im Verzeichnis selektiert werden oder per *cd1* alle Dateien, deren Namen irgendwo cd1 enthält. Oder eben mit test1? alle Dateien deren Namen mit test1 beginnt und dahinter ein weiteres Zeichen im Namen hat.


P.S.: ich bin auf meinem Blog in letzter Zeit aus verschiedenen Gründen nicht so aktiv… andere Aktivitäten (siehe “Links” auf der rechten Sidebar)… über das Humble Bundle zu berichten ist auch nicht mehr das, was es mal war ;) … neue “Entdeckungen” macht man ja auch nicht ständig, und aus den Fingern saugen will ich mir halt auch nichts.
Wer aus der Freiburger Region (ganz “unten links”) kommt sei bei dieser Gelegenheit zu unserem monatlichen uu-Treffen eingeladen. Dort bin ich auch ziemlich regelmäßig dabei… :)

Git für Einsteiger - Teil 1

Permalink svij | Blog

Zur Entwicklung von Software wird in der Regel ein Versionsverwaltungsprogramm genutzt. Es gibt zahlreiche Anwendungen um dies zu erledigen, zu den bekannteren Programmen gehören Subversion, CVS, Mercurial, Bazaar und eben Git. Dieses mehrteilige Tutorium soll den Einstieg in die Nutzung von Git erläutern.

Was ist eine Versionsverwaltung?

Für die Leser, die noch keine Erfahrung oder Ahnung von Versionsverwaltungsprogrammen haben, ist es zunächst wichtig zu wissen, was denn genau ein solches Programm macht. Die Bedeutung einer Versionsverwaltung lässt sich schon fast aus dem Wort ableiten: Es handelt sich um das Verwalten von Versionen. Konkret heißt dies, dass man von Dateien Versionen erzeugen kann, die dann sinnvoll verwalten werden können. Einzelne Versionen beinhalten keineswegs nur große Änderungen, sondern sehr wohl auch kleinere Änderungen.

Viele kennen es: Man geht einer Tätigkeit nach – sei es an einem Text, einem Bild oder an einem Video – und man möchte den aktuellen Stand immer mal wieder zwischenspeichern, damit man zum einen eine Sicherung der Datei hat und zum anderen, damit man wieder auf eine ältere Version zurückspringen kann, etwa wenn etwas falsch gelaufen ist. Jede Person hat dabei verschiedene Ansätze die einzelnen Versionen irgendwo abzulegen. Die eine Person fügt jeweils eine Versionsnummer in den Dateinamen ein, eine andere Person macht sich wiederum einzelne Ordner für jede Version mit dem aktuellen Datum, in dem die einzelnen Stände gesichert werden.

Wirklich praktikabel und effizient sind keine der beiden genannten Varianten, da sich sehr schnell und sehr einfach Fehler einschleichen, etwa wenn man alte Revisionen löscht, die man gegebenenfalls hinterher doch wieder braucht.

Genau hier kommen Versionsverwaltungssysteme ins Spiel. Mit einer Versionsverwaltung werden zu den reinen Veränderungen noch weitere Informationen zu einer Version gespeichert. Darunter fallen Informationen zum Autor, der Uhrzeit und eine Änderungsnotiz. Diese werden bei jedem Versionswechsel gespeichert. Durch die gesammelten Dateien lässt sich so schnell und einfach eine Änderungshistorie ansehen und verwalten. Falls zwischendurch Fehler in den versionierten Dateien aufgetreten sind, kann man dann wieder zurück zu einer Version springen, um von dort aus erneut weiter zu machen. Dabei ist es ganz egal, um was für eine Art von Dateien es sich handelt. Am häufigsten werden Versionsverwaltungsprogramme zur Software-Entwicklung eingesetzt.

Aber nicht nur für Programmierer ist eine Versionsverwaltung sinnvoll, sondern auch, wie bereits geschrieben, kann der Einsatz für Grafiker oder Autoren durchaus nützlich sein. Ein Grafiker könnte sich so Versionen von bearbeiteten Bildern speichern, um bei misslungenen Änderungen wieder zurück springen zu können. Bei Autoren geht es um Text, der ähnlich zum Quellcode von Software-Projekten, gut verwaltet werden kann.

Es gibt drei verschiedene Konzepte zur Versionsverwaltung: die lokale, zentrale und die verteilte Versionsverwaltung.

Lokale Versionsverwaltung

Die lokale Versionsverwaltung ist wohl selten in produktiven Umgebungen zu finden, da sie lediglich lokal arbeiten und häufig nur einzelne Dateien versionieren. Die oben bereits erwähnte manuelle Erzeugen von Versionen von Dateien wäre zum Beispiel eine lokale Versionsverwaltung mit einer einzelnen Datei. Es ist zwar ziemlich einfach zu nutzen, allerdings resultiert daraus eine hohe Fehleranfälligkeit und sie ist zudem wenig flexibel. Echte Versionsverwaltungssoftware gibt es mit SCCS und RCS auch. Der wohl größte Minuspunkt von lokaler Versionsverwaltung ist, dass man nicht im Standard mit mehreren Personen an Dateien arbeiten kann. Zudem besteht keinerlei Datensicherheit, da die Daten nicht zusätzlich auf einem entfernen Server liegen, sofern nicht zusätzliche Backups durchgeführt werden.

Zentrale Versionsverwaltung

Eine Zentrale Versionsverwaltung ist hingegen häufig in produktiven Umgebungen zu finden. Subversion und CVS sind beispielsweise Vertreter der zentralen Versionsverwaltung. Hauptmerkmal ist, dass das Repository lediglich auf einem zentralen Server liegt. „Repository“ ist ein englisches Wort für „Lager“, „Depot“ oder „Quelle“. Ein Repository ist somit ein Lager, in dem die Daten liegen. Autorisierte Nutzer eines Repositorys arbeiten dabei lokal mit einer Arbeitskopie der im Repository vorhandenen Dateien. Die Logik der Versionsverwaltung liegt dabei auf dem zentralen Server. Wenn man also auf eine andere Revision wechseln möchte oder sich die Revisionsänderungen anschauen möchte, werden stets die Daten vom Server heruntergeladen.

Verteilte Versionsverwaltung

Zu den verteilten Versionsverwaltungssystemen gehört nicht nur Git, sondern unter anderem auch Bazaar oder Mercurial. Im Gegensatz zur zentralen Versionsverwaltung besitzt jeder Nutzer des Repositorys nicht nur eine Arbeitskopie, sondern das komplette Repository. Wenn also zwischen verschiedenen Revisionen gewechselt wird oder man sich die letzten Änderungen anschauen möchte, muss nur einmal das Repository „geklont“ werden. Danach stehen alle Funktionalitäten der Versionsverwaltung offline zur Verfügung. Dadurch wird nicht nur unnötiger Netzwerktraffic vermieden, sondern auch die Geschwindigkeit wird, durch den fehlenden Netzwerk-Overhead, deutlich erhöht. Zusätzlich besitzen verteilte Versionswaltungssysteme eine höhere Datensicherheit, da die Daten des Repositorys in der Regel auf vielen Rechnern verteilt liegen.

Geschichtliches

Lange Zeit nutzten die Entwickler vom Linux-Kernel das proprietäre Versionsverwaltungssystem BitKeeper. Nach einer Lizenzänderung seitens der Herstellerfirma von BitKeeper, konnte das Team um den Linux-Kernel, allen vorran Linus Torvalds, BitKeeper nicht mehr kostenfrei verwenden, weswegen Linus Torvalds mit der Entwicklung von Git begann.

Da die Entwicklung im Jahr 2005 begann, gehört Git zu den jüngsten Versionsverwaltungssystemen. Für Linus Torvalds war es wichtig, dass das künftige Versionsverwaltungssystem drei spezielle Eigenschaften besitzt. Dazu gehörten zum einen Arbeitsabläufe, die an BitKeeper angelehnt sind, Sicherheit gegen böswillige und unbeabsichtigte Verfälschung des Repositorys, sowie eine hohe Effizienz. Das Projekt „Monotone“, ebenfalls ein Versionsverwaltungssystem, wäre fast perfekt gewesen. Es fehlte lediglich die Effizienz. Mit Git erschuf Linus Torvalds dann doch eine eigene Versionsverwaltung, die nicht auf den Quellen von Monotone oder BitKeeper beruht.

Interessant ist auch die Namensnennung von Git. Git ist das englische Wort für „Blödmann“. Linus Torvalds selbst sagte spaßeshalber: „I'm an egoistical bastard, and I name all my projects after myself. First 'Linux', now 'Git'.“ (Deutsch: „Ich bin ein egoistischer Bastard, und ich nenne alle meine Projekte nach mir selbst, Erst 'Linux' und nun 'Git'.“). Natürlich gibt es auch richtige Gründe, das Projekt „git“ zu nennen. Zum einen enthält das Wort lediglich drei Buchstaben, was das Tippen auf der Tastatur erleichtert, zum anderen gab es kein genutztes UNIX-Kommando, womit es kollidieren würde.

Git-Repository starten

Git bietet einige interessante Funktionen, die nach und nach in diesem Tutorium vorgestellt werden. Zunächst muss man Git installieren. Die gängigen Linux-Distributionen stellen Git in ihrer Paketverwaltung unter dem Packetnamen "git" bereit. Für andere Plattformen bietet die Git-Projekthomepage einer Download-Seite.

Um die Nutzung von Git sinnvoll zu erlernen, bietet es sich an die im Tutorium angeführten Befehle ebenfalls auszuführen, um die Arbeitsweise vollständig nachvollziehen kann. Damit dieses Tutorium einen sinnvollen Praxis-Bezug hat, wird im Laufe der Zeit eine kleine statische Webseite mit dem HTML-Framework „Bootstrap“ gebaut.

Zu Beginn muss man zunächst ein leeres Projektverzeichnis anlegen, in dem im Anschluss die Projekt-Dateien gespeichert werden. Dazu legt man zuerst den Ordner "Webseite-mit-Git" an und wechselt dort hinein.

$ mkdir Webseite-mit-Git
$ cd Webseite-mit-Git

Jetzt kann man mit dem folgendem Befehl ein Git-Repository anlegen:

$ git init

Initialisierte leeres Git-Repository in /home/sujee/Webseite-mit-Git/.git/

Mit diesem Befehl erzeugt Git also ein leeres Repository im Projektordner. Dazu legt Git, wie es die Ausgabe bereits mitteilt, ein Unterverzeichnis ".git" im Projektverzeichnis an.

In diesem Ordner werden noch einige weitere Unterverzeichnisse angelegt, die man mit dem Befehl "ls -l .git" einsehen kann.

$ ls -l .git 
insgesamt 32
drwxr-xr-x 2 sujee sujee 4096 20. Jul 16:41 branches
-rw-r--r-- 1 sujee sujee   92 20. Jul 16:41 config
-rw-r--r-- 1 sujee sujee   73 20. Jul 16:41 description
-rw-r--r-- 1 sujee sujee   23 20. Jul 16:41 HEAD
drwxr-xr-x 2 sujee sujee 4096 20. Jul 16:41 hooks
drwxr-xr-x 2 sujee sujee 4096 20. Jul 16:41 info
drwxr-xr-x 4 sujee sujee 4096 20. Jul 16:41 objects
drwxr-xr-x 4 sujee sujee 4096 20. Jul 16:41 refs

Wie man sieht, erzeugt Git einige Verzeichnisse und dort werden auch Daten speichert. Das ".git"-Verzeichnis ist das einzige Verzeichnis in dem Git die Informationen des Repositorys speichert. Daher sollte man dieses Verzeichnis keinesfalls löschen, da man sonst alle Daten des Repositorys verliert, insbesondere alle Revisionen. Da zu diesem Zeitpunkt in dem Beispielrepository keinerlei Operationen mit Git durchgeführt worden sind, wäre das in diesem Beispiel natürlich nicht sonderlich tragisch. Man sollte allerdings die Dateien nur anfassen, wenn man weiß was man tut.

Git Konfiguration

Da bereits ein leeres Repository angelegt worden ist, kann man ein Commit hinzufügen. Was genau ein Commit ist, und wie man einen Commit tätigt, wird später erläutert. Denn zunächst muss man noch seine Git-Installation konfigurieren.

Vorerst werden allerdings nur zwei Dinge konfiguriert: Der eigene Entwicklername und dessen E-Mail-Adresse.

Mit dem folgenden Befehlen setzt man den eigenen Namen sowie die eigene E-Mail-Adresse:

$ git config --global user.name "Sujeevan Vijayakumaran"
$ git config --global user.email mail@svij.org

Mit diesen beiden Befehlen wird die Datei "~/.gitconfig" angelegt. Wenn man in die Datei reinschaut steht folgendes darin:

[user]
    name = Sujeevan Vijayakumaran
    email = mail@svij.org

Mit "git config -l" lässt sich über die Kommandozeile die Konfiguration ebenfalls ansehen.

Es muss beachtet werden, dass bei den oben genannten Befehlen die Git-Identität global für den Benutzer gesetzt wird. Wenn man für einzelne Git-Repositorys spezifische Einstellungen setzen will, dann reicht es, wenn man den Aufruf-Parameter "--global" weg lässt. Dies ist häufig dann sinnvoll, wenn man verschiedene E-Mail-Adressen für verschiedene Projekte nutzt. Die angegebenen Informationen zu einem Entwickler sind nämlich für alle Personen einsehbar, welche mindestens Lese-Rechte im Repository besitzen, sofern der Entwickler mindestens ein Commit getätigt hat.

Der erste Commit

Jetzt beginnt das echte Arbeiten mit dem Repository. Zu Beginn ist das Repository leer, da keine Dateien vorhanden sind. Es müssen also zunächst einige Ordner und/oder Dateien angelegt werden.

Der Befehl "git status" zeigt den aktuellen Status des Repositorys an. Es gibt noch keine Commits, weshalb Git meldet, dass es sich um die "Initiale Version" handelt.

$ git status
Auf Branch master

Initialer Commit

nichts zu committen (Erstellen/Kopieren Sie Dateien und benutzen Sie "git add" zum Beobachten)

Da keine Dateien in dem Projekt-Verzeichnis vorhanden sind, meldet Git, dass nichts zu committen ist. Für das Beispiel-Projekt „Webseite mit Git“ muss zuerst das HTML-Framework „Bootstrap“ heruntergeladen und anschließend entpackt werden. Zum Schluss kann das ZIP-Paket wieder entfernt werden.

$ wget https://github.com/twbs/bootstrap/releases/download/v3.2.0/bootstrap-3.2.0-dist.zip
$ unzip bootstrap-3.2.0-dist.zip
$ mv bootstrap-3.2.0-dist/* .
$ rmdir bootstrap-3.2.0-dist && rm bootstrap-3.2.0-dist.zip

Einige der oben aufgeführten Befehle geben Text auf der Standard-Ausgabe aus, welcher hier aus Gründen der Übersichtlichkeit weggelassen worden ist.

Nachdem die Dateien im Projekt-Verzeichnis gelandet sind, bietet es sich an noch einmal "git status" auszuführen.

$ git status
Auf Branch master

Initialer Commit

Unbeobachtete Dateien:
  (benutzen Sie "git add <Datei>..." um die Änderungen zum Commit vorzumerken)

  css/
  fonts/
  js/

nichts zum Commit vorgemerkt, aber es gibt unbeobachtete Dateien (benutzen Sie "git add" zum Beobachten)

Wie man sieht, zeigt Git an, dass unbeobachtete Dateien vorhanden sind. Unbeobachtete Dateien sind Dateien, die nicht von Git verwaltet werden und für Git somit unbekannt sind. Mit dem Befehl "git add" kann man Dateien und Ordner zu dem Staging Bereich hinzufügen. Der Staging Bereich ist der Bereich, in dem die Dateien hinzugefügt werden, um diese für einen Commit vorzumerken.

Zunächst wird nur der Ordner "css" hinzugefügt.

$ git add css/

Eine Ausgabe erfolgt bei erfolreicher Ausführung nicht. Ein erneutes Ausführen von "git status" gibt folgendes aus:

$ git status
Auf Branch master

Initialer Commit

zum Commit vorgemerkte Änderungen:
  (benutzen Sie "git rm --cached <Datei>..." zum Entfernen aus der Staging-Area)

  neue Datei:     css/bootstrap-theme.css
  neue Datei:     css/bootstrap-theme.css.map
  neue Datei:     css/bootstrap-theme.min.css
  neue Datei:     css/bootstrap.css
  neue Datei:     css/bootstrap.css.map
  neue Datei:     css/bootstrap.min.css

Unbeobachtete Dateien:
  (benutzen Sie "git add <Datei>..." um die Änderungen zum Commit vorzumerken)

  fonts/
  js/

Durch das Hinzufügen des Ordners "css", werden die einzelnen Dateien des Ordners für den nächsten Commit vorgemerkt. Wenn man nicht den ganzen Ordner, sondern nur einzelne Dateien hinzufügen möchte, geht das natürlich auch:

$ git add fonts/glyphicons-halflings-regular.eot

Es bietet sich anschließend noch einmal an "git status" auszuführen:

$ git status
Auf Branch master

Initialer Commit

zum Commit vorgemerkte Änderungen:
  (benutzen Sie "git rm --cached <Datei>..." zum Entfernen aus der Staging-Area)

    neue Datei:     css/bootstrap-theme.css
    neue Datei:     css/bootstrap-theme.css.map
    neue Datei:     css/bootstrap-theme.min.css
    neue Datei:     css/bootstrap.css
    neue Datei:     css/bootstrap.css.map
    neue Datei:     css/bootstrap.min.css
    neue Datei:     fonts/glyphicons-halflings-regular.eot

Unbeobachtete Dateien:
  (benutzen Sie "git add <Datei>..." um die Änderungen zum Commit vorzumerken)

    fonts/glyphicons-halflings-regular.svg
    fonts/glyphicons-halflings-regular.ttf
    fonts/glyphicons-halflings-regular.woff
    js/

Vorher wurde das komplette "css"-Verzeichnis hinzugefügt. Mit dem Hinzufügen einer einzelnen Datei, wird nicht mehr der Ordner allgemein von "git status" gelistet, sondern es werden dann explizit alle einzelnen Dateien aufgelistet.

Diesmal werden alle restlichen Dateien, die noch nicht beobachtet werden hinzufügt:

$ git add fonts/ js/

Alternativ kann man auch den Befehl "git add -A" ausführen, um generell alle unbeobachtete Dateien hinzuzufügen. Eine Ausgabe erscheint bei erfolgreicher Ausführung nicht. Aber Achtung: Dies sollte man nur tun, wenn man sicher ist, dass sonst keine weiteren temporären Dateien vorhanden sind, die nicht in dem Commit landen sollen.

Falls doch Dateien ausversehen zum Staging Bereich hinzugefügt worden sind, kann man sie ganz leicht mit "git rm --cached " wieder entfernen.

Nach einem erneuten ausführen von "git status" werden alle hinzugefügte Dateien aus den drei Unterordnern aufgelistet. Es bietet es sich nicht nur für Anfänger an jedes Mal vor einem Commit die hinzugefügten Dateien mittels "git status" zu überprüfen, um zu vermeiden, dass nicht ungewollte Dateien in das Repository eingetragen werden.

$ git status
Auf Branch master

Initialer Commit

zum Commit vorgemerkte Änderungen:
  (benutzen Sie "git rm --cached <Datei>..." zum Entfernen aus der Staging-Area)

  neue Datei:     css/bootstrap-theme.css
  neue Datei:     css/bootstrap-theme.css.map
  neue Datei:     css/bootstrap-theme.min.css
  neue Datei:     css/bootstrap.css
  neue Datei:     css/bootstrap.css.map
  neue Datei:     css/bootstrap.min.css
  neue Datei:     fonts/glyphicons-halflings-regular.eot
  neue Datei:     fonts/glyphicons-halflings-regular.svg
  neue Datei:     fonts/glyphicons-halflings-regular.ttf
  neue Datei:     fonts/glyphicons-halflings-regular.woff
  neue Datei:     js/bootstrap.js
  neue Datei:     js/bootstrap.min.js

Wenn alle Dateien korrekt mit "git add" eingetragen worden sind, kann man den ersten Commit tätigen. Der Commit enthält dabei dann eben genau die Dateien, die man mit "git add" zum Staging Bereich hinzugefügt hat. Dateien, die man eventuell ausgelassen hat, bleiben unangetastet.

Mit dem folgenden Befehl wird der erste Commit erzeugt.

$ git commit -m "Bootstrap hinzugefügt."
[master (Basis-Commit) 7f1c942] Bootstrap hinzugefügt.
12 files changed, 9006 insertions(+)
create mode 100644 css/bootstrap-theme.css
create mode 100644 css/bootstrap-theme.css.map
create mode 100644 css/bootstrap-theme.min.css
create mode 100644 css/bootstrap.css
create mode 100644 css/bootstrap.css.map
create mode 100644 css/bootstrap.min.css
create mode 100644 fonts/glyphicons-halflings-regular.eot
create mode 100644 fonts/glyphicons-halflings-regular.svg
create mode 100644 fonts/glyphicons-halflings-regular.ttf
create mode 100644 fonts/glyphicons-halflings-regular.woff
create mode 100644 js/bootstrap.js
create mode 100644 js/bootstrap.min.js

Der Befehl speichert erst in diesem Punkt den aktuellen Staging Bereich in einen Commit. Mit dem Parameter "-m" kann eine Commit-Nachricht direkt übergeben werden, diese fasst in der Regel die aktuellen Änderungen zusammen, sodass andere Mitarbeiter in dem Repository die Änderungen in dem Commit schnell und einfach nachvollziehen können. Man kann auch einen Commit erzeugen ohne den Parameter "-m" anzugeben. Stattdessen öffnet sich der Standard-Editor des Systems in dem man die Commit-Nachricht eintippen kann.

Ein erneutes "git status" zeigt nach dem Commit erstmal keine Änderungen an.

$ git status
# Auf Zweig master
nichts einzutragen, Arbeitsverzeichnis sauber

Der erste Commit ist also getätigt. Dieser wird häufig initialer Commit oder Basis-Commit genannt, weil er der erste Commit des Repositorys ist, auf welchem die anderen Commits aufbauen.

Mit "git log" kann man die Historie des Repositorys anschauen. Bei lediglich einem Commit ist es in diesem Fall natürlich sehr kurz.

$ git log
commit 7f1c942a8275fdeab84ebee61e6fe43a6d48e888
Author: Sujeevan Vijayakumaran <mail@svij.org>
Date:   Sun Jul 20 17:24:13 2014 +0200

Bootstrap hinzugefügt.

Wichtig ist vor allem, dass jeder getätigte Commit eine eindeutige ID besitzt, auf welche man sich beziehen kann, wenn dies benötigt wird. Dies kann unter anderem dafür genutzt werden, um das Git Log zwischen zwei verschiedenen Revisionen anzusehen oder auch um Änderungen eines speziellen Commits rückgängig zu machen. Die ID ist eigentlich eine SHA-1 Checksumme, die aus den Änderungen erzeugt wird. Weiterhin werden auch noch das Datum und der Autor im Commit vermerkt.

Nachdem der erste Commit erledigt ist, kann die Arbeit also beginnen. Die Webseite, die mit diesem Tutorium angelegt wird, braucht zunächst eine "index.html"-Datei mit folgendem Inhalt:

<!DOCTYPE html>
<html lang="en">
  <head>
    <meta charset="utf-8">
    <meta http-equiv="X-UA-Compatible" content="IE=edge">
    <meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1">
    <title>Bootstrap 101 Template</title>

    <!-- Bootstrap -->
    <link href="css/bootstrap.min.css" rel="stylesheet">
  </head>
  <body>
    <h1>Hello, world!</h1>

    <!-- jQuery (necessary for Bootstrap's JavaScript plugins) -->
    <script src="https://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/1.11.1/jquery.min.js"></script>
    <!-- Include all compiled plugins (below), or include individual files as needed -->
    <script src="js/bootstrap.min.js"></script>
  </body>
</html>

Die Datei dient als Basis-Template für das HTML-Framework Bootstrap. Sie wird zunächst nicht von Git beobachtet, da die Datei neu ist. Auch diese Datei muss in das Repository committet werden:

$ git add index.html
$ git commit -m "index.html hinzugefügt."
[master 4cc7ce4] index.html hinzugefügt.
1 file changed, 21 insertions(+)
create mode 100644 index.html

Hiermit wurde also der zweite Commit erzeugt. Der Befehl "git log" listet beide auf:

$ git log

commit 4cc7ce45fb1a73d10325b465062d1ffa3435702f
Author: Sujeevan Vijayakumaran <mail@svij.org>
Date:   Sun Jul 20 17:37:51 2014 +0200

index.html hinzugefügt.

commit 7f1c942a8275fdeab84ebee61e6fe43a6d48e888
Author: Sujeevan Vijayakumaran <mail@svij.org>
Date:   Sun Jul 20 17:24:13 2014 +0200

Bootstrap hinzugefügt.

Da das Grundgerüst der Webseite steht, kann man die Startseite "index.html" nach seinem Belieben anpassen. Die Webseite braucht jetzt einen Titel im HTML-Head und einen kleinen Inhalt im Body.

Um den Titel zu verändern, reicht es Zeile 8 mit folgenden Inhalt zu überschreiben:

<title>Webseite mit Git</title>

Statt der Überschrift "Hallo Welt", wird in diesem Beispiel git gegrüßt:

<h1>Hallo Git!</h1>

Beide Dateien können jeweils mit einem Editor bearbeitet werden. Nachdem man diese Änderungen durchgeführt hat, kann man sich alle Änderungen mit "git diff" anschauen. Doch zunächst lohnt sich mal wieder ein Blick auf die Ausgabe von "git status".

$ git status
Auf Branch master
Änderungen, die nicht zum Commit vorgemerkt sind:
  (benutzen Sie "git add <Datei>..." um die Änderungen zum Commit vorzumerken)
  (benutzen Sie "git checkout -- <Datei>..." um die Änderungen im Arbeitsverzeichnis zu verwerfen)

  geändert:       index.html

  keine Änderungen zum Commit vorgemerkt (benutzen Sie "git add" und/oder "git commit -a")

Git bemerkt automatisch, dass sich der Inhalt von "index.html" verändert hat. Die Veränderung betrifft alle Änderungen seit dem letzten Commit.

Die Ausgabe von "git diff" zeigt letztendlich die Änderungen an der Datei an:

$ git diff

diff --git a/index.html b/index.html
index 7a050c7..ea3b0af 100644
--- a/index.html
+++ b/index.html
@@ -5,13 +5,13 @@
<meta charset="utf-8">
<meta http-equiv="X-UA-Compatible" content="IE=edge">
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1">
-    <title>Bootstrap 101 Template</title>
+    <title>Webseite mit Git</title>

<!-- Bootstrap -->
<link href="css/bootstrap.min.css" rel="stylesheet">
  </head>
  <body>
-    <h1>Hello, world!</h1>
+    <h1>Hallo Git!</h1>

<!-- jQuery (necessary for Bootstrap's JavaScript plugins) -->
<script src="https://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/1.11.1/jquery.min.js"></script>

Git zeigt die Unterschiede zwischen der aktuellen Datei und der Datei an, die zuletzt committet wurde. Entfernte Zeilen werden mit einem Minus zu Beginn der Zeile angezeigt, neu hinzugefügte Zeilen wiederum mit einem Plus. Gleichen Effekt hat es bei geänderten Zeilen.

Tipp: Zur Besseren Übersicht über die Ausgaben von Git im Terminal bietet es sich an, die Farbausgabe zu aktivieren. Dies kann global in der Konfiguration mit folgenden Befehl gesetzt werden:

$ git config --global color.ui true

Gelöschte Zeilen werden hiermit rot dargestellt und neu hinzugefügte Zeilen grün. Dieser Konfigurationsschalter wirkt sich allerdings nicht nur hier aus, sondern auch an weiteren Stellen.

Die Änderungen können wie gehabt wieder in den Staging Bereich gebracht werden und anschließend committet werden:

$ git add index.html
$ git commit -m "Titel und Überschrift angepasst."
[master 24e65af] Titel und Überschrift angepasst.
1 file changed, 2 insertions(+), 2 deletions(-)

Wenn man alle Befehle wie angegeben ausgeführt hat, besitzt das Repository drei Commits.

Fazit

In diesem Teil wurden die grundlegendsten Git Kommandos erläutert. Man weiß nun unter anderem, wie man Dateien zu einem Repository hinzufügt, ein Commit tätigt und wie man sich das Repository-Log anschauen kann.

Der nächste Teil behandelt das Branching Modell von Git.

24. Oktober 2014

Thunderbird 38 soll mit Kalender ausgeliefert werden

Permalink Sören Hentzschel

Mit Lightning existiert eine populäre Kalender-Erweiterung für Thunderbird. Diese soll ab Thunderbird 38 direkt mit Mozillas Mail-Client ausgeliefert werden.

Lightning ist eine Kalender-Erweiterung für Mozilla Thunderbird, welche von über einer Million Nutzer genutzt wird. Mit dem nächsten großen Thunderbird-Update, welches die Versionsnummer 38 tragen wird, soll Lightning direkt mit Thunderbird ausgeliefert werden, als standardmäßig deaktivertes Add-on. Dies ist das Ergebnis einer Diskussion im Rahmen des Thunderbird-Summits, welches vom 15. bis zum 18. Oktober in Toronto stattgefunden hat und bei welchem die Weichen für die Zukunft von Thunderbird gestellt wurden. Thunderbird wird seit Ende 2012 von der Community weiterentwickelt, nachdem Mozilla seine Prioritäten neu gewichtet hat.

23. Oktober 2014

Google Earth unter Jessie

Permalink Intux

Wie installiert man Google Earth unter Jessie?

news-381

Ganz einfach!

apt-get install lsb-core googleearth-package

cd && make-googleearth-package --force

dpkg -i google*.deb

apt-get -f install

Allerdings bekommt man so nicht die aktuelle Google Earth Version 7,  sondern die ältere Version 6.

Docker: BitTorrent Sync mit externem Share

Permalink debinux

Zugegeben, Docker hat es mir etwas angetan.
Ich habe ein Repository erstellt, das hoffentlich dazu bewegen kann, das wundertolle BitTorrent Sync auszuprobieren.
Ob BitTorrent Sync sich allerdings für externe Netzwerke eignet, lasse ich dahin gestellt. Synchronisierte Dateien werden unverschlüsselt und lesbar in den Ziel-Ordner geschrieben. Versteht mich nicht falsch, das kann durchaus von Vorteil sein.
Außerdem ist bei dauerhaftem Gebrauch, der Einsatz eines Reverse Proxy sicherlich nicht verkehrt…

Zu Beginn wie üblich, die Installation:

Installation Dockers

Debian Wheezy

Installation des Kernels aus dem Backport Repository mit anschließendem Neustart.
Dies ist notwendig, da erst ein Kernel ab Version 3.10 empfohlen wird.

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echo deb http://ftp.us.debian.org/debian wheezy-backports main > /etc/apt/sources.list.d/wheezy-backports.list
apt-get update -y
apt-get -t wheezy-backports install linux-image-amd64 -y # Für ein amd64-basierendes System
reboot
OVH VMware vServer Besitzer sollten die Datei “/etc/grub.d/06_OVHkernel” vor dem Neustart löschen und “update-grub2″ ausführen, damit der neue Kernel aktiv wird.
Der OVH Kernel ist leider etwas beschnitten und bietet unter anderem keine cgroups.

Nun Docker installieren (lassen). Vorab “curl” installieren:

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apt-get install curl
curl -sSL https://get.docker.io/ | bash

Ubuntu 14.04

Ich empfehle den Docker Installer zu verwenden. Es wird das offizielle Repository installiert. Auch hier im Vorfeld “curl” installieren:

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2
apt-get install curl
curl -sSL https://get.docker.io/ubuntu/ | bash

BitTorrent Sync im Container

Nun der interessante Teil, ich halte ich mich kurz.

Zu Beginn muss das Verzeichnis erstellt werden, das im Anschluss die synchronisierten Dateien beeinhalten wird.
Aber nicht nur das, auch wird der Besitzer des Verzeichnisses verändert; auf UID 9991.
Nein, der Benutzer ist nicht auf dem Host-System zu erstellen, stattdessen existiert er nur im Container. Allerdings wird das lokale Verzeichnis in diesen eingebunden, weshalb der Benutzer, der im Container “btsync” ausführt, die entsprechenden Rechte benötigt:

1
mkdir /var/btshare ; chown 9991:9991 -R /var/btshare

Der Pfad ist frei wählbar, für den Artikel entscheide ich mich für obigen.

Mit nur einem Befehl wird das Image heruntergeladen (wenn noch nicht vorhanden) und gestartet:

1
docker run --name "btsync" -d -p 8888:8888 -p 8889:8889 -v /var/btshare:/btsync/data andryyy/btsync

Kurz zu den Parametern:

  • -d – Startet den Container “detached”, also im Hintergrund
  • -p HOST:CONTAINER – gibt einen Port aus dem Container an den Host weiter. Hier sind dies Port 8888 für die Webui und 8889 für die Datenübertragung!
  • -v HOST:CONTAINER – Bindet ein Verzeichnis vom Host in den Container ein
  • –name – Ein eindeutiger Name. Wird keiner angegeben, wird ein Name generiert
Wenn der Client im selben Netzwerk mit anderen btsync-Clients arbeitet, lohnt es sich die Ports 3838/udp sowie 3000/udp weiterzureichen.
Dafür einfach zwei weitere “-p”-Schalter an den “docker run”-Befehl anhängen: “-p 3838:3838/udp -p 3000:3000/udp”.

“run” wird versuchen, das Image lokal ausfindig zu machen, es nicht finden und folglich aus dem Internet herunterladen. Zum Ende steht der Name des Repositorys.

Den Status des Containers überprüfen…

1
docker ps -a

…und via “host:8888″ in die Webui springen.

Das bestenfalls sofort tun, um einen Administrator einzurichten und den Zugang damit zu sperren.

Viel Spaß beim Ausprobieren von BitTorrent Sync, das Programm ist weitesgehend selbsterklärend.

Container verwalten

Bitte unbedingt in die offiziellen Dokumente Dockers’ schauen, aber hier – wie immer – ein paar Basics:

Der Container kann jeder Zeit gestoppt, …

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docker stop btsync

gestartet, …

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docker start btsync

oder gelöscht werden:

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docker rm btsync

Folgender Befehl löscht nicht nur den Container, sondern auch das Image:

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docker rmi andryyy/btsync

ownCloud Android App Media Scanner Fix

Permalink Finns Blog

Die ownCloud Android App ist im Prinzip eine schlichte App, dessen Funktionsumfang auf das Nötigste beschränkt ist. Dateien können von der eigenen Cloud auf’s Smartphone oder Tablet heruntergeladen und auf Wunsch aktuell gehalten werden, Dateien und Fotos hochladen und per Link Teilen ist ebenfalls kein großes Problem. Seit längerer Zeit wundere ich mich aber, dass heruntergeladene Bilder oder Fotos erst nach einem Neustart des Gerätes in der Android Galerie erscheinen.

Grund hierfür ist, dass die ownCloud App den Android Media Scanner nicht anstößt und somit die Galerie nichts von dem neuen Bild weiß. Als Zwischenlösung habe ich die SD Scanner App verwendet, um manuell ein erneutes Durchsuchen der SD Karte nach Bildern auszuführen.

Leider habe ich einen Bug Report vom Januar 2013 übersehen, so dass ich kürzlich einen neuen erstellt habe, der dann aufgrund eines Duplikats geschlossen wurde. Scheinbar hat dies aber die Diskussion wieder entfacht, denn nun steht seit kurzem ein Pull Request bereit. Da der Pull Request inzwischen konfliktfrei ist, dürfte dieser Fix bald seinen Weg in die ownCloud App finden.

Auch wenn der Funktionsumfang der ownCloud App nicht unbedingt mit anderen (unfreien) Synchronisations-Apps vergleichbar ist, sind es doch diese kleinen Dinge, welche die App besser machen.

Ubuntu 14.10 Release als Download verfügbar

Permalink raspitux

Viele von Euch schauen bestimmt derweil auch immerzu auf ubuntuusers.de nach ob der offizielle Download der neusten Ubuntu Version schon eingetragen wurde.
Wer nicht länger warten möchte kann die .iso oder .torrent Datei bereits jetzt schon downloaden. Auf den Spiegelservern liegen die aktuellsten Dateien schon vor.
Dazu könnt ihr zum Beispiel einen der folgenden Links verwenden:

Ubuntu 14.10 als .iso
Ubuntu 14.10 als .torrent

Die Änderungen zu der 14.04. LTS Version könnt ihr dann hier entnehmen.

OCRmyPDF

Permalink Invictus deus ex machina

Möchte man unter Linux PDFs durchsuchbar machen, benötigt man dafür im Normalfall einige Schritte bis man zu dem gewünschten Ergebnis kommt. Mit Hilfe des Shellscriptes OCRmyPDF kann man sich diese Arbeit vereinfachen. Um eine PDF durchsuchbar zu machen reicht es auf der Konsole:

./OCRmyPDF.sh -l deu input.pdf output.pdf

einzugeben. Bei der ersten Benutzung kann es passieren, das die Umwandlung fehlschlägt. Tritt dieser Fall auf, sind einige Abhängigkeiten (unter anderem Tesseract und Unpaper) nicht installiert. Das Skript weißt den Nutzer auf die zu installierenden Pakete hin. Nachdem diese installiert worden sind, kann OCRmyPDF genutzt werden. Das Skript ist unter der MIT-Lizenz lizenziert und somit freie Software. Der Quelltext sowie die Installationsanleitung sind auf GitHub zu finden.

Mailserver Installer Fufix v0.5.2

Permalink debinux

Im Schnelldurchgang die Neuerungen in fufix 0.5.2:

  • MySQL root Passwort nun für alle Hosts
  • Automatische Konfiguration in Thunderbird (via “config-v1.1.xml”)
  • Dovecot Plugins auch für den klassischen LDA eingeschaltet (z.B. Sieve, wenn Getmail verwendet wird)
  • “auth_default_realm” definiert die Standard-Domäne in Dovecot, wenn keine definiert wurde (> “user.name” anstatt “user.name@domain.tld”)
  • Dovecot LMTP als Benutzer “vmail” ausführen
  • Timeout für IPv6 Prüfung

Und wieder einmal möchte ich allen danken, die bei der Fehlersuche geholfen- und/oder Verbesserungen vorgeschlagen haben!

22. Oktober 2014

Ubuntu auf dem Chromebook: Ein kurzes Zwischenfazit nach einem Monat

Permalink Fury's - Blog

Ich nutze auf meinem Chromebook jetzt knapp einen Monat lang ein “normal” installiertes Ubuntu. Dabei verwende ich ein HP Chromebook 14. Meinen Ersteindruck der Ubuntu-Installation habe ich bereits in meinem letzten Artikel zu diesem Thema zusammen gefasst. Ich möchte in diesem Artikel noch einmal einige Aspekte zum letzten Artikel ergänzen, die sich nach einiger Zeit des Arbeitens mit dieser Konfiguration ergeben haben.

Hardware

Die Hardware funktioniert nahezu ohne Probleme. Klammere ich jetzt den Touchpad-Fix aus , dann funktioniert alles tadellos. Ich habe nur das Gefühl, dass die Temperatur etwas höher ist als im reinen ChromeOS-Betrieb. Das ist nicht weiter verwunderlich, da im Vergleich zu ChromeOS etwas mehr Hintergrundprozesse laufen. Auch muss man natürlich sagen, dass Ubuntu naturgemäß recht viele Programme vorinstalliert und zum Teil mitaktiviert hat.

Ich kann an dieser Stelle nur von einer fühlbaren Temperatur reden, die man auf dem Gehäuse spüren kann. Ob das langfristig Probleme machen könnte, ist schwer zu sagen. Das Gerät ist nicht am glühen, aber es ist eben etwas wärmer. Spätestens dann, wenn das Gerät etwas Staub in der Lüftung haben sollte, muss man hier sicher stellen, den Staub zu beseitigen. Ich kann mir vorstellen, dass dies sonst langfristig zu einem Hitzeproblem führen könnte.

Software

Das Starten des Laptops geht flott von der Hand (< 10 Sekunden), man muss nur daran denken, dass beim Bootvorgang STRG+L betätigt werden muss, da ansonsten nach einem ChromeOS gesucht wird. Man kann diese Überprüfung natürlich ausschalten, aber das empfehle ich gerade für Anfänger ganz und gar nicht. Zumal diese diese Bestätigung eigentlich nicht wirklich störend ist.

Wie fast zu erwarten war – nach einer Woche habe ich Unity den Laufpass gegeben und stattdessen MATE installiert. Dieses benötigt deutlich weniger Ressourcen als Unity. Und ich bin einfach nach wie vor ein Freund der “guten alten” GNOME 2 Oberfläche. Ich empfehle ganz klar, weder GNOME 3 noch KDE noch Unity zu benutzen. Bei diesen handelt es sich um grafisch sehr aufgehübschte Oberflächen, die jedoch für dieses Gerät einfach zu viel Leistung in Anspruch nehmen.

Im normalen Arbeiten erreicht man durch Unachtsamkeit einen Punkt, an dem die Hardware zum Flaschenhals wird – 2 GB RAM sind nun einmal nicht die Welt. Achtet man jedoch etwas darauf, ungenutzte Tabs im Browser zu schließen oder das gleiche mit ungenutzten Programmen zu tun, kommt man damit auch aus. Zumindest wenn man wie ich, häufig nur einen Texteditor und einen Browser benötigt ;)