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26. Juli 2015

Datenschutzwerkzeuge in CyanogenMod konfigurieren

Permalink (Mer)Curius

Ironischerweise ist die Community um das Betriebssystem einer der größten Datensammlungen Firma des Planeten am sensibelsten gegenüber Datenschutzfragen. Lange bevor Apple in iOS die Möglichkeit bot Apps einzelne Berechtigungen zu entziehen, wurde bei Android hitzig um App-Berechtigungen & Co debattiert. Aus diesem Grund sind Custom Roms wie CyanogenMod mit einigen sinnvollen Optionen für besseren Datenschutz ausgestattet.

cyanogenmod logo„CyanogenMod-logo“ von CyanogenMod team | Lizenziert unter Apache License 2.0

Custom Roms wie CyanogenMod glänzen nicht nur durch ein Android, das sich weitestgehend an AOSP orientiert und wenig Crapware vorinstalliert, sondern sind meist auch durch eine ganze Reihe zusätzlicher Optionen angereichert. Viele davon befassen sich mit Datenschutzaspekten, müssen aber durch den Anwender auch entsprechend aktiviert werden. Voraussetzung ist natürlich, dass man sein Smartphone mit einer solchen Custom Rom ausgestattet hat. Der Weg dazu wurde hier bereits beschrieben: Android von Google befreien

Telefon verschlüsseln

android einstellungen verschluesselungDer offensichtlichste Aspekt ist die Verschlüsselung des Smartphones. Android Systeme sind ab Werk nicht verschlüsselt. Ursprünglich wollte Google dies mit Lollipop etablieren, aber vor allem schwächerer Hardware (und das ist ein Kernbereich von Android) führte dies wohl zu enormen Leistungseinbußen. Dennoch ist dieser Aspekt wichtig.

Auf unseren Smartphones sammeln sich viele private Daten an, möglicherweise sogar mehr als auf Desktop- und Laptopsystemen. Telefonanrufsprotokolle, SMS- und Nachrichtenverläufe, die E-Mails der letzten Tage, Kontakte und Kalender. Diese Liste lässt sich beliebig fortführen.

Gleichzeitig sind Smartphones relativ klein (relativ, da die Tendenz da zu Bildschirmgrößen jenseits der 5" geht) und wir tragen sie immer bei uns. Verlust, Diebstahl etc. sind da ein permanentes Risiko. Da ist schon der finanzielle Verlust schmerzlich, aber die Daten sollten doch bitte nicht mit verloren gehen.

Die Verschlüsselung lässt sich aktivieren im Einstellungspunkt Sicherheit. Hierzu muss der Akku nahezu voll geladen sein und das Smartphone durchgehend geladen werden. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme um Datenverlust bei einem leeren Akku zu verhindern. Während des Verschlüsselungsprozesses wird das Gerät neu gestartet. Ab diesem Zeitpunkt wird bei jedem System(neu-)start das gewählte Passwort abgefragt.

Zur Zeit erfolgt die Verschlüsselung über das auch sonst unter Linux übliche dm-crypt. Die Einreichung einer transparenten Verschlüsselung für das ext4-Dateisystem für den Linux-Kernel durch zwei bei Google angestellte Entwickler, lässt allerdings Änderungen für Android M erwarten.

Benachrichtigungen zensieren

Sofern man die Verschlüsselung aktiviert hat, verlangt das System automatisch eine PIN-/Gestenverschlüsselung des Sperrbildschirmes. Hier ist es sinnvoll auch die mit Android Lollipop einführten Benachrichtigungen zu zensieren. Was nützt einem schließlich die beste Verschlüsselung, wenn man die letzten Nachrichten einfach vom Sperrbildschirm ablesen kann.

Apps Berechtigungen entziehen

android einstellungen appopsApps laufen bei allen modernen Mobilbetriebssystemen in einem "abgeschmirmten" Bereich und benötigen für ihre Tätigkeit eine Vielzahl von Berechtigungen. Meistens sind diese Berechtigungen notwendig zum Betrieb der App. Natürlich muss z.B. eine Navigationsapp Zugriff auf den Standort haben. Im Einzelfall schießen aber auch Open Source Apps manchmal über das Ziel hinaus. Da braucht dann ein Browser wie Firefox plötzlich Zugriff auf die Kamera, selbst wenn man Firefox Hello mobil gar nicht nutzen will.

Im Einstellungspunkt Datenschutz im Punkt Datenschutz kann man Apps einzelne Berechtigungen entziehen. Sinnvoll kann es sein anstatt einer pauschalen Verweigerung auf "Immer nachfragen" zu setzen, da die App dann im Einzelfall die Berechtigung abfragt.

Statistiken deaktivieren

Bereits bei der Ersteinrichtung fragt CyanogenMod nach der Erlaubnis allgemeine Daten über die Installation zu sammeln. Im Bereich Datenschutz kann man noch einmal sehen worum es geht und die anfängliche Entscheidung ändern. Persönlich bin ich der Meinung, dass die Daten recht allgemein sind und auch ein Communityprojekt wie CyanogenMod Interesse an der Anzahl der Installationen haben darf. Auf meinen Desktopsystemen ist schließlich der Debian Popularity Contest ebenfalls aktiviert.

Standort in Bilder-Metadaten

Die Kamera-App fragt beim erstmaligen Start, ob sie den Standort in die Metadaten der Bilder einbetten soll. Diese Entscheidung lässt sich in den Kamereinstellungen zudem im Nachhinein jederzeit ändern. Für die private Fotosammlung mag dies eine interessante Option sein. Wer jedoch viele Bilder zu Facebook, Flickr oder andere Onlinedienste hochlädt, sollte bedenken, dass die Standortdaten immer mit hochgeladen werden. Unter Umständen lässt sich so ein Bewegungsprofil erstellen. Eine etwas humorige Interpretation dieses Aspektes zeigten die Macher der Seite I Know Where Your Cat Lives, auf dieses Phänomen am Beispiel von Katzenfotos illustriert wurde.

Dem AOSP-Browser den Standortzugriff verweigern

android aospbrowser einstellungenDer vorinstallierte Browser von CyanogenMod erlaubt Webseiten von Haus aus die Abfrage des Standorts. Eine Einstellung, deren Nutzen nicht klar ist und die man deshalb deaktivieren sollte.

Android von Google befreien

Permalink (Mer)Curius

In Form von Android hat Linux auf dem Markt der mobilen Betriebssysteme einen gewaltigen Markanteil. Die meisten Android-Smartphones werden allerdings mit einem Korsett aus proprietären (Google-)Apps ausgeliefert und sind deshalb nur bedingt frei. Dank einer findigen Entwicklercommunity ist es jedoch möglich die meisten Android-Geräte aus diesem Korsett zu lösen und mit Hilfe einer Custom Rom und alternativen App-Stores wirklich frei zu betreiben.

android logo„Android robot“ von Google | Lizensiert unter Creative Commons 3.0 Attribution LicenseAndroid in der Form, die auf den meisten im Handel verfügbaren Smartphones, vorinstalliert ist, ist in etwa so frei wie MacOSX auf Apple Rechnern. Ein freier Unterbau (bei MacOSX ist dies FreeBSD) wird mit einer proprietären Oberfläche und proprietären Programmen versehen, wodurch das Betriebssystem nur noch bedingt frei ist. Besonders ärgerlich im Fall Android: Durch den fehlenden Root-Zugriff lassen sich vorinstallierte Apps nicht deinstallieren und je nach Hersteller können das eine ganze Menge sein. Zusätzlich zu den vorgeschriebenen Google Apps, versteht sich! Android Smartphones haben deshalb den gleichen Crapware-Stand erreicht, der Windows so unbeliebt werden ließ.

Ein besonderes Problem stellt allerdings der Google Play Store und die Play Services dar. Wie bei jedem modernen Betriebssystem braucht man einen Hersteller-Account um im App Store Apps herunter zu laden und ggf. zu erwerben. Bei Android braucht man dafür allerdings nicht nur den Play Store, sondern auch die Google Play Services. Diese verhalten sich wie ein Betriebssystem im Betriebssystem, da sie sich am System vorbei (und für den Benutzer unbemerkt) aktualisieren und zu einer zentralen Schnittstelle für viele Apps geworden sind. Besonders verhängnisvoll: Neue Funktionen (wie z.B. der Standortverlauf für Google Maps) sind gerne mal aktiviert. Wenn der Besitzer des Smartphones also nicht regelmäßig die Einstellungen des Google Accounts überprüft, sendet er Daten, von deren Erhebung er bei der Ersteinrichtung des Smartphones gar nicht wusste.

Ob das Absicht ist, lässt sich schwer sagen. Die Aktualisierungsfunktion am Betriebssystem vorbei ist schließlich auch eine Folge der schlechten Versorgung vieler Geräte mit Updates durch die Hersteller. Es macht das System in jedem Fall nicht transparenter.

Um das System von diesen unerwünschten Nebeneffekten zu befreien, ist also mehr als nur die Erlangung des Root-Zugriffes erforderlich. Je nach Anwendungsprofil muss hinterher auch auf manche lieb gewonnene Komfortfunktion verzichtet werden, aber Sicherheit geht manchmal eben zu Lasten von Komfort. Ähnlich wie bei Linux auf dem Desktop, lässt sich manches Anwendungsprofil auf diese Weise auch gar nicht realisieren. Das folgende Szenario kann deshalb nicht als alleinseligmachende Lösung aller Probleme gesehen werden, sondern soll lediglich eine Option aufzeichnen.

Das Desktopsystem vorbereiten

Viele Möglichkeiten des Android-Systems lassen sich am einfachsten vom Desktop-System mittels der Android Debug Bridge (ADB) verwalten. Unter Linux ist die Installation der ADB-Werkzeuge zum Glück viel weniger kompliziert, als unter Windows. Die meisten Distributionen haben die Werkzeuge in ihren Paketquellen, weshalb sie sich leicht von dort installieren lassen.

[accordion]
[acc_item title="Debian"]# apt-get install android-tools-adb android-tools-fastboot[/acc_item]
[acc_item title="Ubuntu & Derivate"]$ sudo apt-get install android-tools-adb android-tools-fastboot[/acc_item]
[acc_item title="openSUSE"]# zypper in android-tools[/acc_item]
[/accordion]

Das Smartphone mit einer Custom Rom versehen (am Beispiel des Nexus 4)

[message_box title="Backup" type="error" close="no"]Durch die Befolgung des folgenden Tutorials werden alle Daten auf dem Smartphone gelöscht und das Gerät zurückgesetzt. Ein Backup der Daten ist deshalb absolute Pflicht[/message_box]

[message_box title="Achtung" type="error" close="no"]Eine fehlerhafte Ausführung der Anleitung oder Probleme wie eine unterbrochenen Stromversorgung etc. pp. können zum Defekt des Gerätes führen. Die Befolgung der Anleitung erfolgt deshalb auf eigene Gefahr und dient lediglich als Leitfaden, wie man es machen kann.[/message_box]

[message_box title="Haftung" type="warning" close="no"]Die Frage ob das Aufspielen einer Custom Rom zum Verlust der Garantie und/oder Gewährleistung führt ist noch nicht abschließend geklärt.[/message_box]

1. Den Bootloader öffnen

android einstellungen ueberEntwickleroptionen freischaltenZuerst muss der Bootlader des Systems geöffnet werden. Bei Googles Nexus-Geräten sind dazu keine schmutzigen Hacks oder Tricks notwendig. Das Gerät muss mittels USB-Kabel mit dem PC verbunden werden. Nun müssen die Entwickleroptionen freigeschaltet werden. Dazu tippt man 7 Mal auf die Buil-Nummer in den Einstellungen. In den Entwickleroptionen aktiviert man anschließend das Android-Debugging. Das Smartphone fragt nun ob man das Debugging vom angeschlossenen Desktopsystem zulassen will. Das erlaubt man natürlich. In einer Konsole schickt man das Gerät in den Bootloader

$ adb reboot bootloader

Sobald der Bootlader-Screen auf dem Smartphone erscheint prüft man in der Konsole auf dem PC, ob das Gerät erkannt wird.

$ fastboot devices

Dies sollte in der Regel der Fall sein. Anschließend öffnet man den Bootloader mit folgendem Befehl:

$ fastboot oem unlock

Das Smartphone fragt nun nach einer Bestätigung. Nachdem dies erfolgt ist sieht man den geöffneten Bootloader an einem offenen Schloss auf dem Google-Startscreen.

2. Das Recovery-System ersetzen

Als nächstes muss das Recovery-System ersetzt werden, da die von Google integrierte Variante zu wenig Optionen bietet. Das einzige aktiv entwickelte System ist zur Zeit das TeamWin Recovery Projekt (TWRP). Dies lädt man auch der Entwicklerseite herunter: TWRP für Nexus 4 (mako)

Mittels ADB lässt sich auch dieses System leicht installieren. Das Gerät sollte sich dazu immer noch (oder wieder) im Bootloader befinden (siehe oben).

Zuerst navigieren wir auf dem PC in der Konsole in das Verzeichnis, in das man das Recovery-Image heruntergeladen hat.

$ cd /Pfad/zum/Download/Verzeichnis

Danach spielt man das Recovery-System auf:

$ fastboot flash recovery <NAME_DER_RECOVERY_DATEI>.img # natürlich ohne die <>.

Im Bootloader kann man nun über die Laustärketasten den Wechsel zum Recovery-System vornehmen. Da TWRP2 MTP unterstützt ist es auch im Recovery-System möglich Daten auf das Smartphone zu übertragen. Ein gewaltiger Fortschritt zu früheren Zeiten.

3. Eine Custom Rom installieren

Custom Rom sind Aftermarket-Firmwares für Android-Systeme. Es ist ein vollständiger Ersatz des vorinstallierten Android-Betriebssystems auf Basis des Android Open Source Projekts (AOSP). Für die meisten Android-Smartphones gibt es eine Vielzahl von Customs Roms, von denen einige auch nur speziell für ein Geräte entwickelt wurden. Die verbreiteste Custom Rom ist CyanogenMod. Diese ist auf den meisten Smartphones lauffähig und wird aktiv entwickelt. Die Community um CanogenMod herum trägt maßgeblich zum AOSP bei und füllt die Lücken, die das sinkende Engagement von Google hinterlässt.

CyanogenMod hat eigene Versionen für die Android-Versionen:

  • 10.x = JellyBean
  • 11 = KitKat
  • 12.0 = Lollipop 5.0
  • 12.1 = Lollipop 5.1

Zur Zeit werden keine stabilen Versionen veröffentlicht, sondern fast tägliche so genannte Nightly-Builds freigegeben. Diese laufen aber in der Regel stabil und können produktiv eingesetzt werden. Am ehesten vergleichbar ist dieses Release Modell mit den Rolling Release-Distributionen für den Linux-Desktop.

Man lädt sich dehalb eine Archivdatei mit der neuesten Nightly-Build für das Nexus 4 herunter.

Diese kopiert man auf das Smartphone. Entweder im laufenden Betrieb unter der Stock (Google) Rom oder im Recovery-Modus. Danach führt man einen Löschvorgang (wipe) des Gerätes im Recovery-Modus durch. Anschließend kann man über den Button Install Cyanogenmod installiert werden. Nach der Installation kann man für einen sauberen Neustart noch ein Advanced Wipe und Format Data durchgeführt werden. Dadurch wird die Daten-Partition neu mit ext4 formatiert und das System absolut zurückgesetzt. Das ist allerdings nicht unbedingt notwendig.

Das wars auch schon. Nach einem Neustart in das System wird Cyanogenmod gestartet. Der erste Start kann mehrere Minuten in Anspruch nehmen. Also nicht in Panik verfallen und ruhig bleiben, auch wenn der kleine blaue Android von Cyangenmod schier nicht wegzugehen scheint.

4. CyanogenMod mit einem App Store versehen

Es begrüßt ein dann ein ziemlich nacktes Android System. Dabei handelt es sich um den freien Kern von Android und einige Ergänzungen durch die Community. Es ist allerdings kein App Store vorinstalliert, was dann doch für die allermeisten Benutzer zu wenig Komfort sein dürfte.

android einstellungen manuelle installationManuelle App-Installation erlaubenZuerst muss man deshalb die manuell Installation von APK(d.h. App)-Dateien erlauben. Hierzu erlaubt man die Installation von Apps unbekannter Herkunft. Mit dem Browser ruft man anschließend die URL http://www.f-droid.org auf. Dort lädt man den freien Appstore von F-Droid herunter und installiert ihn. Über den F-Droid Appstore lassen sich viele freie Apps installieren. Inwieweit das den persönlichen Bedarf deckt, muss jeder Benutzer selbst für sich entscheiden. Ich persönlich fand bei der Umstellung dort viele Apps, die ich auch bereits von Google Play bezogen hatte:

  • DAVDroid (Cal/CardDAV für Posteo)
  • K-9 Mail (Bester Mailclient für Android)
  • KDE Connect (Zur Verbindung mit KDE)
  • OpenKeychain (Für verschlüsselte Mails in Verbindung mit K-9 Mail)
  • OSMAnd~ (Freie Navigations und Maps Anwendung)
  • ownCloud (Für den Zugriff auf den Cloud-Speicher)
  • Tasks (Aufgabenverwaltung mittels CalDAV und DAVDroid)

Für Anwender, denen das dortige Angebot nicht ausreicht, bleiben zwei weitere Möglichkeiten. Die erste Besteht darin weitere Apps manuell per AKP-Datei zu installieren. Da ist vor allem dann sinnvoll, wenn man nur noch wenige andere Apps braucht. Ansonsten würde der manuelle Pflegeaufwand enorm in die Höhe schießen und das System durch schlampige Aktualisierung unsicher werden. Einige Anbieter wie Threema oder WhatsApp bieten ihre Apps auch als AKP zum herunterladen auf der Homepage an.

Weiterhin besteht die Möglichkeit einen zweiten Appstore zusätzlich zu installieren. Amazon dürfte hier das größte Angebot haben. Natürlich holt man sich damit unfreie Software auf das Gerät und gibt Amazon die Chance Informationen über das eigene App-Nutzungsverhalten zu sammeln. Ideologie muss hier manchmal Pragmatismus weichen. Da von Amazon aber wirklich nur der Shop kommt und kein äquivalent zu den Google Play Services, ist dies meiner Ansicht nach dennoch ein Fortschritt.

Debian: exFAT installieren

Permalink canox.net

Windows unterstützt seit Windows Vista das Dateisystem exFAT welches für Flash-Speicher konzipiert wurde. Auch unter Debian und darauf basierenden Systemen (Raspbian für den Raspberry Pi, Bananian für Banana Pi/Pro, Ubuntu usw.) lässt sich exFAT nutzen.

Vorteile des exFAT Dateisystems:

  • exFAT erlaubt Dateien mit mehr als 4 GiB Dateigröße, FAT/FAT32 dagegen nicht.
  • exFAT verwendet Dateinamen in Unicode und bis zu 255 Zeichen. Kurze 8.3-Namen gibt es nicht mehr.
  • Die maximale Cluster-Größe beträgt 32 MiB, daher auch für sehr große Datenträger geeignet.
  • exFAT verwendet nur eine FAT-Tabelle. Das spart Platz und Verwaltungsaufwand, reduziert aber die Datensicherheit

Die Installation ist ziemlich einfach und sehr schnell erledigt:

sudo apt-get install exfat-fuse

24. Juli 2015

Nightly-Version von Firefox für Linux nun GTK+3-basiert

Permalink Sören Hentzschel

Die Linux-Version von Firefox setzt bislang noch auf GTK+2. Zumindest für Nutzer der Nightly-Version von Firefox ändert sich das nun, denn diese verwendet ab sofort GTK+3.

Kurze Information für Linux-Nutzer: Die Nightly-Version von Firefox für Linux verwendet ab sofort GTK+3 anstelle von GTK+2. Wer bislang bereits testweise GTK3+-Builds aus dem elm-Entwicklungszweig bezogen hat, wird per Update automatisch auf die reguläre Nightly-Version gebracht. Aus dem elm-Zweig werden in Zukunft GTK+2-Builds produziert, um die Funktionalität weiterhin zu gewährleisten. Deren Einsatz ist aber nicht empfohlen, insbesondere da es hier keine automatischen Updates gibt und neue Versionen von Hand installiert werden müssen. Der Status der noch nicht abgeschlossenen GTK+3-Portierung kann in den Abhängigkeiten des entsprechenden Meta-Tickets verfolgt werden.

Freie Fotos von Flickr als Beitragsbilder in WordPress

Permalink Kaffeeringe

Manchmal ist es echt schwer ein passendes Bild für einen Artikel zu finden. Dank Flickr ist es sehr einfach, Fotos unter freier Lizenz zu veröffentlichen und viele Benutzer tun das. So ist inzwischen ein riesiges Bilder-Verzeichnis entstanden. Mit Flickr — Pick a Picture gibt es ein WordPress-Plugin, dass dabei hilft, Bilder zu finden und korrekt einzubinden.

Früher habe ich vor allem Browser-Plugins benutzt, um freie Bilder zu finden und einzubinden. Das sind aber immer ein paar Extra-Schritte, bis das Bild den Artikel schmückt. Herunterladen, wieder hochladen, Beschreibung fehlerfrei übernehmen — das ist nervig und überflüssig.

Nur freie Lizenzen

Mit „Flickr — Pick a Picture“ kann ich direkt aus dem WordPress-Editor und der normalen Medienverwaltung nach Bildern suchen. In den Einstellungen kann ich auswählen, welche Lizenzen berücksichtigt werden sollen. Da schließe ich die NC– und ND-Varianten der Creative Commons aus und natürlich die Bilder unter Copyright. Außerdem stelle ich ein, dass die Lizenz als Bildbeschreibung übernommen werden soll.

Bei der Recherche muss man experimentieren. Zum Einen sind die Ergebnisse für englische Suchbegriffe in der Regel viel zahlreicher — da muss man erst einmal die richtigen Begriffe finden. Zum Anderen muss man ein wenig kreativ mit den den Begriffen umgehen. Letztlich ist Flickr keine professionelle Bilddatenbank und viele Bilder sind nicht gut verschlagwortet.

So viel zur „Folksonomy“…

Helfen könnten hier die Auto-Tagging-Funktion, die Flickr vor ein paar Wochen eingeführt hat. Der hat zwar noch Probleme und erkennt schwarze Menschen vermeintlich als „Affen“. Wenn ich mir aber die Tags anschaue, die Flickr meinen Fotos hinzugefügt hat, dann passt das bei vielen Bildern schon sehr gut. So viel zur „Folksonomy“…

Wenn Dir ein Bild gefällt, übernimmt es „Flickr — Pick a Picture“ in die WordPress-Medienverwaltung. Von da an kannst Du damit umgehen, wie mit jedem anderen Bild. Wenn Du die Bilder als Artikelbilder benutzt, musst Du darauf achten, dass Dein Theme die Bildbeschreibung auch tatsächlich anzeigt. Sonst könntest Du rechtliche Probleme bekommen.

Einige Schwachpunkte

Dank „Flickr — Pick a Picture“ finde ich viel leichter Bilder für Artikel. Es hat nur ein paar Macken: Ich verstehe nicht, warum das Plugin über ein eigenes Icon zu erreichen ist, das man leicht übersieht. Und ich bin mir nicht ganz sicher, ob das eine WordPress-Macke oder eine Macke des Plugins ist, denn bei der Auswahl des Beitragsbildes kann ich gar nicht zu „Flickr — Pick a Picture“ wechseln. Ich muss dann immer über das Icon gehen. Das empfinde ich als Krücke.

Bei der Suche nervt, dass nur 12 Bilder pro Ergebnisseite voreingestellt sind. Das kann man manuell hochsetzen. Aber man muss das bei jeder Suche wieder neu machen. Nervig ist auch, dass die Blätterfunktion nur über den Suchergebnissen ist. Da scrollt ich mich durch die ersten 100 Bilder und muss dann wieder hochscrollen, um auf die nächste Seite zu kommen.

Zusätzlich hat „Flickr — Pick a Picture“ einen echten Bug: Man kann seit dem letzten Update bei den Lizenzen nur noch eine auswählen. Ich vermute, dass das einfach die Funktion fehlt, die die Auswahl serialisiert, bevor sie in die Datenbank geschrieben wird. Ich bin aber noch nicht dazu gekommen, das mal zu überprüfen. Ich hab mir die Auswahl manuell in die Datenbank geschrieben. Da ich das nicht ändern muss, geht das so.

Wer seine Text mit freien Bilder schmücken will, sollte sich „Flickr — Pick a Picture“ anschauen. Trotz einiger Schwachpunkte, ist es das beste Plugin dieser Art, das ich finden konnte.

22. Juli 2015

Owncloud Geburtstagskalender CalDav Link

Permalink Andre's Webblog

Vor kurzem habe ich angefangen meine Kalender und Kontakte mit Thunderbrid von mehreren Geräten aus über Owncloud zu synchronisieren. Auf einem Smartphone werden mir auch die eingetragenen Geburtstage angezeigt. Nur leider nicht im Thunderbrid Add-on Lightning.

Dies liegt daran, dass Owncloud für Geburtstage einen eigenen (versteckten) Kalender pflegt, welcher nicht beim abonnieren über das CalDav Protokoll mit einbezogen wird. Aber ich würde hier keinen Eintrag veröffentlichen, gäbe es keine Lösung dazu. Der Owncloud Geburtstagskalender kann über folgende Adresse abonniert werden:

https://MEINE-DOMAIN.DE/remote.php/caldav/calendars/BENUTZER/contact_birthdays

Die Fett markierten Wörter müssen natürlich an Konfiguration angepasst werden.

Unter Android im Google Kalender sieht man übrigens diesen Geburtstagskalender auch und kann Ihn ggf. deaktivieren.

Android Google - Zu synchronisierende Kalender

Android Google – Zu synchronisierende Kalender

Fehlerhafte Oracle Instantclient RPM provides unter Enterprise Linux

Permalink Stankowic development

Download PDF

Wer Treiber und Bibliotheken installiert, die Zugriff auf eine Oracle-Datenbank benötigen (z.B. perl-DBD-Oracle), benötigt den Oracle Instantclient. Oracle bietet diesen nach erfolgter Registrierung zum kostenlosen Download an. Bedauerlicherweise wurde bei der Erstellung der RPM-Pakete vergessen, die provides-Tags korrekt zu setzen. Trotz installiertem Instantclient lässt sich beispielsweise perl-DBD-Oracle nicht installieren – angeblich aufgrund fehlender Dateien:

# yum install perl-DBD-Oracle
...
--> Finished Dependency Resolution
Error: Package: perl-DBD-Oracle-1.74-1.el6.x86_64
           Requires: libocci.so.11.1()(64bit)
Error: Package: perl-DBD-Oracle-1.74-1.el6.x86_64
           Requires: libclntsh.so.11.1()(64bit)
 You could try using --skip-broken to work around the problem

Die Dateien liegt jedoch im Dateisystem vor:

# rpm -ql oracle-instantclient11.2-basic|egrep "clntsh|occi"
/usr/lib/oracle/11.2/client64/lib/libclntsh.so.11.1
/usr/lib/oracle/11.2/client64/lib/libocci.so.11.1

Mithilfe des rpm-Kommandos kann angezeigt werden, welche Dateien das Paket „anbietet„:

$ rpm -qp --provides oracle-instantclient11.2-basic-11.2.0.4.0-1.x86_64.rpm
oracle-instantclient11.2-basic = 11.2.0.4.0-1

Hier fehlen u.a. Einträge für die obrigen Programmbibliotheken. Das perl-DBD-Oracle RPM-Paket benötigt diese jedoch zwingend:

$ rpm -qp --requires perl-DBD-Oracle-1.74-1.el6.x86_64.rpm
...
libclntsh.so.11.1()(64bit)
libocci.so.11.1()(64bit)
...

YUM findet kein installiertes oder installierbares RPM-Paket, welches diese Dateien zur Verfügung stellt und bricht daher logischerweise mit einem Abhängigkeitsproblem ab.

Man kann natürlich die Abhängigkeitsprobleme des betroffenen Pakets umgehen und das Paket mit rpmforciert“ installieren – das ist aber keine schöne Lösung und generiert Warnungen innerhalb YUM.

Ein möglicher Workaround ist es, ein RPM-Paket zu erstellen, welches keine eigenen Dateien zur Verfügung stellt, aber vorgibt die benötigten Programmbibliotheken zu beinhalten. Hierzu ist es ratsam, eine direkte Abhängigkeit zum eigentlichen Oracle Instantclient-Paket zu definieren. YUM geht dann wie folgt vor:

  • YUM sucht nach einem Paket, welches libclntsh und libocci zur Verfügung stellt
  • YUM findet das Dummy-Paket und markiert es zur Installation
  • Das Dummy-Paket hängt vom Instantclient-Paket ab, welches daher auch zur Installation vorgesehen wird

Zur Erstellung des Dummy-Pakets müssen RPM-Entwicklungsprogramm installiert werden. An dieser Stelle verweise ich auf einen dedizierten Blog-Artikel, in dem ich detailliert hieraus eingehe.

Mein RPM Specfile kann auf GitHub heruntergeladen werden. Vor der Paketerstellung müssen noch zwei Dateien verschoben werden:

$ wget https://github.com/stdevel/oracle-instantclient11.2-dummy/archive/master.zip
$ unzip master.zip
$ mv oracle-instantclient11.2-dummy-master/*.spec ~/rpmbuild/SPECS/
$ mv oracle-instantclient11.2-dummy-master/foo.bar ~/rpmbuild/SOURCES/
$ rpmbuild -ba ~/rpmbuild/SPECS/*.spec

Das neu erstellte Paket gibt an, die benötigten Programmbibliotheken zur Verfügung zu stellen:

$ rpm -qp --provides oracle-instantclient11.2-dummy-1.0-1.el6.x86_64.rpm
...
libocci.so.11.1()(64bit)
libclntsh.so.11.1()(64bit)

Anschließend lässt sich auch perl-DBD-Oracle installieren:

# yum localinstall perl-DBD-Oracle*.rpm oracle-instantclient*.rpm
...
Installed:
  oracle-instantclient11.2-basic.x86_64 0:11.2.0.4.0-1
  oracle-instantclient11.2-dummy.x86_64 0:1.0-1.el6
  perl-DBD-Oracle.x86_64 0:1.74-1.el6

Complete!

Vielleicht wird dieser Fehler ja in späteren Versionen des Instantclients behoben – die aktuelle Version 12.1.0.2.0 hat diesen Fehler ebenfalls. </div>
        </article>
        <article>
          <h3 class=Outlook an Ubuntu 14.04 Server anbinden

Permalink Erfahrungen mit Ubuntu

Nach der Migration aller Arbeitsplätze auf Thunderbird/Lightning ist nun die Situation leicht verändert und der Bedarf, das einige Arbeitsplätze mittels Outlook an den Linux Server angebunden werden.

Daher möchte ich hier kurz berichten, wie ich die Anbindung durchgeführt habe falls es noch weitere Interessenten für solch eine Konstruktion gibt....

Auf dem Server ist Ubuntu 14.04 installiert, mit den Standart-Paketquellen.
Für den Mailserver nutze ich Postfix, Dovecot, Fetchmail und der Kalender/Adressbuch wird von Davical bedient.
Installation des Mail und Kalenderservers in meinem Wiki:
 Wiki auf www.nitschke-marl.de

Um den Ubuntu Mailserver nutzen zu können mittels IMAP benötigt man
mindestens Outlook 2013. Für den Kalender und Adressbuch noch ein Plugin der Firma EVO.
Man kann es hier beziehen: EVO Plugin

Nach der Outlook Installation und Eingabe der IMAP Daten muss man die
Installationsroutine von EVO ausführen. Anschliessend gibt es bei Outlook
den Ribbon "Evo" unter dem man auch Einstellungen Vornehmen kann.

Um den Kalender korrekt anzubinden benötigt man folgende Angaben:

Calendar URL: http://1.1.1.1/davical/caldav.php/user/calendar/
Task URL: http://1.1.1.1/davical/caldav.php/user/calendar/


Und für das Adressbuch folgende Daten:

Adressbook URL: http://1.1.1.1/davical/caldav.php/user/addresses/

Dadurch ist es möglich mit dem Outlook nicht nur Mails sondern auch Termine und Kontake über mehrere Rechner hinweg zu verwalten.
Selbst eine Anbindung mittels Android Smartphone oder iPhone ist möglich.
Auf allen Geräten ist stets der gleiche Datenstand.


Links:
Anleitung zu Outlook im Wiki
Anleitung zum Mailserver im Wiki
Anleitung zu Davical im Wiki

21. Juli 2015

Firefox 42: Mozilla verbessert Suche auf about:home und about:newtab

Permalink Sören Hentzschel

Die Suche im Web dürfte mit zu den häufigsten Aufgaben gehören, welche von Benutzern im Browser durchgeführt werden. Nicht grundlos setzt Mozilla in den letzten Monaten einen starken Fokus auf die Suche in und mit Firefox. Mit Firefox 42 bringt Mozilla die aus dem Suchfeld bekannte Suchoberfläche auch in die standardmäßig eingestellte Startseite sowie die Seite, die standardmäßig beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint.

Mozilla hat in Firefox 36 das alte Suchfeld durch ein neues Suchfeld ersetzt, welches vor allem die Verwendung verschiedener Suchmaschinen vereinfachen soll, da nun nicht länger die Standard-Suchmaschine geändert werden muss, um eine andere Suchmaschine zu verwenden.

Tipp: Standard-Suchmaschine in Sekundenschnelle ändern & weitere Effizienz-Tipp

Nachdem in Firefox 42 bereits die Adressleiste um die Fähigkeit erweitert worden ist, Suchmaschinen-Vorschläge anzuzeigen (ursprünglich für Firefox 41 geplant, aber auf Firefox 42 verschoben) und ebenfalls Teil von Firefox 42 die Integration mit der Windows 10-Suche ist, steht nun in der Nightly-Version von Firefox 42 die nächste Verbesserung der Suche zum Testen bereit.

Ab sofort gibt es die sogenannten „One-Off-Buttons“ des neuen Suchfeldes auch auf der Standard-Startseite von Firefox (about:home) sowie auf der Seite, welche standardmäßig beim Öffnen eines neuen leeren Tabs angezeigt wird (about:newtab). Damit ist es nun auch auf diesen Seiten möglich, schnell eine andere Suchmaschine auszuwählen als die eingestellte Standard-Suchmaschine. Damit macht es Mozilla nicht nur einfacher, im Web nach Dingen zu suchen, vor allem macht Mozilla damit auch die Suche innerhalb von Firefox konsistenter, weil dem Nutzer an den verschiedenen Stellen eine einheitliche Suchoberfläche präsentiert wird. Lediglich in der Adressleiste präsentiert sich die Suche aus naheliegenden Gründen anders, wobei auch hier Veränderungen in der Zukunft zu erwarten sind.

Dell XPS 13 mit Ubuntu 15.04

Permalink Intux

Ich hatte das Glück erstmalig über das Wochenende ein Dell XPS 13 zu testen. Hierbei handelte es sich nicht um ein Gerät auf dem im Normalfall Windows 8 läuft. Dieses war baugleich mit der Dell XPS 13 Developer Edition.

  • Intel® Core™ i7-5500U der 5. Generation (bis zu 3 GHz, 4 MB)
  • Ubuntu Linux 14.04 SP1
  • UltraSharp™ InfinityEdge Touch-Display, 13,3”, QHD+ (3.200 x 1.800)
  • 8 GB1 Dual-Channel DDR3L bei 1600 MHz
  • Mobility Solid-State-Festplatte, 512 GB
  • Intel® HD-Grafik 5500
  • 1 Jahr ProSupport und Vor-Ort-Service am nächsten Arbeitstag
  • 1,26 kg.

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Ubuntu 15.04 war hier schon vorinstalliert. Nach dem ersten Start überraschte mich die glasklaren Schärfe des Displays. Die Auflösung von 3.200 x 1.800 Pixeln ist jedoch für meinen Geschmack bei 13 Zoll fast zu groß. Man muss wirklich sehr dicht vor dem Gerät sitzen, um die Schrift erkennen zu können. Die Verarbeitung des XPS 13 ist sehr gut. Deckel und Boden sind aus mattem Aluminium, die Handauflage aus Carbon gefertigt. Die Tastatur hat einen guten Anschlag und ausreichenden Hub. Zwei USB 3.0 Schnittstellen mit PowerShare und ein Kartenleser sind seitlich verbaut. Eine Akkulaufzeit von bis zu 15 Stunden ist mit Ubuntu aus meiner Sicht jedoch schwerlich zu erreichen.

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Nach dem ersten Start funktionierte die Soundkarte nicht, jedoch war das Problem nach der ersten Aktualisierung schnell behoben. Das war das einzige Problem, welches ich in der Kürze der Zeit feststellen konnte.

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Fazit:

Das Dell XPS 13 mit Touch-Display wird voll von Ubuntu 15.04 unterstützt. Der i7-Prozessor und die 512GB-SSD sorgen für einen flotten Start (ca.20 Sekunden). Gewöhnungsbedürftig ist im ersten Moment jedoch die sehr hohe Auflösung. Ob man tatsächlich ein Touch-Display braucht ist wirklich Geschmacksache. Man erhält für knapp 1700€ jedoch ein aus hochwertig verarbeiteten Komponenten gefertigtes, kompaktes und sehr flaches Ultrabook der Spitzenklasse!

20. Juli 2015

Firefox 41 kann Symbolschriftarten auch darstellen, wenn Webseiten das Verwenden eigener Schriftarten untersagt wird

Permalink Sören Hentzschel

Firefox besitzt eine Einstellung, um Webseiten die Verwendung eigener Schriftarten zu untersagen. Allerdings führt dies auf immer mehr Webseiten zu Problemen, da Schriftarten immer häufiger zur Darstellung von Symbolen verwendet werden. Ab Firefox 41 kann Firefox Symbolschriftarten auch dann darstellen, wenn Webseiten keine eigene Schriftart zur Darstellung von Text verwenden dürfen.

Die Verwendung von Symbolschriftarten wie beispielsweis Font Awesome ist eine beliebte Technik bei der Entwicklung von Webseiten, die sehr viele Vorteile bietet und daher auch bei immer mehr Webseiten zum Einsatz kommt. Wer Firefox allerdings so konfiguriert hat, dass Webseiten keine eigenen Schriftarten verwenden dürfen, sieht auf entsprechenden Webseiten statt der Symbole nur eigenartig wirkende Zeichen.

Firefox 41 Symbolschriftarten

In Firefox 41 hat Mozilla das Verhalten dieser Einstellung verändert. In Zukunft verhindert diese Einstellung nicht mehr die Darstellung von Zeichen aus dem Unicode-Bereich für den privaten Gebrauch. Das bedeutet, dass Webseiten dann weiterhin keine eigenen Schriftarten herunterladen, die Symbole auf Webseiten gleichzeitig aber – anders als in der Vergangenheit – korrekt angezeigt werden. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass die entsprechende Webseite keine Symbolschriftart verwendet, welche Zeichen aus dem nicht privaten Bereich mit Symbolen belegt hat.

Die Einstellung findet sich sich im Reiter Inhalt hinter der Schaltfläche Erweitert im Abschnitt Schriftarten & Farben.

Motorradnavigation mit OsmAnd

Permalink [ENC]BladeXP's Blog

Wer auch bei Fahrten mit dem Motorrad nicht auf die Navigation durch OsmAnd verzichten möchte, kann dort mit einem kleinen Umweg ein Profil für seinen heißen Ofen aktivieren. Hierzu muss zuerst das Plugin OsmAnd Debugging aktiviert werden, und im Anschluss, in dessen Einstellungen beim Punkt Anwendungsprofile das entsprechende Profil gewählt werden.

In der Praxis sieht dies mit aktuellen OsmAnd Versionen dann so aus:
Plugineinstellungen aufrufenAnwendungsprofile aktivieren

Ich für meinen Teil habe im entsprechenden Navigationsprofil vor allem die lästigen Autobahnen und unbefestigte Wege abgeschaltet, da möchte ich nun wirklich nicht fahren ;)

Update: Je nach verfügbarer Bildschirmgröße ist es ggf. erforderlich den Bildschirm in das Querformat zu bringen, um die vollständige Auswahl möglicher Profile sehen zu können.

Linux 4.2-rc3

Permalink menzer.net

Eine weitere Woche ist ins Land gezogen und eine neue Entwicklerversion steht zur Verfügung.

Die Zahl der Änderung liegt diesmal ein wenig höher, doch handelt es sich bei den meisten Änderungen nur um kleinere Eingriffe, wie beispielsweise die Änderung von Register-Bezeichnungen am Code des mos7720-Treibers; Die bisher genutzten Registernamen wurden teilweise noch an anderen Stellen genutzt, was schon mal zu Fehlern führen kann, wenn dann ein Kernel mit beiden Treiber kompiliert werden soll.

Daneben gab es ein paar Aufräumarbeiten an der Speicherverwaltung, die zwar mit kleinen Änderungen einherging, diese jedoch über alle fast Plattformen hinweg verteilte. Änderungen am Code zur Ansteuerungen für FPUs trugen auch ein wenig dicker auf, doch gut ein Viertel davon entfällt auf das Verschieben eein Kommentar-Blocks.

Die kleine Statistik:

Commits geänderte Dateien eingefügte Zeilen gelöschte Zeilen Datum Tage *
4.2-rc1 12 808 10 344 1 062 782 272 311 05.07.2015 13
4.2-rc2 259 245 5771 1912 12.07.2015 7
4.2-rc3 427 525 4203 2956 19.07.2015 7
Gesamt 13 496 10 426 1 068 141 273 811

* Tage seit dem letzten rc/Release

Quellen: Linux Kernel Mailing List

19. Juli 2015

Goodbye Jabber/XMPP

Permalink [ENC]BladeXP's Blog

Seit vielen Jahren habe ich einen eigenen Jabber/XMPP Server am Laufen. Früher auf Basis von ejabberd und etwas später dann mit prosody. Doch damit ist jetzt Schluss, mit sofortiger Wirkung bin ich per Jabber/XMPP nicht mehr erreichbar.

Hintergrund ist, dass ich dieses Protokoll kaum noch verwende, die meisten meiner Kontakte schreiben mir per Hangouts, Threema, Textsecure, IRC oder ganz klassisch E-Mail. Der Aufwand einen Dienst (Server und Client) zu pflegen steht in diesem Fall in keinem Verhältnis zum Nutzen. Davon abgesehen war ich mit keinem der Clients (PSI, Empathy, Gajim, mcabber, …) wirklich zufrieden, von fehlenden Funktionen im Protokoll (oder den Clients) will ich Nichtmal mehr reden.

[nginx] ssl Zertifikat einrichten

Permalink itbasic

Für die sichere Kommunikation zwischen nginx Server und Browser empfiehlt es sich wie beim Apache ein SSL Zertifikat zu verwenden.

Damit nach der erfolgreichen Einrichtung ein Aufruf per https erfolgen kann, muss zunächst der Port 443 in der firewall freigeschaltet werden.
firewall-cmd --permanent --zone=public --add-service=https
firewall-cmd --reload

Hier die benötigten Schritte um ein SSL Zertifikat zu erstellen:
yum install mod_ssl openssl
cd /etc/ssl
openssl genrsa -out seite2.key 2048
openssl req -new -key seite2.key -out seite2.csr
openssl x509 -req -days 365 -in seite2.csr -signkey seite2.key -out seite2.crt

Für den SSL Server block wurde die Datei /etc/nginx/conf.d/seite2.conf nach /etc/nginx/conf.d/ssl-seite2.conf kopiert.

Aufbau ssl-seite2.conf
server {
listen 443;
ssl on;
ssl_certificate /etc/ssl/seite2.crt;
ssl_certificate_key /etc/ssl/seite2.key;

index index.html;

server_name www.seite2.de;
access_log /var/vhosts/seite2/logs/ssl-seite2.access.log main;
error_log /var/vhosts/seite2/logs/ssl-seite2.error.log;

root /var/vhosts/seite2/www;
}

Damit der Besucher der Seite beim http Aufruf auf https weitergeleitet wird, wurden folgende Zeilen in der /etc/nginx/conf.d/seite2.conf hinterlegt:

if ($scheme = http) {
return 301 https://$server_name$request_uri;
}

Mit NOW TV Sendungen von RTL, RTL II, VOX, N-TV, RTL Nitro und Super RTL unter Kodi schauen

Permalink Finns Blog

Nutzer des RTL NOW Addons aus dem Bromix Repository erhalten seit einigen Tagen eine Fehlermeldung in Kodi, wenn versucht wird, ein Video abzuspielen. Seit meinem Beitrag “RTL Streams und mehr mit Kodi schauen” ist ein wenig Zeit vergangen und es gibt Neuigkeiten, denn das Addon wird nicht weiterentwickelt und funktioniert nun nicht mehr.

UPDATE: Funktioniert seit Kurzem nicht mehr.

Die oben rechts in Kodi angezeigte Meldung ist nicht vollständig lesbar, aber “Mit DRM geschützte Videos werden…” wird kurz angezeigt und das Video kann nicht abgespielt werden. In der Logdatei ~/.kodi/temp/kodi.log finden sich beim Abspielen folgende Zeilen:

12:38:57 T:140618851428224   ERROR: Playlist Player: skipping unplayable item: 0, path [plugin://plugin.video.rtl-now.de/play/?video_id=216349]
12:38:57 T:140617512335104  NOTICE: Thread BackgroundLoader start, auto delete: false
12:38:58 T:140618454599424   ERROR: CCurlFile::FillBuffer - Failed: HTTP returned error 404

Die Lösung des Problems liefert Bromix auch gleich mit: Anstelle seines RTL NOW Addons solle man nun das NOW TV Addon nutzen, welches im offiziellen Kodi Repository enthalten und dadurch einfach zu installieren ist.

Ich nutze zwar einen anderen Skin, aber die Schritte sind im Prinzip die gleichen. Über die Menüpunkte Addons – Videos – mehr gelangt man zu einer langen Liste, dort sucht man NOW TV, wählt dieses aus und installiert es:

kodi_addon_nowtv_install

Anschließend steht das Video Addon unter Addons – Videos zur Verfügung. Ein wenig störend finde ich, dass man nach Auswahl der Sendung durch das Jahr und den Monat navigieren muss. Das Hinzufügen eines Favoriten, welches dann sofort die letzten fünf Folgen einer Sendung anzeigt, scheint deswegen nicht möglich zu sein.

kodi_addon_nowtv_unter_uns

Aber wenigstens funktioniert es und es ist wesentlich bequemer als der NOW Flash Player im Browser.

Monitoring Plugin check_cpu aktualisiert

Permalink Finns Blog

Die Auslastung eines Linux Servers lässt sich am besten durch die Load (Last) ausdrücken, welche die Anzahl der laufenden oder wartenden Prozesse wiederspiegelt. Aussagekräftig sind hierbei vor allem die Durchschnittswerte der letzten Minuten, die auch beim Aufrufen von

uptime
oder
top
angezeigt werden. Für ein paar mehr Details habe ich mal irgendwann das Monitoring Plugin check_cpu geschrieben, welches ich nun ein wenig aktualisiert habe.

Die CPU Auslastung oder genauer gesagt der Zeitanteil, mit dem der Prozessor mit einem bestimmten Aufgabentyp beschäftigt war, lässt sich beispielsweise auch mit

top
oder
vmstat
betrachten. Hierbei wird unter anderem nach Benutzerprozessen, Systemprozessen und IO-Wartezeit unterschieden. Mit diesen Werten lässt sich also die Aussage treffen, womit die CPU beschäftigt ist. Erwähnt habe ich die Arten der CPU Auslastung schon einmal im Artikel “Leistungsengpässe unter Linux aufspüren”.

Monitoring Plugins, die diese Arten der CPU Auslastung überwachen, gibt es schon einige, aber für solch simple Aufgaben schreibe ich gerne eigene Plugins. Vor kurzem sind nun auch Schwellwerte für die Warning/Critical Werte hinzugekommen und den PNP4Nagios Graph habe ich ein wenig aufgehübscht.

check_cpu_output

check_cpu

Die Schwellwerte können optional mit den üblichen Parametern

-w
und
-c
angegeben werden. Dieser Graph zeigt einen deutlich erhöhten IO-Wait Wert in den letzten Stunden. Da dies ein gemieteter virtueller Server ist, würde ich auf Backups oder Migrationen in anderen virtuellen Maschinen auf dem Host-System tippen. Das ist leider der Nachteil an gemieteten virtuellen Servern, man muss sich die Ressourcen eben mit anderen Teilen.

Bei nächster Gelegenheit werde ich mir die Ausgabe von

cat /proc/stat
noch einmal genauer ansehen, denn aktuelle Kernel enthalten schon seit eingier Zeit für Virtualisierung interessante Werte, nämlich die von anderen auf dem Host laufenden Gästen gestohlene Zeit und die von Gästen selbst verwendete CPU Zeit, falls das Linux System der Hypervisor ist.

Der oben gezeigt Graph ist von diesem Webserver, anders sieht es bei meinem auf IPFire basierendem Router und bei meinem Rasperrby Pi für das Monitoring aus:

check_cpu_ipfire

check_cpu_nms

Die Auslastung des Monitoring Servers (unten) ist sehr konstant, die des IPFire Routers (oben) beinahe, lediglich Downloads sorgen für einen leichten Anstieg der Kernel Beschäftigung und Soft-Interrup-Requests.

18. Juli 2015

Wallpaper – Flat Design

Permalink DevDiary

Ich habe mich diesmal an Hintergründen mit dem sogenannten Flat Design probiert. Das Flat Design besteht in der Basis aus der flachen Ansicht. Bei dem Ausprobieren sind einige Hintergründe entstanden, die ich nun auf meinem Blog anderen zur Verfügung stellen möchten. Ich habe für dass Zeichnen der Hintergründe wiedermal die freie Software GIMP verwendet.

Die Hintergründe können von jedem heruntergeladen und für den privaten Gebrauch verwendet werden. Zur Weitergabe bitte den Link zu diesem Artikel verwenden. Für die vollständige Auflösung bitte auf das entsprechende Vorschaubild klicken.

Flat House - Quelle - Eigener Hintergrund Floating Iland - Quelle - Eigener Hintergrund Mixer - Quelle - Eigener Hintergrund Sandwitch - Quelle - Eigener Hintergrund Surfing - Quelle - Eigener Hintergrund

UbuContest startet!

Permalink svij | Blog

Gestern haben wir auf der Ubucon-Webseite die große Ankündigung gemacht: Der Start des UbuContests. Der Wettbewerb läuft in Zusammenarbeit mit Canonical, welche (fast) alle Gewinne zur Verfügung stellt, darunter das ein oder andere Ubuntu Phone von bq und Meizu, Produkte aus dem Ubuntu Shop und eine Reiseunterstützung zur Ubucon nach Berlin.

Insgesamt gibt es fünf verschiedene Kategorien, die sich nicht nur an Entwickler richtet, sondern auch an Leute, die etwa als fleißiger Tester, Übersetzungen oder auch als Designer aktiv sind. Auch die Community hat die Möglichkeit seine eigenen Favoriten zu nominieren.

Der Wettbewerb endet am 18. September. Danach wird die Jury aktiv, die ebenfalls (mit einer Ausnahme) aus Mitgliedern der Community bestehen. Das sind konkret Carla Sella aus Italien, Laura Cowen aus dem Ubuntu UK Podcast, Simos Xenitellis aus Griechenland, Michael Zanetti von Canonical und meiner Wenigkeit.

Ich bin gespannt, welche neuen Apps oder Scopes eingereicht werden und hoffe auf eine rege Beteiligung! :)

Nähere Informationen finden sich hier.

Ubuntu auf der FrOSCon

Permalink svij | Blog

Am 22. und 23. August findet in St. Augustin bei Bonn die FrOSCon statt. Für mich wird es der erste Besuch bei dieser Konferenz sein. Das Programm wurde kürzlich veröffentlicht.

Mit dabei ist auch ein Vortrag von mir: „Snappy Ubuntu Core“. Dieser findet direkt zum Start am Samstag um 10 Uhr statt. Im Anschluss folgt ein Ubuntu Phone Vortrag, der leider nicht von mir ist. Unabhängig davon sind einige interessante Vorträge dabei, die ich mir anschauen möchte.

Mich findet man erneut am Ubuntu Stand, zusammen mit hefeweiz3n (also der Person hefeweiz3n, nicht mit Bier!). Voraussichtlich werden auch meine beiden Ubuntu Phones (bq Aquaris E4.5 und das Meizu MX4) verfügbar sein, für die Leute, die es ansehen und ausprobieren möchten.

17. Juli 2015

Echo mittels Sound eXchange auf eine Datei rechnen

Permalink Invictus deus ex machina

Für ein kleines Projekt war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit eine Reihe von Wave-Dateien mit einem Echo zu versehen. Fündig wurde ich schließlich beim freien Werkzeug Sound eXchange oder kurz sox, mit welchem solche Operationen möglich sind. Es handelt sich dabei um ein Schweizer Taschenmesser für Audiobearbeitung. Ein Echo wird dabei mittels Sound eXchange wie folgt auf eine Datei gerechnet:

sox clean.wav echo.wav echo 0.8 0.87 60 0.4

Dank MacPorts kann man das Tool nicht nur unter Linux, sondern auch unter Mac OS X nutzen. Die offizielle Projektseite ist auf SourceForge zu finden.

Announcement UbuContest 2015

Permalink Ubucon


Canonical Ltd. und die Teams der Ubucon Deutschland 2015 und des UbuContest 2015 sind erfreut, heute den Start des ersten UbuContest bekannt geben zu dürfen! Der UbuContest ist ein von der Ubuntu-Community veranstalteter Wettbewerb, bei dem sich alles um innovative und kreative Apps, Scopes und Ideen für das „konvergente“ Ubuntu der Zukunft dreht. Teilnehmer können ihre mit dem Ubuntu SDK und der Ubuntu-Plattform erstellten Apps und Scopes bis zum 18. September einreichen.

Aber Apps und Scopes sind nicht alles! Eine Plattform benötigt auch Inhalte, großartiges Design, Tester, Dokumentation, Unterstützung für Entwickler, interessante Blog-Artikel, Nachrichten, Technologiedemonstrationen und all die anderen Dinge, welche unsere Gemeinschaft jeden Tag hervorbringt. Daher geben wir der Gemeinschaft die Möglichkeit, Mitglieder aus ihrer Mitte für Preise zu nominieren!

Der Wettbewerb umfasst fünf Kategorien:

  1. Best Team Entry: Ein Team aus bis zu drei Entwicklern kann bis zu zwei Apps oder Scopes einreichen. Die Jury vergibt Punkte für Aspekte wie „Kreativität“, „Funktionalität“, „Design“, „Technischer Anspruch“ und „Convergence“. Die besten drei eingereichten Beiträge gewinnen.
  2. Best Individual Entry: Ein einzelner Entwickler kann bis zu zwei Apps oder Scopes einreichen. Die übrigen Regeln sind identisch zu der Kategorie "Best Team Entry"
  3. Outstanding Technical Contribution: Die Allgemeinheit kann Mitglieder der Ubuntu-Community nomieren, welche eine „außergewöhnliche“ technische Leistung unter Verwendung eines Ubuntu-basierten Gerätes, des Display-Servers Mir, des Unity8-Desktops etc. vollbracht haben. Jedes Mitglied der Jury verfügt über eine Stimme, der Kandidaten mit den meisten Stimmen gewinnt.
  4. Outstanding Non-Technical Contribution: Auch hier ist die Allgemeinheit aufgerufen, Community-Mitglieder zu nominieren, welche eine „außergewöhnliche“, nicht-technische Leistung gezeigt haben, um Ubuntu voranzubringen. Darunter fallen beispielsweise die Bearbeitung außergewöhnlich vieler Bug-Reports, die langjährige Bereitstellung von Übersetzungen, die Pflege der Dokumentation etc. Die übrigen Regeln sind identisch mit denen der Kategorie „Oustanding Technical Contribution“
  5. Convergence Hero: Der in den Kategorien „Best Team Entry“ or „Best Individual Entry“ eingereichte Beitrag mit der höchsten Wertung im Bereich „Convergence“ gewinnt.

Unsere mit den Community-Mitgliedern Laura Cowen, Carla Sella, Simos Xenitellis, Sujeevan Vijayakumaran und Michael Zanetti besetzte Jury kürt die Gewinner in allen Kategorien. Den Gewinnern winken attraktive Preise, darunter Ubuntu-Smartphones (bereitgestellt von bq und Meizu), T-Shirts und eine Auswahl an Produkten aus dem Ubuntu Shop. Die Erstplatzierten der „Best Entry“-Kategorien erhalten eine Bezuschussung zu den Reisekosten, falls sie zur Preisverleihung auf der Ubucon Deutschland 2015 vom 23. bis zum 25. Oktober 2015 anreisen.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg!

Weitere Informationen, sowie Möglichkeiten zur Registrierung und Nominierung, finden sich unter ubucontest.eu. Das Organisationskomitee ist via @ubucontest auf Twitter oder via E-Mail an contest@ubucon.de zu erreichen.

VirtualBox Teil 3

Permalink Intux

Hat man die VirtualBox installiert, folgt nun der nächste Schritt, die Installation des Betriebssystems, welches in der Virtualisierungsumgebung später laufen soll. Zuerst öffnet man die VB

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und klickt auf Neu. Im Anschluss legt man die zu verwendende Arbeitsspeicher- und Festplattengröße fest. Dabei sollte man natürlich beachten den Arbeitsspeicher zu all zu groß zu wählen.

Ich zeige nun im folgenden Beispiel die Installation von Ubuntu 15.04.

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Nach dem Bestätigen mit Erzeugen kann Ubuntu 15.04 installiert werden (siehe Abbildung).

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Nun wird Ubuntu wie gewohnt installiert. Nachdem das OS installiert und wieder herunter gefahren wurde, kann man in der Virtualisierung unter Ändern noch die Anzahl der arbeitenden Kerne (in meinem Fall habe ich zwei gewählt) sowie die Größe des zu verwendenden GPU-Speichers anpassen (aktuell 128Mb). Hiebei darf man natürlich nicht die Hardware des Host-Systems ausbremsen. Die Schieberegler sollten sich stets im grünen Bereich befinden.

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Ein Häkchen bei Anzeige => 3D-Unterstützung kann die Performance deutlich verbessern. Auf meinem alten Notebook war das der Fall. Auf meinem ThinkPad E550 macht die 3D-Beschleunigung Probleme und kann so nicht aktiviert werden.

Will man die Virtualisierung im Vollbildmodus ausführen, so muss noch die Gasterweiterung in der Virtualisierung installiert werden. Dazu wählt man die ISO der Gasterweiterung aus. Der korrekte Pfad ist /usr/share/virtualbox/VBoxGuestAdditions.iso. Als Optisches Laufwerk wird Sekundärer Master gewählt. Über das CD-Symbol wird die zuvor erwähnte ISO ausgewählt und ein Häkchen bei Live-CD/DVD gesetzt.

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Nun wird Ubuntu 15.04 in der Virtualisierung das erste Mal gestartet.

Ist das System hochgefahren, muss die Gasterweiterung noch installiert werden. Dazu wird in Ubuntu 15.04 das Terminal geöffnet und

cd /media/intux/VBOXADDITIONS_5.0.0_101573

sudo sh ./VBoxLinuxAdditions.run

ausgeführt. Nach erfolgreicher Installation muss Ubuntu 15.04 neu gestartet werden. Jetzt kann man in der Virtualisierung unter Anzeige den Vollbildmodus aktivieren.

Will man Windows in der VirtualBox installieren, so geht man genauso vor. Zur Installation steht jedoch dann im Gasterweiterungs-Image eine EXE-Datei zur Installation in Windows zur Verfügung.

Viel Spaß!

16. Juli 2015