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Mit Redmine den Überblick über eigene Projekte behalten

Permalink Finns Blog

Wenn es ums Internet und dessen Dienste geht, neige ich dazu, möglichst viel selbst zu erledigen und mich wenig von fremden Diensten abhängig zu machen. So betreibe ich beispielsweise meinen eigenen Mail-, Web- und Jabberserver auf einem Root-Server, habe einen Router auf IPFire Basis zu Hause stehen und noch einiges mehr. Vielen Lesern geht es vermutlich ähnlich. So lange der Aufwand vertretbar ist, mache ich so etwas gerne. Der Begriff Projekt ist für die Installation und Konfiguration einer Software vielleicht etwas zu hoch gegriffen, aber den Überblick kann man trotzdem schnell verlieren.

In den letzten Monaten habe ich nicht viel Zeit in diese Systeme investieren müssen, außer regelmäßige Updates gab es zum Glück nicht viel zu tun. Das ist zwar erfreulich, aber ich habe festgestellt, dass man nach Monaten vieles vergisst. Natürlich habe ich Zugangsdaten in einer KeePass Datenbank gespeichert, halte Ordnung auf meinen Servern und dokumentiere einige Kleinigkeiten in Textdateien. Inzwischen habe ich aber festgestellt, dass dies nicht ausreicht. Ich möchte keine allumfassende Dokumentation erstellen, das wäre der reinste Overkill. Auch ein Wiki habe ich mal zu diesem Zweck ausprobiert, zufrieden war ich aber nicht.

Was möchte ich überhaupt erreichen oder wie stelle ich mir eine schlichte “Dokumentation” vor?

  • Kennwörter und andere Login-Daten sollen weiterhin lokal in meiner KeePass Datenbank gepflegt werden
  • Der zusätzliche Zeitaufwand soll sich auf ein Minimum beschränken
  • Keine redundanten Informationen: Bestehende Dokumentationen, Readmes und How-Tos ergänzen anstatt replizieren
  • Hierarchische Strukturen, Fehler und ToDos dokumentieren
  • Wiederkehrende Aufgaben erläutern, so dass sie schnell ausgeführt werden können (Updates, Aufräumen, etc.)
  • Zusammenhänge und Abhängigkeiten darstellen
  • Konfigurationen dokumentieren, Dateien eventuell in ein Git Repository packen

Im Prinzip habe ich nichts besonderes vor, dies könnte man mit normalen Textdokumenten oder einem Wiki schnell erledigen. Als ich aber kürzlich meine beinahe vergessene Redmine Installation wiederbelebt habe, habe ich festgestellt, dass dies das passende Werkzeug sein könnte. Projekte lassen sich als Unterprojekte definieren, Wiki und Bug-Tracker sind dabei, die Git-Integration ist auch schnell erledigt. Hauptsächlich wird Redmine für die Dokumentation und Verwaltung von Softwareprojekten gemeinsam von mehreren Personen verwendet, aber auch für meine Zwecke scheint es passend zu sein. Momentan bin ich dabei, ein paar Projekte anzulegen und zu schauen, wie ich am sinnvollsten vorgehe.

redmineZu den Projekten habe ich ein paar Sätze im Wiki eingetragen, Fehler und ToDos lege ich als Ticket an, die Konfigurationsdateien werde ich in Git Repositories packen, wenn soweit alles zufriedenstellend funktioniert. Besonders wichtig ist für mich, dass ich die verschiedensten Update-Prozeduren mal endlich zentral an einer Stelle abrufbar habe, anstatt jedes mal in Textdateien und Lesezeichen nachsehen zu müssen. Soweit bin ich also ganz zufrieden mit Redmine.

Firefox 34 schlägt Themes zur Installation vor, inklusive Live-Vorschau

Permalink Sören Hentzschel

Firefox ist ein Browser, welcher sich vor allem durch seine einzigartige Anpassungsfähigkeit auszeichnet. Mozilla unterstreicht dies durch die Integration von fünf Theme-Vorschlägen inklusive Live-Vorschau bei Herüberfahren mit der Maus.

Mit Firefox 29 hat Mozilla Australis eingeführt und damit neben einem neuen Standard-Design auch eine neue Oberfläche zum Anpassen von Firefox. In diese integriert Mozilla in Firefox 34 eine Auswahl von Themes und empfiehlt an dieser Stelle auch direkt fünf Lightweight Themes, ehemals bekannt als Personas. Bei Herüberfahren mit der Maus über einen Eintrag wird die Änderung live zur Vorschau übernommen, dauerhaft übernommen wird das Theme durch einen Klick auf ein solches Theme. Der Plan ist es, mit jeder neuen Firefox-Version alle sechs Wochen neue Themes vorzuschlagen.

Starter für VPNBook und FreeVPN unter Ubuntu

Permalink FliegenToeter

Gäbe es diesen Bug in OpenVPN unter Ubuntu nicht, könnte man die VPN-Verbindung auch einfach über den Netzwerkindikator herstellen und wieder beenden. Leider lassen sich die .ovpn Zertifikate nur unvollständig hinzufügen . Zudem wird beim Verlieren der VPN-Verbindung so einfach die normale Internetleitung weiter benutzt, was vielen wohl ein Dorn im Auge sein sollte.

Glücklicherweise kann man die Verbindung auch über das Terminal herstellen. Damit kann man sich einen schönen und praktischen Starter für die VPN-Verbindung basteln, bei dem zumindest nicht sofort die normale Internetverbindung benutzt wird, falls der VPN bei Benutzung ausfällt.

Meine Meinung zu VPNBook.com und FreeVPN.me

Diese Anleitung ist vorrangig für die Desktop-Oberflächen Unity und Gnome3 und gilt natürlich auch für andere VPN-Anbieter mit OpenVPN.

OpenVPN installieren

Als Erstes installieren wir OpenVPN und das LXTerminal.

 sudo apt-get install openvpn lxterminal

Zertifikate

Dann lädt man sich die OpenVPN-Zertifikate der gewünschten Server herunter. Die Certificate Bundles gibt es hier: vpnbook, freevpn

Die Pakete entpacken und für eine Verbindungsart (TCP oder UDP) und Port entscheiden. In meinen Fall habe ich bei VPNBook UDP 25000 und bei FreeVPN UDP 40000 gewählt. Je nach eurer Internetverbindung können andere schneller oder bei Blockaden sogar notwendig sein.

Da sich die Zertifikate normalerweise nicht oder sehr selten ändern, habe ich sie im Home-Verzeichnis in versteckten Ordnern untergebracht. Also einen Ordner .vpnbook und einen .freevpn erstellen. In diese kopiert man nun die entsprechenden Zertifikate der gewünschten Server. Im .vpnbook-Ordner liegen bei mir z.B. dann vpnbook-euro1-udp25000.ovpn, vpnbook-euro2-udp25000.ovpn und vpnbook-us1-udp25000.ovpn und im .freevpn-Ordner FreeVPN.me[Server1]-UDP-40000.opvn und FreeVPN.me[Server2]-UDP-40000.opvn. 

Damit man den Benutzernamen und das Passwort der VPN-Dienste nicht bei jedem Verbinden manuell eingeben muss, legt man in den versteckten Ordnern noch jeweils eine leere Datei mit den Namen password.txt an. In dieser Datei schreibt man in die erste Zeile den “Username” und in die zweite das Passwort. Bei VPNBook wäre das zu diesem Zeitpunkt:

vpnbook
StuxAna5

Den Namen und das Passwort findet man auf den oben verlinkten Seiten der VPN-Anbieter.

Jetzt bearbeitet man die .ovpn Dateien in den versteckten Ordnern noch mit einem Texteditor und fügt in der Zeile auth-user-pass den Pfad zur eben erstellten password.txt Datei an.

auth-user-pass /home/Benutzer/.vpnbook/password.txt

(Benutzer muss durch deinen eigenen Nutzernamen ersetzt werden!)

Im Prinzip kann man den VPN jetzt schon per Terminal starten mit

sudo openvpn --config /home/Benutzer/.vpnbook/vpnbook-euro1-udp25000.ovpn

Damit man das bequem aus dem Programmlauncher erledigen kann bastelt man sich noch einen Starter dafür.

 

Skripte

Zunächst braucht man ein Skript, welches die VPN-Verbindung mit Hilfe der .opvn Dateien herstellt.  Dazu erstellt man eine Datei und nennt sie für die UDP 25000 Verbindung von VPNBook vom 1. Server z.B.: vpnbookro1.sh

(Ich habe 5 Skripte, für beide Rumänien-Server und einen US-Server bei VPNBook und beide Rumänien-Server von FreeVpn. Diese heißen  vpnbookro1.shvpnbookro2.shfreevpn1.shfreevpn2.sh und vpnbookus1.sh)

In diese Dateien fügt man dann den obigen Befehl mit Pfad zum jeweiligen Zertifikat ein

#!/bin/bash

sudo openvpn --config /home/Benutzer/.vpnbook/vpnbook-euro1-udp25000.ovpn

(Benutzer wieder durch den eigenen Nutzernamen ersetzten)
speichert sie, kopiert sie nach /usr/local/bin und  macht sie mit chmod 755 ausführbar. 

Wenn man die Skripte im eigenen Home-Verzeichnis anlegt geschieht das mit folgenden Befehlen:

sudo cp skriptname.sh /usr/local/bin
sudo chmod 755 /usr/local/bin/skriptname.sh

Dieses Skript legt man für jedes Zertifikat an, welches man benutzen möchte.

Desktop Datei

Zu guter Letzt brauchen wir noch eine .desktop Datei, um die Skripte aus dem Programmlauncher heraus starten zu können.

Dazu legt man sich wieder eine leere Datei an und nennt sie z.B. VPNkostenlos.desktop

Der folgende Inhalt der .desktop Datei ist für 5 Skripte, die vpnbookro1.shvpnbookro2.shfreevpn1.shfreevpn2.sh und vpnbookus1.sh heißen.

Wer die Skripte anders nennen möchte oder eine andere Anzahl verwendet: Eine ausführliche Anleitung zum Erstellen einer .Desktop Datei findet man hier im Wiki von ubuntuusers.

[Desktop Entry]
Name=VPNkostenlos
GenericName=VPNkostenlos
Comment=VPNkostenlos
Exec=lxterminal -e /usr/local/bin/vpnbookro1.sh
Icon=/home/Benutzer/Cloud/.vpn.png
Type=Application

Actions=AAAAA;BBBBB;CCCCC;DDDDD;EEEEE
[Desktop Action AAAAA]
Name=VPNbook Ro1 UDP25000 (Standardeinstellung)
Exec=lxterminal -e /usr/local/bin/vpnbookro1.sh
OnlyShowIn=Unity;GNOME;

[Desktop Action BBBBB]
Name=VPNbook Ro2 UDP25000
Exec=lxterminal -e /usr/local/bin/vpnbookro2.sh
OnlyShowIn=Unity;GNOME;

[Desktop Action CCCCC]
Name=FreeVpn Ro1 UDP40000
Exec=lxterminal -e /usr/local/bin/freevpn1.sh
OnlyShowIn=Unity;GNOME;

[Desktop Action DDDDD]
Name=FreeVpn Ro2 UDP40000
Exec=lxterminal -e /usr/local/bin/freevpn2.sh
OnlyShowIn=Unity;GNOME;

[Desktop Action EEEEE]
Name=VPNbook US1 UDP25000
Exec=lxterminal -e /usr/local/bin/vpnbookus1.sh
OnlyShowIn=Unity;GNOME;

Die Zeile “Icon=/home/Benutzer/.vpnbook/vpn.png” legt ein Bild fest, dass als Icon verwendet wird. Hier kann man ein beliebiges Icon verwenden und dann den Pfad dazu angeben.

Zu guter Letzt verschiebt man die fertige .desktop Datei nach /home/Benutzer/.local/share/applications

(Benutzer wieder durch den eigenen Nutzernamen ersetzten) und macht die Datei mit chmod u+x ausführbar.

Resultat

Das Ergebnis ist ein Starter mit “Quicklists” für Unity und Gnome3,

Starter VPN

der beim Klick ein Terminal öffnet, worin die VPN-Verbindung aufgebaut wird.

Terminal VPN

 

 

gestern

Nun also doch: Firefox wird zur Adware

Permalink Pinguinzubehör

Bislang war der Mozilla-Browser nur so etwas wie „sponsored software“, nun jedoch werden Mozillas Pläne konkreter, wie man mit dem Browser Geld verdienen kann – außer mit dem Verkauf von Einträgen im Suchfeld. Die angezeigte persönliche Chronik in neuen Tabs könnte künftig zugunsten von Werbetreibenden manipuliert werden.

Firefox ist seit seiner ersten Veröffentlichung Freeware, die Monetarisierung spielte sich im Hintergrund ab. Bereits Anfang dieses Jahres war die Einführung von neuen Werbeformen angedacht gewesen, doch bislang wurden die „Directory Tiles“, wie die Werbeidee genannt wurde, nicht in die regulären Firefoxversionen integriert. Die ursprünglichen Pläne sahen vor, die bei neuen Installationen bislang leeren und noch nicht gefüllten Kacheln in einem neuen Tab mit Emblemen von Werbetreibenden zu füllen. Werbeflächen hätten die Firefoxnutzer also nur kurze Zeit nach der erstmaligen Installation des Browsers zu sehen bekommen, bis sich der Browserverlauf und damit auch die Schnellwahl-Kacheln mit Miniaturansichten der am häufigsten besuchten Seiten gefüllt hätten. Bereits bei Bekanntwerden dieser Pläne ging ein Raunen durch die Netzgemeinde. Letztlich wurde die dezente Werbeform, das Füllen der leeren Kacheln bei einem neuen Profil für neue Nutzer, aber noch nicht umgesetzt.


Werbekacheln in der Firefox-Entwicklerversion

Doch Mozilla entwickelte die Idee fort und geht nun sogar noch einen Schritt weiter. Im Gespräch mit cnet.com ließ Mozillas Vize-Marketingchef Darren Herman verlauten, dass das Konzept nun auf alle Nutzer umgelegt wird – und um die Komponente „Enhanced Tiles“ ergänzt. Nicht nur die leeren Kacheln bei einer frischen Browserinstallation sollen mit Anzeigen gefüllt werden, sondern auch bestehende, durch das Nutzerverhalten entstehende Kacheln der meistbesuchten Seiten. Die entsprechenden verkleinert dargestellten Seiten werden durch Werbeflächen relativ zur vormaligen Seite ersetzt, die die Kachel überlagern. Wer also z.B. bislang die verkleinerte Seite von Amazon sieht, wird künftig vielleicht ein dickes Amazon-Logo oder gar Produktbilder und andere Anzeigenformate im Browser entdecken können. Erst beim Überfahren mit der Maus sähe man wieder den Eintrag aus dem Browserverlauf.

Die neuen Werbeformen in Firefox seien eine Möglichkeit, Werbetreibenden behilflich zu sein, ihre Inhalte zu verbreiten, so Herman. Genauso gut könnte man auch sagen: Regen hilft, dass die Menschen nass werden. Worthülsen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Fokus vom Nutzer weiter wegbewegt und stattdessen die Werbewirtschaft hofiert wird, Firefox sich zum Reklameträger entwickelt – und die oft viel beschworene Nutzererfahrung abnimmt. Besonders dreist wird es dann, wenn es den Nutzern auch noch als Mehrwert verkauft wird.

Mozilla befindet sich damit auf einer schwierigen Gratwanderung. Mozilla versteht sich auch weiterhin als Community-Projekt, das wird in Fragen der Monetarisierung eines Produktes recht schnell zum Bumerang. Das Gefährliche an Community-Projekten ist, dass sich die Community schnell gegen das Projekt wendet, wenn es sich auf einmal wie ein ordinäres kommerzielles Programm gebärdet. Mozilla muss den Spagat schaffen, für eine Generierung von Geldmitteln zu sorgen, ohne dabei seine Nutzerschaft, die einen nichtkommerziellen Browser erwartet, zu verprellen.

Historische Parallelen

Mozilla könnte mit den neuen Plänen die Grenze jedoch überschreiten, die die Nutzer zu tolerieren bereit sind, denn es wird nicht nur dezente Werbung für den Nutzer sichtbar, womit sich vermutlich viele noch arrangieren könnten, wenn sie tatsächlich nur temporär beim Öffnen eines neuen Tabs erschiene, sondern sie ersetzt auch vorhandene persönliche Informationen. Wer als Kachel seine Anmeldemaske bei Ebay, Amazon oder seinem Mailanbieter erwartet, dort nun aber Werbung eingeblendet wird, könnte sich gelinde gesagt verschaukelt fühlen.

Ironischerweise beerbt Firefox damit nun den Opera-Browser, der in der kostenlosen Version einst standardmäßig Werbebanner mitten in der graphischen Oberfläche einblendete, um später in der „Schnellwahl“, dem Vorbild für die Firefox-Kacheln, ebenfalls gesponserte Seiten anzuzeigen. Firefox könnte zudem Gefahr laufen, in die Netscape-Falle zu geraten. Bevor Microsoft mit dem Internet Explorer herauskam, waren Browser generell kostenpflichtig, was sich heute kaum noch jemand vorstellen kann. Für Netscape, den Firefox-Vorläufer, wurde in den 90er Jahren gezahlt. Erst die Praxis, Browser zum essentiellen Teil des Betriebssystems werden zu lassen, beendete dieses direkte Geschäftsmodell, einfach die Nutzer zur Kasse zu bitten. Netscape wurde fortan ebenfalls kostenlos verteilt – und mit eingebauten kommerziellen Lesezeichen vertrieben. In diese Fußstapfen tritt nun Mozilla, um die Abhängigkeit von Google zu verringern. Der Haken daran: gegen ein komplett werbefreies Programm, das sich allein in den Dienst der Nutzer stellt, kann Firefox nicht gewinnen, als Adware hat Firefox einen sichtbaren Nachteil. Die betriebssystemeigenen Browser wie der Internet Explorer und Safari werden im Gegenzug gefühlt wieder zu den Guten – denn sie sind bereits mit dem Erwerb des Betriebssystems bezahlt und nicht angewiesen auf eine indirekte Finanzierung.

Alternative Google Chrome

Das Fatale dabei ist, dass Google es sich leisten kann, seinen eigenen Browser gratis unter die Leute zu bringen – als Werbeträger nur für die eigenen Dienste. Damit steckt Chrome zwar ebenfalls voller Werbung, die jedoch nicht als solche wahrgenommen wird, da Nutzer die meisten Google-Dienste sowieso aufrufen würden. Doch bei Firefox wird die Werbung wie unerwünschte Werbung wirken – und die Anwender womöglich noch weiter in die Arme des direkten Firefox-Konkurrenten Chrome treiben. Sogar die Alleinstellungsmerkmale gegenüber Opera nehmen dadurch ab. Drittwerbung in der geplanten Form wird für die Nutzerschaft jedenfalls kein Anreiz sein, der zum Verbleib bei Firefox animiert.

Alles halb so wild?

Zunächst wird die Funktion nur in den Vorschau- bzw. Entwicklerversionen von Firefox Einzug halten, die Werbung also nur in den Aurora- und Betaversionen erscheinen – zu Testzwecken. Und die Funktion ist abschaltbar, der Nutzer kann weiterhin wählen zwischen einer leeren Seite, dem ursprünglich angedachten Verhalten (nur leere Kacheln werden gefüllt) und dem neuen Verhalten (alle Nutzer bekommen unbeschränkt Anzeigen zu sehen). Etwas anderes wäre auch zu bitter für diejenigen, die freiwillig für Firefox spenden oder das Programm durch ihre Mitarbeit unterstützen.


Noch lassen sich die Werbekacheln deaktivieren

Die Werbung selbst lässt sich nicht abschalten, der Nutzer kann zunächst nur entscheiden, ob er Werbung anzeigen lässt oder auf die Kachelvorschaufunktion insgesamt verzichtet. Lediglich mit der mittleren Einstellung verschwindet die Werbung nach einiger Zeit, wenn sich der Browserverlauf gefüllt hat.

Dass die ursprünglichen Pläne trotz des Image-Debakels Anfang des Jahres weiter ausgebaut werden, deutet darauf hin, dass es Mozilla ernst ist mit der Umsetzung – und die Funktion auch in den späteren regulären Firefoxversionen enthalten sein wird. Je nachdem, wie die Nutzergemeinde auf die Änderungen reagiert, wird sich entscheiden, ob es in absehbarer Zeit auch Werbung in den Hauptversionen von Firefox geben wird.

Hardcore-Werbegegner haben noch genug Vorlaufzeit, sich einen neuen Browser zu suchen – oder sollten Firefox später nur noch offline nutzen. Dabei gibt es eine weniger kommerzielle Inkarnation von Firefox bereits jetzt: Seamonkey, eine Art Firefox mit traditioneller Oberfläche, zeigt generell keine Kacheln in neuen Tabs, sondern wie früher üblich nur eine leere, weiße Seite.

21. August 2014

ownCloud 6 => 7 auf den RasPi

Permalink Intux

news-272

Gestern führte ich erfolgreich das Upgrade der ownCloud von Version 6 auf Version 7 über die Administration durch. Als ich jedoch die OC 7 über meine DynDNS ansteuern wollte, kam es zu folgender Fehlermeldung:

Sie greifen von einer nicht vertrauenswürdigen Domain auf den Server zu.
Bitte kontaktieren Sie Ihren Administrator. Wenn Sie aktuell Administrator dieser Instanz sind, konfigurieren Sie bitte die “trusted_domain” – Einstellung in config/config.php. Eine Beispielkonfiguration wird unter config/config.sample.php bereit gestellt.

Bei meiner Recherche landete ich wieder auf meiner Seite (Artikel “ownCloud 5 => 6 auf den RasPi” und fand die Lösung.

Kommt es beim Zugriff auf aus dem Internet (Dynamische DNS mit No-IP.com, WLAN – Statische IP) zu folgender Fehlermeldung, dann hilft das auskommentieren der Zeile ‘trusted_domains’ => in der config.php.

sudo nano /var/www/config/config.php

# 'trusted_domains' =>

Manchmal hat man echt ein Brett vor dem Kopf!

fufix: Mailserver Installer auf Basis von Postfix und Dovecot

Permalink debinux

Changelog

  • 23. August 2014 – Release v0.2: FuGlu in before-queue Modus; Viren und verdächtige Anhänge ablehnen/”rejecten”; “tls_high_cipherlist” in Postfix vorerst deaktiviert (Kompatibilität)

Hallo,

ich habe in den letzten Tagen etwas geschrieben, das die Mailserver-Installation erheblich vereinfachen soll.
“fufix” enstand aus Spaß am Scripten, wobei ich “es” mehrfach auf Neuinstallationen meiner Testumgebungen ausprobiert habe (und weiterhin tue), etwa “Debian Wheezy Minimal” Installationen seitens diverser ISP oder auch einfach lokal im VMware Player.
Ich “pushe” nicht ohne Testing ins Git Repository, trotzallem kann es zu Fehlern kommen. Selbstverständlich.

Zusammenfassung

Allgemein

  • Hostname/FQDN Konfiguration
  • Zeitzone wird angepasst
  • Automatische Erstellung sicherer Passwörter – manuelles Passwort möglich (min. 2 Ziffern, Groß- und Kleinschreibung)
  • Globales SSL self-signed Zertifikat (via “/etc/ssl/mail/”)
  • Nginx (+PHP5-FPM) Installation mit Site für Postfixadmin (SSL-only, nach BetterCrypto)
  • MySQL Installation als Backend für Mailserver
  • Kleiner DNS-Check des Servers mittels Google DNS zu Ende des Scripts (PTR, A-Record)
  • Rsyslog von Mail Logging befreit

Postfix

  • Submission aktiviert
  • SMTPS deaktiviert
  • Authentifizierung via TLS erforderlich
  • ZEN blocklist
  • Spam- und Virenfilter mittels FuGlu in before-queue Modus: Spamassassin und ClamAV Backend (Viren ablehnen/”rejecten”, Spam markieren und verschieben)

Dovecot

  • Automatische Abonnements
  • Sieve/ManageSieve
  • Globaler Sieve-Filter: Spam nach “Junk” verschieben
  • (IMAP-)Quotas
  • LMTP
  • SSL nach BetterCrypto (ohne “ssl_prefer_server_ciphers”, da Version

Postfixadmin

  • Automatisches Setup inkl. Erstellung eines Administrators
  • Volle Quota-Kontrolle
  • “config.local.php” vorkonfiguriert

Wichtige Hinweise

ACHTUNG: Das Script startet nur dann, wenn kein Mail- oder Webdienst läuft! Alle Konfigurationen von Dovecot, Postfix, Nginx, Fail2ban, Postfixadmin, PHP5-FPM sowie MySQL Datenbanken werden gelöscht!

Auf einer Standard-/Minimal-Installation von Debian ist ein Exim4 aktiv, das vorab durch “apt-get purge exim4*” vollständig entfernt werden kann.

Installation

Alle beschriebenen Schritte sind als Benutzer “root” auszuführen

Das Paket “git” wird benötigt, um den Installer aus dem GitHub zu holen:

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apt-get install git

“fufix” etwa in das Verzeichnis “~/build” klonen und hineinwechseln:

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mkdir ~/build
git clone https://github.com/andryyy/fufix
cd fufix

Nun unbedingt den Installer öffnen und die notwendigen Änderungen vornehmen:

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nano install.sh

Die Punkte kurz erklärt:

  • sys_hostname: Der Hostname ohne Domäne.
  • sys_domain: Die öffentliche Domäne, der FQDN wird aus Hostnamen und Domäne zusammengesetzt.
  • sys_timezone: Die Zeitzone muss korrekt sein, wird vom Script auf Verfügbarkeit geprüft. Vorgabe für Berlin ist korrekt und kann bestehen bleiben.
  • my_postfixdb, my_postfixuser, my_postfixpass beschreiben die MySQL Datenbank, den zugehörigen Benutzer und sein Passwort. Die Vorgaben können bestehen bleiben.
  • Mit my_rootpw wird das Root Passwort der MySQL Installation gesetzt. Notwendig, da der Installer die Pakete via “apt-get” unbeaufsichtigt installiert.
  • pfadmin_adminuser und pfadmin_adminpass beschreiben den administrativen Zugang zu Postfixadmin und können so bestehen bleiben. Der Benutzer MUSS auf einer Domäne enden, etwa “pfadmin@domain.com”. “pfadmin@domain” oder “pfadmin@domain.tld” sind ungültig. Die Vorgabe fügt die Domäne aus der Konfiguration ein.
  • Die “cert-” Variablen gelten für das self-signed Zertifikat und sind selbsterklärend. “Country” muss aus exakt zwei Buchstaben bestehen, auf Sonderzeichen für die weiteren Parameter sollte verzichtet werden. “CN” entspricht automatisiert dem FQDN des Servers.
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########### CONFIG START ###########
sys_hostname="mail"
sys_domain="domain.com"
sys_timezone="Europe/Berlin"
 
my_postfixdb="postfixdb"
my_postfixuser="postfix"
my_postfixpass=`genpasswd`
my_rootpw=`genpasswd`
 
pfadmin_adminuser="pfadmin@$sys_domain"
pfadmin_adminpass=`genpasswd`
 
cert_country="DE"
cert_state="NRW"
cert_city="DUS"
cert_org="MAIL"
############ CONFIG END ############

Jetzt etwas Zeit mitbringen und den Installer starten:

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./install.sh

Wie ausdrücklich erwähnt, darf kein Web- oder Maildienst laufen, ansonsten streikt der Installer:

Fufix streikt

Fufix streikt


Nach jedem Schritt einen Blick auf die Ausgabe werfen und sicherstellen, dass keine gravierenden Fehler auftreten.
Es gibt zur Zeit noch keine Routine, die auf Fehler überprüft; “traps” und Debugging sind in Planung.

Nach der Installation befinden sich die vergebenen Nutzernamen und zugehörige Passwörter in der Datei “installer.log”.
Zugriff auf Postfixadmin erfolgt über die URL “https://server/pfadmin”, wobei noch einmal gesagt sei: Ausschließlich via HTTPS.
Postfixadmin installiere ich aus dem offiziellen SVN Repository, bis dieser in der ersten stabilen Version 3 erscheint. Version 2.91 (quasi die Beta für 3.0) enthält noch eine Menge Fehler, die der Entwickler im SVN jedoch schon lange gepatcht hat. Falls doch einmal Fehler auftreten, findet ihr in der Datei “installer.log” ebenso die Revision Postfixadmins, damit euch vom Entwickler/der Community schneller/besser geholfen werden kann. Ein Upgrade auf die neueste Revision erfolgt durch den Befehl “svn up /usr/share/nginx/mail/pfadmin”.

[weitere Dokumentation folgt]

20. August 2014

Geniales Case für den Raspberry Pi

Permalink Kaffeeringe

Plusberry Pi

Das Team um den „Plusberry Pi” haben sich den Minirechner einmal genauer angesehen und ganz neu überlegt, wie sie am besten ein Gehäuse bauen, damit alle Teile sinnvoll untergebracht sind. Herausgekommen ist dabei ein Case, in dem USB–Hub und Festplatte direkt untergebracht werden können.

Es stimmt schon: Bis man den Raspberry Pi wirklich zum Laufen gebracht hat, muss man eine ganze Reihe Zusatzgeräte kaufen. Und dann bamselt alles durcheinander. Der USB–Hub hängt am Raspberry Pi und am USB–Hub hängt die externe Festplatte und alle drei haben eigene Netzteile. Dazu kommen Netzwerkkabel und HDMI Kabel. Und alles ragt vom winzigen normalen Case eines Raspberry Pi in alle Himmelsrichtung.

Im Plusberry Pi wird der Raspberry Pi diagonal eingesetzt, so dass in den Ecken Raum für die Anschlüsse ist. Die werden dann auf einer Seite gesammelt nach außen geführt.

Auf IndieGoGo sammelt das Team aus Tel Aviv jetzt das nötige Geld ein für eine Startfinanzierung. 39.000,- USD benötigen sie dafür — 42% haben sie erst zusammen und noch 36 Tage Zeit.

Wikipedia offline nutzen

Permalink Invictus deus ex machina

Ab und an kommt man in die Situation etwas nachschlagen zu wollen, aber der Netzzugang streikt aus irgendwelchen Gründen. Für solche Fälle gibt es eine große Auswahl an Lösungen um die Wikipedia offline genießen zu können. Eine Lösung welche aus der Auswahl positiv heraussticht ist dabei Kiwix.

Kiwix mit der deutschen Wikipedia unter Mac OS X

Kiwix mit der deutschen Wikipedia unter Mac OS X

Bei Kiwix handelt es sich um eine Applikation welche für Mac OS X, Linux, Windows und Android verfügbar ist. Mit Hilfe von Kiwix ist es möglich sich Webseiten offline anzuzeigen. Nach der Installation der App kann man innerhalb der App die verschiedensten Seiten wie die Wikipedia oder die Ubuntuusers-Wiki herunterladen. Wenn der Download komplett ist kann das ganze dann ohne ein verfügbares Netzwerk genutzt werden. Kiwix ist freie Software und unter der GPL lizenziert. Bezogen werden kann Kiwix unter kiwix.org.

Mit cURL Cookies speichern und senden

Permalink Finns Blog

cURL ist wohl hauptsächlich dafür bekannt, dass man damit Dateien per HTTP oder FTP innerhalb der Konsole herunterladen kann. Ich muss zugeben, dass ich dafür meistens Wget nutze, aber sobald es um mehr als das einfache Herunterladen einer Datei geht, greife ich lieber zu cURL.

Kürzlich stand ich vor dem Problem, eine Seite per cURL aufrufen zu wollen, die nur nach einem Login erreichbar ist. Dabei handelte es sich um keine Basic Authentication, sondern um ein übliches Login-Formular, welches die Angaben per POST Request versendet. Wie ich feststellen musste, ist das mit cURL kinderleicht, einen POST Request mit den Login-Daten auszuführen und den dabei erhaltenen Cookie zu speichern, so dass er bei weiteren Requests mitgesendet werden kann.

Ein Blick in die Hilfe verrät, dass die Parameter 

-b
und
-c
verwendet werden können, um eine Datei mit Cookies zu lesen bzw. zu schreiben:
-b, --cookie STRING/FILE  String or file to read cookies from (H)
 -c, --cookie-jar FILE  Write cookies to this file after operation (H)

Vollständig könnte so eine POST Request wie folgt aussehen:

curl -b cookie.txt -c cookie.txt -d "username=foo&password=bar" https://example.org/login.php

Unter Verwendung der Cookie-Datei kann man nun bequem weiterarbeiten und an die Seiten gelangen, die erst nach dem Login erreichbar sind:

curl -b cookie.txt https://example.org/foobar.php

Wget unterstützt übrigens auch Cookies, jedenfalls kann man laut Hilfe dies mit 

--no-cookies
  abschalten, falls gewünscht. Erfahrungen mit Wget und Cookies habe ich allerdings nicht.

Anmeldung zu LPI-Prüfungen ab sofort möglich

Permalink Ubucon

Nachdem das Programm langsam Form annimmt und immer mehr Vorträge und Workshops dazu kommen, wurde auch die Anmeldung zu den LPI-Prüfungen freigeschaltet.

Jeder, der eine Prüfung ablegen will, kann sich auf der Webseite des LPI anmelden. Dort einfach bei LPI-Event die Ubucon am 18.10. in Katlenburg auswählen.

Es wird an dem Samstag zwei Prüfungsslots um 10 Uhr und um 14 Uhr geben, wie man auf der Folgeseite der Anmeldung auch entsprechend auswählen kann.

Wir wünschen allen Prüfungsteilnehmern vorab viel Erfolg!

Mit Firefox 33 und Talky Inhalte von Programmfenstern mit anderen Nutzern teilen

Permalink Sören Hentzschel

Eine der Neuerungen von Firefox 33 wird die Möglichkeit des Teilens von Bildschirminhalten via WebRTC sein. Ein Dienst, der davon Gebrauch macht, ist Talky. Talky ist kostenlos und erfordert keine Anmeldung: Einfach einen Namen für den Kommunikationskanal vergeben und den Link teilen.

Firefox wird ab Version 33 dazu in der Lage sein, den Inhalt des Bildschirmes oder ausgewählter Programmfenster mit anderen Nutzern zu teilen. Hierüber wurde bereits vor wenigen Wochen berichtet und auch ein Beispiel-Code veröffentlicht. Dazu muss lediglich eine Webseite besucht werden, welche Gebrauch von diesem Teil des WebRTC-Standards macht. Mit Talky möchte ich einen Dienst vorstellen, welcher besonders einfach zu benutzen ist.

Bei der Verwendung von Talky ist nicht viel verkehrt zu machen: Webseite aufrufen, einen Namen vergeben, welcher als Teil der URL verwendet wird, und diese URL dann mit jemand anderem teilen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, Kosten entstehen keine, ein Plugin wird nicht benötigt. Sowohl der die Kommunikation startende Nutzer als auch der Nutzer, der den Link erhält, müssen die Freigabe der Kamera und des Mikrofons selbstverständlich zunächst explizit erlauben, wie es bei WebRTC-Kommunikation im Browser die Regel ist. Wer die Unterhaltung schützen möchte, hat über das Schloss-Symbol die Möglichkeit, ein Passwort zu vergeben.

Video und Audio über WebRTC ist nichts Neues. Der spannende Part, welcher mindestens Firefox 33 erfordert, ist das Teilen es Inhalts eines beliebigen geöffneten Programmes – das muss nicht Firefox sein. Hierzu muss einfach nur der Button mit der Aufschrift “Share Screen” geklickt und anschließend die Erlaubnis mit der Auswahl des zu teilenden Fenster erteilt werden.

Eine kleine Voraussetzung gibt es allerdings: Derzeit ist es noch notwendig, über about:config der Webseite zunächst die Erlaubnis für das Teilen des Fensterinhaltes zu geben. Dazu suchen wir nach dem Schalter media.getusermedia.screensharing.allowed_domains und geben als Wert talky.io ein. An dieser Stelle kann auch mehreren Webseiten die Erlaubnis erteilt werden, der Inhalt muss eine komma-separierte Liste von Domains sein (unterschiedliche Subdomains benötigen unterschiedliche Einträge).

19. August 2014

DD-WRT 24 SP2 auf TP-Link TL-WR1043ND v2 installieren

Permalink thomas-leister.de

Update am 21.8.2014: Vorsicht! Die Umstellung auf DD-WRT ist für diesen Router nicht empfehlenswert! Nach der Umstellung habe ich Probleme mit der Software. Einige Features funktionieren nicht wie sie sollen, der Router läuft instabil. Ein Weg zurück (zur original Firmware) ist nach meinem Kenntnisstand nicht möglich!

Vor etwa 10 Monaten habe ich mit einen neuen Router zugelegt, der Aufgaben eines WLAN Accesspoints übernehmen sollte. Meine Wahl fiel nach einiger Recherche auf das günstige Modell TL-WR1043ND von TP-Link. Für einen akzeptablen Preis bekommt man hier (zumindest auf dem Papier) einiges geboten. Um die komplette Kontrolle über das Gerät zu erlangen, Sicherheitsprobleme zu vermeiden und sehr detailliert Einstellungen vornehmen zu können, sollte das Open Source OS DD-WRT installiert werden, das speziell für Router und Accesspoints zugeschnitten ist. Ich hatte DD-WRT bereits auf einem älteren D-Link Accesspoint laufen und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Beim Kauf habe ich zur neueren Revision V2 (zu erkennen am dunkelblauen Gehäuse) des TP-Link Routers gegriffen, was sich später jedoch als ungünstig herausstellte: Version 2 wurde noch nicht unterstützt und ich konnte DD-WRT zunächst nicht auf dem Router installieren. Einzig für Version 1 des Routers gab es Firmware, die als Update über die Weboberfläche eingespielt werden konnte. Auf meinem Router schlug der Versuch, einfach die Firmware für Version 1 zu installieren, jedoch fehl. Die Unterschiede waren offenbar zu groß und die Update-Datei wurde nicht erkannt.

Heute habe ich mich erneut auf die Suche gemacht und habe endlich passende Firmware für Version 2 des TL-WR1043ND gefunden.

Der Download ist etwas versteckt und wird nicht direkt in der Datenbank der unterstützten Geräte angezeigt. Erst auf einer der Unterseiten unter „Other Downloads” kann man die neue Firmware nun finden (http://dd-wrt.com/site/support/other-downloads?path=others%2Feko%2FBrainSlayer-V24-preSP2%2F). Die Datei „factory-to-ddwrt.bin” ist dabei die Datei, die über die original Weboberfläche des TP-Link Routers im Update-Bereich eingespielt wird. Der Router startet dann neu und installiert DD-WRT.

DD-WRT

DD-WRT Webinterface

Nach dem Start ist ein neues, offenes WLAN-Netzwerk „dd-wrt” sichtbar, in das man sich einloggt. Danach kann die DD-WRT Weboberfläche über die IP-Adresse 192.168.1.1 abgerufen werden. Zuerst muss ein neuer Benutzername mit Passwort angelegt werden, danach können alle weiteren Einstellungen vorgenommen werden.

Die Firmware stammt von Sebastian Gottschall aka BrainSlayer, dem Gründer und Hauptentwickler von DD-WRT. Bisher läuft die Software ohne Probleme – mein TP-Link Router ist nun endlich befreit. Vielen Dank an BrainSlayer für die Portierung auf den TL-WR1043ND v2! :)

udiskie unter Ubuntu 14.04

Permalink onli blogging

Die größte aller Herausforderungen für einen modernen Desktop: USB-Sticks automatisch ein- und aushängen.

Die Desktopumgebungen machen das automatisch, doch ohne Unity, KDE & Co ist das tatsächlich nicht einfach, so bescheuert das auch klingt. Viele Jahre hatte es die Linux-Entwicklergemeinde nicht hinbekommen, einen verlässlichen Daemon zu schreiben, der neu erkannte Partitionen automatisch einhängt und vom Nutzer ein Signal bekommen kann, um sie wieder auszuhängen. Man sollte meinen, das sei einfach.

Wie auch immer, inzwischen gibt es sowas, sogar mehrfach. udiskie ist die von mir bevorzugte Variante, aber auch sie muss erst richtig eingerichtet werden. GNU/Linux - oder Ubuntu - macht das inzwischen mehr zu Voodoo als simpel, aber es ist hinbekommbar.

Zuerst muss udiskie installiert werden. Da es nicht in den Paketquellen ist, empfiehlt sich die Installation über pip:

sudo pip install udiskie

Falls das an fehlenden Abhängigkeiten scheitert, diese vorher installieren (bei mir war schon alles da):

python-setuptools libudisks2-dev python-gi-dev python-distutils-extra notify-osd

Nun kann udiskie ausgeführt werden, aber es kann noch nichts mounten, da die Rechte fehlen.

Zuerst muss der Fenstermanager durch ck-session gewrappt werden. Ich starte meinen in der ~/.xinitrc, und die sieht nun so aus:

export `gnome-keyring-daemon -s --components=pkcs11,secrets,ssh`
exec ck-launch-session dbus-launch /usr/local/bin/icewm-session

Bei den meisten dürfte das local wegfallen.

Außerdem muss die /etc/polkit-1/localauthority/50-local.d/10-udiskie.pkla erstellt werden und so aussehen:

[Local Users]
Identity=unix-group:storage
Action=org.freedesktop.udisks.*;org.freedesktop.udisks2.*
ResultAny=yes
ResultInactive=no
ResultActive=yes

Danach den Fenstermanager neu starten, udiskie ausführen und einen USB-Stick einstecken. Er sollte automatisch eingehängt werden.

Firefox: Mozilla arbeitet Konzept für Tab-Gruppen-Ersatz aus

Permalink Sören Hentzschel

Mit den Tab-Gruppen besitzt Firefox ein von nur Wenigen genutztes, von diesen dafür umso mehr geschätztes Feature zur Tab-Verwaltung, welches sich auf dem Abstellgleis befindet. Mit dem Tab Center arbeitet Mozilla an einem neuen Konzept, welches die Tab-Gruppen ersetzen kann.

Manche kennen es als Panorama, manche auch noch als Tab Candy, die Rede ist von den Tab-Gruppen, ein mit Firefox 4 eingeführtes Feature, welches – wie der Name bereits vermuten lässt – die Organisation von Tabs in Gruppen erlaubt. Die Tab-Gruppen sind nicht frei von Schwächen und haben seit der Implementierung nur sehr wenig Zuwendung erhalten. Nicht vollkommen überraschend kam daher vor etwa 1 1/2 Jahren die Ankündigung, die Tab-Gruppen wieder aus Firefox entfernen und als Add-on auslagern zu wollen. Passiert ist bis heute nichts und es sieht so aus, als könnte der Ersatz für das bisherige Tab-Gruppen-Feature von Mozilla selbst kommen.

Aufmerksame Leser dieses Blogs wissen bereits seit Mitte April, dass ein solches Konzept existiert. Dieses nimmt nun konkretere Gestalt in Form von neuen Mockups an, welche auch die angedachte Interaktion beschreiben. Die wesentliche Idee ist eine Schaltfläche in der Navigationssymbolleiste von Firefox, über welche sich das Tab Center öffnet und der Browser-Content zur Seite geschoben wird. Die Schaltfläche erinnert an Mozillas Android-Browser, welcher über einen ähnlich aussehenden Button mit ebenfalls der Anzahl geöffneter Tabs als Beschriftung Zugriff auf die offenen Tabs bietet.

Ähnlich wie das bisherige Tab-Gruppen-Feature erlaubt auch das Tab-Center die Organisation von Tabs in Gruppen. Die Namen der Gruppen erscheinen am unteren Fensterrand in einer scrollbaren Leiste. Sichtbar sind immer die Webseiten der gerade ausgewählten Gruppe inklusive Vorschaubild. Sind so viele Seiten geöffnet, dass der Platz nicht dazu ausreicht, alle Webseiten mit Vorschaubild darzustellen, werden anstelle der Vorschaubilder die Favicons der jeweiligen Webseite angezeigt, so dass mehr Webseiten auf dem Bildschirm Platz finden.

Das Tab Center bietet daneben noch eine Suchfunktion, um die gewünschte Seite schnell zu finden, und noch zwei weitere Reiter, nämlich einen für die aktuellsten besuchten Webseiten (Chronik) sowie einen für die auf anderen Geräten geöffneten Webseiten (Sync). Darüber hinaus soll es noch einen Modus geben, in welchem lediglich eine schmale Leiste mit den Favicons der geöffneten Webseiten angezeigt wird, ohne Titel und URL der Webseiten, dann auch ohne Gruppen-Funktionalität.

18. August 2014

Linux 3.17-rc1

Permalink menzer.net

Diesmal war das Merge Windows wieder zwei Wochen offen. Fast jedenfalls, da Torvalds reisebedingt schon Samstags das Ergebnis all der Pull Requests veröffentlichte.

Was fällt als erstes auf? Erstens: ein paar Commits weniger als bei 3.15 und 3.16, jedoch immer noch oberhalb des Durchschnitts der 3er-Kernel-Reihe. Zweitens: Mehr gelöschte als hinzugefügte Zeilen.

Das lässt dann doch aufhorchen, denn generell stellen sich die Kernelentwickler nur neue Werkzeuge ins Haus und werfen nichts altes weg - wer weiß ob es nicht noch mal jemand brauchen könnte. Einen einzelne Erklärung konnte ich nicht ausmachen. Die Entwickler entsorgten in vielen Bereichen Quellcode, wobei oft einfach nur Dateien umgezogen oder umbenannt wurden, wie beispielsweise Treiber, die den Staging-Zweig verlassen haben. Das kann den Anstieg an Removals jedoch nicht erklären, da die entfernten Dateien ja anderswo wieder auftauchen.

Allerdings finden sich diesmal einige Merges, die eine größere Anzahl an Cleanups enthalten - also Patches, die überflüssigen Code wegmachen. Diese Hausarbeiten kommen hin und wieder vor, diesmal scheint allerdings der Frühjahrsputz etwas umfangreicher ausgefallen zu sein. Unter den Bereichen mit dem umfangreichsten Cleanups finden sich in erster Linie die x86- und ARM-Architekturen sowie die Infrastruktur für IDE und im Zusammenhang mit Vereinfachungen der Interprozesskommunikationa> für alle Architekturen.

Die letzten rc1-Versionen:
Eine Übersicht über die ersten Entwicklerversionen der letzten Kernel

Commits geänderte Dateien eingefügte Zeilen gelöschte Zeilen Datum Tage *
3.0-rc1 7 728 7 345 515 283 434 481 30. Mai 2011 11
3.1-rc1 7 620 8 567 682 861 567 884 8. Aug 2011 17
3.2-rc1 10 730 12 103 1 628 367 1 406 543 8. Nov 2011 15
3.3-rc1 9 460 10 078 569 551 360 626 19. Jan 2012 15
3.4-rc1 9 859 10 526 553 618 344 653 31. Mrz 2012 12
3.5-rc1 10 068 9 139 605 187 400 813 3. Jun 2012 14
3.6-rc1 9 160 7 629 512 898 248 227 2. Aug 2012 12
3.7-rc1 11 083 15 096 1 543 528 1 226 219 14. Okt 2012 14
3.8-rc1 11 737 10 482 554 790 340 624 21. Dez 2012 14
3.9-rc1 10 941 10 585 589 505 328 642 03. Mrz 2013 13
3.10-rc1 12 714 9 909 641 289 386 291 12. Mai 2013 13
3.11-rc1 10 160 8 889 770 288 238 578 14. Jul 2013 14
3.12-rc1 10 152 8 110 576 934 258 806 16. Sep 2013 14
3.13-rc1 11 355 9 304 424 291 229 753 22. Nov 2013 19
3.14-rc1 11 366 9 991 588 363 256 191 3. Feb 2014 14
3.15-rc1 12 825 9 916 614 375 241 835 13. Mrz 2014 13
3.16-rc1 12 077 9 127 497 930 259 019 15. Jun 2014 7
3.17-rc1 11 528 9 947 629 361 651 438 16. Aug 2014 13

* Tage seit dem letzten Release

Quelle: Linux Kernel Mailing List

17. August 2014

Vi/Vim auf einen Schlag verbessern

Permalink Liomans Blog

„Icon-Vim“ von User:ZyMOS, for the Open Icon Library - Open Icon Library. Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons.

Icon-Vim“ von User:ZyMOS, for the Open Icon LibraryOpen Icon Library. Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons.

Es gibt derzeit alle halbe Jahr irgendeinen neuen Texteditor, der irgendwas besonders toll oder schön machen soll. Github  hat erst kürzlich Atom veröffentlicht und zuvor galt Sublime Text als das Nonplusultra. Doch man muss eigentlich gar nicht so weit suchen, wenn man einen schnellen an die eigenen Bedürfnisse angepassten Texteditor braucht. Jede Linuxdistribution (und damit auch die meisten Server, die man so zu verwalten hat) bringen Vi bzw. Vim (die verbesserte Variante) mit. Neben emacs ist das  Textbearbeitungsurgestein und eigentlich ein Konsoleneditor, der ohne graphische Oberfläche daherkommt.

Neben der Mausunabhängikeit ist eine besondere Stärke die Erweiterbarkeit mit speziellen Modulen. So beschrieb ich hier schon einmal, wie man mit blogit.vim Blogposts in WordPress absetzt. Das ist aber nur eines von vielen Erweiterungen, die man für Vim herunterladen kann, um Autovervollständigung, Syntaxhighlighting oder besondere Themes zu aktivieren. Ist Vim einmal mit 

sudo apt-get install vim
installiert, kann man  das Programm perfekt auf die eigenen Bedürfnisse anpassen und der Editor bleibt trotzdem sehr schlank und performant.
mit ",z" kommt man in den Zenmode

mit “,z” kommt man in den Zenmode

Möchte man mit der Konfiguration nicht bei null beginnen, gibt es mit  The Ultimate Vimrc schon mal ein gutes Anfangsset. Das Projekt wird von amix auf github gehostet und ist mit nur zwei Befehlen ganz einfach installiert.

git clone git://github.com/amix/vimrc.git ~/.vim_runtime
sh ~/.vim_runtime/install_basic_vimrc.sh

Das Paket bringt neben fünf Colorthemes und einer direkten Gitanbindung eine ganze Reihe von Erweiterungen, die ich hier nicht gesondert aufzähle, denn die vollständige Liste befindet sich auf der Seite des Projekts. Aber auch was Komfort angeht wird ein bisschen etwas geändert. Der <leader> wird von “\” auf “,”  gestellt, was gerade auf der deutschen Tastatur viel einfacher ( und damit schneller ) handzuhaben ist.

Zum Blog: www.lioman.de

Wochenrückblick 33/2014

Permalink deesaster.org

Der Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche rund um Ubuntu, Linux und Open Source Revue passieren.

Rund um Ubuntu

Ubucon verlängert Call for Papers

Die Ubucon verlängert ihren Call for Papers bis zum 31. August 2014. Bis dahin haben Referenten noch Zeit Vorträge und Workshops einzureichen. Die Ubucon 2014 findet vom 17. bis 19. Oktober in Katlenburg statt.

Nächster Ubuntu Global Jam im September

Vom 12. bis 14. September 2014 findet der nächste Ubuntu Global Jam statt. Es handelt sich dabei um eine weltweit koordinierte Online-Zusammenkunft von Interessierten, die Ubuntu verbessern wollen. Hauptsächlich geht es darum, Bugs zu suchen, zu fixen, Software zu testen oder zu dokumentieren und zu übersetzen. Nach der ersten Planung wird es am 27. August noch ein weiteres Planungstreffen geben.

Quelle: Ubuntu Fridge

Nächster Ubuntu Online Summit im November

Vom 12. bis 14. November findet der nächste Ubuntu Online Summit statt. Hierbei gibt es zahlreiche Vorträge über IRC und Videochat. Eine Diskussion zum Inhalt wurde ebenfalls gestartet.

Quelle: Charles Profitts Blog

Ubuntu Core lebt noch

Bereits 2007 wurde JeOS (gesprochen „juice“) vorgestellt. Ein minimales Ubuntu-Server-System. Die Abkürzung JeOS stand dabei für „Just enough Operating System“. Inzwischen heißt das Projekt nicht mehr JeOS sondern Ubuntu Core und es handelt sich dabei um ein 63-MB-komprimiertes Serversystem. Das Image steht dabei für i386, armhf, arm64, powerpc und ppc64el bereit, sodass man es auch auf Geräten mit ARM-Chipsatz einsetzen kann.

Quelle: Dustin Kirklands Blog

Neues rund um Linux

10 Jahre OpenStreetMap

Im Juli 2004 wurde das OpenStreetMap-Projekt ins Leben gerufen. Seitdem helfen Tausende Freiwillige dabei, das Kartenmaterial zu vervollständigen. Vor allem in dicht besiedelten Regionen kann man auf den Karten alles vom Strommast bis zum nächsten Altglas-Container finden. Die freie Creative-Commons-Lizenz bzw. die freie Open Database License helfen dabei, das Material zu nutzen. Der Geburtstag wurde weltweit am 9. August gefeiert.

Quelle: Pro-Linux

Spielen unter Linux

Borderlands: The Pre-Sequel für Linux geplant

Im Herbst 2014 soll Borderlands: The Pre-Sequel laut Entwicklerstudio Take-Two Interactive auch für Linux erscheinen. Der Ego-Shooter mit Rollenspielanteil könnte damit ein weiterer Triple-A-Titel für die freie Plattform sein.

Quelle: Pro-Linux

Hardware und Mobiles

NVIDIA will Android beschleunigen

NVIDIA haben in ihrem Blog den neuen Tegra-K1 Mobilprozessor namens „Denver“ vorgestellt. Es handelt sich nach eigenen Angaben um den ersten 64-Bit ARM-Prozessor für mobile Betriebssysteme wie Android.

Quelle: Linux-Magazin

Call for Papers bis Ende August verlängert

Permalink Ubucon

Am 15. August 2014 endete der Call for Papers für die Ubucon 2014 im Oktober in Katlenburg. Auch wenn das Programm bisher bereits 14 sehr interessante und vor allem thematisch breit gefächerte Themen enthält, besteht der Wunsch, den Ubucon-Besuchern noch mehr zu bieten.

Aus diesem Grund wird der Call for Papers bis zum 31. August 2014 verlängert. Wer also in den nächsten zwei Wochen noch eine Idee für einen eigenen Vortrag oder Workshop hat, meldet sich einfach unter idee@ubucon.de.

Thematisch ist die Ubucon für alles offen, es sollte nur mit Ubuntu, Linux und/oder Open Source zu tun haben. Ob Vortrag, Workshop oder eine Diskussion – alles ist gefragt. Die Themenwunschliste zur Ubucon 2014 gibt einen kleinen Einblick, welche Themen Besucher sich bisher gewünscht habe.

Wir freuen uns auf Eure Beiträge!

16. August 2014

Firefox: Personal Interest Dashboard soll Interessen visualisieren

Permalink Sören Hentzschel

Mit dem Personal Interest Dashboard könnten Firefox-Nutzer in Zukunft ihre besuchten Webseiten gruppiert nach Interessen sehen und sogar Empfehlungen für noch nicht besuchte Webseiten erhalten.

Es ist bereits mehr als ein Jahr her, dass die Mozilla Labs das Projekt UP (User Personalization) angekündigt haben. Das Ziel dieses Projektes ist es, klassisches Tracking durch Alternativen obsolet zu machen, die nicht nur Content-Anbietern nutzen, sondern vor allem den Nutzer respektieren. Ein erstes Ergebnis dieses Projektes könnte das sogenannte Personal Interest Dashboard sein.

Das aktuelle Konzept zeigt eine Gruppierung besuchter Webseiten der letzten 30 Tage in Kategorien. Per Klick auf eine dieser Kategorien erhält der Nutzer eine Zeitleiste, welche die dazugehörigen Besuche inklusive Vorschaubild bei Herüberfahren über den Eintrag mit der Maus auflistet. Hierüber erhält der Nutzer außerdem direkt die Möglichkeit, die dort aufgelisteten Webseiten als Lesezeichen hinzuzufügen oder aus der Chronik zu löschen.

Der zweite Teil des Personal Interest Dashboards sind Empfehlungen. Blasen zeigen verschiedene Kategorien, aus denen man nach Klick darauf Vorschläge für Webseiten erhält, die einen interessieren könnten. Auch hier erscheint bei Herüberfahren mit der Maus ein Vorschaubild der jeweiligen Webseite. In der Zukunft sei hier auch eine Suche nach neuen Interessen denkbar, beispielsweise abhängig vom geographischen Standort oder generellen Trends.

14. August 2014

Mozilla implementiert Tracking-Schutz in Firefox

Permalink Sören Hentzschel

Dass für Mozilla die Nutzer an erster Stelle stehen, das beweist Mozilla mit einem neuen Feature für Firefox: Der Browser erhält einen integrierten Tracking-Schutz, welcher bekannte Tracking-Seiten blockiert.

Von den großen Browserherstellern gilt Mozilla als der, dem die Privatsphäre und der Datenschutz der Nutzer am Wichtigsten ist. Der beste Beweis dafür, dass man sich nicht auf seinem guten Ruf ausruht, sind neue Features, welche genau hier Verbesserungen bringen. So wird Firefox einen Tracking-Schutz erhalten, welcher bekannte Tracking-Seiten auf Basis einer Blockliste blockiert. Einzelne Webseiten können durch den Benutzer explizit vom Schutz ausgenommen werden. Dabei wird man die Oberfläche des Tracking-Schutzes mit der des Mixed-Content-Blockers zusammenlegen.

Einen Zeitplan für die Auslieferung in einer finalen Version von Firefox gibt es nicht, große Teile dieser Neuerung sind aber bereits Bestandteil der Nightly-Versionen von Firefox 34. Dort existiert auch schon der about:config-Schalter privacy.trackingprotection.enabled, welcher aber noch nichts bewirkt. Spezielle Test-Builds erlauben hingegen bereits einen ersten Blick auf den aktuellen Stand der Dinge.

Weder die aktuelle Blockliste noch das Design repräsentieren den fertigen Zustand. Wie der Tracking-Schutz in seiner finalen Fassung aussehen soll, das zeigt das folgende Mockup. Standardmäßig wird der Tracking-Schutz deaktiviert und über die Privatsphäre-Einstellungen zu aktivieren sein.

Während ein solcher Tracking-Schutz in Chrome eher unwahrscheinlich ist, ist Googles Hauptgeschäft doch die Werbung und in diesem Zusammenhang natürlich auch Tracking eingesetzt wird, so steht für Mozilla als nicht-profitorientierte Organisation vor allem der Schutz der Privatsphäre der Nutzer im Vordergrund. Mit Lightbeam gibt es unabhängig von dieser Neuerung ein Add-on für Firefox, welches bestehende Tracking-Verbindungen visualisiert und zu blockieren erlaubt. Firefox war außerdem der erste Browser, welcher den Do-not-Track-Header unterstützte. Neben Firefox bietet auch der Internet Explorer seit Version 9 einen Tracking-Schutz an.

13. August 2014

Probleme mit VirtualBox und der Alt-Gr-Taste

Permalink Invictus deus ex machina

Wenn man die aktuelle VirtualBox-Version 4.3.14 nutzt, wird man im Gastsystem feststellen das die Alt-Gr-Taste nicht korrekt funktioniert. Das äußert sich z.B. darin das At-Zeichen nicht mehr geschrieben werden kann. Der Fehler tritt dabei augenscheinlich nur in Verbindung mit der deutschen Tastaturbelegung auf. Mittlerweile gibt es einen entsprechenden Bugreport bei VirtualBox.

Der Tastatureinstellungen unter Kubuntu

Der Tastatureinstellungen unter Kubuntu

Unter Kubuntu ist es als Workarround möglich eine andere Taste für die dritte Tastaturebene zu definieren. Auch scheint es im neusten Test-Build der VirtualBox einen Bugfix für dieses Problem zu geben. Solange diese Version noch noch nicht offiziell veröffentlicht wurde, muss man sich mit einem Workarround behelfen.

11. August 2014

Mozilla bekommt eine neue visuelle Identität

Permalink Sören Hentzschel

Der Dinosaurier hat schon lange als Logo von Mozilla ausgedient. Was geblieben ist, das ist eine Wortmarke und eine Farbpalette, bestehend aus ein paar wenigen Farben. Dies repräsentiert nach Ansicht von Mozilla nicht gut genug das, wofür Mozilla steht, und darum entwickelt man eine neue visuelle Identität inklusive Logo.

In einem aktuellen Blog-Beitrag im Mozilla Creative Blog beschreibt sich Mozilla als dynamische, unkonventionelle, innovative Organisation, welche an einer Vielzahl von Initiativen arbeitet, um das Web besser für Nutzer in der ganzen Welt zu machen. Die aktuelle visuelle Identität Mozillas reflektiere aber weder Mozillas dynamische Natur noch die Möglichkeiten des Webs als kreative Plattform. Mozillas neue visuelle Identität soll die Ideale und Ambitionen von Mozilla besser darstellen. Konkret wird man sich drei Bereichen annehmen: Einem Logo, dem Schriftbild sowie der Farbpalette. Einen Schwerpunkt legt Mozilla dabei auf die Bildung eines Identitätssystems, welches einfach zu erweitern und anzupassen ist, durch Tools und Technologie generiert werden kann, welche das Web bietet, und nicht nur für die Organisation Mozilla, sondern gleichermaßen auch für Mozillians angewendet werden kann.

Mozillas Logo-Designer Sean Martell spricht in diesem Zusammenhang von einer lebendigen Marke und nennt das MTV-Logo als Beispiel für eine lebendige Marke, die jeder kennt. Das M und das TV seien hier die Basis-Elemente ihrer Marke, durch verschiedene Stile, Farben, Illustrationen und Animationen entstehe ein dynamisches Identitäts-Systems, welche die Marke lebendig werden lässt. Dies eröffne so viele Möglichkeiten für Veränderung und Anpassung, dass man der Ansicht ist, dass eine lebendige Marke perfekt zu Mozilla passt. Mozilla möchte ein solches Identitätssystem entwickeln, welches die dynamische Erstellung von Variationen erlaubt und trotzdem die Marke Mozilla erkennen lässt.

Aber nicht nur das Ergebnis soll die Werte Mozillas verkörpern, sondern auch der Prozess. In diesem Sinne wird Mozilla regelmäßig Ideen und Fortschritte der Entwicklung der neuen Identität teilen und nach Meinungen dazu fragen. Über einen YouTube-Kanal wird man den Entstehungsprozess sogar live streamen.

Nginx: PHP-FPM unter Ubuntu Server 14.04 installieren und einrichten

Permalink thomas-leister.de

Nachdem die grundlegende Einrichtung des Nginx Webservers in diesem Beitrag bereits erklärt wurde, soll nun auf die beliebte Programmiersprache PHP eingegangen werden. Die meisten Webanwendungen (Foren, Blogsoftware, CMS) benötigen für den Betrieb PHP-Unterstützung. Im Zusammenspiel mit Nginx soll hierfür PHP-FPM genutzt werden.

PHP5-FPM installieren

apt-get install php5-fpm

PHP an sich ist damit schon installiert – jetzt muss Nginx noch so eingestellt werden, dass er PHP nutzen kann.

Nginx konfigurieren

In der Hauptkonfigurationsdatei /etc/nginx/nginx.conf wird der „http {}” Bereich nun um folgende Zeilen erweitert:

##
# PHP Handler
##

upstream php {
    server unix:/var/run/php5-fpm.sock;
}

Damit wird ein neuer Upstream „php” definiert, an den Anfragen geschickt werden, wenn PHP im Spiel ist. Diese Upstream-Definition wird später in den Serverdefinitionen genutzt.

Außerdem muss noch festgelegt werden, dass nicht nur index.html Dateien standardmäßig geladen werden, sondern auch index.php Dateien berücksichtigt werden sollen. Dazu wird ein weiterer Block in den http-Teil eingefügt:

##
#  Index Files
##

index index.html index.php;

Server-Konfiguration PHP-fähig machen

Jeder Server, der .php-Dateien verarbeiten soll, muss den PHP-Upstream nutzen. Dazu wird in die entsprechenden Serverkonfigurationen folgendes eingefügt:

location ~* \.php$ {
    include fastcgi_params;
    fastcgi_pass php;
    fastcgi_index index.php;
}

Eine vollständige Serverkonfiguration könnte beispielsweise so aussehen:

server {
    server_name meinserver.tld www.meinserver.tld;

    listen 80 default_server;
    listen [::]:80 default_server;

    root /var/www;

    location ~* \.php$ {
        include fastcgi_params;
        fastcgi_pass php;
        fastcgi_index index.php;
    }
}

Wie nach jeder Konfigurationsänderung wird Nginx neu geladen:

service nginx reload

Zum Testen von PHP wird im Hauptverzeichnis /var/www nun eine Datei index.php mit folgendem Inhalt angelegt:

<?php phpinfo(); ?>

Beim Aufruf der Seite über die Server-IP-Adresse im Webbrowser sollten einige Informationen zur aktuellen PHP-Umgebung angezeigt werden. PHP ist jetzt fertig eingerichtet! :)

Neue PHP Module installieren

Hin und wieder braucht Software bestimmte PHP Module und Bibliotheken. Diese können i.d.R. mit apt nachinstalliert werden. Sehr beliebt sind z.B. php5-gd und php5-curl:

apt-get install php5-curl php5-gd

Nach der Installation der Module muss PHP neu gestartet werden:

service php5-fpm restart

 

Nginx: Installation und Konfiguration unter Ubuntu 14.04

Permalink thomas-leister.de

Dieser Beitrag soll euch beim Einstieg in die Nginx Webserver Welt helfen – vor allem auch jenen unter euch, die das Apache Imperium verlassen wollen und auf Nginx umsteigen wollen. Die Konfigurationssyntax unterscheidet sich komplett von der des Apache Webservers, ist aber mindestens so einfach gehalten und einfach verständlich. Hier soll es um die ersten Schritte unter Ubuntu Server 14.04 gehen. Wenn ihr ein anderes Linux OS auf eurem Server nutzt, müsst ihr diese Seite aber nicht verlassen – Die Konfiguration an sich bleibt dieselbe. ;)

Nginx installieren

apt-get install nginx

Nach der Installation wird Nginx sofort gestartet und präsentiert euch folgende Seite, wenn ihr die IP-Adresse des Servers im Browser aufruft:

Nginx WillkommensseiteWie auch beim Apache Webserver üblich, wird für jede Website / Domain ein eigener „Virtual Host” in einer Datei erstellt. Diese sind in der Ubuntu-Version von Nginx sogar genauso aufgeteilt, wie bei Apache: Im Verzeichnis /etc/nginx/sites-available/ befinden sich die einzelnen Dateien für die virtuellen Server – in jeder Datei wird ein Server in einem „server {}”-Block definiert. Diese Dateien sollten die Dateiendung .conf tragen. Wenn ein Server (eine Website) aktiv sein soll, wird sie in /etc/nginx/sites-enabled/ verlinkt.

Anmerkung: Wenn man die Haupt-Konfigurationsdatei /etc/nginx/nginx.conf öffnet, kann man sehen, dass die Konfigurationen in sites-enabled via include direkt in die Hauptkonfiguration eingebunden werden:

##
# Virtual Host Configs
##

include /etc/nginx/sites-enabled/*;

Für Ubuntu wurde Nginx also so eingestellt, dass in sites-enabled nach weiteren Konfigurationsdateien gesucht wird. Möglicherweise ist das für andere Linux-Distributionen nicht der Fall. Damit man nicht alle VirtualHost Konfigurationen in die Hauptkonfiguration schreiben muss (und der Übersicht halber!) ist es empfehlenswert, die Virtual Host Konfigurationen – wie bei Ubuntu standardmäßig der Fall – in ein extra Verzeichnis auszulagern.

Für die vorher angezeigte Willkommensseite wurde schon eine Datei „default” in sites-available angelegt und in sites-enabled verlinkt. Um das Prinzip besser zu verstehen, soll nun der vorhandene Server deaktiviert und ein neuer angelegt werden.

Vorhandenen Server deaktivieren

Um den Server für die default-Seite zu deaktivieren, muss nur der dazugehörige Link im sites-enabled Verzeichnis gelöscht werden:

rm /etc/nginx/sites-enabled/default

Sobald Nginx neu geladen wurde…

service nginx reload

ist die Seite von vorher nicht mehr zu erreichen.

Einen neuen Server anlegen

Nun wird eine neue Server-Datei angelegt, die nur die grundlegendste Konfiguration enthalten soll. Erstellt eine neue Datei „meinserver.conf” in /etc/nginx/sites-available:

nano /etc/nginx/sites-available/meinserver.conf

… und füllt sie mit diesem Inhalt:

server {
    server_name meinserver.tld www.meinserver.tld;

    listen 80 default_server;
    listen [::]:80 default_server;

    root /var/www;
}

Jeder Server wird mit einem „server {}” Block umschlossen. Innerhalb dieses Blocks werden die Einstellungen für jeden Server festgelegt. Die Konfiguration beginnt mit „server_name”. Dahinter stehen die Domains, bei deren Aufruf dieser Server aktiv werden soll. Im Beispiel soll der Server die Domains „meinserver.tld” und „www.meinserver.tld” versorgen.

Als nächstes folgt die Portdefinition, in der festgelegt wird, auf welchen Ports der Server „lauschen” soll. Bei normalen HTTP Verbindungen ist dies Port 80. Zuerst wird der Port für IPv4-Adressen festgelegt, in der Zeile darunter für IPv6-Adressen. Das Attribut „default_server” bedeutet, dass dieser Server angesprochen werden soll, wenn eine Anfrage keiner anderen „server {}” Definition zugeordnet werden kann. Diese Einstellung darf aber nur bei einem Server gesetzt sein – bei allen weiteren Servern kann diese Einstellung selbstverständlich nicht mehr genutzt werden.

Zuletzt wird mit „root” angegeben, in welchem Verzeichnis die HTML- oder PHP-Dateien liegen. Damit wird die oberste Verzeichnisebene für den Server definiert. Hier liegt i.d.R. die „index.html” oder „index.php”.

(Falls das Verzeichnis /var/www/ noch nicht existieren sollte, kann es mit „mkdir /var/www” angelegt werden. Die passenden Rechte müssen noch gesetzt werden: „chown www-data:www-data /var/www”)

Neuen Server aktivieren

Nun wird die neue Server-Konfigurationsdatei gespeichert und aktiviert. Für die Aktivierung wird – wie vorher schon erklärt – ein Link in sites-enabled auf die Konfiguration in sites-available erstellt:

ln -s /etc/nginx/sites-available/meinserver.conf /etc/nginx/sites-enabled/meinserver

Konfiguration überprüfen und Webserver neu laden

Nach Setzen des Links sollte überprüft werden, ob die neue Konfiguration für den Webserver überhaupt verständlich ist oder ob sich Fehler eingeschlichen haben. Dazu wird der Befehl

nginx -t

gestartet. Wird ein

nginx: configuration file /etc/nginx/nginx.conf test is successful

ausgegeben, ist alles okay, und der Webserver kann neu geladen werden:

service nginx reload

Der Server sollte nun über seine IP-Adressen wieder zu erreichen sein – und das, obwohl kein „server_name” übereinstimmt. Das macht in diesem Fall aber nichts, weil mit „default_server” ja bestimmt wurde, dass diese Konfiguration genutzt werden soll, wenn keine andere, passende auffindbar ist.

Wenn in /var/www noch keine index.html Datei liegt, wird vom Server übrigens ein „403-Forbidden”-Fehler ausgegeben. Sobald es eine index.html im /var/www/ Verzeichnis gibt, erscheint diese Fehlermeldung nicht mehr.

PHP installieren

Zur Einrichtung von PHP für den Nginx Webserver habe ich einen weiteren Beitrag geschrieben: Nginx: PHP installieren

10. August 2014

Openhab auf dem Rasbperry Pi installieren

Permalink itbasic

Neben Fhem gibt es auch openhab als opensource Hausautomations Software. Über openhab können unter anderem Aktoren von KNX, Z-Wave oder EnOcean angesteuert werden. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl von Bindings wie zum Beispiel für den Linux Videorecorder, die AVM Fritzbox oder Samsung Fernseher.

Openhab wurde in Java geschrieben und kann unter Linux, Windows, Mac OS etc installiert werden, Voraussetzung ist eine aktuell installierte Java Version.

In meinem Beispiel installiere ich die Software unter Raspian auf dem Raspberry Pi und als erstes muss die benötige Java Umgebung installiert werde.

sudo su
apt-get update
apt-get install oracle-java7-jdk

Über java -version erhält man nach der Installation die folgende Ausgabe:
java version "1.7.0_40"
Java(TM) SE Runtime Environment (build 1.7.0_40-b43)
Java HotSpot(TM) Client VM (build 24.0-b56, mixed mode)

Openhab installieren

Für die openhab Installation habe ich auf dem Raspberry Pi über adduser openhab einen Benutzer angelegt und unter dem Benutzer die Software heruntergeladen(wget https://github.com/openhab/openhab/releases/download/v1.5.0/distribution-1.5.0-runtime.zip). Alternativ kann die Software auch über die Seite http://www.openhab.org/downloads.html heruntergeladen werden, Sie muss dann nur zum Beispiel per scp übertragen werden.
Nach dem entpacken der Datei über unzip distribution-1.5.0-runtime.zip, erhält man die Ordner und Dateistruktur.

Vor dem ersten Start muss chmod 755 start.sh ausgeführt werden, im Ansch kann über ./start.sh openhab gestartet werden.

./start.sh
Launching the openHAB runtime...
osgi> 21:47:58.174 WARN o.o.c.core.ConfigDispatcher[:172] - Main openHAB configuration file 'configurations/openhab.cfg' does not exist.
21:47:58.287 INFO o.o.c.internal.CoreActivator[:61] - openHAB runtime has been started (v1.5.0).
21:48:42.704 INFO o.o.i.s.i.DiscoveryServiceImpl[:72] - mDNS service has been started
21:49:02.580 INFO o.o.io.rest.RESTApplication[:143] - Started REST API at /rest
21:49:08.645 INFO o.o.u.w.i.s.WebAppServlet[:79] - Started Classic UI at /openhab.app

Wie in der Ausgabe zu erkennen ist, muss noch die configurations/openhab.cfg angelegt werden.
cp configurations/openhab_default.cfg configurations/openhab.cfg

Erste Steckdose einbinden

Um die Funksteckdose schalten zu können nutze ich das elro_wiring.py Script aus dem Artikel http://www.itbasic.de/raspberry-pi-erster-schritt-zur-hausautomation/, die ich unter /home/openhab/bin abgelegt habe.
Damit der obenhap Benutzer in der Lage ist die Funksteckdosen zu schalten, muss in der /etc/rc.local noch der Eintrag sudo -u openhab /usr/local/bin/gpio export 23 out vor exit 0 hinzugefügt werden. Nach dem Eintrag muss der Raspberry Pi neugestartet werden, damit die Änderungen wirksam werden.

Zusätzlich habe ich die Datei configurations/sitemaps/default.sitemap und configurations/items/weihnachten.items mit folgendem Inhalt erstellt.

default.sitemap:
sitemap default label="Main Menu"
{
Frame label="Weihnachten"{
Switch item=Stern
}
}

weihnachten.items:
Switch Stern "Sternbeleuchtung" {exec="OFF:/home/openh
ab/bin/wnachten.py 4 0,ON:/home/openhab/bin/wnachten.py 4 1"}

Bevor man jedoch openhab erneut startet, muss das Addon “org.openhab.binding.exec-1.5.0.jar” in dem Verzeichniss addon abgelegt werden, ansonsten führt openhab das Script nicht aus.
Alle benötigten Addons können hier heruntergeladen http://www.openhab.org/downloads.html werden.

Jetzt openhab über ./start.sh starten und über die URL http://ip Adresse:8080/openhab.app kann auf die Weboberfläche zugegriffen werden.

openhab