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PS4 Controller als Fernsteuerung unter Ubuntu nutzen

Permalink barfoos

Ich hab mir vor Kurzem einen PS4-Controller zugelegt. Unter Ubuntu 14.04 wird der dank Treibern im Kernel automatisch erkannt. Sowohl per Bluetooth als auch per Kabel lässt sich so zum Beispiel in Steam problemlos zocken. Neben dem Spielen mit dem Controller, dass völlig ohne Einrichtungsaufwand funktioniert, interessierte mich nun, ob es nicht auch möglich ist, den Controller als Fernsteuerung zu benutzen.

Dank xboxdrv lassen sich die Tastenbefehle des Controllers problemlos auf Tastatur- oder Mausbefehle „mappen“. Das Programm befindet sich in den Ubuntu-Paketquellen und lässt sich mit einem freundlich aber bestimmten sudo apt-get install xboxdrv installieren.

Zunächst gilt es heraus zu finden welches „Event“ dem Gerät von eurem Rechner zugeordnet wurde. Vor dem Verbinden startet ihr dafür im Terminal folgenden Befehl:

udevadm monitor --udev

Wenn ihr jetzt euer Gerät verbindet (entweder via Kabel oder per Bluetooth-Verbindung), dann sollte die Ausgabe einige Zeilen Anmelde-Protokoll ausspucken. In diesen Zeilen versteckt sich irgendwo /input/inputX/eventY. Wichtig ist hier eventY. Unter diesem Namen verwaltet xboxdrv den Controller.

Nun ist es notwendig zu wissen, unter welchem „Namen“ die einzelnen Eingabeelemente des Controllers welche Befehle senden. Mit dem Befehl

sudo xboxdrv --evdev /dev/input/eventY --evdev-debug

lässt sich das heraus finden. Damit ihr euch diese etwas anstrengende Prozedur sparen könnt, habe ich eine Übersichts-PDF gebaut.

PS4_controller_udev

Die einzelnen Tastenanschläge lassen sich nun in einer Config-Datei umrouten, die dem Programm xboxdrv beim Start übergeben wird. Meine aktuelle Config-Datei findet ihr am Ende des Artikels. Ich habe diese in meinem Home-Verzeichnis (~/.xboxdrv-conf) gespeichert. Der Programm-Aufruf sieht nun folgender Maßen aus:

sudo xboxdrv --config  ~/.xboxdrv-conf

So lässt sich der Controller nun als Maus-Ersatz benutzen. Der linke Stick steuert den Cursor, der rechte dient als Mausrad-Ersatz, L1 und R1 ersetzen die Maustasten. Der Rest der Tasten wird als VLC-Fernsteuerung benutzt. So startet das Dreieck Filme oder pausiert sie. Das Viereck stoppt sie. Mit L2 und R2 lässt sich zum nächsten oder vorherigen Video skippen. Und der Vollbild-Modus lässt sich mit dem Kreis starten und dem Kreuz wieder beenden.

An das Mauspad hab ich mich bisher noch nicht heran getraut. Mittels ds4drv sollte sich selbiges eigentlich nativ unter Linux nutzen lassen. Leider ist es mir bisher nicht gelungen das Programm zu einer stabilen Verbindung zu überreden.

Abschließend, wie versprochen, meine Config-Datei zur Maus- und VLC-Fernbedienung:

[xboxdrv]
evdev=/dev/input/event2
silent=true

[evdev-absmap]
ABS_X=x1
ABS_Y=y1
ABS_Z=x2
ABS_RZ=y2

[ui-axismap]
x1=REL_X:20
y1=REL_Y:-20
x2=REL_WHEEL:-1:50
y2=REL_WHEEL:1:50

[evdev-keymap]
BTN_Y=rt
BTN_Z=lt
BTN_A=x
BTN_X=y
BTN_B=a
BTN_C=b
BTN_TL=lb
BTN_TR=rb
BTN_BASE3=back
BTN_BASE4=start

[ui-buttonmap]
rt=BTN_LEFT
lt=BTN_RIGHT
x=KEY_S
y=KEY_SPACE
a=KEY_ESC
b=KEY_F
rb=KEY_N
lb=KEY_P
back=KEY_LEFTSHIFT
start=KEY_RIGHTCTRL

# EOF #

Monitorbrummen abstellen

Permalink onli blogging

99 und 100. Das sind die verbliebenen Helligkeitseinstellungen, mit denen mein Dell U2312HM nicht brummt bzw summt. Als ich ihn bekam schrieb ich noch, dass bei niedrigen Einstellungen keinen Lärm zu machen einer seiner Vorteile sei. Erst vor kurzem merkte ich, dass dem nicht mehr so ist, dass ein Teil des Lärms meines PCs gar nicht vom Computer kommt, sondern vom Monitor.

Das kann mehrere Ursachen haben. Nach drei Jahren Benutzung hat er vielleicht erst jetzt begonnen, Lärm zu machen. Oder es ist mein PC, der nun nochmal wesentlich leiser ist als damals und das Summen jetzt nicht mehr schluckt. Alternativ könnte es auch mein Gehör sein, das empfindlicher geworden ist.

Einzige mir bekannte Lösung ist das Hochregeln der Helligkeit beim Monitor bei gleichzeitigem Runterregeln der Helligkeit auf Softwareseite. Xrandr kann das zum Beispiel so:

xrandr --output DVI-0 --gamma 0.5:0.5:0.5

Bei mir wurden das nach wenigen Sekunden immer wieder von redshift zurückgewechselt, worauf ich auch erst einmal kommen musste. Redshift hat aber zum Glück mit -g auch einen Parameter zum Einstellen der Helligkeit:

redshift -l …:… -t 6500:5000 -g 0.5

Problem an den Softwarelösungen ist, dass sie bei mir beschissen aussehen. Die Farben werden dunkler, aber das weiß bleibt viel zu hell. Das könnte ein Treiberproblem oder ein Bug sein, verbaut aber in jedem Fall diese Lösung. Für mich war es besser, stattdessen die Kontrasteinstellung des Monitors runterzuregeln. Am besten funktionierte das Farbprofil: Das auf Custom zu stellen gibt mir drei Regler, rot grün und blau. Dort die Werte von 100 auf 60 runterzusetzen ergibt ein wesentlich besseres Bild, wobei redshift bei mir dann nochmal auf 0.9 abdunkeln darf.

Lieber wäre mir eine Hardwarelösung. Mein Monitor ist ansonsten noch einwandfrei, ich würde am liebsten den wohl für den Lärm verantwortlichen Backlight-Inverter auswechseln. Beim Spulenfiepen gibt es scheinbar die Lösung, die Spulen mit Kleber oder Lötlack einzusprühen, vielleicht würde so etwas ja auch hier funktionieren. Oder vielleicht könnte man das PWM-Modul durch einen einfachen Widerstand ersetzen, wodurch die Helligkeitssteuerung wegfiele und er generell dunkler wäre? Leider fand ich dazu nirgendswo brauchbare Informationen.

Um das einfach so selbst zu versuchen habe ich zu wenig Ahnung. Hat jemand hier seinen Monitor schonmal auf Hardwareseite repariert, um ein solches Fiepen zu beseitigen?

Stagefright – die Androkalypse bedroht nahezu alle Android Smartphones

Permalink Finns Blog

Vor etwa zwei Tagen wurden Details zu einer Sicherheitslücke im Smartphone Betriebsystem Android veröffentlicht. Mit dieser Sicherheitslücke kann mit Hilfe einer entsprechend präparierten MMS Nachricht belieber Code auf dem Gerät ausgeführt und somit die Kontrolle über das Gerät erlangt werden.

Neben vielen anderen Seiten berichtet auch Heise über Stagefright und es zeigt sich, dass generell Android in den Versionen 2.2 bis 5.1 betroffen ist, vor allem Versionen älter als 4.1 sollen besonders gut angreifbar sein. Im Detail sind es wohl sieben verschiedene Lücken, weswegen man die Gefahr entsprechend Groß einschätzen sollte.

Sich vor Stagefright zu schützen ist zum Glück nicht allzu schwer und sollte für die meisten Nutzer kein Problem darstellen. Man braucht lediglich den automatischen MMS-Abruf deaktivieren, was angesichts von WhatsApp und Co. wohl kein großes Problem darstellen sollte. Nutzt man die standardmäßige Android SSM/MMS Anwendung, öffnet man diese und geht in die Einstellungen. Bei einigen Geräten kann das Einstellungsmenü über die Menütaste und bei anderen Geräten über die drei Punkte (stehen symbolisch für das Menü) in der oberen rechten Ecke aufgerufen werden. Dort scrollt man bis zum MMS Bereich herunter und deaktiviert den automatischen Abruf der MMS Nachrichten.

android_mms

Nutzer aktueller CyanogenMod Versionen haben das Glück, dass bereits vor Wochen ein entsprechender Patch eingebaut wurde, somit sind diese nicht betroffen. Google hat dies bereits ebenfalls getan, jetzt ist es Sache der Hersteller, ein Update für die knapp 1 Millarde Geräte zu verteilen.

Wie viele Geräte werden wohl tatsächlich ein Update erhalten? 50%, 25% oder gar weniger als 10%? Ich tippe auf Letzteres. Wer die Update-Politik der Hersteller kennt, wird sich schnell denken können, dass hauptsächlich Nutzer aktueller und hochwertiger Geräte dieses Update erhalten werden. Nutzer älterer oder günstiger Smartphone werden wahrscheinlich leer ausgehen, so dass weiterhin ein Großteil der Android Smartphones angreifbar sein wird. Die kurzen Produktlebenszyklen der Smartphones und die Überschwemmung der Hersteller mit stets neuen Geräten führt dazu, dass einige Smartphones nach dem Kauf nie oder nur anfänglich und selten ein Update sehen.

Stellt euch vor, ihr kauft im Einzelhandel einen Rechner und erhaltet für dieses keine oder nur für eine sehr kurze Zeit Updates. Undenkbar, aber bei Android Smartphones ist das leider Realität.

28. Juli 2015

RVM unter screen und cron

Permalink onli blogging

Wurde der Server meines Hardwareempfehlers neu gestartet, blieb bisher die Webseite offline, denn der unter screen laufende Serverdienst wurde nicht automatisch neugestartet. Um das zu ändern steht in meiner crontab nun folgendes:

@reboot /home/onli/screenstart_pckombo.sh

Mit dem mir bis dahin unbekannten @reboot werden Befehle nach einem Neustart ausgeführt.

screenstart_pckombo.sh startet also den Ruby-Server. Es darf den Server aber nicht direkt starten, sondern soll ihn als screen-session ausführen. Deshalb sieht das Skript so aus:

#!/bin/sh
screen -S "pckombo" -d -m
sleep 2
screen -r "pckombo" -X stuff '/usr/bin/env bash
'

screen -r "pckombo" -X stuff 'source /home/onli/.rvm/environments/ruby-2.1.4
'
screen -r "pckombo" -X stuff 'cd /home/onli/www.pc-kombo.de
rackup -E production
'

Zuerst wird die screen-session gestartet und kurz gewartet. Der nächste Befehl startet Bash, der darauf folgende lädt die RVM-Umgebung der genutzten Ruby-Version. Schließlich wird der Server gestartet. Das letzte ' steht bewusst jeweils in der Folgezeile, so wird sicher der Befehl unter screen auch ausgeführt.

Damit das funktioniert und statt der vorinstallierten Ruby-Version die von RVM genutzt wird, musste noch folgendes in die ~/.screenrc eingetragen werden(via):

shell -${SHELL}

Raspberry Pi für Kids

Permalink Intux

9783826676482

Heute möchte ich das Buch “Raspberry Pi für Kids” vorstellen. Das Buch von Michael Weigend ist im mitp-Verlag 2014 in der 1. Auflage 2014 erschienen. Auf 480 Seiten wird dem Leser der Einplatinencomputer eindrucksvoll nahe gebracht. Der Name des Buches richtet sich zwar an die jüngste Zielgruppe, jedoch werden auch Erwachsene Bastler ihre Freude beim Lesen haben. Die Themen reichen vom Aufbau, der Installation des Betriebssystems (leider nur für Windows-User) bis hin zu interessanten Projekten, die sich hier mit den im Buch veröffentlichten Anleitungen verwirklichen lassen. Dabei dreht sich alles um den Raspberry Pi 1 B+, wobei alle Projekte problemlos auf das aktuelle Modell Raspberry Pi 2 B übertragbar sind.

Wie ich bereits erwähnte, ist “Raspberry Pi für Kids” auch für den ambitionierten Bastler interessant. So wird neben den Programmiersprachen Scratch und Python u.a. auch beschrieben, wie man mit dem Pi Temperaturen messen kann, den eigenen Webserver aufbaut oder eine Webcam installiert und konfiguriert. Kleine Miniprojekte, die auch auf intux.de schon oft thematisiert wurden, wie der eigene Webserver entsteht

news-561

 

oder auch wie man eine Zeitrafferaufnahme mit dem Raspberry Pi (siehe auch “Zeitraffer mit dem Pi – Teil 2“) und der Cam macht werden gut erklärt. Am Ende jedes Kapitels werden noch einmal Fragen und Aufgaben zum jeweiligen Projekt gestellt, die das Gelesene festigen sollen. Die Antworten hierzu werden natürlich dem Leser nicht vorenthalten.

Das Buch gliedert sich dabei in folgende Kapitel:

  • Von der Hauptplatine zum lauffähigen Computer
  • Den Raspberry Pi das erste Mal starten und konfigurieren
  • Der Raspberry Pi als Mediecenter und Kiosk<
  • Autorennen und Meteore – Wie programmiert man Scratch?
  • Animierte Geschichten
  • Projekte mit dem PicoBoard
  • Interaktive Spiele und Simulatoren
  • Das erste Python-Skript
  • Was blinkt denn da? Mit dem Raspberry Pi Leuhtdioden steuern
  • Datensammlungen verarbeiten
  • LCD-Anzeigen
  • Temperaturmessung und Hausautomatisierung
  • Projekte mit der Kamera
  • Stets zu Diensten – der Raspberry Pi als Webserver
  • Hinweise für Eltern und Lehrer

Leseproben und Downloads

Fazit:

Das Buch ist ein guter Begleiter im Umgang mit dem Raspberry Pi. “Raspberry Pi für Kids” richtet sich an Kinder ab 12 Jahren, wobei auch Erwachsene, die sich mit dem RasPi beschäftigen, ihre Freude haben werden. Das Buch ist für den Raspberry Pi 1 B+ geschrieben und somit nicht mehr ganz auf dem Höhepunkt der Aktualität. Dafür lassen sich aber alle Beispiele problemlos auf das neue Modell 2 übertragen. Viele Anwendungen im Hobby- und Privatbereich kommen zum Tragen. Dazu stehen Skripte und Leseproben zum Download bereit. Wer alle hier beschriebenen Projekte realisieren will, wird lange Freude an diesem Buch haben. Jedoch sollte man dafür auch ausreichend Zeit mitbringen.

Zeitraffer mit dem Pi – Teil 2

Permalink Intux

Im Artikel “Zeitraffer mit dem Pi” hatte ich kurz erklärt wie man eine Zeitraffer-Aufnahme mit der RasPi-Cam macht. Die so hintereinander entstandenen Bilder habe ich mit OpenShot am PC zu einem Video vereint.

Heute zeige ich wie man das alles am Raspberry Pi erledigt.

Mit dem Befehl

raspistill -o test.jpg -n

wird ein ganz einfaches Foto mit der Cam geschossen, welches sich dann im Home-Verzeichnis befindet. Das Bild hat dann die Bezeichnung “test.jpg” in einer Auflösung von 2592 x 1944 Pixeln.

news-558

Will man nun ein Zeitraffer Video erstellen, so muss man vorher genau festlegen in welchem Intervall und über welchen Zeitraum Fotos gemacht werden sollen, die man dann im Nachgang zu einem Video zusammen führt.

Im folgenden Beispiel habe ich über 2 Stunden (7200000 Millisekunden) alle 30 Sekunden (30000 Millisekunden) ein Foto erstellt. Da nach bestätigtem Befehl das erste Foto sofort gemacht wird, kommt man in diesem Fall auf 241 Bilder. Diese werden dann ebenfalls im Home-Verzeichnis abgelegt (bild0001.jpg – bild0241.jpg).

raspistill -o bild%04d.jpg -tl 30000 -t 7200000

Während dieser Aufnahmen, sollte man den Pi natürlich nicht weiter stören.

Sind nun alle Bilder da, widmen wir uns dem Zusammenschneiden der Bilder zu einem Video. Dazu muss noch folgende Bibliothek installiert werden.

sudo apt-get install libav-tools

Nun wird das mp4-Video in einer Auflösung von 800 x 600 erzeugt.

avconv -r 10 -i bild%04d.jpg -r 10 -vcodec libx264 -crf 20 -g 15 -vf scale=800:600 zeitraffer.mp4

Dieser Vorgang dauert natürlich eine Weile. Besitzer eines Raspberry Pi 2 sind natürlich hier im Vorteil.

Das fertige Ergebnis sieht dann bei mir so aus.

Diese und weitere spannende Anleitungen findet man u.a. im Buch “Raspberry Pi für Kids” des mitp-Verlags.

Viel Spaß!

27. Juli 2015

Postfix und Dänemark

Permalink Erfahrungen mit Ubuntu

Heute mal ein interessanter Titel.
Was hat Postfix mit Dänemark zu tun.

Zur Zeit bin ich in Dänemark, und kann keine Mails über meinen Ubuntu Mailserver auf Postfix-Basis senden.
Der Grund liegt nicht bei Postfix.
Dort ist alles OK, auch das Log-Dateien durchsuchen brachte kein Ergebnis, denn:
Der Provider in Dänemark blockiert Port 25,
den ich zum senden benötige. Das eMail vom Smartphone zeigte nur das es nicht senden kann.
Da aber keine Verbindung zustande kam, war auch nichts in den Log Dateien.

Den Fehler korrigieren und einem korrekten Port zuweisen mache ich ein anderes mal.
Obwohl in Deutschland, bzw bei meinen Providern Port 25 funktioniert ist es wohl nicht der richtige Weg....

NOW TV lässt Kodi User und andere Streamer in die Röhre schauen

Permalink Finns Blog

In zwei noch gar nicht so alten Beiträge zum Thema NOW TV habe ich von der Möglichkeit erzählt, die Streams der Mediengruppe RTL Deutschland (unter anderem RTL, RTL II, VOX, Super RTL, …) im Mediacenter Kodi zu streamen. Inzwischen gibt es wieder Änderungen seitens RTL, die erneut zu Problemen führen.

Momentan ist es weder möglich, aktuelle Folgen mit dem offiziellen Addon NOW TV oder RTL NOW aus dem Bromix Repository zu schauen. Eine Fehlermeldung mit dem Inhalt Ein/mehrere Inhalt(e) konnte(n) nicht wiedergegeben werden. Für Details bitte Logdatei einsehen. sagt ziemlich deutlich, dass dort etwas nicht funktioniert.

Manchmal ist solch ein Problem nur von kurzer Dauer, da beispielsweise die Server ein wenig überfordert sind oder serverseitig etwas geändert wurde und das Addon noch angepasst werden muss. Ein etwas ungutes Gefühl hatte ich allerdings und ich bin auf folgende Aussage des Addon-Entwicklers Bromix aus dem Kodinerds Forum gestoßen:

Fakt ist, es ist ADOBE FAXS (nicht ADOBE ACCESS) und somit mit KODI nicht abspielbar. Siehe dazu bitte auch hier (wie schon erwähnt)

Adobe FAXS steht für Adobe Flash Access und ist, laienhaft gesprochen, ein Inhaltsschutzmechanismus, Kopierschutzmechanismus oder DRM-System. Über Sinn und Unsinn lässt sich streiten, aber nachdem ich NOW TV bzw. damals noch RTL NOW nicht mehr im Browser abspielen konnte (scheinbar braucht man dafür einen Addon-freien Browser auf Windwos Basis), bin ich auf das bequeme Streaming in Kodi umgestiegen. Als netter Nebeneffekt entfällt in den Kodi Addons auch die Werbung, welches aber nicht die eigentliche Motivation für die Installation des Addons war.

Im Browser erschien zwar manchmal Werbung, die nicht wirklich akut gestört hat, aber irgendwann war die Werbung der einzige Inhalt, der überhaupt noch abgespielt werden konnte. Klar, dass man dann nach Alternativen sucht.

Eine Lösung für dieses Problem scheint es im Moment und vermutlich auch in nächster Zeit nicht zu geben. Da NOW TV bei mir auch im Browser nicht mehr funktioniert, bin ich glücklich, inzwischen wieder einen Tvheadend Streaming Server zu besitzen. Diese geniale Software verwandelt im Prinzip jeden alten PC mit einer TV-Karte in einen digitalen Videorekorder mit Weboberfläche, der sich wunderbar in Kodi integrieren lässt. Eine Gemeinsamkeit mit der VHS Videokassette hat es sogar auch: Die Werbung lässt sich wunderbar durch Vorspulen überspringen.

Die Einführung und Verschärfung der DRM Mechanismen bzw. des Kopierschutzes seitens der Mediengruppe RTL Deutschland haben also dazu geführt, dass ich weniger Werbe schaue. Das war sicherlich der gewünschte Effekt, weshalb es jetzt meiner Meinung nach Beförderungen bei RTL hageln sollte.

Linux 4.2-rc4

Permalink menzer.net

Gitg Screenshot von Linux 4.2-rc4

Neue Woche, neuer -rc. Auch an diesem Sonntag gab Torvalds eine neue Entwicklerversion frei.

So richtig Ruhe will noch nicht einkehren. Dabei war die umfassendste Änderung, die über ein Viertel der Änderungen ausmacht, ist der Umzug einer speziellen virtio-Umsetzung für IBMs s390-Plattform. Diese Plattform beinhaltet Prozessoren, die Ein-Ausgabe-Operationen über spezielle Kommando-Kanäle steuern, wodurch solche Operationen auf s390 besonders effizient bearbeitet werden können. Die Umsetzung der Ein-Ausgabe für Virtuelle Umgebungen – virtio – ist entsprechend auf diese Eigenheit von s390 angepasst und wurde nun aus dem KVM-Bereich in einen eigenen verschoben, ohne dass es dabei wirklich funktionelle Änderungen gab.

Ein weiterer dicker Fisch ist die Entfernung einer neuen Funktion des iwlwifi-Treibers für Intels WLAN-Chips. Hier sollten mehrere Warteschlangen für eingehende Pakete unterstützt werden. Doch diese Änderung führte zu hohen Verzögerungen, worauf die Firmware einiger Karten abstürzte.

Weitere Änderungen ergießen sich in vielen kleinen Patches. Diese sollten allerdings nicht als unbedeutend abgetan werden, da darunter auch die Bereinigung eines Fehlers mit Systemaufrufen war, die allerdings nur von den AMD-Treibern genutzt werden.

Die kleine Statistik:

Commits geänderte Dateien eingefügte Zeilen gelöschte Zeilen Datum Tage *
4.2-rc1 12 808 10 344 1 062 782 272 311 05.07.2015 13
4.2-rc2 259 245 5771 1912 12.07.2015 7
4.2-rc3 427 525 4203 2956 19.07.2015 7
4.2-rc4 341 277 4013 3486 26.07.2015 7
Gesamt 13 837 10 706 1 074 373 278 270 34

* Tage seit dem letzten rc/Release

Quellen: Linux Kernel Mailing List

26. Juli 2015

Erneute Empfehlung: Runalyze

Permalink blog.mdosch.de - Dies & Das

Ich habe Runalyze zwar hier schon mal vorgestellt, aber ich möchte heute noch mal darauf hinweisen.

Mittlerweile hat man Blog durch diverse Planeten eine höhere Reichweite und die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, für den Runalyze von Nutzen ist, darauf aufmerksam wird ist höher.
Außerdem habe ich dieses Jahr wieder angefangen Rad zu fahren und nutze dadurch Runalyze intensiver.

Runalyze wurde primär von Läufern für Läufer entwickelt, aber kann auch für andere Sportarten verwendet werden. Ich nutze es um Mountainbike-Fahrten, Schwimmen und Hanteltraining zu erfassen.
Vor Runalyze habe ich Endomondo verwendet, aber mir ist es doch lieber die Daten auf meinem Webspace zu speichern als bei einem externen Dienstleister. Bei einem Vergleich vor kurzem empfand ich Endomondo auch als etwas unübersichtlich und die Möglichkeiten zur Auswertung von Runalyze deutlich überlegen.
Das ist natürlich subjektiv und andere mögen das anders sehen, aber die Entwickler von Runalyze gehen auch häufig auf Nutzerwünsche ein, die bei Github geäußert werden.

Wer keinen eigenen Server oder Webspace hat kann Runalyze auch auf in der Online-Version auf deren Server nutzen.

Ich persönlich finde Runalyze hervorragend und die umfassenden Möglichkeiten sein Training auszuwerten sind sehr interessant und wirken auf mich motivierend am Ball zu bleiben. :)

Ein kleines Manko gibt es leider noch: Die Entwickler bezeichnen Runalyze als Open Source Software haben aber noch keine konkrete Lizenz gewählt.

Hier mal die Kurzversion meiner heutigen MTB-Runde (Trainingsdetails sind nicht öffentlich):

runalyze.com67,6 km Radfahren 26.07.2015
3:10:2821,3 km/h650 hm

Datenschutzwerkzeuge in CyanogenMod konfigurieren

Permalink (Mer)Curius

Ironischerweise ist die Community um das Betriebssystem einer der größten Datensammlungen Firma des Planeten am sensibelsten gegenüber Datenschutzfragen. Lange bevor Apple in iOS die Möglichkeit bot Apps einzelne Berechtigungen zu entziehen, wurde bei Android hitzig um App-Berechtigungen & Co debattiert. Aus diesem Grund sind Custom Roms wie CyanogenMod mit einigen sinnvollen Optionen für besseren Datenschutz ausgestattet.

cyanogenmod logo„CyanogenMod-logo“ von CyanogenMod team | Lizenziert unter Apache License 2.0

Custom Roms wie CyanogenMod glänzen nicht nur durch ein Android, das sich weitestgehend an AOSP orientiert und wenig Crapware vorinstalliert, sondern sind meist auch durch eine ganze Reihe zusätzlicher Optionen angereichert. Viele davon befassen sich mit Datenschutzaspekten, müssen aber durch den Anwender auch entsprechend aktiviert werden. Voraussetzung ist natürlich, dass man sein Smartphone mit einer solchen Custom Rom ausgestattet hat. Der Weg dazu wurde hier bereits beschrieben: Android von Google befreien

Telefon verschlüsseln

android einstellungen verschluesselungDer offensichtlichste Aspekt ist die Verschlüsselung des Smartphones. Android Systeme sind ab Werk nicht verschlüsselt. Ursprünglich wollte Google dies mit Lollipop etablieren, aber vor allem schwächerer Hardware (und das ist ein Kernbereich von Android) führte dies wohl zu enormen Leistungseinbußen. Dennoch ist dieser Aspekt wichtig.

Auf unseren Smartphones sammeln sich viele private Daten an, möglicherweise sogar mehr als auf Desktop- und Laptopsystemen. Telefonanrufsprotokolle, SMS- und Nachrichtenverläufe, die E-Mails der letzten Tage, Kontakte und Kalender. Diese Liste lässt sich beliebig fortführen.

Gleichzeitig sind Smartphones relativ klein (relativ, da die Tendenz da zu Bildschirmgrößen jenseits der 5" geht) und wir tragen sie immer bei uns. Verlust, Diebstahl etc. sind da ein permanentes Risiko. Da ist schon der finanzielle Verlust schmerzlich, aber die Daten sollten doch bitte nicht mit verloren gehen.

Die Verschlüsselung lässt sich aktivieren im Einstellungspunkt Sicherheit. Hierzu muss der Akku nahezu voll geladen sein und das Smartphone durchgehend geladen werden. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme um Datenverlust bei einem leeren Akku zu verhindern. Während des Verschlüsselungsprozesses wird das Gerät neu gestartet. Ab diesem Zeitpunkt wird bei jedem System(neu-)start das gewählte Passwort abgefragt.

Zur Zeit erfolgt die Verschlüsselung über das auch sonst unter Linux übliche dm-crypt. Die Einreichung einer transparenten Verschlüsselung für das ext4-Dateisystem für den Linux-Kernel durch zwei bei Google angestellte Entwickler, lässt allerdings Änderungen für Android M erwarten.

Benachrichtigungen zensieren

Sofern man die Verschlüsselung aktiviert hat, verlangt das System automatisch eine PIN-/Gestenverschlüsselung des Sperrbildschirmes. Hier ist es sinnvoll auch die mit Android Lollipop einführten Benachrichtigungen zu zensieren. Was nützt einem schließlich die beste Verschlüsselung, wenn man die letzten Nachrichten einfach vom Sperrbildschirm ablesen kann.

Apps Berechtigungen entziehen

android einstellungen appopsApps laufen bei allen modernen Mobilbetriebssystemen in einem "abgeschmirmten" Bereich und benötigen für ihre Tätigkeit eine Vielzahl von Berechtigungen. Meistens sind diese Berechtigungen notwendig zum Betrieb der App. Natürlich muss z.B. eine Navigationsapp Zugriff auf den Standort haben. Im Einzelfall schießen aber auch Open Source Apps manchmal über das Ziel hinaus. Da braucht dann ein Browser wie Firefox plötzlich Zugriff auf die Kamera, selbst wenn man Firefox Hello mobil gar nicht nutzen will.

Im Einstellungspunkt Datenschutz im Punkt Datenschutz kann man Apps einzelne Berechtigungen entziehen. Sinnvoll kann es sein anstatt einer pauschalen Verweigerung auf "Immer nachfragen" zu setzen, da die App dann im Einzelfall die Berechtigung abfragt.

Statistiken deaktivieren

Bereits bei der Ersteinrichtung fragt CyanogenMod nach der Erlaubnis allgemeine Daten über die Installation zu sammeln. Im Bereich Datenschutz kann man noch einmal sehen worum es geht und die anfängliche Entscheidung ändern. Persönlich bin ich der Meinung, dass die Daten recht allgemein sind und auch ein Communityprojekt wie CyanogenMod Interesse an der Anzahl der Installationen haben darf. Auf meinen Desktopsystemen ist schließlich der Debian Popularity Contest ebenfalls aktiviert.

Standort in Bilder-Metadaten

Die Kamera-App fragt beim erstmaligen Start, ob sie den Standort in die Metadaten der Bilder einbetten soll. Diese Entscheidung lässt sich in den Kamereinstellungen zudem im Nachhinein jederzeit ändern. Für die private Fotosammlung mag dies eine interessante Option sein. Wer jedoch viele Bilder zu Facebook, Flickr oder andere Onlinedienste hochlädt, sollte bedenken, dass die Standortdaten immer mit hochgeladen werden. Unter Umständen lässt sich so ein Bewegungsprofil erstellen. Eine etwas humorige Interpretation dieses Aspektes zeigten die Macher der Seite I Know Where Your Cat Lives, auf dieses Phänomen am Beispiel von Katzenfotos illustriert wurde.

Dem AOSP-Browser den Standortzugriff verweigern

android aospbrowser einstellungenDer vorinstallierte Browser von CyanogenMod erlaubt Webseiten von Haus aus die Abfrage des Standorts. Eine Einstellung, deren Nutzen nicht klar ist und die man deshalb deaktivieren sollte.

Android von Google befreien

Permalink (Mer)Curius

In Form von Android hat Linux auf dem Markt der mobilen Betriebssysteme einen gewaltigen Markanteil. Die meisten Android-Smartphones werden allerdings mit einem Korsett aus proprietären (Google-)Apps ausgeliefert und sind deshalb nur bedingt frei. Dank einer findigen Entwicklercommunity ist es jedoch möglich die meisten Android-Geräte aus diesem Korsett zu lösen und mit Hilfe einer Custom Rom und alternativen App-Stores wirklich frei zu betreiben.

android logo„Android robot“ von Google | Lizensiert unter Creative Commons 3.0 Attribution LicenseAndroid in der Form, die auf den meisten im Handel verfügbaren Smartphones, vorinstalliert ist, ist in etwa so frei wie MacOSX auf Apple Rechnern. Ein freier Unterbau (bei MacOSX ist dies FreeBSD) wird mit einer proprietären Oberfläche und proprietären Programmen versehen, wodurch das Betriebssystem nur noch bedingt frei ist. Besonders ärgerlich im Fall Android: Durch den fehlenden Root-Zugriff lassen sich vorinstallierte Apps nicht deinstallieren und je nach Hersteller können das eine ganze Menge sein. Zusätzlich zu den vorgeschriebenen Google Apps, versteht sich! Android Smartphones haben deshalb den gleichen Crapware-Stand erreicht, der Windows so unbeliebt werden ließ.

Ein besonderes Problem stellt allerdings der Google Play Store und die Play Services dar. Wie bei jedem modernen Betriebssystem braucht man einen Hersteller-Account um im App Store Apps herunter zu laden und ggf. zu erwerben. Bei Android braucht man dafür allerdings nicht nur den Play Store, sondern auch die Google Play Services. Diese verhalten sich wie ein Betriebssystem im Betriebssystem, da sie sich am System vorbei (und für den Benutzer unbemerkt) aktualisieren und zu einer zentralen Schnittstelle für viele Apps geworden sind. Besonders verhängnisvoll: Neue Funktionen (wie z.B. der Standortverlauf für Google Maps) sind gerne mal aktiviert. Wenn der Besitzer des Smartphones also nicht regelmäßig die Einstellungen des Google Accounts überprüft, sendet er Daten, von deren Erhebung er bei der Ersteinrichtung des Smartphones gar nicht wusste.

Ob das Absicht ist, lässt sich schwer sagen. Die Aktualisierungsfunktion am Betriebssystem vorbei ist schließlich auch eine Folge der schlechten Versorgung vieler Geräte mit Updates durch die Hersteller. Es macht das System in jedem Fall nicht transparenter.

Um das System von diesen unerwünschten Nebeneffekten zu befreien, ist also mehr als nur die Erlangung des Root-Zugriffes erforderlich. Je nach Anwendungsprofil muss hinterher auch auf manche lieb gewonnene Komfortfunktion verzichtet werden, aber Sicherheit geht manchmal eben zu Lasten von Komfort. Ähnlich wie bei Linux auf dem Desktop, lässt sich manches Anwendungsprofil auf diese Weise auch gar nicht realisieren. Das folgende Szenario kann deshalb nicht als alleinseligmachende Lösung aller Probleme gesehen werden, sondern soll lediglich eine Option aufzeichnen.

Das Desktopsystem vorbereiten

Viele Möglichkeiten des Android-Systems lassen sich am einfachsten vom Desktop-System mittels der Android Debug Bridge (ADB) verwalten. Unter Linux ist die Installation der ADB-Werkzeuge zum Glück viel weniger kompliziert, als unter Windows. Die meisten Distributionen haben die Werkzeuge in ihren Paketquellen, weshalb sie sich leicht von dort installieren lassen.

[accordion]
[acc_item title="Debian"]# apt-get install android-tools-adb android-tools-fastboot[/acc_item]
[acc_item title="Ubuntu & Derivate"]$ sudo apt-get install android-tools-adb android-tools-fastboot[/acc_item]
[acc_item title="openSUSE"]# zypper in android-tools[/acc_item]
[/accordion]

Das Smartphone mit einer Custom Rom versehen (am Beispiel des Nexus 4)

[message_box title="Backup" type="error" close="no"]Durch die Befolgung des folgenden Tutorials werden alle Daten auf dem Smartphone gelöscht und das Gerät zurückgesetzt. Ein Backup der Daten ist deshalb absolute Pflicht[/message_box]

[message_box title="Achtung" type="error" close="no"]Eine fehlerhafte Ausführung der Anleitung oder Probleme wie eine unterbrochenen Stromversorgung etc. pp. können zum Defekt des Gerätes führen. Die Befolgung der Anleitung erfolgt deshalb auf eigene Gefahr und dient lediglich als Leitfaden, wie man es machen kann.[/message_box]

[message_box title="Haftung" type="warning" close="no"]Die Frage ob das Aufspielen einer Custom Rom zum Verlust der Garantie und/oder Gewährleistung führt ist noch nicht abschließend geklärt.[/message_box]

1. Den Bootloader öffnen

android einstellungen ueberEntwickleroptionen freischaltenZuerst muss der Bootlader des Systems geöffnet werden. Bei Googles Nexus-Geräten sind dazu keine schmutzigen Hacks oder Tricks notwendig. Das Gerät muss mittels USB-Kabel mit dem PC verbunden werden. Nun müssen die Entwickleroptionen freigeschaltet werden. Dazu tippt man 7 Mal auf die Buil-Nummer in den Einstellungen. In den Entwickleroptionen aktiviert man anschließend das Android-Debugging. Das Smartphone fragt nun ob man das Debugging vom angeschlossenen Desktopsystem zulassen will. Das erlaubt man natürlich. In einer Konsole schickt man das Gerät in den Bootloader

$ adb reboot bootloader

Sobald der Bootlader-Screen auf dem Smartphone erscheint prüft man in der Konsole auf dem PC, ob das Gerät erkannt wird.

$ fastboot devices

Dies sollte in der Regel der Fall sein. Anschließend öffnet man den Bootloader mit folgendem Befehl:

$ fastboot oem unlock

Das Smartphone fragt nun nach einer Bestätigung. Nachdem dies erfolgt ist sieht man den geöffneten Bootloader an einem offenen Schloss auf dem Google-Startscreen.

2. Das Recovery-System ersetzen

Als nächstes muss das Recovery-System ersetzt werden, da die von Google integrierte Variante zu wenig Optionen bietet. Das einzige aktiv entwickelte System ist zur Zeit das TeamWin Recovery Projekt (TWRP). Dies lädt man auch der Entwicklerseite herunter: TWRP für Nexus 4 (mako)

Mittels ADB lässt sich auch dieses System leicht installieren. Das Gerät sollte sich dazu immer noch (oder wieder) im Bootloader befinden (siehe oben).

Zuerst navigieren wir auf dem PC in der Konsole in das Verzeichnis, in das man das Recovery-Image heruntergeladen hat.

$ cd /Pfad/zum/Download/Verzeichnis

Danach spielt man das Recovery-System auf:

$ fastboot flash recovery <NAME_DER_RECOVERY_DATEI>.img # natürlich ohne die <>.

Im Bootloader kann man nun über die Laustärketasten den Wechsel zum Recovery-System vornehmen. Da TWRP2 MTP unterstützt ist es auch im Recovery-System möglich Daten auf das Smartphone zu übertragen. Ein gewaltiger Fortschritt zu früheren Zeiten.

3. Eine Custom Rom installieren

Custom Rom sind Aftermarket-Firmwares für Android-Systeme. Es ist ein vollständiger Ersatz des vorinstallierten Android-Betriebssystems auf Basis des Android Open Source Projekts (AOSP). Für die meisten Android-Smartphones gibt es eine Vielzahl von Customs Roms, von denen einige auch nur speziell für ein Geräte entwickelt wurden. Die verbreiteste Custom Rom ist CyanogenMod. Diese ist auf den meisten Smartphones lauffähig und wird aktiv entwickelt. Die Community um CanogenMod herum trägt maßgeblich zum AOSP bei und füllt die Lücken, die das sinkende Engagement von Google hinterlässt.

CyanogenMod hat eigene Versionen für die Android-Versionen:

  • 10.x = JellyBean
  • 11 = KitKat
  • 12.0 = Lollipop 5.0
  • 12.1 = Lollipop 5.1

Zur Zeit werden keine stabilen Versionen veröffentlicht, sondern fast tägliche so genannte Nightly-Builds freigegeben. Diese laufen aber in der Regel stabil und können produktiv eingesetzt werden. Am ehesten vergleichbar ist dieses Release Modell mit den Rolling Release-Distributionen für den Linux-Desktop.

Man lädt sich dehalb eine Archivdatei mit der neuesten Nightly-Build für das Nexus 4 herunter.

Diese kopiert man auf das Smartphone. Entweder im laufenden Betrieb unter der Stock (Google) Rom oder im Recovery-Modus. Danach führt man einen Löschvorgang (wipe) des Gerätes im Recovery-Modus durch. Anschließend kann man über den Button Install Cyanogenmod installiert werden. Nach der Installation kann man für einen sauberen Neustart noch ein Advanced Wipe und Format Data durchgeführt werden. Dadurch wird die Daten-Partition neu mit ext4 formatiert und das System absolut zurückgesetzt. Das ist allerdings nicht unbedingt notwendig.

Das wars auch schon. Nach einem Neustart in das System wird Cyanogenmod gestartet. Der erste Start kann mehrere Minuten in Anspruch nehmen. Also nicht in Panik verfallen und ruhig bleiben, auch wenn der kleine blaue Android von Cyangenmod schier nicht wegzugehen scheint.

4. CyanogenMod mit einem App Store versehen

Es begrüßt ein dann ein ziemlich nacktes Android System. Dabei handelt es sich um den freien Kern von Android und einige Ergänzungen durch die Community. Es ist allerdings kein App Store vorinstalliert, was dann doch für die allermeisten Benutzer zu wenig Komfort sein dürfte.

android einstellungen manuelle installationManuelle App-Installation erlaubenZuerst muss man deshalb die manuell Installation von APK(d.h. App)-Dateien erlauben. Hierzu erlaubt man die Installation von Apps unbekannter Herkunft. Mit dem Browser ruft man anschließend die URL http://www.f-droid.org auf. Dort lädt man den freien Appstore von F-Droid herunter und installiert ihn. Über den F-Droid Appstore lassen sich viele freie Apps installieren. Inwieweit das den persönlichen Bedarf deckt, muss jeder Benutzer selbst für sich entscheiden. Ich persönlich fand bei der Umstellung dort viele Apps, die ich auch bereits von Google Play bezogen hatte:

  • DAVDroid (Cal/CardDAV für Posteo)
  • K-9 Mail (Bester Mailclient für Android)
  • KDE Connect (Zur Verbindung mit KDE)
  • OpenKeychain (Für verschlüsselte Mails in Verbindung mit K-9 Mail)
  • OSMAnd~ (Freie Navigations und Maps Anwendung)
  • ownCloud (Für den Zugriff auf den Cloud-Speicher)
  • Tasks (Aufgabenverwaltung mittels CalDAV und DAVDroid)

Für Anwender, denen das dortige Angebot nicht ausreicht, bleiben zwei weitere Möglichkeiten. Die erste Besteht darin weitere Apps manuell per AKP-Datei zu installieren. Da ist vor allem dann sinnvoll, wenn man nur noch wenige andere Apps braucht. Ansonsten würde der manuelle Pflegeaufwand enorm in die Höhe schießen und das System durch schlampige Aktualisierung unsicher werden. Einige Anbieter wie Threema oder WhatsApp bieten ihre Apps auch als AKP zum herunterladen auf der Homepage an.

Weiterhin besteht die Möglichkeit einen zweiten Appstore zusätzlich zu installieren. Amazon dürfte hier das größte Angebot haben. Natürlich holt man sich damit unfreie Software auf das Gerät und gibt Amazon die Chance Informationen über das eigene App-Nutzungsverhalten zu sammeln. Ideologie muss hier manchmal Pragmatismus weichen. Da von Amazon aber wirklich nur der Shop kommt und kein äquivalent zu den Google Play Services, ist dies meiner Ansicht nach dennoch ein Fortschritt.

Debian: exFAT installieren

Permalink canox.net

Windows unterstützt seit Windows Vista das Dateisystem exFAT welches für Flash-Speicher konzipiert wurde. Auch unter Debian und darauf basierenden Systemen (Raspbian für den Raspberry Pi, Bananian für Banana Pi/Pro, Ubuntu usw.) lässt sich exFAT nutzen.

Vorteile des exFAT Dateisystems:

  • exFAT erlaubt Dateien mit mehr als 4 GiB Dateigröße, FAT/FAT32 dagegen nicht.
  • exFAT verwendet Dateinamen in Unicode und bis zu 255 Zeichen. Kurze 8.3-Namen gibt es nicht mehr.
  • Die maximale Cluster-Größe beträgt 32 MiB, daher auch für sehr große Datenträger geeignet.
  • exFAT verwendet nur eine FAT-Tabelle. Das spart Platz und Verwaltungsaufwand, reduziert aber die Datensicherheit

Die Installation ist ziemlich einfach und sehr schnell erledigt:

sudo apt-get install exfat-fuse

24. Juli 2015

Nightly-Version von Firefox für Linux nun GTK+3-basiert

Permalink Sören Hentzschel

Die Linux-Version von Firefox setzt bislang noch auf GTK+2. Zumindest für Nutzer der Nightly-Version von Firefox ändert sich das nun, denn diese verwendet ab sofort GTK+3.

Kurze Information für Linux-Nutzer: Die Nightly-Version von Firefox für Linux verwendet ab sofort GTK+3 anstelle von GTK+2. Wer bislang bereits testweise GTK3+-Builds aus dem elm-Entwicklungszweig bezogen hat, wird per Update automatisch auf die reguläre Nightly-Version gebracht. Aus dem elm-Zweig werden in Zukunft GTK+2-Builds produziert, um die Funktionalität weiterhin zu gewährleisten. Deren Einsatz ist aber nicht empfohlen, insbesondere da es hier keine automatischen Updates gibt und neue Versionen von Hand installiert werden müssen. Der Status der noch nicht abgeschlossenen GTK+3-Portierung kann in den Abhängigkeiten des entsprechenden Meta-Tickets verfolgt werden.

Freie Fotos von Flickr als Beitragsbilder in WordPress

Permalink Kaffeeringe

Manchmal ist es echt schwer ein passendes Bild für einen Artikel zu finden. Dank Flickr ist es sehr einfach, Fotos unter freier Lizenz zu veröffentlichen und viele Benutzer tun das. So ist inzwischen ein riesiges Bilder-Verzeichnis entstanden. Mit Flickr — Pick a Picture gibt es ein WordPress-Plugin, dass dabei hilft, Bilder zu finden und korrekt einzubinden.

Früher habe ich vor allem Browser-Plugins benutzt, um freie Bilder zu finden und einzubinden. Das sind aber immer ein paar Extra-Schritte, bis das Bild den Artikel schmückt. Herunterladen, wieder hochladen, Beschreibung fehlerfrei übernehmen — das ist nervig und überflüssig.

Nur freie Lizenzen

Mit „Flickr — Pick a Picture“ kann ich direkt aus dem WordPress-Editor und der normalen Medienverwaltung nach Bildern suchen. In den Einstellungen kann ich auswählen, welche Lizenzen berücksichtigt werden sollen. Da schließe ich die NC– und ND-Varianten der Creative Commons aus und natürlich die Bilder unter Copyright. Außerdem stelle ich ein, dass die Lizenz als Bildbeschreibung übernommen werden soll.

Bei der Recherche muss man experimentieren. Zum Einen sind die Ergebnisse für englische Suchbegriffe in der Regel viel zahlreicher — da muss man erst einmal die richtigen Begriffe finden. Zum Anderen muss man ein wenig kreativ mit den den Begriffen umgehen. Letztlich ist Flickr keine professionelle Bilddatenbank und viele Bilder sind nicht gut verschlagwortet.

So viel zur „Folksonomy“…

Helfen könnten hier die Auto-Tagging-Funktion, die Flickr vor ein paar Wochen eingeführt hat. Der hat zwar noch Probleme und erkennt schwarze Menschen vermeintlich als „Affen“. Wenn ich mir aber die Tags anschaue, die Flickr meinen Fotos hinzugefügt hat, dann passt das bei vielen Bildern schon sehr gut. So viel zur „Folksonomy“…

Wenn Dir ein Bild gefällt, übernimmt es „Flickr — Pick a Picture“ in die WordPress-Medienverwaltung. Von da an kannst Du damit umgehen, wie mit jedem anderen Bild. Wenn Du die Bilder als Artikelbilder benutzt, musst Du darauf achten, dass Dein Theme die Bildbeschreibung auch tatsächlich anzeigt. Sonst könntest Du rechtliche Probleme bekommen.

Einige Schwachpunkte

Dank „Flickr — Pick a Picture“ finde ich viel leichter Bilder für Artikel. Es hat nur ein paar Macken: Ich verstehe nicht, warum das Plugin über ein eigenes Icon zu erreichen ist, das man leicht übersieht. Und ich bin mir nicht ganz sicher, ob das eine WordPress-Macke oder eine Macke des Plugins ist, denn bei der Auswahl des Beitragsbildes kann ich gar nicht zu „Flickr — Pick a Picture“ wechseln. Ich muss dann immer über das Icon gehen. Das empfinde ich als Krücke.

Bei der Suche nervt, dass nur 12 Bilder pro Ergebnisseite voreingestellt sind. Das kann man manuell hochsetzen. Aber man muss das bei jeder Suche wieder neu machen. Nervig ist auch, dass die Blätterfunktion nur über den Suchergebnissen ist. Da scrollt ich mich durch die ersten 100 Bilder und muss dann wieder hochscrollen, um auf die nächste Seite zu kommen.

Zusätzlich hat „Flickr — Pick a Picture“ einen echten Bug: Man kann seit dem letzten Update bei den Lizenzen nur noch eine auswählen. Ich vermute, dass das einfach die Funktion fehlt, die die Auswahl serialisiert, bevor sie in die Datenbank geschrieben wird. Ich bin aber noch nicht dazu gekommen, das mal zu überprüfen. Ich hab mir die Auswahl manuell in die Datenbank geschrieben. Da ich das nicht ändern muss, geht das so.

Wer seine Text mit freien Bilder schmücken will, sollte sich „Flickr — Pick a Picture“ anschauen. Trotz einiger Schwachpunkte, ist es das beste Plugin dieser Art, das ich finden konnte.

22. Juli 2015

Owncloud Geburtstagskalender CalDav Link

Permalink Andre's Webblog

Vor kurzem habe ich angefangen meine Kalender und Kontakte mit Thunderbrid von mehreren Geräten aus über Owncloud zu synchronisieren. Auf einem Smartphone werden mir auch die eingetragenen Geburtstage angezeigt. Nur leider nicht im Thunderbrid Add-on Lightning.

Dies liegt daran, dass Owncloud für Geburtstage einen eigenen (versteckten) Kalender pflegt, welcher nicht beim abonnieren über das CalDav Protokoll mit einbezogen wird. Aber ich würde hier keinen Eintrag veröffentlichen, gäbe es keine Lösung dazu. Der Owncloud Geburtstagskalender kann über folgende Adresse abonniert werden:

https://MEINE-DOMAIN.DE/remote.php/caldav/calendars/BENUTZER/contact_birthdays

Die Fett markierten Wörter müssen natürlich an Konfiguration angepasst werden.

Unter Android im Google Kalender sieht man übrigens diesen Geburtstagskalender auch und kann Ihn ggf. deaktivieren.

Android Google - Zu synchronisierende Kalender

Android Google – Zu synchronisierende Kalender

Fehlerhafte Oracle Instantclient RPM provides unter Enterprise Linux

Permalink Stankowic development

Download PDF

Wer Treiber und Bibliotheken installiert, die Zugriff auf eine Oracle-Datenbank benötigen (z.B. perl-DBD-Oracle), benötigt den Oracle Instantclient. Oracle bietet diesen nach erfolgter Registrierung zum kostenlosen Download an. Bedauerlicherweise wurde bei der Erstellung der RPM-Pakete vergessen, die provides-Tags korrekt zu setzen. Trotz installiertem Instantclient lässt sich beispielsweise perl-DBD-Oracle nicht installieren – angeblich aufgrund fehlender Dateien:

# yum install perl-DBD-Oracle
...
--> Finished Dependency Resolution
Error: Package: perl-DBD-Oracle-1.74-1.el6.x86_64
           Requires: libocci.so.11.1()(64bit)
Error: Package: perl-DBD-Oracle-1.74-1.el6.x86_64
           Requires: libclntsh.so.11.1()(64bit)
 You could try using --skip-broken to work around the problem

Die Dateien liegt jedoch im Dateisystem vor:

# rpm -ql oracle-instantclient11.2-basic|egrep "clntsh|occi"
/usr/lib/oracle/11.2/client64/lib/libclntsh.so.11.1
/usr/lib/oracle/11.2/client64/lib/libocci.so.11.1

Mithilfe des rpm-Kommandos kann angezeigt werden, welche Dateien das Paket „anbietet„:

$ rpm -qp --provides oracle-instantclient11.2-basic-11.2.0.4.0-1.x86_64.rpm
oracle-instantclient11.2-basic = 11.2.0.4.0-1

Hier fehlen u.a. Einträge für die obrigen Programmbibliotheken. Das perl-DBD-Oracle RPM-Paket benötigt diese jedoch zwingend:

$ rpm -qp --requires perl-DBD-Oracle-1.74-1.el6.x86_64.rpm
...
libclntsh.so.11.1()(64bit)
libocci.so.11.1()(64bit)
...

YUM findet kein installiertes oder installierbares RPM-Paket, welches diese Dateien zur Verfügung stellt und bricht daher logischerweise mit einem Abhängigkeitsproblem ab.

Man kann natürlich die Abhängigkeitsprobleme des betroffenen Pakets umgehen und das Paket mit rpmforciert“ installieren – das ist aber keine schöne Lösung und generiert Warnungen innerhalb YUM.

Ein möglicher Workaround ist es, ein RPM-Paket zu erstellen, welches keine eigenen Dateien zur Verfügung stellt, aber vorgibt die benötigten Programmbibliotheken zu beinhalten. Hierzu ist es ratsam, eine direkte Abhängigkeit zum eigentlichen Oracle Instantclient-Paket zu definieren. YUM geht dann wie folgt vor:

  • YUM sucht nach einem Paket, welches libclntsh und libocci zur Verfügung stellt
  • YUM findet das Dummy-Paket und markiert es zur Installation
  • Das Dummy-Paket hängt vom Instantclient-Paket ab, welches daher auch zur Installation vorgesehen wird

Zur Erstellung des Dummy-Pakets müssen RPM-Entwicklungsprogramm installiert werden. An dieser Stelle verweise ich auf einen dedizierten Blog-Artikel, in dem ich detailliert hieraus eingehe.

Mein RPM Specfile kann auf GitHub heruntergeladen werden. Vor der Paketerstellung müssen noch zwei Dateien verschoben werden:

$ wget https://github.com/stdevel/oracle-instantclient11.2-dummy/archive/master.zip
$ unzip master.zip
$ mv oracle-instantclient11.2-dummy-master/*.spec ~/rpmbuild/SPECS/
$ mv oracle-instantclient11.2-dummy-master/foo.bar ~/rpmbuild/SOURCES/
$ rpmbuild -ba ~/rpmbuild/SPECS/*.spec

Das neu erstellte Paket gibt an, die benötigten Programmbibliotheken zur Verfügung zu stellen:

$ rpm -qp --provides oracle-instantclient11.2-dummy-1.0-1.el6.x86_64.rpm
...
libocci.so.11.1()(64bit)
libclntsh.so.11.1()(64bit)

Anschließend lässt sich auch perl-DBD-Oracle installieren:

# yum localinstall perl-DBD-Oracle*.rpm oracle-instantclient*.rpm
...
Installed:
  oracle-instantclient11.2-basic.x86_64 0:11.2.0.4.0-1
  oracle-instantclient11.2-dummy.x86_64 0:1.0-1.el6
  perl-DBD-Oracle.x86_64 0:1.74-1.el6

Complete!

Vielleicht wird dieser Fehler ja in späteren Versionen des Instantclients behoben – die aktuelle Version 12.1.0.2.0 hat diesen Fehler ebenfalls. </div>
        </article>
        <article>
          <h3 class=Outlook an Ubuntu 14.04 Server anbinden

Permalink Erfahrungen mit Ubuntu

Nach der Migration aller Arbeitsplätze auf Thunderbird/Lightning ist nun die Situation leicht verändert und der Bedarf, das einige Arbeitsplätze mittels Outlook an den Linux Server angebunden werden.

Daher möchte ich hier kurz berichten, wie ich die Anbindung durchgeführt habe falls es noch weitere Interessenten für solch eine Konstruktion gibt....

Auf dem Server ist Ubuntu 14.04 installiert, mit den Standart-Paketquellen.
Für den Mailserver nutze ich Postfix, Dovecot, Fetchmail und der Kalender/Adressbuch wird von Davical bedient.
Installation des Mail und Kalenderservers in meinem Wiki:
 Wiki auf www.nitschke-marl.de

Um den Ubuntu Mailserver nutzen zu können mittels IMAP benötigt man
mindestens Outlook 2013. Für den Kalender und Adressbuch noch ein Plugin der Firma EVO.
Man kann es hier beziehen: EVO Plugin

Nach der Outlook Installation und Eingabe der IMAP Daten muss man die
Installationsroutine von EVO ausführen. Anschliessend gibt es bei Outlook
den Ribbon "Evo" unter dem man auch Einstellungen Vornehmen kann.

Um den Kalender korrekt anzubinden benötigt man folgende Angaben:

Calendar URL: http://1.1.1.1/davical/caldav.php/user/calendar/
Task URL: http://1.1.1.1/davical/caldav.php/user/calendar/


Und für das Adressbuch folgende Daten:

Adressbook URL: http://1.1.1.1/davical/caldav.php/user/addresses/

Dadurch ist es möglich mit dem Outlook nicht nur Mails sondern auch Termine und Kontake über mehrere Rechner hinweg zu verwalten.
Selbst eine Anbindung mittels Android Smartphone oder iPhone ist möglich.
Auf allen Geräten ist stets der gleiche Datenstand.


Links:
Anleitung zu Outlook im Wiki
Anleitung zum Mailserver im Wiki
Anleitung zu Davical im Wiki

21. Juli 2015

Firefox 42: Mozilla verbessert Suche auf about:home und about:newtab

Permalink Sören Hentzschel

Die Suche im Web dürfte mit zu den häufigsten Aufgaben gehören, welche von Benutzern im Browser durchgeführt werden. Nicht grundlos setzt Mozilla in den letzten Monaten einen starken Fokus auf die Suche in und mit Firefox. Mit Firefox 42 bringt Mozilla die aus dem Suchfeld bekannte Suchoberfläche auch in die standardmäßig eingestellte Startseite sowie die Seite, die standardmäßig beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint.

Mozilla hat in Firefox 36 das alte Suchfeld durch ein neues Suchfeld ersetzt, welches vor allem die Verwendung verschiedener Suchmaschinen vereinfachen soll, da nun nicht länger die Standard-Suchmaschine geändert werden muss, um eine andere Suchmaschine zu verwenden.

Tipp: Standard-Suchmaschine in Sekundenschnelle ändern & weitere Effizienz-Tipp

Nachdem in Firefox 42 bereits die Adressleiste um die Fähigkeit erweitert worden ist, Suchmaschinen-Vorschläge anzuzeigen (ursprünglich für Firefox 41 geplant, aber auf Firefox 42 verschoben) und ebenfalls Teil von Firefox 42 die Integration mit der Windows 10-Suche ist, steht nun in der Nightly-Version von Firefox 42 die nächste Verbesserung der Suche zum Testen bereit.

Ab sofort gibt es die sogenannten „One-Off-Buttons“ des neuen Suchfeldes auch auf der Standard-Startseite von Firefox (about:home) sowie auf der Seite, welche standardmäßig beim Öffnen eines neuen leeren Tabs angezeigt wird (about:newtab). Damit ist es nun auch auf diesen Seiten möglich, schnell eine andere Suchmaschine auszuwählen als die eingestellte Standard-Suchmaschine. Damit macht es Mozilla nicht nur einfacher, im Web nach Dingen zu suchen, vor allem macht Mozilla damit auch die Suche innerhalb von Firefox konsistenter, weil dem Nutzer an den verschiedenen Stellen eine einheitliche Suchoberfläche präsentiert wird. Lediglich in der Adressleiste präsentiert sich die Suche aus naheliegenden Gründen anders, wobei auch hier Veränderungen in der Zukunft zu erwarten sind.

Dell XPS 13 mit Ubuntu 15.04

Permalink Intux

Ich hatte das Glück erstmalig über das Wochenende ein Dell XPS 13 zu testen. Hierbei handelte es sich nicht um ein Gerät auf dem im Normalfall Windows 8 läuft. Dieses war baugleich mit der Dell XPS 13 Developer Edition.

  • Intel® Core™ i7-5500U der 5. Generation (bis zu 3 GHz, 4 MB)
  • Ubuntu Linux 14.04 SP1
  • UltraSharp™ InfinityEdge Touch-Display, 13,3”, QHD+ (3.200 x 1.800)
  • 8 GB1 Dual-Channel DDR3L bei 1600 MHz
  • Mobility Solid-State-Festplatte, 512 GB
  • Intel® HD-Grafik 5500
  • 1 Jahr ProSupport und Vor-Ort-Service am nächsten Arbeitstag
  • 1,26 kg.

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Ubuntu 15.04 war hier schon vorinstalliert. Nach dem ersten Start überraschte mich die glasklaren Schärfe des Displays. Die Auflösung von 3.200 x 1.800 Pixeln ist jedoch für meinen Geschmack bei 13 Zoll fast zu groß. Man muss wirklich sehr dicht vor dem Gerät sitzen, um die Schrift erkennen zu können. Die Verarbeitung des XPS 13 ist sehr gut. Deckel und Boden sind aus mattem Aluminium, die Handauflage aus Carbon gefertigt. Die Tastatur hat einen guten Anschlag und ausreichenden Hub. Zwei USB 3.0 Schnittstellen mit PowerShare und ein Kartenleser sind seitlich verbaut. Eine Akkulaufzeit von bis zu 15 Stunden ist mit Ubuntu aus meiner Sicht jedoch schwerlich zu erreichen.

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Nach dem ersten Start funktionierte die Soundkarte nicht, jedoch war das Problem nach der ersten Aktualisierung schnell behoben. Das war das einzige Problem, welches ich in der Kürze der Zeit feststellen konnte.

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Fazit:

Das Dell XPS 13 mit Touch-Display wird voll von Ubuntu 15.04 unterstützt. Der i7-Prozessor und die 512GB-SSD sorgen für einen flotten Start (ca.20 Sekunden). Gewöhnungsbedürftig ist im ersten Moment jedoch die sehr hohe Auflösung. Ob man tatsächlich ein Touch-Display braucht ist wirklich Geschmacksache. Man erhält für knapp 1700€ jedoch ein aus hochwertig verarbeiteten Komponenten gefertigtes, kompaktes und sehr flaches Ultrabook der Spitzenklasse!

20. Juli 2015

Firefox 41 kann Symbolschriftarten auch darstellen, wenn Webseiten das Verwenden eigener Schriftarten untersagt wird

Permalink Sören Hentzschel

Firefox besitzt eine Einstellung, um Webseiten die Verwendung eigener Schriftarten zu untersagen. Allerdings führt dies auf immer mehr Webseiten zu Problemen, da Schriftarten immer häufiger zur Darstellung von Symbolen verwendet werden. Ab Firefox 41 kann Firefox Symbolschriftarten auch dann darstellen, wenn Webseiten keine eigene Schriftart zur Darstellung von Text verwenden dürfen.

Die Verwendung von Symbolschriftarten wie beispielsweis Font Awesome ist eine beliebte Technik bei der Entwicklung von Webseiten, die sehr viele Vorteile bietet und daher auch bei immer mehr Webseiten zum Einsatz kommt. Wer Firefox allerdings so konfiguriert hat, dass Webseiten keine eigenen Schriftarten verwenden dürfen, sieht auf entsprechenden Webseiten statt der Symbole nur eigenartig wirkende Zeichen.

Firefox 41 Symbolschriftarten

In Firefox 41 hat Mozilla das Verhalten dieser Einstellung verändert. In Zukunft verhindert diese Einstellung nicht mehr die Darstellung von Zeichen aus dem Unicode-Bereich für den privaten Gebrauch. Das bedeutet, dass Webseiten dann weiterhin keine eigenen Schriftarten herunterladen, die Symbole auf Webseiten gleichzeitig aber – anders als in der Vergangenheit – korrekt angezeigt werden. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass die entsprechende Webseite keine Symbolschriftart verwendet, welche Zeichen aus dem nicht privaten Bereich mit Symbolen belegt hat.

Die Einstellung findet sich sich im Reiter Inhalt hinter der Schaltfläche Erweitert im Abschnitt Schriftarten & Farben.

Motorradnavigation mit OsmAnd

Permalink [ENC]BladeXP's Blog

Wer auch bei Fahrten mit dem Motorrad nicht auf die Navigation durch OsmAnd verzichten möchte, kann dort mit einem kleinen Umweg ein Profil für seinen heißen Ofen aktivieren. Hierzu muss zuerst das Plugin OsmAnd Debugging aktiviert werden, und im Anschluss, in dessen Einstellungen beim Punkt Anwendungsprofile das entsprechende Profil gewählt werden.

In der Praxis sieht dies mit aktuellen OsmAnd Versionen dann so aus:
Plugineinstellungen aufrufenAnwendungsprofile aktivieren

Ich für meinen Teil habe im entsprechenden Navigationsprofil vor allem die lästigen Autobahnen und unbefestigte Wege abgeschaltet, da möchte ich nun wirklich nicht fahren ;)

Update: Je nach verfügbarer Bildschirmgröße ist es ggf. erforderlich den Bildschirm in das Querformat zu bringen, um die vollständige Auswahl möglicher Profile sehen zu können.

Linux 4.2-rc3

Permalink menzer.net

Eine weitere Woche ist ins Land gezogen und eine neue Entwicklerversion steht zur Verfügung.

Die Zahl der Änderung liegt diesmal ein wenig höher, doch handelt es sich bei den meisten Änderungen nur um kleinere Eingriffe, wie beispielsweise die Änderung von Register-Bezeichnungen am Code des mos7720-Treibers; Die bisher genutzten Registernamen wurden teilweise noch an anderen Stellen genutzt, was schon mal zu Fehlern führen kann, wenn dann ein Kernel mit beiden Treiber kompiliert werden soll.

Daneben gab es ein paar Aufräumarbeiten an der Speicherverwaltung, die zwar mit kleinen Änderungen einherging, diese jedoch über alle fast Plattformen hinweg verteilte. Änderungen am Code zur Ansteuerungen für FPUs trugen auch ein wenig dicker auf, doch gut ein Viertel davon entfällt auf das Verschieben eein Kommentar-Blocks.

Die kleine Statistik:

Commits geänderte Dateien eingefügte Zeilen gelöschte Zeilen Datum Tage *
4.2-rc1 12 808 10 344 1 062 782 272 311 05.07.2015 13
4.2-rc2 259 245 5771 1912 12.07.2015 7
4.2-rc3 427 525 4203 2956 19.07.2015 7
Gesamt 13 496 10 426 1 068 141 273 811

* Tage seit dem letzten rc/Release

Quellen: Linux Kernel Mailing List

19. Juli 2015

Goodbye Jabber/XMPP

Permalink [ENC]BladeXP's Blog

Seit vielen Jahren habe ich einen eigenen Jabber/XMPP Server am Laufen. Früher auf Basis von ejabberd und etwas später dann mit prosody. Doch damit ist jetzt Schluss, mit sofortiger Wirkung bin ich per Jabber/XMPP nicht mehr erreichbar.

Hintergrund ist, dass ich dieses Protokoll kaum noch verwende, die meisten meiner Kontakte schreiben mir per Hangouts, Threema, Textsecure, IRC oder ganz klassisch E-Mail. Der Aufwand einen Dienst (Server und Client) zu pflegen steht in diesem Fall in keinem Verhältnis zum Nutzen. Davon abgesehen war ich mit keinem der Clients (PSI, Empathy, Gajim, mcabber, …) wirklich zufrieden, von fehlenden Funktionen im Protokoll (oder den Clients) will ich Nichtmal mehr reden.