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FuzixOS: Because Small Is Beautiful

Permalink Invictus deus ex machina

Alan Cox ist vielen als Kernel-Hacker im Linux-Bereich bekannt. Neben seiner Arbeit am Linux-Kernel hat er vor einigen Wochen ein anderes Projekt offiziell vorgestellt. Bei dem FuzixOS genannten Projekt handelt es sich um ein unixoides Betriebssystem für Z80-CPUs (und Leuten denen systemd zu viel war ;)). Das System ist allerdings so portabel gestaltet, das es sich für andere 8-Bit CPUs verwenden lassen sollte. Es handelt sich bei dem System um keine komplette Neuentwicklung, stattdessen wurden viele Funktionen aus Forks des Z80-Betriebssystems UZI entnommen.

Die ursprüngliche Ankündigung

Die ursprüngliche Ankündigung

Einige Teile für ein aus heutiger Sicht vollwertiges Betriebssystem fehlen allerdings noch. So gibt es im Moment unter anderem keine TCP/IP Unterstützung, keine symbolischen Links und keinen Support für Dateisysteme größer 32 MiB. Die Entwicklung von Fuzix selbst, findet auf GitHub statt. Lizenziert ist der Kernel unter der GPL, die Bibliotheken unter der LGPL. Einige Teile des Systems sind allerdings freizügigerer lizenziert.

Mozilla verbessert Verwendung mehrerer Suchmaschinen in Firefox

Permalink Sören Hentzschel

Kürzlich hat Mozilla hat DuckDuckGo als zusätzliche Suchmaschine in Firefox integriert, der Vertrag mit Google als weltweite Standard-Suchmaschine wurde nicht verlängert und schon hat Mozilla die nächste Veränderung parat, welche die Suchfunktion betrifft: Diese erhält Verbesserungen für die Verwendung mehrer Suchmaschinen.

Vor elf Tagen hat Mozilla Firefox 33.1 mit DuckDuckGo als neue Suchmaschine veröffentlicht, vorgestern wurde bekannt gegeben, dass Google bald schon nicht länger weltweite Suchmaschine von Firefox sein wird und eine fünfjärige Zusammenarbeit mit Yahoo! in den USA bekannt gegeben. Nun ist eine verbesserte Suchleiste im Beta-Zweig von Firefox 34 gelandet, welche die Verwendung mehrerer Suchmaschinen vereinfacht.

Auffällig ist zunächst, dass das Logo der ausgewählten Suchmaschine nicht länger das Suchfeld schmückt, hier ist nur noch eine neutrale Lupe zu sehen. Wie bislang findet sich hier ein direkter Weg zur Verwaltung der Suchmaschinen und weiterhin können über das Suchmaschinen-Dropdown auf Webseiten, welche eine eigene Suchmaschine anbieten, diese hinzugefügt werden.

Mit welcher Suchmaschine man sucht, wird sichtbar, sobald man eine Eingabe in das Suchfeld macht. Die interessante Neuerung befindet sich allerdings unterhalb der Suchvorschläge. Dort finden sich die Logos der anderen installierten Suchmaschinen. Brauchte es bislang zwei Maus-Aktionen, um die gleiche Suche bei einer weiteren Suchmaschine durchzuführen, reicht nun ein einziger Klick auf eines der anderen Logos.

Auf der Standard-Startseite about:home sowie auf about:newtab wurde das Suchmaschinen-Logo ebenfalls durch die Lupe ersetzt. Bei Klick darauf gibt es anstelle der bisherigen Liste der installierten Suchmaschinen einen Weg zu den Suchmaschinen-Einstellungen. Und auch diese wurden erneuert. Statt bislang einen eigenen Dialog nur für die Verwaltung der Suchmaschinen zu haben, wurde diese Einstellungen in die Oberfläche mit all den anderen Einstellungen integriert. Dort kann konfiguriert werden, welche Suchmaschinen in der “Ein-Klick-Suche” angezeigt werden sollen. Wie in den alten Such-Einstellungen lassen sich hier die Suchvorschläge auf Wunsch deaktivieren.

Diese Vorstellung der neuen Suche repräsentiert natürlich noch nicht notwendigerweise den finalen Plan, so fehlt in der neuen Umsetzung derzeit beispielsweise noch die Möglichkeit, Suchmaschinen zu löschen.

gestern

Skript für schlechte Netzwerkverbindungen

Permalink Invictus deus ex machina

Der Titel dieses Artikels, könnte den Leser glauben lassen, das es in diesem Artikel um ein Skript geht, welches irgendwelche Vorteile bei schlechten Netzwerkverbindungen bringt. Allerdings ist das Gegenteil der Fall. Bei dem in Go geschriebenen Tool mit dem Namen Comcast handelt es sich um ein Skript zur Simulation eines schlechten Netzwerkes.

Comcast auf GitHub

Comcast auf GitHub

Comcast soll dabei helfen Anwendungen zu testen, welche Netzwerkfunktionalitäten nutzen. So kann man überprüfen das die Anwendungen auch unter schlechten Bedingungen funktionieren (und falls dies nicht der Fall ist nacharbeiten). Das Skript läuft unter Linux, Mac OS X sowie BSD-Systemen. Der Quelltext der unter der Apache-Lizenz stehenden Software ist auf GitHub zu finden.

Kernel kompilieren für Anfänger

Permalink blog.mdosch.de - Dies & Das

In meiner (über) 10-jährigen Karriere als Linux-Anfänger kam ich mittlerweile häufiger in die Situation einen Kernel selbst kompilieren zu müssen. Es kam vor, dass Hardware erst ab einer neueren Version, als in den Distributions-Quellen vorhanden, unterstützt wurde, oder dass im Upstream-Kernel bestimmte Patches noch nicht integriert wurden (wie z.B. beim Touchpad für das Acer C720).
Anleitungen gibt es zwar viele, aber häufig bekam ich trotzdem keinen bootbaren Kernel heraus. Das Kompilieren eines eigenen Kernels war für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Irgendwann fand ich dann ein paar Befehle, mit deren Hilfe sich ein Kernel für Debian ganz einfach kompilieren lässt.
Natürlich kann man viel auf die eigene Hardware optimieren, wenn man einen Kernel baut, aber dieser Eintrag soll die einfachste Möglichkeit beschreiben einen funktionierenden Kernel auf Basis der Distributionskonfiguration zu erstellen.

Vorbereitungen

Um unter Debian einen Kernel kompilieren zu können installiert man (als root) die folgenden (Meta-)Pakete:

apt-get install build-essential kernel-package

Dann benötigt man natürlich den Quellcode des Kernels, den man kompilieren möchte z.B.:

wget https://www.kernel.org/pub/linux/kernel/v3.x/linux-3.17.3.tar.xz

Danach entpackt man diesen und wechselt in das Verzeichnis:

tar -xvf linux-3.17.3.tar.xz
cd linux-3.17.3
Konfiguration und Kernelbau

Am einfachsten ist es die funktionierende Konfiguration des Distributionskernels als Basis zu nehmen:

make oldconfig

Ist der zu kompilierende Kernel neuer als der aktuell verwendete erhält man nun einige Fragen zu neuen Kernel-Modulen. Im Normalfall ist es empfehlenswert die Vorgabe per Return zu übernehmen. Sollte man den Kernel wegen eines neuen Moduls bauen, so sollte man dies natürlich auswählen (y zum fest einkompilieren, m um ein nachladbares Modul zu bauen).
Nun existiert im Verzeichnis eine Datei .config. Möchte man bei bestimmten Modulen eine andere Auswahl als im Distributionskernel treffen muss man diese Datei editieren.

Nun ist man schon beim letzten Schritt angelangt, dem Kompilieren des Kernels. Theoretisch soll dieser Schritt auch als normaler Benutzer funktionieren, aber ich musste vor diesem Schritt bisher zu root werden.

make-kpkg --initrd --revision=20141120 -j4 --append-to-version=-eigenbau kernel_image

Per --revision legt man eine Nummer fest, die an die Kernel-Version angehängt wird um eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Builds zu ermöglichen. Man könnte auch einfach von 1 ab hochzählen, wenn man den gleichen Kernel häufiger kompiliert. -j4 bewirkt, dass 4 Prozesse parallel ausgeführt werden. Das beschleunigt den Vorgang, sofern man über genug (virtuelle) Prozessoren verfügt. Auf einem Single-Core würde ich empfehlen diese Option wegzulassen, auf einem Dualcore zu -j2 raten und auf einem aktuellen Prozessor wie i3/i5/i7 stellt -j4 kein Problem dar. Mit --append-to-version= kann man einen String anhängen, der in GRUB angezeigt wird. Somit kann man leicht erkennen, welches der selbstkompilierte Kernel ist. kernel_image ist letzten Endes nur die Anweisung ein Kernelpaket zu generieren. Benötigt man auch die Kernel-Header (z.B. um selbst Kernel-Module zu kompilieren) hängt man noch kernel_headers an.

Mit diesem Workflow baue ich seit Jahren erfolgreich Debianpakete aus den Kernelquellen und weiß mittlerweile gar nicht mehr warum das jemals ein Problem für mich darstellte.

Ubuntu: Systemkonfiguration Panel fast leer

Permalink Linuxvoodoo – Thorstens Technikkruscht

Vor zwei Tagen habe ich mein Ubuntu neu aufgesetzt.

Die letzten zwei Tage bin ich hin und wieder am nachinstallieren von Software. Heute hatte ich u.a. einen Citrix Client benötigt für einen Kundenzugang. Damit musste ich mich etwas auseinandersetzen. Testweise hatte ich auch unterschiedliche Citrix Versionen installiert und wieder deinstalliert wenn es zu Abhängigkeitsproblemen kam die ich nicht lösen konnte.

Nachdem der Citrix Zugang endlich sauber funktionierte stolperte ich über die Systemeinstellungen die durch die Softwareinstallation/-deinstallation etwas abbekommen hatte:

Systemkonfiguration

Scheinbar hat irgendeine meiner Deinstallationen zu viel gelöscht.
Beheben konnte ich das Problem mit “neuinstallation” des Paketes: unity-control-center

sudo apt-get install --reinstall --install-recommends unity-control-center

Es fehlten bei mir tatsächlich zwei Pakete. Anschließend war alles wieder sauber da :-)

Kurztipp: Suspend via systemd bei geschlossenem Laptop verhindern

Permalink blog.mdosch.de - Dies & Das

Ich habe gestern spasseshalber meinen Homeserver (eigentlich nur mein ausrangiertes Notebook) auf Jessie aktualisiert. Es war es schon mal wert, weil ich jetzt endlich komfortabel aus dem VLC per DLNA/UPNP auf meine Video- und Musiksammlung zugreifen kann. Leider ist der Server immer kurz nach dem Start in Suspend gegangen. Da ich das alte Laptop als Server nutze steht es zusammengeklappt unter meinem Router, ich greife ja sowieso nur über SSH darauf zu. Da möchte ich natürlich nicht, dass ein geschlossener Deckel bewirkt, dass das Notebook in StandBy geht.

Hier habe ich den Hinweis gefunden, wie man das unter systemd verhindert:

Man öffnet die Datei /etc/systemd/logind.conf und ändert die Zeile

#HandleLidSwitch=suspend

folgendermaßen ab:

HandleLidSwitch=ignore

Danach startet man den Dienst (als root) neu:

systemctl restart systemd-logind

Wallabag, die ReadItLater/Pocket Alternative

Permalink Dem hoergen - Hyperblog

Wallabag, die ReadItLater/Pocket Alternative
 

Ich bin heute auf ein wirklich schönes Stück Software gestossen, WALLABAG , das eine freie Alternative zu den Diensten, wie Read It Later bzw mittlerweile Pocket, oder auch Instapaper oder Paper.li darstellt. Die Software ist in PHP geschrieben, kann mit SQLite, MySQL und PostgreSQL umgehen. Hat ein paar Abhängigkeiten, die wohl die meisten Webserver sowieso schon mitbringen.

Die Installation geht sehr einfach von statten. Man läd die Zip-Datei herunter, entpackt sie, passt die Rechte an, prüft die Kompatibiliät mit Hilfe dem Script aus dem install/ Verzeichnis. Dann ruft man die Webseite auf, Username, Passwort, Datenbank eingeben und schon ist man fertig.

Das Webinterface ist wirklich einfach und komfortabel. Dazu gibt es noch Addons für Firefox und Chrome, sowie Clients für Android, iOS und Windows Smartphones.

Beim Einrichten auf einem Smartphone, sollte man eine Sache beachten! Man wird nach der ID und dem Token gefragt. NICHT nach Username und Passwort! Diese Details erhält man im Webinterface->Konfiguration, wenn man im Abschnitt “Feeds” den “Hier kannst du dein Token erzeugen” Link klickt.

Die Features können sich sehen lassen:

  • wallabag is free and open source. Forever.
  • No time to read? Save a link in your wallabag to read it later
  • Read the saved articles in a comfortable view: the content, only the content
  • You save all the content: text and pictures
  • You can easily migrate from others private services.
  • You like an article? Share it by email, on twitter or in your shaarli
  • Because we are increasingly mobile, wallabag fits all your devices
  • Saving a link is so easy because we provide you many tools: extensions for Chrome and Firefox, iOS, Android and Windows Phone application, a bookmarklet, a simple field in your config webpage. You can download third-party applications here.
  • RSS feeds allows you to read your saved links in your RSS agregator
  • You can set tags to your entries.
  • wallabag is multilingual: french, english, spanish, german, italian, russian, persian, czech, polish, ukrainian and slovienian.
  • You’re not the only one at home to use wallabag? it’s good, wallabag is multi users
  • You prefer a dark template? Perfect, many templates are available in the configuration screen
  • Many storage allowed: sqlite, mysql and postgresql
  • Scroll position is saved: when you return on an article, you come back where you was. So convenient!
  • You can flattr flattrable articles directly from your wallabag
  • You want to retrieve your wallabag datas? hey, remember, wallabag is open source, you can export it

Aktuell gibt es beim Android Client noch Probleme beim Sharen von Twitterinhalten. Aber an einem entsprechenden Parser wird schon gearbeitet.

Und die Installation geht schneller, als du diesen Artikel lesen kannst!

History vom Terminal löschen

Permalink Linux gefällt mir




Die History bzw. der Verlauf ist im Terminal zu sehen, wenn nach dem Öffnen des Terminals die Pfeil-nach-oben-Taste ↑ gedrückt wird.

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Update, 20.11.2014 19:20h Danke an denjenigen der Anonym, heute um 16:43h, eine noch einfachere Variante schrieb. Den ursprünglichen Blogeintrag habe ich gekürzt und angepasst. Ich liebe die Community. Danke.
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Du möchtest den kompletten Verlauf der Befehle löschen um einfach mal aufzuräumen oder weil du z.B. ausversehen dein Passwort leserlich eingegeben hast?

Kein Problem. Mit folgendem Befehl ist das schnell erledigt:
history -c


Schlüsselworte löschen

Sollen nur Schlüsselworte gelöscht werden, funktioniert das mit folgendem Befehl:
sed -i '/beispiel/d' ~/.bash_history
Am einfachsten den Befehl markieren, Rechtsklick und auf Kopieren, danach direkt im Terminal wieder einen Rechtsklick machen und dann auf Einfügen. Danach muss der Befehl editiert und mit Enter bestätigt werden! 


Beispiel

Der Befehl ist eingefügt:




Editiere den Befehl, in dem du einfach mit der Pfeil-nach-links-Taste bis zu dem Wort beispiel gehst und dann entweder mit der Löschtaste oder der Entf-Taste das Wort beispiel löscht. Das sieht dann so aus:




Nun gib dein Wort ein was aus dem Verlauf gelöscht werden soll. Z.B. Urlaub. Beachte: Es darf vor und nach dem Wort kein Leerzeichen sein, die Schrägstriche müssen unbedingt bleiben! Danach Enter.




Alle Befehle, die jemals in Verbindung mit dem Wort Urlaub eingegeben wurden, sind nun gelöscht worden.


Firefox verweist Google in die zweite Reihe

Permalink Pinguinzubehör

Man könnte meinen, Mozilla liest Pinguinzubehör. Nachdem wir gerade erst berichteten, dass zu viel finanzielle Abhängigkeit von einem einzigen Geschäftspartner langfristig die Interessen der unabhängigen Firefox-Entwicklung gefährden könnte, hat Mozilla das Ruder für seinen Firefox-Browser herumgerissen.

In den USA wird Yahoo zur Standardsuchmaschine in Firefox, in Russland und China die jeweils dort führenden Suchmaschinen Yandex und Baidu. Letztere ist dort bereits seit Längerem Standard. Google ist auf den US-Firefox-Versionen künftig also nur noch die Nummer 2, Google und Yahoo tauschen die Plätze.


Bisherige Reihenfolge bei Firefox (US-Version)

Die Ergebnistreffer bei Suchvorgängen werden sich damit substanziell ändern, denn die Treffer von Google und Bing, der Microsoft-Suche, auf deren Technik Yahoo aufsetzt, unterscheiden sich meist deutlich voneinander. Im Idealfall für Google werden eine Menge Nutzer der US-Version daher von sich aus wieder auf die Google-Suche umstellen. Dennoch wird durch den Yahoo-Deal auch ein Großteil eben zu dieser Suchmaschine geleitet. Damit dürfte Yahoo, dessen Hochzeiten schon lange her sind (wer etwa hatte zur Jahrhundertwende keine Yahoo-Mailadresse?), das mit dem Aufstieg Googles entsprechend Einfluss verlor und zumindest hierzulande kaum noch Bedeutung hatte, wieder etwas Boden gutmachen.

Das zeigt allerdings auch, dass Google auf Firefox offenbar tatsächlich nicht mehr angewiesen ist, wenn es sich von Yahoo hat überbieten lassen. Womöglich hat Firefox damit aber auch einfach nur in den sauren Apfel gebissen, sollte Google nicht mehr so viel angeboten haben wie in der Vergangenheit, so dass nun Yahoo auf Firefox’ Heimatmarkt an die erste Position aufrückt; Details zur Höhe der Einnahmen sind bislang nicht bekannt.

Google kann es im Grunde egal sein, ob es bei Firefox Standardsuchmaschine ist oder nicht, befindet es sich doch in der komfortablen Situation, das Vorrecht für die Standardsuche im Chrome-Browser zu besitzen – und hier keine konkurrierenden Suchmaschinen dulden zu müssen. Sofern die Nutzer nicht ohnehin schon über Google suchen. Firefox beweist unterdessen mit der Zurückstufung der Google-Suche zweierlei: dass es wirklich ein unabhängiger Browser ist – und dass Google gut daran getan hat, rechtzeitig einen eigenen Browser auf dem Markt zu etablieren.

Für Anwender des deutschsprachigen Firefox ändert sich übrigens nichts, hier bleibt es bei Google für die voreingestellte Suchmaschine; wer die Yahoo-Suche als Standard möchte, muss sich dies selbst einstellen. An den substanziellen Problemen für Firefox ändert eine Modifizierung der Standardsuchmaschinen allerdings noch herzlich wenig. Um den Rückgang der Verbreitung von Firefox zu stoppen, wird man sich noch einiges mehr einfallen lassen müssen, wenn irgendwann nicht nur noch Idealisten und Linux-Anwender Firefox nutzen sollen.

Let’s Encrypt: Neue CA von Mozilla, EFF, Cisco & Akamai bietet kostenlos TLS-Zertifikate ab 2015 an

Permalink Sören Hentzschel

Unter anderem Mozilla, die Electronic Frontier Foundation, Cisco und Akamai haben sich zusammengeschlossen, um Verschlüsselung im Web voranzutreiben. Gemeinsam will man ab 2015 kostenlose TLS-Zertifikate bereitstellen.

Sehr viele Webseiten übertragen ihre Daten über eine unverschlüsselte HTTP-Verbindung und nicht über eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung.  Die zwei wichtigsten Gründe hierfür dürften eine oftmals komplizierte Einrichtung sein sowie die Tatsache, dass die notwendigen Zertifikate häufig Geld kosten. Mit StartSSL gibt es auch eine kommerzielle Firma, welche kostenlos TLS-Zertfikate bereitstellt.

Mozilla, die Electronic Frontier Foundation (EFF), Cisco, Akamai, IdenTrust und Forscher der University of Michigan haben sich nun zu einer neuen gemeinnützigen Organisation zusammengeschlossen, der Internet Security Research Group (SRG). Und mit Let’s Encrypt hat die SRG eine Certificate Authority (CA) gegründet, welche ab dem zweiten Quartal 2015 kostenlos TLS-Zertifikate ausstellen möchte.

Die Zertifikate von Let’s Encrypt sollen nicht nur kostenlos, sondern auch einfach einzurichten sein. Wie die EFF in ihrer Ankündigung schreibt, würde es einen Entwickler typischerweise ein bis drei Stunden kosten, zum ersten Mal ein Zertifikat einzurichten. Mit Let’s Encrypt soll dies in 20 bis 30 Sekunden erledigt sein. Zertifikate sollen automatisch erneuert werden können. Auch Transparenz wird groß geschrieben; so soll es ein öffentliches Register mit allen ausgestellten wie auch zurückgezogenen Zertifikaten geben.

Video auf YouTube ansehen

19. November 2014

Yahoo! neue Standard-Suchmaschine in Firefox (USA)

Permalink Sören Hentzschel

Mozilla hat heute bekannt gegeben, den in diesem Jahr auslaufenden Vertrag mit Google als weltweite Standard-Suchmaschine in Firefox nicht verlängert zu haben. In den USA wird Yahoo! die neue Standard-Suchmaschine für die nächsten fünf Jahre.

Vor wenigen Tagen hat Mozilla den zehnten Geburtstag seit Erscheinen von Firefox 1.0 gefeiert. Zehn Jahre mit Google als Standard-Suchmaschine in Firefox. Stand der Geburtstag bereits unter dem Motto Unabhängigkeit, so könnte man meinen, dass Mozilla mit der heutigen Ankündigung genau daran anknüpft, denn den in diesem Jahr auslaufenden Vertrag mit Google, Mozillas bislang größtem Geldgeber, aber auch Konkurrenten im Browsermarkt, als weltweite Standard-Suchmaschine in Firefox hat man nicht verlängert. Wohl aber lässt man dem Nutzer die Wahl und bietet Google weiterhin als zusätzliche Option an. Mit dem Update auf Firefox 33.1 vor wenigen Tagen hat Mozilla bereits DuckDuckGo als zusätzliche Suchoption mit besonderem Fokus auf Datenschutz veröffentlicht.

Eine weltweite Standard-Suchmaschine soll es in Firefox nicht mehr geben. Für die USA hat Mozilla einen Vertrag mit Yahoo! für die nächsten fünf Jahre abgeschlossen, in Russland wird Yandex die neue Standard-Suchmaschine, China hat schon länger eine Sonderrolle mit Baidu, dabei bleibt es auch in Zukunft.

Ist von Yahoo! die Rede, dann allerdings nicht von Yahoo!, wie wir es heute kennen, Yahoo! wird im Dezember für Firefox-Nutzer eine überarbeitete Version seiner Suchmaschine veröffentlichen, die es dann ab 2015 für alle Yahoo!-Nutzer geben wird. Außerdem wird Yahoo! im Rahmen dieser Vereinbarung den Do-not-Track-Header respektieren, den die Nutzer in ihren Firefox-Einstellungen aktivieren können, um den Wunsch auszudrücken, nicht verfolgt zu werden.

Wie Nicolas Nethercote von Mozilla erklärte, wäre auch eine Verlängerung des Vertrages mit Google möglich gewesen, Mozilla hat sich aber gegen die Option der Vertragsverlängerung entschieden.

Weitere Informationen
Yahoo!: Yahoo and Mozilla Partner to Bring Yahoo Search to Firefox
Mozilla: New Search Strategy for Firefox: Promoting Choice & Innovation | The Mozilla Blog
Andreas Gal: Yahoo and Mozilla Form Strategic Partnership

18. November 2014

Xonotic auf Ubuntu

Permalink Intux

Der auf der Darkplaces Engine basierte Ego-Shooter Xonotic ist ein Fork des in in der Linux-Community bekannten Games Nexuiz. Xonotic erinnert stark an den Klassiker Unreal Tounament. Spielmodi wie u.a. Deathmatch und Capture the Flag verlangen flinke Reaktionen, bei der die Grafik auch auf nicht aktuellen Systemen kaum ins Stocken geraten sollte. Xonotic ist sowohl Single- wie auch als Multiplayer fähig.

Installieren lässt sich das Ganze einfach via PlayDeb. Zum Anderen kann man sich aber das Plattform übergreifende Paket Xonotic 0.7.0 für Linux, Windows, und Mac hier downloaden.

Hier eine kleine Vorschau:

Quelle: http://xonotic.org

Games wie Xonotic oder UrT via PlayDeb 2

Permalink Intux

Wer auf der Suche nach interessanten Games für Ubuntu ist, kommt an PlayDeb.net kaum vorbei. Hier findet man eine für Ubuntu zusammengestellte Sammlung von tollen Spielen, die sich via Install-Button ganz einfach installieren lassen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass Hinzufügen folgender Paketquelle

sudo add-apt-repository 'deb http://archive.getdeb.net/ubuntu utopic-getdeb games'

und des dazugehörigen Schlüssels.

wget -q -O- http://archive.getdeb.net/getdeb-archive.key | sudo apt-key add -

Ist dies erledigt, einfach zu PlayDeb.net wechseln und das Spiel der Wahl über “Install this now” installieren.

Einige Vertreter sind hierbei Xononic oder Urban Terror, welche sich problemlos wieder über das Software-Center deinstallieren lassen.

Viel Spaß!

Whatsapp mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung?

Permalink blog.mdosch.de - Dies & Das

Ich bin gerade per netzpolitik.org über diesen Beitrag gestolpert. Anscheinend soll open whispersystems Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in WhatsApp integrieren.

Open whispersystems ist bereits durch ihren verschlüsselnden Messenger TextSecure und RedPhone für verschlüsselte Telefonate ein Begriff. Auch die Funktion per WhisperPush verschlüsselte SMS unter cyanogenmod zu versenden wurde von open whispersystems realisiert.

Wer hätte das gedacht? Ich bin zumindest erstaunt und beobachte mal wie es weitergeht.

Von Zwiebeln und Piraten

Permalink (Mer)Curius

Anonymes surfen ist das möglicherweise schwierigste Unterfangen, das man im Sinne des Datenschutzes anstreben kann. Standardmäßig erzählt unser Webbrowser eine ganze Menge von uns und zu viele Webseiten protokollieren zu viele Informationen. Vollständige Anonymität ist schwer zu erreichen und teilweise auch nicht möglich. Letzteres betrifft vor allem Seiten auf denen wir uns anmelden und teilweise personenbezogene Daten hinterlegen müssen. Ein Account in einem Webshop macht ja schließlich keinen Sinn ohne korrekte Adresse. Anonymität kann deshalb nur partiell erreicht werden.

Der folgende Artikel soll eine nicht auf Vollständigkeit beharrende Übersicht über mögliche Anonymisierungswege im Internet, sowie deren Sicherheit, Probleme und Risiken, darstellen.

Gespaltene Persönlichkeit

Der Einheitsbrowser, mit dem man alle Seiten über eine ausufernde Favoritenliste verwaltet, hat ausgedient. Zu Beginn des Anonymisierungsprozesses muss man analysieren, welche Seiten personenbezogene Daten gespeichert haben und eine eindeutige Identifizierung ermöglichen. In diesem Fall nützt es auch nichts, wenn der Browser der Webseite mitteilt, dass man von den Bahamas kommt. Wie viele Seiten das sind und welche genau liegt beim Benutzer.

Diese Seiten ruft man weiterhin mit einem normalen Webbrowser auf. Am Beispiel von Firefox hatte ich mal gezeigt, welche Addons sinnvoll sein können um aufdringliche Werbeanbieter auf Distanz zu halten.

Theoretisch ließen sich mit Firefox auch Profile verwalten, die einen Wechsel vom öffentlichen in den anonymen Modus erlauben würden. Faktisch provoziert dies jedoch Datenspuren, da man “mal” vergisst umzuschalten. Jemand der sich im Tor Netzwerk bei einem Webshop mit Name und Adresse anmeldet ist in der betroffenen Session einfach nicht mehr anonym. Deshalb ist ist eine Trennung in unterschiedliche Browser sinnvoll.

Das Zwiebelnetzwerk

TOR (The Onion Router) ist eines der bekanntesten und größten Netzwerke zur Anonymisierung im Internet. Die Funktionsweise des Netzwerkes ist relativ simpel. Der Nutzer installiert auf seinem PC einen Client (i.d.R. das Tor Browser Bundle) mit dem er sich mit dem Netzwerk verbindet. Beim Start lädt dieser Client eine Liste aller verfügbaren Tor–Server herunter. Auf Basis dieser Liste wählt der Client eine Route über verschiedene (mindestens jedoch drei) Tor-Server. Jeder Server kennt dabei nur seinen Vorgänger und Nachfolger und die Daten werden verschlüsselt übertragen. Auf diesem Grund können gerade die “Tor-Nodes” genannten Zwischenstellen nichts über den Benutzer wissen. Der letzte Server (Exit-Node) im Glied kennt zwar die aufgerufene Adresse, aber nicht den Nutzer. Der erste Server kennt den Benutzer aber nicht das Ziel.

Tor Arbeitsweise - Grafik von Wikipedia

Tor Arbeitsweise – Grafik von Wikipedia ( http://de.wikipedia.org/wiki/Tor_(Netzwerk) )

Besonders sensibel sind deshalb der Eintritts- und Austrittsknoten. Tor kann deshalb keine Anonymität garantieren, wenn beide von einem Angreifer kontrolliert werden. Tor versucht das mit einer Vorauswahl der Eintirttspunkte zu verhindern, aber vollständigen Schutz kann auch das Tor Netzwerk nicht garantieren. Mit einem umfangreichen Aufwand und möglicherweise Zugriff auf die wichtigen Internet-Knoten lässt sich jeder Tor-Nutzer deanonymisieren.

Abseits dieses für den Privatanwender eher überschaubaren Risikos – es geht uns ja vor allem um die Anonymisierung gegenüber Werbetreibenden oder sonstiges “Datenstaubsaugern” – hat das Tor-Netzwerk einige gewichtige Nachteile. Erstens ist das Netzwerk, unabhängig von der eigenen Internetverbindung, verhältnismäßig langsam. Surfen auf grafik- oder videolastigen Seiten macht mit Tor keinen wirklichen Spaß. Zweitens ist das Tor Browser Bundle ein portables Paket, das an der Paketverwaltung vorbei auf das System gebracht wird. Für den verwöhnten Linuxnutzer ein ungewohnter Wartungsaufwand.

VPN Dienste

Eine zweite Möglichkeit der Anonymisierung bieten viele VPN (Virtual Private Network) Dienste. Konkrete Anbietervorschläge werde ich hier nicht machen. Bei diesen wählt sich der Anwender mit seiner eindeutigen IP über einen proprietären Client oder ein offenes Protokoll (hängt vom Anbieter ab) in das Netzwerk ein. Man wird dann über einen Server des Netzwerkes geleitet, weshalb man für die aufgerufenen Webseiten nicht eindeutig identifizierbar ist. Der Nutzer ist in sofern anonym, als das er seine öffentlich sichtbare IP-Adressse mit allen anderen Nutzern des Netzwerks bzw. des Anonymisierungsservers teilt.

Im Gegensatz zum Tor Netzwerk basieren jedoch alle derartigen VPN-Dienste auf der Zusicherung des Anbieters, den Anwender nicht zu verfolgen und keine Daten aufzuzeichnen. Es ist somit gewissermaßen eine Vertrauensfrage. Zudem besteht das Problem, dass sich der nicht hinreichend vorsichtige Nutzer durch sein Surfverhalten enttarnen kann bzw. es noch andere Tracking-Methoden, als die IP-Adresse gibt. Tor begegnet diesem Problem mit seinem speziellen Browser-Bundle. Der Vorteil der VPN-Dienste liegt hingegen in ihrer deutlich höheren Surfgeschwindigkeit (je nach Anbieter).

John Doe

Eine Dritte Methode bietet JonDo, ein kostenpflichtiger Dienst der aus Deutschland stammt. Da ich keine persönlichen Erfahrungen hiermit habe möchte ich auf diesen lediglich der Vollständigkeit halber verweisen. Weitere Informationen finden sich (wie immer) bei Wikipedia und über die offizielle Webseite.

Besonders interessant an JonDo ist jedoch die angepasste Version von Firefox, die dort vertrieben wird. Dieser wird auf der Homepage nicht offensiv beworben, findet sich aber in den Paketquellen für Debian/Ubuntu. Diese lassen sich einfach hinzufügen:

$ sudo nano /etc/apt/sources.list.d/jondo.list # Ist eine leere Datei, die wir nun neu anlegen

Dort fügt man ein:

deb https://debian.anonymous-proxy-servers.net DISTRI main

DISTRI ist logischerweise durch die eingesetzte Distribution zu ersetzen. Im Fall von *ubuntu 14.04 LTS wäre dies z.B. trusty.

Als nächstes muss noch die Signatur verifiziert werden:

$ sudo apt-key adv –keyserver pool.sks-keyservers.net –recv-keys 0xF5100840F1305880

Und schlussendlich der Browser installiert werden:

$ sudo apt-get update

$ sudo apt-get install –no-install-recommends jondobrowser-de

Dieser Browser ist derart vorkonfiguriert, dass er die maximale Absicherung bietet, die man ohne dezidierten Anonymisierungsdienst erreichen kann. Das ist kein Hexenwerk, erspart einem aber eine aufwändige Konfiguration der eigenen Firefox-Installation. Zudem kann er auch dazu bewegt werden über das Tor-Netzwerk zu arbeiten. Hierzu muss aber noch Tor auf dem System installiert werden, was jedoch nicht alle Distributionen in den Paketquellen haben.


Artikelbildquelle: Zwiebel von Andreas Hamm unter CC 2.0 auf Flickr

Traffic…

Permalink KopfKrieg

Auch wenn die Debatte rund um „Drosselkom“ und Netzneutralität wohl mittlerweile kaum noch fortgeführt wird, trotzdem von meiner Seite ein paar Gedanken und Fakten dazu. Denn wie der Zufall so will bin ich über das Tool vnStat gestolpert und habe den Datenverkehr (bzw. das Volumen) für den Monat Oktober sowie um eines Experiments Willen noch die ersten zwei Wochen des Novembers mitprotokolliert. Die Ergebnisse waren – wie sollte es auch sonst sein – anders als erwartet.

Der Server

Der Server hat zwar unlimitierten Traffic, trotzdem interessiert es natürlich wie viele Bits und Bytes täglich über die Netzwerkschnittstelle laufen. Und auch wenn neben KopfKrieg noch andere Domains auf diesem Server hausen, so macht der Hauptanteil doch dieser Blog aus. Der vorherige Artikel ist bereits Ende September veröffentlicht worden und ich hatte – naiv wie ich bin – natürlich damit gerechnet, dass der Traffic in irgendeiner Relation zur Aktualität des Artikels steht. Und entweder habe ich den Zeitraum zu klein gewählt oder aber meine These ist falsch, denn: Der Datenverkehr blieb über die letzten 6 Wochen bis auf kleinere Schwankungen konstant, ein Muster lässt sich nicht erkennen. Und auch die täglichen Updates des Servers fallen kaum ins Gewicht. Kurzzeitig dachte ich an all den Traffic welcher von Botnetzen auf den SSH-Port fällt doch auch dieser ist so gut wie nicht vorhanden. Anders gesagt: Gute 600MB Traffic gehen pro Tag alleine für diesen Blog über die Leitung und das trotz des noch sehr jungen Projekts. Da kann man schon fast ein bisschen stolz werden, meine alte Website mit wesentlich mehr Inhalt (wobei diese auch entsprechend mehr Zeit hatte zu wachsen) hatte nicht annähernd so viele Besucher angelockt geschweige denn so viel Traffic erzeugt.

Und zu Hause?

Nun aber zum wichtigen Teil. Ich besitze ein Smartphone, ein Tablet, einen Arbeitsrechner sowie einen reinen Spielerechner. Das Smartphone hatte relativ genau 6GB Datenverkehr, das Tablet lächerliche 230MB welche komplett für Updates des Betriebssystems und die installieren Applikationen verwendet wuden. Mein Arbeitsrechner hatte insgesamt 35GiB (~37,5GB) Datenverkehr, beim Spielerechner kann ich nur schätzen (wobei ich hier mindestens ~10GB für Updates rechnen kann, für andere Dinge braucht das Teil aber auch keine Internetverbindung).

Alles in allem also gute 53GB Datenverkehr. Für eine einzelne Person. Für mich. Und das, obwohl ich mir so gut wie keine Videos auf YouTube ansehe, keine Musik streame, kein Radio höre, keinen Fernseher habe geschweige denn eine sinnvolle Verwendung für diesen finden könnte. 53GB. Das ist eine enorme Datenmenge und ich kann ehrlich nicht sagen, wofür ich das alles gebraucht habe. Eine Familie wird also, gehen wir von zwei Kindern aus, selbst mit 200GB Traffic nicht annähernd auskommen.

Dabei eingerechnet ist natürlich noch nicht, dass die Tochter sich Styling-Tipps über YouTube holt und der pubertierende Junge gewissen Dingen auf diversen Portalen freien lauf lässt während der Vater eine Serie auf den heimischen Fernseher streamt und die Mutter Kochrezepte online ansieht (damit wären dann wohl alle Klischees bedient).

Um also auf den Punkt zu kommen: Ja, ich will Glasfaser und ja, alles unter einem halben Terabyte Traffic ist indiskutabel (ein klein wenig Sicherheit sollte man ja doch miteinrechnen). Das aber wohlgemerkt für den aktuellen Stand. Spiele werden größer (es gibt mittlerweile Spiele welche nicht mehr auf eine Blu-Ray passen), Streaming wird noch mehr Traffic verbrauchen (man denke an Filme in 4K-Auflösung) und auch sonst gibt es keinen vernünftigen Grund, warum der Datenverkehr auf magische Weise abnehmen anstellen von zunehmen sollte.

17. November 2014

Mozilla verschiebt Firefox 34

Permalink Sören Hentzschel

Firefox 33 war die Versionsreihe von Firefox mit den meisten Updates seit Einführung des Rapid Release Modells und nächste Woche sollte bereits Firefox 34 erscheinen. Mozilla hat nun die Verschiebung von Firefox 34 bekannt gegeben.

Normalerweise erscheint alle sechs Wochen eine neue Firefox-Version. In den letzten Wochen gab es ein paar Updates mehr: ein zusätzliches geplantes Update mit neuen Funktionen zum zehnten Geburtstag von Firefox sowie vier außerplanmäßige Updates um auf fehlerhafte Grafikkartentreiber zu reagieren. Mit Firefox 33 hatte Mozilla Off Main Thread Compositing für Windows-Nutzer standardmäßig aktiviert, was auf einigen Systemen zu Probleme führte.

Den für den 25. November geplanten Release von Firefox 34 verschiebt Mozilla nun um eine Woche auf den 2. Dezember, um mehr Zeit zur Stabilisierung von Firefox 34 zu haben. Firefox für Android sowie Firefox ESR sind von der Verschiebung ebenfalls betroffen. Für die Desktop-Version bedeutet dies zwei zusätzliche Betaversionen, für Android gibt es eine Beta mehr.

Keinen weiteren Einfluss hat dies auf die Veröffentlichung von Firefox 35, welcher bereits aufgrund der Weihnachtsfeiertage um eine Woche verschoben werden sollte. Statt einer zusätzlichen Beta-Woche für Firefox 35 erhält Firefox 35 damit eine zusätzliche Aurora-Woche und es bleibt auch für Firefox 35 und darüber hinaus bei insgesamt einer Woche Verschiebung.

16. November 2014

Wochenrückblick 46/2014

Permalink deesaster.org

Der Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu, Linux und Open Source Revue passieren.

Rund um Ubuntu

Ubuntu MATE 14.04 Longterm Release veröffentlicht

Etwas später als Ubuntu und seine offiziellen Derivate wurde Ubuntu MATE in Version 14.04 veröffentlicht. Die Besonderheit ist, dass es nach Ubuntu MATE 14.10 erschienen ist und, obwohl es eine kleinere Versionsnummer trägt, nach Aussagen der Entwickler mehr Features enthält und eher ein Nachfolger von 14.10 ist. Ubuntu MATE 14.04 stützt sich dabei auf Ubuntu 14.04 LTS ab, sodass das Basissystem fünf Jahre Unterstützung von Canonical erhält. Die MATE-Paketquellen sollen von den MATE-Entwicklern ebenfalls fünf Jahre gepflegt werden.

Quelle: OMG!Ubuntu!

Neues rund um Linux

Microsoft öffnet .NET

Microsoft öffnet seine .NET-Entwicklungsplattform und veröffentlichte den .NET-Kern auf GitHub unter der MIT-Lizenz. Man will dabei eng mit Miguel de Icaza, dem Entwickler des Mono-Projekts, zusammenarbeiten, um ggf. eine gemeinsame Codebasis teilen zu können. Den Schritt hat Microsoft laut eigener Aussagen gemacht, ob sich mehr zu den Framework-Benutzern hin zu bewegen.

Quellen: heise open, Golem, Linux-Magazin, Pro-Linux

GNOME verteidigt Marke gegen Groupon

Das Rabatt-Unternehmen Groupon wollte mehrere Produkte mit dem Namen „Gnome“ veröffentlichen und markenrechtlich schützen lassen. Die GNOME Foundation zeigte sich überrascht und bat die Open-Source-Community um Unterstützung, um sich rechtlich bei der Namenswahl gegen Groupon durchzusetzen. Heraus kamen über 100.000 US-Dollar an Spendengeldern. Zusätzlich zog Groupon die Anmeldung zurück und will einen anderen Namen für sein Produkt finden.

Quellen: Linux-Magazin, Golem, heise open

Emacs zieht zu Git um

Bisher setzte das Emacs-Projekt als Versionsverwaltungssystem Bazaar ein. Da das System aber laut Eric S. Raymond kaum noch Neuerungen erfährt und zu sehr von Canonical getrieben wird, wechselte man im Laufe des Jahres zu Git, was diese Woche mit der Bereitstellung des neuen Repositories beendet wurde.

Quellen: Pro-Linux, heise open, Linux-Magazin

Copyleft.org erklärt das Copyleft

Die Software Freedom Conservancy und die Free Software Foundation haben gemeinsam eine neue Webseite namens copyleft.org ins Leben gerufen, die Lizenzinformationen und Hintergründe zu Copyleft-Lizenzen erklären soll. Angefangen hat man mit einer Analyse der GPL.

Quellen: heise open, Pro-Linux

buch7.de verlost Preis für Open-Source-Projekte

Der Online-Buchhandel buch7.de, der 75% seiner Gewinne an soziale, kulturelle und ökologische Projekte abgibt, will auch die Open-Source-Community fördern. Insgesamt 3000 Euro Preisgeld gibt es für Projekte, die Open-Source-Software mit einem breiten Nutzen für die Gemeinschaft veröffentlichen und denen das Preisgeld auch etwas bringt. Bewerbungen werden bis zum 31.12.2014 entgegen genommen.

Quellen: Pro-Linux, heise open

Die Helden Freier Software sollen prämiert werden

Die Free Software Foundation hat erneut zu Nominierungen zum Free Software Award aufgerufen. Nur noch bis zum 16.11.2014 (also heute) kann jeder ein Open-Source-Projekt oder eine Person nominieren, die entweder Freie Software voranbringt oder die Freie-Software-Bewegung unterstützt.

Spielen unter Linux

Hardware und Mobiles

Neues Raspberry Pi Modell A+ vorgestellt

Der Kleinstrechner Raspberry Pi erhält ein Update in Form von Modell A+. Wie Modell A besitzt das Update einen Broadcom-ARM11-Prozessor mit 256 MB RAM und Dual Core VideoCore IV Multimedia Co-Processor. Die GPIO-Pinleiste wurde von 26 Anschlüssen auf 40 erweitert. Daneben wurde das Gerät durch ein neues Platinenlayout kleiner und ressourcenschonender. Der Raspberry Pi Modell A+ ist bereits für 20 Euro erhältlich.

Quellen: Pro-Linux, heise open, Golem, Linux-Magazin

Firefox 33.1.1 behebt möglichen Absturz bei Programmstart

Permalink Sören Hentzschel

Mozilla hat vor dem Wochenende ein weiteres außerplanmäßiges Update für Firefox 33 veröffentlicht. Dieses behebt eine mögliche Absturzursache bei Programmstart.

Mozilla hat das vierte außerplanmäßige Update für Firefox 33 veröffentlicht. Wie bereits die ersten drei steht auch dieses Update wieder in Zusamenhang mit dem in Firefox 33 eingeführten Off Main Thread Compositing (OMTC) und fehlerhaften Grafikkartentreibern. Konkret behebt Mozilla mit Firefox 33.1.1 eine durch eine fehlerhafte Treiberblockierung ausgelöste mögliche Absturzursache bei Programmstart.

15. November 2014

Acer C720: Debian Kernel 3.17.3

Permalink blog.mdosch.de - Dies & Das

Der aktuelle Kernel für das C720 steht zum Download.

md5sum linux-image-3.17.3-c720_20141114_amd64.deb 
99b056c21825f0e03c7e550649391ef8  linux-image-3.17.3-c720_20141114_amd64.deb

sha1sum linux-image-3.17.3-c720_20141114_amd64.deb 
be8e9a4a0a7647eebe5816c5200575c065839431  linux-image-3.17.3-c720_20141114_amd64.deb

14. November 2014

Microsoft öffnet .NET

Permalink deesaster.org

heise tituliert, dass die Hölle zufriert, weil Microsoft ihre Entwicklungsplattform .NET als Open Source veröffentlichten will. Natürlich ist das alles gar nicht so schlimm, wenn man den heise-Artikel als Ganzes liest. Die Fakten lesen sich dabei ganz angenehm.

Microsoft hat den .NET-Kern auf GitHub unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Dabei sind laut Veröffentlichung noch nicht alle Libraries auf GitHub enthalten. Zusätzlich arbeitet man mit Miguel de Icaza vom Mono-Projekt zusammen, der in der Vergangenheit mit Mono dafür sorgte, dass C#-Code unter Linux kompiliert werden konnte (zu einem Teil zumindest). Jetzt könnten Mono und .NET die gleiche Codebasis teilen.

Der Schritt von Microsoft ist natürlich konträr zu einigen Aussagen der Microsoft-Chefs aus der Vergangenheit. Aber auch bei Microsoft hat man erkannt, dass man mit Closed Source nur noch wenig verdienen kann. Auf dem Desktop dominiert Microsoft mit Windows immer noch, aber im Mobilbereich sind sie weit abgeschlagen. Die Öffnung von .NET könnte einige Entwickler wieder zur Microsoft-Plattform locken.

Wie auch immer man zu Microsoft steht: Die Veröffentlichung von .NET Core als Open Source ist ein guter Schritt für alle Anwender!

Links:

Siemens veröffentlicht EMB² als Open Source

Permalink deesaster.org

Großen Firmen legen ja sehr viel Wert auf ihren Know-How-Schutz (auch Intellectual Property genannt) und verteidigen diese durch Patentstreitigkeiten und Closed-Source-Software. Umso schöner ist, dass Siemens ihre Eigenentwicklung Embedded Multicore Building Blocks (kurz EMB²) als Open Source bei GitHub veröffentlicht hat.

Es handelt sich dabei um eine C/C++-Bibliothek, der die Parallelisierung von Tasks auf Embedded-Echtzeit-Systemen unterstützen soll. Und gerade bei Embedded Systemen spielt Linux eine große Rolle, sodass ich denke, dass die Software hier einen echten Nutzen haben kann. Veröffentlicht wird das Ganze unter einer BSD-Lizenz, sodass man den Code auch verändern und erweitern darf.

Genau das hofft Siemens mit der Offenlegung zu erreichen. Aber selbst wenn es nicht gelingt, ist es dennoch ein schöner Schritt, wie ich finde.

via heise

Kurztipp: Microsoft-Schriftarten unter Enterprise Linux installieren

Permalink /var/pub/chris_blog

Download PDF

Manche Anwendungen erfordern tatsächlich noch Microsoft-Schriftarten unter Linux. Lizenztechnisch ist das nicht unproblematisch. Zwar stellt Microsoft die Schriftarten kostenlos zur Verfügung, eine Weiterverbreitung ist aber aufgrund der Lizenz untersagt. Debian-basierende Distributionen liefern hierfür ein Paket msttcorefonts-installer, welches während der Paketinstallation die Schriftarten herunterlädt und entpackt.

Das erfordert jedoch einen Zugang zum Internet, was insbesondere in Rechenzentren nicht für alle Server gegeben ist. Abhilfe schafft das manuelle Erstellen eines RPM-Pakets, das die Schriftarten enthält. Auf Sourceforge gibt es hierfür ein Specfile – auf einem System mit Internetzugang lässt sich so komfortabel ein entsprechendes Paket erstellen:

# yum install rpm-build rpmdevtools
# wget http://corefonts.sourceforge.net/msttcorefonts-2.5-1.spec
# rpmbuild -bb msttcorefonts-2.5-1.spec

Anschließend befindet sich unterhalb rpmbuild/RPMS/noarch ein RPM-Paket, welches auf weitere Systeme verteilt werden kann.

Download PDF

[Arch]: top auf alte Default-Einstellung zurücksetzen

Permalink Produnis

Seit dem letzten Arch-Update sieht die top-Ausgabe nicht mehr wie gewohnt aus.
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Um den Status quo wieder herzustellen geht man wie folgt vor:

  • lösche (falls vorhanden) die Datei ~/.toprc
  • starte “top
  • drücke z (kleines z!)
  • drücke V (großes V!)
  • drücke 1
  • drücke y
  • drücke m m
  • drücke t t t
  • drücke W (großes W! …dies schreibt eine neue Config-Datei ~/.toprc).

Danke an procps-ng-sucks

Weblinks

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