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6. August 2014

Script: Datei- und Ordnerberechtigungen sichern

Permalink debinux

Changelog

  • 08. August 2014 – Fix für Verzeichnisse mit Leerzeichen, Neu: Verzeichnis als Parameter definieren

Gerne teile ich folgendes, kleines Script, das in verschiedenen Situationen durchaus hilfreich sein kann.
“FOLDERS” und “RECURSIVE” sind entsprechend anzupassen.
Das Ergebnis wird in eine Datei mit dem Namen “permissions_(datum).log” geschrieben, die Ausgabe kann später direkt verwendet werden, etwa:

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chown root:root /etc/postfix/filter_default; chmod 644 /etc/postfix/filter_default
chown root:root /etc/postfix/postfix-files; chmod 644 /etc/postfix/postfix-files
chown root:root /etc/postfix/master.cf; chmod 644 /etc/postfix/master.cf
chown root:root /etc/postfix/dynamicmaps.cf; chmod 644 /etc/postfix/dynamicmaps.cf
chown root:root /etc/postfix/filter_trusted; chmod 644 /etc/postfix/filter_trusted
chown root:root /etc/postfix/main.cf; chmod 644 /etc/postfix/main.cf

Neu: Bei Aufruf mit einem Verzeichnis als Parameter, überschreibt dieses die “FOLDER”-Variablen im Script, also etwa: “./script.sh /etc/default”.

Das Script:

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nano permissions.sh

Mit dem Inhalt:

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#!/bin/bash
FOLDERS=(
"/etc/postfix"
"/etc/fruglu"
);
RECURSIVE="yes"
LOGFILE="permissions_`date +%d%m%Y_%H%M`.log"
 
[[ -z $1 ]] || FOLDERS="$1"
for i in "${FOLDERS[@]}"
do
  if [ $RECURSIVE != "yes" ]; then
    stat -c 'chown %U:%G "%n"; chmod %a "%n"' "$i"/* >> $LOGFILE
  else
    find $i -type f -exec stat -c 'chown %U:%G "%n"; chmod %a "%n"' {} \; >> $LOGFILE
  fi
done

Usage: ./script.sh [VERZEICHNIS]
Vorab als ausführbar markieren: chmod +x script.sh

Im Endeffekt natürlich nichts besonderes, dennoch in wenigen Fällen sehr hilfreich.
Die Datei “/etc/passwd” mitzusichern, ist in dem Zusammenhang nicht die schlechteste Idee… ;)

4. August 2014

Cannot retrieve item

Permalink itbasic

Endlich bin ich dazu gekommen mir openhab anzusehen und hatte gleich zu Beginn ein kleines Problem.

Nachdem ich die ersten Konfigurationsdateien erstellt und openhab gestartet hatte, konnte ich ohne Probleme auf die Weboberfläche zugreifen. Leider erhielt ich dann auf der Kommandozeile die folgende Ausgabe:
21:30:11.412 WARN o.o.u.w.i.r.SwitchRenderer[:70] - Cannot determine item type of 'Stern'
org.openhab.core.items.ItemNotFoundException: Item 'Stern' could not be found in the item registry
at org.openhab.core.internal.items.ItemRegistryImpl.getItem(ItemRegistryImpl.java:80)
21:30:11.427 ERROR o.o.u.i.i.ItemUIRegistryImpl[:411] - Cannot retrieve item 'Stern' for widget org.openhab.model.sitemap.Switch
21:30:11.437 ERROR o.o.u.i.i.ItemUIRegistryImpl[:411] - Cannot retrieve item 'Stern' for widget org.openhab.model.sitemap.Switch
21:30:11.446 ERROR o.o.u.i.i.ItemUIRegistryImpl[:411] - Cannot retrieve item 'Stern' for widget org.openhab.model.sitemap.Switch
21:30:11.454 ERROR o.o.u.i.i.ItemUIRegistryImpl[:411] - Cannot retrieve item 'Stern' for widget org.openhab.model.sitemap.Switch
21:31:58.974 WARN o.o.u.w.i.servlet.CmdServlet[:100] - Received command 'TOGGLE' for item 'Stern', but the item does not exist in the registry
21:32:02.374 WARN o.o.u.w.i.servlet.CmdServlet[:100] - Received command 'TOGGLE' for item 'Stern', but the item does not exist in the registry

Es dauerte ein wenig bis ich den Fehler gefunden hatte und letztendlich half mir nur der Eintrag in einem Forum.

Die Konfigurationsdateien für die Items werden unter dem Pfad configurations/items/ abgelegt und müssen die Endung .items haben. In meinem Fall hatte die Datei die Endung .item.

Probleme mit Thunderbird und Enigmail

Permalink barfoos

Unlängst wurde ich Opfer eines Problems, dass in dieser Form bei Mozillas Produkten bei mir länger nicht mehr auftrat. Nach dem Update von Mozilla Thunderbird auf Version 31 verweigerte das OpenPGP bereitstellende Addon Enigmail auf einmal die Mitarbeit.

Zunächst versuchte ich dem Problem klassisch per Neuinstallation des Addons beizukommen. Leider half dies wenig. Erneut verweigerte Thunderbird mit der Nachricht

Fehler in OpenPGP; Verschlüsselung bzw. Unterschreiben fehlgeschlagen; Nachricht unverschlüsselt senden?

die Mitarbeit. Eine kurze Suche führte mich auf das wie immer gut betreute Forum auf ubuntuusers.de, in dem die Ursache des Problems (neue Version des Addons Enigmail, fehlende Kompatibilität von Enigmail 1.6 mit Thunderbird 31 durch manuelle Installation des Addons) genannt und eine Lösung angeboten wird.

Weg 1: über die Paketverwaltung

Die installierte aber arbeitsunfähige Version 1.6 aus Thunderbird entfernen und mit einem beherzten

sudo apt-get install enigmail

auf die Version vertrauen, die in den Paketquellen von Ubuntu gepflegt wird.

Weg 2: über ein manuelles Update

Die installierte aber arbeitsunfähige Version 1.6 aus Thunderbird entfernen und das aktuelles Addon (Version 1.7) von der Seite des Projektes ziehen und installieren.

offene Fragen

Warum in Mozillas App-Datenbank die aktuelle Version noch nicht eingeflossen ist, bleibt allerdings genauso ungeklärt wie die Frage, warum Enigmail 1.6 in der Aufzählung der installierten Addons nicht als veraltet/inkompatibel gebrantmarkt wird.

Updates

Via PN informierte mich charakterziffer, “dass Enigmail 1.6 vielleicht deshalb nicht als inkompatibel zu Thunderbird 31 gebrandmarkt wird, weil es eigentlich recht gut funktioniert. Zumindest habe ich mit dieser Kombination keinerlei Probleme. Die tatsächliche Ursache könnte also woanders liegen.”

Kernel 3.16 macht Google Maps unter Linux wieder nutzbar

Permalink Garten Eden

An welchem Patch es letztendlich genau lag, weiß ich nicht (dieser?), jedenfalls läuft bei mir seit Kernel-Version 3.16.0 Google Maps mit Chrome und Firefox flüssig, wo vorher nur absolute Langsamkeit war – mit Renderingzeiten von 3 Sekunden und mehr pro Kartenabschnitt und CPU-Auslastungen von 100% pro Kern.

Da war ich auch nicht alleine, doch im Zusammenspiel mit der VA-API scheint das Problem behoben zu sein. (Maps’ Lite-Modus zu aktivieren, hat bei mir mir übrigens keine Besserung gebracht.)

VDPAU/VA-API?

Ja, ich habe die Grafikbeschleuniger VDPAU/VA-API aktiviert. Sicherlich kann man diese Entscheidung kontrovers betrachten, zumal in Browsern unter Linux böse Hacks erforderlich sind (siehe unten), aber beim Betrachten von Videos in den unterstützten Formaten (z.B. MPEG-2/-4, H.264) entlastet es die CPU schon drastisch, weswegen ich es auch empfehlen kann.

Eingeschränkt übertragbar

Die fragmentierte Landschaft von diversen Beschleunigungsarchitekturen und -schnittstellen bleibt ein Armutszeugnis für die Grafikentwickler der großen Hersteller, deswegen richtet sich meine Empfehlung primär nur an Nutzer mit einem ähnlichen System, sprich:
  • neuere Intel Grafik (Haswell),
  • manuell installierte aktuelle Intel-Grafiktreiber und
  • manuell konfigurierter Browser (Firefox mit VDPAU_DRIVER=va_gl starten bzw. in den Chrome-Flags die Software-Rendering-Liste überschreiben).

Sicherlich gibt es ähnliche Szenarios, in denen das Vorgehen entsprechend funktioniert. Nur kann ich sie mangels Hardware nicht testen.

Weitere Infos

Beim Einrichten von VA-API habe ich mich damals an die (leider nicht mehr ganz aktuellen) Anleitungen von Webupd8 (1, 2) gehalten. Das Vorgehen funktioniert aber immer noch.

PS: Die Warnungen auf den Seiten und in Chromes Flags-Seite sind eindeutig. Es ist bisher experimenteller Code, den man da aktiviert. Auch Intels offizieller Grafiktreiber schreibt sich ins System und vor den Standard-Stack, den die Distribution mitbringt.
Dennoch konnte ich keine Probleme feststellen.

Lautes Knacken im Kopfhöhrer – ein Workaround

Permalink Taach - Der Morgenblog

Ich habe mir kurz vor Ostern einen neuen Laptop angeschafft (ein Lenovo Thinkpad E540; mein HP war davor sanft entschlafen). Seit damals habe ich das Problem, dass bei eingestecktem Kopfhörer in unregelmäßigen Abständen ein lautes und sehr unangenehmes Knacken zu hören war. Und das immer direkt bevor eine Audioausgabe gestartet wurde. Sei das nun ein Musikstück in Amarok, ein Video auf YouTube oder ein Snippet zur Bearbeitung in Audacity. Letzteres habe ich besonders in letzter Zeit häufig gemacht und werde ich noch eine Zeit lang tun, wodurch das nervige Problem etwas pressender wurde.
Ich konnte mehrere Faktoren ausschließen. Zum einen bestand das Problem nicht mit meinem Vorgängergerät, was auf ein Problem entweder beim Treiber oder bei der Hardware schließen lässt. Dass ich das Problem sowohl unter Ubuntu 13.10, 14.04, Debian 7 (Sid) und Tanglu Aurora hatte legt ebenfalls diesen Schluss nahe. Auch habe ich mehrere verschiedene Kopfhörer durchprobiert. Manchmal wird ein ein-/ausgestecker Kopfhöhrer gleich, manchmal erst ein paar Sekunden später erkannt. Für mich, als relativer Laie in diesem Gebiet, klingt das wie ein Problem mit der Buchse.
Da ich weder das Wissen, noch das Werkzeug habe um es mir anzusehen oder zu reparieren habe ich mich entschieden einen Workaround zu basteln.

Der Workaround

Mir ist aufgefallen, dass das Knacksen niemals auftritt, wenn irgendein anderes Programm eine Audioausgabe produziert. Die Idee ist also: schreib ein Programm/Skript, welches wenig Ressourcen benötigt, welches eine permanente Audioausgabe macht und welches so unbemerkt wie möglich agiert.
Meine Lösung:
  • Ein Bash-Skript, welches
  • das Programm play aufruft, welches
  • die Datei silence.ogg abspielt, welche 12 Stunden Stille beinhält
Das Programm  play benötigt die Installation des Paketes  sox. Die Datei  silence.ogg habe ich schnell mal in  Audacity kreiert. Sie kommt auf eine Größe von ca. 3,8 MB. Natürlich passt auch jedes andere Format.
Hier ist das Skript:
#!/bin/bash
FILE=silence.ogg
DIR="$HOME/Musik"
if [[ $(ps -ef | grep play | grep "$FILE" -c) -eq 0 ]]; then
    echo "Silencer on"
    play -q "$DIR/$FILE" &
else
    echo "Silencer off"
    pid="$(ps -O command -C play | grep $FILE | tail -
 
shopt -s extglob
    pid=”${pid##*( )}”
    shopt -u extglob
 
    pid=”$(echo “$pid” | cut -f1 -d’ ‘)”
    kill "$pid"
fi
Die Zeile
if [[ $(ps -ef | grep play | grep $FILE -c) -eq 0 ]]; then
prüft ob das Skript bereits ausgeführt wird. Dazu holen wir uns mit ps -ef eine Liste aller Prozesse, filtern sie mit grep nach dem String silence.ogg und besorgen uns mit dem Schalter -c die Anzahl der gefundenen Zeilen. Wenn diese 0 ist, dann wird der Prozess noch nicht ausgeführt und wir wollen ihn starten. Nach einer entsprechenden Meldung wird das Programm play mit der gewünschten Datei im Hintergrund (dafür das ‘&‘) gestartet. Der Schalter -q sorgt dafür, dass play selbst keine Ausgabe erzeugt.
Sollte das if nicht zutreffen, also bereits ein Prozess mit dem Skript laufen, begeben wir uns ins else. Hier besorgen wir uns die Programm ID, kurz: pid. In der Zeile
pid=”$(ps -O command -C play | grep $FILE | tail -n1)”
wird dem Programm ps der Schalter -O command übergeben. Damit wird die PID zusammen mit dem jeweiligen Befehl ausgegeben. Die PID steht in der ersten Spalte, kann aber Leerzeichen vorangestellt haben. Mit dem zusätzlichen Schalter -C filtern wir die Liste gleich nach Prozessen des Programmes play. Danach wenden wir grep an um aus den übrig gebliebenen Zeilen die Prozesse zu bekommen, die die Datei silence.ogg verwenden. Da die erste Zeile von ps eine Überschrift ist holen wir uns die Zeile am unteren Ende mittels tail -n1. Sollte es mehrere entsprechende Prozesse geben wird nur der unterste damit gefunden. Man kann natürlich eine Schleife basteln, welche einfach Prozesse beendet, solange es welche gibt. Da sich das Skript aber theoretisch bei jedem zweiten Aufruf selbst beendet, sollte nie mehr als ein Prozess gleichzeitig laufen.
Die Zeile
pid=”${pid##*( )}”
schneidet nun alle vorangestellten Leerzeichen ab. Damit diese Syntax funktioniert haben wir die Shell Option (shopt) Extended Globbing (extglob) aktiviert (-s). Diese ermöglicht der Bash die Verarbeitung von etwas mächtigeren Regulären Ausdrücken. Da wir sie später nicht mehr brauchen, deaktivieren wir sie danach sofort wieder. Nach allem was ich gelesen habe schadet es aber nicht sie in der .bashrc generell zu aktivieren, da sie nur aus Kompatibilitätsgründen deaktiviert ist. Dann kann man diese beiden Zeilen natürlich entfernen.
Mittels dem Befehl cut schneiden wir nun die erste Spalte aus unserer Zeile. Dadurch sollte nun nurmehr die PID übergeblieben sein.
pid=”$(echo “$pid” | cut -f1 -d’ ‘)”
Jetzt können wir dem Kommando kill diese pid übergeben und die “Ausgabe” unserer Stille damit beenden.
Das ist mein Workaround. Für einfachere Ideen oder Vorschläge das Grundproblem anzugehen bin ich jederzeit offen.

=-=-=-=-=
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Einsortiert unter:Bash, Multimedia, Programmieren, Ubuntuusers

3. August 2014

freiesMagazin 08/2014 erschienen

Permalink deesaster.org

freiesMagazin 08/2014 Titelseite

Heute ist die Augustausgabe von freiesMagazin erschienen und bringt viele spannende Artikel aus den Bereichen Linux und Open Source mit.

Inhalt der Ausgabe 08/2014

  • Red Hat Enterprise Linux 7
  • Der Juli im Kernelrückblick
  • Administration von Debian & Co im Textmodus – Teil I
  • Spacewalk – Teil 1: Einführung, Übersicht und Installation
  • Kassensystem in C.U.O.N.
  • Rezension: C++: Das komplette Starterkit für den einfachen Einstieg
  • Rezension: 97 Things Every … Should Know
  • Rezension: Kids programmieren 3D-Spiele mit JavaScript
  • Leserbriefe und Veranstaltungen

Downloads

Unter der Adresse http://freiesmagazin.de/mobil/ findet man immer die aktuelle und alle bisher erschienenen HTML- und EPUB-Ausgaben. Auf der Magazin-Seite können die letzten drei Ausgaben von freiesMagazin abgerufen werden, ältere Ausgaben findet man im Archiv.

Kontakt

Wer jeden Monat an die neue Ausgabe erinnert werden will, kann auch den RSS-Feed abonnieren. Leserbriefe mit Lob, Kritik, Anregungen oder Fragen und neue Artikelvorschläge können an die Redaktion geschickt werden.

ftdi USB-Serial Chip

Permalink Zockertown.de

Wegen Xcom habe ich wie berichtet Debian Jessie installiert.

Der Nebeneffekt ist leider, dass Anwendungen die seriell per USB angeschlossen sind, nicht mehr funktionieren. Der Grund ist, dass das Interface des ftdi_sio moduls verändert wurde und nun die Parameter nicht mehr versteht.

Wenn man die UDEV Geschichte ganz verstehen würde, wäre es ein leichtes die Anpassung vorzunehmen.

So bleibt mir nur ein schnödes Echo in der /etc/rc.local.

Ohne diese Maßnahme wird die angesteckte Hardware grundsätzlich erkannt, der zweite Schritt, ein /dev/ttyUSB0 Device anzulegen, verbleibt allerdings.

Den entscheidenden Hinweis bekam ich übers Debianforum. Im Source Code ist das ganze erklärt:

https://git.kernel.org/cgit/linux/kernel/git/stable/linux-stable.git/commit/drivers/usb/serial/ftdi_sio.c

So, nun noch die entscheidende Zeile für das Visascope:
echo 0403 d4f2 >/sys/bus/usb-serial/drivers/ftdi_sio/new_id

Die Zeile kann man in /etc/rc.local vor das exit setzen und nun wird das Gerät richtig erkannt.

Weil ich so von dem Visascope begeistert bin, hier noch eine Gegenüberstellung vom Tek 2232 im Digital mode und dem Visascope. Angelegt ist ein Rechtecksignal mit ca. 2MHz. Ab 2Mhz ist die angezeigte Frequenz im Visascope etwas ungenau, ebenso unter 10 Hz. Ansonsten sind die Werte in Ordnung. Die Automatik Funktion ist ab 1MHz nicht ganz sicher, man kann aber manuell nachhelfen.

Für einen USB Vorsatz eine ganz ordentliche Leistung, wie ich finde

Firefox 33 mit WebRTC Bildschirm- und Fenster-Sharing (inkl. Beispielcode)

Permalink Sören Hentzschel

Anwendungen wie TeamViewer könnten bald überflüssig werden, denn das Teilen von Bildschirminhalten in Echtzeit ist eine Aufgabe, die mittlerweile vom Browser übernommen werden kann. Mozilla implementiert das WebRTC Bildschirm- sowie Fenster-Sharing in Firefox 33.

Mozilla implementiert in Firefox 33 die Möglichkeit, Bildschirminhalte in Echtzeit mit anderen zu teilen; genauer den Teil der WebRTC-Spezifikation, welcher es Webentwicklern erlaubt, mit nur wenigen Zeilen Code Funktionalität zum Bildschirm- und Fenster-Sharing in Webanwendungen bereitzustellen. Hersteller von Anwendungen wie TeamViewer müssen sich damit warm anziehen, denn zumindest für den Teil der Nutzer, der solche Tools zum Präsentieren von Bildschirminhalten nutzt und auf die Fernsteuerung verzichten kann, entfällt damit die Notwendigkeit einer zusätzlichen Software.

Derzeit muss die Neuerung noch von Hand über about:config aktiviert werden, indem der Schalter media.getusermedia.screensharing.enabled per Doppelklick auf true geschaltet wird. Wer die Neuerung in einer aktuellen Nightly-Version von Firefox 34 testen will, muss außerdem noch den Schalter media.getusermedia.screensharing.allowed_domains auf eine komma-separierte Liste von Domains ändern, für welche das Bildschirm- und Fenster-Sharing erlaubt werden soll. Das Setzen dieses Schalters wird in Kürze auch in Firefox 33 notwendig sein, sobald der entsprechende Patch im Aurora-Zweig gelandet ist. Mittelfristig wird der Schalter komplett entfallen, Mozilla hat sich für die initiale Auslieferung dieses Features aber für diesen Whitelisting-Ansatz entschieden, bis man sich über eine geeignete Darstellung im Klaren ist, welche den Nutzer über die damit verbundenen Risiken hinsichtlich Privatsphäre aufklärt, wenn die Inhalte des Bildschirms mit anderen geteilt werden.

Es kann entweder der gesamte Bildschirm geteilt werden oder ein einzelnes Programmfenster – es muss sich dabei nicht um den Browser handeln, der Fensterinhalt jedes beliebigen geöffneten Programms kann geteilt werden -, jeweils optional auch inklusive Ton.

Abb. 1: Bildschirm-Sharing

Abb. 2: Fenster-Sharing

In diesem Zusammenhang hat Mozilla auch den Indikator verändert, welcher anzeigt, dass eine Kommunikation über WebRTC stattfindet. Bislang hat Firefox ein zusätzliches Symbol in der Symbolleiste angezeigt, wenn die Kamera und/oder das Mikrofon aktiviert ist, und dem Nutzer darüber die Möglichkeit gegeben, die Freigabe zu beenden, auch wenn der entsprechende Tab gerade nicht im Vordergrund ist. Mit der Ergänzung um Bildschirm- und Fenster-Sharing war man allerdings besorgt darüber, ob dieser Indikator sichtbar genug ist und hat diesen ersetzt. Anstelle eines zusätzlichen Symbols in der Symbolleiste sehen Windows- und Linux-Nutzer nun am oberen Bildschirmrand fixierte Kontrollsymbole, welche auch sichtbar sind, wenn Firefox nicht sichtbar ist. Nutzer von Mac OS X sehen entsprechende Symbole in der globalen Menüleiste, auch wieder unabhängig davon, ob Firefox im Vordergrund ist oder nicht.

Abb. 3: WebRTC-Indikator Windows

Abb. 4: WebRTC-Indikator Mac OS X

Um zu demonstrieren, wie einfach die Bereitstellung von Bildschirm- und Fenster-Sharing funktioniert, habe ich einen Beispielcode geschrieben. Dieser dient lediglich Demonstrationszwecken und beinhaltet weder Code zum Stoppen (ein Neuladen der Seite stoppt die Übertragung sowieso) noch irgendeine Form von Fehlerbehandlung oder Kompatibilität mit Chrome. Entwickler, welche mit der Programmierung entsprechender Anwendungen ihr Geld verdienen, sollen ja auch noch selbst etwas zu tun haben. ;)

<!DOCTYPE html>
<html lang='en'>

<head>
  <meta charset='utf-8' />
  <title>soeren-hentzschel.at WebRTC Screen- & Window-Sharing Demo</title>
</head>
<body>
  <h1>soeren-hentzschel.at WebRTC Screen- & Window-Sharing Demo</h1>

  <button type='submit' onclick='startSharing("screen", false);'>Screen Sharing</button>
  <button type='submit' onclick='startSharing("screen", true);'>Screen + Audio</button>
  <button type='submit' onclick='startSharing("window", false);'>Window Sharing</button>
  <button type='submit' onclick='startSharing("window", true);'>Window + Audio</button>

  <div id='content'></div>

  <script>
    var content = document.getElementById('content');
    var video = document.createElement('video');

    video.setAttribute('width', 640);
    video.setAttribute('height', 480);

    function startSharing (mediaSource, audio) {
      mediaConstraints = {
        video : {
          mediaSource : mediaSource
        },
        audio : audio
      };

      navigator.mozGetUserMedia(mediaConstraints, function (stream) {
        content.appendChild(video);
        video.mozSrcObject = stream;
        video.play();
      }, function (error) { });
    }
  </script>
</body>
</html>

(Beispiel-Code wird nicht angezeigt? Bitte Original-Artikel lesen)

2. August 2014

Firefox 33+: Mozilla verbessert Adressleisten-Funktionalität

Permalink Sören Hentzschel

Die Adressleiste ist das zentrale Element eines jeden Browsers und von entsprechend großer Bedeutung. Das weiß auch Mozilla und verbessert die Funktionalität der Adressleiste ab Firefox 33.

Mit Firefox 33 verbessert Mozilla die Suche nach Begriffen, die aus nur einem Wort bestehen, sowie nach arithmetischen Ausdrücken. Bislang hat Firefox den Suchbegriff zunächst versucht auf eine URL aufzulösen, im Falle von “1234-5678″ beispielsweise auf “http://1234-5678/” und danach erst eine Suche bei der eingestellten Suchmaschine nach “1234-5678″ durchgeführt. Die Suche nach einer Zahl wie “12345678″ hat direkt eine Fehlermeldung produziert. Letzteres konnte bislang durch das Voranstellen eines Fragezeichens, also “?12345678″ umgangen werden.

In beiden Fällen verhält sich Firefox ab Version 33 anders und sendet die Anfrage direkt an die Suchmaschine der Wahl. Gleichzeitig führt Firefox im Hintergrund eine Suche nach lokalen Hosts durch und bietet im Falle eines Treffers die Option an, diesen Begriff als lokalen Host zu speichern, so dass eine Suche danach in Zukunft den lokalen Host anstelle der Suchmaschine aufruft. Wer das Verhalten diesbezüglich vorab über about:config konfigurieren möchte, kann dies durch Anlegen von Boolean-Schaltern nach dem Schema “browser.fixup.domainwhitelist.” plus Hostname machen, im Falle des Hosts “agenedia” zum Beispiel “browser.fixup.domainwhitelist.agenedia” mit dem Wert true”. Der Hostname “localhost” ist bereits automatisch konfiguriert.

Mit Firefox 34 führt Mozilla die UnifiedComplete-Komponente ein. Bislang gab es eine Komponente, verantwortlich für Chronik, Lesezeichen, Schlüsselwörter und Tags sowie Switch-to-Tab-Funktionalität, sowie eine zweite Komponente, welche für die Autovervollständigung verantwortlich war. Mozilla plant verschiedene Verbesserungen, was durch die bisherige Implementierung allerdings erschwert wird. Die neue Komponente UnifiedComplete ist eine komplett neu entwickelte Komponente, welche die Funktionalität der beiden alten Komponenten kombiniert und frei von möglicherweise schlechten Architektur-Entscheidungen früherer Tage ist. Die Logik der beiden alten Komponenten wurde weitestgehend beibehalten, so dass alleine dadurch keine großen Änderungen der Adressleisten-Vorschläge zu erwarten sind.

Ein paar Unterschiede gibt es mit der neuen Komponente allerdings doch: Die Autovervollständigung vervollständigt wie bisher auch bis zum ersten ‘/’, dies musste bislang allerdings nicht der ersten vorgeschlagenen Webseite im Adressleisten-Popup entsprechen. Ab Firefox 34 wird dies zum ersten Eintrag im Adressleisten-Popup, was das Verhalten der Adressleiste nachvollziehbarer machen sollte. Nun könnte man sich daran stören, dass man – wenn man es bislang gewohnt war, einmal die Pfeiltaste nach unten zu drücken, um zum ersten Vorschlag unabhängig von dieser Autovervollständigung zu kommen – nun zwei Klicks benötigt. Mozilla wird in Kürze allerdings noch eine weitere Änderung implementieren, welche dafür sorgt, dass automatisch der erste Vorschlag ausgewählt ist, womit es in diesem Fall dann auch wieder nur einen Klick benötigt. Außerdem sollte die Adressleiste nun schneller reagieren, insbesondere bei der ersten Verwendung. Darüber hinaus sollen auch installierte Suchmaschinen vorgeschlagen werden.

Wie bereits erwähnt soll die neue UnifiedComplete-Komponente die Grundlage für weitere Verbesserungen bilden. In erster Linie geht es dabei um Verbesserungen, welche Suchmaschinen betreffen, einerseits die Darstellung von Suchanfragen, welche sich besser von gewöhnlichen Webseiten-Aufrufen unterscheiden lassen sollen, andererseits aber auch um eine verbesserte Suchfunktionalität direkt in der Adressleiste, wie das folgende Mockup zeigt, welches Suchvorschläge direkt in der Adressleiste andeutet. Das Mockup zeigt aber auch weitere mögliche Verbesserungen an, wie eine Anzeige des letzten Aufrufes der jeweiligen Webseite sowie ein Kontextmenü mit Funktionen zum Kopieren und Teilen von URLs und weiteren Funktionen.

1. August 2014

Probleme mit der Bucket Size unter Nginx

Permalink Invictus deus ex machina

Als ich meinen Nginx-Server neustarten wollte, wurde dies vom System mit einem Fehler quittiert. In der entsprechenden Logdatei (/var/log/nginx/error.log) fand sich folgende Meldung:

could not build the server_names_hash, you should increase server_names_hash_bucket_size: 32

Die Größe die im Parameter server_names_hash_bucket_size definiert ist, beträgt im Standardfall 32 oder 64. Um den Fehler zu beseitigen muss die Konfigurationsdatei von Nginx geöffnet werden:

nano /etc/nginx/nginx.conf

Dort sollte man den Wert auf 64 oder 128 stellen und Nginx anschließend neustarten. Damit ist der Fehler behoben. Benötigt wird diese Option für die Größe der Hashtabellen in welchen die Servernamen gespeichert werden.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://nginx.org/en/docs/http/server_names.html
http://nginx.org/en/docs/http/ngx_http_core_module.html#server_names_hash_bucket_size

31. Juli 2014

Debian Testing

Permalink Intux

debian-logoVor ein paar Tagen habe ich es getan! Ich bin vom sicheren Weg abgekommen und bin auf GNU/Linux Debian Jessie (Testing) gesprungen.

Was hat mich bewogen die stabile Version Wheezy aufzugeben?

Es waren Argumente wie Steam und  diverse Google-Produkte, wo es hier und da bei der Installation Probleme gab. Hinzu kam fehlender Content für meinen Blog intux.de durch den stabilen Lauf von Wheezy. Es gab einfach nicht sehr viel zu berichten. Nun habe ich mich in das Abenteuer Testing, der kommenden stabilen Debian Version 8 Jessie gestürzt.

Natürlich besteht auch ein gewisser Reiz darin mit Testing eine Art Rolling Release einzusetzen. Dies wird einen dann erst richtig bewusst, wenn essentielle Bausteine des OS wie die Desktop Oberfläche durch eine neuere Version ersetzt werden. Solche Dinge habe ich in mehr als fünf Jahren seit ich Linux einsetze innerhalb einer Version noch nicht erlebt. Alles in allem fühlt sich Jessie sehr gut an. Kleinere Probleme gibt es natürlich. Diese sind rasch zu beseitigen bzw. werden schnell gefixt. Einige Versuche habe ich gebraucht das Ganze zum Laufen zu bekommen. In der Regel ist es recht einfach via

# apt-get update && apt-get dist-upgrade

auf Jessie upzugraden. Hierbei müssen die Paketquellen in /etc/apt/sources.list so angepasst werden, dass wheezy durch jessie oder testing ersetzt wird. Dies habe ich alles getan, aber leider den proprietären Treiber Fglrx im System belassen. Jedes Upgrade endete so auf einem Blackscreen. Da ich den Fehler zu diesem Zeitpunkt nicht genau lokalisieren konnte, setzte ich das System neu auf. Hierzu habe ich mir eine Jessie Alfa mit GNOME debian-testing-amd64-gnome-CD-1.iso herunter geladen und diese installiert. Auch hier gab es Schwierigkeiten. Statt GNOME lief Xfce, die künftige Standard-Oberfläche von Debian Jessie. Dieser Bug ist aber bekannt. Xfce und LightDM habe ich von Hand entfernt und GNOME installiert. Nun wollte ich den Fglrx aufspielen, dieser wurde aber zwischenzeitlich aus den Repositories entfernt. Also versuchte ich es mit dem freien Radeon Treiber. Erst folgender Eintrag wie im Artikel “Schrift in den Tabs von Chrome” beschrieben optimierte die Leistung der Grafikkarte. Mittlerweile hält mein Akku bei geringen Aktivitäten sogar über 3h und das nach über zwei Jahren die mein Notebook nun schon auf dem Buckel hat. So komme ich sogar auf eine bessere Performance als mit dem unfreien ATI-Treiber.
Abschließend kann ich sagen, dass Testing eine tolle Sache ist und sich die Debian-Gemeinde auf ein tolles stabiles OS GNU/Linux Debian 8 Jessie freuen kann. Mit einem Release wird aber nicht vor dem Frühjahr 2015 gerechnet. Wer jetzt schon Jessie bzw. Testing ausprobieren möchte, sollte schon über ein wenig Erfahrung im Umgang mit Linux verfügen.

Anfänger oder Umsteiger sollten aus diesem Grund auf Ubuntu zurückgreifen. Viele grafische Hilfsmittel und Tools sowie eine großartige Community helfen hier beim Einstieg.

ERMaster Plugin für Eclipse

Permalink Finns Blog

Ich nutze eigentlich keine IDEs mit grafischer Oberfläche zum Programmieren, vim ist und bleibt in diesem Bereich das Werkzeug meiner Wahl. Eine gewisse Zeit bin ich aber auf der Suche nach einer Möglichkeit gewesen, unter Linux Entity-Relationship Diagramme zu erstellen, um daraus SQL Code erzeugen zu lassen. Meine Suche hat nun ein Ende, da ich auf das Eclipse-Plugin ERMaster gestoßen bin.

Die Installation und Bedienung sind auf der Webseite beschrieben und wer ein wenig Erfahrung mit Eclipse und ER-Diagrammen hat, wird sich schnell zurechtfinden. Beim Anlegen eines neuen Diagramms (zu finden unter Datei – Neu – Andere) wählt man den Namen und die Zieldatenbank aus und man kann damit beginnen, Tabellen und dessen Relationen zu definieren. Anhand eines kleines Beispiels sieht das z.B. so aus:

ermaster1Bisher habe ich jede Option gefunden, die meinen Bedürfnissen entspricht. Für Fehlerfreiheit kann ich bei diesem Beispiel nicht garantieren, da ich mit diesem kleinen Projekt lediglich ein paar Dinge ausprobieren möchte, trotzdem bin ich über Verbesserungshinweise dankbar.

ermaster2Die Spalten sind schnell definiert und auch benutzerdefinierte Contraints lassen sich hinzufügen. Zum Schluss kann man das ganze als DDL (in diesem Fall PostgreSQL) exportieren lassen, was dann so aussieht:

/* Drop Tables */

DROP TABLE IF EXISTS service_on_host;
DROP TABLE IF EXISTS network_host;
DROP TABLE IF EXISTS service;




/* Create Tables */

CREATE TABLE network_host
(
	id bigserial NOT NULL UNIQUE,
	fqdn varchar(255),
	ipv4 inet,
	ipv6 inet,
	mac_address macaddr,
	PRIMARY KEY (id),
	CHECK ( NOT (
ipv4 IS NULL
AND 
ipv6 IS NULL ) )
) WITHOUT OIDS;


CREATE TABLE service
(
	id bigserial NOT NULL UNIQUE,
	port int NOT NULL,
	description varchar(255),
	PRIMARY KEY (id)
) WITHOUT OIDS;


CREATE TABLE service_on_host
(
	host_id bigint NOT NULL UNIQUE,
	service_id bigint NOT NULL UNIQUE
) WITHOUT OIDS;



/* Create Foreign Keys */

ALTER TABLE service_on_host
	ADD FOREIGN KEY (host_id)
	REFERENCES network_host (id)
	ON UPDATE RESTRICT
	ON DELETE RESTRICT
;


ALTER TABLE service_on_host
	ADD FOREIGN KEY (service_id)
	REFERENCES service (id)
	ON UPDATE RESTRICT
	ON DELETE RESTRICT
;

ownCloud Documents Ladeproblem beheben

Permalink Finns Blog

ownCloud bringt seit Version 6 einen Dokumenten-Editor mit, der in Version 7 um die Funktion, Microsoft Word Dokumente bearbeiten zu können, erweitert wurde. Leider gibt es dort einen kleinen Bug, der bisher wohl noch nicht wirklich gefixt wurde, aber leicht zu beheben ist. Die Auswirkungen des kleinen Bugs sind allerdings gar nicht so klein, denn unter der Verwendung der Kompressionsmethode gzip lädt der Editor gar nicht und das Bearbeiten oder gar das Erstellen der Dokumente ist gar nicht möglich.

Das Problem äußert sich dann in einem endlos ladenden Dokumenteneditor, der sich mit einem ewig rotierenden Ladebildchen präsentiert. Wer denkt, er sei von dem Bug nicht betroffen, sollte mal z.B. mit Firebug oder anderen Webentwicklertools überprüfen, ob gzip überhaupt verwendet wird. Die “Lösung” besteht darin, gzip für die URL(s) des Dokumenteneditors zu deaktivieren. Für den Apache sieht das z.B. so aus:

SetEnvIf Request_URI .*/apps/documents/ajax/.* no-gzip dont-vary

Ich verwende allerdings nur den Apache Webserver, für andere Webserver muss man natürlich eine andere Syntax verwenden. Diese Zeile fügt man also entweder seiner 

.htaccess
Datei hinzu oder, wie ich es bevorzuge, der Apache Konfigurationsdatei für den VirtualHost. Ein Neustart (bzw. besser ein graceful) genügt dann, um den Dokumenteneditor in einen funktionierenden Zustand zu versetzen.

Schlanker Mail Content Scanner: FuGlu – und Smalltalk.

Permalink debinux

Ich bin heute durch Zufall auf FuGlu gestoßen. Wem Amavis zu groß oder zu schwer ist, tut sich mit dem kleinen Scanner mit Sicherheit einen Gefallen.
Das Programm ist super dokumentiert, außer einer reinen Übersetzung kann ich dem nichts mehr hinzufügen. Das Tool verrichtet seine Arbeit einwandfrei.
ClamAV und Spamassassin können problemlos eingebunden werden.

Und sonst so…
Außer einem Wohungswechsel und jeder Menge Arbeit, steht das private Projekt “Mailserver Artikel überarbeiten” auf dem Programm.
In der Zwischenzeit hat sich einiges getan, etwa harmonieren die Quotas via Postfixadmin nun mit Dovecot, die MySQL Queries sind vollkommen überarbeitet, das Problem des ignorierten “reject_authenticated_sender_login_mismatch” Parameters ist dadurch ebenso gelöst. “Namespaces” und “auto subscription” in Dovecot arbeiten zudem logischer und vieles, vieles mehr…
Bei Fragen hierzu bitte bestenfalls per Mail anschreiben. Wenn ich Zeit finde, werde ich antworten.
Grundsätzlich habe ich mich ausschließlich an die offiziellen Dokumentationen gehalten. Ich tendiere viel zu häufig zum “googlen”, dabei habe ich den Vorzug einer guten Dokumentation schon fast vergessen.
Gerne würde ich zusätzlich auch ein Easy Install Script schreiben, das die Arbeit im Wesentlichen abnimmt, mal sehen.

Wie auch immer. FuGlu. Gutes Programm. ;)

30. Juli 2014

CloudFlare möchte zu Mozillas JPEG-Encoder beitragen

Permalink Sören Hentzschel

Mozilla hat vor kurzem mozjpeg 2.0 vorgestellt, einen Encoder für JPEG-Grafiken, welcher geringere Dateigrößen und damit schnellere Ladezeiten von Webseiten ermöglichen soll. Nicht nur Facebook ist an der Mozilla-Technologie interessiert und beteiligt sich, sondern auch CloudFlare.

Mit Polish bietet CloudFlare seinen zahlenden Kunden einen Dienst an, welcher automatisch die von CloudFlare gecachten Bilder komprimiert, um diese mit so geringer Dateigröße wie möglich auszuliefern. Im Rahmen der Entwicklung der neuen Polish-Version hat man sich bei CloudFlare auch mit Mozillas vor kurzem fertig gestellter Version 2.0 von mozjpeg beschäftigt und die Ergebnisse mit denen von libjpeg-turbo 1.3.1 verglichen. Für den Test wurden 10.000 JPEG-Bilder mit einer durchschnittlichen Dateigröße von 256 KB zufällig ausgewählt und mittels jpegtran komprimiert.

Von diesen 10.000 Bildern ist es mozjpeg bei 691 Bildern nicht gelungen, die Dateigröße weiter zu verringern – verglichen mit 3.471 Bildern, welche libjpeg-turbo nicht weiter optimieren konnte. Dies entspricht einer Erfolgsrate von 93,1 % zu 65,3 % für Mozillas JPEG-Encoder. Von den erfolgreich komprimierten Bildern lag die durchschnittliche Reduzierung der Dateigröße mit mozjpeg bei 3,0 % und damit ebenfalls besser im Vergleich zu libjpeg-turbo mit einer durchschnittlichen Reduzierung der Dateigröße um 2,5 %.

Diese verbesserte Kompression hat allerdings auch ihren Preis: Während libjpeg-turbo für den gesamten Durchlauf 273 Sekunden benötigte, hat mozjpeg 474 Sekunden und damit 1,7 mal so lange gebraucht. Da CloudFlare an einer möglichst hohen Kompression interessiert ist, was mozjpeg natürlich interessant für CloudFlare macht, hat man nun einem Entwickler die Aufgabe zugewiesen, sich mit möglichen Optimierungen von mozjpeg zu beschäftigen. Von den erhofften Verbesserungen soll dann auch Mozilla profitieren. Auch Facebook hat mozjpeg 2.0 intern getestet und 40.000 Dollar in die Weiterentwicklung investiert.

Bourneshell-Skript, aka Bashscript: Rekursive Verzeichnis-Iteration

Permalink darksidersForge

Gestern Abend, als ich mich mit der AtariFrosch unterhielt, erzählte sie mir von ihrer Änderung des Encodings auf ihrer Website. Sie sagte, dass man das zwar mit “iconv” machen könne, dies es aber erforderlich macht, jede Datei einzeln auf zu rufen. Außerdem sollte die jeweils erste Zeile(ein <?xml> mit dem charset ISO) entfernt werden. Perfekt für ‘sed’ und die möglichkeiten der Iteration der Bourneshell, nicht wahr? ;-) 

Problem?
Problem?

Also setzte ich ich ein einfaches Skript auf:

#!/bin/bash
Files="test/*"
for f in $Files
  
  echo "Proccessing File: $f"
  iconv -f ISO-8859-1 -t UTF-8 $f -o $f
  sed -i".bak" '1d' $f
  rm $f.bak
  echo "File $f finished"
done

Dass dies nicht rekursiv arbeitet, dürfte allen klar sein. Aber iterativ bearbeteit es zumindest dass erste Verzeichniss.

Nun ist ihre Webseite aber sehr verschachtelt, was die Rekursion erforderlich macht. Da dies nicht “das einfachste” für mich ungeübten Shellskripter war, würde klar sein. 
Zwischendurch aber kam dass Kommando “find” auf. Nach mehreren Stunden rumprobiererei, weil ich die Manpages abscannen musste, kam dann folgendes Skript zustande:
#!/bin/bash
Files="test"
for f in `find $Files -type f -printf "%p "`
do
  if [ $f == $Files ] || [ $f == "." ]; then
    continue
  fi
  
  echo "Proccessing File: $f"
  iconv -f ISO-8859-1 -t UTF-8 $f -o $f
  sed -i".bak" '1d' $f
  rm $f.bak
  echo "File $f finished"
done
Code unter GPLv2

Was macht es genau?
per “find $Files -type f -printf “%p “” formatieren wir die Ausgabe folgendermaßen:

test/Datei1.html test/Datei2.html test/Dir1/Datei3.html test/Dir1/Dir2/Datei4.html

“-type f” gibt an, dass nur Dateien ausgegeben werden. Der Ausdruck “-printf “%p ” sorgt für die saubere Ausgabe. %p steht für den relativen Pfad vom aktuellen aus. Denn der Shellskript interpreter kann nur so über die Liste iterieren. Das Problem, dass die Dateien nicht mit dem relativen Pfad angegeben werden können(siehe Ausgabe von ls -R *), wäre also gelöst.

Danach wird nur noch geprüft, ob die Datei auch wirklich eine Datei ist(im Fall, dass ich mich getäuscht hätte mit der Formatierungs- und Typangabe), und danach die Kommandos ausgeführt.
sed -i".bak" '1d' $f

…löscht die erste Zeile(’1d’, “delete first line”), schreibt ein Backup in die Datei $f.back und das Ergebniss(löschen der ersten Zeile) wird zurück in die Datei $f geschrieben.

Fuck yeah!
Fuck yeah!

Für die Lösung habe ich mehrere Stunden gebraucht, weil ich Intelligenzbestie es erstmal mit ls -R versuchen musste. Dass man dabei nur mal “eben” in die Manpages schauen sollte, zeigt auch dieser Fall. Nichts lehrt uns mehr, als etwas selbst zu machen. So habe ich deutlich gemerkt, was der “richtige” Weg ist, oder eher der Weg, welcher mir am meisten bringt. :-)

29. Juli 2014

Ubuntu: Standby der Maus im Akkubetrieb verhindern

Permalink TuxDroid

Heute einen kurzen Tipp an alle, die wie ich die laptop-mode-tools zur Verlängerung ihrer Akkulaufzeit verwenden. Leider ist es in der Standardeinstellung so, dass angeschlossene Eingabegeräte wie Tastatur und Maus nach wenigen Sekunden in einen Schlafmodus versetzt werden, aus dem diese sich nur mit vielen Klicks wieder umständlich wecken lassen. Da dies ein sehr nerviges Verhalten ist, wollte ich diesen Standbymodus der Eingabegeräte verhindern. Die Lösung ist mehr als simpel:

Öffnet die Datei /etc/laptop-mode/conf.d/usb-autosuspend.conf mit root-Rechten, z.B. mit nano:

sudo nano /etc/laptop-mode/conf.d/usb-autosuspend.conf

Sucht nach der Zeile

AUTOSUSPEND_USBTYPE_BLACKLIST=””

und setzt ein usbhid in die Anführungszeichen

AUTOSUSPEND_USBTYPE_BLACKLIST=”usbhid”

Nach einem Neustart eures Notebooks sollte die Maus dauerhaft aktiv bleiben.

XCOM: Enemy Unknown seit ca. 5 Wochen nativer Linux Port

Permalink Zockertown.de

Ich werde alt. Das ist eine Tatsache und nicht zu ändern.

Was aber auch eine Tatsache ist, dass eins meiner absoluten Lieblingsstrategiespiele in aktueller Grafik als nativer Linux Client erschienen ist und erst mein Sohn mich darauf gebracht hat, es wahr zu nehmen. Das Steam nun für Linux erschienen ist, wusste ich, dass es aber so einen massiven Schub an Spiele geben wird nicht.

Mein Sohn hat mir nun einfach mal das Spiel geschenkt :-) Vielen Dank dafür!

Nachdem ich extra auf Jessie upgradete, die Grafik mit dem neuesten Nvidia Treiber vom 10.6.2014 wieder zum laufen bekam, installierte ich Steam und begann das 13GB! (WTF?) Paket runterzuladen.

Maaaannn 13 GB! Habe lange keine kommerziellen Spiele gespielt, geschweige denn installiert. Scheint jetzt ja normal zu sein.

Ich habe so eine etwas ältere NVidia Karte GTX285 Gold, oder so. Damit läuft das Spiel absolut rund in 1280x1024 Auflösung. (Mehr macht mein Monitor leider nicht)

Da ich keinen HD Monitor habe, wird die Grafikkarte ja auch nicht so gefordert.

Die ersten 3 Tutorial Missionen habe ich absolviert. Ich glaube, XCOM und ich werden Freunde :-)

Was mir aufgefallen ist, im Basis Bau Menü gibt es ein Problem.

Wenn bei euch nichts oder nur sowas hier auftaucht, dann ist der Grafiktreiber nicht der richtige. Es muß der NVidia Beta Treiber

340.24 vom 8.7.2014 sein. Dieser Fehler ist nur bei Grafikkarten der älteren Generation vorhanden, neuere Karten sind nicht betroffen.

Ps: Warum ich nicht mehr Bilder zeige? Weil ich glaube, das wirkliche Fans sie eh schon kennen. Wenn nicht, guckt doch mal  bei der google Bildersuche nach xcom enemy within

28. Juli 2014

Chris Beard ist neuer CEO der Mozilla Corporation

Permalink Sören Hentzschel

Mozilla hat heute die Ernennung von Chris Beard als neuen CEO der Mozilla Corporation bekannt gegeben. Beard hatte das Amt im April zunächst interimsmäßig als Nachfolger von Gary Kovacs übernommen.

Mozilla hat sich für die Rolle des Chief Executive Officer (CEO) der Mozilla Corporation interne wie auch externe Kandidaten angesehen und sich entschieden: Chris Beard, welcher dieses Amt bereits im April zunächst interimsmäßig übernommen hatte, wird zum permanenten CEO erklärt. Damit tritt er die Nachfolge von Gary Kovacs an. Der Kanadier Beard war bereits von 2004 bis 2013 für Mozilla unter anderem als Chief Innovation Officer und Chief Marketing Officer tätig und war von Juli 2013 bis zur Ernennung zu Mozillas Interims-CEO im April Executive in Residence für Greylock Partners.

Kurztipp: Datei-Übertragung von Android nach OS X mit MTP

Permalink /var/pub/chris_blog

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Mithilfe MTP (Media Transfer Protocol) lassen sich unter Windows komfortabel Dateien von Android-Smartphones auf den Rechner kopieren. Unter OS X wird dieses Protokoll standardmäßig nicht von Finder unterstützt, sodass man hier das Smartphone direkt als Laufwerk einbinden muss – sofern es diese Funktion unterstützt.

Mein Android 4.4.x-ROM unterstützt dies leider nicht mehr – glücklicherweise gibt es eine Anwendung namens Android File Transfer, die MTP unter OS X nachrüstet.

Die Anwendung kann kostenlos auf der Android-Webseite heruntergeladen werden. Angeschlossene Android-Geräte werden anschließend bei entsperrtem Bildschirm automatisch eingehängt – somit steht der Dateiübertragung nichts mehr im Wege. :)

Android File Transfer

Android File Transfer

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27. Juli 2014

Firefox: Neue Telemetrie-Experimente für Beta-Nutzer

Permalink Sören Hentzschel

Mozilla hat mit Firefox 30 sogenannte Telemetrie-Experimente eingeführt, um verschiedene Änderungen an spezifischen Zielgruppen zu testen. In der aktuellen Beta-Version von Firefox 32 weitet Mozilla den Test der Übersetzungsfunktion aus und startet ein weiteres Experiment.

Seit der Einführung der Infrastruktur für Telemetrie-Experimente nutzt Mozilla dieses Feature gerne für Tests mit spezifischen Nutzergruppen der Firefox-Nutzerschaft. So hat man mit Nutzern der deutschsprachigen Aurora-Version von Firefox als allererstes ein neues Feature zur Übersetzung von Webseiten getestet. Diesen Test hat Mozilla nun ausgeweitet, ab sofort wird auch Nutzern der Beta-Version von Firefox in den Sprachen Polnisch, Türkisch sowie Vietnamesisch eine Übersetzungsfunktion für Webseiten angeboten.

Darüber hinaus startet ein neues Experiment für fünf Prozent der Beta-Nutzer aller Sprachen, welches den Wert des Schalters dom.ipc.plugins.unloadTimeoutSecs auf 0, 5, 15, 30, 60, 90, 120 oder 300 setzt. Dieser Wert bestimmt die Anzahl an Sekunden, die Firefox wartet, bevor ein inaktiver Plugin-Prozess entladen wird. Die Standard-Einstellung unabhängig vom Experiment beträgt 30 Sekunden.

Erwähnt sei an dieser Stelle noch, dass Nutzer immer nur an einem Experiment gleichzeitig teilnehmen können. Eine Teilnahme sowohl am Test des Übersetzungs-Features als auch am Plugin-Experiment ist also nicht möglich.

Kurztipp: Temperatur eines Raspberry Pi auslesen

Permalink /var/pub/chris_blog

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Um die Temperatur des Raspberry Pi Einplatinen-Rechners auszulesen gibt es zwar keine unter Linux üblichen Sensoren, die über lm_sensors ausgelesen werden – aber dafür ein dediziertes Programm namens vcgencmd. Dieses Programm ist beispielsweise im Raspbian-Abbild bereits enthalten, jedoch müssen die LD-Bibliothekenpfade angepasst werden, damit es auch funktioniert:

# echo "/opt/vc/lib" > /etc/ld.so.conf.d/raspberry-firmware.conf
# ldconfig
# /opt/vc/bin/vcgencmd measure_temp
temp=51.9'C

Alternativ gibt es unterhalb /sys/class eine entsprechende Datei, um die Temperatur auszulesen:

# cat /sys/class/thermal/thermal_zone0/temp
51920
# awk '{printf "%3.1f°C\n", $1/1000}' /sys/class/thermal/thermal_zone0/temp
51.9°C
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GOG bringt 50 Spiele für Linux

Permalink Steam for Linux

GOG.com

GOG.com (ehemals Good Old Games) ist eine populäre digitale Spiele-Plattform zum Vertrieb überwiegend erfolgreicher Spiele-Klassiker. Vor 2 Jahren hat die Linux-Community auf der Wunschliste der Plattform ihren Wunsch nach einer Linux-Version bekräftigt. Nun hat das Warten endlich ein Ende – 50 Spiele für Linux wurden freigegeben.

Unter den ersten 50 Spielen für Linux hat GOG eine ganze Reihe Klassiker wie Sid Meier's Colonization, Duke Nukem 3D, Pirates! herausgebracht. Außerdem gibt es bis zum kommenden Dienstag für alle Linux-Spiele bis zu 75% Rabatt. Darüber hinaus plant GOG.com, in den nächsten Monaten die Anzahl der Spiele für Linux auf über 100 zu erweitern.

Hier ist die vollständige Ankündigung der Linux-Veröffentlichung.

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Firefox 31 mit Malware-Schutz für Downloads, noch mehr Schutz für Downloads ab Firefox 32

Permalink Sören Hentzschel

Mozilla hat vor wenigen Tagen Firefox 31 veröffentlicht. Eine der Neuerungen ist ein Malware-Schutz für Downloads. In Firefox 32 gibt es für Windows-Nutzer eine weitere Verbesserung der Sicherheit bei Downloads.

Mozilla setzt bereits seit vielen Jahren auf die Safe Browsing API von Google zum Schutz vor Phishing und Malware. Zu diesem Zweck lädt Firefox in regelmäßigen Abständen eine Liste mit bekannten schadhaften Webseiten herunter und prüft aufgerufene Webseiten gegen diese Liste. Seit einiger Zeit bietet die Safe Browsing API auch die Möglichkeit an, Downloads zu überprüfen. Firefox macht hiervon ab Version 31 Gebrauch und blockiert bekannte schadhafte Downloads.

Am 2. September wird Mozilla Firefox 32 veröffentlichen. Diese Version wird für Windows-Nutzer eine weitere Verbesserung der Sicherheit bei Downloads bringen. Dann wird Firefox bei heruntergeladenen ausführbaren Dateien die Signatur verifizieren. Bei signierten Dateien vergleicht Firefox dann die Downloads mit einer Liste als sicher bekannter Herausgeber. Bei Dateien, welche nicht anhand dieser Liste als sicher erkannt werden oder gar nicht signiert sind, fragt Firefox die Safe Browsing API durch das Senden von Metadaten über den Download, ob es sich dabei um eine sichere Anwendung handelt oder nicht. In den meisten Fällen sollte dies nicht notwendig sein, da die meiste gebräuchliche Software für Windows signiert ist.

Firefox erlaubt über die Einstellungen selbstverständlich ein Deaktivieren des Phishing- und Malware-Schutzes, davon kann aber aus Gründen der Sicherheit nur abgeraten werden.

Weitere Informationen
Mozilla Security Blog: Improving Malware Detection in Firefox
Monica Chew: Download files more safely with Firefox 31

MediathekView Installation und Anleitung für Ubuntu

Permalink Linux gefällt mir

  


"Das Programm MediathekView durchsucht die Online-Mediatheken verschiedener Sender (ARD, ZDF, Arte, 3Sat, SWR, BR, MDR, NDR, WDR, HR, RBB, ORF, SF) und listet die gefundenen Sendungen auf. Die Liste kann mit verschiedenen Filtern nach Beiträgen durchsucht werden. Mit einem Programm eigener Wahl können die Filme angesehen und aufgezeichnet werden. Es lassen sich Abos anlegen und neue Beiträge automatisch herunterladen." Quelle


Installation

Mit dem folgenden Befehl wird MediathekView über das Terminal installiert, sowie drei weitere Programme die zur Wiedergabe und Aufnahme der Sendungen benötigt werden.

Der Befehl funktioniert bei allen auf Ubuntu basierten Distributionen, wie z.B. Ubuntu selbst, Kubuntu, Xubuntu, Lubuntu und Mint.

Kopiere diesen Befehl und füge ihn per Rechtsklick in dein Terminal ein:
sudo apt-get install mediathekview flvstreamer vlc libav-tools

Theoretisch wird auch ffmpeg gebraucht, allerdings gibt es dazu bei ubuntuusers im Wiki eine interessante Info:  

"Ab Ubuntu 11.04 wird das Paket ffmpeg und der gleichnamige Befehl nur noch aus Gründen der Kompatibilität zur Verfügung gestellt. Mit Ubuntu 14.04 ist es endgültig aus den offiziellen Paketquellen entfernt worden. Es ist deshalb angeraten, stattdessen avconv des Libav-Projekts zu nutzen." Quelle

Diese Empfehlung berücksichtige ich bei dieser Anleitung. :-)

Nach dem du MediathekView, flvstreamer, VLC und avconv übers Terminal installiert hast, öffne MediathekView.


Anleitung

Bei "einmal am Tag.." kann der Haken weg.
Bei "vorher anpassen" kann der Haken wieder hin.

Dann "Mit Standardeinstellungen starten".



Bei "Pfad zu ffmpeg auswählen" ist das Feld leer. Aus den oben genannten Gründen. Da bei dem obigen Befehl libav-tools avconv als Alternative zu ffmpeg installiert wurde, wird hier einfach der Pfad manuell eingetragen:

/usr/bin/avconv

Ist der Pfad eingefügt, gehts danach "Weiter".



Übersicht zum erstellten Set. Absegnen mit "Weiter".

 

Alle Filme werden geladen und dargestellt. Oben rechts, bei der Lupe, kannst du nach Filmen, Dokus und Beiträgen suchen. Klickst du auf das dreieckige "Play-Symbol" wird der ausgewählte Film mit dem VLC-Mediaplayer abgespielt.



Möchtest du den Film gerne lokal auf dem Computer speichern, einfach auf den runden roten Kreis klicken.



Danach öffnet sich folgendes Fenster. Zielpfad wird anzeigt, wo die Datei gespeichert wird. Das kann auch geändert werden. Standardmäßig ist der Film in hoher Auflösung markiert. Theoretisch kann hier alles so bleiben wie es ist. Nach "OK" wird der Download gestartet.



Dass der Download im Hintergrund läuft wird unten angezeigt. Beim Wechsel vom Reiter "Filme" zu "Downloads", ist ebenfalls der aktuelle Download zu sehen. Inkl. Fortschritt, Restzeit, Geschwindigkeit und Größe.



Ist der Download fertig, wird der Balken grün angezeigt.



Der Download war erfolgreich, unten auf dem Desktop öffnet sich ein kleines Fenster.



Öffne deinen Dateimanager. Wenn du vor dem Download nicht den Zielpfad geändert hast, wird die Datei im Home-Verzeichnis im Ordner "MediathekView" gespeichert.




 Dort ist ein weiterer Ordner zu finden.



Hier ist die Datei. :-)



Ausführliche Anleitung: sourceforge wiki

Ich wünsche dir viel Spaß mit MediathekView,

herzlichst
Emanuel

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Update 28.07.2014

Beim Erstellen meiner Anleitung stellte ich fest, dass im Wiki von ubuntuusers zwar der Befehl für avconv erwähnt wird, allerdings nur einzeln und erst sehr weit unten. Nun habe ich auch meinen Teil zum Wiki beigetragen. Jetzt steht der komplette Befehl im Wiki gleich am Angfang unter dem Punkt Voraussetzungen, wie bei meiner Anleitung. Ich liebe ubuntuusers und das Wiki. Danke an alle die mitmachen! :-)